Lieder von Hugo Wolf

  • Hallo allerseits,


    in Sachen Musikgeschichte bin ich jetzt bei Hugo Wolf (1860-1903) angelangt, dessen kurzes Leben nach einem Selbstmordversuch in einer Irrenanstalt endete. Genie und Wahnsinn scheinen ja öfter eng miteinander verbunden zu sein, weshalb mich dieser Komponist, der vor allem zahlreiche (ca. 300?) Lieder hinterließ, sehr interessiert.


    Ich weiß bislang nicht viel über diesen Komponisten, nur das wenige, was Kurt Pahlen in seinem Werk über Musikgeschichte preisgibt.


    Aufgrund des Gelesenen interessieren mich vor allem Wolfs Michelangelo-Lieder. Über das zweite aus diesem Zyklus sagt er selber in einem seiner Briefe 1897: Es sei „das Beste, was ich bis jetzt gestümpert habe. Es ist wahrlich, um dabei verrückt zu werden, dabei aber von einer verblüffenden, wahrhaft antiken Einfachheit… Ich fürchte mich förmlich vor dieser Komposition, weil mir dabei um meinen Verstand bange wird…“ (aus Pahlen, Seite 488 f.)


    Es wäre schön, wenn Ihr nun Eure Empfehlungen für Lieder dieses Komponisten aussprechen würdet. Was haltet Ihr von Hugo Wolf, seinem „Spanischen“ und „Italienischen Liederbuch“ und all den anderen Zyklen? Welches sind Eure Lieblingslieder, welches Eure liebsten Interpreten?


    Ich habe mir zwei, derzeit lieferbare Aufnahmen ausgeschaut. Vielleicht kennt sie jemand und kann etwas dazu schreiben.





    Diese Aufnahme der Mörike-Lieder werde ich mir wohl auf jeden Fall zulegen, vorrangig aber wohl zunächst wegen Sviatoslav Richter. ;)





    Alexander Kipnis singt Brahms & Wolf
    Brahms: 4 ernste Gesänge;30 Lieder
    +Wolf: Michelangelo-Lieder; 14 Lieder
    Mit Ernst Victor Wolff, Gerald Moore, Conrad V.
    Bos, Klavier


    Hier wären auch die Michelangelo-Lieder drauf. Kipnis selber kenne ich noch nicht, aber sein Name ist mir im Forum schon begegnet, ich weiß aber leider den Zusammenhang nicht mehr. Was meint Ihr: Sollte man ihn einmal gehört haben?


    Gruß, Cosima

  • Hallo Cosima,


    Dein Artikel hat mich veranlasst, bei mir selbst nachzuschauen, was
    ich mir von Hugo Wolf zugelegt habe.


    Der Zyklus mit den Mörike-Liedern ist sehr umfangreich. Der englische
    Bariton Benjamin Luxon zusammen mit dem Pianisten David Willison
    hat ihn in den 70er Jahren auf 6 LP-Seiten komplett eingespielt.


    Noch älter ist eine Aufnahme mit diversen Wolf-Liedern, bei denen
    Evelyne Lear und Thomas Steward sich abwechseln.


    Was ich Dir empfehlen würde, wäre die zeitnahe CD-Einspielung
    mit Felicity Lott und Geoffrey Parsons am Klavier mit zehn Möriike
    Liedern und neun von Goethe.



    Was die angesprochenen Michelangelo-Lieder anbelangt, müsste
    ich dich an Schostakowitsch verweisen, der aus den Sonetten des
    Renaissance-Menschen eine Suite zusammengestellt hat. Auf
    der Decca-Aufnahme singt John-Shirley-Quirk und wird von Vladimir
    Ashkenazy begleitet.


    Die Lieder von Hugo Wolf liebe ich nicht besonders, weil ich die unterlegten Gedichte der deutschen Klassik und Romatik häufig nur als Reime wahneme und sie als zu oberflächlich einstufe. Im Prinzip mag ich Lyrik sehr, ziehe aber die Orientalen vor. Bei einem Gedicht muss ich bis zu achtzig Prozent der Zeilen inhaltlich übereinstimmen, bei den Deutschen klappt das nur selten, außer bei Wagner.


    :yes:


    Hugo Wolf hat aber nicht nur Lieder komponiert. Aus seiner einzigen Oper "Der Correigidor" hat er eine Suite formatiert, damit die Musik
    des selten aufgeführten Werkes in reduzierter Form auch im
    Konzertsaal erklingen kann.


    Ein unvollendet gebliebenes Streichquartett hat er orchestriert;
    daraus ist die Italienische Serenade geworden.


    Sein schönstes Werk ist eine Symphonische Dichtung über die
    Amazonenkönigin Phentesilea, die den griechischen Helden
    Achilles liebt, mit ihren Gefühlen aber nicht zurechtkommt.


