Lieber Maestro Peter, eine interessante Anmerkung. Sollte dieser Zürcher "Siegfried" tatsächlich vom 24. Juni 1959 stammen, wie es meine Untelragen besagen, kann Frantz nicht der Wanderer gewesen sein. Der starb nämlich bereits am 26. Mai desselben Jahres. Hast Du ein anderes Datum?
Vergessener Held: Bernd ALDENHOFF
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Lieber Rheingold, ich bestreite nicht, daß es in Zürich am 24.6.1959 eine Siegfried-Aufführung mit der angegebenen Besetzung (inkl. Aldenhoff) gegeben hat, aber ich hege Zweifel, daß die Aufnahme, die wir besitzen, diese Aufführung festhält. Ich meine, unsere Aufnahme stammt gar nicht aus Zürich, sondern aus München, und das Datum sei daher ganz offen: ich kenne nicht die Daten und Besetzungen in München, daher kann ich nicht genau sagen, wann Aldenhoff mit Frantz dort gesungen hat, aber öfters wird es gewesen sein. Die Melodram Platte enthält, z.B., einen Ausschnitt vom 13.11.1953 mit Erika Köth und Max Proebstl. Leider ist der Wanderer nicht zu hören.
Es würde mich freuen, wenn wir es schaffen könnten (vielleicht kann Carlo helfen), ein plausibles Datum für Siegfried in München zu finden, ein Datum wo Aldenhoff und Frantz gleichzeitig auf der Bühne zu sehen waren (und die anderen Stimmen in der sog. 'Zürcher' Aufnahme sollten auch relativ leicht zu erkennen sein).
M_P
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Lieber Maestro_Peter,
Robert Heger leitete im Februar 1957 eine Aufführung des "Rings" im Münchner Prinzregententheater, u. z. am 9. 2. ("Das Rheingold"), 10. 2. ("Die Walküre"), 13. 2. ("Siegfried") und am 17. 2. 1957 ("Götterdämmerung"). Ein Ausschnitt aus der letztgenannten Oper - 'Mime hieß ein mürrischer Zwerg... Brünnhilde, heilige Braut' - ist auf dem LP-Doppelalbum "Bernd Aldenhoff" von 'Melodram' (1983) enthalten; den Hagen singt Ferdinand Frantz und den Gunther Hans Reinmar.
Da wir durch die Diskussion im "Marianne-Schech-Thread" über Bernd Aldenhoffs "Parsifal" wissen, dass es offensichtlich 'hausinterne' Mitschnitte der Bayerischen Staatsoper gab, kann es vielleicht sein, dass Du den "Siegfried"-Mitschnitt vom 13. 2. 1957 hast. Ich werde demnächst hier den Inhalt des obengenannten 'Melodram'-Albums wie auch die 'Preiser'-CD von Bernd Aldenhoff detailliert nennen.
Carlo
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Lieber Carlo, vielen Dank für die Daten. Das könnte gut möglich sein. Wenn ich nur die Besetzungen wüsste, könnte ich die Stimmen vergleichen. Auch gut zu wissen wären die Besetzungen den Siegfried-Vorstellungen in den anderen Jahren (1952 bis 1959). So viele kann es nicht gegeben haben.
M_P
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Lieber Rheingold, ich bestreite nicht, daß es in Zürich am 24.6.1959 eine Siegfried-Aufführung mit der angegebenen Besetzung (inkl. Aldenhoff) gegeben hat, aber ich hege Zweifel, daß die Aufnahme, die wir besitzen, diese Aufführung festhält. Ich meine, unsere Aufnahme stammt gar nicht aus Zürich, sondern aus München, und das Datum sei daher ganz offen: ich kenne nicht die Daten und Besetzungen in München, daher kann ich nicht genau sagen, wann Aldenhoff mit Frantz dort gesungen hat, aber öfters wird es gewesen sein. Die Melodram Platte enthält, z.B., einen Ausschnitt vom 13.11.1953 mit Erika Köth und Max Proebstl. Leider ist der Wanderer nicht zu hören.
Lieber Maestro Peter, lieber Carlo, im Netz habe ich ein Plakat mit dem Programm der Juni-Festwochen 1959 in Zürich gefunden. Hoffentlich ist es in meiner Versioin noch groß genug, um gelesen werden zu können. Unter dem 24. Juni ist eine Vorstellung des "Siegfried" angekündigt mit dem Dirgenten und Sängern, wie wir sie voliegen haben. Nur Hildegard Jonas, die Brünnhilde, ist nicht genannt. Sie war in Nürnberg engagiert und ist vielleicht eingesprungen. Kutsch-Riemens - im Forum nicht bei allen Mitgliedern gleich gut angesehen - verweisen genau auf diesen Auftritt. Ein alter Kenner der Szene, der die Sängerin noch kannte, ließ mir gegenüber keinen Zweifel daran, dass sie in Zürich die Brünnhilde im "Siegfried" sang.
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... da ich diese Portrait-Box von 'Gala' allerdings auch nicht habe, kann ich keine akustische Prüfung vornehmen. Wenn es also dieses Duett aus dem „Parsifal“ mit Schech und Aldenhoff tatsächlich gibt, müsste es eine Aufnahme bzw. ein Mitschnitt ungeklärter Provenienz sein.
Hier nun die Trackliste dieses Albums von Gala. Die Form ist nicht ganz perfekt, weil der Scanner nicht alle grafischen Details so erfassen kann, wie sie sich in der Vorlage darstellen.
RICHARD WAGNER (1813-1883)
DIE WALKÜRE
Siegmund: Bernd Aldenhoff
Sieglinde: Helena Braun
München, December 19, 1951
Ein Schwert verhiess mir der Vater
Schläfst du, Gast?
Winterstürme wichen dem Wonnemond
Du bist der Lenz, nach dem ich verlangte
Siegmund heiss ich und Siegmund bin ich!
DIE WALKÜRE
Brünnhilde: Liane Synek
Siegmund: Bernd Aldenhoff
Siegmund! Sieh auf mich! (Brünnhilde, Siegmund)
Wiesbaden, 1959
GÖTTERDÄMMERUNG
Siegfried: Bernd Aldenhoff
Hagen: Ferdinand Frantz*
Gunther: Hans Reinmar*
Orchester und Chor der Bayerischen Staatsoper / Robert Heger München, February 7, 1957
Mime hiess ein mürrischer Zwerg
Brünnhilde, heilige Braut!
HENRI TOMASI (1901-1971)
DON JUAN DE MANARA
Don Miguel de Manara: Bernd Aldenhoff
Der Abt:Hermann Nissen
Andre Cluytens / München, March 28, 1956
Vater, um euren Schutz
HANS-HENDRIK WEHDING (1915-1975)
ORCHESTERLIEDER
Staatskapelle Dresden / Hans-Hendrik Wehding 1949
Du Geist, der mich verliess
Mondaufgang
Trost
Hyperion
RICHARD WAGNER
RIENZI
Leipziger Rundfunksinfonie-Orchester / Rolf Kleinert
Allmächt’ger Vater, blick herab!
TANNHÄUSER
Orchester der Bayerischen Staatsoper / Hans Knappertbusch München
Inbrunst im Herzen, wie ein Büsser noch sie je gefühlt
LOHENGRIN
Orchester der Bayerischen Staatsoper / Hans Knappertbusch München
Höchstes Vertraun hast du mir schon zu danken
PARSIFAL
Kundry: Marianne Schech
Parsifal: Bernd Aldenhoff
Amfortas: Josef Metternich
Gumemanz: Ferdinand Frantz
Klingsor: N.N.
