Klassikfreaks stellen ihre HIFI-Anlagen vor

Frank_Partsch · 990 Beiträge · letzte Antwort von Dr. Holger Kaletha

990 Beiträge
  • Um dann noch kurz zu ergänzen. Ich setze als roon-Endpunkt u.a. die Focus 50 von Dynaudio ein. Das sind vollständig digitale Aktivboxen. Klanglich tun sich die verschiedenen Modelle der Focus-Reihe nicht wirklich weh. Für kleine Räume ist man sicher auch mit der Fokus 10 schon glücklich.


  • Ich glaube bei den hier wiedergegebenen Eindrücken muß immer berücksichtigt werden was der Beteffende kennt und womit er vergleicht. Superlative sollte man da sparsam benutzen.

    Ich habe auch Class D Chinavestärker für ein paar hundert Euro die für sich genommen beeindruckendes leisten, aber ich würde sie nicht ernsthaft mit meinem ASR Emitter II exclusive vergleichen wollen.

    Meine Musikinteressen:

    Klassik von Barock bis zeitgenössischer E-Musik alles außer Gesang

    Jazz von Bebop bis zu aktueller Avantgarde.

  • Hallo zusammen,



    Nachdem ich nun jahrelang fast nur „gestreamt“ habe und auch dort viel Erfahrung sammeln durfte, ist es jetzt jedoch so, dass ich die Stücke / CDs viel intensiver und konzentrierter höre. Der CD 60 hat einen soliden KH-Anschluss. Mittlerweile bin ich ein Freund des Filters „1“ geworden. Dieser Filter ist nach meiner Meinung „Langzeittauglicher“. Der Filter „2“ ist für mich besser geeignet, um die Anschlagsdynamik genauer herauszuhören.


    Doch nachdem ich den in die Jahre gekommenen Cambridge dacmagic Plus mit dem CD 60 verbunden habe, waren die Streichinstrumente viel „weicher“ gezeichnet. Natürlich gibt es auch hier noch Filter, die man einstellen kann, dies habe ich aber noch nicht intensiv ausprobiert.


    Auch CDs gibt es, wie der CD60, als Kundenrückläufer bzw. als „Gebrauchtware“. Ich hatte nie Probleme mit dieser Art von Käufen auch in anderen elektronischen Bereichen wie MacBook oder IPhone. Mir ist dieses haptische bereits vor einigen Monaten bei „Büchern“ aufgefallen, dass ich immer mehr zurück zu „echten“ / haptischen Büchern gehe und auch dort ganz anders arbeite.


    Ich habe einige Klassik-CDs, Jazz-CDs wie auch Rod Steward oder Eric Clapton über den CD 60 gehört und kann auch hier von einem CD-Player sprechen, der Genreübergreifend solide arbeitet.


    Sicher gibt es CD-Player welche noch mehr herausarbeiten, doch stellt sich für mich als Hobbyhörer die Frage wo ist das meine Hörgrenze? Ich kann mir aufgrund der jetzigen Erfahrungen vorstellen, dass ich erstmal, in ferner Zukunft, an der Quelle des Kopfhörers investiere anstatt an einem „besseren“ CD-Player.


    Ich bin glücklich und dankbar diesen Schritt, auch im Jahr 2026, gegangen zu sein und freue mich auf die Stunden in denen ich meine Arbeit und die Pflegebedürftigkeit meiner Eltern etwas in den Hintergrund drängen kann.



    Probiert es einfach aus und findet für Euch den musikalischen Weg, meinen habe ich jetzt geschildert und den werde ich weiter gehen.



    Gruß


    Michael.



    Dr. Holger Kaletha welchen KHV nimmst Du den für den CD60?

    teleton

    Thomas Pape : benutzt Du auch einen KHV an dem CD Player ich denke das Du sowohl den 660 S2 wie auch den HD 800 nimmst?

  • Hallo Michael,


    freut mich, dass der Marantz D60 so gut bei Dir angekommen ist - solche Erlebnisse bracht man um beim Musikhören eine innere Zufriedenheit zu haben.


    Doch nachdem ich den in die Jahre gekommenen Cambridge dacmagic Plus mit dem CD 60 verbunden habe, waren die Streichinstrumente viel „weicher“ gezeichnet.

    Ich habe mir den Cambridge dacmagic Plus mal angesehen .... der hat ja nur Digitaleingänge, sodass man den als reinen DAC benutzen kann, aber es ist kein Analog-KH-Vr, an dem der Analogausgang des CD 60 angeschlossen wird um den Analog-Klang zu verfeinern.

    Benutzt Du die Digitaleingänge, so hörst Du das Ergebnis der Analog-Digital-Wandlung des Cambridge dacmagic Plus. Im Prinzip kann man jeden "brauchbaren" CD-Player mit Digitalausgang anschliessen um zu dem Ergebnis zu kommen, da Du den CD 60 ja dann nur als Laufwerk nutzt !


    Ich habe ja den wirklich guten Marantz CD6007 im Schlafzimmer für KH-Hören im Betrieb. Da ich wie berichtet mit dem KH-Ausgang und dann nur Filter II letztendlich nicht so 100% zufrieden bin: Konturen im Bass und eine Aura Räumlichkeit könnten noch besser sein ... so wie bei meinen SONY-ES -Playern !