    Gruß Engelbert

  • Liebe Forianer,


    Hugo Wolf kenne ich noch nicht halb so gut wie ich gerne würde. Was mich an Hugo Wolf fasziniert ist die Verbindung von Klavier und Gesangssstimme. In meiner Sammlung habe ich folgende Aufnahme des spanischen Liederbuches, allerdings lange nicht mehr gehört. Kennt jemand die Aufnahme?


    Herzliche Grüße,


    Christian



    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Ja, das ist eine Spitzen-Aufnahme. FiDi und die Schwarzkopf harmonieren optimal in ihrer deklamatorisch eindringlichen, hochartfizellen Gesangskunst. Die Schwarzkopf besaß in der Zeit, als diese Aufnahme entstand, noch ihr ganzes liebreizend-silbriges Mädchentimbre und FiDi hielt noch eine gesunde Balance zwischen melodischer Linie und Textbetonung - sie sind beide auf dem Höhepunkt!
    Genauso schön mit diesem Duo ist das Ital. Liederbuch (ebenfalls mit dem herausragenden Gerald moore am Flügel) - erschienen bei EMI


    Weitere sehr empfehlenswerte "Italiener":
    FiDi/Seefried (mit stimmlich etwas weicheren Konturen als die Schwarzkopf)
    FiDi/Ludwig (reicht fast an FiDi/Schwarkopf heran)


    bedingt empfehlenswert:
    Upshaw/Bär
    Bonney/Hagegard (mit nicht ganz idiomatischem Deutsch)


    Die Wolf-Platte für die Ewigkeit ist aber die bei EMI erschienene Liederauswahl mit Elisabeth Schwarzkopf und Wilhelm Furtwängler (Salzburg, 1953)


    Grüße!
    Daniel

  • Ich kann den Hinweis auf Wolfs "Italienisches Liederbuch" mit Dieskau/Schwarz- kopf/Moore nur bestätigen - geradezu magisch. Hinzukommt, daß die EMI-Aufnahme von Elisabeth Schwarzkopfs Ehemann, Walter Legge, produziert wurde, dem die Einspielung mit seiner Frau merklich eine Herzensangelegenheit war, jedenfalls hat wohl auch dies dazu beigetragen, daß die Aufnahme letztendlich so gelungen ist.

  • Hallo Tom,
    da gib's doch diese hübsche Anekdote, die du vielleicht kennst. Legge wollte die Schwarzkopf blindweg unter Vertrag nehmen, aber sie bestand auf ein Vorsingen. Legge kaute mit ihr ein Lied aus dem Ital. Liederbuch durch (Wolf war sein Lieblingskomponist) und ließ sie stundenlang immer und immer wieder am Ausdruck einer einzigen, winzigen Zeile feilen, bis der junge Karajan dazwischen gehen und diese "Folter" unterbinden musste. In dieser Geschichte deutet sich schon das künftige Verhältnis von Legge und Schwarzkopf an - Auch später hat er seiner Frau ständig Platten der großen Sängerinnen vorgespielt und sie dazu animiert, diverse Stilmerkmale zu "kopieren". Das brachte der Schwarzkopf den Ruf ein, Legges Produkt zu sein oder wie es in Anlehnung an den EMI-Wahlspruch hieß: "Her Master's Voice"...


    Beste Grüße
    Daniel

  • Zitat

    ..., bis der junge Karajan dazwischen gehen und diese "Folter" unterbinden musste.


    Wobei man berücksichtigen sollte, dass der "junge" Karajan damals die vierzig bereits überschritten haben muss...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Neulich habe ich einmal ausführlicher in die Neuaufnahme der Orchesterlieder Wolfs mit Dietrich Henschel, Juliane Banse und dem DSO Berlin unter Nagano reinhören können - das machte einen so guten Eindruck, dass ich die CD einmal vorgemerkt habe für einen späteren Einkauf - vielleicht kennt sie hier ja jemand schon genauer und kann mehr dazu sagen?



    Beste Grüsse,


    C.

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Liebe Taminos,


    ich habe mir gerade auf 3Sat den Mitschnitt eines Meisterkurses von Elisabeth Schwarzkopf gesehen. Thema waren Lieder von Hugo Wolf. Mir ist dabei bewusst geworden, wie wenige von Wolfs Liedern ich eigentlich kenne, dem Mangel würde ich gerne abhelfen :D


    Für einige Empfehlungen wäre ich dankbar.


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Dann empfehle ich dir alle Wolf Lieder aufgenommen von Dieskau/Barenboim...Eine sehr lohnenswerte Anschaffung.


    Hat jemand zufällig Dieskau's Buch über Hugo Wolf gelesen?


    Mfg Richard

  • Hallo ihr,
    ich möchte Euch eine CD vorstellen, die mir innerhalb kürzester Zeit sehr ans Herz gewachsen ist.