Orchester der Bayerischen Staatsoper / Eugen Jochum München, November 3, 1957
ZWEITER AUFZUG
Ich sah das Kind an seiner Mutter Brust
Wehe! Wehe! Was tat ich? Wo war ich?
(Parsifal, Kundry)
Amfortas!... Die Wunde! Die Wunde!
Grausamer! Fühlst du im Herzen nur and’rer Schmerzen
Vergeh, unseliges Weib!
DRITTER AUFZUG
Entnimm nun seinem Haupt!... Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön
Ja, Wehe! Wehe! Weh' über mich!... Nur eine Waffe taugt
* Nachträglich nach einem Hinweis von Stimmenliebhaber geändert. Im Booklet sind die Sänger beider Rollen falsch zugeordnet.
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Vielen Dank, lieber Rheingold, zumindest ist es gesichert, daß Siegfried 1959 mit Aldenhoff in Zürich tatsächlich gegeben wurde. Das habe ich auch nicht bestritten. Aber wie gesagt, unsere Aufnahme ist nicht diese, weil Ferdinand Frantz sehr deutlich zu hören ist. Deshalb tippe ich auf München. Ich werde sehen, ob ich die anderen Stimmen erkennen kann. Sollte zumindest teilweise leicht sein, aber ich habe die Aufnahme lange nicht mehr gehört. Die Stimme von Hildegard Jonas kenne ich gar nicht.
M_P
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Lieber 'Rheingold1876',
Danke für das doppelte Posten des Inhalts der 'Gala'-Box hier und im Marianne-Schech-Thread. Du bist nun der Erste und Einzige, der die Details nennt! Gleichzeitig wirft das aber auch wieder neue Fragen auf:
a) „Die Walküre“ mit Helena Braun (München, ohne Dirigent) – Helena Braun als Sieglinde ist neu (für mich), aber das Datum (19. 12. 1951) ist zweifelhaft.
b) „Die Walküre“ mit Liane Synek (Wiesbaden 1959, ohne Dirigent) – das 'Melodram'-Doppelalbum von Liane Synek nennt den Dirigenten: Wolfgang Sawallisch!.
c) Das Gebet aus „Rienzi“ (vermutlich von 1949) ist nur in dieser 'Gala'-Box zu hören.
d) Die 'Quellen' der Romerzählung („Tannhäuser“) und des Ausschnitts aus dem 'Liebesduett' („Lohengrin“) - beide unter Hans Knappertsbusch und ohne Datum – sind vermutlich 'hauseigene' Mitschnitte der Bayerischen Staatsoper. (Den „Tannhäuser“ dirigierte Knappertsbusch höchst selten!)
Der Ausschnitt aus der „Götterdämmerung“ vom 17. 2. 1957 ('Gala' übernimmt das falsche Datum 7. 2. 1957 von 'Melodram'), wie auch die Szene aus „Don Juan de Manara“ von Henri Tomasi und die Lieder von Hans-Hendrik Wehding, ist auch auf dem 'Melodram'-Doppelalbum von Bernd Aldenhoff zu hören.
Übrigens gibt es auf dem 'Melodram'-Doppelalbum von Leonie Rysanek das 'Liebesduett' aus Verdis „Otello“ mt ihr und Bernd Aldenhoff in einer Aufnahme mit dem Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Eugen Jochum von 1953.
Carlo
P. S. Diesen Beitrag poste ich auch im „Marianne-Schech-Thread“.
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Lieber Maestro_Peter,
in meinen Unterlagen habe ich folgenden Programmzettel gefunden:
„Götterdämmerung“ (Richard Wagner): Siegfried – Bernd Aldenhoff / Gunther – Hans Reinmar / Hagen – Ferdinand Frantz / Alberich – Rudolf Wünzer / Brünnhilde – Paula Baumann / Gutrune – Leonie Rysanek / Waltraute – Ira Malaniuk / Erste Norn – Irmgard Barth / Zweite Norn – Hertha Töpper / Dritte Norn – Cäcilie Reich / Woglinde – Anny van Kruyswyk / Wellgunde – Elisabeth Lindermeier / Floßhilde – Ina Gerhein / Mannen – Walter Bracht, Alois Czaczinski und Hermann Ruhl / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Herbert Erlenwein / Dirigent: Robert Heger (München, Prinzregententheater, 17. 2. 1957). 'Melodram' gibt in der Veröffentlichung von 'Mime hieß ein mürrischer Zwerg... Brünnhilde, heilige Braut' irrtümlich als Datum den 7. 2. 1957 an. (Dieser Mitschnitt soll sich sogar im Archiv des Bayerischen Rundfunk befinden.)
Rudolf Hartmann nennt in seiner Autobiographie für die Zeit vom 9. bis 17. 2. 1957 eine Aufführung von „Der Ring des Nibelungen“ unter dem Dirigat von Robert Heger, leider ohne Angaben der Sänger. Für den „Siegfried“ am 13. 2. 1957 kann man sich anhand der obengenannten „Götterdämmerung“ folgende Besetzung imaginieren: Siegfried – Bernd Aldenhoff, Mime – Paul Kuen, Der Wanderer – Ferdinand Frantz, Alberich – Rudolf Wünzer, Brünnhilde – Paula Baumann (evtl. Marianne Schech). Lediglich die Besetzung für Erda, Waldvogel und Fafner ist ungeklärt. (Marianne Schech war häufig in München die „Siegfried“-Brünnhilde, um die Brünnhilden-Sängerinnen in der „Walküre“ und in der „Götterdämmerung“ zu 'enlasten'. Paul Kuen war in jenen Jahren der 'Mime vom Dienst'.)
Bernd Aldenhoff hat 1957 auch in Bayreuth den jungen Siegfried gesungen, während Wolfgang Windgassen der Siegfried in der „Götterdämmerung“ war:
„Siegfried“ (Richard Wagner): Siegfried – Bernd Aldenhoff / Mime – Paul Kuen / Der Wanderer – Hans Hotter / Alberich – Gustav Neidlinger / Fafner – Josef Greindl / Brünnhilde – Astrid Varnay / Erda – Maria von Ilosvay / Waldvogel – Ilse Hollweg / Das Orchester der Bayreuther Festspiele / Dirigent: Hans Knappertsbusch (Bayreuth, Festspielhaus, 16. 8. 1957). Der Rundfunkmitschnitt ist auf LPs und CDs bei mehreren Firmen erschienen.
Carlo
P. S. Als ich diesen Beitrag schrieb, war Dein Beitrag Nr. 37 noch nicht zu lesen!
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Lieber Carlo, vielen Dank! Ich bin gerade dabei, die Aufnahme wieder auszugraben, um feststellen zu können, ob Paul Kuen und Baumann/Schech auch dabei sind. Als Waldvogel könnte Erika Köth gesungen haben, Max Proebstl als Fafner.
Beim BR-Archiv kann ich mich nicht erinnern, daß Götterdämmerung unter Heger archiviert war, aber das heisst nicht, daß sie definitiv nicht archiviert war. Man müsste nachfragen.
M_P
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Also ich bin gerne bereit, ganz falsch zu liegen, aber nachdem die Aufnahme in der richtigen Tonhöhe gebracht wurde, kann ich zumindest feststellen, daß Paul Kuen nicht den Mime singt, sondern es klingt wirklich eher nach Hans-Bert Dick. Soweit so gut. Aber Alberich klingt wirklich nicht nach Pernerstorfer, die Stimme ist viel dunkler und intensiver, die Ausdrucksweise ganz anders. Und wie gesagt, Wotan ist definitiv Frantz und nicht Neralic. Übrigens, die Zürcher Vorstellung wurde m.W. nicht übertragen, aber es klingt sowieso sehr nach 'hausgemacht', da die Stimmen oft vom Orchester übertönt werden. Die Frauenstimmen sind schwieriger zu identifizieren.
