Dirigenten und Interpreten als Komponisten

  • Es ist bekannt, daß Wilhelm Furtwängler sich als dirigierenden Komponisten sah, und als solcher wahrgenommen werden wollte - und nicht etwa umgekehrt. Leider sah das die Nachwelt anders. Viele große Interpreten und Dirigenten hinterliessen der Nachwelt Kompositionen - die zumeist in den Archiven verstauben. Hier ist der geeignete Platz, Werke dieser Künstler vorzustellen und zu erläutern oder zu bewerten. Mir fallen spontan die Namen Wilhelm Kempff, Otto Klemperer und Igor Markewitch ein- aber es gibt noch weitere...


    Hier sollen Werke , die von berühmten Interpreten oder Dirigenten stammen vorgestellt und kurz erläutert werden,.,,,,


    mfg aus Wein
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Ich kenne die drei Symphonien von Furtwängler. Entgegen der landläufigen Meinung finde ich die 1. Symphonie am besten. Sie erinnert mich sehr an Bruckners 5. Die Coda des Finale ist unverkennbar daran angelehnt.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Von der 1. Symphonie gibt es nur zwei Aufnahmen überhaupt:



    Ich kenne beide. Die Aufnahme des Staatlichen Slowakischen Philharmonischen Orchesters unter Alfred Walter gefiel mir eindeutig besser. Feinheiten im Finale werden hier viel deutlicher hörbar als in der Aufnahme der Staatskapelle Weimar unter George Alexander Albrecht. Gleichwohl stünde noch eine Aufnahme mit einem Spitzenorchester aus, wobei das wohl eher ein frommer Wunsch bleiben dürfte. Lediglich Furtwänglers 2. Symphonie wurde von Barenboim mit dem Chicago Symphony Orchestra in einer modernen Stereo-Aufnahme eingespielt:



    Allerdings gibt es von der 2. auch einige Aufnahmen unter Furtwängler höchstpersönlich, mindestens fünf Stück, wobei die prominenteste sicher die Studio-Einspielung von 1951 mit den Berliner Philharmonikern ist:



    Ferner dirigierten Jochum (anläßlich des Todes von Furtwängler), Walter und Albrecht dieses Werk:



    Die 3. gibt es wiederum von Walter und Albrecht; daneben existiert ein Mitschnitt unter Keilberth von 1967:


    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid


  • Celibidache als Komponist? Hat dieser Dirigent eigene Musik geschrieben? Und aufgenommen hat er sie auch? Ja lautet die überraschende Antwort. Um Geld für ein Kinderhilfswerk zu sammeln, hatte er den "Der Taschengarten" komponiert und mit dem SWR Stuttgart Radio Symphony Orchestra Ende der 80er Jahre eingespielt. Die Deutsche Grammophon macht uns diese Aufnahme zugänglich.
    .

    Knochen sind Bausteine. Sie bedeuten nicht den Tod, aber fallen ohne Fleisch auseinander.

    Enno Poppe

  • Im Falle von Furtwängler, Klemperer, Walter dürfte nicht nur die Nach-, sondern schon die Mitwelt weitestgehend der Ansicht gewesen sein, dass es sich um komponierende Dirigenten handelt, nicht umgekehrt... :D


    Markevitch ist allerdings ein anderer Fall. Der wurde mit knapp 20 Anfang der 1930er in Paris als "zweiter Igor" gehandelt und hat sich erst später aufs Dirigieren verlegt, das Komponieren aber im mittleren Alter aufgegeben und seine eigenen Werke auch nicht aufs Programm gesetzt. Darüber wurde schon mal im thread zu diesem Musiker diskutiert. Marco Polo/Naxos hat eine Reihe seiner Werke herausgebracht.


    Ein weiterer komponierender Interpret, bei dem diese Bereiche ziemlich scharf getrennt waren, war Artur Schnabel. Ich habe noch keines seiner Werke gehört (sie sind atonal und expressionistisch), aber es sind eine Reihe in den letzten Jahren eingespielt und positiv aufgenommen worden.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • René Leibowitz hinterließ ein umfang- und abwechslungsreiches Werk von 93 Opuszahlen

    in allen möglichen Bereichen außer der Bühne - mit Schwerpunkt in der Kammermusik. Das Werk ist geprägt von seinem avantgardistischen Musikverständnis im Anschluss an die zweite Wiener Schule, das er auch als Lehrer z. B. in Darmstadt oder an Schüler wie Boulez, Globokar, Theodorakis, Henze, Pettersson und andere weitergab.


    Nur wenig ist von ihm heute als Aufnahme erhältlich, bis auf diese Kammermusik habe ich jetzt nichts gefunden - nicht sehr einfach zugänglich, finde ich.

  • Ich will und kann es kurz machen:
    Ich hatte einige Sinfonien von Klemperer und Furtwängler (auch einige die Josef abgebildet hat) vorliegen.
    ;( Die Werke waren so langweilig, dass ich diese CD´s mit viel Mühe baldmöglichst verkauft habe ...


    Johannes Roehl hat es in Beitrag 5 schon genauer spezifiziert warum !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Es gibt kaum einen Dirigenten, der mehr Begeisterungswürdiges als Komponist geschaffen hat, als Leonard Bernstein.


    Schon in den 80er-jahren hatte ich alle DG-Aufnahme siener Werke auf LP mit gröstem Interesse angeschafft.
    Später natürlich alles verfügbare auf CD !


    Inzwischen bin ich zu der Auffassung gelangt, dass seine CBS-Aufnahmen alle vorzuziehen sind. Aber damit sind die späteren DG-Aufnahmen keineswegs schlecht, oder sollten gemieden werden. Als Ergänzung auf jeden Fall auch sehr gut ! Für mich als Bernstein-Fan - ein MUSS !
    Ich habe und schätze Beide.


    Inzwischen ist die Anschaffung einfach, da man die GA preiswert erwerben kann und keine Jagt auf die Einzel-CD´s mehr machen muss (wie ich damals):


    die CBS-Aufnahmen Neuausgabe:
    DG, 7CD, 1978-1985............................................................................................................... SONY, 7CD, 1962-1968, ADD


    Meine Lieblingswerke sind neben den 3 Sinfonien, die Sinfonischen Tänze aus West Side Story und genauso fantastisch die Sinfonische Suite On the Waterfront - aus der Filmmusik "Die Faust im Nacken" und natürlich die fetzige Candide - Ouvertüre.


    Natürlich auch wichtig die GA seines Hauptwerkes - des Musikals West Side Story:
    Einige sehen diese DG-Produktion als eine sehr umstrittene Aufnahme, die ich aber aufs höchste schätze. Ich habe im TV die DOKU gesehen, mit welchem Herzblut alle Beteiligten bei den Aufnahmesitzungen dabei waren - einfach Mega-Jahrhundert-Klasse !
    Es macht einfach Spass diese musikalische Freude mit zu erleben. Die negativen Meinungen zu dieser Produktion will und kann ich nicht nachvollziehen (zumal mich ansonsten der Singsang-Quark wo anders auch gar nicht interessiert) - aber was hier geboten wird, das ist musikalisches Niveau auf höchster Ebene.



    DG, 1985, DDD

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • René Leibowitz hinterließ ein umfang- und abwechslungsreiches Werk von 93 Opuszahlen

    in allen möglichen Bereichen außer der Bühne - mit Schwerpunkt in der Kammermusik. Das Werk ist geprägt von seinem avantgardistischen Musikverständnis im Anschluss an die zweite Wiener Schule, das er auch als Lehrer z. B. in Darmstadt oder an Schüler wie Boulez, Globokar, Theodorakis, Henze, Pettersson und andere weitergab.


    Nur wenig ist von ihm heute als Aufnahme erhältlich, bis auf diese Kammermusik habe ich jetzt nichts gefunden - nicht sehr einfach zugänglich, finde ich.


    Ich hatte den Eindruck, dass er sich ziemlich langsam aus dem Schönbergschen Schatten herausarbeitete. Wohl vor allem bekannt als Vermittler dieses Stils nach Frankreich. Ich weiß nicht, ob er nun in dieser Rolle oder als Dirigent berühmter war? Mal in meinem alten Lexikon nachschlagen ...
    :hello:

  • Ein weiterer komponierender Interpret, bei dem diese Bereiche ziemlich scharf getrennt waren, war Artur Schnabel. Ich habe noch keines seiner Werke gehört (sie sind atonal und expressionistisch), aber es sind eine Reihe in den letzten Jahren eingespielt und positiv aufgenommen worden.


    Es gibt auch frühere, tonalere Werke wie die Sonate für Violine solo (1919):

    Sehr schön von Christian Tetzlaff eingespielt. Die späteren Werke kamen mir bislang etwas "trocken" vor ...
    :whistling:

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  • Wenn ich vielleicht aus meiner Liederecke einen kleinen Beitrag leisten darf:


    Bruno Walter hat Lieder komponiert. Ich weiß nicht wie viele. - aber zwei kenne ich. Ihnen liegen Gedichte von Eichendorff zugrunde: "Der Soldat" und "Der junge Ehemann". Die melodische Linie der Singstimme wird tonal geführt, die Klavierbegleitung weist eine gewisse rhythmische Finesse auf.


