Bayreuther Festspiele 2011 – Übertragungen im BR

  • Die Reporterin des Bayerischen Rundfunks meinte - während im Hintergrund Beifall und Buhs zu vernehmen waren - dass "die fünf Debütanten einen gelungenen Einstand hatten". Zu den Debütanten gehören aber auch die unsägliche Sängerin der VENUS und der unfähige Regisseur Baumgarten. Vielleicht wollte sich der Bayerische Rundfunk als Haussender diesen "Event" nicht vermiesen lassen.


    Die anschließende Kritikerrunde war auch überwiegend Realsatire, vor allem die Deutung des Bühnenbildes und der Regiearbeit. Aber bemerkenswert war, dass die Kulturjournalisten meinten, dass einige Sänger das ohnehin niedrige Bayreuth-Niveau der vergangenen Jahre noch unterboten hätten! Bester Sänger war sicherlich der LANDGRAF (der österreichische Sänger Goisenböck oder so ähnlich - pardon!)

  • Lieber SchiraL,
    das Tamino-Klassik-Forum hat den Ehrgeiz, immer ganz aktuell und sogar möglichst allen voraus zu sein. So gibt es bereits seit längerem im Thread berühmte Stimmen ein Thema "Günther Groissböck" - ein Senkrechtstarter". Ich werde mich mit ihm am 25. August in Bayreuth treffen und wenn es klappt sogar ein Interview mit ihm machen.
    Und nicht zuletzt: Lieber Schiral, sei herzlich willkommen in unserer Tamino-Gemeinschaft.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber OPERUS,


    Groissböck ist mir natürlich ein Begriff. Erlebte ihn z.B. in der Münchner RUSALKA. War nur zu faul, meinen Beitrag zu unterbrechen und die korrekte Schreibweise des Namens nachzusehen. Hoffe, sie sehen mir das auch nach.


    Herzlichen Gruß aus München - Schiral

  • Lieber Schiral,
    Selbstverständlich auf dem Beziehungskonto abgehakt.
    Eines wird allerdings kaum vergeben, wenn ein Tamino nicht auf den vertrauensvollen Stil im Forum eingeht. Also als Anrede bitte Du. Danke!


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Hier ein paar Zitate aus dem Kölner Stadt-Anzeiger von heute:



    "Wir sind krank" erscheint als Schriftzug an der Bühnenrückwand"
    Ja, solch ein Tannhäuser kann auch nur einem krankhaften Gehirn entsprungen sein!!!


    "Kunst wird Tat" lesen wir, wenn Edelleute der Wartburggesellschaft in Stiefeln eine ungute braune Brühe aus Eimern in einen Vakuumkessel entsorgen, auf dass sie von Mikroorganismen wieder in Nahrung verwandelt werden.


    "...weit und breit keine Wartburg, keine Harfen oder Edelknaben mit Prinz-Eisenherz-Frisur. Nochmals geht der verwirrte Blick ins Programmheft: Aber ja, sie spielen der Tannhäuser, auch die Musik klingt danach"


    "Im Lustkäfig unter der klinischen Biogasanlage geht es dann auch weniger sündig als kindisch uns ausgelassen zu. Zottige Trolle und schwerköpfige Spermien hüpfen umher wie im Kuschelzoo, die Liebesgöttin ist von Anfang an schwanger wie eine Puffmutter, die einmal nicht aufgepasst hat."