M_P
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Fall gelöst! Auch im April 1959 wurde 'Siegfried' in Zürich aufgeführt: hier sang tatsächlich Ferdinand Frantz, zusammen mit Bernd Aldenhoff. Richard Kogel sang den Alberich.
M_P
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Hier die komplette Besetzung:
Siegfried: B. Aldenhoff
Wanderer: F. Frantz
Mime: Hans-Bert Dick
Alberich: Richard Kogel
Waldvogel: Eva Maria Rogner
Erda: Mary Davenport
Fafner: Charles Gillig
Brünnhilde: Elsa Matheis (!!)
Dirigent: R.-F. Denzler
Stadttheater Zürich, am 25.04.1959
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den Hagen singt Ferdinand Frantz und den Gunther Hans Reinmar.
Gunther: Ferdinand Frantz
Hagen: Hans Reinmar
Gunther – Hans Reinmar / Hagen – Ferdinand Frantz
Darf ich als Liebhaber der Stimme von Ferdinand Frantz noch einmal nachfragen, welche Partie in der "Götterdämmerung" er nun sang? Ich kenne bislang Aufnahmen von Frantz als Wotan und/oder Wanderer, aber bislang keine einzige "Götterdämmerung" mit ihm, also weder seinen etwaigen Gunther noch seinen etwaigen Hagen. Im RAI-"Ring" unter Furtwängler 1953 war er nur in den ersten drei "Ring"-Teilen besetzt. Oder hatte Frantz etwa sogar sowohl den Gunther als auch den Hagen im Repertoire? Beide Rollen könnte ich mir von ihm vorstellen - wie übrigens auch von Hans Reinmar, der ja auch einerseits Baritonrollen wie den Jago und andererseits Basspartien wie den Morosus sang. Nach jetzigem Stand würde ich eher den genannten Besetzungszettel-Angaben als den CD-Angaben vertrauen. Letztere ließen sich freilich hörend noch besser auf ihre Richtigkeit überprüfen als erstere, denn Druckfehler auf Besetzungszetteln kommen immer wieder mal vor.
Ich bedanke mich schon jetzt bei allen, die bezüglich meiner Frage, ob Frantz in München nun den Gunther oder den Hagen sang (und ob es von ihm in einer dieser Rolle - oder beiden - mehr als nur Schnipsel gibt) etwas beitragen können.

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Lieber Maestro, Respekt für Deine hartnäckige Recherche. Elsa Matheis als Brünnhilde! Darauf wäre ich nie gekommen. Ich habe sie als Agathe in "Freischütz"-Szenen in meiner Sammlung. Einen eigenen Vergleich beider Rollen habe ich aber noch nicht anstellen können.
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Ich bedanke mich schon jetzt bei allen, die bezüglich meiner Frage, ob Frantz in München nun den Gunther oder den Hagen sang (und ob es von ihm in einer dieser Rolle - oder beiden - mehr als nur Schnipsel gibt) etwas beitragen können.
Es ist, wie es Carlo schrieb: Frantz singt den Hagen. Da habe ich nicht den geringsten Zweifel.
„Götterdämmerung“ (Richard Wagner): Siegfried – Bernd Aldenhoff / Gunther – Hans Reinmar / Hagen – Ferdinand Frantz / Alberich – Rudolf Wünzer / Brünnhilde – Paula Baumann / Gutrune – Leonie Rysanek / Waltraute – Ira Malaniuk / Erste Norn – Irmgard Barth / Zweite Norn – Hertha Töpper / Dritte Norn – Cäcilie Reich / Woglinde – Anny van Kruyswyk / Wellgunde – Elisabeth Lindermeier / Floßhilde – Ina Gerhein / Mannen – Walter Bracht, Alois Czaczinski und Hermann Ruhl / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Herbert Erlenwein / Dirigent: Robert Heger (München, Prinzregententheater, 17. 2. 1957). 'Melodram' gibt in der Veröffentlichung von 'Mime hieß ein mürrischer Zwerg... Brünnhilde, heilige Braut' irrtümlich als Datum den 7. 2. 1957 an. (Dieser Mitschnitt soll sich sogar im Archiv des Bayerischen Rundfunk befinden.)
Die Angaben im Booklet des Aldenhoff-Albums von Gala sind vertauscht. Das hatte ich nicht bedacht. Reinmar ist der Gunther. Ich ändere das mal nachträglich mit entsprechendem Hinweis.
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Ferdinand Frantz hat den Hagen bereits am 19.12. 1943 im Theater Altenburg gesungen.

entnommen aus

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Lieber Maestro, Respekt für Deine hartnäckige Recherche. Elsa Matheis als Brünnhilde! Darauf wäre ich nie gekommen. Ich habe sie als Agathe in "Freischütz"-Szenen in meiner Sammlung. Einen eigenen Vergleich beider Rollen habe ich aber noch nicht anstellen können.
Danke, lieber Rheingold, aber es gelang mir nur, weil ich vermutet habe, daß die Besetzung teilweise richtig und teilweise falsch war. Das deutet darauf hin, daß es mehrere Vorstellungen gegeben haben muss, mit wechselnden Besetzungen. Da Frantz überraschenderweise gestorben ist, mußten sie also Neralic im Juni kurzfristig engagieren. Dann mußte ich nur das Datum herausfinden und voilà...!
Eine Bitte hätte ich an Dich, nachdem wir jetzt die Besetzung wissen: da ich nur mp3s von der Aufnahme habe, könntest Du mir bitte WAVs per PM schicken? Das wäre ganz nett.
M_P
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Ich habe sie auch nur in MP3/320.
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Dann bitte auch mp3/320, da meine noch schlechter ist.
M_P
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Ich bedanke mich bei "Rheingold1876" für die freundliche Aufklärung.
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Dann bitte auch mp3/320, da meine noch schlechter ist.
Wie sollten wir das arrangieren? Mach doch einen Vorschlag, bitte.
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Wie sollten wir das arrangieren? Mach doch einen Vorschlag, bitte.
Machen wir es doch ganz einfach: vielleicht kannst Du einen Download-Link hier posten?
M_P
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Hier sind die versprochenen Inhaltsangaben von Bernd Aldenhoffs 'Melodram'-Doppelalbum und von der 'Preiser'-CD.