  • A) Gustav Mahler war zu seiner Zeit ein gefeierter Dirigent. Und wie man hört, soll er auch ab und zu komponiert haben. :jubel:
    (Der erst Dirigenten/Komponistensuperstar war wohl der Mendelsohn der Felix)


    B) Früher hat er viel komponiert und seine Werke wurden vielfach aufgeführt, heute macht er es auch noch: Pierre Boulez


    Dagegen sind Furtwänglers Bemühungen um Kompostionen meist mit "schwerer dunkler Soße" übergossen. (Komposition, so könnte man meinen, kommt vom Wortstamm Kompost. In der Tat: Fu hat mehr kompostiert als komponiert) Und Klemp kannste in diesem Metier auch vergessen.


    Gruß aus Kiel

  • Von Klemperer kenne ich den "Merry Waltz", ein eher ironische Stück, das als Füller auf irgendeiner CD mit drauf ist.
    Furtwänglers 2. habe ich ebenfalls in einer DG-Box; irgendjemand schrieb über dessen Musik nicht ganz unpassend "like Bruckner on steroids"...


    Boulez war (wie meines Wissens auch Maderna) allerdings zuerst als Komponist bekannt; seine ersten bedeutenden Kompositionen stammen aus der Zeit um 1950, während er als Dirigent so richtig berühmt wohl erst mit der Einladung nach Bayreuth für Parsifal Mitte/Ende der 1960er wurde.
    (Ebenso schrieb Mahler, auch wenn er von Kritikern als komponierender Kapellmeister bezeichnet wurde, das "Klagende Lied" mit Anfang 20 als er sich noch in der Provinz durchschlagen musste.)

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Siegmund von Hausegger ( *16.08.1972 – †10.10.1948 )


    war ein österreichischer Komponist und Dirigent. Ab 1920 war er Chefdirigent der Münchner Philharmoniker.


    Er erlangte Bekanntheit u.a. auch durch seine Interpretationen der Orginalfassungen der Werke Anton Bruckners. Auch leitete er einige Erstaufführungen der Original-Fassungen Bruckners: Die Fünfte sowie die Neunte Sinfonie.


    Hauseggers Tonsprache pendelt irgendwo zwischen Bruckner/Wagner/Mahler.


    Ein Werk möchte ich vorstellen:


    Natursinfonie
    Interpreten:
    WDR Rundfunkchor Köln,
    WDR Sinfonieorchester Köln
    Ari Rasilainen


    Label: CPO

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Hallo maurice,


    das Hausegger Dirigent war war mir gar nicht bekannt. Der Blick auf amazon zeigt dann auch eine Bruckner 9 - Aufnahme mit ihm.


    Die von Dir abgebildete cpo-CD seiner Natursymphonie (1911) habe ich seit langem durch eine Empfehlung von Johannes (guercouer) auch vorliegen.


    Das von Bruckner beeinfluste Werk ist soweit interessant anzuhören und wird von Rasilainen mit dem Kölner RSO wirklich fabelhaft dargeboten; Klangtechnisch ist diese Aufnahme von 2006 ebenfalls auf aktuellem Stand und sehr gut.
    Ich habe die CD vorliegen; auch als SACD verfügbar.



    :) Bleibt jetzt nur noch festzustellen, dass es das wohl war - denn mehr gibts von "Hausi" nicht !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • hallo miteinander,


    war nicht auch der uns eher als Komponist bekannte Felix Weingartner auch ein recht aktiver Dirigent ? Ich meine, schon einige Aufnahmen mit ihm als Dirigenten gesehen zu haben.


    rolo


    Nachtrag : ich habe eben bei Amazon mal 'Weingartner Beethoven' eingegeben, da kommt einiges heraus, es gibt da einen kompletten Zyklus von ihm.

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Ich bin mir sicher, das wir das Thema schonmal hatten, denn es fällt mir in dem Zusammenhang gleich ein Beitrag über Swetlanow ein, den ich bereits geschreiben hatte.


    Jewgenij Swetlanow (1928-2002) als Komponist
    Ich lies mich Anfang 2010 überraschen und habe bei jpc die 2010 erschienene WARNER-3CD-Box mit seinen Werken bestellt:



    Symphonie Nr. 1; Daugava-Sinf.Dichtung;
    Poeme für Violine & Orchester;
    Poeme symphonique "Le Sorbier rouge"; Klavierkonzert; Reflections
    symphoniques; Tableau symphonique "L'Aube sur les champs";
    Sibirische Fantasie; Bilder aus Spanien; Rhapsodie Nr. 2;
    Variations russe für Harfe & Orchester
    USSR SO, Evgeni Svetlanov
    WARNER; Melodiya-Aufnahmen, ADD




    In der Swetlanow-Brillant-10CD-Box finden sich dann auch einige seiner Werke (aber nichts was oben auch schon vorhanden war):



