zum Lebenslauf usw. der Verweis aus Wikipedia. Wer hier im Forum unter "Suchbegriff, Erweiterte Suche" Tveitt eingibt, stößt auf eine ganz erstaunlich große Anzahl von Beiträgen- weshalb ich nun einen extra Thread eröffnet habe und damit einen Hinweis geben kann, sich die Beiträge zusätzlich durch zu lesen, da diese große Detailkenntnis und Vertrautheit mit der Musik von Tveitt verraten.
Die Suiten Nr. 1 + 2 basieren auf norwegischen Volksweisen der "Hardanger Vidda", die Tveitt gesammelt hat und "recht frei" (so mein Eindruck) verarbeitet und dabei auch sehr "lautmalerische Töne anschlägt". Das betrifft nicht nur die Übertragung von textlichen Überschriften der einzelnen kleinen Sätze, sondern auch die klangliche Wiedergabe norwegischer Volksinstrumente (z. B. Hardangerfidel) durch entspr. Orchestrierung bzw. musikalischen Gestaltungselementen, wie Bordun, Ostinati, Arpeggien.
Sehr oft ist dabei Bitonaliät zu hören, also die Gleichzeitigkeit von 2 Tonarten. Das gibt einen oft ungewohnten (herben, für mich etwas abweisenden) Klangeindruck, wer von Romantik (und früher) herkommt. Dieser nicht gewohnte Klangeindruck verbindet sich bei mir mit dem ebenso ungewöhnlichen optischen und emotionalen Eindrücken einer Reise durch die Hardanger Vidda, einer weit ausgedehnten Hochfläche im südl. Norwegen.
Auch wer diese Reiseeindrücke nicht hat, kann sich weite felsige, wenig bewachsene "Fluren" vorstellen, damit in die ungewohnte Harmonik eintauchen und die Einsamkeit von wenig besiedelten Gegenden nachempfinden.
Viele Grüße
zweiterbass
Nachsatz: Ich habe es wieder nicht geschafft, den Text neben dem Cover beginnen zu lassen - wer erteilt mir bitte Nachhilfeunterricht?