„25 Voci celebri della Lirica, Seria 2, No. 6 - Bernd Aldenhoff“:
„Fidelio“ (Ludwig van Beethoven): Gott, welch' Dunkel hier... In des Lebens Frühlingstagen – O namenlose Freude (mit Christel Goltz) / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Joseph Keilberth (Dresden, Großes Haus der Staatstheater, 22. 9. 1948*, Live)
„Otello“ (Giuseppe Verdi): Gott, warum hast du gehäuft dieses Elend – Jeder Knabe kann mein Schwert mir entreissen / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Kurt Striegler (München, Herkulessaal der Residenz, 18. 5. 1954*)
„Aida“ (Giuseppe Verdi): Es hat der Stein sich über mir geschlossen (mit Christel Goltz und Helena Rott) / Der Chor des Mitteldeutschen Rundfunks Leipzig / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Rolf Kleinert (Leipzig, Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1949)
„L'Africaine“ (Giacomo Meyerbeer): Land so wunderbar / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Rolf Kleinert (Leipzig, Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1949)
„Sadko“ (Nikolai Rimskii-Korsakov): Lebt nun wohl, Gefährten! – Ach, er ist's, mein Gemahl (mit Ilse Kubatzky*) / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Gerhard Pflüger (Leipzig, Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1949) (*richtig: Margarete Kubatzki)
„Lohengrin“ (Richard Wagner): In fernem Land, unnahbar euren Schritten / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Paul Schmitz (Leipzig, Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1948)
„Tannhäuser“ (Richard Wagner): Geliebter, sag', wo weilt dein Sinn?... Dir töne Lob, die Wunder sei'n gepriesen - Stets soll nur dir mein Lied ertönen (mit Margarete Bäumer) / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Paul Schmitz (Leipzig, Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1948)
„Die Walküre“ (Richard Wagner): Ein Schwert verhieß mir der Vater / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Eugen Jochum (München, Kongress-Saal des Deutschen Museums, 19. 12. 1951*). Das von mir ursprgl. angezweifelte Datum wurde vom Bayerischen Rundfunk bestätigt.
dto.: Winterstürme wichen dem Wonnemond -Siegmund heiß' ich und Siegmund bin ich / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Paul Schmitz (Leipzig, Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1948)
„Siegfried“ (Richard Wagner): He, Mime, geschwind! Wie heißt das Schwert... Schmiede, mein Hammer, ein hartes Schwert (mit Paul Kuen) / Das Orchester der Bayreuther Festspiele / Dirigent: Joseph Keilberth (Bayreuth, Festspielhaus, 27. 7. 1952*, Live)
„Götterdämmerung“ (Richard Wagner): Mime hieß ein mürrischer Zwerg... Brünnhilde, heilige Braut (mit Ferdinand Frantz und Hans Reinmar) / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Dirigent: Robert Heger (München, Prinzregententheater, 17. 2. 1957*)
„Der Evangelimann“ (Wilhelm Kienzl): Selig sind, die Verfolgung leiden / Ein Kinderchor / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Rolf Kleinert (Leipzig, Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1948)
„Don Juan de Mañara“ (Henri Tomasi): Vater, um Euren Schutz und Eure Hilfe fleh' ich Euch an (mit Hans Hermann Nissen) / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Dirigent: André Cluytens (München, Prinzregententheater, 28. 3. 1956, Mitschnitt der Generalprobe)
„Vier Orchesterlieder“ (Du Geist, der mich verließ – Mondaufgang – Trost – Hyperion) (Hans-Hendrik Wehding) / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Hans-Hendrik Wehding (Dresden, Mitteldeutscher Rundfunk, Steinsaal, 1949). Der Komponist und Dirigent Wehding war auch Musikalischer Programmdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks im Landessender Dresden.
'Melodram' MEL 656 (2 LPs, Italien 1983) / * = Meine Ergänzungen
„Lebendige Vergangenheit – Bernd Aldenhoff“:
„Fidelio“ (Ludwig van Beethoven): Gott, welch' Dunkel hier... In des Lebens Frühlingstagen – O namenlose Freude (mit Christel Goltz) / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Joseph Keilberth (Dresden, Großes Haus der Staatstheater, 22. 9. 1948*, Live)
„Lohengrin“ (Richard Wagner): In fernem Land, unnahbar euren Schritten / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Paul Schmitz (Leipzig, Funkhaus Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1948)
„Tannhäuser“ (Richard Wagner): Geliebter, sag', wo weilt dein Sinn? - Stets soll nur dir mein Lied ertönen (mit Margarete Bäumer) / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Paul Schmitz (Leipzig, Funkhaus Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1948)
dto.: O Fürstin!... Den Gott der Liebe sollst du preisen (mit Christel Goltz) / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Kurt Striegler (Dresden, Mitteldeutscher Rundfunk, Steinsaal, 1946)
„Die Walküre“ (Richard Wagner): Winterstürme wichen dem Wonnemond / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Paul Schmitz (Leipzig, Funkhaus Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1948)
„L'Africaine“ (Giacomo Meyerbeer): Land so wunderbar / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Rolf Kleinert (Leipzig, Funkhaus Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1949)
„Aida“ (Giuseppe Verdi): Es hat der Stein sich über mir geschlossen (mit Christel Goltz und Helena Rott) / Der Chor des Mitteldeutschen Rundfunks Leipzig / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Rolf Kleinert (Leipzig, Funkhaus Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1949)
„Sadko“ (Nikolai Rimskii-Korsakov): Lebt nun wohl Gefährten – Ist es wahr, ist dies Wunder mir gescheh'n? (mit Ilse Kubatzky*) / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Gerhard Pflüger (Leipzig, Funkhaus Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1949) (*richtig Margarete Kubatzki)
„Salome“ (Richard Strauss): Ah! Herrlich! Wundervoll! (mit Christel Goltz und Inger Karén) / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Joseph Keilberth (Dresden, Mitteldeutscher Rundfunk, Steinsaal, 20. 5. 1948*)
„Der Evangelimann“ (Wilhelm Kienzl): Selig sind, die Verfolgung leiden / Ein Kinderchor / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Rolf Kleinert (Leipzig, Funkhaus Mitteldeutscher Rundfunk, Großer Sendesaal, 1948)
'Preiser' 89523 (1 CD, Österreich 2000) / * = Meine Ergänzungen
Anmerkung:
Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig hieß zum Zeitpunkt der Aufnahmen 1948/1949 'Das Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks'; das Funkhaus in der Leipziger Springerstraße verfügte ab September 1947 über einen der größten Sendesäle Deutschlands. Nach der Eingliederung (1952) des Mitteldeutschen Rundfunks in das Staatliche Rundfunkkomitee der DDR wurde das Orchester in 'Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig' umbenannt.
Die Studio-Aufnahmen mit der Staatskapelle Dresden wurden vom Mitteldeutschen Rundfunk (Landessender Dresden) im Großen Sendesaal - 'Steinsaal' genannt - des Funkhauses in einem Seitentrakt des Dresdner 'Hygiene-Museums' eingespielt.
Das früheste Dokument von Bernd Aldenhoffs Stimme dürfte das kurze Solo des Froh 'Zur Burg führt die Brücke' aus dem Finale von Wagners „Das Rheingold“ in einer Aufnahme des Reichsrundfunks Berlin sein:
„Das Rheingold“ (Richard Wagner): 'Schwüles Gedünst schwebt in der Luft... Abendlich strahlt der Sonne Auge' / Wotan – Georg Hann / Fricka – Marie-Luise Schilp / Donner – Hanns Heinz Nissen / Froh – Bernd Aldenhoff / Loge – Erich Zimmermann / Woglinde – Elisabeth Schwarzkopf / Wellgunde – Hilde Scheppan / Floßhilde – Marie-Luise Schilp / Das Orchester des Deutschen Opernhauses Berlin / Dirigent: Hanns Steinkopf (Berlin, Reichsrundfunk, 17. 4. 1942). Diese Aufnahme wurde auf dem 'BASF'-Doppelalbum „Georg Hann“ (22 21486-9 / 2 LPs / 1974) und auf der 'Preiser'-CD 90310 „Georg Hann – Dokumente einer Sängerkarriere“ von 1997 veröffentlicht.
Carlo
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Machen wir es doch ganz einfach: vielleicht kannst Du einen Download-Link hier posten?
Das, lieber Maestro, ist hier leider nicht möglich.
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Die Discographie von Bernd Aldenhoff ist leider nicht sehr umfangreich. Nach den Recitals (siehe Beitrag Nr. 54) folgen nun in drei Teilen die mir bekannten Gesamtaufnahmen.
