Bekannte klassische Musik in Spielfilmen

  • Bestimmte Musik habe ich erst in Spielfilmen schätzen gelernt, meist über den Soundtrack und dann über den speziellen Kauf. Zunächst nur ein paar Beispiele:


    1. Einst sah ich spätnachts mal diesen Vampirfilm; http://de.wikipedia.org/wiki/Begierde_%28Film%29; spitzenmäßig besetzt mit Catherine Deneuve, David Bowie, und Susan Sarandon:


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    Kaufte dann den Soundtrack:


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    Die Mischung aus Delibes, Schubert und Bach ist atemberaubend!


    2. Noch gar nicht so lange her, sah ich diesen Film hier http://de.wikipedia.org/wiki/Vier_Minuten, später als DVD:




    Die Filmmusik:



    Schumann, den ich lange abgeschrieben, erlebte so bei mir sein Comeback!


    3. Das hier http://de.wikipedia.org/wiki/Tod_in_Venedig_%28Film%29 kennt jeder! Trotzdem: Wahnsinn! Als DVD:



    Natürlich Mahlers Fünfte, seltsamerweise derzeit die einzige Sinfonie von ihm neben der achten, die mich nicht interessiert!

  • Eben wieder erwähnt und vielen sicher bekannt: Beethovens Neunte in diabolischer Gestalt



    Zeitgenössische Komponisten und Händel ohne Gleichen:



    Filmmusik auf der Grundlage von sechs Chaconnes von Henry Purcell:


    Das 3. Klavierkonzert von Rachmaninow:


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    Das 2. Klavierkonzert von Rachmaninow:



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  • Sollte Dir entgangen sein, lieber Yorick, dass in dem von Dir erwähnten Film "Der Tod in Venedig" auch Mahlers dritte Sinfonie zitiert wird - nämlich das Misterioso? O Mensch! Gib acht! Gab es nicht in einem anderen Thread die Frage nach Vertonungen von Nietzsche? Hier ist sie mit einem sehr gelungenen Beispiel beantwortet. Die Musik hat in diesem Film ja schon deshalb eine ganz herausgehobene Bedeutung, weil aus dem Schriftsteller Aschenbach der Komponist Aschenbach wird. Das ist eine geniale filmische Lösung Viscontis, die dem Einsatz von Musik - dazu noch dieser Musik - wunderbare Räume eröffnet. Ich freue mich, dass Du den Film in Deine Liste aufgenommen hast.


    Es grüßt Rheingold

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • mit dem 2. Satz von Mozart Klavierkonzert Nr 21.

    Ein wunderschöner Satz, den ich ganz sehr liebe. Er darf für mein Empfinden nur nicht zu schnell gespielt werden, da geht die erhabene und gefühlvolle Schönheit verloren. Ich habe zwei Aufnahmen davon. Die schnellere gefällt mir nicht so richtig.


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

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  • Ein berührender, unvergesslicher Film über das Schicksal der zerbrechlichen Gelsomina (Giulietta Masina) bei dem Tyrannen Zampano (Anthony Quinn).


    Was mir danach nie mehr aus dem Sinn kam, war die Musik dazu, der 2. Satz aus Beethovens Fünfter.

  • In "Jenseits von Afrika" ist eines der schönsten, romantischsten und melodiösesten Musikstücke zu hören, das Adagio aus dem Klarinettenkonzert von Mozart. Eines meiner Lieblingsstücke, z.B. mit Sabine Meyer.


    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • "Die siebente Saite" mit Gérard Depardieu. Musik von Couperin, Lully, Sainte-Clombe und anonymen Meistern des französischen Barock


    Finde nur den Soundtrack:


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  • Schaurig schön - schön schaurig


    (L.v.Beethoven, Klavierkonzert Nr.5 Es-Dur op.73, II. Adagio un poco mosso)



    Durch die ruhevolle Musik Beethovens wirkt die tiefe Melancholie des Filmes noch eindringlicher.

  • Gott, Micha, einer meiner Lieblingsfilme! :love: Was wie ein schlechter Scherz von David Hamilton beginnt, enpuppt sich als psychedelische Reise in die Transzendenz: so schaurig und gruslig wie berückend!

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  • Gott, Micha, einer meiner Lieblingsfilme! :love: Was wie ein schlechter Scherz von David Hamilton beginnt, enpuppt sich als psychedelische Reise in die Transzendenz: so schaurig und gruslig wie berückend!


    Wie wahr! - Als ich den Film das erste Mal im Spätprogramm sah, hatte ich ein permanent schlechtes Gewissen, weil ich immer fürchtete, die Mädchen müssten sich gleich ausziehen ... :stumm:


  • Einer meiner Lieblingsfilme mit einer meiner Lieblingsarien: Adel verpflichtet mit Alec Guinness in 13 Rollen.


    Beginnt so wunderbar mit Don Giovanni: Il mio tesoro intanto andate a consolar...


    Übrigens, Picknick am Valentinstag ist ein Film, den man nicht vergisst, beklemmend und wunderschön zugleich.

