Ludwig van Beethoven: Sinfonien Nr 1-9 Vol II- Welcher Zyklus ist der Beste mit modernem Orchester - ab 2000

  • Deine Vermutung ist korrekt. Abbado beachtete alle Wiederholungen, während Karajan u.a. die Wiederholung der Exposition der "Eroica" nicht spielen ließ (Mrawinsky höchstwahrscheinlich auch nicht, aber seine Beethoven Aufnahmen kenne ich nicht).

    Lieber Norbert,


    ich habe die 3. gehört! So durchsichtig, so fein, völlig entschlackt und befreit von weltanschaulichem Ballast, dramaturgisch schlüssig - schlicht beglückend. Musizierfreude pur und Orchesterspiel auf höchstem Niveau. Abbado verleitet einen einmal mehr zum genauen Zuhören und Nachhören in alle Winkel der Musik - wozu er ja auch die Musiker motivieren möchte! Eine einfach ideale Aufnahme, finde ich - und die Expositionswiederholung sollte man spielen! (Die 3. war eine der ersten symphonischen Stücke, die ich in meiner Jugend kennenlernte. Ich bekam eines Tages einen Radio-Cassettenrecorder geschenkt - und da lief sie immer wieder!) :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Lieber Holger,


    es freut mich, dass Du meine Begeisterung bezüglich der "Eroica" teilst. Man kann sie so unterschiedlich faszinierend interpretieren. Da ist z.B. Hermann Scherchen, bei dem die rasanten Tempi dem Hörer schier um die Ohren fliegen und man kaum Zeit zum Atmen hat (Scherchen spielt in der Aufnahme mit dem Orchester der Wiener Staatsoper die Wiederholung der Exposition und ist insgesamt genauso schnell wie der gewiss nicht "schleppende" Pierre Monteux ohne Wdh.), da ist Michael Gielen (Cincinnati), der als erstes aufzeigte, wie transparent und "entschlackt" die Sinfonie klingen kann, da ist Carlo Maria Giulini (Los Angeles), der mit wesentlich moderateren, aber stets passenden, Tempi die Schönheiten und die Größe der Musik darbietet und da ist Claudio Abbado, der von allen und allem etwas bietet und unterm Strich ebenbürtig mit diesen, meinen "Referenzen" ist.


    Es ist ein Gewinn, diese Interpretation zu kennen.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Es ist ein Gewinn, diese Interpretation zu kennen.

    Ja - ich mag einfach auch diesen schlanken, kammermusikalischen Klang. Scherchen würde mich auch sehr interessieren. Ich muss mir tatsächlich auch noch Mrawinsky zu Gemüte führen - und dann habe ich noch Szell mit der Tschechischen Philharmonie aus Salzburg.


    Die Mrawinsky-Aufnahme ist in dieser Box:



    :hello: Schöne Grüße

    Holger

  • Lieber Holger,


    bei Scherchen lohnt es sich, auf die neue Box, die am 01.05. erscheinen soll, zu warten:



    Dort wird als Bonus CD die derzeit nur zu utopischen Preisen erhältliche angesprochene "Eroica"



    enthalten sein.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • bei Scherchen lohnt es sich, auf die neue Box, die am 01.05. erscheinen soll, zu warten:

    Danke, lieber Norbert! :) Die Box werde ich mir vormerken! Die Aufnahmen sind zudem beim Westminster-Label gemacht - gute Klangqualität ist da garantiert (darüber hatten wir mit Thomas Pape, der darauf hinwies, bei Badura-Skoda diskutiert, auch da hatte die DGG die Westminster-Aufnahmen rausgegeben). Als nächstes werde ich wohl die 1. mit Abbado hören und dann die 2. Die 2. ist auch so eine Symphonie, die ich kaum im Kopf habe. :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Dann wünsche ich weiter viel Hörvergnügen, lieber Holger.


    Ich bin gespannt, ob Du die 2. Sinfonie ähnlich positiv bewertest wie ich.


    Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob ich mir Scherchens Gesamtaufnahme zulege, denn ich kann mich mit Mono-Aufnahmen inzwischen arrangieren, werde aber nie ein großer Fan davon sein.

    Dabei bin ich mir sicher, dass mich die Interpretationen überzeugen werden, denn ich kenne und besitze die spätere Gesamtaufnahme Scherchens


    ,


    die 1965 mitgeschnitten wurden und eine der aufregendsten Auseinandersetzung mit dem sinfonischen Werk Beethovens repräsentiert.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • RE: Mrawinsky

    Ich muss mir tatsächlich auch noch Mrawinsky zu Gemüte führen

    Lieber Holger,


    ich abgebildete Mrawinsky-12CD-Box (ERATO) habe ich auch (da sind tolle Int enthalten, die auch klnaglich zufrieden stellen).

    Ich höre gerade die Sinfonie Nr.3 Eroica ... Mrawinsky zaubert schon eine entfesselnde Interpretation. Aber Feinheiten, Strukturen, orchestrale Abbildungen sind kaum erkennbar ... einfach nur fürchterlicher historischer Monosound; bei mir mit letztendlich wenig Hörspass. Nur die Beethoven 1 und 6 sind klanglich brauchbar und in Stereo.

    8) Dazu hat man einfach zu viele andere überzeugende Aufnahmen von Bernstein (SONY), Solti (Decca (alle 3)) bis Leibowitz (Chesky) als dass man sich mit diesem Sound rumärgern müsste ...

    meine nächste GA wird die neu erscheindende GA mit Steinberg (DG) sein.


    *** Meine neuster sehr aktueller Zugang mit Saraste / WDR Rundfunkorchester Köln (Hänssler, 2017) liefert bei der Eroica eine runde kraftvolle zufriedenstellende Interpretation. Doch vergleicht man diese mit den grossen Alten, so stellt man doch einige Defizite in Punkto Energie, Biss und Tiefgang fest.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Beethoven 5 mit Saraste


    damit ich Sarate nicht ungerecht und zu schwach weg kommen lasse muss ich unbedingt sein Aufnahme der Sinfonie Nr.5 hervorheben, die mir wieder , wie die Erste, ausgezeichnet gefällt.

    Diese Aufnahme hat Energie und Biss; vom Tempo her noch im Rahmen, wenn auch etwas langsamer als im Sinne der Beethovenschen Metronomangaben.

    :!: Was mir besonders gefällt: Saraste lässt auch die Pauken ganz exqusit präsent erklingen. Da sind Paukenstellen enthalten, die ich noch in keiner anderen Aufnahme so deutlich exponiert gehört habe.


    Fazit: Bisher ist die Sinfonie Nr.1 und 5 tatsächlich an der Spitze in der GA ... Kauf hat sich dafür schonmal gelohnt ... angesichts des Preises = ;( eine GA für 9,99€.


    Hänssler, 2017, 2018, DDD


    ^^ Bei amazon ist der Preis gestiegen, da diese GA jetzt doch mehrere Klassikfreunde ordern !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Zitat von teleton

    Sinfonien Nr.1 - 5 vom 20. - 25.X.2017 und die Sinfonien Nr. 6 - 9 vom 26. Feb - 03.März 2018

    Ich hatte das große Glück, lieber Wolfgang, alle Symphonien in o. a. Zeiträumen live zu erleben, wohl wissend durch die Erfahrungen jahrelanger Abo-Konzerte mit Saraste, dass ich kein Risiko eingehen würde, und ich wurde wahrlich nicht enttäuscht. Ich denke, dass etliche von den zahlreichen Einwänden, die ich hier lesen konnte, in den Live-Konzerten und speziell für mich nicht gelten konnten, da einerseits live noch einmal eine ganz andere Hausnummer ist und gerade der so unterkühlt wirkende Skandinavier hier oft aus sich herausging, und zwar durchaus analog zu den großen Steigerungen der einzelnen Symphonien. Man darf nicht vergessen, dass Saraste, als es zu dieser Live-Aufführung aller 9 Symphonien in nur einem halben Jahr kam, mit dem Orchester schon über 9 Jahre intensiv zusammen gearbeitet hatte, und das merkte man bei jedem einzelnen speziell dieser Beethovenkonzerte. Das sollte nicht nur für ihn, sondern auch für das Orchester, das unter ihm sich nochmals weiterentwickelt hat, ein krönender Abschluss dieser fruchtbaren Dekade werden, und das wurde es.

