Unbekannte Opern

  • D O R A

    Oper von Bernhard Lang

    Libretto: Franz Witzel


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    In der Kritiker-Umfrage der Zeitschrift Opernwelt wurde die Produktion von Bernhard Langs und Franz Witzels Oper „Dora“ 2024 zur „Uraufführung des Jahres“ gekürt.

    Die Opernwelt-Redaktion lobte Dora als „ein, wenn man so will, privates Drama um eine junge Frau, die der Enge ihrer Familie zu entfliehen sucht. Doch das Private weitet sich zum Politischen – Artenschutz, Klimakrise, Katastrophen-Tourismus, das sind die Topoi, die Frank Witzel in seinem Libretto verarbeitet und seiner Titelheldin mit auf den Weg ins Freie in den Rucksack packt. Dahinter verbirgt sich eine der wesentlichen Fragen menschlicher Existenz: Was ist der Sinn des Lebens?“


    Dora ist Mitte zwanzig und fühlt sich eingezwängt im Schoß ihrer Familie. Sie hat das Leben zwar noch vor sich, ahnt aber, dass die Zukunft nichts aufregend Neues zu bieten hat. Sie begegnet den Lebensentwürfen ihrer Umgebung mit totaler Ablehnung und sucht nach etwas Anderem. Sie greift in ihrer Richtungslosigkeit zum altbewährten Trick des Dr. Faust und ruft den Teufel auf den Plan.


    Es gibt jetzt einen Mitschnitt der Inszenierung aus Stuttgart, so kann sich jeder ein Bild machen, ob die Oper gefällt (oder nicht).


    Wenn sich der Link nicht öffnet, dann bitte kopieren und in Adresszeile einfügen:

    https://cdn41.my.mail.ru/hv/78511910.mp4?slave[]=s%3Ahttp%3A%2F%2F10.146.243.4%3A9091%2Fvideo4%2F78511910-hv&p=f&video_key=532c2796ffcfe30b1f1eb9dc549812265fa4311e&expire_at=1750168800&touch=1715278138&WCF_AMPERSAND®=202&sign=b3876091e46b758cb0e76a67b0cd2f7ec2290f17


    Ich bin dann mal weg.

  • Die Geheimagenten von YT haben mir zumindest die Ouvertüre zu einem vielversprechenden Werk zugespielt - es fällt mir arg schwer, dies an dieser Stelle vorzuenthalten (einen entsprechenden Eintrag hat mir die SuFu bislang nicht anzeigen können):



    Geil ... und weiter?


    Giuseppe Francesco Bianchi (1752-1810)

    La vendetta di Nino

    o sia Semiramide

    dramma per musica in drei Akten


    UA: 12. November 1790, Real Teatro San Carlo, Naples.


    Nicht zu dieser Oper, aber zu „La villanella rapita“ desselben Komponisten schuf Mozart ein Terzett als Einlage: „Mandina amabile“ KV 480.


    Die Partitur hält die IMSLP vor.

    You might very well think that. I couldn't possibly comment.“ (Francis Urquhart)

  • Die Bürgschaft

    Oper von Kurt Weill

    Libretto: Caspar Neher


    nach Motiven aus Johann Gottfried Herders

    "Der afrikanische Rechtsspruch"


    Die Bürgschaft war Weills erste Oper nach dem Bruch mit Bertolt Brecht und wurde am 10. März 1932 an der Städtischen Oper Berlin uraufgeführt. Als Kurt Weill und der Brecht-Bühnenbildner Caspar Neher als Librettist im August 1930 ihre Arbeit an der „Bürgschaft“ begannen, hatte die im Oktober des Vorjahres ausgebrochene Weltwirtschaftskrise noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht. Doch der Kampf ums Überleben war schon im Gange. Auch die am 30. Januar 1933 über Deutschland hereingebrochene und zum Krieg führende Herrschaft des Nazis wird in dieser am 10. März 1932 in Berlin uraufgeführten Oper schon thematisiert. Sie wurde noch in Düsseldorf und in Wiesbaden aufgeführt und dann von den Nationalsozialisten verboten. Zu Neuproduktionen kam es 1957 in Berlin und 1998 in Bielefeld.

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    Handlung

    Die Oper spielt im mythischen Land Urb.

    Der Viehhändler Johann Mattes hat durch seine Spielverluste hohe Schulden und seine Frau Anna rät ihm, den Getreidehändler David Orth um Hilfe zu bitten, bevor seine Gläubiger eintreffen.

    Die drei Gläubiger erscheinen und beginnen, die Möbel zu pfänden. Mattes kehrt mit Orth zurück, der für Mattes’ Schulden aufkommt.

    Sechs Jahre sind vergangen und Urb ist gewachsen. Mattes kauft zwei Säcke Getreide von Orth, dessen Sohn ihn daran erinnert, dass er sein Geld in diesen beiden Säcken versteckt hatte, damit Diebe es nicht finden konnten, aber Orth will Mattes nicht zurückzurufen; er ist zuversichtlich, dass Mattes das Geld zurückgeben wird. Straßenräuber überfallen Mattes und stehlen Geld aus seinen Taschen, aber nicht die Säcke. Mattes überlegt, nachdem er Orths Geld gefunden hat, ob er es zurückgeben soll. Als Mattes und Orth sich treffen, sagt Mattes, die Diebe hätten alles mitgenommen. Drei Erpresser hören, wie Mattes einem anderen Mann Land abkaufen will, und schlussfolgern, dass er mit Orths Geld bezahlen werde. Sie stellen ihn zur Rede, aber Mattes weist sie wütend ab. Dann wird ihm klar, dass er Orth vor den Erpressern sehen muss, doch die Erpresser erreichen Orth zuerst. Mattes eilt herbei und versucht, Orth das Geld zurückzugeben, aber der will vor den Richter gehen.


    Der Richter entscheidet, dass Mattes’ Tochter und Orths Sohn heiraten sollen wenn sie älter sind, und dass dann beiden das Geld zugeteilt wird. Kurze Zeit spâter verkündet ein Ausrufer, dass ein neues Regime in Urb einmarschiert ist und einen Kommissar namens Ellis eingesetzt hat, der nach neuen Gesetzen des Geldes und der Macht regieren wird. Die drei Erpresser kommen und erklären die Bedingungen unter dem neuen Regime. Sie treffen sich mit dem Kommissar und überzeugen ihn, sie als Spione anzuheuern. Der Kommissar, der totalitäre Absichten enthüllt, überprüft die Entscheidungen des Richters im Fall Orth vs. Mattes und verfügt, dass der Fall neu verhandelt werden muss. Die drei Agenten zwingen Mattes und Orth, in die Stadt zurückzukehren, wo der Kommissar den Fall neu beurteilt. Er verfügt, dass das Geld an die neue Regierung verfällt; Mattes und Orth werden ins Gefängnis gesteckt.

    Wieder sechs Jahre später. Urb ist größer und industrieller geworden, aber nicht wohlhabender, außer für einige wenige an der Spitze. Krieg, Inflation, Hunger und Krankheit drohen, Armeen sind auf dem Vormarsch.

    Mattes und Orth werden als Geschäftemacher reich.

    Diktatur und Krieg korrumpieren die beiden Freunde zu gut verdienenden, willfährigen Werkzeugen der Macht.

    Mattes besticht die drei Agenten, damit sie Vieh anderer stehlen und auf sein Land treiben, damit er das Fleisch an die Armee verkaufen kann. Anna fleht ihn an, mit ihr wegzugehen, aber er weigert sich. Krieg bricht aus. Die Menschen haben kein Geld und kein Essen und sind wütend. Orth weigert sich, Mehl an eine Gruppe verarmter Frauen zu verkaufen, obwohl er einen Überschuss hat. Als Nächstes schlägt eine Krankheit zu. Ein Mob stellt die drei Agenten zur Rede und beschuldigt sie des Viehdiebstahls, doch die Agenten geben Mattes die Schuld. Mattes will den Kommissar um Schutz bitten, doch die drei Agenten sagen ihm, dass er diesen nicht bekommen wird. In seiner Not appelliert Mattes erneut an Orth; als der Mob auf ihn zukommt, übergibt Orth Mattes dem Mob, der ihn tötet.