    .... So benutzte ich ihn quasi nur als Laufwerk indem ich den FX-Audio DAC X6 (Siehe Beitrag 829) digital anschliesse, den ich sowohl an der PC-Anlage als TOP-Digital-Soundkarte sowie auch im Schlafzimmern als DAC am CD6007 betreibe ..... ja, und dann hat der Klang nochmal deutlich eine bessere zufriedenstellende räumliche Aura und Basskontur ... und das für den Hammerpreis des FX-Audio DAC X6 -- perfekt !



    Bei dem CD-Playern SONY-CDP-XA50ES würde ich nie auf die Idee kommen einen KH-Vr oder etas anderes dahinter anzuschliessen - der ist so, wie ich es mir wünsche --- perfekt.


    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Nachdem ich nun jahrelang fast nur „gestreamt“ habe und auch dort viel Erfahrung sammeln durfte, ist es jetzt jedoch so, dass ich die Stücke / CDs viel intensiver und konzentrierter höre. Der CD 60 hat einen soliden KH-Anschluss. Mittlerweile bin ich ein Freund des Filters „1“ geworden. Dieser Filter ist nach meiner Meinung „Langzeittauglicher“. Der Filter „2“ ist für mich besser geeignet, um die Anschlagsdynamik genauer herauszuhören.

    Lieber Michael,


    man muss sich tatsächlich "einhören"! So ist es! Und ich genieße es auch, unabhängig vom PC beim Hören zu sein. Ich bin eigentlich mit Filter 1 sehr zufrieden. Was meinst Du mit "Anschlagsdynamik"?

    Doch nachdem ich den in die Jahre gekommenen Cambridge dacmagic Plus mit dem CD 60 verbunden habe, waren die Streichinstrumente viel „weicher“ gezeichnet. Natürlich gibt es auch hier noch Filter, die man einstellen kann, dies habe ich aber noch nicht intensiv ausprobiert.

    Verstehe ich richtig: Du hast den CD 60 als Laufwerk benutzt und über den Digitalausgang den Cambridge DAC Magic Plus angeschlossen? Den Cambridge DAC Magic Plus habe ich auch! Er zeichnet etwas weicher. Gerade die Streicher sind eine Stärke des Marantz CD 60 finde ich, da kommt die Marantz typische Abstimmung zum Tragen, die "akustische Kohärenz". Ein Genuss mit dem Marantz CD 60 ist z.B. Gidon Kremer "A Paganini" - CD der DGG. Da stimmt alles. Die Violini klingt absolut homogen, hat Schmelz, klingt nie nervig gläsern, ohne dass der Klang aufgeweicht wird:


    s-l1600.webp

    Auch CDs gibt es, wie der CD60, als Kundenrückläufer bzw. als „Gebrauchtware“. Ich hatte nie Probleme mit dieser Art von Käufen auch in anderen elektronischen Bereichen wie MacBook oder IPhone. Mir ist dieses haptische bereits vor einigen Monaten bei „Büchern“ aufgefallen, dass ich immer mehr zurück zu „echten“ / haptischen Büchern gehe und auch dort ganz anders arbeite.

    Damit habe ich auch keine Probleme, B-Ware zu kaufen. Und Bücher lese ich immer nur mit dem Bleistift!

    Ich habe einige Klassik-CDs, Jazz-CDs wie auch Rod Steward oder Eric Clapton über den CD 60 gehört und kann auch hier von einem CD-Player sprechen, der Genreübergreifend solide arbeitet.

    Der Marantz CD 60 ist ein Klangwunder! Das ist ein sehr musikalischer Klang. Alles ist da. Er ist - Marantz typisch - nicht überanalytisch, serviert einem die Details also nicht auf dem Silbertablett. Aber sie sind da.

    Sicher gibt es CD-Player welche noch mehr herausarbeiten, doch stellt sich für mich als Hobbyhörer die Frage wo ist das meine Hörgrenze? Ich kann mir aufgrund der jetzigen Erfahrungen vorstellen, dass ich erstmal, in ferner Zukunft, an der Quelle des Kopfhörers investiere anstatt an einem „besseren“ CD-Player.

    Das ist finde ich der richtige Weg! Besser geht immer, aber es kommt letztlich auf den Verwendungszweck an. Die klanglichen Vorzüge des Marantz sind so groß, so dass ich sie auch nutzen und die Abstimmung mit separatem Kopfhörerverstärker und Kabel perfekt harmonisieren würde. Das richtige Kabel bringt sehr, sehr viel. Gerade was Auflösung und Räumlichkeit angeht. Wenn man ein richtig gutes Kabel verwendet, was fein auflöst und den Raum gut abbildet, dann schrumpfen die Unterschiede zu einem etwas besseren Gerät zusammen (die es bei Marantz natürlich gibt, wenn man das Geld investiert), so dass man nichts mehr vermisst.

