Nicht nur Wagner - Tomasz Konieczny

  • [timg]http://tomasz-konieczny.eu/img…_L.jpg;l;300;420;*;Tomasz Konieczny[/timg] Tomasz Konieczny wurde am 10. Januar 1972 in Lodz in Polen geboren.
    Zunächst studierte Konieczny Schauspiel an der Filmakademie in Lodz und trat in den 90er Jahren auf der Bühne und in diversen Produktionen im polnischen Fernsehen auf.
    Sein Interesse und seine Begabung für den Gesang veranlassten ihn, ein Gesangsstudium an der Fryderyk-Chopin-Akademie in Warschau zu beginnen, welches er an der Hochschule für Musik in Dresden fortsetzte.
    Er war Preisträger beim Dvorak-Gesangswettbewerb im Jahre 1998 in Karlsbad.


    Tomasz Konieczny debütierte 1997 an der Oper in Posen als Figaro in Mozart’s Le nozze di Figaro.
    Mit dem Kezal in Smetana’s Die verkaufte Braut debütierte der Bassbariton an der Oper Leipzig. Weitere deutsche Bühnen wie beispielsweise das Theater Lübeck, das Nationaltheater in Mannheim, das Theater Chemnitz und schließlich die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf sollten wichtige Stationen am Beginn seiner Karriere werden.
    Zu seinen Partien zählten damals Rollen wie der Ramphis in Aida, Procida in I Vespri Siciliani, Colline in La Boheme, Orest in Elektra oder Sarastro in Die Zauberflöte.


    Am Nationaltheater Mannheim gehörte er ab der Saison 2002/03 zum Ensemble. Dort sang er Partien wie Pimen in Boris Godunow, Pizarro in Fidelio oder Johanaan in Salome – aber auch schon König Marke in Tristan und Isolde, Amfortas in Parsifal oder den Wotan in Das Rheingold und Die Walküre.
    In der Saison 2005/06 wechselte er an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, an der er so unterschiedliche Rollen wie Osmin in Die Entführung aus dem Serail, Golaud in Pelléas et Mélisande oder Selim in Il Turco in Italia gesungen hat. Und natürlich wieder Wagner – neben Wotan und Amfortas auch den Kurwenal in Tristan und Isolde und die Titelrolle in Der fliegende Holländer.
    2008 debütierte er als Alberich, inzwischen eine Art Paraderolle für den Sänger, an der Semperoper in Dresden.
    Mit dieser Partie stellte er sich in der Neuproduktion des Ringes unter Franz Welser-Möst im Jahr 2008 auch dem Publikum der Wiener Staatsoper vor und erzielte einen überwältigenden Erfolg bei Publikum und Presse.


    Konieczny‘s vielfältiges Repertoire umfasst auch die Bösewicht-Partien in Offenbach’s Les Contes d'Hoffmann, Escamillo in Carmen, Balstrode in Peter Grimes, Barak in Die Frau Ohne Schatten oder Mandryka in Arabella.
    Engagements führten Konieczny auch an das Teatro Real Madrid, an das Nationaltheater in Prag, an die Pariser Oper, an die Bayerische Staatsoper München und zu den Salzburger Festspielen.



    Auf CD und DVD sind erschienen:




    Gregor

  • Ich habe das Glück, dass ich Thomasz Konieczny bereits mehrfach erleben und näheren Kontakt zu ihm aufbauen konnte. Beim 100jährigen Geburtstag von Gottlob Frick (2006) hatten wir ein Festkonzert "Bassissimo". Koniecczny war zusammen mit Günther Groissböck und Florian Plock einer der jungen höchstbegabten Bassisten, die das Auswahlgremium vorgeschlagen hat. Das Konzert wurde der erwartete Erfolg mit entsprechendem Medienecho. Thomasz hat eine ungemein voluminöse Stimme mit dramatischer Ausdruckskraft. Darstellerisch ist er durch sein früheres "Schauspielerleben" ein Ass. Sein "neuer"-jugendicher Alberich war fast sensationell. Eine diskussionswürdige Alternative zu den Legenden Neidlinger und Wlaschiha. Obwohl er zahlreiche Basspartien singt und in Mannheim sogar die Tiefen des Osmin achtbar meisterte, tendiert aus meiner Wahrnehmung die Stimme ganz klar zum bassig gefärbten Heldenbariton hin. Etwas mulmig wird mir, wenn er Wotan und Alberich sehr zeitnah aufeinander folgend singt. Ob das stimmlich gut geht? Auch die Titelrolle im "Fliegenden Holländer" scheint mir ein Risiko zu sein. Franz Crass, der in dieser Partie in Bayreuth einen sensationellen Erfolg hatte, wiederholte den Ausflug in die für einen Bassisten gefährliche Lage nie mehr. Da der sympathische Thomasz aber auch ein sehr kluger Kopf ist, hoffe ich, dass er nicht der Versuchung erliegt, alles zu machen. Wenn mit dem "künstlerischen Schatz", den er zweifellos besitzt ökonomisch umgegeangen wird, prognostiziere ich große Leistungen, die wir von diesem Sänger noch erleben dürfen.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • [timg]http://tomasz-konieczny.eu/img…/gal_18_L.jpg;l;400;290;*[/timg] Vielen Dank, lieber operus, für deinen interessanten Kommentar.
    Meine erste Begegnung mit Konieczny war sein Alberich in Der Ring des Nibelungen an der Wiener Staatsoper (siehe linkes Bild). Sensationell ist das richtige Wort um seine Leistung in diesem Ring zu beschreiben. Sein Alberich in Das Rheingold war ein Erlebnis, nicht nur stimmlich. Denn auch seine Schauspielbegabung machte aus diesem Alberich etwas Besonderes.
    Seinen Wotan habe ich leider verpasst, doch soll er zuletzt gerade in Die Walküre großen Erfolg mit dieser Partie gehabt haben.
    Die Rolle wird er auch in zukünftigen Ring-Aufführungen in Wien singen, also wird es noch genug Möglichkeiten geben, ihn als Wotan zu hören.


    Seine Stimme scheint mir gut im deutschen Fach aufgehoben zu sein. In einer italienischen Partie habe ich ihn bisher nur in La forza del destino als Fra Melitone gehört. Stimmlich sehr präsent und markant, klang er vom Stimmtypus recht ungewohnt für diese Partie.


    Gespannt darf man auf seinen Jack Rance sein, den er in der Neuinszenierung von Puccini's La fanciulla del west im Herbst an der Wiener Staatsoper singen wird. Die Besetzung der drei Hauptrollen sorgt bereits für Diskussionen, da sie für so manchen eher für eine Wagner- als für eine Puccini-Oper geeignet erscheint. Schließlich singen mit Nina Stemme und Jonas Kaufmann zwei für das italienische Fach nicht unbedingt prädestinierte Sänger die beiden Hauptrollen.


    Übrigens schreibt man seinen Vornamen ohne h, lieber operus. Es heißt Tomasz. ;)


    Gregor

  • Lieber Gregor,


    ich bin in das H so verliebt, weil ich es in Namen und Geburtsort gleich dreimal habe. Werde es bei Tomasz jedoch künftig beachten. ;)


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Auch die Titelrolle im "Fliegenden Holländer" scheint mir ein Risiko zu sein. Franz Crass, der in dieser Partie in Bayreuth einen sensationellen Erfolg hatte, wiederholte den Ausflug in die für einen Bassisten gefährliche Lage nie mehr.


    Widerspruch, lieber Operus! Mindestens bis 1966 (Hamburg) hat Franz Crass den Fliegenden Holländer gesungen, und in der B-Premiere dieser Oper 1967 an der Wiener Staatsoper (die A-Premiere hatte Otto Wiener gesungen) war Crass vorgesehen gewesen, hatte aber abgesagt.


    Zu Konieczny. Den hatte ich 2001 in Lübeck als "Elektra"-Orest gehört und geglaubt, keine Stimme von Format erlebt zu haben. Entweder haben meine Ohren mir einen Streich gespielt, oder Konieczny hat tatsächlich eine damals nicht vorhersehbare Entwicklung genommen. Sei's drum! Solche Stimmen sind heute vonnöten.


    Gruß aus Finnland
    Peter

  • Zitat Peter Schünemann:

    Zitat

    Widerspruch, lieber Operus! Mindestens bis 1966 (Hamburg) hat Franz Crass den Fliegenden Holländer gesungen, und in der B-Premiere dieser Oper 1967 an der Wiener Staatsoper (die A-Premiere hatte Otto Wiener gesungen) war Crass vorgesehen gewesen, hatte aber abgesagt.


    Lieber Peter!