Hier ist der erste Teil (D'Albert bis Strauss):
„Tiefland“ (Eugen d' Albert): Sebastiano – Alexander Welitsch / Tommaso – Max Proebstl / Moruccio – Carl Hoppe / Marta – Marianne Schech / Pepa – Hanna Scholl / Antonia – Lilian Benningsen / Rosalia - Ruth Michaelis / Nuri – Rosl Schwaiger / Pedro – Bernd Aldenhoff / Nando – Paul Kuen / Ein Bauer – Karl Schwert / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Rudolf Alberth (München, Studio 1 im Funkhaus, 6. 4. - 11. 4. 1953).
In einigen Veröffentlichungen wurden die Rollen-Angaben der Sängerinnen Lilian Benningsen und Ruth Michaelis vertauscht. Der Privat-Mitschnitt dieser Rundfunk-Produktion wurde dreimal mit 'Anhängern' herausgegeben: Zuerst 1983 von 'Melodram' (MEL 418) auf LP (mit der Szene Kundry-Parsifal aus dem 2. Akt des „Parsifal“ mit Marianne Schech und Bernd Aldenhoff unter Eugen Jochum 1957), dann 2002 auf CD bei 'Gala' (GL 100.715) mit Aufnahmen von Alexander Welitsch und 2004 bei 'Walhall' (WLCD 0039) mit der 'Wolfserzählung' aus dem 2. Akt (Wolfgang Windgassen mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter Bertil Wetzelsberger 1950); die letztgenannte Version steht in meinem CD-Regal.
„Orestes“ (Henk Badings): Orestes – Bernd Aldenhoff / Klytaemnestra, seine Mutter – Hanne Münch / Strophius, König von Phokis, sein Onkel – Max Proebstl / Pylades, dessen Sohn – Alois Maria Giani / Hermione, Tochter des Menelaos und der Helena, Frau des Orestes – Lieselotte Fölser / Pythia, Prophetin im Apollotempel in Delphi – Res Fischer / Die Göttin Pallas Athene – Hertha Töpper / Der Gott Apollo – Willy Berling / Ein Schiffskapitän – Rudolf Wünzer / Ein Soldat – Karl Ostertag / Die Singgemeinschaft Rudolf Lamy / Chorltg.: Rudolf Lamy / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Jan Koetsier (München, Studio 1 im Funkhaus, 15. - 27. 4. 1957). Bisher unveröffentlicht. (Die Partie des Pylades ist eine Sprechrolle.)
Die rund fünfzigminütige, einaktige Funkoper des Niederländers Henk Badings (1907-1987), ein Auftragswerk des Rundfunksenders KRO (Katholieke Radio Omroep), wurde am 18. 9. 1954 erstmals gesendet und mit dem renommierten Hörfunkpreis 'Prix Italia' ausgezeichnet. Das Libretto schrieb Badings zusammen mit Jan Starink, der Leiter der Hörspiel-Abteilung beim KRO war. (Die Sänger der Uraufführung waren Corry Bijster, Aafje Heynis, Riek van Veen, Louis Devos, Paul Hofstede, Frans Müller, Wim Lamme, Johan Schmitz und Harm Wind; Henk Spruit leitete 'Koor en Groot Omroep Orkest' aus Hilversum.)
„Fidelio“ (Ludwig van Beethoven): Don Fernando – Heinrich Pflanzl / Don Pizarro – Josef Herrmann / Florestan – Bernd Aldenhoff / Leonore – Christel Goltz / Rocco – Gottlob Frick / Marzelline – Elfride Trötschel / Jaquino – Erich Zimmermann / Zwei Gefangene – Horst Weber und Werner Faulhaber / Der Chor der Staatsoper Dresden; Der Sinfoniechor Dresden; Der Chor der Staatlichen Akademie für Musik und Theater Dresden / Chorltg.: Ernst Hintze / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Joseph Keilberth (Dresden, Großes Haus der Staatstheater, 22. 9. 1948). Veröffentlicht 2011 von 'Profil/Hänssler' als 'Vol. 2' in der „Semperoper Edition“ ( PH 10033 / 1 CD / Dauer: 70,44 Min.) plus die DVD „Mir ist so wunderbar“: eine Dolumentation (40 Min.) über die Eröffnung des Großen Hauses der Staatstheater Dresden – heute das Schauspielhaus - am 22. 9. 1948, zu Wort kommen u. a. Lisa Otto und der Tontechniker Gerhard Steinke.
Leider fehlen aus dem ersten Akt große Teile: 'O wär' ich schon mit dir vereint' (Marzelline) - 'Hat man nicht auch Gold beineben' (Rocco) - 'Abscheulicher! Wo eilst du hin?... Komm, Hoffnung, lass' den letzten Stern' (Leonore) - 'O welche Lust, in freier Luft' (Gefangenenchor) und aus dem zweiten Akt das Quartett 'Er sterbe! Doch er soll erst wissen...'.
.„Neunte Symphonie“ (Ludwig van Beethoven): Edith Laux, Eva Fleischer, Bernd Aldenhoff und Karl Paul / Der Chor des Staatlichen Rundfunkkomitees Leipzig, Der Reidelchor, Der Hochschulchor Leipzig, Der Universit舩schor Leipzig, Der Probsteichor Leipzig, Die Neue Singakademie Leipzig / Gesamtchorltg.: Herbert Kegel / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Hermann Abendroth (Leipzig, Mitteldeutscher Rundfunk, Funkhaus, 11. 6. 1950). 'Music & Arts' CD-1065 (4 CDs, USA, 2000) Gekoppelt mit Aufnahmen Hermann Abendroths von Ludwig van Beethovens Symphonie Nr 3, dem Finale der Symphonie Nr. 9 (1939), dem Klavierkonzert Nr. 4 sowie mit Robert Schumanns Symphonie Nr. 4 und der Symphonie Nr. 4 von Johannes Brahms.
„Die Rose vom Liebesgarten“ (Hans Pfitzner): Siegnot, ein junger Edeling – Bernd Aldenhoff / Zwei Edelinge vom Liebesgarten: Der Waffenmeister – Kieth Engen, Der Sangesmeister – Marcel Cordes / Minneleide, die Elfe vom Quellenstein – Trude Eipperle / Schwarzhilde und Rotelse, zwei Waldweibchen, Minneleides Dienerinnen – Hanna Scholl und Georgine von Milinkovic / Der Moormann, ein Sumpfbewohner – Paul Kuen / Der Nacht-Wunderer, Herr in den Bergen – Max Proebstl / Die Singgemeinschaft Rudolf Lamy / Chorltg.: Rudolf Lamy / Die Münchner Philharmoniker / Dirigent: Robert Heger / Funkregie: Johannn Maria Boykow (München, Funkhaus, 24. 6. 1957). Die auf historische Gesangsaufnahmen spezialisierte kanadische Firma 'Rococo' veröffentlichte diese – um ca. 40 Minuten gekürzte - Aufnahme 1978 auf zwei LPs ('Rococo' 1020).