    Hugo Wolf
    Mörike-Lieder
    Werner Güra
    Am Klavier - Jan Schultsz




    Wenn ich schreibe, die Aufnahme sei mir ans Herz gewachsen, dann ist damit nicht gemeint, dass ich sie uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Die Einspielung ist aus meiner Sicht nicht ganz unproblematisch – aber herrlich!


    Als bekennender Liszt-Hörer, wie ich einer bin, kommt man an seinem Kumpel Hugo natürlich nicht vorbei. Vor langer Zeit hört ich mal zufällig ein paar Möricke Lieder im Radio, die mich unwahrscheinlich nervten. Damals hatte ich das Kunstlied an sich noch nicht begriffen, aber dies dürfte der Grund sein, warum ich dieser Begegnung sehr lange aus dem Weg gegangen bin.


    Als ich nun aber zum erstenmal mit Güra/Schulsz die Wolfschen Mörike-Lieder einlegte war ich sofort hin und weg. Man merkt sofort, dass wir hier Schubert weit hinter uns gelassen haben. Güra singt mit sehr viel Leidenschaft und Schultsz greift beherzt in die Tasten. An exponierten stellen erreicht diese Musik beinahe die Wucht einer Symphonie. An anderer Stelle treffen ich auf ein Höchstmaß an Gefühl und Sanftheit. Einige Stücke wirken sehr sakral. Werk und Interpretation sind herrlich Abwechslungsreich. Teilweise mit einer (für Lieder) extremen Dynamik. Herzlich willkommen in der Romantik.


    Auch das Timbre von Güra gefällt mir außerordentlich gut. Wundert mich, dass ich ihm hier im Forum bisher so selten begegnet bin. Schultsz bringt viel Dramatik in den Vortrag, trägt mir aber manchmal etwas zu dick auf und an mancher Stelle würde ich mir etwas mehr Feinfühligkeit wünschen.


    Wo liegt nun die Problematik?


    Nun, bei Liedern handelt es sich nun mal um vertonten Text. Da gibt es Komponisten, die machen das hervorragend und es gibt Komponisten, die machen das weniger hervorragend. Und wenn es dem Komponisten gelungen ist, dann müssen es die Vortragenden begreifen und entsprechend umsetzen. Und hier erkenne ich Schwächen.


    Wenn es in „Er ist’s“ heißt, „Horch, von fern ein leiser Harfenton“, und Schultsz greift in die Tasten, als wäre es sein letzter Auftritt, finde ich das nicht wirklich angemessen. Auch verstehe ich nicht ganz, wieso sich Güra dann über den Frühling freut, wie ein anderer über eine gewonnene Schlacht.


    Fazit:
    Von der Musik her Traum. Aber Text und Musik bzw. Vortrag passen meiner Meinung nach nicht immer wirklich gut zusammen. Liegt es am Komponisten oder an den Interpreten? Ich würde sagen, mal so, mal so. Wie seht Ihr das.


    Liebe Grüße
    GalloNero

    ... da wurde mir wieder weit ums Herz ... (G. Mahler)

  • Da bin ich zugegebenerweise doch etwas überrascht, dass Wolf (und vor allem seine Lieder) tatsächlich nicht (mehr?) so bekannt zu sein scheinen.


    In der Einleitung zu seinem Buch über Wolf ("Hugo Wolf, Leben und Werk", Henschel-Verlag 2003 - gewidmet ist das Buch Elisabeth Schwarzkopf...) schreibt Fischer-Dieskau: "Wolf bewährte sich als ein Meister der kleinen Form, in dieser von kaum einem anderen Komponisten übertroffen an Intensität, geistiger Durchdringung, Fülle und Mannigfaltigkeit der Stimmung, des Stils und Ausdrucks." Der Autor und geniale Liedinterpret sieht ihn in einer direkten Linie mit Schubert und Schumann.


    Bei mir war es so, dass eine richtige Begeisterung für das Liedschaffen Wolfs langsam wuchs. Zuerst habe ich nur die Lieder gehört, die mir auf Anhieb gefielen um mich dann auch den anderen zu nähern. Das waren zuerst die Lieder des "Italienischen Liederbuchs" und dann die Mörike-Vertonungen. Diesen Dichter habe ich über die Wolf-Lieder sehr schätzen gelernt. Wolf war der Auslöser dafür, dass ich mir eine Gesamtausgabe der Mörike-Gedichte gekauft habe. Erst später lernte ich dann das "Spanische Liederbuch", die Goethe- und Eichendorff-Vertonungen kennen.


    Die grosse Qualität von Wolf liegt für mich in der Behandlung der Klavierstimme - das ist viel mehr als eine Begleitung, sie ist der Gesangsstimme absolut gleichrangig, kommentiert oder führt die Gedanken des Gedichtes fort, ganz toll.


    Zum Einstieg empfiehlt sich sicher das "Italienische Liederbuch" - und da ist die Aufnahme Fischer-Dieskau,Schwarzkopf und Moore erste Wahl.