    Hier muß ich dir zum Leidwesen unseres Lieben HANS recht geben. Meiner Wissens nach hat Franz Crass den Holländer mehrmals auf der Bühne gesungen. Aber dies soll wohl hier nicht das Kriterium sein. Da ich vor mir einen finnischen Wodka stehen habe, sage ich dir, lieber Peter



    einen schönen Gruß nach Finnland und


    Kipis :jubel:

  • Was gesagt werden muss, muss gesagt werden. Das versteht doch unser Freund Hans am allerbesten: Die Partie des Holländer hat Franz Crass über einen längeren Zeitraum seiner Karriere begleitet.


    Er sang die Rolle 1960 und 1961 in Bayreuth, was schon bemerkt wurde. Davon gibt es den berühmten Mitschnitt bei Philips. 1966 trat Crass als Holländer in der Mailänder Scala auf. Davon hat sich ebenfalls ein Mitschnitt erhalten (Memories) wie bei der RAI Rom (Myto), wo er 1969 abermals als Holländer in Erscheinung trat. Wenn es allein drei Mitschnitte, verteilt über fast ein Jahrzehnt, gibt, dann dürfte es noch viel mehr Auftritte anderswo gegeben haben. Hamburg und Wien sind bereits genannt worden.


    Es grüßt sehr herzlich in die Runde Rheingold

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Und nun gibt es Konieczny's Paraderolle, den Alberich, in einer weiteren Gesamtaufnahme von Wagner's Das Rheingold auf CD.
    Der konzertante Mitschnitt aus München vom April 2015 entstand mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle.




    Gregor

  • Tomasz Konieczny - Bühnenverletzung während Lohengrin-Vorstellung


    In der letzten Lohengrin-Vorstellung in Dresden wurde Tomasz Konieczny als Telramund beim Schwertkampf mit Lohengrin ernsthaft von Piotr Beczala verletzt. Die Schnittwunde war so tief, dass Konieczny ins Krankenhaus gebracht und behandelt werden musste. Bilder von der Operation hat Konieczny gar auf seine Facebook-Seite gestellt.


    Mir stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage wie gefährlich Theaterwaffen eigentlich sind. Dass man sich eine derart tiefe Schnittwunde mit einem Theaterschwert zufügen kann überrascht doch sehr. Stumpf kann die Klinge ja nicht gewesen sein. Hat man von Bühnenunfällen dieser Art schon öfter gehört?


    Hoffentlich hat sich Konieczny bis zu seinem nächsten Bühnenauftritt als Wotan in Siegfried Mitte Juni wieder vollständig erholt.


    Gregor

  • Das ist wieder mal das, was der Opernbetrieb braucht: ein vielseitig einsetzbarer Singschauspieler im besten Sinne des Wortes!


    Die Stimme besitzt einen enormen Umfang und große Durchschlagskraft, der, in Verbindung mit einem reichen Ausdrucksvermögen, viele unterschiedliche Partien offen stehen. Seine Stärke dürften die großen Charakterpartien von Pizarro und Telramund über Alberich, Jochanaan und Mandryka bis zum Scarpia sein.


    Sein Wotan wurde in Wien eher mit Vorbehalt aufgenommen. Ich habe ihn dort in der Walküre gehört und kann bestätigen, dass die Bedenken (noch?) berechtigt sind: Die Stimme hat (zur Zeit) mehr Kraft als Fülle, mehr Metall als Wärme, und er dunkelt sie künstlich ab, um den Wotan-Klang zu bekommen. Es täte ihm sicher gut, wenn er diese Traumpartie etwas langsamer anginge. Fürs Erste gibt es ja auch noch den Holländer, der ihm sicher sehr gut liegt.


    Ich hoffe, dass diese etwas differenzierte Charakterisierung nicht als Beckmesserei aufgenommen wird. Ungeduld wird selten belohnt.


    Herzliche Grüße von Sixtus

  • Österreichischer Kammersänger


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    Nach einer Siegfried-Vorstellung - in welcher er wieder als Wanderer zu erleben war (siehe Foto links) - wurde Tomasz Konieczny auf offener Bühne mit dem Titel Österreichischer Kammersänger ausgezeichnet. Der polnische Bassbariton ist schon seit vielen Jahren dem Haus am Ring eng verbunden und zu einem Liebling des Publikums avanciert.


    Staatsoperndirektor Dominique Meyer erklärte in seiner Laudatio: "Es war und ist ein sehr schöner Weg – und wir wissen, wie sehr du dem Haus verbunden bist! Du hast uns oft auch gerettet, ohne dass es die Zuschauer überhaupt mitbekommen haben, etwa wie du mit dem Wagen in der Nacht von Mailand nach Wien gefahren bist, um am nächsten Tag hier als Wotan einzuspringen. Es ist also eine große Freude, dich heute mit dem sehr verdienten Kammersänger-Titel zu ehren."