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  • Und lauschten die beiden Verbrecher nicht auch Mozarts Klarinettenkonzert? Es war jedenfalls ein Film mit Depardieu ...


    Wollte ich auch glauben, habe es aber in "Die Ausgebufften" nicht gefunden, allerding fehlen mir 10 Minuten vom Anfang. Vielleicht haben sie es ja auch wegen Steuerschulden des Protagonisten gepfändet.

  • Wollte ich auch glauben, habe es aber in "Die Ausgebufften" nicht gefunden, allerding fehlen mir 10 Minuten vom Anfang. Vielleicht haben sie es ja auch wegen Steuerschulden des Protagonisten gepfändet.

    Ich bin mir eben nicht sicher: Es war auf jeden Fall ein französischer Film mit einer Ménage-à-trois, wo die zwei Kerle das Klarinettenkonzert hörten und dabei heulten. Vielleicht war Depardieu gar nicht dabei, einer hatte einen Bart, glaube ich ... das ist einfach zu lange her ... 8-)

  • [timg]http://movieposter.de/anzeigen…282-369x500.jpg;l;369;500[/timg]


    Die Strohpuppe, ein grandioser Film mit Sir Sean Connery, Sir Ralph Richardson und Gina Lollobrigida, beginnt mit dem Kopfsatz aus Beethovens 9. Symphonie im Vorspann. Im Verlaufe des Films kommt nach meiner Erinnerung noch mehr Klassik vor, aber ich weiß nicht mehr genau, was. Leider gibt es diesen großartigen Film bis heute nicht auf DVD, ein echtes Ärgernis.

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Im Verlaufe des Films kommt nach meiner Erinnerung noch mehr Klassik vor, aber ich weiß nicht mehr genau, was.


    Die Strohpuppe
    Originaltitel: WOMAN OF STRAW
    Kriminalfilm, Literaturverfilmung
    Großbritannien 1964
    Erstauffuehrung: 27.8.1964 (8.12.1975 ZDF)
    Darsteller:
    Gina Lollobrigida (Maria),
    Sean Connery (Anthony Richmond),
    Ralph Richardson (Charles Richmond),
    Johnny Sekka (Thomas),
    Laurence Hardy (Baines),
    Danny Daniels (Fenton),
    Produzent: Michael Relph
    Regie: Basil Dearden
    Drehbuch: Robert Muller, Stanley Mann, Michael Relph
    Musik: Ludwig van Beethoven, Hector Berlioz, Wolfgang Amadeus Mozart, Nikolai Rimski-Korsakow, Muir Mathieson

    (Quelle: Filmlexikon)


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Danke sehr, lieber Harald!


    Ich hoffe, der Film kommt wenigstens mal irgendwann wieder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Denn auf die DVD-Veröffentlichung braucht man nicht mehr warten.


    :hello:

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

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  • Der Film "Der Wolfsjunge" (im Kino auch unter dem Titel "Das wilde Kind" gelaufen) von Truffaut hat mich vor vielen Jahren sehr berührt - und tut es noch immer. Er erzählt die Geschichte eines Kindes, das im Wald aufgewachsen ist, aufgegriffen wird und sozialisiert werden soll. Begleitet wird dieser schwierige Prozess so wirkungsvoll wie sparsam von Musik Vivaldis - dem Largo aus dem Piccolo concerto in C, RV 443. Als ich den Film zuerst sah, kannte ich diese Musik noch nicht. Ich kannte nur den Komponisten. Also hörte ich mich in einem Musikgeschäft stundenlang durch alle möglichen Vivaldis, bis ich fündig wurde. Das war ein sehr glücklicher Moment. Inzwischen gehört dieses Largo für mich zum Besten, was je komponiert wurde. Wer will, kann es hier hören:


    http://www.youtube.com/watch?v=XeRg0wvIXGY


    Später fand ich es im Film "1900" von Bertolucci wieder - nicht weniger stimmig eingesetzt. Eine echte Gänsehautstelle. Urspünglich soll dieses Konzert für Okarina geschrieben worden sein. Dieses Blasinstrument spielt auch in dem letztgenannten Film eine Rolle. Weiß wer mehr? Bertoluccis sehr epischer Film hat auch in Bezug auf Verdi seine Bedeutung. Er beginnt nämlich mit einer Szene, in der ein Hofnarr zu Rigoletto-Musik durch eine Baumallee rennt und ruft entsetzt: "Verdi ist tot." Das ist in dieser Deutung der Beginn einer neuen Zeitrechnung.


    Mit besten Grüßen Rheingold

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Seit langem mal wieder gesehen und furchtbar gelacht; Filmmusik ist ja von Sergej Prokofjew:



    "Nehamkin, Nehamkin; du siehst schlecht aus!" :hahahaha:


    Musik ist u.a. aus Prokofjews Symphonischer Suite "Leutnant Kishe" op.60. Im Original heißt der Film übrigens viel passender Love and Death.

  • Unfassbar, dass wir den noch nicht hatten: Prägte auf Jahre mein Mozart-Bild ... :stumm:




    Gott, von wem war nur gleich die Musik ... 8-)

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