    Für die Pauken-Fans unter uns darf ich sagen, dass sich dieses Instrument , vor allem unter dem Chef-Paukisten Werner Kühn, in dieser Konzert-Reihe durchaus, dem Trend der letzten Jahre folgend, als "neues Soloinstrument" profiliert hat.


    Noch ein kurzes Wort zu dieser Aufnahme:



    Man kann sie auf Amazon streamen, und als ich in den Kopfsatz der Pastorale hineingehört hatte, empfand ich den "Mondpreis" von 99,99 € nicht mehr nur als Witz, sondern als Frechheit. Man darf raten, warum.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Saraste

    Ich hatte das große Glück, lieber Wolfgang, alle Symphonien in o. a. Zeiträumen live zu erleben, wohl wissend durch die Erfahrungen jahrelanger Abo-Konzerte mit Saraste, dass ich kein Risiko eingehen würde, und ich wurde wahrlich nicht enttäuscht. Ich denke, dass etliche von den zahlreichen Einwänden, die ich hier lesen konnte, in den Live-Konzerten und speziell für mich nicht gelten konnten, da einerseits live noch einmal eine ganz andere Hausnummer ist und gerade der so unterkühlt wirkende Skandinavier hier oft aus sich herausging, und zwar durchaus analog zu den großen Steigerungen der einzelnen Symphonien.

    Lieber Willi,


    interessanter Beitrag von Dir. Das kann ich gut nachvollziehen, dass es LIVE eine andere Hausnummer ist. Ich hatte von diesen Konzerten auch 2 Sinfonien im TV = WDR3 gesehen und war ebenso angetan.

    :) Wenigstens hat die Sinfonien-GA auf CD den Vorteil mit den Sinfonien Nr.1 und 5 einen TOP-Sichtweise konserviert vorliegen zu haben. Als Paukenfan kommt man voll auf seine Kosten !

    Es stimmt, das Saraste etwas unterkühlt wirkt und oft nicht so aus sich heraus geht, wie es zu Gunsten einer berstenden Spannung von Vorteil wäre.


    Ich habe jetzt auch seine Brahms-Sinfonien - GA (Hänssler, 2013, 2017, DDD) vorliegen. Dazu an passender Stelle mehr ...

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • ich abgebildete Mrawinsky-12CD-Box (ERATO) habe ich auch (da sind tolle Int enthalten, die auch klnaglich zufrieden stellen).

    Ich höre gerade die Sinfonie Nr.3 Eroica ... Mrawinsky zaubert schon eine entfesselnde Interpretation. Aber Feinheiten, Strukturen, orchestrale Abbildungen sind kaum erkennbar ... einfach nur fürchterlicher historischer Monosound; bei mir mit letztendlich wenig Hörspass. Nur die Beethoven 1 und 6 sind klanglich brauchbar und in Stereo.

