Gestern auf Arte: Mozart Superstar

  • hallo gestern kam eine recht interessante sendung über mozart die ich nicht ganz gesehen habe - sie wird aber wiederholt - am Sonntag, 22. Juli 2012, 15:20
    link :
    http://videos.arte.tv/de/video…rt_superstar-6794082.html


    hat sie jemand gesehen? eure meinung? ich werde sie aufnehmen und vielleicht an der schule mit schülern "testen" - die machart wäre vielleicht etwas, das die schüler erreicht.


    gruss


    kalli

  • Könnte sein, dass Schüler/Innen damit etwas anfangen können...ich habe nach ca. 15 Minuten abgeschaltet...NERVIG!!!


    Lg
    Fides :hello:

    La vita è bella!

  • Ich habe die Sendung auch gesehen, fand sie aber äußerst tendenziös und plakativ...die Vergleiche mit den heutigen Stars aus Pop und Rock fand ich eher aufgesetzt und konstruiert. Alle Mozart-Klischees wurden gegeben.
    Mozart mal wieder als das Über-Genie darzustellen, wird meiner Meinung nach viel zu oft übertrieben. Interessanr war nur, die sog. Marke Mozart, die so großen Erfolg hat, daran sieht man schon, dass dieses ewige Hochgejuble nicht spurlos an den Leuten vorbeigeht.
    Dazu interessant Alfreds Thread zu : Wird Mozart überschätzt?


    Trotzdem...
    Ob das für Schüler geeignet ist? Ich würde fast sagen ja, wenn ich mir überlege, wie ich das damals in der Schule empfunden hätte, ist es sicher nicht schlecht und mag den einen oder anderen vielleicht auf etwas stoßen. Ich denke, langweilen wird es die Schüler nicht.

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Ich habe nichts von der Sendung gesehen, aber was sollte der Vorteil sein, Schülern historisch unhaltbare Klischees vorzusetzen?!?!


    Es gab bei allen Unterschieden Künstler, um die ein ähnliches Brimborium gemacht wurde, wie heute um Popstars. Aber gewiss nicht Mozart, sondern eher die Kastraten und Diven der Barockoper und später Virtuosen wie Paganini oder Liszt. (Abgesehen davon natürlich, dass immer sehr viel außerordentlichere musikalische Fähigkeiten notwendig waren als für heutige Popstars.)

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Ich habe nichts von der Sendung gesehen, aber was sollte der Vorteil sein, Schülern historisch unhaltbare Klischees vorzusetzen?!?!


    Was ich anfangs zu der Doku meinte, bezog sich auf meine persönliche Meinung zum Dargestellten, als jemand, der sich zumindest etwas auskennt und es besser weiß, aber wenn wir hier von evtl. von Kindern oder Jugendlichen ausgehen (kalli hat das nicht genau gesagt), die wenig oder gar keine Kenntnisse haben, halte ich es dennoch für nicht schädlich so einen "Aufhänger" für Mozart zu benutzen, man kann sich ja immer weiterbilden.
    Ich bin da von mir selbst als Kind ausgegangen, und nachdem ich damals den "Amadeus"-Film von Milos Forman (dem man ja nun auch nicht als klischeelose Dokumentararbeit bezeichnen wird) in der Schule gesehen hatte, war ich so begeistert davon, von Mozarts Geschichte (wie sie dort dragestellt wurde) und der Musik...das ich dann später wusste, dass das alles nicht immer ernst zu nehmen war, war das für mich okay, man lernt ja nie aus, aber der entscheidende Impuls ging von dem Film aus, weil er eine lockere Vermittlung darstellte, ebenso wie die hier besprochene Doku auf Arte.
    Eine trockene, musikhistorische-fundierte Mozart-Analyse wird die Kinder auch nicht hinter dem Ofen hervorlocken.

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Was ich anfangs zu der Doku meinte, bezog sich auf meine persönliche Meinung zum Dargestellten, als jemand, der sich zumindest etwas auskennt und es besser weiß, aber wenn wir hier von evtl. von Kindern oder Jugendlichen ausgehen (kalli hat das nicht genau gesagt), die wenig oder gar keine Kenntnisse haben, halte ich es dennoch für nicht schädlich so einen "Aufhänger" für Mozart zu benutzen, man kann sich ja immer weiterbilden.
    Ich bin da von mir selbst als Kind ausgegangen, und nachdem ich damals den "Amadeus"-Film von Milos Forman (dem man ja nun auch nicht als klischeelose Dokumentararbeit bezeichnen wird) in der Schule gesehen hatte, war ich so begeistert davon, von Mozarts Geschichte (wie sie dort dragestellt wurde) und der Musik...das ich dann später wusste, dass das alles nicht immer ernst zu nehmen war, war das für mich okay, man lernt ja nie aus, aber der entscheidende Impuls ging von dem Film aus, weil er eine lockere Vermittlung darstellte, ebenso wie die hier besprochene Doku auf Arte.
    Eine trockene, musikhistorische-fundierte Mozart-Analyse wird die Kinder auch nicht hinter dem Ofen hervorlocken.


    genau darum geht es,


    interesse wecken ! ich unterrichte an einer realschule - das sind meist nette kinder - aber fast niemand hat zuhause einen zugang zu klassischer musik. das ist keine leicht aufgabe. der amadeus film ist daher für mich unverzichtbar. und eben diese arte doku könnte da auch weiterhelfen - es nützt wenig eine fundierte mozart analyse vermitteln zu wollen wenn "das herz" nicht gerührt wird.


    schönes wochenende !


    kalli

  • Für "Fortgeschrittene" in der Musik war der Beitrag Käse. Aber für Anfänger - so zum Kosten - fand ich ihn nicht schlecht gemacht, vor Allem jugendgemäß. Der Geschmack von 17-jährigen ist nunmal anders als der eines gereiften Musikhörers.


    La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • Ich habe die Sendung auch gesehen. Den Hinweis, wenn Mozart heute leben würde, wäre er so berühmt wie der Popsänger Mikel Jackson halte ich für geschmacklos. Auch die Musik der Pilzköpfe und der "Rollenden Steine", von denen ich selbstverständlich Platten besitze, hat absolut nichts mit der Musik des "Großen Meisters" zu tun. Ob man durch solche Sendungen Mozart den Jugendlichen näher bringt, wage ich zu bezweifeln. Da gibt es andere Möglichkeiten. Das fängt mit der Zauberflöte für Kinder an.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Hallo Bernward,


    Den Hinweis, wenn Mozart heute leben würde, wäre er so berühmt wie der Popsänger Mikel Jackson halte ich für geschmacklos. Auch die Musik der Pilzköpfe und der "Rollenden Steine", von denen ich selbstverständlich Platten besitze, hat absolut nichts mit der Musik des "Großen Meisters" zu tun.


    ich habe die Sendung zwar nicht gesehen, aber wenn ich es richtig verstehe, bezog sich der Vergleich doch auf die mögliche mediale Bedeutung eines W.A.Mozart heute. So ein Vergleich ist natürlich immer problematisch, weil hochspekulativ, aber sicherlich nicht "geschmacklos", da es hierbei insbesondere nicht um die musikalischen Qualitäten gegangen zu sein scheint!? - Übrigens, wenn man nun unbedingt Vergleiche zwischen Mozart und Michael Jackson anstellen will, die irgendetwas erhellen, dann könnte vielleicht die jeweilige Vater-Sohn-Beziehung interessant sein ...

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

  • Hab mir die Reportage gerade im Internet zum großteil angeschaut! Aber als dann gesagt wurde "Mozart war der Schöpfer von Andre Rieu" hab ich sofort ausgeschaltet :D