    Es sind verdienstvolle Künstler wie Sie, die dafür mitverantwortlich sind, dass Wien eine der ganz großen Kulturmetropolen ist und bleibt. Ich freue mich heute sehr, Sie in den „exklusiven Club“ der Kammersänger aufnehmen zu dürfen!" sagte J. Meindl, der in Vertretung des österreichischen Kulturministers anwesend gewesen ist.


    Konieczny bedankte sich beim früheren Staatsoperndirektor Ioan Holender, der ihn 2008 für den Ring des Nibelungen nach Wien geholt hat und erklärte weiter: "Die Wiener Staatsoper ist meine künstlerische Heimat! Ich möchte mich herzlich bei dir, Dominique Meyer, bedanken, dass du mir so viele fantastische Aufgaben gegeben hast – dass du mir die Möglichkeit gegeben hast, mit den besten Künstlern der Welt, dem besten Chor der Welt und dem besten Orchester der Welt zusammen auf der Bühne zu stehen – und für das beste Publikum der Welt zu singen!"


    Seit seinem Debüt 2008 als Alberich in Siegfried hat Konieczny bis dato 163 Vorstellungen in 21 verschiedenen Partien an der Staatsoper gesungen. Bereits im Februar wird er seine nächsten Auftritte an der WSO haben: Als Mandryka in Strauss' Arabella.



    Gregor

  • 8.2.


    Franz Schubert: Winterreise D.911 (Klaviermusik mit Gedichten von Stanislaw Baranczak)??

    Hallo Gregor weißt du mehr darüber!?


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)


  • Tut mir leid, Fiesco. Ich habe zwar diese Veröffentlichung mitbekommen, das ist aber auch schon alles. Wie du, bin auch ich etwas verwundert, dass hier offensichtlich eine Winterreise mit NEUEM - in diesem Fall polnischen - Text vorliegt.

    Aber kann man dann wirklich noch von Schubert's Winterreise sprechen, wenn der Text nicht mehr auf den Gedichten von Wilhelm Müller beruht? :/


    Gregor

  • Hallo Gregor, ich denke mir allerdings da werden Zwischentexte gesprochen, na ja mal abwarten, bin ganz gespannt und neugierig! :)


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Das wird dann nichts mit der CD, schade!!

    Lieben Dank!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Begeisterungsstürme für Konieczny bei MET-Debüt in "Das Rheingold" mit starkem Österreich-Bezug


    Tomasz Konieczny war der umjubelte Mittelpunkt beim Start von Wagner's Ring-Zyklus an der MET. Bei seinem Hausdebüt hat der polnische Bass-Bariton mit seiner Paraderolle als Alberich nicht nur hymnische Kritiken eingefahren, sondern er wurde beim Schlussvorhang auch vom Publikum mit dem größten Jubel des Abends bedacht.

    Kritiker als auch Opernafficionados in privaten Klassikforen sind sich einig: Konieczny sorgte für das herausragendste MET-Debüt der laufenden Saison! Ein Besucher sprach vom besten Live-Alberich seit Gustav Neidlinger!

    Überhaupt wurde die Vorstellung von Das Rheingold besonders für die Künstler mit österreichischem Bezug zum Riesenerfolg - und von denen gab es in New York insgesamt vier. Neben Konieczny, der seit nunmehr zehn Jahren Liebling des Wiener Opernpublikums und inzwischen auch österreichischer Kammersänger ist, war es der waschechte Wiener Norbert Ernst, dem mit seinem MET-Debüt als Loge ebenfalls ein Sensationserfolg zuteil wurde. Konieczny als auch Ernst waren zweifellos DIE Stars der Aufführung, oder wie zu lesen war, die beiden Standouts.


    Dann war da noch der Niederösterreicher Günther Groissböck - seit inzwischen mehreren Jahren gern gesehener Gast in New York - der als Fasolt aufhorchen ließ. Und schließlich noch Dirigent Philippe Jordan, der ja aktuell der Chefdirigent der Wiener Symphoniker und der designierte Musikdirektor der WSO ab der Saison 2020/21 ist, und der am Pult für eine versierte Umsetzung der Partitur sorgte.


    Wie auch bereits Das Rheingold werden auch die restlichen drei Ring-Teile im Radio bzw. im Live-Stream der MET übertragen. Die Walküre wird ja gar am 30. März im Rahmen von "Die MET Live in HD" im Kino gezeigt.



    Gregor