Hans Pfitzners 'romantische Oper' auf ein Libretto von James Grun, uraufgeführt 1901 in Elberfeld (das 1911 zusammen mit Barmen zu der neuen Stadt Wuppertal wurde), enthält auch noch drei stumme Rollen: der 'Hüter vom Wintertor, ein Edeling' und zwei Gottheiten vom Liebesgarten, die 'Sternenjungfrau' und das 'Sonnenkind'. Gustav Mahler führte das Werk mit großem Erfolg 1915 an der Wiener Hofoper auf; im Publikum saßen Alban Berg, Arnold Schönberg und Anton Webern. Beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart gab es eine Aufnahme des Liebesduetts aus dem 1. Akt 'Es schlief die Erde in Wintergewalt' mit dem Sänger-Ehepaar Lore Wissmann und Wolfgang Windgassen unter der Leitung von Bertil Wetzelsberger. 2017 gab 'cpo' eine Neuaufnahme aus dem Opernhaus in Chemnitz heraus, wo es im November 2008 eine viel beachtete Inszenierung der „Rose vom Liebesgarten“ gab.
„Sadko“ (Nikolai Rimskii-Korsakov): Sadko, Guslispieler und Sänger in Nowgorod - Bernd Aldenhoff / Ljubawa Buslajewna, seine junge Frau - Margarete Kubatzki / Neshata, junger Guslispieler aus Kiewgorod - Lilo Asmus / Duda und Sopel, zwei Gaukler - Georg Hruschka und Paul Hruschka / Überseeische Handelsleute: Der Waräger - Helmut Eyle; Der Inder - Gert Lutze; Der Venezianer - Martin-Matthias Schmidt / Ozean, der Meereszar - Hans Krämer / Wolchowa, seine Tochter, eine Meeresprinzessin - Elfriede Weidlich / Die Erscheinung, ein mythischer Recke in der Gestalt eines Pilgers - Theodor Horand / Die Statthalter Nowgorods: Foma Nasaritsch, der Älteste - Reinhard Kilbel; Luka Sinowitsch, ein Wojewode - Aloys Tinschert / Der Chor des Mitteldeutschen Rundfunks / Chorltg.: Herbert Kegel / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Dirigent: Gerhard Pflüger (Leipzig, Mitteldeutscher Rundfunk, 1949). 'Gala' GL 100.817 (2 CDs, Niederlande, 2012) Als Anhang: Bernd Aldenhoff mit Arien von Carl Maria von Weber, Richard Wagner, Wilhelm Kienzl und Giuseppe Verdi.
„Salome“ (Richard Strauss): Herodes – Bernd Aldenhoff / Herodias – Inger Karén / Salome – Christel Goltz / Jochanaan – Josef Herrmann / Narraboth – Rudolf Dittrich / Der Page der Herodias – Ruth Lange / Fünf Juden – Erich Zimmermann, Heinrich Tessmer, Hans Delenda, Johannes Kemter und Heinrich Planzl / Zwei Nazarener – Kurt Böhme und Walter Hiebel / Zwei Soldaten – Manfred Huebner und Martin Tietze / Ein Cappadozier – Erich Händel / Ein Sklave – Edith Hellriegel / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Joseph Keilberth (Dresden, Funkhaus des Mitteldeutschen Rundfunks, Steinsaal, 20. 5. 1948). Auf LP u. a. 1950 in den USA bei 'Oceanic Records' (OCL 302), 1962 bei 'Concert Hall' (Musical Masterpiece Society 2027), 1985 bei 'Eterna' (8 22 868/69) und 1992 auf CD bei 'Berlin Classics' (BC 2062). Am 14. 9. 1947 wurde im Kurhaus Bühlau – von den Dresdnern 'Kulturscheune' genannt – die „Salome“-Neuinszenierung von Heinz Arnold (mit Goltz, Aldenhoff und Herrmann unter Keilberth) ein Höhepunkt der Nachkriegs-Opernaufführungen in Dresden.
„Die ägyptische Helena“ (Richard Strauss): Helena, Königin von Sparta – Leonie Rysanek / Menelas, Konig von Sparta, ihr Gemahl – Bernd Aldenhoff / Hermione, beider Kind – Luise Camer / Aithra, eine ägyptische Königstochter und Zauberin – Annelies Kupper / Altair, der Fürst der Berge, ein Wüstenscheich – Hermann Uhde / Da-Ud, sein Sohn – Richard Holm / Zwei Dienerinnen der Aithra – Antonia Fahberg und Lilian Benningsen / Vier Elfen – Lotte Schädle, Doris Pilling, Gertrud Friedrich und Hella Gentner / Die allwissende Muschel – Ira Malaniuk / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Herbert Erlenwein / Dirigent: Joseph Keilberth (München, Prinzregententheater, 10. 8. 1956). Der Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks ist auf mehreren LP- und CD-Labels erschienen; mein Exemplar stammt von 'Orfeo' (C 424 962 I / 2 CDs, 1996). ('Orfeo' unterschlägt die Namen der Nebenrollen-Sängerinnen.) Der Aufführung lag die heute allgemein gebräuchliche 'Wiener Fassung' von 1933 zu Grunde.
Carlo
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„Fidelio“ (Ludwig van Beethoven): Don Fernando – Heinrich Pflanzl / Don Pizarro – Josef Herrmann / Florestan – Bernd Aldenhoff / Leonore – Christel Goltz / Rocco – Gottlob Frick / Marzelline – Elfride Trötschel / Jaquino – Erich Zimmermann / Zwei Gefangene – Horst Weber und Werner Faulhaber / Der Chor der Staatsoper Dresden: Der Sinfoniechor Dresden; Der Chor der Staatlichen Akademie für Musik und Theater Dresden / Chorltg.: Ernst Hintze / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Joseph Keilberth (Dresden, Großes Haus der Staatstheater, 22. 9. 1948).Veröffentlicht 2011 von 'Profil/Hänssler' als 'Vol. 2' in der „Semperoper Edition“ ( PH 10033 / 1 CD / Dauer: 70,44 Min.) plus die DVD „Mir ist so wunderbar“: eine Dolumentation (40 Min.) über die Eröffnung des Großen Hauses der Staatstheater Dresden – heute das Schauspielhaus - am 22. 9. 1948, zu Wort kommen u. a. Lisa Otto und der Tontechniker Gerhard Steinke.
Carlo hatte es schon vermerkt. Dieser FIDELIO ist nicht komplett. Mit dem Werk war 1948 das Große Haus der Staatstheater als Ersatzstandort für die zerstörte Semperoper eröffnet worden. Nicht alle Bänder der Übertagung durch den Mitteldeutschen Rundfunk, Sender Dresden, haben sich erhalten. Es fehlen - um drei Beispiele zu nennen - die große Szene der Leonore "Abscheulicher, wo eilst du hin", die Arie der Marzelline "O wär' ich schon mit dir vereint" und der Gefangenenchor. Dem Vernehmen nach könnte die Gesamtaufnahme in Einzelteile für späteren Sendungen zerlegt worden sein, die dann verloren gingen. Solche Teilungen waren durchaus üblich. Die Edition von Hänssler ist noch immer auf dem Markt. Als Buch kommt das Booklet daher, prall gefüllt mit informativen Texten und Fotos. Ich bin nach wie vor erstaunt, dass so eine Ausgabe überhaut möglich gewesen ist.
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Es versteht sich, dass Bernd Aldenhoff auch in der Box vertreten ist, mit der die "Semperoper Edition" bei Hänssler eröffnet wurde. Auch sie lässt hinsichtlich des Inhats und der Gestaltung keine Wünsche offen. Gemeinsam mit Christel Goltz singt Aldenhoff das Duett "Ich bin dir nah" aus Verdis "Maskenball" (1946) sowie Othellos Tod "Jeder Knabe kann mein Schwert mir entreißen" (ohne Jahresangabe). Beide Male dirigiert Hans-Hendrik Wehding das Große Rundfunkorchester des Senders Dresden. Mit Christel Goltz und Helena Rott ist er in der Schussszene von "Aida" zu hören, die von Rolf Kleinert geleitet wird (1947). Schließlich gibt es noch die letzte Szene aus der allseits bekannten "Salome" unter Joseph Keilbert, in der Aldenhoff neben der Golz und Inger Karén den Herodes singt. (1948) Der auf "Gott! Welch Dunkel hier" und "Fidelio" folgende fulminante dritte Teil der Semperoper-Edition aus dem Haus Hänssler war berteits hier hinsichtlich der Mitwirkung von Aldenhoff kurz abgehandelt worden. Insgesamt lässt sich resümieren, das Bernd Aldenhoff eine der prägenden Gestalten der Neubelebung des Opernbetriebs im Nachktriegs-Dresden gewesen ist.
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Opern-Gesamtaufnahmen mit Bernd Aldenhoff (Teil 2):
„Don Juan de Mañara“ (Henri Tomasi): Don Miguel Mañara, spanischer Edelmann – Bernd Aldenhoff / Don Fernando, Waffenbruder des Vaters von Miguel – Max Proebstl / Girolama, seine Tochter – Magda Gabory / Don Jaime, Miguels Freund – Karl Ostertag / Johannes Melendez, ein gelähmter Bettler – Kieth Engen / Der Abt vom Kloster der Heiligen Barmherzigkeit – Hans Hermann Nissen / Bruder Gärtner, ein Mönch – Georg Wieter / Ein zweiter Klosterbruder – Paul Kuen / Der Schatten – Marianne Schech / Erste Vision (Der Geist der Erde) – Josef Metternich / Zweite Vision (Der Geist des Himmels) – Marianne Schech / Zwei Geister – Walter Ehrengut und Hermann Friess / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Herbert Erlenwein / Dirigent: André Cluytens (München, Prinzregententheater, 29. 3. 1956, Szenische Uraufführung). Bei der CD-Firma 'Myto' (MCD 00336) ist 2015 der Rundfunk-Mitschnitt der Generalprobe vom Tag davor erschienen, ergänzt mit einem Arien-Recital von Bernd Aldenhoff. Marianne Schech singt die kurze Rolle des 'Schattens von Miguels vergangenem Leben' am Ende des ersten Bildes und den 'Geist des Himmels', der Miguel am Sarg Girolamas im dritten Bild während einer nächtlchen Gründonnerstags-Prozession zu einem Leben der Buße und Nächstenliebe bekehrt. (Die zwei Geister am Beginn des dritten Bildes, die vom Komponisten ursprünglich als Sprechrollen konzipiert wurden, sind in München – nachkomponiert von Henri Tomasi – zwei Solisten des Chors der Bayerischen Staatsoper übertragen worden.)
Der Korse Henri Tomasi schrieb 1936 die rund 100minütige Oper „Miguel Mañara“ (nach dem Mysterienspiel von Oscar Vladislas de Lubicz-Milosz aus dem Jahr 1912) für die Pariser 'Grand Opéra', aber eine Aufführung kam nicht zustande. 1952 leitete er selbst – Tomasi war 'hauptberuflich' Dirigent - die konzertante Uraufführung in Paris (wovon es einen Mitschnitt mit Martha Angelici, Jacqueline Brumaire und Raoul Jobin gibt) und die Bayerische Staatsoper brachte am 29. 3. 1956 (in Anwesenheit des Komponisten) das Werk in einer deutschen Textfassung von Peter Funk erstmals auf die Bühne - durch eine überzeugende Regie von Rudolf Hartmann vom Publikum angenommen, aber von der Kritik abgelehnt, weil es nicht 'modern' genug war. (1956 gab es in München noch sechs Vorstellungen unter André Cluytens und 1957 fünf unter Karl Tutein.) Die erste szenische Aufführung in französischer Sprache war am 17. 5. 1958 am Brüsseler Théâtre de la Monnaie mit Ysel Poliart, Hélène Masset und Jacques Bouet unter René Defossez. Es folgten Aufführungen in Lissabon 1965, Mulhouse (Elsass) 1967, Tours 1981 und 1988 in Marseille. Heute scheint Tomasis „Miguel Mañara“ (der Titel musste aus Urheberrechtsgründen in „Don Juan de Mañara“ geändert werden) ebenso vergessen wie auch seine Oper von 1953 „Sampiero Corso“ über einen korsischen Volkshelden (uraufgeführt 1956 in Bordeaux mit Régine Crespin, Suzanne Juyol und Ken Neate unter der Leitung von Henri Tomasi selbst; auch davon existiert ein Mitschnitt).
Der Aristokrat Miguel Mañara Vicentelo de Leca y Colona (1627-1679) aus Sevilla wurde in seiner Jugend 'Don Juan' genannt, weil er ähnlich wie dieser in Tirso de Molinas „El burlador de Sevilla o El convidado de piedra“ ('Der Verführer von Sevilla oder Der steinerne Gast') ein ungezügeltes, ausschweifendes Leben mit zahllosen in Duellen getöteten Männern führte. Der Tod seiner jungen Frau Jerónima Carrillo de Mendoza y Castrillo und eine zunehmende Nervenzerrüttung mit Halluzinationen bewog ihn, sein enormes Vermögen zu verschenken und dem Laienorden der 'Barmherzigen Brüder' beizutreten. 1661 gründete er in Sevilla das 'Hospital de la Santa Caridad'. Als 1678 die Pest in Sevilla wütete, pflegte er die Kranken und starb ein Jahr später vor Erschöpfung. An seinem Grab in der Klosterkirche 'La Caridad' sollen sich mehrere Wunder ereignet haben, was die spanische Kirche 1754 veranlasste, beim Vatikan ein Kanonisierungsverfahren einzuleiten, das bis heute immer wieder verzögert wurde. Die von Miguel Mañara selbst verfasste Grabinschrift lautet: „Hier liegen die Gebeine und die Asche des schlimmsten Menschen, der je gelebt hat. Betet für ihn.“
„Der fliegende Holländer“ - (Richard Wagner): Daland - Kurt Böhme / Senta - Helene Werth / Erik - Bernd Aldenhoff / Mary - Res Fischer / Der Steuermann - Helmut Krebs / Der Holländer - Hans Hotter / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Chorltg.: Max Thurn / Dirigent: Wilhelm Schüchter (Hamburg-Harburg, Friedrich-Ebert-Halle, 4. 4. - 9. 4. 1951). Erschienen 1981 bei 'Melodram' (MEL 032) auf LPs und 2008 bei 'Preiser' (20046) auf CDs; ich habe die 'Walhall'-Ausgabe (WLCD 0038) von 2004.
„Tannhäuser“ (Richard Wagner): Hermann, Landgraf von Thüringen – Kurt Böhme / Tannhäuser – Bernd Aldenhoff / Wolfram von Eschenbach – Dietrich Fischer-Dieskau / Walter von der Vogelweide – Werner Schupp / Biterolf – Willy Schöneweiß / Heinich der Schreiber – Willy Hofmann / Reinmar von Zweter – Hermann Scheuing / Elisabeth – Marianne Schech / Venus – Dagmar Hermann / Ein junger Hirt – Anny Schlemm / Vier Edelknaben – Brigitte Rohde, Marga Weißenfeld, Käthe Schwedowsky und Martha Heuken / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Richard Kraus (Köln, Funkhaus, März 1951). Die Oper wurde in der 'Pariser Fassung' eingespielt; leider ist die Aufnahme beim WDR schon in den 50er Jahren gelöscht worden.