    Ich bin glücklich und dankbar diesen Schritt, auch im Jahr 2026, gegangen zu sein und freue mich auf die Stunden in denen ich meine Arbeit und die Pflegebedürftigkeit meiner Eltern etwas in den Hintergrund drängen kann.

    Das kann man Dir nur hoch anrechnen. Mein Respekt! :hail: Ich weiß das, weil mein Vater meine Mutter gepflegt hat mit ihrer ALS-Erkrankung bis zu ihrem Tod, was das für ein Opfer und eine Anstrengung bedeutet.

    Probiert es einfach aus und findet für Euch den musikalischen Weg, meinen habe ich jetzt geschildert und den werde ich weiter gehen.

    Genau so ist es richtig! :thumbup:

    Dr. Holger Kaletha welchen KHV nimmst Du den für den CD60?

    Ich habe den Lehmann Audio Linear und als Verbindung zum CD 60 ein Top-Kabel, ein Audioquest-Water. Ich habe sehr viel probiert mit Kabeln - es lohnt sich, das richtige Kabel zu finden. Da kann man den Klang sehr deutlich steigern. Nicht jedes (auch durchaus teure) Kabel passt, es muss das Richtige sein. :hello:

    Ich habe mir den Cambridge dacmagic Plus mal angesehen .... der hat ja nur Digitaleingänge, sodass man den als reinen DAC benutzen kann, aber es ist kein Analog-KH-Vr, an dem der Analogausgang des CD 60 angeschlossen wird um den Analog-Klang zu verfeinern.

    Lieber Wolfgang,


    den Cambridge DAC Magic Plus besitze ich. Er hat nicht nur digitale Eingänge, sondern auch einen digitalen Ausgang! (!) So kann man ihn durchschleifen und mit einem anderen DAC verbinden, der kein USB-DAC ist und ihn so zu einem USB-DAC machen. Beim Nachfolgemodell DAC 200M haben sie diesen digitalen Ausgang gestrichen. Ich nutze dies, weil ich noch einen besseren DAC habe, den North Star Design Essensio. So brauche ich nicht zu stöpseln und kann mit meinen aktiven Desktop-Lautsprechern sowohl vom PC Audio-Dateien abspielen oder den alten Marantz CD 80 als Zuspiellaufwerk für CDs nutzen.


    Der Cambridge DAC Magic Plus hat einen richtigen Kopfhörerverstärker und dazu einen eingebauten Vorverstärker, so dass er ein Vorverstärker-DAC ist mit analogem Ausgang, um ihn z.B. mit Aktivlautsprechern zu betreiben! Was ich auch tue! Der Kopfhörerverstärker des Cambridge ist schon nicht schlecht. Den nutze ich auch mit meinem alten Stax SR-5 Gold und dem Stax SRD-X-Versorgungsteil, das ich günstig gebraucht erworben habe und habe aufpeppeln lassen. Es klingt wie neu! Es macht finde ich keinen Sinn, den CD 60 nur als Zuspiellaufwerk zu benutzen. Dafür ist der Klang zu gut und es gibt für diesen Zweck hochwertigere CD-Laufwerke. Ich habe Monate probiert und war unzufrieden mit der Kombi CD-Laufwerk (das war mein alter CD 80) und externen DAC. Bei einer Anlage mit Lautsprechern bedeutet ein hochwertiger externer DAC oft eine Verbesserung. Beim Kopfhörer kriegt man so aber kaum einen homogenen Klang hin. Das war der Grund, warum ich letztlich den CD 60 gekauft habe. Es empfiehlt sich - so meine Erfahrung - für den Kopfhörer immer den kompletten CD-Spieler zu verwenden. Ich finde es auch gut, Geräte mit unterschiedlicher Klangcharakteristik zu haben. Für einen "analytischen" Klang habe ich meine AVMs und den Denon. Der Marantz unterschlägt auch nichts Wesentliches, so dass man es vermisst. Ihn so zu trimmen, dass er nicht wie ein Marantz, sondern so hyperklar wie ein AVM-Gerät klingt (was ohnehin nicht gelingen kann), darin sehe ich persönlich nicht so den Sinn. Man kann schließlich auch ein CD-Laufwerk kaufen, wenn man einen besonderen DAC benutzen will, dessen Klang man mehr mag. Das ist für diesen Zweck besser optimiert. Da kann man durch hochwertige Kabel finde ich mehr erreichen bei einem CD-Player - so dass sich mit der entsprechenden Feinabstimmung das Gerät von seiner besten Seite zeigt. :)


    Schöne Grüße

    Holger

  • ja ich benutze den Cambridge als DAC , also gehe von den CD in den Cambridge. Kabel ist ein Boaacustic EVO Koax.

    Lieber Michael,


    das ist ja der Punkt. Du benutzt somit den hervorragend musikalischen Marantz D60 nur als Laufwerk ! Damit verspielst Du den musikalischen Klang, den der Analogausgang des CD60 eigentlich bietet, wie Holger auch schon anmerkt.

    Wenn Du mit dem KH-Ausgang des CD60 nicht zufrieden bist müsstest Du eigentlich einen analogen KH-Vr am CD60 anschliessen um die musikalischen Klangvorteile des CD60 zu verfeinern.