    Als Einstieg für die Mörike-Lieder ist die schon erwähnte Aufnahme Fischer-Dieskau mit S. Richter nicht schlecht, zumal sie nicht so teuer ist.


    Für eine weitergehende Beschäftigung würde ich die EMI-Kassette mit Fischer-Dieskau und Moore empfehlen: 7 CDs, teilweise mit unveröffentlichtem Material. Fischer-Dieskau ist hier jünger (die Aufnahmen stammen aus den 50er und 60er Jahren) und mir persönlich liegt Gerald Moore als Begleiter deutlich besser, als Barenboim. Auf der letzten CD ist Fischer-Dieskau als Dirigent zu erleben - natürlich mit Werken von Hugo Wolf.

  • Zitat

    Original von Herbert Henn
    Hier ist eine musikalisch,stimmlich und gesstalterisch hervorragende Interpretation.


    Lieber Herbert,


    Ist Dir überhaupt eine Aufnahme bekannt, wobei Gerald Moore begleitete, die nicht mindesten das Prädikat "GUT" bekommt?


    LG, Paul

  • Lieber Paul,


    Gerald Moore arbeitete nur mit herausragenden Künstlern


    zusammen,Sängern wie auch Instrumentalisten.Weil er selber


    auch ein Ausnahmepianist war enstanden mit ihm nur


    Aufnahmen mit dem Prädikat : SEHR GUT. :jubel:


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Da dieser kleine Hugo-Wolf-Thread schon wieder so ein wenig nach hinten rutscht, will ich hier noch mal einen Satz zu Hotter und Wolf loswerden: ich schätze Hotter als Liedsänger auch ("Winterreise"). Seine Qualitäten liegen in der Wortbehandlung, in der Gestaltung, das kann man auch wunderschön an der von Herbert empfohlenen Wolf-CD nachvollziehen. Seine Stimme ist dunkler, schwerer, als z. B. die von Fi-Di und Hotter ist nicht ganz so ausgeglichen, kleine Eintrübungen und Probleme sind da schon zu hören, so dass ich die CD nicht unbedingt Einsteigern empfehlen würde, sondern quasi als Ergänzung.


    Bei Wolf bin ich ein echter "Überzeugungstäter" und würde mich freuen, wenn sich wieder mehr Musikfreunde für sein Liedschaffen interessieren würden.


  • Von dieser CD kenne ich nur ein Lied: "Zitronenfalter im April" - aber es ist gleich zu einem meiner Lieblingslieder geworden.


    Da ich auch noch nicht viel von Wolf kenne habe ich mir einige gemischte Noten gekauft und 2 CDs mit allen Mörike-Liedern:



    die Lieder beginnen mir sehr zu gefallen, besonders der Tambour, Ein Stündlein wohl vor Tag, Der Knabe & das Immlein

  • Die Firma ars.produktion hat eine CD veröffentlich, auf der alle von Heinrich Schlusnus eingespielten Lieder von Hugo Wolf enthalten sind:



    "Legenden des Gesanges, Vol. 2 | Heinrich Schlusnus"


    Zitat

    Diese CD fasst alle von Heinrich Schlusnus überlieferten Wolf-Titel zusammen, teils in verschiedenen Versionen. Alle wurden von raren, originalen Schellackplatten überspielt, von denen einige aus dem Nachlass des Sängers stammen. Einige Aufnahmen erscheinen erstmals auf CD.
    Auffällig, dass sich Stimmklang und Stimmführung zwischen 1927 und 1949 nicht verändert haben. Hingegen gewinnt die Interpretation! Klangschattierungen, Aussprachenuancen, die emotionale Tiefe und die Ausdruckskraft des Sängers erreichten in den 1930er Jahren ihre volle Reife.


    Aufgenommen 1927 – 1949

    Hugo Wolf (1860–1903)