    "Der Schwede Lars Clevemann spielt ihn (Tannhäuser) als poetisch veranlagten, aber innerlich zerrissenen Rocker, inspiriert durch Till Lindemann von der Deutschrockgruppe "Rammstein"


    "Gegen den echten Lindemann und seine brachial überspringenden Tabubrüche wirkt Clevemanns Tannhäuser wie ein schmalbrüstiger Abklatsch, der genug damit zu tun hat, seine hölllische Musikpartie zu meistern"


    "Nach der klamaukartig ausgepielten Farce des Sängerwettstreits will man den ständig alkoholisierten Tannhäuser gleich loswerden. Der Lockvogel heißt Elisabeth, die das Wagnerische Aufopferungs- und Erlösungstheater als Marionette mitspielt, sich zuletzt im Biogasbehälter verheizen lässt und als Marienvision über die Videoleinwand schwebt"


    "Ob man sich am Schluss nun in die überschaubare Zahl der Anhänger oder in die Masse der Gegner der Produktion einreihte, eines bewirkt dieser neue "Tannhäuser" in jedem Fall: Man wird so schnell nicht mehr aufs Häusl gehen, ohne darüber nachzudenken, was mit der Welt und ihren Rückständen passiert - und ob wir sie nicht eines Tages dank Öko-Hightech aufs Butterbrot bekommen:"
    Na dann: Guten Appetit!!!


    Und noch etwas zur Informiertheit der Zeitungskritiker: Hier heißt der Sänger des Landgrafen Günther Geißbock


    Liebe Grüße vom angeekelten
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Noch was zum Opernzerstörer Baumgarten: "http://www.infranken.de/nachrichten/kultur/Ein-zwei-drei-vier-Kessel-Buntes;art182,185943"

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Ich habe heute in unserer Zeitung den Bericht des dpa-Korrespondenten Paul Winterer gelesen mit der Überschrift


    Sängerkrieg mit Biogas


    Zitat

    Bayreuth. Die Energiewende ist auf dem "Grünen Hügel" angekommen. Eine riesige Biogasanlage mit allerlei Kesseln voll brodelnder Flüssigkeiten samt einem knallroten "Alkoholator" gibt das allzu nüchterne Bühnenbild für Richard Wagners neuen "Tannhäuser" zur Eröffnung der 100. Bayreuther Festspiele. Diese Art Bio-Kreislauf aus menschlichen Abfällen entspricht dem Leben auf der Wartburg als Ort eines geordneten Systems.
    Mit dieser technokratischen Sicht des Regieteams um Sebastian Baumgarten auf den ewigen Gegensatz zwischen wahrer Liebe und bloßer Begierde konnte das Premierenpublikum am Montagabend nichts anfangen. Es buhte die Inszenierung nach Leibeskräften aus, ja es mischten sich sogar voller Wut hinausgeschriene Fäkalausdrücke unter das Meer der Missfallenskundgebungen. Ein bisschen mehr Opernidylle hätte es beim Sängerkrieg auf der Wartburg" schon sein sollen, war die einhellige Meinung.


    Mein Gott!


    Wenigstens kommen die Künstler (zum Teil) besser weg, angefangen vom Dirigenten Thomas Hengelbrock über das Orchester bis hin zum "stimmgewaltig auftrumpfenden Festspielchor", aber Lars Cleveman als "Titelheld" bekam auch sein Fett weg.


    Liebe Grüße


    Willi ?(

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • "Wehe mir der Qual!"


    ...ist das einzige, was ich zur Premiere der Bayreuther Festspiele sagen kann.


    Es bedarf wohl eines "mitleidenden, wissenden und reinen" Regisseurs, der uns von diesen Alptraum-Inszenierungen erlöst und dann mit Freude verkündet:


    "Die heilige Kunst - ich bring sie Euch zurück"!


    ;)

    "...du holde Kunst, ich danke dir!"

  • Noch etwas aus http://www.infranken.de:

    Zitat

    Regisseur Hans Neuenfels zeigte sich am Freitag bei der Generalprobe begeistert. "Das ist sehr sinnvoll", sagte er. "Mit dem Public Viewing kann man der Kunst zu mehr Popularität verhelfen."

    Herr Neuenfels ist noch nicht aufgeklärt. "Public Viewing" heißt zu deutsch "Öffentliche Leichenschau". Dazu habe ich in einem Interview mit einem deutschen Manager gelesen, wie er sich bei der Fussballweltmeisterschaft bei seinen amerikanischen Kollegen kräftig blamiert hat. Als er zum Thema Fussball die Aussage traf, dass man in Deutschland "Public Viewing" veranstalte, kam die Rückfrage:"Wer ist denn gestorben?" Aber lasst Bayreuth sein Sterben ruhig als "Public Viewing" zeigen!!


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Zitat

    Wehe mir der Qual!"
    ...ist das einzige, was ich zur Premiere der Bayreuther Festspiele sagen kann.


    Es bedarf wohl eines "mitleidenden, wissenden und reinen" Regisseurs, der uns von diesen Alptraum-Inszenierungen erlöst und dann mit Freude verkündet:
    "Die heilige Kunst - ich bring sie Euch zurück"!


    Hallo, stefanloerwuerzburg!
    Frage mal bitte Amfortas, wahrscheinlich hat er eine Antwort auf dein Problem.

    "Treu seinem Schlag" :thumbup:


    Also für den Ring sollte unbedingt Konwitschny gewonnen werden. Denn seine Götterhämmerung und sein Lohengrin zeugen von einer intensiven und fruchtbaren Auseinandersetzung mit der Materie (auch wenn ich in einigen Details andere Vorstellungen habe).
    Barry Kosky ging nach seiner fulminanten Rheingold –Regie leider die Luft aus. Sinnvolle wäre es, ihm erst mal den Parsifal oder den Holländer anzuvertrauen.


    Für den Parsifal eventuell auch Bieito und den Tannhäuser Tillman Knabe (mit der Einschränkung, dass deren Stuttgarter bzw. Mannheimer Arbeit leider noch nicht kenne)


    Orchestral dürfte von Petrenko eine Menge zu erwarten sein; vielleicht nicht mehr die gedehnte Langeweile des Rings unter Thielemann. Leider wird es nicht gelingen, Kapzitäten wie Zagrosek oder Paternostro für Bayreuth zu gewinnen..
    :hello:

  • Um die verfahrene Situation zu retten und das Steuer endlich rumzureissen und da man ja vor älteren Regisseuren (siehe Rattengrin) keine Angst hat, hier mein Vorschlag:


    Ring: Nikolaus Lehnhoff (er hat nicht zuletzt in Baden-Baden gezeigt, dass er sein Handwerk versteht).


    Parsifal: Erneute Wiederaufführung anhand der vorhandenen Regiebücher des Wieland Wagner Parsifals unter Leitung von Hans Peter Lehmann.


    Alles selbstverständlich unter der Stabführung des heute massgeblichen Wagner-Dirigenten Thielemann.


    Bei derartigen Bedingungen würden auch die wenigen massgeblichen Wagner-Sänger nach Bayreuth zurückkommen!


    Nun ja, träumen darf man ja... (Leider leiten ja die Wolfgang-Töchter noch Bayreuth!)

  • Das restlose Desaster trat bei diesem Tannhäuser, der völlig daneben inszeniert ist, mit entlarvender Deutlichkeit und voller dramtischer Wucht ein. Der Bogen scheint überspannt zu sein, selbst erklärte Freunde der Bayreuther Festspiele, wie z. B. meine Frau und ich und viele aus den Wagner-Vereinigungen, sind schockiert. Das Telefon steht bei uns nicht mehr still. Das Maß scheint voll zu sein.
    Insofern können die mißratenen Inszenierungen des "Lohengrin" im letzten Jahr und jetzt die einhellige Ablehnung des "Tannhäuser" ein Signal der Wende und ein Richtungswechsel sein. Wende oder Ende?


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Zitat

    Götterhämmerung

    Hier gebe ich Amfortas einmal recht: Die "Götterdämmerung" wurde in vielen Fällen zu einer "Götterhämmerung" (im Sinne von Zerstörung). Du siehst, lieber Amfortas, dass ich deine "Ergüsse" - auch wenn du sie meist sehr geschraubt formulierst oder andererseits Worte aus der untersten Schublade holst - sehr wohl lese. Sie nützen mir auch. Durch das, was du empfiehlst, gibst du mir den Ratschlag, besser die Finger davon zu lassen und das, was du verdammst, kann man getrost kaufen.