„Die Meistersinger von Nürnberg“ (Richard Wagner): Hans Sachs – Ferdinand Frantz / Veit Pogner – Kurt Böhme / Kunz Vogelgesang – Johannes Kemter / Konrad Nachtigall – Kurt Legner / Sixtus Beckmesser – Heinrich Pflanzl / Fritz Kothner – Karl Paul / Balthasar Zorn – Karl-Heinz Thomann / Ulrich Eisslinger – Heinrich Tessmer / Augustin Moser – Gerhard Stolze / Hermann Ortel – Theo Adam / Hans Schwarz – Erich Händel / Hans Foltz – Werner Faulhaber / Walther von Stolzing – Bernd Aldenhoff / David – Gerhard Unger / Eva – Tiana Lemnitz / Magdalene – Emilie Walter-Sacks / Der Nachtwächter – Werner Faulhaber / Der Chor der Staatsoper Dresden / Chorltg.: Ernst Hintze / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Rudolf Kermpe (Dresden, Großes Haus der Staatstheater, 2. 5. - 7. 5. 1951). Die Aufnahme erschien 1951 zuerst in den USA auf sechs Schallplatten der Marke 'Urania' (URLP 206), die später zur 'American Sound Corporation' gehörte. Die Aufnahmeleiter Fritz Tränkner und Erich Wendland kamen aus der BRD, die Tontechniker vom Landessender Dresden des Mitteldeutschen Rundfunks. (Zusätzlich nahm man im Mai 1951 in Dresden noch die Opern „Der Freischütz“ - ebenfalls mit Bernd Aldenhoff – und „Der Rosenkavalier“ für die 'Urania' auf.) Später kamen diese „Meistersinger“ bei 'Vox' (OPBX 142) heraus; CD-Versionen erschienen 2002 bei 'Gebhardt' (JGCD 0043) und 2016 bei 'Profil/Hänssler' als 'Vol. 6' in der „Semperoper Edition“ (PH 13006).
Der Exil-Tscheche Rudolf Koppl aus New Jersey kaufte in den Nachkriegsjahren in Ost- und Westdeutschland die Tonbänder mehrerer Opern-Rundfunkaufnahmen - auch von Produktionen des ehemaligen Reichsrundfunks - für sein Schallplattenlabel 'Urania', machte aber auch eigene Aufnahmen in Berlin (z. B. „Orfeo ed Euridice“, „Die verkaufte Braut“ und „Wiener Blut“), in München („Tannhäuser“ und „Lohengrin“) und in Dresden (siehe oben) sowie in Italien und Frankreich. Der 'Urania'-Katalog wies 1955 rund dreißig Operngesamtaufnahmen auf.
In einigen Publikationen zu der Veröffentlichung von 'Profil/Hänssler' heißt es aber, dass deren Version nicht die 'Urania'-Aufnahme ist, sondern eine Sendung (Live-Übertragung?) des Mitteldeutschen Rundfunks von einer Aufführung im Großen Haus der Staatstheater in Dresden am 29. 4. 1951. Gemäß dem „Besetzungsarchiv ausgewählter Dresdner Inszenierungen“ von 'Stimmenliebhaber' gab es am 29. 4. 1951 keine „Meistersinger“-Vorstellung, sondern genau ein Jahr vorher: am 29. 4. 1950, aber da sangen Elfride Trötschel und Josef Herrmann die Rollen von Eva und Hans Sachs. Da ich die CDs von 'Profil/Hänssler' nicht kenne – ich habe lediglich die Szenen, die die 'BASF' 1975 auf zwei LPs herausgab - kann ich nicht klären, ob es sich tatsächlich um eine Rundfunkaufnahme handelt. Denn ich muss gestehen, dass ich kein großer Freund dieser Oper bin. Ich habe die Gesamtaufnahmen unter Karajan (Bayreuth 1951 und Dresden 1970), unter Knappertsbusch (Wien 1950/1951 und München 1955), unter Kempe (Berlin 1956), unter Kubelik (Bayerischer Rundfunk 1967) und unter Keilberth (Bayerische Staatsoper 1968 mit Ernst Kozub), dazu diverse Querschnitte und TV-Mitschnitte auf VHS-Kassetten – und das reicht mir.
Carlo
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In einigen Publikationen zu der Veröffentlichung von 'Profil/Hänssler' heißt es aber, dass deren Version nicht die 'Urania'-Aufnahme ist, sondern eine Sendung (Live-Übertragung?) des Mitteldeutschen Rundfunks von einer Aufführung im Großen Haus der Staatstheater in Dresden am 29. 4. 1951. Gemäß dem „Besetzungsarchiv ausgewählter Dresdner Inszenierungen“ von 'Stimmenliebhaber' gab es am 29. 4. 1951 keine „Meistersinger“-Vorstellung, sondern genau ein Jahr vorher: am 29. 4. 1950, aber da sangen Elfride Trötschel und Josef Herrmann die Rollen von Eva und Hans Sachs. Da ich die CDs von 'Profil/Hänssler' nicht kenne – ich habe lediglich die Szenen, die die 'BASF' 1975 auf zwei LPs herausgab - kann ich nicht klären, ob es sich tatsächlich um eine Rundfunkaufnahme handelt.
Lieber Carlo, die "Meistersinger" mit Bernd Aldenhoff bei Hänssler sind kein Aufführungsmitschnitt. Sie klingen auch an keiner Stelle danach. Es sei denn, Techniker hätten das Wunder vollbracht, alle entsprechenden Geräusche herauszufiltern und im Nachhinein ein absolut einheitliches Klangbild zu erzeugen. Das halte ich für unmöglich. Im Booklet werden die erhaltenen Masterbänder der unter Studiobedingungen entstandenen Aufnahme, die von der Neuinszenierung 1950 auf der Bühne inspiriert wurde, gezeigt. Unter der Lupe kann man auch Beschriftungen lesen. Die Bänder existierten also noch und wurden für die Hänssler-Ausgabe herangezogen. Den Angaben zufolge wurde die Oper an nur einem einzigen Tag, nämlich am 29. April 1951, aufgenommen, was unter den gegebenen Umständen nicht ganz ungewöhnlich ist. Statt der jungen Bühnen-Eva Elfride Trötschel wurde für die Schallplatte die an die 54 Jahre alte Tiana Lemnitz verpflichtet, was ich bedauere.
JPC hat die Aufnahme noch im Angebot und lässt mitteilen:
"Dazu das Evchen Elfride Trötschels, gesanglich reinste Erfüllung, die Magdalene Emilie Walter-Sacks’, beweglich und mit schönem Altklang um ihren David werbend, dem Gerhard Ungers schlanker Tenor die betont jugendliche Note gab ... Eine Großtat hatte Ernst Hintze mit seinem Chor vollbracht, und Rudolf Kempe gab der Aufführung von Seiten der Musik her ein durchaus persönliches Gesicht. Sein elastischer Schwung riss alle Darsteller mit fort, erzwang ein bedingungsloses Mitgehen auch der Hörer, und ein einmütiger brausender Beifall lohnte diese künstlerische Tat.“
Was JPC veranlasst hat, die Aufnahme im Katalog mit einer Rezension über die Neuinszenierung von 1950 aus dem "Sächsischen Tageblatt" zu versehen, und damit den Eindruck zu erwecken, man habe es mit einem Mitschnitt zu tun, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kann es mir nur mit Oberflächlichkeit erklären. In einem Beitrag des Booklets über die Aufführungsgeschichte der "Meistersinger" in Dresden wird die Zeitung tatsächlich zitierte. Und dieses Zitat wird nun in eine vorschnelle und oberflächliche Beziehung zur Platteneinspielung gebracht. So entstehen Legenden.