    Der die Vorgänge anfangs nur kommentierende, allmählich aber in die Handlung eingreifende Chor resümiert im letzten Akt: „Nur wenige kamen zu Geld. Die hatten erkannt, dass die Gesetze die Welt regieren, dass die Macht aber die Gesetze schafft, das Geld aber die Macht.“


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    Audio 1. Teil

    https://youtu.be/bkh0I8uiTOY?si=jT51Ip8NzUs4NXtH


    Audio 2. Teil of

    https://youtu.be/IPBHfxV8DLA?si=Sun0a2MwegCpzLON

    Ich bin dann mal weg.

  • Giacomelli Geminiano - Cesare in Egitto, 1735 Regio Ducal Teatro - Mailand


    Geminiano Giacomelli (1692-1740)

    Cesare in Egitto (1735)


    Emöke Barath, Arianna Venditelli,

    Filippo Mineccia, Margherita Maria Sala,

    Valerio Contaldo


    Accademia Bizantina

    Ottavio Dantone


    Zitat

    Der italienische Dirigent Ottavio Dantone haucht Cesare in Egitto, einer Oper von Geminiano Giacomelli (1692–1740), nach einem Libretto von Domenico Lalli mit Unterstützung eines jungen, noch nicht einmal dreißigjährigen Mitarbeiters, Carlo Goldoni, neues Leben ein. Cesare in Egitto gilt als Giacomellis Meisterwerk; seine Drammi per musica feierten in Parma, Venedig, Mailand, Rom, Turin und Graz große Erfolge. Er beeinflusste auch die bedeutendsten Musiker seiner Zeit: Vivaldi beispielsweise verwendete Arien von Giacomelli in seinem Pasticcio Bajazet. Diese Weltersteinspielung entstand mit der Accademia Bizantina und erstklassigen Solisten bei den Innsbrucker Festwochen, deren Musikdirektor Ottavio Dantone seit 2024 ist.

    You might very well think that. I couldn't possibly comment.“ (Francis Urquhart)


  • Geminiano Giacomelli (1692-1740)

    Merope (1734)


    Trasimede: Vasilisa Berzhanskaya

    Merope: Magdalena Kožená

    Argia: Beth Taylor

    Anassandro: Rachele Raggiotti

    Epitide: Kangmin Justin Kim

    Licisco: Carlo Vistoli

    Polifonte: Juan Sancho


    La Cetra Barockorchester Basel

    Andrea Marcon


    Live recording from the Concertgebouw, Amsterdam (5 February 2022)

    You might very well think that. I couldn't possibly comment.“ (Francis Urquhart)

  • Alexander Dargomyschski


    Der steinerne Gast
    (Каменный гость)

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    Das Libretto basiert auf Alexander Puschkins gleichnamigem Drama. Die Oper blieb unvollendet und nach Dargomyschskis Tod ergänzte César Cui das Vorspiel und den Schluss des ersten Aktes. Nikolai Rimski-Korsakow führte die Instrumentierung durch.


    Don Juan ist in diesem Werk nicht der kalt berechnende Verführer, sondern eine Art Lebenskünstler. Als er Doña Anna begegnet, die hier nicht die Tochter des Komturs ist sondern seine Witwe, bahnt sich in ihm eine Läuterung an, bis ihn seine Vergangenheit einholt. Während er zum ersten Mal das Gefühl einer echten Liebe verspürt, zieht ihn die Statue des einst von ihm getöteten Komturs mit sich in den Abgrund.


    Handlung

    Don Juan, der wegen der Tötung des Komturs aus Madrid ausgewiesen wurde, ist heimlich mit seinem Diener Leporello zurückgekehrt und versteckt sich auf dem Friedhof eines Klosters am Rande der Stadt. Von einem Mönch erfährt er, dass Donna Anna, die Witwe des Komturs, den er in einem Duell getötet hat, täglich den Friedhof besucht. Nachdem er sie dort gesehen hat, beschließt er, sie zu treffen.


    Freunde und Verehrer haben sich im Haus der Schauspielerin Laura versammelt. Lauras Gesang verzaubert die Gäste, doch einer von ihnen, Don Carlos, gerät außer sich, als er erfährt, dass die Verse von ihrem früheren Geliebten Don Juan geschrieben wurden, der seinen Bruder getötet hat! Laura will ihn rauswerfen, doch die anderen Gäste schaffen es, den Streit zu schlichten. Laura beschließt, Don Carlos aufzufordern, zu bleiben als die anderen Gäste gegangen sind. Ihre Gespräche werden durch die Ankunft von Don Juan unterbrochen. Laura begrüßt ihn freudig. Ein Duell ist unvermeidlich und findet sofort statt: Don Juan tötet Don Carlos.


    Don Juan gelingt es, unter dem falschen Namen Don Diego die Bekanntschaft von Donna Anna zu machen. Diese ist zugleich neugierig und ängstlich, gibt aber schließlich nach und lädt ihn für den nächsten Tag zu sich nach Hause ein. Berauscht von seinem Erfolg fordert Don Juan das Schicksal heraus und lädt auch den verstorbenen Ehemann, den Komtur zu dem Treffen ein. Grosser Schrecken erfasst ihn und Leporello, als sie sehen, wie die Statue des Komturs zustimmend ihren Kopf neigt.


    Don Juans Werbung ist so erfolgreich, dass er auf Drängen der Donna Annas und in der Gewissheit, dass sie seine Gefühle erwidert, er ihr seinen richtigen Namen nennt. Er ist sogar bereit, durch Donna Annas Hand zu sterben, doch sie hasst ihn nicht und erklärt ihm sogar ihre Liebe. Don Juan triumphiert, doch in diesem Moment sind schwere Schritte zu hören: die Statue des Komtur erscheint. Donna Anna verliert das Bewusstsein und der Komtur streckt Don Juan die Hand entgegen: Er schüttelt sie und beide versinken in der Hölle.


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    Info-Audio:

    https://www.br-klassik.de/audi…-1872-februar-28-100.html


    Ich bin dann mal weg.

  • Ich war mir eigentlich sicher, daß die Oper bereits erwähnt wurde:



    Arrigo Boito (1842-1918)
    NERONE


    Mikheil Sheshaberidze, Franco Vassallo,
    Roberto Frontali, Valentina Boi
    Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari


    Francesco Cilluffo


    Zitat

    Arrigo Boito ist heute vor allem für seine einzige vollendete Oper "Mefistofele" bekannt. Die Partitur zu "Nerone" blieb nach dem Tod des Komponisten unvollendet - eine Aufführungsfassung wurde von den Komponisten Vincenzo Tommasini und Antonio Smareglia fertiggestellt, zusammen mit Arturo Toscanini, der 1924 die Weltpremiere im Teatro alla Scala dirigierte. Die Handlung konzentriert sich auf Kaiser Nero in einer Zeit des Konflikts zwischen dem Glauben an die römischen Götter und dem Christentum und endet mit tragischen Dramen inmitten des Großen Brandes von Rom. Das selten aufgeführte Werk ist von Wagner und Sibelius beeinflusst und besticht durch eine wahrhaft spannende Harmonik, die durch den meisterhaften Einsatz eines großen Orchesters zur Geltung kommt.

    Diese Neuerscheinung ist wohl die Audiospur von:


    You might very well think that. I couldn't possibly comment.“ (Francis Urquhart)


  • Starke Oper!


    Habe vor einiger Zeit die Hungaroton Aufnahme (3CDs/1983/Studio) am Stück durchgehört.

    Die Musik hatte mich derart gefesselt, dass ich nicht aufhören konnte.


    Daher, bin gespannt auf die neue Naxos Einspielung aus Cagliari. Ein Haus das immer wieder mit interessanten Raritäten auf sich aufmerksam macht.




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  • Nach mehr als einem halben Jahr ist es Zeit für ein neues


    Verzeichnis der bisherigen Themen

    Stand 10. August 2025


    1. Agnese (Paër) # 281
    2. Alessandro nell'Indie (div. Komponisten) #284
    3. Alfred der Grosse (7 Komponisten) # 215, 261, 343
    4. Amadis (Massenet) # 351
    5. Amerika (Haubenstock-Ramati) # 344f, 414
    6. Amleto (Faccio) #347
    7. Anfossi, Pasquale - Lise seiner Opern # 497
    8. Antikrist (Rued Langgaard) # 252, 254ff
    9. Antonio Salieri -Diverse Opern #440 - 457
    10. Ariane (Jules Massent) # 169, 174
    11. Armida (Salieri) #453
    12. Armida e Rinaldo (Sarti) # 486
    13. Artaserse (diverse Komponisten) #59. 147
    14. Artemisia (Cavalli) # 593
    15. Axur, Re d' Ormus (Salieri) #443
    16. Bacchus (Jules Massenet # 169
    17. Bertoni, Ferdinando (Liste seiner Opern
    18. Bühnentechnik der Familie Vigarini # 239, 251
    19. Cadmus et Hermione (Lully) # 420
    20. Calypso (Telemann) #387f
    21. Carmen-Urfassung (Bizet) # 326
    22. Caruso a Cuba (Hamel) # 292f
    23. Cassandra (Foccroulle) # 324
    24. Cavalleria Rusticana ( Monleone) # 588
    25. Cendrillon (Viardot) # 231, 274
    26. Čertova stěna / Die Teufelswand (Smetana) # 214
    27. Chlestakows Wiederkehr (Klebe) #352
    28. Chatterton (Leoncavallo) # 589
    29. Chopin (Orefice) # 596
    30. Cimarosa Domenico - Liste von Opern # 517 #518
    31. Cimarosa Domenico - Ouvertüren #525
    32. Cinderella (Alma Deutscher) # 160f
    33. Cinq-Mars (Gounod) # 600
    34. Cleopatra (diverse Komponisten) # 163, 165f
    35. Cleopatra's Night (Henry Hadley) # 162, 164
    36. Conchita (Zandonai) # 262
    37. Cublai (Salieri) # 586
    38. Cupid and death (Locke/Gibbons) # 406
    39. Dalinda (Donizetti) # 398
    40. Dante [e Béatrice] (Godard) # 185
    41. Das Herz (Pfitzner) # 98 - 108
    42. Das rote Käppchen (Dittersdorf) # 479, 480
    43. Das Schweigen der Sirenen (Riehm) # 385,
    44. Das verratene Meer (Henze) # 122, 123
    45. De bello gallico (Campogrande) # 594f
    46. Der Operndirektor (Cimarosa) #521-524
    47. Der Roland von Berlin (Leoncavallo) # 244
    48. Der singende Teufel (Schreker) #314, 402, 418f
    49. Der steinerne Gast (Dargomyschski) # 607
    50. Der Unbekannte (Bott) # 237
    51. Der Weg der Verheissung (Weill) #311
    52. Demofonte ( Gluck) # 92
    53. Der Drache (Schauspiel von J. Schwartz) # 421
    54. Der Rauchfangkehrer (Salieri) #444
    55. Der Revisor (Egk) # 352
    56. Des Esels Schatten (Strauss) 304f
    57. Didon (Piccinni) #505
    58. Didone abbandonate (Jommelli) #533-535
    59. Die Bakchantinnen (Wellesz) # 213
    60. Die Bürgschaft (Weill) # 604
    61. Die Eifersüchtigen (Raff) # 273
    62. Die glückliche Hand (Schönberg) #312
    63. Die "Göttliche Komödie" als Quelle für diverse Opern # 183
    64. Die Kathrin (Korngold) # 333
    65. Die Liebe im Narrenhaus (Dittersdorf) #584f
    66. DITTERSDORF, Carl Ditters von: Liste seiner Opern # 478
    67. Don Falcone (Jommelli) # 539
    68. Don Giovanni (Gazzaniga) # 494
    69. Donna di Veleni (Podda) # 140 – 146
    70. Dora (Lang) # 601f
    71. Dubrovsky (Nápravník) # 94, 95, 96
    72. Dyonisos (Rihm)# 174
    73. Edmea (Catalani) # 269 - 271
    74. Eduardo e Cristina (Rossini) # 308
    75. Enea nel Lazio (Sarti) # 490, 491
    76. Eurydice (Aucoin) # 222, 224ff
    77. Falcone - Il tempo sospeso del volo (Santi) #275
    78. Falstaff (Salieri)#442
    79. Fausta (Donizetti; Heckmann) #336
    80. Fausto (Berti) # 425ff
    81. Fedra (Paisiello) # 473
    82. Felice Romani (alle Libretti) # 190ff
    83. Flavio Crispo (Heinichen) # 64, 66, 81
    84. Fortunato (Gouvy) # 230
    85. Fra i due litiganti il terzo gode (Sarti) # 485, 492
    86. Francesca da Rimini (diverse Komponisten) # 183, 184f, 187ff
    87. François-Joseph Gossec (diverse Opern) # 158
    88. Frédégonde (Guiraud/Saint-Saëns/Dukas) # 216
    89. Gabriella di Vergy (Saint-Saëns) # 220ff
    90. Gazzaniga Giuseppe - Verzeichnis seiner Opern # 493
    91. Georges Bizet - Bühnenwerke # 435
    92. Giulio Sabino (Sarti) # 487- 489
    93. Girl with a Pearl Earring # 206, 211, 233ff
    94. Gli astrologie immaginari (Paissiello) # 465
    95. Gloriana (Britten) # 266
    96. Goyescas ( Granados) # 204f
    97. Guercoeur (Magnard) # 111 – 113, 306, 432, 437
    98. Guiraud, Ernest (Bühnenwerke) # 327f
    99. Gustav Wasa (Koželuh/auch: Kozeluch) # 198
    100. Gustave III (Auber) # 353
    101. Hamlet (diverse Komponisten) # 93
    102. Hélène (Saint-Saëns) # 295f
    103. Hieronymus Knicker (Dittersdorf) # 481- 483
    104. Hotel Savoy (Beer) # 268
    105. Il barbiere di Siviglia (Paisiello) # 462
    106. Il barone die Rocca Antica (Anfossi) # 499
    107. Il Convitato di Pietra (Tritto) #560 ff
    108. Il figliuol prodigo (Ponchielli) # 368, 370
    109. Il Maestro di capella (Cimarosa) #519, 520
    110. Il impresario in angustie (Cimarosa) #521-524
    111. Il mondo alla rovescia (Salieri) # 454
    112. Il mondo della luna (Paisiello) # 466, 467
    113. Il Paratajo (Jommelli) # 539
    114. Il pittor parigino (Cimarosa) #526
    115. Il Pompeo / Pompeo Magno # 1, 9, 65 - 67
    116. Il Ventaglio (Raimondi) # 337
    117. Il Vologeso (Jommelli) # 536
    118. Inferno (Ronchetti) # 185
    119. Iphigenie in Aulis (diverse Komponisten) # 399-401, 404f
    120. Jessonda (Spohr) # 340
    121. JOMELLI Niccolo - Liste seiner Opern # 532, 545
    122. Judith (Gnecchi) # 68 - 78
    123. Julie (diverse Komponisten) # 56
    124. Julien (Charpentier) # 42, 44, 45-47, 134, 272
    125. Jungfrun i Tornet (Sibelius) # 175, 177ff