    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Zitat

    Hier gebe ich Amfortas einmal recht: Die "Götterdämmerung" wurde in vielen Fällen zu einer "Götterhämmerung" (im Sinne von Zerstörung).

    welche ist denn gemeint ?
    :hello:

  • Liebe Freunde, die ganze Aufregung kann in zwar nahvollziehen, ich kann sie aber nicht eigentlich verstehen. Was wir seit Jahren auf deutschen Opernbühnen sehen, ist für mich auch ein Ausdruck von Freiheit. Nie war in diesem Land die Freiheit größer als jetzt. Einige, dazu zähle ich auch die hier oft und gern und gewiss zu Recht gescholtenen Regisseure, haben die Freiheit gut genutzt für sich und ihre Belange. Das ist ihnen ebenso wenig übel zu nehmen wie einem Gefangenen die Flucht aus dem Gefängnis. Es ist beider Recht. Beide haben auch ihr Publikum, die einen im Theater, die anderen bei RTL. Man muss doch bitte schön auch zur Kenntnis nehmen, dass vielen Menschen gefällt was da so geboten wir in den Opernhäusern und was hier im Forum gern in Grund und Boden gestampft wird. Ich finde auch abscheulich, was ich so über den Tannhäuser in Bayreuth gesehen und gehört habe oder über den Ring in Hannover. Ich würde einfach nicht hingehen. Auch das ist Freiheit. Aber die Häuser sind gut besucht. Manch einer denkt inzwischen, es muss so sein. Andere wiederum gehen wider besseres Wissen hin. Sie wissen genau, was sie erwartet:
    “Hinter der Trommel her
    Trotten dir Kälber
    Das Fell für die Trommel
    Liefern sie selber.“
    Wer meint, er müsste Bürgerinitiativen gründen gegen einen bestimmten Regiestil, Anzeige erstatten wegen Verschwendung von Steuergeld oder Boykotts von Theatern organisieren, der soll es doch tun. Die Freiheit in diesem Land gibt ihm die Möglichkeit dazu. Vom Ruf nach dem Zensor halte ich nichts. Unser gewesener Bundespräsident Köhler hat sich lächerlich gemacht, als er in einer Rede mehr Respekt für die Vorlagen der Komponisten einforderte. Seine gut gemeinten Einlassungen blieben ohne jede Wirkung. Die Politik darf sich nicht einmischen in die Kunst wie uns das unsere Geschichte lehrt. Sie sollte und müsste aber Debatten anregen, und das wird versäumt, weil Politiker auf künstlerischem Gebiet so beklagenswert schlicht sind. Frau Merkel zeigt auf dem Grünen Hügel allenfalls mal Busen, nicht aber, dass sie von dem, was sie sieht und hört, etwas versteht.
    Will die viel beschworene Jugend heute denn wirklich sehen, dass auf der Festwiese der Meistersinger wieder die Zünfte aufmarschieren? Das hat schon Wieland Wagner nicht mehr gemacht, und der ist seit fast 50 Jahren tot! Als er inszenierte, durfte in der alten Bundesrepublik eine Ehefrau kein eigenes Konto führen, mischten in Bonn die alten Nazis wieder mit, baute Ulbricht seine entsetzliche Mauer, war an die RAF zum Glück noch nicht zu denken. Aber es gab auch Böll, Grass und die Gruppe 47. Da sehe ich manche Zusammenhänge, die nicht einfach den Schluss zu lassen, dort so mir nichts dir nicht wieder anzuknüpfen? Junge Leute lachen uns aus, wenn wir denen weiß machen wollen, dass vor 60 Jahren doch so wunderbar Theater gemacht wurde. Und Wolfgangs fränkische Inszenierungen lagen einem doch schwer im Magen wie eine Schweinshaxe mit Sauerkraut. Wer glaubt, in anderen Ländern wäre alles besser, der ist in letzter Zeit nicht so viel gereist. Die Inszenierungen der Met, die zwangsläufig dem Geschmack des zahlenden Publikums und der Mäzene folgen müssen, und die hier mehrfach als beispielgeben hingestellt wurden, sind das Langweiligste, was ich je gesehen habe. Sie sind keine Lösung.
    Furtwängler soll mal sinngemäß gesagt haben, er gehe nach Amerika, damit man dort nicht vergessen, wie Beethoven gespielt werden müsste. Vielleicht ist in Deutschland vergessen worden, wie Oper noch sein kann, Oper ohne Baumgarten & Co.
    Rheingold
    (Ich stelle diesen Beitrag auch noch in andere Threads, wo es um die gleichen Fragen geht. Hoffentlich darf man das?)

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Hallo, Rheingold1876!


    Du scheinst nicht richtig verstanden zu haben. Uns Opernliebhabern geht es darum, Opern so zu sehen und zu hören wie sie der Komponist geschrieben hat und wie es auch dem Libretto entspricht! Keine schwachsinnigen Aufführungen, die mit der Oper nichts, aber auch garnichts zu tun haben!





    Gruß Wolfgang


    W.S.

    W.S.

  • Uns Opernliebhabern geht es darum, Opern so zu sehen und zu hören wie sie der Komponist geschrieben hat und wie es auch dem Libretto entspricht! Keine schwachsinnigen Aufführungen, die mit der Oper nichts, aber auch garnichts zu tun haben!


    Lieber Wolfgang, mein lieber Bruder im Geiste
    Wie so oft sprichst Du mir, und bestimmt nicht nur mir, aus der Seele und vollstem Herzen. Genau so ist es, nicht mehr und nicht weniger!!! Und wenn dann noch Orchester und Gesangsensemble großartig sind, dann hat man einen wunderschönen im Gedächtnis bleibenden Opernabend erleben und genießen dürfen. Mir muß keiner dieser spektakulären "Regisseure" z. B. eine neue Sichtweise auf die Boheme erklären. Mir nicht, das muß ich ganz sicher nicht haben! Aber zum Glück ist dem Menschen ja ein Gedächtnis gegeben und die Erinnerung kann einem keiner nehmen!
    Dir einen wunderschönen Tag und herzliche Kampfesgrüße in treuer Verbundenheit
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Hurra, lieber Chrissy, jetzt wird's kämpferisch, jetzt geht's los. Ich melde mich als 1. Freiwilliger zum neu gegründeten Kampfbund gegen Regie-Schwachsinn.


    Damit ist jetzt Schluß!
    Herzlichst
    Reservist
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Hallo Operus,


    da bin ich auch dabei, denn auch ich habe etwas gegen den bewusst erzeugten Schwachsinn. Ich glaube es werden sich noch manche Reservisten melden. Nochmals: Auch wenn du Bayreuth über dich ergehen lassen musst, gute Erholung!!


    LIebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Keine Frage, da bin ich mit dabei. Allerdings ist mir militärisches Dreinhauen ein Gräuel, aber unser Operus kämpft ja mit Intellekt und Leidenschaft, so daß ich in dieser martialischen Diktion eine höchst gelungene Parabel ersehe.

    Arrestati, sei bello! - (Verweile, Augenblick, du bist so schön!)

  • "Ich folgt ihm zum Tor 'naus


    Mit mutigem Schritt,


    Ging durch die Provinzen,


    Ging überall mit !"


    Bei solchem Streite darf kein Operngernhörer fehlen !!!

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

  • Erzog ich euch, kühn
    zum Kampfe zu zieh'n,
    schuf ich die Herzen
    euch hart und scharf...


    ich wäre in diesem Kampfbund auch gern dabei, quasi als externer Berater
    :hello: