Anna Prohaska Sopran laut BILD die neue Anna

  • Gerade eben gelesen in BILD online


    Das ist Anna, die neue Netrebko
    Darunter ein tolles Foto von Frau Prohaska.


    Zitat

    Sie war mal Gruffti.
    Sie liebt dröhnenden Metal.
    Sie trinkt gerne Weißwein und kommt zum Interview mit einem Loch in ihren Jeans. Sie singt heute an der
    Staatsoper Berlin Premiere von "Le Vin herbé" ein weltliches Oratorium von Frank Martin in einer Inszenierung von Katie Michell.

    Ja so ändern sich die Zeiten. Früher nahm die Bild Zeitung von Opernsängern null Notiz.
    1983 wurde sie in Neu-Ulm geboren, aufgewachsen in Wien und Berlin.
    Vater Opernregisseur Mutter Sängerin.
    Als Kind war Anna von der Klassik faszieniert, als Tennie von der Grufti Szene.
    "Jahrelang trug sie schwarz".
    Ende des Interviews.
    Das nenn ich tolle Reklame.


    Gratulation!
    :D:D:D

    mucaxel

  • Ja so ändern sich die Zeiten. Früher nahm die Bild Zeitung von Opernsängern null Notiz.


    Nun ja, das könnte man als Fortschritt bezeichnen. Aber doch ein wenig spät, oder? Immerhin haben die Salzburger Festspiele diese Künstlerin schon vor zwei Jahren als präsentationswürdig empfunden...


    ;)

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!




  • Hallo mucxel, sorry, aber ich verstehe nicht ganz, wie das nun gemeint ist? Pro Anna P.? Oder contra?
    Ich halte die Sängerin für eines der größten Talente der Gegenwart. Bislang ist sie nicht der Verlockung erlegen, über ihr Fach hinaus zu singen. Ihre Stimme hat Grenzen, in denen sie sich hoffentlich auch weiterhin bewegen möge. Mich freut sehr, dass sie auch dem Liedgesang Aufmerksamkeit widmet. Ihre Liederabende sind ganz traditionell. Sie erinnert mich an die wunderbare Lucia Popp.


    In direkter Linie ist sie übrigens mit dem bedeutenden österreichischen Dirigenten Felix Prohaska verwandt. Ich weiß aber jetzt nicht verbindlich, ob der ein Großonkel oder gar der Großvater war.


    Gruß Rheingold

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Das war durchaus sehr positiv gemeint.
    Ich war nur sehr erstaunt das es Frau Prohaska auf die BILD Titelseite geschafft hat dazu schrieb ich ja auch GRATULATION, denn so wird man bekannt!
    Sie gibt im Herbst eine Liedmatinee an der Staatsoper und am Flügel Daniel Barenboim am 20.Oktober 11.00 Uhr, dort werde ich sie hören!


    :jubel:

    mucaxel

  • Danke für die Antwort, jetzt ist mir alles klar. :) Die Liedmatinee werde ich auch besuchen.


    Gruß Rheingold

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Na Gott sei dank, und ich hatte schon befürchtet wir hätten schon wieder eine neue Callas.
    Wie sich die Zeiten doch ändern.
    Dieser Vergleich erhöht hoffentlich die Überlebensdauer ihrer Stimme

  • Vielleicht sollte man ihren Bruder Daniel, Musical- und Operettensänger und nebenbei Lebensgefährte des Münchner Gärtnerplatzintendanten Köpplinger, gleich als neuen Corelli bejubeln?

    Liebe Grüße,
    Figarooo

  • Die beiden letzten Beiträge sollte man völlig ignorieren :!::thumbdown:


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    Hatte mir von Anna Prohaska zunächst von den neueren Aufnahmen nur diese zugelegt......

    Bach: Arien & Chöre aus den Kantaten BWV 25, 31, 44, 57, 82a, 105, 115, 127, 135, 150, 179, 202, 208; Sinfonia aus BWV 150; Choral BWV 403 "Wenn mein Stündlein vorhanden ist"

    Eine im Lockdown entstandene CD!


    Das hat mir dann sooooo gut gefallen, ihre Interpretation ist äußerst gut gelungen, ehrlich gesagt hätte ich das so nicht erwartet. Dazu kommt die kompetente Leistung von Wolfgang Katschner und seiner Lautten Compagney!


    Purcell: Arien aus Dido and Aeneas & The Fairy Queen
    Graupner: Arien aus Dido, Königin von Karthago
    Sartorio: Arien aus Giulio Cesare in Egitto
    Locke: Arien aus The Tempest
    Castrovillari: Arien aus La Cleopatra
    Händel: Arien aus Giulio Cesare in Egitto HWV 17
    Hasse: Arien aus Didone abbandonata & Marc'Antonio e Cleopatra
    Cavalli: Arien aus Didone

    Il Giardino Armonico, Giovanni Antonini


    Gestern kam dann diese CD an und es ist das gleiche überraschende Erlebnis, umwerfend schön gesungen , z.B. das Lamento der Dido von Purcell! ;(

    Il Giardino Armonico ist auf der gleichen Wellenlänge wie die Sängerin, ja ein wunderschönes musikalisches Erlebnis!


    LG Fiesco


    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ist es ein künstlerischer Ritterschlag, auf das Titelblatt der Zeitung mit den großen Buchstaben zu geraten?


    Mir fiel ein verstorbener Freund ein. In seinen Anfangsjahren als Sänger fand auch er den Weg auf die Titelseite dieser Gazette, unter der reißerischen Überschrift "Berühmter Sänger stürzt in Donau".


    Im "Faktencheck", wie es heute heißt, kann der zweite Satzteil "...stürzt in Donau" bestehen. Der erste dagegen "Berühmter Sänger..." erheitert. War der auf dem Weg vom Engagement im oberfränkischen Hof zur Sommersaison in Baden bei Wien verunfallte Bariton an beiden Orten zwar geschätzt, aber meilenweit von Berühmtheit entfernt. Diesen Begriff mißbrauchte das Blatt in für dessen Stil typischer Manier.


    Bei Anna Prohaska genügt ein Loch in der Jeans, Metal-Musik, Grufftischwarz und gelegentlicher Weißwein-Konsum. Wie schön für sie, dass sie nicht erst mit dem Auto in der Donau landen muss, um von der "Bild" bermerkt zu werden...


    ^^

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  • Die beiden letzten Beiträge sollte man völlig ignorieren :!: :thumbdown:

    Nun hat gerade diese Bemerkung allerdings noch einmal die Aufmerksamkeit auf diese Ergüsse nach fast acht Jahren gelenkt.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Solche Überschriften wie über diesem Thread für eine Sängerin finde ich nicht sonderlich glücklich gewählt. Damals wie heute nicht. Vordergründige Aktualität verliert schon alsbald an Wirkung. Der Zeitungsbericht ist immerhin an die acht Jahre alt. Es gibt nichts ältertes als eine Zeile mit diesem Abstand in diesem Blatt. Und in der Tat, lieber Fiesco, diese Hinzufügung ist mehr als überflüssig. Vielleicht hätte Du gleich einen neune Thread starten sollen.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent