Klassikfreaks stellen ihre HIFI-Anlagen vor

  • Ich habe noch eine Vielzahl von DAT-Bändern mit Mitschnitten, die ich damals aus dem Digitalen Satelliten-Radio (DSR) aufgenommen habe. Eigentlich wollte ich die alle auf die Festplatte überspielen, das ist über den digitalen Eingang einer Audio-Karte ja kein Problem. Aber gemacht habe ich es bisher natürlich nicht. Es würde sich auch nur bei den Aufnahmen lohnen, die nicht von CDs stammten, denn die bekommt man heute ja größtenteils für ein paar Euro gebraucht, und das DSR hatte mit 32kHz eine schlechtere Qualität als die CD.


    Einen Sony DAT-Rekorder habe ich noch. Der hatte einen Defekt im Laufwerk, aber den konnte ich für nicht viel Geld reparieren lassen.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Frage: Nutzt Ihr denn Eure Bandmaschinen noch für Aufnahmen? Ich frage mich doch ein wenig verwundert bei den "Neukäufen": Wenn es nur um den Klang geht, braucht man eigentlich die ganze alte Aufnahmetechnik nicht. Und die Auswahl an Magnetbändern zum Abspielen ist sehr überschaubar, um es vorsichtig auszudrücken - zudem sind sie sehr teuer. Dazu kommt noch, dass Magnetbänder mit den Jahren Klangverluste zeigen. So ganz verstehe ich diesen Retro-Hype nicht, was "neue-alte" Bandmaschinen angeht. Bei der Schallplatte dagegen schon.

    Aber natürlich werden die Geräte auch für Neu-Aufnahmen genutzt.

    Es gibt unzählige Platten, die es nie auf CD gegeben hat und nie geben wird...

    Wer selbst noch ein Instrument zu spielen vermag, dem eröffnet die Tonbandtechnik ein weites Feld an "Spielereien"

    Ferner kann man sich Sachen von Tidal (bitte nicht das komprimierte Spotify-Zeugs) über einen wirklich guten DA-Wandler auf Band bannen und ist dann weder vom Internet noch von einem Abo abhängig.


    Vorbespielte Magnetbänder zum Abspielen gibt es mehr, als man kaufen kann und so seltsam es scheint : Diese alten Bänder können immer noch fantastisch klingen (es kommt nur auf die Lagerung an)


    Ich erlaube mir mal, ein paar wenige Beispiele hier anzufügen


    IMG-1208.jpg">Brahms


    IMG-1209.jpg">und das Band an sich


    IMG-1210.jpg">und


    IMG-1211.jpg">und


    IMG-1212.jpg">und


    IMG-1213.jpg">als letztes


    IMG-1214.jpg">das Band an sich


    Die deutsche Grammophon ließ also auch in Österreich Bänder produzieren wie man unschwer sehen kann

  • Die meisten Bänder sind in Viertelspur und in 19cm/s aufgenommen, es gab aber auch schon in den 60er Jahren vorbespielte Bänder in Halbspur.

    Heutezutage werden alle vorbespielten Bänder in Halbspur und meist in 38cm/s produziert.

  • Zu meiner Erstkommunion bekam ich ein Band mit Beethovens 5. unter Karajan. 9,5 cm/sec und Viertelspur. Als 8-Jähriger hatte ich davon keine Ahnung, mein Kinderglück war ein TK-35. Halbspur mono. Ab Mitte der Fidelio-Ouvertüre war das Band nicht abspielbar. 1990 kam dann die RdL und ich erinnerte mich an dieses Kommuniogeschenk. Klang wunderbar, auch knapp 20 Jahre später.


    Und tatsächlich habe ich bis 2010 noch regelmäßig Bänder bespielt, allerdings, ohne High-End-Qualität zu erwarten, da waren das Denon Tape-Deck und auch der Denon DAT-Recorder besser als die gute, alte RdL. Beim Tonband ist tatsächlich die lange Spieldauer von Interesse, 2 Stunden ohne umzudrehen bei 9,5 cm /sec und 730 m Band sind schon ein gutes Argument für diese Technik. Jedenfalls dann, wenn sie schon vorhanden ist. Aber man kann nicht darüber hinwegsehen, daß das alles viel Platz benötigt. Und Geld: für ein Bespieltes Band deutlich über 300 euro zu bezahlen um dafür Mozarts Klarinettenquintett auf 26 cm Spule zu bekommen ist schon mehr als grenzwertig.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • 300€ für ein neues Band... Das mache ich auch nicht!

    Aber alte bespielte Bänder klingen fast immer sehr gut, denn die Leute, die das seinerzeit gekauft haben, sind umsichtig mit dem Zeugs umgegangen.

    ich habe für solche oben gezeigten Bänder nie mehr als 30€/Stück bezahlt und erfreue mich an der Technik und Haptik.

  • Aber natürlich werden die Geräte auch für Neu-Aufnahmen genutzt.

    Es gibt unzählige Platten, die es nie auf CD gegeben hat und nie geben wird...

    Wer selbst noch ein Instrument zu spielen vermag, dem eröffnet die Tonbandtechnik ein weites Feld an "Spielereien"

    Das kann ich gut nachvollziehen! ^^ Ich habe mich selbst mal in den 1980igern mit einem ordinären Radio-Cassettendeck, das auf dem Fußboden stand, am Klavier aufgenommen. Eigentlich sind das grottenschlechte Aufnahmebedingungen. Das Ergebnis war aber erstaunlich gut! Wenn ich damals so eine Bandmaschine gehabt hätte.... Heute habe ich die Aufnahmen auch digital - damals mit meinem Yamaha CDR-S 1000 auf CD-R rechtzeitig kopiert und dann noch einmal gerippt auf die Festplatte zur Sicherheit. Das Gerät hat mir gute Dienste geleistet. Ich habe viele Cassettenaufnahmen damit digital überspielt - auch die Horowitz-Konzerte in Hamburg und Berlin, die ich lange exklusiv hatte, aus dem Radio auf Cassette aufgenommen mit meinem Harman Cardon CD 91 C. Dann war der Laser des Yamaha hinüber. Das Neugerät kostete 1200 DM, nur für den Ersatz-Laser wollten sie damals 600 Euro haben - also den Neupreis des Geräts! Die Einbaukosten wären noch dazu gekommen! =O Da habe ich es ausgemustert und mich sehr geärgert über Yamaha, weil das so gar nicht meine Art ist. Ich betreibe alle alten Geräte weiter, so lange es geht.


    Yamaha CDR-S 1000 | Hifi-Wiki


    Yamaha_CDR-S_1000-1999.jpg



    Ferner kann man sich Sachen von Tidal (bitte nicht das komprimierte Spotify-Zeugs) über einen wirklich guten DA-Wandler auf Band bannen und ist dann weder vom Internet noch von einem Abo abhängig.

    So denke ich auch! :thumbup:

    Vorbespielte Magnetbänder zum Abspielen gibt es mehr, als man kaufen kann und so seltsam es scheint : Diese alten Bänder können immer noch fantastisch klingen (es kommt nur auf die Lagerung an)

    Super! Ich wäre auch gespannt, wie meine alten Cassetten klingen, nachdem man sich Jahrzehnte an den CD-Klang gewöhnt hat. Dazu müsste nur mein Cassettendeck wieder laufen.... :hello:

  • 300€ für ein neues Band... Das mache ich auch nicht!

    Aber alte bespielte Bänder klingen fast immer sehr gut, denn die Leute, die das seinerzeit gekauft haben, sind umsichtig mit dem Zeugs umgegangen.

    ich habe für solche oben gezeigten Bänder nie mehr als 30€/Stück bezahlt und erfreue mich an der Technik und Haptik.

    Noja,


    300€ ? Einige Bänder auf Spulen ( meist Revox, so gut wie alle Schrott ) habe ich damit ersetzt :

    https://www.thomann.de/de/rtm_…a10xn5yAa8bRoCVPAQAvD_BwE


    Und selbst mit Spule weit unter 300€.


    https://www.thomann.de/de/rtm_lpr_35_1_4_1100m_nab.htm


    Und die 1100 Meter bringen eine schöne Laufzeit, 192 min pro Seite.



    Meine Akai ist darauf eingemessen, klingt aber auch mit Maxell UD/XLI sehr gut.


    Dieses Band habe ich auch getestet, war aber für mich kein Gewinn :


    https://www.thomann.de/de/rtm_lpr_90_1_4_1100m_nab_reel.htm

    Gruss aus Bruchsal


    Karl-Heinz

  • Es gibt neue audiophile vorbespielte Bänder , die soviel kosten können.


    z.b. bei Horch House


    Leerbänder sind natürlich viel viel billiger.

