Zwischen Poesie und Protest: Der Sänger Leo Ferré

  • Zum 20. Todestag des Chansonniers:
    "In der harten Faust die Liebe"
    Wie viele französische Chansonpoeten begann auch Léo Ferré im Paris der Nachkriegsjahre: in den Kellerkabaretts am linken Seine-Ufer, zusammen mit Charles Aznavour, Juliette Gréco und Yves Montand. Doch bald ging er seine eigenen Wege.
    Ferré überschritt die Grenze zwischen kleinem Lied und großer Oper, sang seine Poesie zur Begleitung eines Sinfonieorchesters, engagierte große Chöre und schrieb gar einen Text auf Beethovens Egmont-Ouvertüre.


    Bis heute, zwei Jahrzehnte nach seinem Tod 1993, sind seine Lieder von Liebe und Anarchie, von Gewalt und Zärtlichkeit aktuell geblieben.



    Léo Ferré (* 24. August 1916 in Monaco; † 14. Juli 1993 in Castellina in Chianti, Italien) war ein französischer Musiker und Anarchist.
    Ferré gilt in der Musikwelt als einer der bedeutendsten Chansonniers des 20. Jahrhunderts.


    LG


  • Gestern abend um 23.05 begann im Deutschlandfunk eine "Lange Nacht", die dem Sänger gewidmet war:


    Die Lange Chansonnacht mit Léo Ferré
    Von Stephan Göritz

    Die Sendung brachte viele der schönsten Aufnahmen, darunter auch einige der erst 2000 postum veröffentlichten letzten Platte. Im Mittelpunkt der Sendung steht ein Gespräch, das Stephan Göritz wenige Jahre vor Ferrés Tod mit ihm führte.


    Stellvertretend für die nachrückenden Chansongenerationen kamen in weiteren Gesprächen Jacques Higelin, Arno und Corinne Douarre zu Wort, die heute Lieder von Ferré neu interpretierten.
    Die Sendung kann man über "Audio On Demand" beim DLF nachhören.


    LG