Eine Andacht im Krematorium - Parsifal in Salzburg

  • Ich hatte meinen DVD-Player auf Parsifal programmiert, aber reingeguckt auf einem anderen Gerät. Beim Zappen sehe ich eine dicke Gestalt mit einem seltsamen Kostüm. Aha, denke ich, das ist "Wetten, dass?" mit Cindy aus Marzahn. Aber wo ist Markus Lanz? Plötzlich fängt Cindy an zu singen, aber mit einem etwas schütteren Tenor. Da erkenne ich Johan Botha als Parsifal (ich mache hier nur eine Aussage über Johan Botha als Parsifal. Ich weiß z.B., dass er zu seiner Zeit in Hagen ein Publikumsliebling war). Nach kurzer Zeit schalte ich weg und zappe weiter. Aha, denke ich, Star Wars mit "Das Imperium schlägt zurück"! Aber warum sind die alle so tatterig und ungeschickt und langsam? Warum wird nicht geschossen und warum explodiert nichts? Da begreife ich, dass es Amfortas und seine Kumpels sind, die allerdings wie Zombies über die Bühne tattern. Da habe ich es aufgegeben und mir allerdings heute morgen noch ein paar Szenen gegönnt. Vom Erhabenen zum Lächerlichen ist nur ein Schritt, das beweist sich hier wieder.
    Allerdings habe ich noch ein prinzipielles Problem. Wenn Dieter Pfaff den Dicken spielt ist das in Ordnung und die Figur hervorragend gecastet. Kann Johan Botha den Parsifal singen? Ja, wenn auch mit Mühe. Kann er ihn spielen? Nein und nochmals nein. So sieht kein Parsifal aus! Und im Fernsehen mit seinen Nahaufnahmen sieht alles noch viel furchtbarer aus! Dieses Problem haben wir ja oft. Ich kann mich gut erinnern, wie unangenehm ich überrascht war, wenn sich die Salomé als gute Sängerin entpuppte, aber wegen Alters und Umfangs eher in ihren 50ern anzusiedeln war. Oder Luciano Pavarotti als Rodolfo: der wohlgenährteste Hungerleider aller Zeiten!
    Über die anderen Sänger und das Orchester kann ich nichts sagen, da habe ich zu wenig davon gesehen.
    (Die Überschrift ist übrigens ein Zitat von Strawinski).

    Mitten in der großen natürlichen Barbarei ist es den Menschen manchmal gelungen, kleine, warme, von der Liebe besonnte Plätze zu schaffen. Kleine, abgekapselte reservierte Bereiche, in denen Intersubjektivität und Liebe herrschten (Michel Houellebecq, Elementarteilchen)

  • Thielemanns Dirigat gefiel mir, die Dresdner "Wunderharfe" spielte genauso - instrumental war ich durchaus zufrieden.
    Zwei Akte habe ich hörend durchgestanden. Das Bild dazu habe ich mir mal wieder nicht angetan, völlig unnötig, sich darüber eines Kommentars zu befleißigen. Zwei Sänger fielen mir auf: der Gurnemanz und Klingsor (der gleiche Sänger gab auch den Titurel). Diese beiden Stimmen fielen mir auf, angenehm auf. Gundryggia/Kundry, eine nicht gerade nebensächliche Person in Wagners Oper, blieb für mich blaß (ich kann Irene Dalis nicht vergessen!). Und Botha als Parsifal (ich sah kurz einen an Pavarottis Figur gemahnenden Sänger) konnte Jess Thomas ebenfalls nicht das Wasser reichen.
    Den dritten Akt habe ich für den notwendigen Schlaf geopfert. Ich glaube nicht, weiter wichtiges Erleben verpaßt zu haben.


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Wir sind nun mal im Theater und da sollten und müssen wir schon gegenüber der Realität Zugeständnisse machen und unser Wunschdenken etwas hinten anstellen. Der Gesang und die Interpretation stehen hier nun mal absolut im Vordergrund und haben Priorität.

    Soso. Aber bei modernen Inszenierungen darf das 'Wunschdenken' jedes einzelnen sehr wohl jederzeit als Keule geschwungen werden....
    Wenn Gesang und Interpretation so sehr im Vordergrund stünden, dürften einem die zeitliche Transposition oder merkwürdige Ausstattung doch eigentlich relativ kalt lassen.


