Sammelplatz für absurde und lächerliche Inszenierungsideen...

  • Ja, leider scheint der Link nicht zu funktionieren. aber so geht es:

    http://www.telezeitung-online.de

    und dann auf den 02, November herunterscrollen.


    Lieber Siegfried,

    nach Wunsch des Administrators sollten ja in diesem Thema auch nur absurde und lächerliche Szenen mit Nennung des Opernhauses und des Regisseurs ohne Kommentar eingestellt werden. Von mir aus könnten all die lächerlichen Beiträge, die danach verfasst wurden, gerne entfallen. Es war ja nicht anders zu erwarten, dass sich wieder keiner an die Regeln hält und alle Themen auf diese Weise zerschossen werden. Auch diesmal hatte ich bereits erwartet, dass sich sofort wieder einige mit Kommentaren melden würden.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Ja, leider scheint der Link nicht zu funktionieren. aber so geht es: http://www.telezeitung-online.de und dann auf den 02, November herunterscrollen.

    Aber so schwer ist es doch nicht: http://www.telezeitung-online.…November_2019_'Tosca'.htm. Ändert aber nichts daran, dass schon die Seite an sich eine Beleidigung für jedes Auge und jeden Intellekt ist ...

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Aber so schwer ist es doch nicht: http://www.telezeitung-online.…November_2019_'Tosca'.htm. Ändert aber nichts daran, dass schon die Seite an sich eine Beleidigung für jedes Auge und jeden Intellekt ist ...

    Vor allem, wer die Seite erstellt hat! Für mich ein Unding:thumbdown:!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Die absurde Lächerlichkeit ist ja dieser Satz der zweiten Kritik:

    "So zeigt Barkhatov, dass unter der reißerischen Oberfläche des Stückes mehr steckt, als bisher zu ahnen war"

    Man konstruiert also eine Handlung, die mit dem Libretto im Widerspruch steht, und zeigt somit etwas, das unter der Oberfläche war.

    Achso.

  • Wie bereits zu erwarten war:

    Wenn jemand - wie in dem herangezogenen Bericht - den Ablauf der Inszenierung in den einzelnen Szenen aufzeigt, in die Beziehung zum Text stellt und kritische Fragen zum Sinn dieser Entstellung stellt, geraten hier einige in Unruhe, weil sie - wie wir es jetzt in vielen Jahren erfahren haben - eine Antwort darauf nicht wissen. Und da sie nichts anderes wissen, greifen sie den Schreiber mit beleidigenden Worten an. Mit dem Werk und den Widersprüchen in der Inszenierung wollen sie sich nicht befassen. Also bleiben sie weiterhin unglaubwürdig für mich.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Habe es sorgfältig und sehr aufgeschlossen gelesen. Was in diese Inzenierung herein interpretiert wird, war mir zu viel.

    Habe das Programmheft auch gründlich gelesen. Jetzt endlich habe ich die Oper begriffen. Bisher hatte ich alles falsch gesehen. Es tut mir leid, mich für eine falsche Oper begeistert zu haben. Bei der Suche nach der beliebtesten Oper hier im Tamino lag bei mir Tosca sehr weit vorn. Habe mich wohl geirrt, ich muß sie nun ganz, ganz weit zurücksetzen.

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Ändert aber nichts daran, dass schon die Seite an sich eine Beleidigung für jedes Auge und jeden Intellekt ist ...


    Vor allem, wer die Seite erstellt hat! Für mich ein Unding


    Eure Beiträge strotzen vor Beleidigung und Hohn. Da sage ich nur EKELHAFT!!

    Allerdings fehlen noch einige Schreiberlinge.

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Und da sie nichts anderes wissen, greifen sie den Schreiber mit beleidigenden Worten an.

    Eure Beiträge [#1653 & #1654] strotzen vor Beleidigung und Hohn.

    Ja, vielleicht. - Vielleicht haben wir auch nur einen gewissen Mindestanspruch, den man vollkommen unabhängig vom verhandelten Inhalt, auch bei einer Veröffentlichung im Internet einhalten sollte ...