    126. Jutro (Baird) # 580
    127. King Priam (Tippett) # 229, 242
    128. Krenek – Triptychon: Der Diktator/Das geheime Königreich/Schwergewicht # 207
    129. Kronbruden (Rangström) # 438
    130. L'Amant Anonyme (Bologne) # 581f
    131. L'Americano (Piccinni) #503 504
    132. L'amour de loin (Saariaho) #355, 358f
    133. L’ange de Nisida (Donizetti) #309ff
    134. Lanzelot (Dessau) #421
    135. L' adorable Bel-Boul #436
    136. L'écume des jours (Denisov) #391f
    137. L’enfant prodigue (Auber) # 372
    138. L’enfant prodigue (Debussy) # 374f
    139. L' isola d' Alcina (Gazzaniga) # 495, 496
    140. L' isola disabiata (Jommelli) # 539
    141. L' italiana in Londra (Cimarosa) # 530, 531
    142. L' Olimpiade (Cimarosa) # 528, 529
    143. L'Ostereria die Marechiaro (Paisiello) # 472
    144. L Uccellatrice (Jommelli) # 537, 538
    145. La bona figliuola (Piccinni) #502
    146. La Chute de la Maison Usher (Debussy) # 87
    147. La Créole (Offenbach) # 203
    148. La Falce (Catalani) # 590
    149. La fiera di Venezia (Salieri) # 456
    150. La finta giardiniera Anfossi) # 500
    151. La Grotta di Trifonio (Salieri) # 451, 452
    152. La Locandiera (Salieri) # 440
    153. La Lupa (Tutino) # 302
    154. La liberazione di Ruggiero dall'isola di Alcina (zwei Komponisten) # 88
    155. La maga Circe (Anfossi) # 498
    156. La maison du Docteur (Bizet) # 434
    157. La molinara (Paisiello) # 468ff
    158. La Princesse jaune (Saint-Saëns) # 287ff
    159. La Principessa filosofa (Baguer & Portugal) # 572 ff
    160. La scuola de gelosi (Salieri) # 455
    161. La serva Padrona (Paisiello) # 460, 461
    162. La Ville morte (Boulanger & Pugno) # 417, 424
    163. Le astuzie femminili (Cimarosa) #527
    164. Le Cid (Gouvy) # 230
    165. Le dernier Sorcier (Viardot) # 231ff
    166. Le docteur Miracle (Bizet) # 422
    167. Le Fate (Ristori) # 458
    168. Le finte gemelle (Piccinni) #506
    169. Le jongleur de Notre-Dame (Massenet) # 277, 283f
    170. Le Mage (Massenet) #299
    171. Le Timbre d’argent (Saint-Saëns) #217
    172. Leonora ossia l'amor conjugale (Paer) # 89, 90
    173. Les Barbares (Saint-Saëns) #200
    174. Le Danaides (Salieri)#443
    175. Leubald (Wagner) #359
    176. Lili Elbe (Picker) #356
    177. Lord Byron's love letter (de Banfield) # 82, 84, 85
    178. Luisella (Mannino) #278, 280
    179. Lunea (Holliger) # 267
    180. Mala Pasqua (Gastaldon) # 588
    181. Mala vita (Giordano) #303
    182. Manru (Paderewwski) #439
    183. Margot la Rouge (Delius) # 335
    184. Marion Delorme (Ponchielli e.a.) # 597ff
    185. Martin y Soler, Vicente (Liste seiner Opern # 548 ff
    186. Messidor (Bruneau) #194ff
    187. Minoru Miki Opern # 7, 62, 63, 79 (+ #1f im Opernführer)
    188. Minotauro (Colasanti)# 174
    189. Miranda (Musik von Purcell) # 286
    190. Moniuszko Opern/Operetten # 21, 24, 27, 29, 31, 32, 34, 41
    191. Montségur (Landowski) # 199
    192. Moro per amore (Stradella) # 276
    193. Moses (Rubinstein) # 393
    194. Moses / Мойсей (Skoryk) # 395
    195. Mythos Ariadne in der Oper (diverse Komponsten) # 171ff
    196. Nana (Gurlitt) # 331
    197. Nausicaa (Glanvill-Hicks) # 381
    198. Nausikaa (Bungert) # 382
    199. Nicolini - Liste seiner Opern # 515 - 515
    200. Nina, ossia La pazz per amore (Paisiello) # 463, 464
    201. Noapte Fortunoasā - Eine stürmische Nacht (Constantinescu) # 241
    202. Nordische Ballade (Gurlitt) # 332
    203. Oberon (Wranitzky) #148 – 151, 155
    204. Odyssee (diverse Komponisten) # 375f
    205. Olimpiade (diverse Komponisten) # 48, 49, 51
    206. Odysseus auf Ogygia (Arp) #388
    207. Opéra d'Aran (Becaud) # 53, 57, 58
    208. Oresteia (Taneyev) #202
    209. Orfeo (diverse Komponisten) # 86, 225, 226, 226
    210. Osman Bey and the Snails # 334
    211. Paisiello, Giovanni # 459 ff 475, 476
    212. Panurge (Massenet) #243
    213. Perelà, uomo di fumo (Dusapin) #346
    214. Pia de` Tolomei #186
    215. Piccini Niccolo - Liste seiner Opern #501
    216. Pinotta (Mascagni) # 591
    217. Porin (Lisinski) # 329f
    218. Porpora, Nicola (diverse Opern) # 565 ff
    219. Preziosa (v. Weber) #396f
    220. Prima la musica, poi le Parole (Salieri) #454
    221. Push (Moody) # 138, 139
    222. Psyché (Lully) #238ff
    223. Quo vadis? (Nouguès) # 416
    224. Riccardo III. (Canepa) #293f
    225. Richard Wagners unvollendete/unbekannte Opern #361 ff
    226. Roma (Massenet) #349f
    227. Rothschilds Geige (Fleischmann) #201
    228. SACCHINI Antonio - Liste seiner Opern (Auswahl) # 541-547
    229. Salambo / Salammbô (div. Komponisten) # 408
    230. Samson (Raff) #313
    231. Santa Chiara (Ernst II Herzog v. Sachsen-Coburg-Gotha) # 234ff, 253, 259
    232. Sardanapal (diverse Komponisten) # 414, 416
    233. Sarka (zwei Komponisten) # 60, 61
    234. SARTI, Giuseppe - Liste seiner Opern # 484
    235. Scalia / Ginsburg (Wang) # 20
    236. SCHOSTAKOWITSCH Djmitri (Bühnenwerke) #317, 319ff, 325
    237. Sì (Mascagni) # 592
    238. Sigurd (Reyer) # 409
    239. Simplicius Simplicissimus (Hartmann) #394
    240. Sirenen - Bilder des Begehrens ... (Riehm) #385
    241. Stradella (Franck) # 91
    242. Tarare (Salieri) #443
    243. Terradellas Doménec - Liste der Opern #510-514
    244. Tesla (Kievman) # 19
    245. The Critic (Stanford) # 342
    246. The prodigal son (Britten) # 372
    247. The Visitation (Schuller) # 80, 415
    248. Tritto, Giacomo (Liste seiner Opern) # 563
    249. Ugolino (Dittersdorf) # 587
    250. Ulysse (Gounod) #384
    251. Zelta zirgs (Žilinskis) # 124 - 129
    252. Zolotyy obruch (Lyatoshynsky) # 285f
    253. Zugvögel (Husmann) # 176