    Doch da dem, wie mir scheint, nicht so ist, handelt es sich bei der Oper doch um ein synästhetisches Kunstwerk, und da funktioniert es einfach nicht, den einen oder anderen Aspekt zu übergehen. Bei einer konzertanten Aufführung stimme ich zu, dass die Besetzung einzig nach besten stimmlichen Leistungen gewählt werden kann.
    Aber Oper ist eben auch Theater, mithin die Sänger Schauspieler. Und als solche agieren sie auch mit ihrem Äußeren. Folglich gehört für mich etwa eine Montserrat Caballé als Violetta oderähnliche Besetzungsfehlgriffe auch in den Thread 'Absurde und lächerliche Inszenierungsideen'.


    Sorry...

    'Architektur ist gefrorene Musik'
    (Arthur Schopenhauer)

  • Ich gehe oft mit Chrissy konform, nur hinsichtlich des von novecento gewagten Einspruchs bin ich näher bei ihm, da darf nicht nur die Stimme zählen, da muß auch das Äußere der handelnden Personen berücksichtigt werden. Das Beispiel der Caballé ist jene Faust aufs Auge, die Schmerzen bereitet. Der (in meinen frühen Theaterjahren) figürlich an Pavarotti erinnernde Florestan war ebenfalls so ein Schock - das bleibt negativ hängen, reizte damals zu Lachkrämpfen, die nur sehr mühsam zu unterdrücken waren - nein, den Namen des Sängers weiß ich nicht mehr, es liegt fünfzig Jahre zurück...


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Aber Oper ist eben auch Theater, mithin die Sänger Schauspieler.

    Schauspieler sind sie gewissermaßen auch, das ist richtig. Primär und vordergründig ist aber das Singen!



    Folglich gehört für mich etwa eine Montserrat Caballé als Violetta oderähnliche Besetzungsfehlgriffe auch in den Thread 'Absurde und lächerliche Inszenierungsideen'.

    Das darfst Du gerne so sehen und ich will Dir Deine Meinung keinesfalls ausreden. Der Unterschied zu Inszenierungen und den jeweiligen Protagonisten ist lediglich der, die Inszenierung /Regie kann man bewußt beeinflussen, gestalten und produzieren. Eine Caballe dagegen, kriegt man als Traviata bestimmt nicht von 100 Kg (?) auf 50 Kg runtergehungert, nur um ihr äußerlich die Schwindsüchtige abzunehmen. Mir ist eine "100 Kg- Schwindsüchtige" mit einer hervorragenden Stimme lieber, als ein Hungerhaken, der zwar aussieht, wie die Bühnenfigur im Idealfall sein sollte, aber stimmlich nichts bringt. Und wie ich schon ausdrückte, nicht viele haben das Glück, wie z. B. Bonisolli, eine wunderbare Stimme, gepaart mit einem blendenden tollen Aussehen zu haben.
    (Und bitte jetzt keine Diskussion, ob Bonisolli gut aussah oder nicht. Auch da wird es unterschiedliche Meinungen geben).
    Ebenfalls, sorry...

    Jegliches hat seine Zeit...

  • (Und bitte jetzt keine Diskussion, ob Bonisolli gut aussah oder nicht. Auch da wird es unterschiedliche Meinungen geben).

    In jungen Jahren zweifellos ein gutaussehneder Mann mit prächtiger Stimme; später dann ... aber jeder bilde sich seine eigene Meinung:



    Übrigens auch ein sehr intelligenter Mensch, wie mir scheint, der sich auf vielen verschiedenen Ebenen mit der Musik auseinandersetzt - was sicher noch deutlicher werden würde, wenn Prof.Everding nicht in seiner unverwechselbaren Art andauernd unterbrechen würde ... :stumm:

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • In jungen Jahren zweifellos ein gut aussehender Mann mit prächtiger Stimme; später dann ...