    :) Aber egal, Hauptsache Du bist jetzt mit dem Ergebnis zufrieden.


    Zum Kabel:

    Das Kabel Boaacustic EVO Koax ist so teurer wie der Player. Schön, aber erst bei Verwendung einer analogen Chinch-Verbindung wird sich so ein teures Kabel erst richtig lohnen und klanglich Vorteile bringen, denn den Nullen und Einsen DIGITAL, die durch das Kabel gehen werden auch so und so übertragen.


    ^^ Ich weis, dass ich jetzt Holger wieder mal auf den Plan rufe: Aber bei einer digitalen Anbindung lohnt ein superteures Kabel nicht. Die Nullen und Einsen werden auch mit einer einfachen Beipackstrippe sauber durchgeschleift ... da kann man keinen hörbaren Klangvorteil erreichen.


    In der Praxis (ehrliche Einschätzung)

    Bei normalen Kabellängen (0,5 – 2 m):

    normales Cinch-Kabel → meist völlig ausreichend

    teures High-End-Digitalkabel → kaum hörbarer Vorteil

    Messbar kann es Unterschiede geben, hörbar meist nicht.


    Wann ein echtes Digitalkabel sinnvoll ist

    Ein 75-Ohm-Koaxkabel lohnt sich eher bei:

    langen Kabeln (>3 m)

    sehr empfindlichen DACs

    Studioanwendungen

    Dann kostet ein gutes Kabel etwa 10 – 20 €, nicht 200 €.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hallo,


    Ich habe den Lehmann Audio Linear und als Verbindung zum CD 60 ein Top-Kabel, ein Audioquest-Water. Ich habe sehr viel probiert mit Kabeln - es lohnt sich, das richtige Kabel zu finden. Da kann man den Klang sehr deutlich steigern. Nicht jedes (auch durchaus teure) Kabel passt, es muss das Richtige sein. :hello:

    Ich meinte das „Water „ Kabel von Holger.


    Ich werde es die Tage mal mit nem Chinch probieren

  • Hallo zusammen,


    ja ich benutze den Cambridge als DAC , also gehe von den CD in den Cambridge. Kabel ist ein Boaacustic EVO Koax.

    https://www.justhifi.de/boaaco…l-cinch-koaxialkabel-5805


    Dr. Holger Kaletha

    Dein Kabel kostet genauso viel wie der Player 😳

    Lieber Michael,


    ja stimmt! Ich habe es auch ursprünglich nicht für den CD 60 gekauft. In meiner alten Münsteraner Wohnung hatte ich den Kopfhörerverstärker an meiner AVM Laufwerks-Wandlerkombination. Zuerst hatte ich ein günstigeres Kabel von Audioquest. Das hatte aber seine Schwächen. Dann habe ich es getauscht gegen das Audioquest Water mit dem Gedanken: So passt es und ich brauche nicht mehr über das Kabelproblem nachzudenken. Nach dem Umzug wurde dann alles anders: Die Kopfhöreranlage ist ins Souterrain gewandert und so auch das Kabel. Die Stärke des Audioquest Water ist einmal die Körperlichkeit und Plastizität. Die Instrumente sind wirklich greifbar. Besonders im Kopfhörer ist das sehr positiv. Mit anderen Kabeln fehlt das dann. Dazu kommt, dass dieses Kabel nie nervt in den Höhen. Das ist bei Kopfhörern wichtig. Von früher kenne ich das: Man muss ständig am Lautstärkeregler drehen, bei lauten Stellen leiser machen und bei leisen lauter. Mit dem Audioquest braucht man das nicht. Dann bringt es einfach mehr Details. Ich hatte mal eine Zeitlang das Audioquest gegen mein Wireworld Oasis 5 getauscht. Das kostet auch immerhin 250 Euro und ist ebenfalls ein sehr gutes Kabel. Nach zwei Wochen habe ich es wieder gegen das Audioquest Water getauscht - weil es einfach "glatter" klingt, die Details sind nicht da. Die große Stärke des Audioquest Water ist die ungemein präzise und differenzierte Basswiedergabe. Da bekommt der Kopfhörer dann Lautsprecherqualitäten. Das spürt man besonders mit der AVM-Laufwerks-Wandlerkombination. Es ist aber nicht so, dass ein teures Kabel unbedingt besser sein muss. Ich habe oben an der großen Anlage meinen Denon DCD 1600 NE mit einem Kabel von Goldkabel (deutsche Produktion) mit dem AVM Vorverstärker-DAC verbunden - das ist genauso teuer wie das Audioquest und passt dort perfekt. An der Kopfhöreranlage passt es dagegen gar nicht - da sind dann die Höhen total überzogen. Deshalb: Man muss immer ausprobieren! Kabel sind ein diffiziles Thema!


    Wie Wolfgang sagt - Du solltest den CD 60 als CD-Player nutzen. Meinem Freund, er ist Pianist, habe ich ihn auch empfohlen und er hat sich ihn gekauft, betreibt ihn mit einem Yamaha-Verstärker (Yamaha AS 701 für 700 Euro) und Boxen von Castle. Der CD 60 klingt da einfach fantastisch - z.B. Mahler Symphonie Nr. 2, Vaclav Neumann, die Exton Aufnahme. Er baut eine riesen Bühne auf, da ist mächtiges Schlagwerk drin. Alles kommt präzise und auch sehr räumlich! Die Aufnahme ist wahrlich kritisch! Er hat auch einen Kopfhörer. Für mich überraschend, dass der eingebaute Kopfhörerverstärker des Yamaha AS 701 deutlich besser - klarer - klingt. Wenn Du den Kopfhörerausgang des CD 60 nutzt, schöpfst Du das klangliche Potential des CD 60 einfach nicht aus. Der CD 60 ist klanglich besser als der Cambridge DAC. Gerade auch was die Räumlichkeit angeht. Aufnahme Dvorak Rusalka, Vaclav Neumann, Track 2. Da gibt es einen Chor im Hintergrund an verschiedenen Stellen. Das macht der CD 60 einfach besser!


    Das Boaacustic-Kabel - ich habe ein bisschen gelesen - ist wohl sehr gut. Die Marke kannte ich bisher nicht. Da wird das Problem nicht liegen, sondern daran, dass der Kopfhörerverstärker des Cambridge besser ist als der im CD 60 eingebaute. Mir scheint auch, dass der Kopfhörerverstärker meines alten Marantz CD 80 besser ist. Der CD 80 war aber auch eine andere Preisklasse. Ihn benutze ich heute als Zuspiellaufwerk für den DAC.


    das ist ja der Punkt. Du benutzt somit den hervorragend musikalischen Marantz D60 nur als Laufwerk ! Damit verspielst Du den musikalischen Klang, den der Analogausgang des CD60 eigentlich bietet, wie Holger auch schon anmerkt.

    Wenn Du mit dem KH-Ausgang des CD60 nicht zufrieden bist müsstest Du eigentlich einen analogen KH-Vr am CD60 anschliessen um die musikalischen Klangvorteile des CD60 zu verfeinern.

    :) Aber egal, Hauptsache Du bist jetzt mit dem Ergebnis zufrieden.

    Das ist auch meine Meinung, lieber Wolfgang!

    Das Kabel Boaacustic EVO Koax ist so teurer wie der Player. Schön, aber erst bei Verwendung einer analogen Chinch-Verbindung wird sich so ein teures Kabel erst richtig lohnen und klanglich Vorteile bringen, denn den Nullen und Einsen DIGITAL, die durch das Kabel gehen werden auch so und so übertragen.


    ^^ Ich weis, dass ich jetzt Holger wieder mal auf den Plan rufe: Aber bei einer digitalen Anbindung lohnt ein superteures Kabel nicht. Die Nullen und Einsen werden auch mit einer einfachen Beipackstrippe sauber durchgeschleift ... da kann man keinen hörbaren Klangvorteil erreichen.

    Meine praktische Erfahrung ist eine andere - und auch "theoretisch" stimmt das natürlich nicht. Ich hatte meinen Yamaha RN 803 D zuerst mit einem Oelbach-Digitalkabel für 40 Euro verbunden mit CD und dachte immer: Der eingebaute Wandler ist klanglich nicht so toll. Bis ich dann dieses Digitalkabel gegen ein Audioquest Cinnamon getauscht habe. Da habe ich mich dann gewundert, wie gut auch der Wandler des Yamaha klingt! Das Kabel kostet 100 Euro und ist vom Preis-Leistungsverhältnis sehr gut. An der Kopfhöreranlage machte es mir dann leider Probleme. Mit dem Cambridge DAC passt es sehr gut (ich habe inzwischen drei Audioquest Cinnamon in Betrieb!) - aber nicht mit dem Northstar Design Essensio-DAC. Da musste ich mir dann ein neues von Cord kaufen. Mein mit Abstand bestes Digitalkabel ist ein Sunaudio Digicoax Reference BNC - der Hersteller war Fadel Art in Frankreich. Da kommt kein anderes meiner Digitalkabel ran. Ich habe mal einen Test gemacht und eine CD-R gebrannt - immer denselben Track mit unterschiedlichen Digitalkabeln. Die Unterschiede hört man deutlich!


    Schöne Grüße

    Holger

  • Banner Strizzi
  • habe gerade mal den SPL Phonitor angeschlossen.. da kommt aber richtig was bei rum…

    :thumbup: :) Dann hast Du ja einen richtig guten Kopfhörerverstärker!


    Phonitor 2 – SPL


    Test-Ph2_RecordingMagazin.pdf


    Hier gibt es auch einen interessanten Testbericht über Boaacoustic:


    Boaacustic Evolution Black Serie, hochwertige HiFi Kabel für Audiophile - Made in Berlin  - mySoundbook


    Boaacoustic Evolution Black: HiFi-Kabelserie im Test | fairaudio


    Zusammenfassung bei Fairaudio:


    Man kann hier durchaus von einem Familienklang sprechen, vor allem bei den NF-Kabeln und dem Netzkabel der Evolution-Black-Serie. Dabei handelt es sich keineswegs um die Ausgeburt eines humorlosen Klang-Calvinismus, sondern um eine herzliche Familie, die das Signal warm-wohlwollend empfängt, druck- und schwungvoll weiterleitet und klangfarbenstark, mit recht guter Auflösung und seidiger Hochtontextur sowie minimal abgerundeten Impulsen wieder verabschiedet. Insbesondere die NF-Kabel besitzen ein hervorragendes Preis/Leistungs-Verhältnis.


    (...)


    Die Kabel der Evolution-Black-Serie passen generell in neutral bis leicht schlank abgestimmte Ketten, das Lautsprecherkabel halte ich für grundsätzlich universell einsetzbar, solange Amp und Box nicht wirklich sehr ins gemächliche, warme, dunkle Klangbild abdriften. Alle Modelle der Evolution-Black-Serie sind ein Tipp für diejenigen, die ein geschlossen-homogenes Klangbild mit Schmelz, aber nicht übermäßig euphonischem Wohlklang zu einem fairen Preis suchen.

  • Danke für diese Diskussion. Ich hatte bereits einen SPL getestet, wahrscheinlich aber auch alles falsch gemacht , der Marantz stand da auch noch nicht im Hause. Zu meiner Freude sehe ich, daß ich den Nachfolger sogar in meiner fußläufigen Nachbarschaft (direkt neben Dortmunds ältestem Bio-Laden) probehören könnte. Nach Ostern werde ich Zeit finden, da vorbei zu schauen.


    https://audioselect.de

    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Danke für diese Diskussion. Ich hatte bereits einen SPL getestet, wahrscheinlich aber auch alles falsch gemacht , der Marantz stand da auch noch nicht im Hause. Zu meiner Freude sehe ich, daß ich den Nachfolger sogar in meiner fußläufigen Nachbarschaft (direkt neben Dortmunds ältestem Bio-Laden) probehören könnte. Nach Ostern werde ich Zeit finden, da vorbei zu schauen.


    https://audioselect.de

    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Das Problem bei diesen Geräten ist, dass das Profi-Geräte für Toningenieure sind. Die sind für den normalen Musikhörer einfach zu kompliziert. Die Funktionen braucht man als Hifi-Hörer alle nicht in der Praxis. Insofern ist der Lehmann einfacher. Der hat zwar auch die Lautstärkeanpassung auf der Geräteunterseite, aber das war´s dann auch. Man braucht nur anzuschließen und dann geht das Musikhören los.


    Kopfhörerverstärker gelten unter Entwicklern als schwierig. Da gibt es ein Video von einem Hersteller, der Geräte in allen Preisklassen baut. Das Problem ist, dass der KH-Verstärker mit allen Kopfhörern gleich gut klingt. Das macht dann auch den Preisunterschied aus neben dem Klanglichen. Für die "Alleskönner" muss man mehr bezahlen. :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Lieber Michael,


    bei der abgebildeten Box ist die Angabe, dass das alles CDs sind. DSD ist das digitale Format für SACDs. Die meisten SACDs sind aber Hybrid-SACDs, sie haben also eine zweite Spur für CD-Wiedergabe. Deshalb können sie auch von CD-Playern wie dem Marantz CD 60 abgespielt werden. Nur bei SACDs Non-Hybrid geht das nicht. Die sind aber die Ausnahme. :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • … Dr. Holger Kaletha

    Meine Mutter ist am Montag friedlich eingeschlafen, ich werde den CD player immer mit Ihr und den ruhigen , warmherzigen Menschen in Verbindung bringen.

    Gruß Michael


    Ich denke das ich mir diese Kabel holen werde

    https://www.hifi-schluderbache…l-stecker-eis-blau-24336/

  • Meine Mutter ist am Montag friedlich eingeschlafen,

    Mein herzliches Beileid, lieber Michael und viel Kraft für die nun anstehende Zeit.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Banner Strizzi
  • Lieber Michael,


    herzliches Beileid! Es ist zwar nur ein schwacher Trost, aber die Menschen, die von uns gegangen sind aber uns viel bedeuten, bleiben lebendig in unserer Erinnerung.


    Das schwedische Supra-Kabel ist sicher gut - ich habe es aber nie ausprobiert. Bei Kabeln kann man nie genau vorhersagen, ob es wirklich gut passt für das besondere Gerät. Was mit dem CD 60 sehr gut passt, ist das Transparent The Link Interconnect für 160 Euro (Handfertigung aus den USA). Das habe ich selbst gehört und mein Freund hat es sich gekauft. Am besten ist immer: im Vergleich hören!


    Schöne Grüße

    Holger

  • sooo, ich fahre am Wochenende nach Hamm ( Auditorium) und höre wie ich den nächsten Stepp mache


    Gruß Michael

    Lieber Michael,


    das ist super. Die haben immer Kabel zum Ausleihen, darunter das von Transparent. Da kannst Du Dir drei verschiedene ausleihen und sehen, was am besten passt. :thumbup:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Die Anzeige vom neuen NAD CD-Player habe ich auch gesehen. Sie freut einen!


    Ich hatte eine nicht eingeplante Investition.


    s-l1600.webp


    Mir ist vor Wochen die Fernsteuerung eines Denon DCD 1600 NE von der Kommode auf den Steinfußboden gefallen. Es gab ein "gefährlich" klingendes Geräusch und der wirklich sehr fest springende Deckel war an der rechten Seite abgesprungen. Ich habe ihn wieder fest gedrückt und es schien alles zu funktionieren. Beim letzten Hören konnte ich jedoch die Tasten auf der rechten Seite nicht bedienen - zeitweilig fielen auch mehr aus. Dass der Fehler am Gerät liegt, konnte ich ausschließen, da die Fernsteuerung Denon RC-1213 eine Leuchtdiode hat, die immer aufleuchtet, wenn ein Signal gesendet wird. Heute braucht man die Fernsteuerung, weil anders als früher viele Funktionen nur noch mit der Fernsteuerung und nicht mehr am Gerät mit Knöpfen zu bedienen sind. Also habe ich die nicht mehr komplett funktionsfähige Fernsteuerung zu meinem Stammgeschäft gebracht. Die Diagnose: Haarriss in der Platine, da ist also nichts mehr zu reparieren. Die Folge: Mülltonne - und: Sie haben mir gleich eine neue Fernsteuerung bestellt, die es als Ersatzteil zum Glück noch gibt. Preis: 70 Euro! Wenn das Teil auf den Teppich gefallen wäre, dann wäre auch wohl nichts passiert. Jetzt bin ich noch vorsichtiger. So etwas ist mir zum ersten Mal passiert, seit ich vor 40 Jahren meinen ersten CD-Player kaufte. Aber irgend wann ist immer das erste mal!


    Schöne Grüße

    Holger

  • Ich stelle hier meine HIFI-Anlage vor:

    Laufwerk: Pro-Ject Debut Carbon Esprit
    Tonabnehmer: Audio Technica AT33PTG new old stock
    Phonoverstärker: Rega Fono MC
    Verstärker: Musical Fideility M5SI
    Lautsprecher: Elac 121s


    Ich habe auch noch als zweite Quelle einen WIIM Pro Plus, er ist ganz ok und praktisch aber nicht so schön wie meine Phonokette.


    Ich bin bis jetzt sehr zufrieden mit dieser Anlage, ich denke nur, dass der Tonabhnehmer nicht perfekt eingestellt ist. Gibt es Tipps aus diesem Forum dafür? Ich denke so eine Testplatte mit wachsendem Sinus wäre praktisch, weiß jemand, wo man so etwas noch bekommen kann?

  • Lieber Joe,


    herzlich willkommen erst einmal! Da hast Du eine sehr schöne Anlage! :) Leider habe ich seit 1986 gar keinen Plattenspieler mehr (was ich heute bedaure, aber damals habe ich mich so entschieden). So kann ich Dir nur einen indirekten Tip geben. Rufe doch mal bei "Die Nadel" in Leverkusen an. Die sind darauf spezialisiert und können Dir bestimmt weiter helfen!


    dienadel.de – Tonabnehmer, HiFi Kabel & Zubehör kaufen | dienadel.de


    :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Das Problem bei diesen Geräten ist, dass das Profi-Geräte für Toningenieure sind.

    Das an sich muss ja nichts Schlechtes sein.

    Die sind für den normalen Musikhörer einfach zu kompliziert. Die Funktionen braucht man als Hifi-Hörer alle nicht in der Praxis.

    Üblicherweise gibt es verschiedene wählbare Settings. Man kann der Einfachheit halber auch alles auf neutral lassen.

    Das Problem bei diesen Geräten ist, dass das Profi-Geräte für Toningenieure sind.

    Nein. Namentlich die SPL-Geräte, um die es hier geht, entstammen der Sparte "Professional Fidelity". Das ist nicht die "Pro Audio"-Sparte. So lange man kein eigenes Tonstudio einrichten will, benötigt man die auch nicht. Und mit all den Apparaten, die dafür erforderlich sind, wäre unsereiner wohl tatsächlich überfordert.

    Aber Grundsatz der Geräte wie der SPL "Professional Fidelity"-Serie oder anderer aus der Tonstudio-Technik entlehnter Geräte ist ja lediglich, dass möglichst neutral abgebildet werden soll, was ist. Das kann ja nicht verkehrt sein.

    Der Hifi-YouTuber Darko Audio hatte mal "meinen" RME ADI-2 DAC getestet. Er bemühte beim Hören mit anderen DAC den Vergleich zur Kamera. Er stellte die Frage, ob man dank höherer Auflösung dauernd so viele Details sehen (hier also: hören) möchte. Das sei die Frage. Ihm war ein etwas wärmerer, runderer Klang lieber, mir nicht. Es ist eben Geschmacksache. Ich höre mit "normalen" Anlagen nicht mehr so gern.


    Insofern finde ich SPL "Professional Fidelity" interessant. Mein bevorzugter Hifi-Händler hat die im Programm. Ich liebäugele mit dem "Diamond". Den werde ich bald mal zuhause ausprobieren.

    "Jein".

    Fettes Brot

  • Nein. Namentlich die SPL-Geräte, um die es hier geht, entstammen der Sparte "Professional Fidelity". Das ist nicht die "Pro Audio"-Sparte. So lange man kein eigenes Tonstudio einrichten will, benötigt man die auch nicht. Und mit all den Apparaten, die dafür erforderlich sind, wäre unsereiner wohl tatsächlich überfordert.

    Aber Grundsatz der Geräte wie der SPL "Professional Fidelity"-Serie oder anderer aus der Tonstudio-Technik entlehnter Geräte ist ja lediglich, dass möglichst neutral abgebildet werden soll, was ist. Das kann ja nicht verkehrt sein.

    Das stimmt natürlich. Es gibt ja zwei ausführliche Tests, wo das auch beschreiben wird:


    Test RME ADI-2 DAC: der vielseitige HiFi- und ProSumer-DAC


    Kopfhörerverstärker RME ADI-2 DAC im Test | hifitest.de


    Im Low Beats-Test steht, dass es eine Automatikfunktion gibt. Da kann man sich dann die Mühe der manuellen Einstellung sparen.


    Meine Antwort bezog sich auf Thomas Pape, der sich wenn ich es richtig verstanden habe überfordert fühlte. Um solche Geräte mit ihren Möglichkeiten auch tatsächlich zu nutzen braucht man schon einen gewissen "Spieltrieb", den ich z.B. aufbringen würde. Viele andere Nutzer wollen aber nur einfach anschließen und hören. Für diesen Nutzerkreis ist selbst ein für "normale" Konsumer modifiziertes Profigerät vielleicht dann doch - noch - zu kompliziert.

    Der Hifi-YouTuber Darko Audio hatte mal "meinen" RME ADI-2 DAC getestet. Er bemühte beim Hören mit anderen DAC den Vergleich zur Kamera. Er stellte die Frage, ob man dank höherer Auflösung dauernd so viele Details sehen (hier also: hören) möchte. Das sei die Frage. Ihm war ein etwas wärmerer, runderer Klang lieber, mir nicht. Es ist eben Geschmacksache. Ich höre mit "normalen" Anlagen nicht mehr so gern.

    Den RME-DAC würde ich gerne mal einfach ausprobieren. Ich bin geprägt durch neutral klingende Geräte mit hoher Auflösung wie meine AVM-Kette. Insofern schätze ich, liegt der RME auf meiner Linie. Nach mehr als Jahrzehnten Erfahrung mit Hifi denke ich allerdings heute, dass wichtiger als die Optimierung in irgendwelchen Einzelheiten die Zufriedenheit insgesamt ist. Wenn ich rundum zufrieden bin, vergesse ich ganz einfach, welche Geräte da spielen. Ich weiß aber auch, weil ich ganz verschieden abgestimmte Geräte besitze, dass es die ideale klangliche Abstimmung nicht gibt. Kopfhörer-Hören ist anders als über Lautsprecher - was am Lautsprecher passt, muss es nicht am Kopfhörer. Und an der "großen" Anlage habe ich inzwischen die komfortable Situation, mit der AVM Lautwerks-Wandler-Kombi und dem DENON DCD 1600 NE zwischen zwei klanglichen Abstimmungen wählen zu können auf höchstem Niveau. Wenn ich eine neue CD höre, spiele ich sie also mit beiden Geräten zunächst an und entscheide dann, mit welchem Gerät ich die Aufnahme durchhöre. Karajans Ästhetik (z.B. Sibelius Valse triste) des gleitenden Übergangs kommt einfach auf dem AVM besser. Der sehr "analytische" Denon seziert da zu viel und macht gewissermaßen die Karajan-Klangästhetik kaputt. Bei anderen Aufnahmen wiederum geht für mich der Denon besser. Es hat auch schon Fälle gegeben, wo ich beide Wiedergabe-Versionen gleichermaßen faszinierend fand und sie nacheinander mit den verschiedenen Geräten gehört habe.


    Interessant war neulich für mich diese wirklich tolle Abbado-Aufnahme, die ich gebraucht ergattern konnte:


    peter-und-der-wolf-0028942939628.jpg


    PROKOFIEV Peter und der Wolf / Abbado, Sting | Deutsche Grammophon


    Sting als Sprecher bei "Peter und der Wolf" ist wirklich hervorragend - er hat wohl eine Ausbildung als Schauspieler. Köstlich, wie er den Großvater als zahnlosen Opa spricht. Mit der AVM-Kombi klingt alles glasklar und die Stimme eher schlank. In vielen Fällen finde ich, dass Stimmen mit AVM natürlicher klingen als mit dem Denon. Hier ist es aber umgekehrt. Der Denon, das ist seine Stärke, ist bassbetonter, hat eine ungemein substanzreiche, differenzierte und präzise Basswiedergabe und er ist hier einfach "idiomatischer" und "authentischer" als AVM. Man hört nämlich beim DENON in Stings Stimme diese gewisse Rauigkeit und Rauchigkeit, die nach britischem Whiskey klingt, die bei der AVM-Kombi einfach nicht da ist.


    AVM hat übrigens 40jähriges Jubiläum und eine limitierte offenbar auch preislich reduzierte Sonderedition herausgebracht:



    :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

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