Georg Philipp Telemann: Musique de Table

  • Ich erinnere mich, daß in meiner Schulzeit die Tafelmusik als eines der wichtigsten Werke Telemanns bezeichnet wurde.
    Wie immer man dies bewerten mag, Telemanns Tafelmusik folgte nicht nur einem traditionell-höfischem Ideal, sondern sorgte bei ihrem Erscheinen 1733 in 3 Produktionen - jeweils im Intervall von 3 Monaten – für Furore.
    Über 200 Examplare der Noten wurden trotz des exorbitanten Preises damals verkauft, 186 Namen weist die Subskriptionsliste auf, darunter auch Händel, Pisendel und Quantz und zahlreiche Vertreter des Adels.
    Die Sache ist leicht erklärt: Telemann war am Höhepunkt seiner Karriere der berühmteste Deutsche Komponist seiner Zeit. Erst als er 1722 den Posten des Thomaskantors in Leipzig ablehnte war der Weg frei für Bach…….


    Telemann verband in seinen Werken französische, Italienische und polnische Stilelemente, war ein Meister des Lokalkolorits – und wusste sich zudem dem Publikumsgeschmack anzupassen ohne das Niveau zu vernachlässigen….


    Telemanns Tafelmusik ist wohl der bedeutendste, aber auch einer der letzten Vetreter der Gattung „Tafelmusik“


    Jede der drei Produktionen war in der Lage ein Festbankett mit Musik abzudecken.
    Jeder der Produktionen gliedert sich in Ouvertüre (Suite) , Quartett, Concerto, Trio, Sonata und Conclusion.


    Es gibt zahlreiche Aufnahmen, teilweise als „Auszüge“, teilweise in Folgen einzeln erhältlich, oder als Gesamtaufnahme.


    Ich erinnere mich, daß in meiner Schulzeit die Tafelmusik als eines der wichtigsten Werke Telemanns bezeichnet wurde.
    Wie immer man dies bewerten mag, Telemanns Tafelmusik folgte nicht nur einem traditionell-höfischem Ideal, sondern sorgte bei ihrem Erscheinen 1733 in 3 Produktionen - jeweils im Intervall von 3 Monaten – für Furore.
    Über 200 Examplare der Noten wurden trotz des exorbitanten Preises damals verkauft, 186 Namen weist die Subskriptionsliste auf, darunter auch Händel, Pisendel und Quantz und zahlreiche Vertreter des Adels.
    Die Sache ist leicht erklärt: Telemann war am Höhepunkt seiner Karriere der berühmteste Deutsche Komponist seiner Zeit. Erst als er 1722 den Posten des Thomaskantors in Leipzig ablehnte war der Weg frei für Bach…….


    Telemann verband in seinen Werken französische, Italienische und polnische Stilelemente, war ein Meister des Lokalkolorits – und wusste sich zudem dem Publikumsgeschmack anzupassen ohne das Niveau zu vernachlässigen….


    Telemanns Tafelmusik ist wohl der bedeutendste, aber auch einer der letzten Vetreter der Gattung „Tafelmusik“


    Jede der drei Produktionen war in der Lage ein Festbankett mit Musik abzudecken.
    Jeder der Produktionen gliedert sich in Ouvertüre (Suite) , Quartett, Concerto, Trio, Sonata und Conclusion.


    Es gibt zahlreiche Aufnahmen, teilweise als „Auszüge“, teilweise in Folgen einzeln erhältlich, oder als Gesamtaufnahme.


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    Zum Kennenlernen wäre die extrem günstige Gesamtaufnahme von Brilliant ins Auge zu fassen



    Interessanterweise gibt es jede Menge an Aufnahmen der Tafelmusik, die offenbar auch heute noch beliebter ist als es vorerst den Anschein hat.....



    mfg aus Wien



    Alfred

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  • Zum heutigen 330. Geburtstag des Komponisten aufgelegt:



    Georg Philipp Telemann (1681-1767)
    Tafelmusik (Gesamtaufn.)
    Musica Antiqua Köln, Reinhard Goebel

    4 CDs, Erscheinungstermin: 8.10.2010
    Label: DGG , DDD, 1988


    Ob ich alle 4 CDs heute schaffe?


    LG


    ;) aus Düsseldorf

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Eine ausgezeichnete und sehr empfehlenswerte Gesamtaufnahme ist die Einspielung mit der Camerata des 18. Jahrhunderts unter Leitung von Konrad Hünteler.



    Georg Philipp Telemann:
    Tafelmusik Vol. 1-4
    Camerata des 18.Jahrhunderts, Hünteler


    Eine HIP-EInspielung, die nicht ganz den energischen Drive und den Mut zur Schroffheit hat wie Goebel/Musica Antiqua, dafür aber sehr natürlich, ausgewogen und harmonisch klingt. Ich glaube, eigentlich muss man beide haben ...


    Freundliche Grüße von Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • Ich freue mich, daß der Thread noch so "unbearbeitet" ist - das ermöglicht uns, ihn im TELEMANN-JAHR 2017 gebührend weiterzuführen. Schön wäre es, nicht nur Aufnahmen ziemlich pauschal zu erwähnen und vorzustellen sondern idealerweise ein wenig über die Eigenarten der einzelnen Veröffentlichungen ein paar Worte zu verlieren....
    Am Anfang solcher Beiträge steht indes immer das HÖREN.....