    Lieber Michael


    Danke für Deinen Link. Das gesamte Interview habe ich auch und da wir schon mal dabei sind, es stimmt, Bonisolli hat sich hier nicht nur als hervorragender Sänger präsentiert, sondern auch als Mensch und Künstler mit interessanten und klugen Gedanken.
    Ich vermute mal auf Deinem Avatar, das bist Du selbst - ein ebenfalls gut aussehender Mann in den besten Jahren. Vielleicht stellst Du in zwanzig Jahren dann mal ein aktuelles Bild rein.
    Hier aber nochmal ein paar Bilder aus "guten, jüngeren Zeiten":


    [timg]http://userserve-ak.last.fm/se…o+Bonisolli+Bonisolli.jpg[/timg]


    So, das war ein kurzer Ausflug ins Spaßige, nun nochmal ernsthaft. Betreffs der Btr.6 und 8 zum Thema Singen /Schauspiel ist mir noch was eingefallen:
    Als seinerzeit in der Berliner Staatsoper die Tosca inszeniert wurde, muß es wohl zwischen dem Regisseur und einem der Hauptdarsteller im Vorfeld auch ein paar Meinungsverschiedenheiten gegeben haben. Der hervorragende ital. Tenor, der damals den Cavaradossi gab, äußerte sich in einem Interview vor der Premiere, Zitat:
    "Ich spiele hier keine Probleme! Mein Problem ist das Singen - und dem hat sich alles andere unterzuordnen".
    Eine Aussage, die mir damals gefallen hat und die ich heute, etwas reifer geworden, absolut für richtig halte.


    Herzliche Grüße
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Ich vermute mal auf Deinem Avatar, das bist Du selbst - ein ebenfalls gut aussehender Mann in den besten Jahren.

    Die Einen sagen so, die Anderen sagen so ;) Aber auch, wenn es Stimmen in meinem Freundeskreis gibt, die behaupten, ich wäre schon mit siebenundzwanzig auf die Welt gekommen, feiere ich doch justament heute erst meinen 42sten :thumbup:


    p.s. Das Avatar-Bild ist ca. 5-6 Jahre alt.

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

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  • feiere ich doch justament heute erst meinen 42sten


    Wenn tatsächlich "heute", dann meine besten Glückwunsche und alles Gute für das neue Lebensjahr.


    Herzlichst
    CHRISSY


    p.s. Das Avatar-Bild ist ca. 5-6 Jahre alt.

    ... und in zwanzig Jahren reden wir dann mal über ein aktuelles.

    Jegliches hat seine Zeit...


  • Wenn tatsächlich "heute", dann meine besten Glückwunsche und alles Gute für das neue Lebensjahr.


    Sei bedankt!

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Hiermit bitte ich die Moderatoren, die beiden Threads zum Salzburger Parsifal zusammenzulegen. Meinen Segen habt ihr. Die Meinungen sollten nicht in 2 verschiedenen Threads verhungern.


    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Beitrag 6 von novecento trifft genau das, was ich sagen will. Die Zusammenlegung beider threads würde ich begrüßen!

    Mitten in der großen natürlichen Barbarei ist es den Menschen manchmal gelungen, kleine, warme, von der Liebe besonnte Plätze zu schaffen. Kleine, abgekapselte reservierte Bereiche, in denen Intersubjektivität und Liebe herrschten (Michel Houellebecq, Elementarteilchen)

  • Herzlichen Glückwunsch, da sind wir ja ein Jahrgang! 8-)


    Ist mir nicht entgangen ;)

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Lieber Michael,


    da die letzten Beiträge unabhängig vom Thema "Parzifal in Salzburg" sind und nicht verschoben werden, mache ich kein neues Thema auf und gratuliere dir an dieser Stelle recht herzlich.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Unter diesem Motto steht die neue Kölner Parsifal-Inszenierung, die am Karfreitag in Köln - im blauen Musical-Zelt am Rheinufer - Premiere hat.
    Inzeniert wird das ganze - da der ursprünglich vorgesehene Regisseur (und Intendant) Laufenberg weg ist - von den Untergrund-Frettchen (La Fura dels Baus) aus Katalonien mit ihrem Chef Carlus Padrissa.

    Die Bühne wird dominiert von einem überdimensionalen Gerüst, das ein Viertel einer Kugel darstellen soll. Darauf sitzen 100 Statisten, die aber bei jeder Vorstellung wechseln. Die Idee dahinter: "Wir alle sind Parsifal", so Padrissa. "Wir sind alle vernetzt durch das Internet, und durch Facebook nehmen wir Anteil am Leben anderer Menschen."
    Die musikalische Leitung hat Markus Stenz, es singen Marco Jentzsch (Parsifal), Silvia Hablowetz (Kundry) und Boaz Daniel (der sowohl Amfortas als auch Klingsor darstellen und singen muß).
    Die Kostüme - ganz in weiß - werden laut Kostümbildner Chu Uroz zugleich die Lichter reflektieren und Projektionsfläche für Videos sein.
    Bass Matti Salminen musste für seine Rolle noch eine Bäckerlehre machen und wird als "Bäcker Gurnemanz" auf der Bühne Teig kneten.


    Na denn!


    Näheres hier: http://www.operkoeln.com/programm/57316/

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Es ist kaum zu glauben, aber jeder Unsinn scheint sich noch steigern zu lassen.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Es ist kaum zu glauben, aber jeder Unsinn scheint sich noch steigern zu lassen.


    Toll und völlig richtig gesagt. Man hat mitunter den Eindruck, das ist wie ein Wettbewerb - Sieger in aussichtsreicher Position wird, wer immer noch einen draufsetzen kann. Und die grandiosen Ideen scheinen nicht auszugehen...


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Zitat

    Zitat von Harald Kral: Na denn!

    Na denn gehen wir erst gar nicht hin!!


    Liebe Grüße an alle, die diesem Backwerk fernbleiben.
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

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  • Zitat

    Lust auf Abenteuer?


    Seien Sie bei unserer Neuproduktion von Richard Wagners »Parsifal« hautnah dabei - werden Sie ein lebendiger Teil des Bühnenbildes!


    Hier anmelden

    Auszug:


    "Ich bin schwindelfrei und mir ist keine gesundheitliche Einschränkung (insbesondere keine Gehbehinderung) bekannt, die meine Teilnahme an der beschriebenen Aufgabe ausschließt.*"


    Dergleichen habe ich jetzt auch noch nicht gesehen. :| Da darf man sich dann offenbar nackt auf die Bühne setzen, wie auf dem oben von Harald geposteten Photo, und sich ausbuhen lassen. :no:


    Ich dachte, der Kölner Karneval wäre bereits vorbei? 8|

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Zitat

    zitert von Joseph II: Ich bin schwindelfrei und mir ist keine gesundheitliche Einschränkung (insbesondere keine Gehbehinderung) bekannt

    Ich habe den Aufruf zur Teilnahme als Statist schon vor einiger Zeit in der Tageszeitung gesehen. Ich habe keine Behinderung und bin schwindelfrei. Aber als ich das zugehörige Bild sah, wurde mir tatsächlich schwindelig vor lauter Abneigung. Vielleicht haben sich ja ein paar Leute gemeldet, die diesen Unsinn 5 Stunden lang durchhalten können.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Lieber Gerhard,


    offenbar nicht nur ein paar: Angeblich sind alle Vorstellungen inklusive Generalprobe ausgebucht. Wahrscheinlich gibt es genug "abenteuerlustige" exhibitionistisch veranlagte Nudisten in diesem Lande.


    Mal im Ernst: Allein die Bewerbungsformel "Lust auf Abenteuer?" erinnert mich an die Masche gewisser Privatsender im Fernsehen, die ihre "Shows" bewerben, u. a. dieses "Dschungelcamp".


    Aber wir alle sind ja Parsifal. Wir alle waren ja auch schon mal Papst und Deutschland. Erinnert sich noch jemand an die peinliche Werbekampagne im Fernsehen? Nachdem jemand darauf hinwies, dass es so eine Kampagne schon mal gab (siehe Bild unten), verschwand sie auf einmal sang- und klanglos.


    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Zitat

    "Ich bin schwindelfrei und mir ist keine gesundheitliche Einschränkung (insbesondere keine Gehbehinderung) bekannt, die meine Teilnahme an der beschriebenen Aufgabe ausschließt.*"


    Dergleichen habe ich jetzt auch noch nicht gesehen. :| Da darf man sich dann offenbar nackt auf die Bühne setzen, wie auf dem oben von Harald geposteten Photo, und sich ausbuhen lassen. :no:


    Ich stelle fest, daß immer noch Steigerungen möglich sind. Diese Oper kann man nur durch die Brille eines Irrenarztes betrachten! :no:



    PS: Mir tut nur ein so sympatischer Sänger wie Matti Salminen leid. Daß solch ein Sänger von Weltruf sich dafür hergibt, erstaunlich!

    W.S.

  • Mal im Ernst: Allein die Bewerbungsformel "Lust auf Abenteuer?"


    Da setze ich noch einen drauf. Wer viel Freizeit hat könnte sich doch hier bewerben und lernt da vielleicht sogar einen besonders großen und berühmten Herrn kennen.


    Die Stiftung Oper in Berlin
    sucht für die
    Komische Oper Berlin
    ab August 2012
    Hospitanz in der Dramaturgie
    Für die Zeit ab August 2012 sucht die Dramaturgie der Komischen Oper Berlin eine/n engagierte/n und kulturinteressierte/n Hospitanten/in. Die Hospitanz ermöglicht einen intensiven Einblick in die Arbeit der Dramaturgie an einem Musiktheater, kann jedoch leider nicht vergütet werden.


    DIE AUFGABEN
    Unterstützung der Dramaturgen bei der Inszenierungsbetreuung und

    • Erarbeitung (vom Konzeptionsgespräch über das Programmheft bis zur
      Premiere)
    • Literatur-Recherche in Bibliotheken, Archiven, Internet
    • Verfassen von kurzen Texten für Konzert und Oper
    • Korrekturlesen

    DIE ANFORDERUNGEN
    Interesse an Musikwissenschaft und Theater
    Kreativität und Engagement
    Teamfähigkeit
    Zeitliche Flexibilität
    Beginn: ab August 2012
    Dauer: ca. 2-3 Monate
    Ihre aussagekräftige Bewerbung senden Sie bitte bis Montag, 2. Juli 2012 zusammen mit einer kurzen Vita und ausgewählten Arbeitsproben (das können Hausarbeiten, Rezensionen, Programmheftartikel o. ä. sein) – gern digital, aber nicht größer als 5 MB – an:
    Ulrich Lenz │ Chefdramaturg
    Komische Oper Berlin
    Behrenstraße 55-57, 10117 Berlin

    Tel. +49 (0)30 20 260 404 │ Fax +49 (0)30 20 260 377
    Mail:
    dramaturgie@komische-oper-berlin.de
    Die Bewerbung von Frauen ist erwünscht. Anerkannte Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt und Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht. Die eingereichten Unterlagen können nur zurückgesandt werden, wenn ein ausreichend frankierter Umschlag beigefügt wurde. Fahrtkosten können leider nicht erstattet werden.
    Vergütung: keine


    Der Termin der Bewerbung und das Praktikum sind zwar schon lange vorbei.
    Aber wer weiß, vielleicht gibt es eine erneute Ausschreibung? Und ein gewisser Herr könnte eine Bewerbung gewiß positiv protegieren. Ganz wichtig, unbedingt angeben "Mitglied im Tamino-Forum". Das öffnet dort garantiert alle Türen.


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Das öffnet dort garantiert alle Türen.


    Chrissy, kann man da nackt hingehen oder muß man was anhaben?


    Ach Quatsch, habe gerade gesehen, daß der Termin schon vorbei ist. Schade.


    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Zitat

    Zitat von LaRoche: Chrissy, kann man da nackt hingehen oder muß man was anhaben?

    Lieber LaRoche,


    das war aber eine dumme Frage. Nach allem, was wir von der Berliner Komischen Oper gesehen haben, müsstest du ja wissen, dass man da zumindest nicht viel anhaben muss. Leider ist der Termin vorbei, sonst hättest du ja mal versuchen können, ob sie dich auch angezogen genommen hätten. Versuchs beim nächsten Mal und berichte uns darüber.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Eine Glosse über das Regietheater endete mit der Feststellung, daß alle auf der Bühne ordentlich angezogen sind, aber das Publikum nackt auf den Stühlen sitzt.


    Na dann, daß das Wetter besser werde!! Vielleicht setze ich mich dann mal versteckt auf den Parkplatz ins Auto und spiele Mäuschen.


    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Heute war die Generalprobe. Der Kölner EXPRESS-Reporter war dabei. Hier sein Bericht: http://www.express.de/koeln/6-…t-oper,2856,22220838.html


    Die Oper heißt im Volksmund schon Bäcker-Weihespiel: Auf der Bühne werden während der Aufführung zehn Laibe Brot gebacken und zum Finale an das Publikum verteilt.


    Dabei ist Karfreitag doch eigentlich ein Fasten-Tag ?(?(?(

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Auf der Bühne werden während der Aufführung zehn Laibe Brot gebacken und zum Finale an das Publikum verteilt.


    Mein Kommentar nur zu "verteilt": Im Ganzen oder in kleinen Häppchen? Der Regieeinfall hat etwas für sich.


    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

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