    Ich bin dann mal weg.

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  • Viel zum Hören gibt's noch nicht ...



    Totgesagte singen länger - weshalb Caldara hier auch erst 1770 geboren wurde ;)


    Antonio Caldara (1670-1736)
    Ifigenia in Aulide

    You might very well think that. I couldn't possibly comment.“ (Francis Urquhart)

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    Antonio Caldara

    seine Opern, unter besonderer Berücksichtigung von

    Ifigenia in Aulide



    Schon vor langer Zeit habe ich mich mit Caldara und seinen Opern beschäftigt. Eine endlose Recherche wäre es geworden, hätte ich nicht schon frühzeitig das Handtuch geworfen. Wikipedia Engl. führt 9 Titel an, Ital. nur 8, Deutsch immerhin 17 und die spezialisierte Seite bei Klassika nur 3. Also habe ich aus vielen Quellen viele Operntitel mühsam(!) zusammengetragen. Ich bin fast sicher, dass es noch mehr gibt als diese inzwischen circa 80 Funde.


    Da gerade eben Ifigenia in Aulide ins Innsbruck aufgeführt wurde, gibt es weiter unten einige Informationen zum Werk.



    Die Opern Antonio Caldaras


    1689 L'Argene

    1690 La libertà nelle catene

    1696 Il Tirsi

    1697 La promessa serbata al primo

    1699 L'oracolo in sogno

    1701 La Partenope

    1701 Opera pastorale

    1703 Gli equivoci del sembiante

    1703 Farnace

    1704 Paride sull'Ida ovvero Gli Amori di Paride con Enone

    1705 L'Arminio

    1705 L’onestà nelli amori

    1705 Il selvaggio eroe

    1708 Il più bel nome

    1708 Sofonisba

    1709 L'Atenaide

    1709 L'inimico generoso

    1709 Il nome più glorioso

    1709 L'ingratitudine castigata

    1711 L'Anagilda ovvero La fede ne’ tradimenti

    1711 Giunio Bruto ovvero La caduta de' Tarquini

    1714 Tito e Berenice

    1714 L'Atenaide

    1717 Caio Marzio Coriolano

    1717 Il Tiridate ossia La verità nell'inganno

    1718 Ifigenia in Aulide [s.u.]

    1719 Sirita

    1719 Dafne

    1719 Lucio Papirio dittatore

    1720 Gli eccessi dell'infedeltà

    1720 L'inganno tradito dall'amore

    1720 Apollo in cielo

    1720 Psiche

    1721 Il germanico Marte

    1721 Ormisda, re dì Persia

    1722 Camaide, imperatore della China ovvero Li figliuoli rivali del padre

    1722 Nitocri

    1722 Scipione nelle Spagne

    1723 La contesa de' Numi

    1723 La concordia de' Pianeti

    1724 Euristeo (Aglatido e Ismene)

    1724 Andromaca

    1724 Gianguir, imperatore del Mogol

    1724 Il finto Polìcare

    1725 Semiramide in Ascalona

    1725 Astarto

    1725 Il Venceslao

    1726 Amalasunta

    1726 I due dittatori

    1726 Nigella e Tirsi

    1726 Ghirlanda dì fiori

    1726 L'Etearco

    1727 Don Chisciotte in corte della duchessa

    1727 Imeneo

    1727 Ornospade

    1728 La forza dell'amicizia ossia Pìlade ed Oreste

    1728 La corona d'Imeneo

    1728 Mitridate

    1728 Amor non ha legge

    1729 I disingannati

    1729 Enone

    1729 Caio Fabrizio

    1730 La pravità castigata

    1731 La pazienza di Socrate con due mogli

    1731 Il Demetrio

    1731 Livia

    1732 L'asilo d'amore

    1732 Adriano in Siria

    1733 Sancio Panza governatore dell'isola Barattaria

    1733 L'Olimpiade

    1733 Demofoonte

    1734 La clemenza di Tito

    1734 Le lodi d'Augusto

    1735 Le Cinesi

    1735 Le Grazie vendicate

    1735 Il Natale di Minerva Tritonia

    1735 Scipione l'africano il maggiore

    1736 Achille in Sciro

    1736 Ciro riconosciuto

    1736 Il Temistocle

    1717 La selva illustrata dal merito


    Ifigenia in Aulide

    Dramma per musica in tre atti

    Libretto: Apostolo Zeno

    UA: Wien, Hoftheater 5. November 1718


    Ifigenia-in-Aulide-di-Antonio-Caldara-libretto.png


    In Vorwort zum Libretto der Uraufführung, herausgegeben von Giovanni Pietro van Ghelen, liest man eine Erklärung Zenos zur etwas befremdlichen Handlung der Oper und deren Personal.

    Personenverzeichnis:

    Agamemnon

    Klytemnästra

    Ifigenia

    Achilles (liebt Ifigenia)

    Elisena (liebt Achille)

    Teucro (liebt Elisena)

    Odysseus

    Arcade, Vertrauter des Agamennon

    Die griechische Flotte, die sich unter dem Kommando von Agamemnon, dem König von Mykene, zum Angriff auf Troja bereit gemacht hatte, wurde im Hafen von Aulis mehrere Monate lang von ungünstigen Winden aufgehalten. Die Griechen wandten sich an das Orakel der Diana, und der Wahrsager Kalchas antwortete, dass sie niemals nach Troja segeln würden, wenn Dianas Zorn nicht zuvor durch den Tod und die Opferung von Iphigenie, der Tochter von König Agamemnon, besänftigt würde. Dieses Opfer und das, was danach geschieht wurde von Dichtern im Nachhinein sehr unterschiedlich geschildert. Einige berichten, dass Iphigenie tatsächlich geopfert wurde, andere waren der Meinung, dass Diana, von Mitleid bewegt, sie im Moment des Opfers Kalchas entriss und nach Tauris brachte, wobei sie dafür sorgte, dass an ihrer Stelle ein Hirsch (oder ein anderes Tier) getötet wurde. Euripides zeigt, dass auch er dieser Meinung war, und Ovid spricht davon in seinen Metamorphosen. Andere schließlich haben geschrieben, dass tatsächlich eine Iphigenie geopfert wurde, aber nicht die Tochter Agamemnons, sondern eine Tochter Helenas, die sie von Theseus hatte, bevor sie Menelaos, den König von Sparta, heiratete. Sie vertraute ihm dieses Geheimnis und ihre erste Ehe mit Theseus nie an und hielt daher die Geburt dieser Iphigenie vor ihm und allen anderen geheim und zog sie unter einem anderen Namen auf; ich gebe ihr den Namen Elisena. Diese dritte Meinung, die von Euphorion Chalcisensis, Alexander Pleuronius und Stephichorus von Himerae unterstützt wird, der von Pausanias in Buch II zitiert wird, bin ich in der Handlung des Dramas gefolgt, da die erste die Geschichte zu einem zu tragischen Ende und die zweite zu einer zu unglaublichen Auflösung führte. Das Thema wurde zuerst vom unvergleichlichen Euripides und dann vom berühmten Racine behandelt. Ich gestehe, dass ich in dem Bemühen, meine Komposition nicht vollkommen unwahrscheinlich zu gestalten, viel von beiden übernommen habe. Die Liebesgeschichten von Achilles und Iphigenie, Achilles' Reise nach Lesbos, wo er Elisena gefangen nahm, und andere Einzelheiten der Erzählung sind nicht ohne historische Grundlage


    Libretto

    https://www.loc.gov/resource/m…sp=1&st=slideshow#slide-3


    Kritik der Produktion in Innsbruck

    https://www.omm.de/veranstaltu…5-ifigenia-in-aulide.html


    Video der einer Aufführung in Bayreuth (verfügbar bis 10.11.2025 22:00 Uhr)

    https://www.ardmediathek.de/vi…FzdC9GMjAyNFdPMDA2OTU2QTA

    Ich bin dann mal weg.

  • Der britische Komponist Alan Bush erhielt an den Opernhäusern in Leipzig , Jena, Zwickau, Rostock, Weimar und Berlin/Staatsoper zwischen 1953 und 1970 mehrere Opernaufträge, u.a. auch für die Oper



    Joe Hill

    Libretto von Barrie Stavis


    UA: Staatsoper Berlin 29. September 1970


    Joe Hill (* 7. Oktober 1879, † 19. November 1915 in Salt Lake City), wurde in Schweden geboren und wanderte 1901 im Alter von 19 Jahren in die Vereinigten Staaten aus. Er wurde Mitglied einer großen Gewerkschaft namens „Industrial Workers of the World“ (IWW), im Volksmund auch als „Wobblies“ bekannt. Das Ziel dieser Gewerkschaft war die Organisierung von Arbeitern aller Branchen und sie stand sowohl Weißen aller Nationalitäten als auch Schwarzen offen.


    Die historischen Ereignisse, auf denen die Oper „Joe Hill“ basiert, ereigneten sich 1915 in Salt Lake City. In der Oper wandelt sich Joe vom unbeschwerten schwedischen Einwanderer mit menschlichen Schwächen, aber eisernem Willen zu einem idealisierten tragischen Helden der Arbeiterklasse, dessen einziger Makel in seiner sturen Loyalität gegenüber der Verliererseite im Kampf gegen das amerikanische Großkapitals und die korrupte Justiz zu Beginn des Jahrhunderts lag.


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    Staatsoper Berlin - Erich Siebenschuh (Joe Hill) bei Proben mit dem Komponisten Alan Bush



    Handlung


    Joe Hill hilft bei der Organisation eines Streiks gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in den Kupferminen von Salt Lake City. Alle Versammlungen wurden von der Polizei verboten. Trotzdem hält die I.W.W. eine Kundgebung ab. Joe Hill eröffnet die Versammlung mit einem seiner eigenen Lieder. Als die Polizei den ersten Redner festnimmt, wird sein Platz sofort von einem anderen Gewerkschaftsmitglied und dann wieder von einem weiteren eingenommen.