    1 An die Geliebte
    Matr.Nr.: 150 DB / Grammophon 90179 / 1931
    2 Dass doch gemalt all deine Reize wären
    Matr.Nr.: 149 DB / Grammophon 90179 / 1931
    3 Der Schreckenberger
    Matr.Nr.: 3333 BH / Grammophon 90203 / November 1932
    4 Frühling über’s Jahr
    Matr.Nr.: 3334 BH / Grammophon 90203 / November 1932
    5 Epiphanias (Die heiligen drei Könige)
    Matr.Nr.: 1487 be / Grammophon 66609 / 4. Juni 1927
    6 Heimweh (Text: Joseph von Eichendorf)
    Matr.Nr.: 337 b / Grammophon 62622 / 4. Juni 1927
    7 Der Tambour
    Matr.Nr.: 1625 BH / Grammophon 62678 / 1929
    8 Verschwiegene Liebe
    Matr.Nr.: 1672 bk / Grammophon 62655 / Herbst 1928
    9 Er ist’s
    Matr.Nr.: 1673 bk / Grammophon 62655 / Herbst 1928
    10 Biterolf
    Matr.Nr.: 1606 bk / Grammophon 62678 / Herbst 1928
    11 Gesang Weylas
    Matr.Nr.: 6059 GR / Grammophon 3009 / 17. Juni 1935
    12 Anakreons Grab
    Matr.Nr.: 6161 GR / Grammophon 30010 / 11. September 1936
    13 Storchenbotschaft
    Matr.Nr.: 7162 GR / Grammophon 30028 / 18. Juni 1937
    14 Ständchen (Text: Joseph von Eichendorff)
    Matr.Nr.: 7161 GR / Grammophon 30028 / 18. Juni 1937
    15 Gebet
    Matr.Nr.: 7228 / Grammophon 62784 / 14. Juli 1937
    16 Fußreise (Text: Eduard Mörike)
    Matr.Nr.: 8945 GR / Grammophon 62820 / 19. April 1940
    17 Auch kleine Dinge können uns entzücken (Text: Paul Heyse)
    Matr.Nr.: 8949 GR / Grammophon 62820 / 19. April 1940
    18 Der Gärtner (Text: Paul Heyse)
    Matr.Nr.: 8949 GR / Grammophon 62820 / 19. April 1940
    19 Selbstgeständnis
    Matr.Nr.: 9922 GR / Grammophon 62851 / 18. Mai 1943
    20 Begegnung
    Matr.Nr.: 9922 GR / Grammophon 62851 / 18. Mai 1943
    21 Verborgenheit (Text: Eduard Mörike)
    Matr.Nr.: 9948 GR / Grammophon 62850 / 28. Mai 1943
    22 Denk es, oh Seele (Text: Eduard Mörike)
    Matr.Nr.: 9949 GR / Grammophon 62850 / 28. Mai 1943
    23 Abschied
    Matr.Nr.: 6161 GR / Grammophon 30010 / 11. September 1936
    24 Anakreons Grab
    Matr.Nr.: 1468-2 GS / Grammophon 67593 / 27. April 1940
    25 Der Rattenfänger
    Matr.Nr.: 1499-2 GS / Grammophon 67593 / 27. April 1940
    26 Der Freund
    Aufnahme vom 12. April 1949 - Erstveröffentlichung



    Bonus-Track
    27 Über Nacht kommt still das Leid
    Matr.Nr.: 8898 GD / unveröffentlicht / 11. März 1941 - Erstveröffentlichung



    Heinrich Schlusnus, Bariton


    Titel 1-10 Klavierbegleitung: Franz Rupp
    Titel 11-23 Klavierbegleitung: Sebastian Peschko
    Titel 24-25 Orchester der Staatsoper Berlin, Ltg.: Gerhard Steeger
    Titel 26 Orchester des Hessischen Rundfunks, Ltg.: Kurt Schröder
    Titel 27 Klavierbegleitung: Sebastian Peschko


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Ich hatte meine erste Begegnung mit Hugo Wolfs Liedern auf einem Liederabend der Sopranistin Ruth Ziesak - sie hat vor vielen Jahren auch eine schöne CD mit diesem Programm gemacht, die nur noch gebraucht erhältlich ist, z.B. bei amazon.de (unter dem falschgeschriebenen Namen Ziesar!).

  • Ein kleiner Fersehtipp:


    Bayerisches Fernsehen - Donnerstag, 20. November, 00.10 Uhr (1 Std.)


    Thomas Hampson singt Lieder
    von Hugo Wolf

    Wolfram Rieger, Klavier
    Aufzeichnung Kammermusiksaal Graz, 2003


    Zitat

    Thomas Hampson, einer der bedeutendsten Baritone unserer Zeit, singt im Kammermusiksaal Graz ausgewählte Lieder von Hugo Wolf nach Texten von Eichendorff, Mörike und Goethe. Am Klavier begleitet ihn Wolfram Rieger, mit dem der in Wien lebende Kammersänger seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Der Kammermusiksaal in Graz, um die Jahrhundertwende im Jugendstil erbaut, zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Akustik aus und zählt zu den renommiertesten Konzertsälen Österreichs. Der Regisseur der Konzertaufzeichnung hat ihn ausgewählt, da Hugo Wolf seine Jugendjahre in Graz verbracht hat, er besuchte hier die Schule und erhielt hier seinen ersten Musikunterricht. Im Mittelpunkt der ausschließlich für das Fernsehen erstellten Produktion steht die herausragende künstlerische Darbietung der Hugo-Wolf-Lieder. Ergänzend dazu äußert sich der Interpret über seinen persönlichen Zugang zur Musik Hugo Wolfs und über die den Liedern zugrundeliegenden klassisch-romantischen Dichtertexte.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Wenn man nicht allergisch gegen (gutes) historisches Mono ist, dann sollte man unbedingt die Aufnahmen der "Hugo Wolf Society" von 1931-38 kennenlernen.



    Der junge Walter Legge setzte als Produzent bei der EMI Himmel und Hölle in Bewegung, um die besten Interpreten der damaligen Zeit für dieses Projekt zu gewinnen. Wie zu dieser Zeit bei solchen Mammutvorhaben (innerhalb der Edition wurde mit 145 Liedern immerhin etwa die Hälfte des Liedschaffens von Hugo Wolf eingespielt) durchaus üblich, legte man ein Abonnement auf, um vor Beginn der Aufnahmen ein gewisses finanzielles Polster zu haben. Denn eine Sammlung mit Liedern des damals jenseits der deutschen (Sprach-)Grenzen fast unbekannten Komponisten versprach wenig kommerziellen Erfolg. Und so wurde denn fleißig für die Edition geworben, inbesondere die Zeitschrift "The Gramophone" bekniete ihre Leserschaft geradezu, das Projekt finanziell zu unterstützen.


    Und die Bemühungen hatten Erfolg. In den 8 Jahren bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges gelang es Legge, die Crème de la Crème des damaligen Liedgesanges vor das Mikrophon zu bringen: Elena Gerhardt, Elisabeth Rethberg, Tiana Lemnitz, Ria Ginster, Martha Fuchs, Herbert Janssen, Alexander Kipnis, Friedrich Schorr, Gerhard Hüsch, John McCormack, Karl Erb u.v.a. Begleitet wurden sie zumeist von Gerald Moore, aber auch von Michael Raucheisen oder (orchestral) vom London Symphony Orchestra unter Robert Heger.


    Auch wenn manches für heutige Ohren etwas antiquiert klingen mag, so stellen die allermeisten Aufnahmen auch heute noch gültige Interpretationen vor. Man höre beispielsweise den im wahrsten Sinne des Wortes haarsträubenden Vortrag des "Feuerreiters" von Helge Roswaenge, dessen Stimme sich bei der Schilderung der Feuersbrunst vor Intensität fast überschlägt. Insgesamt eine wirklich "unverzichtbare" Edition für alle Wolf-Liebhaber, aber auch für Gesangsfreunde, die um den im Wahnsinn geendeten Komponisten bisher einen Bogen gemacht haben.


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Nur ganz kurz: ich halte Wolf für einen der interessantesten deutschen Liedkomponisten überhaupt, denn er bricht total mit den romantischen Mustern des begleiteten Lieds und macht den Klavierpart unabhängig undteilweise sogar gegenläufig.
    Daraus resultieren extrem gesteigerte Ausdrucksmöglichkeiten, eine doppelte Textausdeutung und ganz neue Klangfarben.
    Wolf ist oft ausserordentlcih schwierig zu musizieren und zwar für beide Teile.
    Mir haben es besonders die Mörike und Eichendorff-Lieder angetan.
    Und das italiensiche Liederbuch. Hier entzücken wirklich die kleinen Dinge!



    Elisabeth Schwarzkopf, die ja gerade als Wolf-Interpretin so gelobt wird, hat mich aufs erste Hören bereits akustisch traumatisiert. Auf einer Live- LP-Aufnahme aus Salzburg in den 50iger Jahren, die mir ein Pianist als abschreckendes Beispiel vorspielte, sang sie "Nachtzauber"- ein wirklich zauberisches Meisterwerk aus dem Wolf-Repertoire.


    Ich möchte hier nicht die Schwarzkopf Fans übermässig in Rage versetzen und sage deshalb nur noch , dass die Abschreckungsabsciht des besagten Pianisten ihr Ziel komplett erreichte.....



    Hier eine Empfehlung zum Italienischen Liederbuch




    Auf Cd Samplern von Rita Streich, Elly Ameling und Elisabeth Schumann habe ich sehr schöne Interpretationen der Lieder. Die obige Cd von Werrner Güra und Jan Schultzs würde ich auch guten Gewissens als Einstieg empfehlen.


    Elfen, Feen und andere Zauberwesen haben es bei Wolf übrigens besonders gut....... :hello:

  • Zitat

    Original von Fairy Queen
    Elisabeth Schwarzkopf, die ja gerade als Wolf-Interpretin so gelobt wird, hat mich aufs erste Hören bereits akustisch traumatisiert. Auf einer Live- LP-Aufnahme aus Salzburg in den 50iger Jahren, die mir ein Pianist als abschreckendes Beispiel vorspielte, sang sie "Nachtzauber"- ein wirkliches Meisterwerk aus dem Wolf-Repertoire.


    Ich möchte hier nicht die Schwarzkopf Fans übermässig in Rage versetzen und sage deshalb nur noch , nur, dass die Abschreckungsabsciht des besagten Pianisten ihr Ziel komplett erreichte.....