    Vielleicht sollte man noch erwähnen, daß VOR dem HÖREN die Anschaffung von dafür notwendigen Aufnahmen steht.
    Ich war nicht immer ein Telemann-Fan. So kaufte ich nach langem Zögern die Brilliant- Ausgabe - eigentlich des Preises wegen. Die beginnene Baxos Ausgabe stoppte ich nach 2 Ausgabenm, weil ich meinte mit einer Gesamtaufnahme ausreichend versorgt zu sein. Ein Fehlschluss wie ich heute weiss. Zudem ist die Naxos Aufnahme durchaus konkurrenzfähig mit den Aufnahmen berühmterer Ensembles, ja übertrifftt sie teilweise sogar.


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

    PS: Der Abbildungsfehler in Beitrag Nr 1 (Abbildung Dvorak statt Telemann - aber richtiger Text ) liegt nicht an Tamino, sondern an jpc, wobei bei Amazon derselber Fehle auftritt, womit belegt ist, daß beide dieselbe Grafikdatenbank benützen....

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  • Eine ausgezeichnete und sehr empfehlenswerte Gesamtaufnahme ist die Einspielung mit der Camerata des 18. Jahrhunderts unter Leitung von Konrad Hünteler.


    Bei mir steht noch die ältere Ausgabe, die ich auch gerne höre:


    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Für die Tafelmusik gibt es sicher bessere und ähnlich günstige Optionen als die Naxos-GA. Die ist nicht schlecht, aber schon die Brilliant-GA ist m.E. besser. Leider ist die anscheinend vergriffen, gebraucht um 12 EUR ist für Brilliant, die neu kaum mehr kosteten, eigentlich zu teuer.
    Goebel/MAK gibt es in einer (vermutlich minimalen Papierhüllen-)Box (10 CDs) für 21 EUR, zusammen mit tollen anderen Telemann-Aufnahmen, u.a. der "Hamburger Ebb und Flut" und der großartigen Scheibe mit Bläserkonzerten. Oder nur die Tafelmusik für 26 (bez. unter 20 von anderen Anbietern).
    Hünteler/MDG muss man sich wohl gebraucht zusammenstückeln; die ist auch sehr gut, kammermusikalischer, da immer nur mit einem Instrument pro Stimme besetzt.


    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Für die Tafelmusik gibt es sicher bessere und ähnlich günstige Optionen als die Naxos-GA. Die ist nicht schlecht, aber schon die Brilliant-GA ist m.E. besser. Leider ist die anscheinend vergriffen, gebraucht um 12 EUR ist für Brilliant, die neu kaum mehr kosteten, eigentlich zu teuer.

    ich weiß natürlich nicht ob DIESE BRILLIANT GA gemeint war, denn BRILLIANT bringt oft eine Aufnahme heraus, streichts sie und bringt eine andere Aufnahme heraus. Auf jeden Fall ist die abgebildete Edition derzeit verfügbar - und das zum Gesamtpreis von 9.99 Euro für 4 CDs !


    Inwieweit sie (abgesehen vom Preis) der Naxos Gesamtaufnahme vorzuziehen ist , vermag ich nicht zu sagen. Generell interessieren mich Preisunterschiede im unteren Preissegment nicht. Das sind IMO Peanuts.

    Es wäre natürlich interessant, wenn sich jemand berufen fühlte, Interpretationen und Klangbilder einzelner ausgewählte rStücke miteinander zu vergleichen, bei Gesamtaufnahmen wird das nicht funktionieren, da zu umfangreich und zu komplex...


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Quasi als "Wiedereinstieg" habe ich mir heute die abgebildete Aufnahme von Telemanns "Tafelmusik" angehört, soll natürlich heissen nur den ersten Teil. der Naxos Edition. Die Aufnahem wurde ja weiter oben nicht gerade euphorisch beschrieben, aber ich finde, sie ist eigentlich ganz gut. Ist "ganz gut" ausreichend ? Eigentlich irgendwie schon, denn das Interpretationsniveau ist heutzutage generell auf einem sehr hohen Level An sich ist ja die Edition auf 3 Teile aufgeteilt. Sie war zu Telemanns Zeiten sehr beliebt und gefragt. Schon die Anzal der Subscribänten ist (für die damalige Zeit) beeindruckend.

    Ich selbst habe die heutige Hörsitzung sehr genossen. Was mir persönlich allerdings fehlt, ist der Wiedererkennungswert. Mag sein, daß dieser Aspekt von mir überschätzt wird, mag aber auch sein, daß dieses "Manko" bei oftmaligem Hören schwindet. Quasi als Gegenstück dazu fällt die unheimliche Themen. und Stilvilelfalt auf, die verschiedenen nationalen Einflüsse.

    Neben den 4 einzeln erhältlichen CDs, die an sich schon naxostypisch preiswert sind, gibt es nun auch eine Gesamtausgabe zu noch weiter gesenktem Preis (rechte Abbildung - derzeit 19.99 Euro)


    mfg aus Wien

    Alfred

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