    Lieber Teleton,


    das ist wirklich fast schon tragisch, dass solche wirklich bedeutenden und zeitlos gültigen Interpretationen wie die von Mrawinsky oft in so einer schlechten Tonqualität vorliegen. Ich habe bisher nicht die Zeit gehabt, mir die Aufnahme komplett anzuhören. Das werde ich aber natürlich machen. Reingehört habe ich natürlich - und schon das hat auch mich schwer beeindruckt! Ich bin bekanntlich nicht jemand, der sich durch so eine mäßige Tonqualität abschrecken lässt. Wenn mich das Gehörte in den Bann zieht, kann ich eben den "Sound" vergessen! :hello:


    Schöne Grüße

    Holger


  • Gestern habe ich die 1. gehört. Beeindruckend dabei ist für mich Abbados souveräne Klassizität. Er braucht sich nicht irgendwie "interessant" zu machen. Da wird nichts forciert, sondern die Musik und der immer gegebene musikalische Fluss entwickelt sich mit einer beglückenden Selbstverständlichkeit. Dabei ist das äußerst präzise gespielt bis ins letzte Detail und immer inspiriert. Abbado bewegt sich da auf demselben höchsten Niveau wie Mrawinsky - die 1. ist auch ein klangtechnisch guter, hörbarer Mrawinsky-Mitschnitt. Mrawinsky dirigiert im langsamen Satz etwa flächiger, während man bei Abbado den Einfluss der historischen Aufführungspraxis merkt: Die großorchestrale Integration tritt zurück und statt dessen gibt es den kammermusikalischen Dialog zwischen den einzelnen Instrumenten - das einzelne Motiv, die einzelne Phrase bekommt so noch mehr Bedeutung. Leider ist der Mrawinsky-Mitschnitt der "Eroica" klangtechnisch wirklich grottenschlecht. Es ist ein Jammer - besonders wegen des hochexpressiven Trauermarsches. Warum hatten sie in der ehemaligen Sowjetunion nicht den Ehrgeiz, von diesem Spitzenorchester und ihrem überragenden Dirigenten auch entsprechende Aufnahmen zu machen?


    Schöne Grüße

    Holger

  • Welcher Beethoven Zyklus auf modernen Instrumenten der beste ist?


    Ich habe gerade in einem Video die klare und eindeutige Antwort gehört und gesehen:


    Dieser ist es:


    Durch die vernichtende Kritik an Norrington (den ich trotzdem sehr gern höre) bin ich auf die originellen Videos von David Hurwitz aufmerksam geworden.

    Und nun hören wir, welche Box (nach Szell) hier der beste moderne Beethoven ist:



    Noch Fragen?


    Beste Grüße aus dem Bereich des NDR-Sinfonieorchesters sendet Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • Lieber Wolfgang,


    ich nutze einmal diesen Thread, um ein kurzes "Zwischenfazit" zu geben.


    Ich habe inzwischen die Sinfonien 1-3, 6 und 7 gehört und bin positiv überrascht.


    Die ersten drei Sinfonien sind sehr gut gelungen mit frischen Tempi, viel Engagement, aber auch mit viel Gefühl im "Trauermarsch" der "Eroica". Jukka-Pekka Saraste nimmt die Erkenntnisse der "HIP-Bewegung" durchaus ernst, z.B. im sparsamen Gebrauch des Vibratos, er orientiert sich an den Metronomangaben, befolgt sie aber, namentlich in der "Eroica", nicht strikt.


    Das aber schadet der Sinfonie gar nicht, im Gegenteil, der revolutionäre Charakter bleibt gewahrt, ohne dass sie, wie in mancher "HIP-Aufnahme", zu "leichtgewichtig" klingt.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


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    Die ersten beiden, recht selten gespielten Sinfonien, gelingen ihm hinsichtlich Phrasierung, Klangfarbe und Tempo exzellent. Die dritte besticht in seiner Einspielung durch elegische Tragik im Trauermarsch und geniales Finale. Die 8 und die 6. können ebenfalls als Glanzpunkt dieser CD-Box betrachtet werden, vor allem der Sturm in der 6. gelingt mit überwältigender Dramatik, gefolgt vom gediegen, fast schwebend dirigierten Hirtengesang. Absolut überwältigend und als nicht von dieser Welt stammend kann meiner Ansicht nach die 5. beschrieben werden, die als Komplettwerk betrachtet zu meinen Favoriten der gesamten klassischen Musik gehört und welche ich von mind. 20 großen Dirigenten bereits vernehmen durfte. Der erste Satz gelingt durch brillantee Dramatik in Verbindung mit perfektionierter Klangfarbe, meine Lieblingsstelle der Oboen Seufzer ergreift mich jedes Mal aufs Neue. Die Ruhe und das In-sich-Gehen des 2. Satzes ist als vortrefflich zu bewerten, ohne zu sehr im Adagio zu verharren. Die Feierlichkeit des 3. und 4. Satzes bezeichne ich als fast unerreicht (einzig meine weiteren Beethoven Referenzen Wand, Karajan, Carlos Kleiber und Schuricht erreichen ebenfalls diese Perfektion.) Die 9. Sinfonie zeichnet sich durch den hervorragenden Chor und die Solisten aus und die Japanern singen im ausgezeichneten Deutsch.

    Der Live Zyklus entstand aus dem Jahre 2000. Asahina hat noch drei weitere Beethoven Zyklen aufgenommen, aber ob ich mir die Aufnahmen holen werde, weiß ich noch nicht.

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    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • Asahinas Beethoven ist wirklich ganz großartig und in Fernost auch Kult. Es gibt mindestens fünf komplette Zyklen, die zwischen den 1970ern und 2000 entstanden sind. Zumindest der erste ist eine Studioeinspielung. Sein Beethoven-Bild hat sich über all die Jahre nur unwesentlich verändert. Das ist monumental und spätromantisch angehaucht, im besten Sinne unzeitgemäß. Man könnte entfernt an Klemperer und Giulini denken. So dirigiert heutzutage niemand mehr Beethoven.

    Einsteigern würde ich folgende Aufnahme ans Herz legen, entstanden 1989 mit dem Radio-Symphonie-Orchester Berlin (seit 1993 DSO Berlin genannt). Eine der besten "Eroicas" überhaupt. Zudem ist sie vergleichsweise einfach erhältlich, was für die japanischen Zyklen leider mitnichten gilt.


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    (Barcode "4033008910404" beim Anbieter, der mit A beginnt)

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Das sind ja hochinteressante Hinweise auf Einspielungen, die mir bisher gänzlich unbekannt waren - vielen Dank dafür! Weiß jemand, ob die oben gezeigte Gesamtaufnahme bei Exton die gleichen Aufnahmen enthält, die einzeln bei Canyon Classics erschienen sind? Hier als Beispiel die Fünfte:


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    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Das sind ja hochinteressante Hinweise auf Einspielungen, die mir bisher gänzlich unbekannt waren - vielen Dank dafür! Weiß jemand, ob die oben gezeigte Gesamtaufnahme bei Exton die gleichen Aufnahmen enthält, die einzeln bei Canyon Classics erschienen sind? Hier als Beispiel die Fünfte:


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    Ich glaube ja. Allerdings gibt es kaum eine kompliziertere Diskographie als jene von Takashi Asahina.


    Folgende Zyklen müsste es geben:


    71fjVyMvkYL._AC_SL1178__SL300_.jpg Osaka Philharmonic Orchestra 1972/73 Studio (Tower/Naxos)


    51RRFezgm%2BL._AC__SL300_.jpg Osaka Philharmonic Orchestra 1985 live (Victor; Einzel-CDs)


    216WASJTBAL._AC_.jpg New Japan Philharmonic 1989 live (Fontec)


    bb4d7a945b36d8508c8c4e0b5f0474f0_250x250.jpg Osaka Philharmonic Orchestra 1992 live (Canyon)


    71T6pJaf%2B4L._AC_SL1429_SL300_.jpg New Japan Philharmonic 1997/98 live (Fontec; Einzel-CDs)


    51mbvKCyj2L._AC__SL300_.jpg Osaka Philharmonic Orchestra 2000 live (Exton)

    Hinzu gesellen sich etliche weitere Aufnahmen einzelner Symphonien, darunter mit dem NHK Symphony Orchestra.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Ich lasse gerade den grandios dirigierten Kopfsatz über mich hinwegbrausen. Mann Gottes, das ist mal etwas wirklich Großes, das den Namen "Eroica" mal so richtig erklärt. Die Eroica muss groß sein, nicht schnell, schon gar nicht dünn, wenn ich da nur an Freund Emanuel Krivine denke, dessen Eroica doch arg schwindsüchtig daher kam.

