Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2012)

rolo betman · 6.313 Beiträge · letzte Antwort von 9079wolfgang

6.313 Beiträge
  • Liebe Taminoianer, diese CD ist der Hammer.



    Carlo Gesualdo di Venosa (1560-1613)
    Quinto Libro di Madrigali


    Zum einen wegen der Musik: Harmonische Kühnheiten, die wohl erst wieder von Max Reger übertroffen werden sollten. Zum anderen wegen der unglaublich perfekten Wiedergabe. Die schwierigsten harmonischen Fortschreitungen werden perfekt intoniert, die Homogenität des Klanges leidet nie.


    Diese Perfektion wäre der einzige Vorwurf, den man der Interpretation machen könnte: Es klingt klinisch-rein nach weißen Kacheln und Tubennahrung, gelegentlich würde ich gerne ein frisch gebackenes Bauernbrot und einen Holztisch sehen. So ist das mit den Hilliards ...


    Bis heute noch zum Sonderpreis in der Hütte von Georg und Maria ...


    :hello:

  • Ich fange jetzt mal mit meinen Neuerwerbungen an:



    Angefangen mit der Serenata notturna KV 239 von Mozart und den Bildern einer Ausstellung. :jubel: Das große Tor von Kiew mit realen Glocken, sehr imposant! Dann Ausschnitte aus einer Probe zu Beethovens Pastorale. Es ist schon beeindruckend, wie Wand an den Details feilt, andere Dirigenten würden das mühelos durchgehen lassen. Ich bin nun auf alles andere sehr gespannt.




    Hier die Ouvertüre "Im Herbst" und das Klavierkonzert, das der Solist ausgezeichnet bewältigt. Die Ouvertüre war für mich neu, sehr lärmend und laut.


    Mit besten Grüßen


    :hello:


    Manfred

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

  • Nach Hans Sommer noch 'ne Art Erstkontakt heute: Zwar ist mir der Komponist Boshuslav Martinu durch seine Symphonien und einiges andere bereits vertraut, doch seine Solo-Klaviermusik ist neu für mich. Ich wollte sie kennenlernen und habe aus dem Programm des Labels TUDOR mal zwei Einspielungen mit Klavierwerken Martinus mit dem Pianisten Paul Kaspar bestellt (AD: 1998 - 2000, München).


    Nun die erste dieser Scheiben:



    Grüße,


    Garaguly

  • Lieber Wolfram,


    wie schön, dass Du wieder an Bord bist und schreibst. Deine kritisch anregenden Beiträge waren in der letzten Zeit nur recht dosiert zu lesen.
    Du hast also gefehlt. Du kannst und wirst Dich hoffentlich schnell wieder bessern. Ein bißchen mehr von Wolfram und diejenigen, die Dich und Deine Meinung schätzen sind zufrieden.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Mal wieder!
    ANTON BRUCKNER
    Symphony No. 6 in A major
    The Boston Symphony Orchestra
    WILLIAM STEINBERG, conductor
    Recorded in Symphony Hall, Boston MA
    16 January 1970

    Eine sehr schöne und straight forward Aufnahme.


    Gruß aus Kiel

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  • Lieber Operus,


    danke für Deine Worte! Ja, aus beruflichen Gründen musste ich in den letzten Wochen auf verschiedenen Feldern etwas kürzer treten, so auch hier.


    Jetzt im Player:



    Gregorio Allegri (1582-1652): Miserere
    William Mandy (~1529-1591): Vox Patris caelestis
    Giovanni Pierluigi da Palestrina (~1525-1594): Missa papae marcelli


    Die beiden Standardwerke von Allegri und Palestrina sind gekoppelt mit einem recht unbekannten, aber hörenswerten Werk des englischen Komponisten William Mandy, wodurch die CD auf über 68 Minuten kommt.


    Der Palestrina erklingt mit viel Ruhe und perfektem Stimmausgleich. Die Bögen dieser Musik entfalten sich mit viel Gelassenheit. Trotz kleiner Besetzung - das sechsstimmige Werk wird von 15 Sängerinnen und Sängern gesungen - klingt es nicht dünn. Der wenige Hall rundet den Klang perfekt und stört keineswegs die Transparenz.


    Beim "Miserere" sind es zwei Sänger mehr, was der Homogenität des neunstimmigen Chorklanges nicht schadet. Ausgezeichnet.


    Am Urwaldfluss zum Spottpreis zu haben - wer die beiden Standardwerke noch nicht hat, braucht nicht zu zögern.


    :hello:

  • Hallo Wolfram,


    ich hatte einen anderen Grund vermutet, weshalb ich nicht fragte.