    O, Ja! :yes: Bei mir auch! So "liebreizend", wie hier jemand ihren Gesang attributierte, für mich, wie die Kombination von auf Metall schräg angesetzter Kreissäge in Kombination mit Zahnarztbohrer. Die von einem Lehrer in meiner Schulzeit gewohnheitsmäßig erzeugten Töne beim Zerbröseln der Kreide beim Schreiben auf der Schultafel waren dagegen äußerst human. :stumm:


    Es brauchte viele, viele Jahre und Barbara Bonney/Hakan Hagegard, um mich von diesem nachhaltigen Schrecken wieder zu erholen und Hugo Wolf entdecken zu können.


    :untertauch: Matthias

  • Guten Morgen,lieber Matthias, :hahahaha:
    Du hast Dich getraut.........


    Aber um der Gerechtigkeit Genüge zu tun: sie konnte- in der Oper- gottseidank auch ganz anders!
    Und wenn sie einfach nur Legato sang und die Stimme fliessen liess, wie etwa in Mozart und Strauss, kann ich zwar nciht den bescheinigten "Liebreiz" der Stimme aber sehr viele andere herausragende Qualitäten auch nachvollziehen.
    Ich verstehe nur nciht, warum manche Sänger(und Zuhörer und Kritiker) meinen, das Kunstlied sei ein Gesangs-Vergewaltigungsopfer per se und man müsse da nicht mehr singen sondern habe jeses Recht zu spucken, zu zerhacken, und zu verstümmeln.
    Wolf ist da anscheinend ein besonders beliebtes Opfer. :wacky:


    F.Q.

  • Hallo, richard logiewa,
    ich habe das HUGO WOLF Buch von Fischer-Dieskau mit Genuss und Gewinn gelesen, auch das Buch ist eine lohnenswerte Anschaffung.

  • Hallo, Cosima,
    in Beantwortung der gestellten Frage nach Lieblingsliedern von Hugo Wolf folgendes:
    An erster Stelle nenne ich "Abschied", weil dieses Stück eigentlich jeder Forums-Seite voran gestellt werden sollte. Da geht es nämlich nicht um ein trauriges Lied, wie man vielleicht vermuten könnte - nein, ein ungeliebter Kritiker fällt polternd die Treppe herunter; immer ein Lacher im Konzertsaal...
    Aber auch "Verschwiegene Liebe", "Verborgenheit" oder "Storchenbotschaft", um nur einige wenige zu nennen.
    Übrigens:
    Für manchen Klassik-Freund vielleicht überraschend - auch Barbara Streisand singt Hugo Wolf auf einer CD, das Lied "Verschwiegene Liebe"

  • Ja, "Abschied" ist eines der (wenigen!) heiteren Lieder von Hugo Wolf, genauso wie die "Storchenbotschaft" und übrigens auch "Bei einer Trauung". Sie scheinen, lieber Liedfreund "hart", eine gewisse Vorliebe für diese Lieder zu haben, was ich gut nachempfinden kann.
    Nicht verstehen kann ich allerdings Ihre Bemerkung, dass dieses Lied jeder Forums-Seite vorangestellt werden solle. Was meinen Sie damit?


    Fischer-Dieskau liebte es übrigens, am Ende seiner Hugo Wolf-Liederabende "Abschied" als letzte Zugabe zu singen. Da konnte er immer seinen ganzen schauspielerischen Schalk ausspielen, über den er ja auch verfügt, und die Worte nur so purzeln und von Ironie triefen lassen. Das tat immer seine Wirkung. Durch das die ganze Zeit über ehrfürchtig lauschende Publikum ging ein heiteres Raunen, und Fidi stahl sich verschmitzt lächelnd von der Bühne.


    Die Lieder von Hugo Wolf waren wohl Fischer-Dieskaus Stärke. Da konnte er seine ganze Genialität in der sängerischen Gestaltung der bei Wolf hochkomplexen Interdependenz von Wort und musikalischer Struktur entfalten. Ich kenne viele Interpreten der Lieder von Hugo Wolf. Keiner (bzw. keine) hat mich so überzeugt und begeistert wie Fischer-Diesskau. Auch nicht E. Schwarzkopf, die ihm diesbezüglich noch am nächsten steht.


    Vielleicht kennen Sie ja den Mitschnitt, den die DG von dem Liederabend im Stadthaus von Innsbruck (Oktober 1973) gemacht und in der Reihe "Galleria" veröffentlicht hat: Mörike-Lieder, interpretiert von Fischer-Dieskau, mit Swj. Richter am Flügel. Als letztes Lied findet sich da "Abschied". Sie müssten mir eigentlich zustimmen, dass das schlicht umwerfend ist, was man da hören kann.
    Übrigens finden Sie hier auch das Lied "Verborgenheit", das Sie ja auch lieben. Und "Verschwiegene Liebe" ist natürlich in die große Wolf-Edition mit Fischer-Dieskau und Daniel Barenboim aufgenommen. Barenboim ist ein ganz großartiger Begleiter, der die musikalischen Linien deutlich herausarbeitet und dem Sänger dabei Impulse gibt, ohne sich über Gebühr in den Vordergrund zu drängen.