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Lieber Joseph II., das findet man auch ohne Impressum, wenn man will!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ich muss gestehen, ich stehe auf dem Schlauch. Dieter Hansing? Sagt mir spontan leider gar nichts.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Vielen Dank für diese zusätzlichen Informationen, die einiges erhellen.


    Ganz unabhängig von den Inhalten: Die graphische Aufmachung dieser Seiten erweist dem "Kampf gegen das Regietheater" einen Bärendienst. Die Gefahr von nachhaltigem Augenkrebs ist erheblich.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Durch Zufall gefunden - ein Ausschnitt aus einem Aufsatz der Schauspielerin Adele Sandrock, geschrieben in den 1920er Jahren - schon damals opponierte sie gegen das Regietheater:


    „Ein für sich Ausarbeiten der künstlerischen Aufgabe gibt es nicht – man ist Pagode, eine Puppe wird gedrillt – alles Regie, abgezirkelt, festgenagelt, und wehe dem empfindenden, denkenden Künstler, der gegen diese Regel verstößt.“

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

  • ein Ausschnitt aus einem Aufsatz der Schauspielerin Adele Sandrock, geschrieben in den 1920er Jahren - schon damals opponierte sie gegen das Regietheater:


    „Ein für sich Ausarbeiten der künstlerischen Aufgabe gibt es nicht – man ist Pagode, eine Puppe wird gedrillt – alles Regie, abgezirkelt, festgenagelt, und wehe dem empfindenden, denkenden Künstler, der gegen diese Regel verstößt.“

    Ich glaube eher, die Auslegung ist eine Interpretationsfrage, da es sich um eine Abrechnung handeln könnte. Sie spielte doch einige Jahre freiwillig unter progressiven Regisseuren an diversen Häusern. Adele Sandrock war immerhin drei Jahre am Meininger Hoftheater (Die Meininger) engagiert, das bis 1890 auf 81 Gastspielreisen mit dem modernen Regietheater eine tiefgreifende Theaterreform in ganz Europa vorstellte.

    Sie ging nach Wien, wo es zu Problemen kam, da sie in einem Stück von Schnitzler nicht die Rolle einer "Jungfrau" sondern die der Mutter spielen sollte. Hugo Thimig erinnert sich später: "Wir haben zur Abwechslung wieder eine Sandrock-Affäre. .... Dann ist sie wüthend, daß sie die ‚Jungfrau‘ nicht spielt! Das braucht bei einem Blick auf Frl. Sandrock keines weitern Commentars.“ Und später: „Frl. Adele Sandrock wurde auf ihr rüdes Ansuchen aus dem Verband des Burgtheaters entlassen".

    Von 1905 bis 1910 spielte sie am Deutschen Theater von Max Reinhardt. 1910 lehnte sie eine Verlängerung des Vetrags ab, da sie sich dadurch hätte verpflichten müssen, auch "ältere" Frauenrollen zu spielen - sie war zu diesem Zeitpunkt 47 Jahre alt. Sie begann eine zweite Karriere beim Film und wechselte das Rollenfach und wurde allmählich zu einer Parodie ihrer selbst.

    Ab den 1920er Jahren (Zeitpunkt des o.a. Zitats, mit 57 Jahren) feierte sie auf der Bühne erstmals wieder größere Erfolge und spielte vor allem in Komödien mit Pathos die komische Alte. Ab 1930 spielte sie im Tonfilm und wurde für die Nachwelt dadurch berühmter als durch ihre erfolgreichen Theaterrollen.


      


    Orfeo wünscht euch allen, dass ihr gesund bleibt

  • Das "rüde Ansuchen" bestand darin, dass sie in der Direktionskanzlei einen Stuhl zerschlug und den Direktor ohrfeigte.