    LPR35 und das PER368 sind die gängigen guten Bänder heutzutage - und manchmal gibt es die richtig günstig am Prime day für so um die 50€ für eine 26er Spule

  • ich habe derer ... 10.

    Aber Du bist zu weit entfernt, als dass ich Dir das mal schnell rüberbringen könnte.

    Wow! :) Das ist schade! Im realen Leben - anders als im virtuellen des Internets - bleiben leider die Distanzen! Aber vielleicht ergibt sich ja in Zukunft mal eine Gelegenheit! :hello:

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  • Ich freue mich ja, daß hier auch Liebhaber der Tonbandtechnik mitschreiben. Selber konnte ich gestern beim Kauf einer RdL nicht widerstehen (sehr kleines Geld, habe sie pers. beim Verkäufer abgeholt). Äußerlich sehr guter Erhaltungszustand, leichtgängig funktionierende Mechanik (insbes. der heikle Spurwahlschalter), gut eingestellte Komparatoren (so scheint's), perfekt erhaltene Acryl-Haube (alleine die ist für 50 Euro gut) allerdings sehr dumpfer Klang, ist auch insgesamt leiser als sie sein sollte. Das klingt nach einer überschaubaren Poti-Elko-Kur bei TGE (werde heute aber eine andere Kopfleiste testen, glaube aber nicht, daß das der Grund ist). Einstweilen jedenfalls herrscht ungebrochene Freude über den Austauschzugang, die dahingeschiedene Maschine wird noch ein wertvoller Teilelieferant sein. Immerhin zeigt sich hier, wie wichtig es ist, die guten Stücke regelmäßig arbeiten zu lassen (meine in acht Jahre Stillstand verabschiedete varicord berappelt sich gerade bei täglichem Einsatz, Vor- und Rücklauf, bei der variocord ohnehin schwachbrüstig und lahm, allerdings sind mausetot), mein Neuzugang war wohl dem Vernehmen nach regelmäßig in Betrieb..


    In der Vergangenheit habe ich ja eher vermieden, Geräte zu sammeln, bei den Plattenspielern war es eher so, daß ich an der Geräten Spaß hatte und mich dann auch irgendwie nicht trennen konnte, trotz Versuch. Den einzigen, den ich verkauft habe, ein TD 2001, hätte ich zwar gerne wieder zurück, werde mich aber bremsen. Ansonsten stehen Reibrad- Riemen und Direktantrieb bei mir friedlich zusammen.


    Bei den MC hat mir immer ein Gerät gereicht, hier und bis heute eine DR-M24HX von Denon, 1990 gekauft.


    DR-M24HX.jpg


    Den DAT gibt's noch, un den sollte ich wohl auch ans abreiten kriegen, bevor er seine Dienste versagt:


    Denon_DTR-2000-1.jpg


    Hier kann nur Beten helfen, Ersatzteile gibt es nicht mehr (sieht es da bei Sony besser aus)?


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

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  • Bei den MC hat mir immer ein Gerät gereicht, hier und bis heute eine DR-M24HX von Denon, 1990 gekauft.


    Den DAT gibt's noch, un den sollte ich wohl auch ans abreiten kriegen, bevor er seine Dienste versagt:

    Was für schöne Geräte! Da kommen die heutigen finde ich nicht mehr heran. So sah mein erster CD-Player aus, den ich 1986 kaufte, ein Denon DCD 1500. Er lief noch bis vor einem halben Jahr, also 40 Jahre im Dauerbetrieb (nicht bei mir freilich, ich habe ihn 1990 verkauft):


    Denon DCD-1500 | Hifi-Wiki


    Denon+DCD-1500+1.jpg


    :hello:

  • Einen AKAI GX 65 ( Kassette ) hatte ich im Zuge der Renovierungen auch machen lassen. Ich will halt, dass alle meine Geräte funktionieren. Lasse ihn hin und wieder laufen, klingt auch gut, brauchen tue ich ihn ja nicht.

