Etwas über den Schwachsinn zu schreiben den Claus Guth Inszenierung nennt würde bedeuten ihm mehr Aufmerksamkeit zu Teil werden zu lassen, als er für diese Leistung verdient hat.
Im ersten Aufzug hörten wir einen etwas uncharmenten und mit leicht kehliger Stimme singenden Simon O'Neill als Siegmund, er sich allerdings spielend über das Orcehster hinweg setzen konnte.
Heide Brunner fand ich im ersten Akt als Sieglinde zu wenig charismatisch, sie blühte dafür im dritten Akt dann auf, schade das sie diese Leistung nicht schon im ersten Akt gezeigt hatte.
Der Höhepunkt des ersten Aktes hingegen war der Hundiong wundervoll gesungen von Alexander Tsymbalyuk.
Das Dirigat war hier leider etwas durchwachsen, geradezu hektisch wirkten viele Passage wo gesanglich gerade etwas von rennen oder eilen vermittelt werden sollte, gefoglt von getragen Passagen die im ersten Akt glücklicherweise dann doch überwiegen zum tragen kamen.
Der zweite und dritte Akt war dann wieder konsequenter von Simone Young dirigiert.
Cathrine Foster, die Brünnhilde des Abends, war im ersten Akt erschreckend blaß, lief allerdings ähnlich wie Heide Brunner dann im dritten Akt zur Höchstform auf.
Albert Dohmen errinerte während des ganzen abends an einen Ausspruch eines Politikers während einer Karnevalssitzung der da sagte:"Das war kein Sturm, das war kein Tsunamie, es war nur eine Westerwelle.
Schwach und mit dünner Stimme sang er sich durch den ganzen Abend (" Wer meines Speeresspitze fürchtet ", die Spitze vielleicht, die Stimme mit der dieses vorgetragen wurde, hätte genauso gut auch singen können: "Und morgen wird die Sonne wieder scheinne.." ), kurz um diesen Wotan konnte man leider weder fürchten noch erstnehmen, kein Wunder also das die überragende Lilli Paasikivi als Fricka hier leichtes Spiel hatte um sich gegen Wotanswillen das Siegmund geopfert werden muß durchzusetzen.