    Erich

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

  • Neu im Forum oute ich mich hier als Liebhaber des Musiktheaters. Ein Begriff, der meines Wissens erst im 20. Jahrhundert geprägt wurde und nur im deutschen Sprachraum funktioniert. Neben Librettist und Komponist, Sängern, Dirigent und Ausstatter etablierte sich ein szenisch verantwortlicher Regisseur. Früher Idealtypus dafür war Walter Felsenstein. Seine Forderung der Gleichberechtigung von Musik und Szene stieß auf Begeisterung ebenso wie auf heftigen Widerspruch. Nicht anders erging es Pionieren wie Oscar Fritz Schuh oder Günther Rennert. Wohl den heftigsten Gegenwind musste Wieland Wagner ertragen, sei es in Bayreuth oder bei seinen Arbeiten in Stuttgart.


    Dieses Pro und Contra prägt seither die Theaterlandschaft. Das Schlagwort "Regietheater" ist ein Kampfbegriff, mit dem ich nichts anfange. Regie gab schon zu Zeiten, in denen der dafür Verantwortliche den Titel Spielleiter trug und selten auf dem Programmzettel erwähnt wurde.


    Damals wie heute gibt es gutes und schlechtes Musiktheater. Welche Inszenierung gelungen und welche missraten ist, darüber läßt sich trefflich streiten. Wie oft ärgerte ich mich über einen nach meiner Meinung szenisch mißlungenen Abend , wie begeistert ging ich andererseits häufig aus dem Theater. Nur selten entsprachen meine Ablehnung einerseits, meine Euphorie andererseits der Mehrheit der Besucher.


    Bereichernd erlebe ich den Austausch mit leidenschaftlichen Liebhabern dieser wunderbaren Kunst. Vorausgesetzt, er ist offen und vorurteilsfrei. Leider gewann ich beim Blättern in diesem Forum den Eindruck, dass vorgefasste Meinungen und verhärtete Standpunkte die Diskussion prägen.


    Unsere weltweit einmalige Musiktheaterlandschaft in Mitteleuropa hat eine existenzbedrohende Krise zu bewältigen. Eine halbe Saison ging verloren, ein ganzer Festspielsommer fällt aus. Für Hunderte freischaffender Künstler eine Katastrophe.


    Es ist nicht die Zeit, sich mit längst abgegriffenen Floskeln in Foren zu bekriegen. Für ein lebendiges, kreatives Musiktheater tragen wir gemeinsam Verantwortung. Neben musikalischer und szenischer Leitung, den Sängern, dem aufwändigen technischen und verwaltenden Apparat ist engagiertes Publikum unverzichtbar für das Überleben dieser großartigen Kunstform.


    By the way: "Sammelplatz für absurde und lächerliche Inszenierungsideen...wer braucht denn sowas?


  • By the way: "Sammelplatz für absurde und lächerliche Inszenierungsideen...wer braucht denn sowas?


    Na, wer wohl? (Inquit lupus).:pfeif:

    Die Basis sprach zum Überbau: "Du bist ja heut schon wieder blau!" / Da sprach der Überbau zur Basis: "Wasis?" (Robert Gernhardt)

  • Lieber Udohasso,


    zu 1) Das habe ich auch schon mehrfach betont, denn Regie wird überall geführt. Und es gab in der Vergangenheit und in geringem Maße auch noch heute gute Regisseure, die es verstanden bzw. verstehen, das Werk authentisch umzusetzen. Deshalb gebrauche ich hier auch den - für mich treffenderen - Begriff "Regisseurstheater", ein Begriff, den ich nicht selbst geprägt habe und den auch viele andere Opernfreunde für richtiger halten. Damit meinen wir Inszenierungen absurder oder lächerlicher Inszenierungsideen in der Mogelpackung eines bekannten Werkes, das man aber darin nicht wiedererkennt. Wenn ich ein Produkt kaufe, erwarte ich, dass es in der Packung (hier die Ankündigung mit dem Namen des Werkes) auch drin ist. Was leider heute in der überwiegenden Anzahl der Fälle nicht mehr der Fall ist. Ich bin kein Krösus, dass ich mein Geld für Unsinn verschleudern kann.

    zu 2) Für viele Zuschauer und mich ist das eindeutig: Sobald die Handlung geändert, gar ins Gegenteil verdreht wird, und aus der historischen Zeit und vom eigentlichen Spielort verlegt wird, ist es nicht mehr das Werk und damit die Inszenierung missraten.

    zu 3) Leider gibt es für den Freund der authentischen Werke nur wenige Möglichkeiten, seinen Protest zu zeigen. Das ist die demonstrativ ablehnende Haltung, soweit man noch in ein Opernhaus geht, das Wort in solchen Foren wie diesem oder die Abstimmung mit den Füßen, indem man das Opernhaus meidet, in dem solche Verunstaltungen gezeigt werden. Die letzte Möglichkeit haben viele - wie ich - schon vollzogen. Und mein Wort nehme ich hier wahr.

    Im übrigen dürfte jeder Freund der authentischen Werke - wie ich auch - dankbar für jeden Hinweis (im Internet, z.B. youtube und hier im Forum, Zeitungskritiken usw.) sein, der ihm den Hinweis gibt, dass die Inszenierung nicht das proklamierte Werk beinhaltet.

    Selbst bei der Ausweichmöglichkeit im Kino buche ich erst eine Übertragung, nachdem ich mich vorher überzeugt habe, dass es in etwa eine werkgerechte Inszenierung ist. Neuinszenierungen meide ich, solange es davon keine für mich eindeutigen Kritiken und Vorschauen gibt. Ebenso versäume ich keine kostbare Zeit mehr für Aufzeichnungen im Fernsehen, solange ich nicht eindeutig weiß, dass man sich diese Sendung auch anschauen kann. Die meisten sind es leider nicht mehr.

    Daher halte ich dieses Thema für äußerst hilfreich.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Daher halte ich dieses Thema für äußerst hilfreich.

    Sehr richtig, lieber Gerhard. Du bringst es mit Deiner Zusammenfassung auf den Punkt.

    Und auf die Frage...

    Na, wer wohl? (Inquit lupus).:pfeif:

    ... antworte ich - niemand ist gezwungen, sich an in diesem Thread zu beteiligen, man muß nicht mal mitlesen!!!

    Aber wer sich beteiligt, der darf selbstverständlich auch seine Meinung und seine Ansicht äußern.

    Und es liegt in der Natur der Sache, daß diese mitunter konträr und gegensätzlich zu anderen Meinungen und Ansichten sind.

    Wer aber nichts zur Sache zu sagen hat, der sollte sich ganz einfach raushalten und nicht die Diskutanten kritisieren.


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Lieber udohasso,


    herzlich willkommen bei uns. Ich will nicht wieder in eine Grundsatzdiskussion einsteigen, denn die ist sinnlos. Nur so viel:

    Seit über 60 Jahren gehe ich in die Oper. Bis in die 90-er spielte es keine Rolle, wer da Regie führt, das hat bei mir in der Provinz schlicht keinen interessiert. Maßgeblich für den Opernbesuch war, was man spielt, man konnte sicher sein, daß man sich in jedem Opernführer über die Handlung einer bis dato unbekannten Oper informieren konnte, mit Personen und geschichtlichem Hintergrund.

    In den 90-ern hat sich das alles verändert. Auf einmal handelte Rigoletto unter Affen, der Ring auf den Spuren der Ölindustrie, Tannhäuser in einer Biogasanlage usw. Das will ich nicht sehen, da tut mir meine Rente leid. Seitdem interessiert es mich schon, wer Regie führt, und seitdem kann ich mich im Internet über die Inszenierung informieren, auch hier im Forum, in diesen Thread, ich kann erfahren, was mich erwartet.. Seitdem habe ich meine Opernzeitschriften abbestellt und gehe nicht mehr wie früher bis zu 10 mal im Monat in die Oper, sondern höchstens noch 3-4 mal im Jahr. Glaube mir, ich vermisse die Oper sehr!!