    Als der Kupfermagnat John Moody entdeckt, dass Joe Hill für diese Taktik verantwortlich zeichnet, ist er entschlossen, ihn mit Hilfe der Polizei zu vernichten. Im Büro des Polizeichefs findet ein Treffen statt, bei dem ein I.W.W.-Mitglied, das von Moody bezahlt wird, einen Plan ausarbeitet, um Joe Hill zu beseitigen.


    Während Joe seine Freundinn Martha Weber besucht, um ihr ein neues Flugblatt zu zeigen, das für den Streik wirbt, kommt Marthas Ehemann Henry dazu, gefolgt von Tom Sharpe. Henry ist gefährlich betrunken und hat eine Pistole; er droht, Joe Hill zu töten. Joe Hill wird getroffen, sagt Martha aber, sie solle fliehen, bevor die Polizei kommt, und taumelt hinaus. Tom Sharpe gibt daraufhin ein Zeichen an Moodys Schläger, die Martha ergreifen, knebeln und sie und Henry verschleppen sie. Sie werden nie wieder gefunden.


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    Tom Sharpe berichtet seinem Chef, dass er Joe Hill nicht töten konnte. Deshalb schmieden sie ein Komplott, um Joe Hill den Mord an einem Lebensmittelhändlerdurch einen maskierten Schützen in der vergangenen Nacht anzuhängen. Joe Hill wird wegen Mordes verhaftet. In seiner Zelle bekommt er Besuch von einem korrupten Anwalt Scott McBride, der Joe Hill seine Dienste kostenlos anbietet. Der Prozess beginnt, doch McBride unternimmt keine wirksamen Anstrengungen, Joe zu verteidigen. Dieser weist ihn ab und verteidigt sich selbst und entlarvt die Falschheit der Aussagen einer Zeugin.

    Aufgrund der Taktik des Staatsanwalts geht der Fall trotzdem verloren, und das gewünschte Ergebnis, Joe Hills Todesurteil, wird erreicht.

    Im Saal des Obersten Gerichtshofs des Staates Utah legt Joe Hill Berufung ein. Die Suche nach Martha und Henry Weber, den beiden Hauptzeugen der ursprünglichen Erschießung von Joe Hill, ist erfolglos geblieben, und Joe Hill kann seine Unschuld nicht beweisen; das Todesurteil wird bestätigt.

    Joe Hill legt daraufhin Berufung beim Begnadigungsausschuss ein, der aus denselben drei Richtern besteht, die zuvor am Obersten Gerichtshof des Staates tätig waren. Auch hier wird das Urteil bestätigt. Das Begnadigungsgremium erhält ein Telegramm von Präsident Wilson mit der Bitte um eine Neuverhandlung. Daraufhin wird ihm ein 14-tägiger Aufschub gewährt, aber vergeblich.

    Joe Hills Gefängniszelle. In der Nacht vor seiner Hinrichtung wird Joe in seiner Zelle von seinem Freund Ed Rowan besucht. Er fragt, ob es Neuigkeiten von Martha und Henry Weber gibt, den einzigen, die ihm ein Alibi verschaffen könnten. Als Ed Rowan dies verneint, erwidert Joe Hill, er glaube, Martha sei tot. Joe Hill gibt Ed Rowan zwei Gedichte, ein davon sein Testament. Zwei Wachen treten ein, legen Joe Hill Handschellen an und setzen ihn auf einen Küchenstuhl, an dem er Arme und Beine festbindet. Ein Befehl wird gegeben, und das Erschießungskommando schießt. Joe Hills Kopf sinkt nach vorne.


    (Seine letzten Worte, bevor er am 19. November 1915 von mehreren Gewehrschüssen tödlich getroffen wurde, waren: „Trauert nicht, organisiert euch!“ (Don’t mourn – organize!). Er selbst soll – der Legende nach – das Kommando zum Feuern gegeben haben.)


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    Staatsoper Berlin, 29. September 1970 - Joe Hill's Erschießung


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    Joe Hill

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    Das Manuskript von Joe Hills Testament



    My will is easy to decide
    For there is nothing to divide
    My kin don't need to fuss and moan
    "Moss does not cling to rolling stone"
    My body? Oh, if I could choose

    I would to ashes it reduce

    And let the merry breezes blow

    My dust to where some flowers grow

    Perhaps some fading flower then

    Would come to life and bloom again.

    This is my Last and final Will.

    Good Luck to All of you – Joe Hill

    Aus einer Kritik von James H. Suttcliffe in der New York Times vom 1. Oktober 1970: "Excellent direction by Erhard Fischer, a superb per formance by Erich Siebenschuh in the title role and a clever use by the designer Wilffried Werz of all the vast, open backstage spaces and huge elevators of the Staatsoper kept the perform ance visually exciting despite the economy of the approach. But Bush's score, sounding like the background music for a B‐westren movie, be trayed a distressing poverty of invention, and the ama teurish instrumentation and inexact orchestral perform ance did little to save the situation. One scene — Joe's final sentencing — sounded too much like the duel scene in Aaron Copland's “Billy the Kid” for comfort."

    Ich bin dann mal weg.

  • Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau (1786-1832)
    Lulu op. 65 (1824/25)


    Romantische Oper in drei Aufzügen

    Libretto (dänisch): Christian Carl Herman Frederik Güntelberg (1791–1842) nach August Jacob Liebeskind (1758–1793).


    Das Werk heißt schlicht „Lulu“; der Zusatz „oder: Die Zauberflöte“ wurde vermutlich bewusst ausgelassen, um einem Vergleich mit dem Werk Mozarts/Schikaneders aus dem Weg zu gehen. Gleichwohl kursiert das Werk heutzutage mitunter als „Dänische Zauberflöte“.


    Die Erzählung „Lulu oder: Die Zauberflöte“ erschien 1789 in „Dschinnistan oder auserlesene Feen- und Geister-Märchen, theils neu erfunden, theils neu übersetzt und umgearbeitet“ in Winterthur „bey Heinrich Steiner und Kompagnie“ in Band III, herausgegeben von Christoph Martin Wieland (1733-1813).


    Aus dem selben Sammelsurium schöpfte Emanuel Schikaneder die Stoffe und Inspirationen für seine Maschinenopern „Der Stein der Weisen“ (div. Komponisten), „Die Zauberflöte“ (Mozart) sowie „Das Labyrinth“ (Peter von Winter) oder „Der Spiegel von Arkadien“ (F. X. Süßmayr).


    Das Werk besteht weniger aus aneinandergereihten Arien als aus größer angelegten Szenen (Ensembles) mit Chören und Solisten. Ein bisschen Rossini, etwas Don Giovanni, eine Prise Freischütz ... gesungen wird in Dänisch; was dem Deutschen allerdings klanglich recht ähnlich ist.


    Clavierauszug des Komponisten bei der IMSLP


    Personen

    Sidi (Sopran)

    Wela (Sopran)

    Delfeng (Bass)

    Lulu (Tenor)

    Barca, ein Zwerg (Bariton)

    Ein Hirte (Tenor)

    Vier Genien (Soprane et Alte)

    CHOR der Hirten und Hirtinnen, der Hexen, der Schwarzalfen, Nikken und der Elementargeister.


    I. Act

    Ouvertüre

    N° 1 Introduzione: Erwacht, fasst Muth

    N°2 Cavatina con Coro: Nein, wilder Jäger

    N° 3 Duettino con Coro: Die Stimme hör' ich

    N° 4 Aria con Coro: Welch Pochen im Busen

    N° 5 Cavatina: Von freundlichen Thälern

    N° 6 Finale: Willst's Bräutchen heim


    II. Act

    N° 7 Introdozione: Freundlich und flink

    N° 8 Spinnlied: Meister Fliegenschreck

    N° 9 Quartetto: Mutter! Hör' ich deinen Ruf?

    N° 10 Duetto: Wie sie so schön ist

    N° 11 Scene con Coro: Hört ihr Sylphen!

    N° 12 Duetto: Erinnre dich des Chors

    N° 13 Finale: O könnt ich zu dir eilen


    III. Act

    N° 14 Introduzione ed Aria: Ach nein!