    Brillant, LIVE, ADD


    Die fantastische Sinfonische Dichtung Daugava ist in der Brilli-Box sogar noch in einer besseren Aufnahme (1976) vorhanden, als bei WARNER.
    Das Festive Poem op.9 und Preludes - Symphonic Reflections auch gute Live-Aufnahmen von 1970 und 1966. Die restlichen Werke liegen in der obigen WARNER in besseren Aufnahmen vor und sind bei Brillant wieder einmal mehr Mono-Klangschrott.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Auch wenn ich selbst kein Anhänger der Musik von Furtwängler oder Klemperer bin, so meine ich denoch, daß man die beiden nicht so einfach als "langweilig" abqualifizieren sollte. Das mag man selber so empfinden - ander mögen das anders sehen (hören), Daher hier ein Link auf eine Aufnahme mit Klemperers Sinfonien Nr 1 und 2.

    - Furtwänglers Sinfonien wurden ja schon weiter oben im Thread gezeigt. Ob Furtwänglers Sinfoninien - wie oft behauptet wird - jenen von Anton Bruckner stilistisch nahe stehen - muß wohl jeder für sich selbst beantworten, ebenso wie das Statement, man finde in Klemperers Sinfonien gelegentlich "Mahlerismen" Die Musik des Pfitzner-Schülers Klemperer ist eine Klasse für sich und stilistisch nur schwer einzuordnen. Daß er als Komponist ein Spätromantiker war, daran dürfte wohl kein Zweifel bestehen - aber es ist schwer, ihn mit jemandem zu vergleichen. Der Harenberg Konzertführer nennt weder Wilhelm Furtwängler noch Otto Klemperer als Komponisten.Ob das ein Mank der genannten oder des Nachschlagewerkes ist, sei an dieser Stelle offen gelassen......



    mit freundlichen GRüßen aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !


  • Weingartner ist heute eigentlich bekannter als Dirigent denn als Komponist; wie es damals war, weiß ich nicht so genau (ähnlich bei von Haussegger). Es gibt jedenfalls einen Beethoven- und einen Brahmszyklus aus den 1930ern. Überdies ist Weingartner auch für seine Ausgaben der Beethovensinfonien (mit leichten instrumentellen Retuschen) sowie für seine Orchestrierung von Beethovens Sonate op.106 und eine Vervollständigung/Instrumentation eines Schubert-Torsos bekannt.

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    (Bob Dylan)

  • Zumindest finde ich, daß die Kompositionen Furtwänglers am ehesten jenen Bruckners ähneln. Hier ein Auszug aus dem Finale seiner 1. Symphonie.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

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  • quasi als Vorurteilsbestätigung
    Furtwängler Sinfonie Nr.3 mit Keilberth und Bamberger Sinfonikern.
    Da ist alles reingemixt, was man so seit ca. 1850 kriegen konnte, eben kompostierte Ware.


    "Wattn förn groten Schiet" sagte mein Opa immer.


    Gruß aus Kiel

  • noch einen Kandidaten für diesen Faden:


    ANTAL DORATI

    jawohl, genau der, der eine Haydn-Sinfonien GA vorgelegt hat mit der Philharmonia Hungaria




    Eine Kostprobe gefällig? – Bittesehr:



    Muss ja nicht jedem gefallen … 8)

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)


  • Dass der Cellist Giovanni Battista Barbirolli, den sie später nur noch Sir John nannten, ein fleißiger Komponist war, ist sicher allgemein bekannt. Ganz entzückend ist zum Beispiel sein viersätziges Oboenkonzert im italienischen Stil nach Pergolesi.


    Weniger bekannt dürfte sein, dass Barbirolli gelegentlich auch zum Taktstock griff.

  • Dann wollen wir hier doch mal Esa-Pekka Salonen nicht vergessen. Ich weiß nicht, ob er sich eher als Komponist oder Dirigent sieht...







    Auch von Herbert Kegel gibt es einige Kompositionen, da muß ich mich aber erst noch mal schlau machen...

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Als ich heute den neuen Wilhelm Kempff Thread startete, fiel mir ein, daß ich vor Jahren eine (vernichtende) Kritik über eine seiner Kompositionen gelesen hatte. Darin wurde Kempff zitiert, der angeblich einmal gesagt haben sollte, daß reproduzierende Künstler erster Güte - so sie auch komponierten, meist nur mittelmäßiges aufs Notenpapier gebracht hätten.
    Der Rezensent fragte tückisch verschlagen, ob dieses Aussage von Kempff auch auf dessen eigene Werke Anwendung finden dürfe ??


    Das muß wohl jeder für sich entscheiden .....


    mfg aus Wien
    Alfred

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