Paul Dukas - Der Zauberlehrling u.a. ...

  • Erstaunlicherweise hat es Paul Dukas noch nicht zu einem eigenen Thread hier geschafft - das ist wahrscheinlich seinem überschaubaren Ouevre geschuldet.


    Ich habe festgestellt, dass ich noch keine Aufnahme von Paul Dukas besitze. Insbesondere sein wohl bekanntesten Werkes, der Vertonung von Goethes Zauberlerling, interessiert mich - und jetzt bin ich auf der Jagd... :)


    Ich habe u.a. gefunden nur vom Zauberlehrling (kombiniert mit Werken anderer französischer Komponisten) Aufnahmen von Dutoit (nach meiner Erfahrung bei franz. Musik durchweg empfehlenswert), Ormandy, Janssons (mit Bernsteins Symphonie fantastique), Bernstein selbst, Batiz und etliche andere.


    Eigentlich mag ich solche gemischten CDs aber nicht so - eine reine Dukas-CD wäre mir lieber, zumal man den Komponisten dann besser kennenlernen könnte. Hier fand ich unter den bezahlbaren nur Jordan (Teldec) und Lopez-Cobos (Telarc), der mich schon deswegen reizen würde, weil ich von ihm ebenfalls noch nichts habe.


    Kann mir jemand eine besonders empfehlenswerte Aufnahme nennen und vielleicht auch beschreiben? Und kann vielleicht jemand auch noch was zu anderen Werken des Komponisten sagen?


    Vielen Dank!

  • Meiner Meinung nach ist Dukas ein wirklich sehr guter Komponist, der leider sehr wenig geschrieben hat. Alles, was ich von ihm kenne, finde ich absolut hervorragend und ich würde ihn nicht allzu weit hinter Debussy und Ravel einordnen. Vieles habe ich allerdings leider nicht. Einen ganz guten Überblick gewährt folgende Doppel-CD:



    Leider aber ist gerade das Ballett "La Péri" von einer grauslichen Klangqualität....
    Trotzdem: viel Dukas - auch die geniale Klaviersonate - für wenig Geld.

  • Kann mir jemand eine besonders empfehlenswerte Aufnahme nennen und vielleicht auch beschreiben? Und kann vielleicht jemand auch noch was zu anderen Werken des Komponisten sagen?


    Eine fein durchgearbeite, ungemein farbenschöne Interpretation von drei Schlüsselwerken des Komponisten gibt es bei TELARC:



    Das Orchester präsentiert sich in Weltklasse-Form!
    Der Klang ist schlichweg hinreißend. Das ist wirklich eine der Einspielungen, bei denen auch höchste audiophile Ansprüche erfüllt werden!
    Es gibt die Produktion als SACD (in der Version habe ich sie) und als CD (habe ich nicht gehört)!


    Viel Vergnügen bei der Beschäftigung mit Paul Dukas!


    Caruso41

  • Ich gestehe, daß ich trotz meiner relativ großen Sammlung - soweit mir bekannt - keine einzige -Einspielung von Dukas besitze - Das soll in wenigen Tagen anders werden. Meine Monatsbestellung geht voraussichtlich am Montag ab - wenn ich mir nicht schon morgen was in Wien besorge.....
    Denn das Hineinhören in die von Felix Meritis empfohlene CD war ein Schlüsselerlebnis. Die Telarc-Aufnahme wird vermutlich schon gestrichen sein, das Label hat - soweit ich weiß - die Produktion eingestellt.


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

  • Ich habe die CD gestern bei jpc bestellt - für 8.99 Euro


    Es gibt sie in Schallplattenläden eigentlich sogar für 4.99 als CD!
    Wer die Möglichkeit hat, SACD zu spielen, sollte aber überlegen, ob er nicht etwas mehr ausgeben kann - nämlich 8.99 €! Es lohnt!! Diese Aufnahme ist meiner Meinung nach in der demonstration class!


    Gruß


    Caruso41

  • Wer sich für die Musik von Paul Dukas interessiert, sollte sich unbedingt auch seine Oper Ariane et Barbe Bleue anhören!
    Das ist ein hochsymbolische Geschichte mit einer sehr fein nuancierten, farbenreichen Musik, die oberflächlich an Debussy erinnert.
    Dukas ist aber im Kern streng formbewusst und seine Klangsprache ist dunkler, voller und satter, erreicht allerdings weder die oszillierende Schwerelosigkeit von Debussys Musik noch deren psychologischen Profilierungen;


    Da es bisher die Aufnahme mit Regine Crespin nicht auf CD gibt, ist es nicht leicht, eine Empfehlung auszusprechen.


    Insgesamt spricht viel für die Aufnahme von Jordan, der Zugang zu dem Klassizismus von Dukas hat und die utopische Dimension der Geschichte gut herausarbeitet:



    Leider aber füllt Frau Ciesinski die Partie der Ariane, die ja die von Blaubart in seiner Burg eingeschlossenen Frauen befreit, nicht wirklich überzeugend aus!


    Auch nicht deutlich überzeugender:




    Die sicherste Empfehlung scheint mir noch:



    Hoffen wir, dass die Aufnahme der Crespin mal auf den Markt kommt!



    Caruso41

  • Eigentlich mag ich solche gemischten CDs aber nicht so - eine reine Dukas-CD wäre mir lieber, zumal man den Komponisten dann besser kennenlernen könnte. Hier fand ich unter den bezahlbaren nur Jordan (Teldec)


    Hallo Uranus,


    diese von Dir gefundene Teldec-CD unter Jordan von der Warner - Group (u.a. Erato, APEX und Teldec) ist später sehr preiswert auch bei APEX erschienen. Mit den enthaltenen Aufnahmen der Dukas-Werke Sinfonie in C, den sinf.Dichtungen La Peri und Der Zauberlehrling bin ich auf jeden Fall zufrieden (meine einzige Dukas _ CD !). Armin Jordan mit dem Orchestre de la Suisse Romande - sehr ordentlich. Auch klangtechnisch gibt es an den Aufnahmen von 1992-1995 nichts auszusetzen.



    APEX, 1992-95, DDD


    Die von Caruso empfohlene TELARC-CD mit Lopez-Cobos und dem gleichem Programm wird mindestens genau so gut sein. Gelesene Kritiken in der Vergangenheit sprechen jedenfalls auch für diese CD. Mein Eindruck von der abgebildeten Apex-CD ist aber so gut, dass ich einen weiteren Kauf nicht für nötig ansehe.

  • Liebe Dukas-Freunde!


    Eher durch Zufall fiel mir eben gerade eine 2CD-Cassette mit Werken von Paul Dukas in die Hände, an die ich gar nicht gedacht hatte, als ich meine Beiträge oben geschrieben habe:



    Ich habe sie vor einiger Zeit für 3 EURO vom Grabbeltisch gefischt und bisher gar nicht gehört!
    Das werde ich aber bald nachholen. Immerhin hat mir Tortelier im französischen Reperoire immer gut gefallen! Und das Ulster Orchestra ist ein Klangkörper, dem er die Klangsensibilität für diese französische Musik bestens vermittelt hat.
    Ich bin neugierig!



    Gruß


    Caruso41

  • na - dann warte ich doch noch mit meiner Anschaffung...


    Ansonsten hätte ich jetzt Jordan und Lopez-Cobos intensiv Probe-gehört und dann zugeschlagen.


    Lieber Uranus,


    warte nicht! Wenn es Dir vor allem um die Orchesterwerke geht, ist meiner Meinung nach Lopez-Cobos doch erste Wahl!


    Ich habe gestern mal von den Tortelier-Aufnahmen den Zauberlehrling und die Péri gehört. Das sind wirklich gute Aufnahmen. Aber den Feinschliff und die Brillanz der Lopez-Cobos-Aufnahmen haben sie nicht. Die bekommt man auch weder bei Janowski noch bei Jordan.
    Und die fabelhafte Klangqualität ist auch ein starkes Argument für Lopez-Cobos! Janowski hat auch eine gute Klangqualität, aber in seiner Interpretation vermisse ich etwas das Theatralische, das dieser Musik so gut ansteht!


    Wenn Dir allerdings auch die Klavierwerke wichtig wären, die bei der Chandos-DoppelCD dabei sind, spricht nicht wirklich viel gegen die Tortelier-Sammlung.
    Bin gespannt, wie Du nach dem Probehören entscheiden wirst!



    Beste Grüße


    Caruso41

  • Heute, also am 1. Oktober, wurde er im Jahr 1865 in Paris geboren - Grund genug, an ihn zu erinnern. Neben den Einspielungen, die hier bereits aufgelistet worden sind, möchte ich noch für die Klaviermusik des Komponisten werben:



    Brilliant Classics bietet eine sehr günstige Zusammenstellung an: die Musik ist feinnervig-grüblerisch auf der einen Seite, versprüht auch Charme auf der anderen Seite, kennt auch wuchtige Töne - meines Erachtens alles sehr hörenswert und individuell, kompetent eingespielt von Marco Rapetti.

  • Lieber Hans!


    Leider kann ich Dir das Aufnahmedatum dieses interessanten Disney-Films nicht nennen. Ein guter Freund hat uns diesen Film auf DVD aufgenommen. Wir haben ihn schon zweimal angeschaut und über die Stereo-Anlage gehört. Einfach super! Auf CD besitze ich diese Aufnahme:


  • Hallo,


    ich beziehe mich auf die in Beitrag Nr. 3 vorgestellte CD.


    Die Nr. 1 auf dieser CD ist die Fanfare zu "La Peri" - ein Klangrausch von m. E. seltener Intensität.


    Die Nr. 2 ist die Ballettmusik zu "La Peri". Wer nun glaubt, Dukas habe sich mit der Fanfare bereits verausgabt oder den Höhepunkt der Ballettmusik in der Fanfare vorweg genommen, der täuscht sich sehr. Diese Musik ist ungemein farbenreich orchestriert und bietet ein Maximum an Orchesterfarben. Die impressionistische Harmonik macht diesen Klangrausch perfekt - anders ausgedrückt - Harmonik und Orchesterfarben (incl. der oftmaligen Wiederholung des "Themas") bedingen sich gegenseitig für die Eigenart und die Wirkung dieser Ballettmusik.


    Viele Grüße
    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Paul Dukas, der am 1. Oktober 1865 geboren wurde, starb am 17. Mai 1935. Zu seinem Todestag habe ich diese CD mit Orchesterwerken ausgesucht. Am Pult steht Francois Xavier Roth:



    der neue Gürzenich-Kapellmeister, zu dessen Orchester ich gleich fahren werde , um das heutige Matinée-Konzert zu genießen: Beethoven 2, Zimmermann: Violinkonzert, Beethoven 8. Doch heute wird James Gaffigan am Pult stehen, und Leila Joeefowicz spielt die Violine.


    Heute ist Paul Dukas' 80. Todestag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Und heute hat er Geburtstag, zu dem ich dies ausgesucht habe:





    Heute ist sein 150. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).