    Ich habe die Aufnahme soeben bestellt, für 5 Euronen, neu, am Urwaldfluss.


    Liebe Grüße


    Willi:)


    Dieser Beitrag war kurz nach Mitternacht geschrieben, ist aber aus irgendeinem unerfindlichen Grunde nicht abgegangen.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Die vorliegende Einspielung, die im Februar 2001 zusammen mit den Berliner Philharmonikern im Rahmen einer Konzerttournee in der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom entstand, zeigt eine gänzlich andere Herangehensweise an Beethovens Sinfonien als in der wenige Jahre früher entstandenen Interpretation. Lediglich die Neunte wurde bereits im Mai 2000 in der Berliner Philharmonie Live aufgezeichnet.Sie sind energisch, direkt und detailreich aufgrund kleinerer Saitenkräfte, die eine Nische in Richtung der Periodenpraxis geben. Leichter und im Allgemeinen schneller als die früheren Abbado-Zyklen. Die Neunte profitiert von einer herausragenden Gruppe von Solisten ( vor allem Quasthoffs Bass). Der erste Satz ist dramatisch, ohne eine malerische Apokalypse zu sein, das Scherzo spannend, das Adagio frei fließend und das Finale.

    Glücklicherweise bringt dieser Abbado-Beethoven-Zyklus die beiden gegensätzlichen Ziele in Einklang. Er lässt zu, dass diese beiden entgegengesetzten Elemente in diesem Zyklus großartig zusammenkommen. Obwohl die Leute sein Werk vielleicht ungleichmäßig empfanden, habe ich festgestellt, dass er eine Kraft für immer in seinen Auftritten und Aufnahmen ist. Seine ausgewogene Deponierung ermöglicht es der Musik, ihren Charakter zu artikulieren und auszudrücken. In diesem Beethoven-Zyklus wird er von einem anpassungsfähigen Berliner Philharmonischen Orchester zusammengearbeitet, einem Orchester, das während Abbados 13 Jahre an seiner Spitze viele neue Spieler aufgenommen hatte. Abbado verbindet die Eigenschaften der historisch sensiblen Stylisten (dh , , . Dieser Beethoven ist immer noch großknotig, aber doch reagieren die Berliner gut auf ihn wie ein Elefant, dem gelehrt wurde, auf Pointe zu tanzen. Es gibt ein Gefühl von Frische und Energie. Es gibt Hinweise auf den Ton, die Phrasierung und die Energie dieses Zyklus. Alles in allem ist dies eine Investition wert.

    :)

    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • Es gibt übrigens noch eine Beethoven'sche Neunte mit den Berliner Philharmonikern unter Abbado, die bei Sony erschien und 1996 eingespielt wurde:


    bzw. (vergriffen)

    Wenn ich mich recht zurück entsinne (und das ist wohl etwa zehn Jahre her, von daher keine absolute Garantie), dann gefiel mir diese am besten von Abbados Aufnahmen der Neunten. Das Solistenquartett ist hier sehr prominent: Jane Eaglen, Waltraud Meier, Ben Heppner und Bryn Terfel. Etwas Luxuriöseres konnte man Mitte der 90er Jahre kaum aufbieten.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Lieber Joseph, insgesamt gibt es 6 Beethoven Zyklen , der wurde zwischen 1996-97 Live aufgenommen.

    s-l500.jpgWurde letztes Jahr veröffentlicht

    Bruckner+Wand So und nicht anders :)