    N° 15 Aria: Klang der seel'gen Götter Triebe

    N° 16 Marsch mit Chor: Wir bringen dir Blumen

    N° 17 Trinklied mit Chor: Stürzen müßt' das Weltgerüste

    N° 18 Finale: Welch ein klagender Klang



    Uno Ebrelius, Kirsten Hermansen,

    Ellen Margrethe Edlers, Mogens Wedel,

    Else Brems, Thyge Thygesen, Tenna Kraft


    Danish State Radio Symphony Orchestra

    Launy Grøndahl



    Tina Kiberg, Anne Frellesvig,

    Risto Saarman, Ulrik Cold,

    Erik Harbo, Kim von Binzer


    Danish National Radio Symphony Orchestra

    Michael Schønwandt





    Abgesehen von den etwas nervenden Knalleffekten gefällt mir das Duett im ersten Aufzug richtig gut *kiss* - zudem auch im weiteren Verlauf der häufige Einsatz von begleitenden Solinstrumenten (Violoncello, Oboe, Clarinette ... ahja: und Flöte). Der Auftritt des Zwergs ist natürlich wunderbar - unterlegt mit einem Fandango.

    You might very well think that. I couldn't possibly comment.“ (Francis Urquhart)

  • Abgesehen von den etwas nervenden Knalleffekten gefällt mir das Duett im ersten Aufzug richtig gut - zudem auch im weiteren Verlauf der häufige Einsatz von begleitenden Solinstrumenten (Violoncello, Oboe, Clarinette ... ahja: und Flöte). Der Auftritt des Zwergs ist natürlich wunderbar - unterlegt mit einem Fandango.

    Ich führe das noch ein wenig weiter aus, da ich das Werk durchaus schätzen kann, obwohl mich das Geflöte zunehmend nervt:


    Der 2. Akt ist überproportional und fällt mit einer Dauer von 75 Minuten gegenüber dem 1. Akt (ca. eine Stunde) und dem 3. Akt (ca. 40 Minuten) aus der Reihe. Da stellt sich mir die Frage: wo die Pause einlegen? Zumal der 2. Akt musikalisch jede Menge Gelegenheit anböte, triumphal zu enden ... Nach dem ersten Akt? Dann benötige man jede Menge Sitzfleisch für den Zweiten und Dritten ... erst nach dem Zweiten? Dann kehrt sich das um und für die paar Minuten des 3. Aktes lohnt es ja auch kaum mehr. Lösung: nach dem Ersten eine größere Pause, nach dem Zweiten eine kürzere Raucher- ähm. Räusperpause. Die groß angelegte Introduktion zum 2. Akt spräche dafür ...


    Lulu; man glaubt kaum, daß es sich um eine männliche Person handelt (also nicht wie bei Alban Berg); ist personell etwa vergleichbar mit Prinz Tamino und seiner Zauberflöte. Dilfeng, der Zauberer, Bass, hat hier eine Sarastro ähnliche Funktion. Pamina entspräche etwa Prinzessin Sidi, die Königin der Nacht wäre der Fee Periferime an die Seite zu stellen. Allerdings behalten die beiden ihre Eigenschaften, Dilfeng also ist „der Böse“ und Perifermine die „erlösende Fee“.


    Musikalisch gibt es ab und zu ein paar Anspielungen, Zitate würde ich das nicht nennen: die 32tel der Bläser beispielsweise, welche die Gefühle Lulus untermalen, könnte man den drei Knaben zuordnen. Das Finale Akt II nimmt dann aber doch einen nicht zu verleugnenden Bezug auf den Finalchor der Zauberflöte. Die vielen triolen im Gesang lassen Rossini durchschimmern - was allerdings für den Gesang echt schräg ist, sind gebrochene Akkorde (dazu noch im Duo) als Triolen: ich finde das eher störend; es wirkt übertrieben.


    Bereits im ersten Akt ist mir aufgefallen, daß es eine Art Sprechgesang gibt, der mich an Verdis Requiem erinnert: es ist hier kein wirklicher Sprechgesang, sondern ein monotones Ostinato auf einem Ton (Zwerg und später im Chor der Hexen). Mir gefällt das sehr gut. Im Melodram des 2. Aktes wird der Sprechtext (leider, aber wohl zu Gunsten der Musik) in dieser Aufnahme ausgelassen, im dritten Akt jedoch ausgeführt.


    Der letzte Akt beginnt einmal mehr mit einer düsteren Introduktion, die folgende Aria Sidis ist stilistisch Mozarts Idomeneo recht nah. Tatsächlich lassen die Walzerrhythmen und schmissigen Chöre mit allem möglichen Tschingderassa im 3. Akt gelegentlich vorausschauend an Verdi denken ... gleich im Anschluss Cosí fan tutte 8-). In letzter Sekunde geht noch mal richtig der Punkt ab.


    Das würde ich gerne mal auf der Bühne oder auf DVD verkosten.

    You might very well think that. I couldn't possibly comment.“ (Francis Urquhart)

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    Liszt im Alter von 15 Jahren


    Franz Liszt


    Don Sanche ou Le château d’amour

    (Don Sanche oder Das Schloss der Liebe)

    Libretto: Emmanuel Théaulon und Mme. de Rancé

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    Dieses Jugendwerk Franz Liszts erlebte seine Uraufführung am 17. Oktober 1825 (fünf Tage vor seinem 14. Geburtstag) in der Salle Le Peletier der Opéra de Paris. Die Kritiken fielen gemischt aus. 1826 erklärte der Almanach des Spectacles, dass dieses Werk wegen des jugendlichen Alters des Komponisten milde beurteilt werden sollte. Einem Biographen, der mit ihm später über seine Oper sprach, antwortete Liszt, dass die verlorene Oper, sollte sie jemals wieder ans Licht kommen, einer Veröffentlichung nicht würdig wäre, da „nichts übrig blieb“. Es fanden nur vier Aufführungen statt. Über 150 Jahre lang wurde die Oper nicht mehr aufgeführt.


    Man ging davon aus, dass das Manuskript beim Brand der Salle Peletier im Jahr 1873 zerstört wurde. Doch 1903 fand der Liszt-Biograf Jean Chantavoine es zwischen zwei Bänden in der Bibliothek des Palais Garnier. Die Partitur ist nicht von Liszts Handschrift und enthält viele sich wiederholende Markierungen, die an Liszts Lehrer Ferdinando Paër erinnern. Dies veranlasste den Musikkritiker Émile Haraszti sogar zu der Behauptung, die Oper stamme gar nicht von Liszt, sondern sei ein Werk Paërs. Er konnte nicht glauben, dass ein damals 13-Jähriger ein so raffiniertes Werk schaffen konnte. Die Partitur der Oper wurde bisher nicht veröffentlicht, es gibt aber einige wenige Mikrofilme des Manuskripts. Seit ihrer Entdeckung gab es nur wenige Aufführungen der Oper. Am 17. Oktober 2025 wird die Oper im Grand Théâtre Calais zum 200sten Jahrestag der UA wieder aufgeführt werden.

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    Handlung

    Die Ouvertüre hat keinen musikalischen Bezug zur Oper und könnte durchaus schon früher entstanden sein: Im Juli 1824 war das Wunderkind mit seinem Vater auf Tournee durch Großbritannien und bei einem Konzert in Manchester wurde eine große Ouvertüre mit vollem Orchester aufgeführt. Dies sollte später die Ouvertüre zu Don Sanche werden.


    Worum geht’s beim „Don Sanche“?


    Der Magier Alidor baute einst ein Schloss, in das nur wirklich Verliebte eintreten dürfen. Ritter Don Sanche muß daher draußen bleiben, da er alleine ist und seine Geliebte mit ihm Schluß gemacht hat. Als Don Sanche erwartungsvoll am Tor erscheint, erklärt ihm ein Page, dass er ohne eine Partnerin, die ihm lebenslange Liebe geschworen hat, nicht eintreten kann. Don Sanche bemerkt wehmütig, dass er sofort eingelassen würde, wenn die einzige Voraussetzung darin bestünde, dass man einen anderen liebt, und singt von seiner Liebe zu der hartherzigen Elzire. Der Page erinnert ihn nochmals an die Eintrittsbedingungen und verweigert ihm den Zutritt.