    Gruss aus Bruchsal


    Karl-Heinz

  • Das habe ich gestern gefunden - Jemand aus der Schweiz hat 2024 den Denon DCD 3560 messtechnisch geprüft (gebaut wurde er 1989-93) und findet das Gerät noch heute sehr erstaunlich für die technischen Möglichkeiten damals. Was für ein technischer Aufwand wurde damals getrieben - von der Wandlertechnik, dem symmetrischen Aufbau, der Qualität der Bauteile. Der Preis dieses 22 kg-Geräts war 3500 DM. (Ein Freund von mir hat noch heute das Vorläufermodell, den DCD 3520.) Und nicht zuletzt das Design. Das die Ästhetik heute Richtung Retro geht (und nicht nur die), hat wohl seinen Grund. Damals wollten die Geräte auch optisch unterstreichen, dass das Gerät die Musik macht - und zwar auf höchstem Niveau. Heute sind Gerätschaften nur noch schnöde Datenübermittler aus dem Internet, die man möglichst nicht sieht. In Metallic sieht das Gerät fast noch schöner aus (das ist das Design auch des DAT-Recorders von Thomas):


    Denon DCD-3560 | Hifi-Wiki


    Denon DCD-3560 Review (CD Player) | Audio Science Review (ASR) Forum


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  • In Metallic sieht das Gerät fast noch schöner aus

    Das tut es, lieber Holger, und jetzt machst Du mich wuschig. DCD 3600 stweht natürlich nicht bei mir, aber 1990 wurde ich glücklicher Besitzer von Deno DCD 1460, auch metallic.


    Denon_DCD-1460-Prospekt-1992.jpg


    Der Klang war nach damaligem Ermessen superb. Allerdings hat sich das ursprüngliche Laufwerk verabschiedet. Die Austauscheinheit macht sich als 0-8/15 bemerkbar. Das wäre ja fast noch zu ertragen gewesen, aber mit dem Tausch ist eine neues Problem huinzugekommen, nämlich, das viele CDs nicht bis zum Ende durchlaufen. Sehr nervig. Ein wenig hatte ich die Lust verloren, das Gerät am Leben zu erhalten und ihn schon zum Stapel der zu verkaufenden Geräte gepackt. Deine Ausführungen bringen mich jatzt allerdings ans Grübeln. Vielleicht hat TGE (bislang waren meine Denon-Geräte bei Krickhaus in Köln, eigentlich eine sicher Bank für sowas) ja eine Idee.


    Kurzes Update zur RdL: der dumpfe Klang kam tatsächlich von der Kopfleiste. Klingt nach Austausch gegen meine alte Leiste fein. Und hängt jetz an der Küchenwand (schon ein wenig dekadent, eine RdL in der Küche).


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Der Klang war nach damaligem Ermessen superb. Allerdings hat sich das ursprüngliche Laufwerk verabschiedet. Die Austauscheinheit macht sich als 0-8/15 bemerkbar. Das wäre ja fast noch zu ertragen gewesen, aber mit dem Tausch ist eine neues Problem huinzugekommen, nämlich, das viele CDs nicht bis zum Ende durchlaufen. Sehr nervig.

    Lieber Thomas,


    das ist ein sehr schönes Gerät. In Foren kann man lesen, dass es solche Probleme nach dem Austausch der Lasereinheit bei Denon gibt. Dafür soll es eine spezielle CD geben, um den Laser genau zu justieren. Wenn dem so wäre (?), dann würde das von Dir geschilderte Problem darauf beruhen, dass der Laser justiert werden muss. Es gibt aber auch sehr günstig Gebrauchtgeräte zu erstehen vom DCD 1460. Das wird vielleicht sogar billiger sein als eine neue Lasereinheit. Wenn Dein Gerät ansonsten besser in Schuss ist, könnte man dann so einen Laser bei so einem Gerät ausbauen und bei Dir einbauen.


    Schöne Grüße

    Holger

  • Naja, den Marantz CD 60 habe ich ja als Haupspieler, Denon wäre Platz 2, wenn er denn wieder so klänge wie ehedem. Schau‘n wir mal, was TGE dazu für eine Meinung hat. Bei den Gebrauchten bin ich wenig zuversichtlich, dass da brauchbare Original Leseeinheiten drin stecken. Und den Unterschied hört man deutlich.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

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  • In Foren kann man lesen, dass es solche Probleme nach dem Austausch der Lasereinheit bei Denon gibt. Dafür soll es eine spezielle CD geben, um den Laser genau zu justieren.


    Ich kann da einen sehr sehr guten Techniker empfehlen, der wirklich alles digitale hinbekommt und einstellen kann, wenn das gewünscht ist.

  • Naja, den Marantz CD 60 habe ich ja als Haupspieler, Denon wäre Platz 2, wenn er denn wieder so klänge wie ehedem. Schau‘n wir mal, was TGE dazu für eine Meinung hat. Bei den Gebrauchten bin ich wenig zuversichtlich, dass da brauchbare Original Leseeinheiten drin stecken. Und den Unterschied hört man deutlich.

    Wenn der Laser nicht funktioniert, lieber Thomas, wird es heikel. Haben sie nur den Laser getauscht oder das komplette Laufwerk? Wenn man die Originalteile nicht mehr bekommt, sind Kompatibilitätsprobleme sehr wahrscheinlich. Mein alter Denon DCD 1500, 1986 gekauft, hat bis vor einem Jahr bei meinem Freund seinen Dienst getan. Zuletzt spielte er auch CDs "zufällig" entweder nur zum Teil oder gar nicht ab. Dann war Schluss - 40 Jahre "Leben" für so ein Gerät ist auch beachtlich. Es gibt einfach die Laufwerke nicht mehr, wenn ein Gerät 1986 (meins) oder 1990 (Deins) gekauft ist. Im Test des DCD 3560 schreiben sie, dass da ein Sony-Laufwerk verbaut ist. Sony gibt es längst nicht mehr. Ersatzteile von solchen "Oldtimern" sind also nie neu, sondern auch "ausgeschlachtet" aus abgewrackten Altgeräten. Eine 100%ige Garantie, dass sie auch längere Zeit funktionieren, gibt es deshalb nicht. Wenn Du den Klang Deines Denon so magst, wäre die realistischste Möglichkeit, ein Gebrauchtgerät noch mit der Original-Laser-Laufwerkseinheit von 1990 zu kaufen. Wenn das so 100-150 Euro kostet, wäre das ein guter Preis. Das originale Laufwerk als Ersatzteil, falls man es unwahrscheinlicher Weise bekommen würde, wäre auch nicht viel billiger. Dann könnte die Werkstatt prüfen, ob Du besser dieses Gerät verwendest oder sie das Laufwerk aus ihm ausbauen und in Dein altes Gerät wieder einbauen.


    Ich betreibe immer noch meinen alten Marantz CD 80, 1990 gekauft, wiegt 15 kg, ein wahrer Panzerschrank, wurde damals in Belgien und nicht in Japan gebaut und wohl deshalb, weil kein Zoll anfiel, kostete es 1350 DM und nicht 1500 DM. Der hat ein Laufwerk von Philips - Dreharm Druckguss. Das ist offenbar unverwüstlich. Bis heute läuft es wie am ersten Tag. Der damals berühmte Wandler (Philips TDA 1541, 16 bit 4fach Oversampling) ist aber wirklich veraltet. Klanglich ist das Gerät meilenweit von dem Niveau des neuen CD 60 entfernt. Da hat sich technisch einfach unglaublich viel getan in der Zwischenzeit. Deswegen benutze ich den alten CD 80 nur noch als Zuspiellaufwerk für meinen italienischen DAC Northstar Design Essensio. So tut er weiterhin treu seine Dienste! :)


    Marantz CD-80 | Hifi-Wiki


    Marantz_CD-80-1.jpg


    Schöne Grüße

    Holger

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  • Das originale Laufwerk als Ersatzteil, falls man es unwahrscheinlicher Weise bekommen würde, wäre auch nicht viel billiger.

    So ein Laufwerk kostet tatsächlich um die 150 Euro, vielleicht ist das richtige Einmessen eine solchen Fremdkörpers tasächlich etwas für Spezialisten. die DENONS der Zeit hatten ja einiges an Rechenleistung bei der Digital-Analog-Umwandlung.


    Ich kann da einen sehr sehr guten Techniker empfehlen, der wirklich alles digitale hinbekommt und einstellen kann, wenn das gewünscht ist.

    Auf den Hinweis würde ich gerne zurückkommen, wenn auch die Essener Kollegen scheitern sollten.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Ferner kann man sich Sachen von Tidal (bitte nicht das komprimierte Spotify-Zeugs) über einen wirklich guten DA-Wandler auf Band bannen und ist dann weder vom Internet noch von einem Abo abhängig.