    By the way: "Sammelplatz für absurde und lächerliche Inszenierungsideen...wer braucht denn sowas?

    Deshalb brauche ich sowas. Ich will Freude in der Oper haben, nicht Frust. Und das erfahre ich, wenn ich mich vor dem Besuch informieren kann, egal wo, auch bei Tamino.


    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Unsere weltweit einmalige Musiktheaterlandschaft in Mitteleuropa hat eine existenzbedrohende Krise zu bewältigen. Eine halbe Saison ging verloren, ein ganzer Festspielsommer fällt aus. Für Hunderte freischaffender Künstler eine Katastrophe.

    Lieber Udo,


    ganz genau. Deutschlands Theaterlandschaft mit seiner Dichte an Theatern ist weltweit einmalig. Das sollten wir zu erhalten bestrebt sein. Da finde ich ist wer wie was inszeniert zweitrangig. Ich bin traurig, dass ich wegen Corona nun Brittens "Der Tod in Venedig" nicht erleben kann.

    By the way: "Sammelplatz für absurde und lächerliche Inszenierungsideen...wer braucht denn sowas?

    Tja. Die unfreiwillige Komik: Freunde des sogenannten Regietheaters benutzen diesen Threads immer wieder als Werbeseite, welche Inszenierung sie auf keinen Fall verpassen sollen! ^^ :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Freunde des sogenannten Regietheaters benutzen diesen Threads immer wieder als Werbeseite, welche Inszenierung sie auf keinen Fall verpassen sollen!

    Lieber Holger, das ist keine Komik! Alle Opernfreunde warten auf die Möglichkeit, wieder ins Theater zu gehen. Ein ausgewogener Spielplan mit Inszenierungen für alle Freunde des Theaters ist dafür allerdings die Voraussetzung. Freunde klassischer Inszenierungen wie ich möchten in Vorstellungen gehen, die ihnen gefallen. Andere möchten klassische Inszenierungen vielleicht nicht sehen. Diese werden momentan bevorzugt.


    Da finde ich ist wer wie was inszeniert zweitrangig.

    Ich nicht. Auch das kostet Geld, und das würde ich lieber spenden ohne mich ärgern zu müssen. Aber noch lieber würde ich in eine Operninszenierung gehen, die mich voller Freude hinein- und herausgehen sieht. In anderen Ländern geht es doch auch! Ich sehe jetzt schon irgendwo eine Traviata, die ........ ach lieber nicht.

    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Merkwürdig, ich kann mich nicht erinnern, jemals den Erwerb einer Eintrittskarte bereut zu haben. Nur einmal verließ ich vorzeitig eine Vorstellung, bei einem "Land des Lächelns". Der Sängerin der Lisa willen ging ich hin. Vertrieben hat mich ein schlechter Sou Chong. Ärgerlich fand ich lediglich, dass ich hätte wissen können, dass es so endet. Kannte ich doch den Sänger aus anderen Produktionen und wusste, dass diese Pseudo-Oper Lehars nur mit einem guten Tenor funktioniert.


    Werde ich nach einem Theaterabend gefragt: "wie war's denn, soll ich mir das angucken?" empfehle ich fast immer, selbst hin zu gehen uns sich eine eigene Meinung zu bilden. Natürlich halte ich mit meinem Eindruck nicht hinter dem Berg. Sage, dass es mich geärgert, begeistert, gelangweilt oder was immer hat. Das szenische Konzept spielt dabei eine wichtige Rolle. Aber ich käme nie auf die Idee, dezitiert von einem Besuch abzuraten. Es sei denn, ich kenne mein Gegenüber gut. Dann heißt es schon mal "für deinen Geschmack ist es nichts, glaube ich"...


    :)

  • Dann heißt es schon mal "für deinen Geschmack ist es nichts, glaube ich"...

    Siehste, damit weißt Du nun schon, vom Besuch welcher Inszenierungen Du mir abraten könntest. Z.B. hier im Forum.

    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.