Wie ich finde einer der besten Beethoven aufnahmen die es gibt. Fricsay dirigiert die 9. mit voller Dynamik und Wucht. Die Berliner spielen sehr konzentriert und das merkt auch man sehr. Am besten ist der 4. Satz Die Solisten und besonders der Dieskau singt mit Genuss und Wärme, sowie der Chor mit voller Lebendigkeit und Sangesfreude. Für 1958 ist die Tonqualität ziemlich gut.
Hallo Klassikfan1,
das hast Du ganz richtig erkannt. Trotz mindestens weiteren 20 Einspielungen des Werks ist Fricsays Version bis heute meine liebste geblieben. Das mag nicht nur, aber sicher auch damit zu tun haben, daß ich Beethovens Neunte mit dieser Aufnahme erstmals gehört habe. Es war ein Weihnachtsgeschenk im Jahr 1960, lange ist's her! Damals noch auf 2 LPs, in der Monofassung, weil ich zu dieser Zeit noch keinen Stereo-Plattenspieler besaß.
Nicht ohne Grund erwähnst Du besonders die Leistung von Fischer-Dieskau für die so wichtige Bariton-Partie im Schlußsatz. Das hat schon der Kritiker Christoph Ecke im Jahr 1962 erkannt, als er in einer vergleichenden Rezension schrieb: " …. nächst Klemperer erhebt Fricsay Anspruch auf Beachtung. Er hat mit die besten Solisten, insonderheit in Fischer-Dieskau den besten Baß seit Weingartners Richard Mayr (damit meint er eine Aufnahme von 1935!) (….) die Darstellung ist, wenn man von gelegentlichem Knausern mit Wiederholungen absehen will, eindringlich, voll tiefer Empfindung und wachen Verständnisses; die Tempi sind organisch bestimmt."
Die Überspielung auf CD ist übrigens hervorragend gelungen; gegenüber der LP ist eine gewaltige Steigerung festzustellen. Für mich nach wie vor eine der Leitinterpretationen dieses vielstrapazierten Werkes.
LG Nemorino