    Don Sanche ist überzeugt, dass er Elzires Liebe niemals gewinnen wird und beschließt stattdessen, im Kampf zu sterben. Alidor, der Burgherr, erklärt, wie er diese Burg als Denkmal der Liebe erbauen ließ aus Dankbarkeit gegenüber dem Schicksal, das ihm viele glückliche romantische Begegnungen beschert hatte. Alidor sieht Elzires Zukunft voraus: Das Mädchen wird einen jungen Mann königlichen Blutes zum Ehemann wählen und ist deshalb auf dem Weg nach Navarra zu ihrem Zukünftgen. Der Zauberer verspricht Don Sanche, Elzire zu einem Kurswechsel zu bewegen. Als sich der Himmel bewölkt, befiehlt Alidor den Geistern, einen Sturm zu entfachen, bevor Elzire mit ihrem Gefolge eintrifft.


    Alidor teilt nun Don Sanche mit, dass Elzire in großer Gefahr schwebt und es an Don Sanche liegt, sie zu retten. In einem Duett singen Don Sanche und Alidor über die Qualen der Liebe. Alidor erklärt, dass Elzires Weg sie durch einen nahegelegenen Wald führen wird. Er wird Elzire und ihr Gefolge deshalb zum Schloss umleiten. Don Sanche befürchtet, dass all seine Bemühungen vergeblich sein werden, aber Alidor kündigt an, erneut einen Sturm heraufzubeschwören, der Elzires wahre Gefühle offenbaren wird. In einer furchterregenden Arie zaubert er einen Sturm herauf, der dramatisch hereinbricht. Der Sturm ist erfolgreich, und Elzire erreicht das Schloss. Der Page fragt Elzire, warum sie gekommen sei. Sie antwortet, sie suche Schutz vor dem Sturm, doch der Page erkärt ihr die die Schlossregeln und verweigert auch ihr den Eintritt. Der Sturm beginnt erneut zu toben, der Page betritt das Schloss, und die Zugbrücke wird hochgezogen. Elzire findet schließlich Zuflucht im Zelt Don Sanches. Plötzlich erscheint der gefürchtete Ritte Romualde um Elzire zu entführen. Don Sanche kämpft mit ihm und wird dabei tödlich verwundet. Als Elzire sieht, dass Don Sanche ihretwegen stirbt, entdeckt sie aufs Neue ihre Zuneigung zu ihm. Der als Romualde verkleidete Alidor hatte in Wirklichkeit Don Sanche aber nur leicht verletzt und heilt die Wunde des Ritters. Elzire und Don Sanche können nun gemeinsam das Schloß der Liebe betreten.


    Ich bin dann mal weg.

  • Vojtěch Matyáš Jírovec (1763-1850)

    (Adalbert Gyrowetz)

    Lékař oční (Der Augenarzt: 1810/11)


    Hrabě Kamenský, vlastník statku Skalky // bas – Michal Marhold

    Horský vojenský lékař // tenor – Ondřej Benek

    Pastor Volný // bas – Jiří Poláček

    Ludmila, jeho choť // soprán – Helena Kalambová

    Marie, jejich dcera // soprán – Hana Holodňáková

    Filip, jejich svěřenec // soprán – Veronika Vojířová

    Vilemína, jejich svěřenkyně // soprán – Eliška Minářová

    Ježek, zámecký klíčník // tenor – Vincenc Ignác Novotný


    Musica Florea

    Marek Štryncl



    Schön! Zunächst rossinesk, dann Paisiello, dann Cosí fan tutte und Martín y Soler ...

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    Vojtěch Jírovec


    Möglicherweise möchte ja jemand etwas über diese Oper erfahren wollen.


    In dem Fall findet er/sie auf dieser Website Auskunft über die Handlung, die Entstehung und über den Komponisten des Werks. Der tschechische Text kann mit der Übersetzungsfunktion in der Adressleiste des Browsers direkt in halbwegs ordentliches Deutsch übertragen werden.

    Ich bin dann mal weg.

  • Danke!


    Zusätzlich gibt es hier noch einen Klavierauszug mit deutscher Textfassung (allerdings ohne die gesprochenen Dialoge).


    Besonders hervorzuheben erlaube ich mir die Romance der Marie im 2. Akt mit obligatem Violoncello, im Video ab ca. 1:31:20.

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  • Banner Strizzi
  • Ergänzung zur Operette L'adorable Bel-Boul von Jules Massenet (# 436)


    Es liegt jetzt die weltweit erste Aufnahme dieses Werks auf CD vor.


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    Ich bin dann mal weg.


  • Francesco Maria Veracini (1690-1768)
    Adriano in Siria (1735)


    Adriano: Sonia Prina, contralto

    Farnaspe: Ann Hallenberg, mezzo-soprano

    Emirena: Roberta Invernizzi, soprano

    Sabina: Romina Basso, mezzo-soprano

    Idalma: Lucia Cirillo, mezzo-soprano

    Osroa: Ugo Guagliardo, bass


    Europa Galante

    Fabio Biondi



    IMSLP


    Metastasios Libretto wurde erstmals von Caldara 1732 vertont; danach etwa weitere 70 (oder mehr) Male, darunter: Hasse, Galuppi, Graun, Scarlatti, J. Chr. Bach, Holzbauer, de Majo, Sacchini, Mysliveček, Anfossi, Sarti, Cherubini, Mayr, Méhul, zuletzt 1828 von Mercadante; die Libretti wurden teilweise jedoch bearbeitet. Allein 1735 wurde das Werk von drei verschiedenen Komponisten uraufgeführt:


    26. November 1735, King's Theatre am Haymarket (Komponist: Veracini)
    26. Dezember 1735, Teatro Regio Ducale (Komponist: Broschi)

    27. Dezember 1735, Teatro Tordinona (Komponist: Egidio Duni)

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  • Bei den "unbekannteren" Opern kommt man schwer an "Siberia" von Umberto Giordano vorbei. Hat zwar nicht die Klasse von "Andrea Chenier", einem absoluten Meilenstein des Verismo, würde es aber verdienen, gelegentlich im Repertoire größerer Hauser aufzuscheinen.


    GIORDANO, U.: Siberia [Opera] (Bregenz Festival, 2 ...


    Vor einigen Jahren in Bregenz aufgeführt:


    https://encrypted-vtbn0.gstati…thkPeFqzu85BZHQW9Cs5ozK5A



    Ähnliches gilt für Tschaikowskis Spätwerk "Iolanta", derzeit im Repertoire der WSO. Hat eine deutlich größere musikalische Präsenz als seine anderen Bühnenwerke, wobei er ja nicht unbedingt als Opernspezialist gilt.


    IOLANTA by P. I. Tschaikowski

  • Zitat von Musikprofessor

    Vor einigen Jahren in Bregenz aufgeführt:



    Verlinkung zum Werbepartner!



    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)


  • Erik Aren Schroeder (2002)
    La Locandiera (2022)

    (Libretto: Gaetano Rossi nach Carlo Goldoni)


    Mirandolina: Electra Lochhead
    Il Cavaliere di Ripafratta: Tiago Sousa
    Il Marchese di Forlipopoli: Filippo Turkheimer
    Il Conte d'Albafiorita: Benjamin Sattlecker
    Fabrizio: Dominik Milewski
    Maestro al cembalo: Erik Aren Schroeder
    Orchestra of students & associates of the Universität Mozarteum Salzburg


    Damit widerlegt ist, daß ich mich nicht für neue Musik interessiere: neue Musik muß nicht immer „á la mode“ sein - also, es geht doch. Schroeder hat sein Musikstudium damit bestanden und m. E. auch verstanden. Dem heutigen Publikum wird es ergehen wie es dem damaligen Publikum ergangen ist: man wird einige Assoziationen zu bereits bekannten Werken von ganz zu Unrecht verstorbenen Kollegen (Paisiello, Mozart: viel Figaro, ...) haben ...


    Ein gelungenes Projekt! :hail::hail::hail:

    Nett, einen lebenden Kollegen gefunden zu haben.

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  • Gibt es auch zu Recht verstorbene Kollegen?

    Natürlich nicht; kleine Hilfestellung: es ist eine Art Malapropismus oder rabullistisch verdrehte Redewendung, die sich aus „zu früh verstorben“ und „zu Unrecht vergessen“ zusammensetzt. Es gibt also auch zu früh vergessene Koniferen.


    ;)

    You might very well think that. I couldn't possibly comment.“ (Francis Urquhart)