    Hören Sie sich, wenn Sie Lust dazu haben, doch einmal unter diesem Aspekt das wunderschöne Lied "Begegnung" (Text Mörike) an, das die Atmosphäre am Morgen nach einer nächtlichen Liebesbegegnung zweier junger Menschen auf zauberhafte Weise gestaltet.
    Sie werden dann verstehen, was ich meine. Das ist eines der großen Wolf-Lieder.
    Mit freundlichen Grüßen
    Helmut Hofmann

  • Nun ja - in gewisser Weise ist dieses Forum ja auch eine Anhäufung von "Rezensenten" Somit ist das Lied - der Text ist von Mörilke -
    in gewisser Weise auch uns gewidmdet.


    Damit auch Hugo Wolf Verächter (zu denen ich auch zähle)
    in den Genuß des Textes, bzw der Anspielung von Hart kommen,
    hier ein Abdruck desselben.
    Ich war sehr verwundert. Humor wäre so ziemlich das letzte was ich bei Mörike vermutet hätte, ebensowenig wie bei Hugo Wolf....


    ABSCHIED


    Unangeklopft ein Herr tritt Abends bei mir ein:
    »Ich habe die Ehr', Ihr Rezensent zu sein!«
    Sofort nimmt er das Licht in die Hand,
    besieht lang meinen Schatten an der Wand,
    rückt nah und fern: »Nun, lieber junger Mann,
    sehn Sie doch gefälligst mal Ihre Nas' so von der Seite an!
    Sie geben zu, daß das ein Auswuchs is'.«
    Das? Alle Wetter - gewiß!
    Ei Hasen! ich dachte nicht, all' mein Lebtage nicht,
    daß ich so eine Weltsnase führt' im Gesicht!
    Der Mann sprach noch [Verschiedenes]1 hin und her,
    ich weiß, auf meine Ehre, nicht mehr;
    meinte vielleicht, ich sollt' ihm beichten.
    Zuletzt stand er auf; ich tat ihm leuchten.
    Wie wir nun an der Treppe sind,
    da geb' ich ihm, ganz frohgesinnt,
    einen kleinen Tritt,
    nur so von hinten aufs Gesäße mit -
    alle Hagel! ward das ein Gerumpel,
    ein Gepurzel, ein Gehumpel!
    Dergleichen hab' ich nie gesehn, all' mein Lebtage nicht gesehn
    einen Menschen so rasch die Trepp' hinabgehn!


    mfg aus Wien


    Alfred

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  • Eigentlich wollte ich hier ja mal fürs erste die Klappe halten (schien mir angebracht). Aber Ihr Beitrag, lieber Administrator Alfred, hat mich buchstäblich zu einer Reaktion gereizt.
    Hören Sie sich doch bitte mal das folgende an, auch wenn Sie ein "Verächter" von Hugo Wolf sind (was ich überhaupt nicht verstehe). Wenn möglich in der Interpretation von Fischer- Dieskau.
    Sie werden aufpassen müssen, dass Sie sich nicht totlachen. Glauben Sie mir!


    Eduard Mörike: "Zur Warnung" / vertont von Hugo Wolf


    Einmal nach einer lustigen Nacht
    War ich am Morgen seltsam aufgewacht:
    Durst, Wasserscheu, ungleich Geblüt;
    Dabei poetisch, ja, ich bat die Muse um ein Lied.
    Sie, mit verstelltem Pathos, spottet mein,
    Gab mir den schöden Bafel ein:


    "Es schlagt eine Nachtigall
    Am Wasserfall;
    Und ein Vogel ebenfalls,
    Der schreibt sich Wendehals,
    Johann Jakob Wendehals;
    Der tut tanzen
    Bei den Pflanzen
    Obbemeldten Wasserfalls -"


    So ging es fort; mir wurde immer bänger.
    Jetzt sprang ich auf: Zum Wein! Der war denn auch mein Retter.
    - Merkt´s euch, ihr tränenreichen Sänger,
    Im Katzenjammer ruft man keine Götter!


    Viel Vergnügen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Helmut Hofmann

  • Zitat

    Eigentlich wollte ich hier ja mal fürs erste die Klappe halten


    Aber das ist ja gar nicht der Sinn des Forums, man SOLL ja schreiben.


    Ja, auch Forenadministratoren haben Vorlieben und Abneigungen....
    Das letzte Mal als ich Hugo Wolf hörte, war ich ca 25, das ist schon einige Zeit her. Möglicherweise hat sich mein Geschmack geändert. Wie dem auch sei, in den nächsten Wochen/Monaten wird eine Hugo-Wolf CD gekauft, schon allein um eine der wenigen (?) Repertoirelücken in meiner Sammlung zu schließen...


    Es ist ja nicht etwas so, daß immer ich die Leute auf Aufnahmen aufmerksam machen möchte, ich lasse maich auch gerne durch das Foum inspirieren..


    Mfg aus Wien


    Alfred

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