Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2012)

  • Hallo Joseph,


    als Wagner-Dirigent kenne ich ihn nicht, aber hier macht er seine Sache sehr, sehr gut.


    Es handelt sich übrigens um die französischsprachige Uraufführung an der Wiener Staatsoper vom 24. Oktober 1998 mit einem, wie ich finde, sehr feinfühligen und dynamisch gut abgestuften Dirigat.


    Zu Wolfgang: Ich werde nochmals berichten, wenn ich die Oper ghanz durchgehört habe. Giuseppe Sabbatini singt die Rolle des Arnold ohne jegliche Überanstrengung. Die vielen hohen Töne bereiten ihm keine Schwierigkeiten.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Zum Tagesausklang noch eine Überraschung:


    Ludwig van Beethoven
    Violinkonzert D-Dur op. 61

    musica assoluta, Ltg.: Thorsten Encke
    Antje Weithaas, Violine


    Aufzeichnung vom 6.10.2011 in der Galerie Hannover-Herrenhausen


    Musica assoluta ist „ein Ensemble von schlichtweg konkurrenzloser Qualität“.
    So lobte die Presse (HAZ) das in Hannover gegründete Orchester nach seinem Antrittskonzert im März 2011.
    Das junge Ensemble setzt sich zusammen aus hochqualifizierten Musikern der Region - darunter Preisträger internationaler Wettbewerbe, junge Professoren der Hochschule für Musik und Theater Hannover und Mitglieder der Rundfunkorchester in Hamburg und Hannover.

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Gestern abend und heute erstmalig mehrfach im Auto gehört, nachdem die CD durch eine Erbschaft in unsere Hände kam:



    d-moll-Konzert: gefällt mir ausgezeichnet in jeder Hinsicht. Uchidas Mozart vermag zu berühren.


    Krönungskonzert: gefiele mir wohl auch gut, wenn ich nicht schon Gulda/Harnoncourt kennen würde. So vermisse ich hier viele Dinge, die ich nicht alle aufzählen kann.
    Einige Anmerkungen jedoch zur Pedalisierung: Pianistisch ist mir u.a. aufgefallen, dass Gulda viel mehr das Pedal dazu benutzt, Begleitfiguren der linken Hand als orchestral vibrierende, eher leise Teppichflächen erklingen zu lassen, über denen die rechte Hand die gesanglichen Opernmelodien entfalten kann. Durch an diesen Stellen m.E. zu sparsamen Pedalgebrauch und zu lautes Spiel der linken Hand geraten mir begleitende bei Uchida (die ich sonst gerade für Mozart sehr sehr schätze) Einzeltöne etwas zu klumpig. Auch bei effekt melodiösen Stellen der rechten Hand lässt Gulda ab und zu einen raffiniert glänzenden Hallschweif durch sein Pedalspiel zur Vertärkung der singenden Wirkung mitgehen, Uchida tut diese hier weniger.
    Trotzdem leidet bei Gulda an keiner Stelle die Deutlichkeit der Artikulation.


    :hello:


    Glockenton

    "Jede Note muss wissen woher sie kommt und wohin sie geht" ( Nikolaus Harnoncourt)

  • Im Rahmen meines momentanen Haydn-Schwerpunktes und auch der Aufarbeitung meiner Neuerwerbungen in Sachen Helmut Müller-Brühl hatte ich bis

    soeben die abgebildete CD im Player. Nicht spektakular, nicht HIP, aber sehr klangschön und angenehm zu hören. Alte Schule eben, ohne den Anspruch historischer Korrektheit oder interpretatorischer Originalität, dabei jedoch unverkrampft und natürlich. Musik, die einfach Freude macht - nicht mehr -und nicht weniger


    mfg aus Wien
    Alfred

    Die Tamino Moderation arbeitet 24 Stunden am Tag - und wenn das nicht reicht - dann fügen wir Nachtstunden hinzu.....



  • Soeben höre ich eine Neuanschaffung der letztem Monate: Haydns Opus 9 -Nummer 1-6.
    Das Auryn Quartett interpretiert diese Streichquartette mit traumhaftem transparenten Klang und perfekter Technik. Das gilt aber für den gesamten Haydn Zyklus

    der vermutlich der beste von allen aktiven Streichquartettformationen am Markt ist - und vermutlich ist er auch dann führend, wenn man die existierenden Aufnahmen aufgelöster Ensembles mit einbezieht. Soeben habe ich mit Entsetzen festgestellt, daß das Qaurtett noch nicht im Entsprechenden Thread http://tamino-klassikforum.de/…age=Thread&threadID=12179 erwähnt wurden - ein unverzeihlicher Fehler, der morgen korrigiert wird.


    mfg aus Wien
    Alfred

    Die Tamino Moderation arbeitet 24 Stunden am Tag - und wenn das nicht reicht - dann fügen wir Nachtstunden hinzu.....



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  • Nuria Rial singt Arien aus Opern von Georg Philipp Telemann, begleitet vom Kammerorchester Basel (AD: Oktober 2010, Kartause Ittingen).



    Grüße,


    Garaguly

  • Von einem Affen, Jadestaub, einem Pavillon aus Porzellan, Blumen pflückenden Mädchen, Vogelgesang, Dämmerschein und Mondlicht


    Gustav Mahler
    Das Lied von der Erde
    Fassung nach Arnold Schönberg eingerichtet durch Rainer Riehm


    Birgit Remmert, Alt
    Hans Peter Blochwitz, Tenor
    Ensemble Musique Oblique, Philippe Herreweghe


    Eine Aufnahme, die erstmals 1993 erschien und 2010 neu ediert wurde.
    .

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • guten Abend allerseits. Heute schließe ich vorerst mal diese Box ab :



    Karl Amadeus Hartmann, Symphonien Nr 7 & 8
    Bamberger Symphoniker, Ingo Metzmacher

    Es wird immer weitergehn, Musik als Träger von Ideen.

    Kraftwerk

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Divertimenti für drei Bassetthörner KV 439b, Nr. 1, 3, 5
    Drei Arien aus Le nozze di Figaro: Voi che sapete, Al desio di chi t'adora, Non più andrai*


    Stadler Trio, Albert Gumi*


    Sie spielen auf Nachbauten historischer Bassetthörner. Ich staune über die Intonationssicherheit der Interpreten, denn Bassetthörner sind die zickigsten Mitglieder der Familie der Rohrblattinstrumente.
    .

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




    Einmal editiert, zuletzt von moderato ()

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  • In diese Aufnahme muß ich mal wieder reinhören. Eine CD mit Ausschnitten aus der "Macht des Schicksals" liegt bei mir im Player. Seine "Mitstreiter" sind Renata Tebaldi, Ettore Bastianini und Boris Christoff.


    W.S.

  • Musik voller religiöser Inbrunst: Vespres à la Vierge von Marc-Antoine Charpentier.


    Gespielt und gesungen von 'Le Concert Spirituel' unter Hervé Niquet (AD: März 1995, Paris)



    Grüße,


    Garaguly

  • Soeben verklungen: Musik einer Komponistin



    Pejacevic, Dora (1885-1923)
    Symphony fis-Moll op 41

    Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
    Ari Rasilainen



    Und jetzt wieder einmal: :pfeif:


    Gustav Mahler:
    Symphonie Nr. 6 a-Moll - "Tragische"

    Münchener Philharmoniker,
    Leitung: Kent Nagano


    Aufnahme vom 11. Februar 2012 in der Philharmonie im Münchner Gasteig –
    jetzt Live in BR-Klassik

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Heute eine ganz besondere Neunte:



    Duchaus nicht nur ein Zeitdokument, sondern auch ein vortreffliches musikalisches.
    Das Adagio dauert über 20 Minuten :P

    'Architektur ist gefrorene Musik'
    (Arthur Schopenhauer)

  • Joseph Haydn
    Klaviertrios (CD 1)


    Van Swieten Trio



    Da haben sich doch glatt einige CDs mit Aufnahmen unter Verwendung alter Instrumente ins Regal geschwindelt...


    ;)

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


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  • Claudio Monteverdi: Terzo libro dei madrigali (1592)


    Es singt, und das hervorragend, das Ensemble "La Venexiana", dessen Leiter Claudio Cavina bereits bei der ersten Gesamtaufnahme der Monteverdischen Madrigale unter Rinaldo Alessandrini mitwirkte.


    :hello:

  • Mir war heute danach, einmal wieder einige Loewe-Balladen zu hören. Aus der Vielzahl der erreichbaren Aufnahmen habe ich mir zwei ausgesucht, die doch merkliche Unterschiede aufweisen. Beide haben mir aber Freude gemacht:



    Liebe Grüße
    Portator

  • Zitat

    Aus der Vielzahl der erreichbaren Aufnahmen habe ich mir zwei ausgesucht, die doch merkliche Unterschiede aufweisen.


    Hallo, Portator!


    Natürlich! Der Kurt Moll singt eben eine Etage tiefer. Aber Ernst beiseite: Mir gefällt z. Bsp. der "Erlkönig" von einem Bariton wie Prey gesungen bedeutend besser als von einem Baß. Und umgekehrt gibt es für mein Lieblingslied "Meeresleuchten" nichts Anderes und Schöneres als vorgebracht von einem Baß wie Kurt Moll. Ich denke mal, hierin sind wir uns wohl einig.



    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Ich höre gerade:



    Wolfgang (teleton) fragte im "frisch erstanden"-Thread an:


    Zitat

    Hallo Norbert,


    die Robert Browning-Ouvertüre war bei mir auf einer CBS-Ives-LP mit einer Sinfonie (ich glaube Nr.2) unter Bernstein. Die RB-Ouv wurde von Stokowsky/American SO dirigiert. Die LP ist wohl bei meinen LP-Grossverkauf 2008 mit weggegangen - ich habe sie jedenfalls nicht mehr.
    Die ca. 20-25minütige Ouvertüre enpfand ich damals in den 80ern als ein einziges ochestrales und höchst ungeniessbares Gewusel; fast durchgehend in f. danach nie wieder gehört.


    *** Mich würden im Ives-Thread deine Eindrücke interessieren - und ob mich mich heute, nach ganz anderer Wahrnehmingsstufe als damals, doch noch mal mit dem Werk beschäftigen sollte.


    Hallo Wolfgang,


    im Beiheft zur CD ist zu lesen, daß Ives nie ganz zufrieden mit dem Werk war und daß er es letztendlich verwarf.


    Ich habe keine grundsätzliche Aversion gegen "sperrige Werke" oder gegen Atonalität. Musik muß mir entweder gefallen oder mich intellektuell herausfordern.
    Beides ist für mich bei der Robert Browning Ouvertüre nicht der Fall. Es gibt in ihr zu wenig musikalische Motive, die mich fesseln oder die sich mir dauerhafter einprägen.
    Ja, es gibt "Gewusel" (z.B. ein atonaler Marsch zu Beginn der Ouvertüre), es gibt auch leise, langsame Passagen (z.B. nach dem Marsch), aber es gibt so gut wie nichts, was mich an der Ouvertüre fesselt. Nicht beim ersten Hören und auch jetzt nicht beim zweiten.


    Ob Du Dich mit dem Werk wieder beschäftigen solltest, kann ich nicht beantworten. Ich werde es nicht weiter tun.
    Immerhin, die Sinfonie folgt der kritischen Ausgabe der Charles Ives Society und ist mit viel Engagement eingespielt worden. Es ist eine schöne Interporetation, mit der man imo nichts verkehrt macht. Vielleicht hilft diese Aussage ja weiter... ;)

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Zum Tagesabschluß nun wieder ein deutscher Baß. Herrlich gesungen sein "Wenn ew´ger Haß" aus DIE JÜDIN und sein Zar Boris aus BORIS GODUNOW gehört neben Gottlob Frick zu den besten, deutsch gesungenen Einspielungen dieser Opernszenen.


    W.S.

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  • Bei mir noch Franz Schubert: Symphonie Nr. 4 c-moll D. 417 "Tragische"


    Hanover Band, Roy Goodman (AD: Dezember 1988, London).



    Grüße,


    Garaguly

  • Aus dieser Box habe ich gestern und heute die Mozart-Sinfonien Nr. 35, 36, 38, 39, 40 und 41 gehört. Kubelik stellt hier eindrucksvoll unter Beweis, dass er nicht nur Mahler und Dvorak kann, sondern auch Mozart, und im weiteren Verlauf der Box kommen dann ja auch noch Brahms und Bruckner an die Reihe.


    Viele Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Mahlzeit allerseits. Und wieder scheint die Sonne :angel:



    Ludwig van Beethoven, Symphonien Nr 1 & 2
    The Academy of Ancient Music, Christopher Hogwood

    Es wird immer weitergehn, Musik als Träger von Ideen.

    Kraftwerk

  • Eduard Erdmann spielt Franz Schubert, Klaviersonate D. 960


    Eine Interpretation aus dem Jahr 1951-52 (Radio Bremen)


    erschienen beim französischen Label TAHRA unter der Nummer 386/387 (Vertrieb harmonia mundi).


    .

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




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  • Am 15. März 2009 konnten die enttäuschend wenigen Zuhörer im damaligen Haydn Saal im Festspielhaus St. Pölten an einem außergewöhnlichen Ereignis teilhaben: Maya Homburger: Barockvioline(n), Barry Guy: Kontrabass und Pierre Favre: Percussion musizierten bzw. improvisierten über Kompositionen von Biber, Guy und Favre.


    Heute lege ich mir wieder einmal eine der CDs auf, die mich immer an dieses Ereignis erinnern: Dakryon aufgenommen im Jänner 2004:



    Liebe Grüße aus Wien


    Giovanni Bertati

    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. (Friedrich Nietzsche)

  • Ich höre gerade in einen wirklich unglaublich langsamen "Parsifal"-Mitschnitt:


    Wagner: Parsifal
    Hölle, Schmidt, Elming, Urmana, Welker, Reiter
    Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele
    Christoph Eschenbach
    25.07.2000


    Eschenbach kommt auf sage und schreibe 285 Minuten (zum Vergleich: Kna 1951: 272 Min.). Allein das Vorspiel zum I. Aufzug dauert hier 16 Minuten.


    Wurde seinerzeit heftig diskutiert, auch, weil der geplante Gurnemanz-Sänger Hans Sotin einen Tag vor der Premiere unerwartet absprang.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • nun höre ich



    Dmitri Schostakowitsch, Symphonie Nr 15
    Beethoven Ochester Bonn, Roman Kofman

    Es wird immer weitergehn, Musik als Träger von Ideen.

    Kraftwerk

  • Charles-Marie Widor


    • Klavierkonzert Nr. 1 f-moll op. 39
    • Klavierkonzert Nr. 2 c-moll op. 77
    • Fantaisie für Klavier und Orchester As-dur op. 62


    Markus Becker (Klavier), BBC National Orchestra of Wales, Thierry Fischer (AD: 2010, Cardiff)



    Grüße,


    Garaguly

  • Hallo, Norbert!


    Dann berichte uns bitte von deinem Eindruck dieser Einspielung einer der wunderbarsten Opern. Ein Blick auf das Cuver läßt bei mir allerdings Unbehagen aufkommen. Täuscht mein erster Eindruck? Diese Oper wird selten aufgeführt, weil sie einmal schwierig dem Libretto gemäß aufzuführen ist, (es sei denn, ein findiger Regisseur läßt sie im Gasometer Oberhausen aufführen), andererseits muß man erst einmal die Sänger für die schwierigen Hauptpartien finden. Wäre ich Tenor, würde ich einen weiten Bogen um diese Oper machen. Die vielen hohen C´s würden mir wohl im Hals stecken bleiben.


    Hallo Wolfgang,


    meinen vor einigen Beiträgen getätigten positiven Äußerungen ist kaum etwas hinzuzufügen.


    Das Sängerensemble ist vorzüglich, es gibt keine einzige "Schwachstelle" in meinen Ohren.


    Nancy Gustafson gibt eine glänzende Mathilde ab. Ihre Arie ""Sombre forêt, désert triste" aus dem 2. Akt z.B. singt sie mit großer Hingabe und ohne technischen Probleme. Giuseppe Sabbatini als Arnold weiß mit sicheren Spitzentönen zu gefallen, die allerdings nicht "hinausgeschmettert" werden, sondern organisch aus seinem gut geführten, mit schönem Mezza voce versehenen Organ erklingen. Er ist kein "Dauerfortelautsprecher", sondern differenziert fenisinnig mit sehr farbigem Timbre.


    Thomas Hampson in der Titelrolle gelingt ein eindringliches Rollenporträt ohne stimmliche Probleme, dafür mit attraktivem Timbre und sehr idiomatischen Französisch.


    Fabio Luisi begleitet sein Ensemble vortefflich, weiß aber in der Ouvertüre und in den Tänzen eigene, fein differenzierte, Akzente zu setzen.


    Ein kleiner Wermutstropfen besteht (naturgemäß) in der Tontechnik. Da es sich um eine Live-Aufnahme handelt, ist natürlich keine Studio-Perfektion zu erwarten. Stellenweise befindet sich das sängerische Geschehen entfernter von den Mikrofonen, was natürlich hörbar ist.
    In sofern würde ich die Aufnahme keinem "Wilhelm Tell-Anfänger" empfehlen wollen, sondern jemandem, der nach einer sehr gut gesungenen und dirigierten Alternative sucht und die live Atmosphäre schätzt.


    Bernward kennt die Aufnahme auch. Ich denke, er wird meine Meinung weitgehend teilen.


    PS.: Falls jemand nicht wissen sollte, worum es sich handelt. Ich spreche von dieser schönen Einspielung:


    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


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