    Man kann Downloads auch auf einer Festplatte speichern, was angesichts des Formats sinnvoller sein dürfte als ein Transfer auf eine analoge Bandmaschine. Aber ich verstehe schon, dass man an solchen Geräten hängen kann ;-)

  • Analoge Wiedergabe in höchster Klangqualität ist nur mit original analoger Aufzeichnung möglich.


    Man braucht dazu entweder alte Studiobänder oder aktuelle Neuaufnahmen, die aber kaum mehr gemacht werden.

  • Es erscheint mir aber etwas unsinnig, eine digitale Quelle über ein analoges, rauschendes Gerät abzuspielen - bei aller Wertschätzung für das Gerät, dessen Haptik bestimmt viel Freude bereitet.

  • Jo,

    ist Unsinn. Aber da kann ich CDs bequem als Hintergrunds Musik hören wenn Gäste da sind. Meine eigene "Playlist"

    Gruss aus Bruchsal


    Karl-Heinz

  • Man kann Downloads auch auf einer Festplatte speichern, was angesichts des Formats sinnvoller sein dürfte als ein Transfer auf eine analoge Bandmaschine

    Papperlapapp !

    Sowohl die eine, als auch die andere Alternative ist nicht langzeitsicher. Magnetbeschichtung von Bändern lässt nach, -festplatten sind von Viren Bedroht etc etc.

    Daher !

    "Back to the roots"

    Rührige Audio-Entusiasten haben es ermöglicht eine alte aber bewährte technik zu neuem Leben zu erwecken:

    Den Edison-Phonographen

    Dank neu gegossener Wachswalzen ist es auch in unseren Tagen möglich Aufnahme in dieser Technik zu realisieren.

    Einschränkend muss allerdings gesagt werden, daß die HIHI Norm nicht ganz erreicht wird.

    Im Gegenzug dazu ist die Lebenserwartung solch einer Aufnahme etwa 150 Jahre, was für die meisten von uns ausreichend sein dürfte.

    Man benötigt einen Edison-Phonographen mir Wiedergabekopf ("Reproducer") und Aufnahme-Schneidkopf ("Recorder")

    Die lange Zeit nicht erhältlichen Wachswalzen wurden inzwischen neu produziert und können um ca 19 Euro per Stück erworben werden. Siehe unser bericht....



    Es gab aber auch einen Wachszylinder in HIFI Qualität und Stereo - ein Einzelstück dessen Machart nirgendwo aufgezeichnet ist, denn die Pläne sind verloren gegangen. Hier soll deses einzigartige, kostbare Exemplar vorgeführt werden. Man darf gespannt sein...


    mfg aus Wien

    Alfred



    mfg aus Wien Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • So ein Laufwerk kostet tatsächlich um die 150 Euro, vielleicht ist das richtige Einmessen eine solchen Fremdkörpers tasächlich etwas für Spezialisten. die DENONS der Zeit hatten ja einiges an Rechenleistung bei der Digital-Analog-Umwandlung.

    Ich habe mal geschaut: Es gibt tatsächlich die Lasereinheit - angeblich neu - für 35-40 Euro für den DCD 1460 von verschiedenen Anbietern. Da liegt dann - so die Werbung - eine Anleitung zum Einbau bei. Ich nehme an, sowas haben die bei Dir verbaut und es ist wie Du festgestellt hast problematisch. Ein anderes Angebot ist dagegen die komplette Laufwerkseinheit inclusive Schublade, das ist dann wirklich original von damals, kostet 110 Euro. Nur so etwas würde ich einbauen, weil das Original dann garantiert passt. Man weiß sonst nie, was passiert. Zum Laufwerk gehört eine Fehlerkorrektur, die ist entscheidend. Wenn man ein neues - anderes - Laufwerk einbaut, harmoniert das nun mit der Fehlerkorrektur oder nicht? Man kann es nicht 100% garantieren! Ich würde nur Original-Bauteile gegen Original-Bauteile wechseln! :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Lieber Michael,


    der Plattenspieler sieht so schön aus, zum Verlieben! :) DALI-Lautsprecher gefallen mir auch sehr gut - da wünsche ich Dir viel Freude mit der neuen Anlage! :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

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