    Viele Grüße
    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Bei mir gerade im CD-Spieler:



    -Sinfonie Nr 8 in einer sehr guten Interpretation: Schwungvoll, konturenreich, mit einem wunderbar warmen, sanglichen Adagio. Wenn er wollte (bei der 4. wollte er imo wohl nicht...), konnte Tennstedt ein begnadeter Bruckner-Dirigent sein...


    Nebenbei (ohne Wertung): Es ist erstaunlich, daß Tennstedt bei der 4. die Haas-Version wählte (mit Beckenschlag im Finale) und bei der 8. die Nowak-Edition.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • guten Abend allerseits. Huch, schon wieder eine neue Woche ... 8o



    Dmitri Schostakowitsch, Symphonie Nr 13
    Beethoven Orchester Bonn, Roman Kofman

    Jazz is not dead, it just smells a little funny.

    Frank Zappa


  • Lust auf etwas Einfaches. Peter Schreier singt 24 Volkslieder und wird auf der Gitarre durch Konrad Ragossnig begleitet.


    Lust auf Franz Schubert. Peter Schreier singt "Die schöne Müllerin" D. 795 wieder mit Konrad Ragossnig als Liedbegleiter. Die Transkriptionen sollen das Schwierigste sein, was es in der Gitarrenliteratur zu spielen gibt.
    .


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  • Am 1. Mai ist es wieder soweit, wie jedes Jahr, was ganz einfaches:


    ()



    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"


    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Bei mir nun: Jonas Kaufmann


    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Giovanni Pierluigi da Palestrina: Missa Viri Galilaei


    Der Titel hat nichts mit dem Astronomen Galileo Galilei zu tun. Palestrina hat die Motette "Viri Galilaei" als Kompositionsvorlage für einige Teile der Messe benutzt. Deren Text ist "Viri Galilaei, quid statis aspicientes in coelum? Hic Jesus, quias assumptus est a vobis in coelum ..." = "Ihr Männer von Gailäa, was steht ihr da und schaut zum Himmel auf? Dieser Jesus, der von euch (ging und) in den Himmel aufgenommen wurde, ..." = Apg 1, 11.


    Dieser Herreweghe hat nicht nur hochinteressanten Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Bruckner, Mahler, Schönberg dirigiert - er kann auch Palestrina ... zügige Tempi, alles sehr fließend und mit Impetus, nichts von den manchmal zu hörenden Palestrina-Zelebrationen.


    :hello:

  • Ich höre jetzt diese schöne Oper von Haydn:



    Joseph Haydn: Orlando Paladino
    Patricia Petibon, Malin Hartelius, Elisabeth von Magnus, Markus Schäfer, Werner Güra, Christian Gerhaher


    Concentus Musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt
    Label: DHM , DDD/LA, 2005


    Eine wirklich vitale und fesselnde Aufführung!


    Freundliche Grüße, Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“


  • Giovanni Pierluigi da Palestrina: Il primo libro di madrigali


    Neben seinen über hundert Messen und hunderten von Motetten komponierte er auch Madrigale. Gegenüber Monteverdi und Gesualdo klingt das alles für mich sehr sittsam und geordnet.


    Die Aufnahme ist leider sehr direkt. Etwas mehr Abstand und eine Spur mehr Hall hätten gut getan. Für das Geld (€4,-) aber allemal ein guter Kauf.


    :hello:

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  • Lieder von Franz Schubert in der Orchestrierung von Max Reger (u.a. Erlkönig, Gretchen am Spinnrade, Geänge des Harfners). Ina Stachelhaus (Sopran), Dietrich Henschel (Bariton), Stuttgarter Kammerorchester unter Dennis Russel Davies (AD: September 1997, Stuttgart).



    Grüße,


    Garaguly


  • ... und noch einmal:


    Guillaume de Machau(l)t: Messe de Nostre Dame


    Andrew Parrott und sein Taverner Choir.


    Ein sehr gute Aufnahme, aber ich bin auf die anderen gespannt. Die Soundschnipsel der bestellten Silberlinge lassen hoffen ...


    :hello:

  • 'Voyage en France'



    Aufnahmen von Solo-Klaviermusik und Kammermusik französischer Komponisten auf dieser Doppel-CD, die einen Überblick über das Schaffen des Pianisten Alexandre Tharaud bei HARMONIA MUNDI gibt.


    Werke von Ravel, Satie, Debussy, Poulenc, Saint-Saens, Honegger, Francaix, Messiaen, Dutilleux (AD: 1997 - 2009)


    Es handelt sich um eine ebenso schöne wie interessante Zusammenstellung, Mitstreiter des hervorragenden Tharaud sind Ronald van Spaendonck (Klarinette) und Philippe Bernold (Flöte).


    Eben läuft gerade die


    Sonate für Klarinette und Klavier op. 167 von Camille Saint-Saens.


    Grüße,


    Garaguly

  • Bach sehr historisch:



    Bach: Magnificat
    Rokyta, Fischer, Marten, Greindl


    Thomanerchor Leipzig
    Gewandhausorchester Leipzig
    Günther Ramin (1944)

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Hatte heute mal ein Viertelstündchen Zeit. Habe mir angehört (zum 2. oder 3. Mal)


    Alexander Skrjabin : Poem de l`extase. Chicago Symphony Orchestra unter Pierre Boulez.


    Irre. Der Trompeter muß Blasen an den Lippen haben.


    Das nächste Mal höre ich Promethee. Le Poeme du feu. Auch auf dieser CD.


    Grüße von La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

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  • Ernest Bloch (1880 - 1959): America: An Epic Rhapsody for Orchestra. Komponiert 1926, besteht dieses gut 40-minütige Werk aus drei Teilen. Im ersten Teil schildert Bloch das Amerika der Zeit der puritanischen Pilgerväter, die auf der "Mayflower" aus England gekommen waren, im zweiten Teil wendet er sich den Jahren des amerikanischen Bürgerkriegs (1861 - 1865) zu und der letzte Abschnitt ist überschrieben mit "1926: The Present - The Future".
    Seattle Symphony Orchestra, Seattle Symphony Chorale, Leitung: Gerard Schwarz (AD: 1993). Naxos hat die Aufnahme vom Label DELOS übernommen.



    Grüße,
    Garaguly

  • Die muss ich jetzt noch einmal hören:



    Anton Bruckner
    9. Symphonie


    Berliner Philharmoniker
    Günter Wand


    Ich glaube, das ist die beste Aufführung dieser Symphonie, die ich gehört habe. Obwohl Harnoncourt auch herausragend gut, sehr präzise, sehr kraftvoll ist ... Eine unglaublich gute Aufnahme.


    Beste Grüße aus Nordwest von Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • Auf CD ist das vermutlich die beste, aber live in Hamburgs Musikhalle (heute Laeiszhalle) mit dem NDR-SO war für mich das Größte. Am Schluss passierte zunächst nichts, man konnte die Stecknadel fallen hören, aber dann brach ein Jubel los, den ich bis heute nicht vergessen habe. Das hätte ich dem Hamburger Publikum gar nicht zugetraut.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"


    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Johann Sebastian Bach
    Zweistimmige Inventionen und dreistimmige Sinfonien BWV 772-801
    Präludium und Fuge f-moll BWV 881
    Präludium und Fuge A-dur BWV 864


    Nichts für Puristen, denn der Finne Janne Rättyä spielt sie auf dem Akkordeon.
    .


  • guten Abend allerseits. Da freue ich mich jetzt schon drauf (auch auf die Zwölfte, die ich vorübergehend nicht so mochte) :



    Dmitri Schostakowitsch, Symphonien Nr 6 & 12
    Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Vasily Petrenko

    Jazz is not dead, it just smells a little funny.

    Frank Zappa

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  • Heute schon im Auto gehört, nun noch einmal über die heimische Anlage: Symphonien der Bach-Söhne. Werke von Johann Christoph Friedrich, Johann Christian und Carl Philipp Emanuel. Es spielt das Ensemble 'Bach Concentus' unter Ewald Demeyere (AD: September 2011, Antwerpen).

    Finde das Coverphoto ja schon ganz gut ... so als Bild an sich ... rätsele aber, ob da versteckte Bezüge zu Bach und seinen Söhnen gegeben sind ... vielleicht ist das Johann Sebastians alter Käfer, den die Jungs nach Vatters Tod im Schuppen hinter der Thomaskirche fanden ... Nein? Na, dann weiß ich's auch nicht.
    Grüße,
    Garaguly

  • Camille Saint-Saens: Sonaten für Cello und Klavier Nr. 1 c-moll op.32 und Nr. 2 F-dur op. 123 mit Mats Lidström (Cello) und Bengt Forsberg (Klavier) (AD: April 1999, Bristol)

    Grüße,
    Garaguly

  • Musik für zwei Gamben:







    Englische Gambenmusik aus dem späten 16. bzw. frühen 17. Jhd.

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Grad noch Wotans Abschied aus:


    Wagner: Die Walküre
    Vickers, Rysanek, London, Nilsson, Ward
    The Metropolitan Opera Orchestra
    William Steinberg
    6. März 1965


    George Londons letzter Auftritt als Wotan! Wunderbar! :jubel:

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenquintett A-dur KV 581 "Stadler-Quintett" (1789)
    Johannes Brahms: Klarinettenquintett h-moll op. 115 (1891)
    Karl-Heinz Steffens (Klarinette) und das Scharoun-Ensemble Berlin (AD: 2005 und 2006, Berlin, Philharmonie)



    Grüße,
    Garaguly

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