Frühlingsduft - Frühlings-Darstellungen in der bildnerischen Kunst

  • Hier nun ein Bild nach meinem Geschmack: Botticelli: "Primavera"

    Das großformatige Tempera- Bild (203 mal 314 cm) gehört heute zum Bestand der Uffizien und wurde für ein Mitglied der Familie de Medici um 1482/87 auf Holz gemalt, wobei nicht völlig klar ist für wen. Ebenso sind sich die Kunsthistoriker nicht über die Allegorische Deutung des Bildes (siehe Wikipedia) einig.

    Allegorien waren zur Entstehungszeit des Bildes sehr in Mode - ihre Deutung ist indes heute schwierig.

    Ungeachjtet dessen zählt das Bild zu den Schönsten seiner Zeit, bzw aller Zeiten....

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Claude Monet nannte sein Gemälde der lesenden Frau unter den Weiden aus dem Jahr 1880 "Printemps" (=Frühling).

    Meisterhaft ist die impressionistische Behandlung des Lichtes. Für die Zeitgenossen des Malers war seine Malerei eine unsägliche Kleckserei und eine Zumutung. Claude Monet ist konsequent seinen Weg gegangen.


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  • Alfred Sisley (1839-1899) malte Les Petits Prés au printemps à By. Finanzielle Sorgen zwangen den Maler sich südlich von Paris auf dem Land niederzulassen. Er blieb bis an sein Lebensende in dieser ländlichen Gegend. Aus dieser Zeit stammen lichtdurchflutete Sujets, ein Höhepunkt in seinem Oeuvre.


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  • László Mednyánszkys (1852-1919) Qualität der Malerei ist besonders. Mit zartem Pinselstrich und subtilem Farbauftrag beeindruckt er. Der Bildausschnitt mutet zufällig an.


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  • Noch einmal Camille Pissarro (1830-1903)


    Er hat den Tuilerien Garten in Paris an einem Frühlingsmorgen gemalt. Die Menschen flanieren, die Bäume sind im jungen Grün und der Himmel ist freundlich und voller Licht.


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  • Ludwig von Hofmann (1861-1945)


    Frühlingserwachen



    Ein Gemälde des Symbolismus. Ein kleines Detail: Die beiden kleinen, weissen Flecken im unteren Bereich sind mit Bedacht gesetzt.



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  • Vor wenigen Tagen war Frühlingsanfang auf der nördlichen Erdhalbkugel.


    Claude Monet (1840-1926) malte im Frühling 1880 diese Ansicht.


    Die Wiederkehr dieser Jahreszeit und das Erwachen der Natur, das Austreiben und Blühen sowie der Gesang der Vögel sind ein Trost bei allem Leid, das sich auf unserem Kontinent ereignet.


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  • Frühling an der Seine ist der Titel, den Claude Monet (1840-1926) seinem impressionistischen Gemälde gab. Er malte es 1875. Meisterhaft die Behandlung des Lichtes und der Farben.


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  • Nicht weniger meisterhaft ist dieses Gemälde, das ebenfalls in Frankreich zur gleichen Zeit entstand, wie die Ansicht Claude Monets. Eine gänzlich andere Stimmung vermittelt Jean-François Millet (1814-1875). Er malte diese Landschaft mit dem Titel Le printemps zwischen 1868 and 1873. Der Maler des Realismus fängt die Lichtstimmung nach einem Regenfall ein.

    Es gehört zum Sammlungsbestand des Musée d' Orsay in Paris.


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  • Eduard Munch (1863-1944) hat dieses Gemälde 1889 gemalt. Er gab ihm den Titel Frühling.


    Ein eigenartiges Sujet. Es zeigt eine kranke jüngere Frau, deren Kopf durch ein weisses Kissen gestützt wird. Ihr zur Seite sitzt eine ältere strickende Frau. Das Quadrat eines braunen Möbels oder Kachelofens fasst sie ein. Auf dem Tisch steht ein Fläschchen neben einer Karaffe mit Wasser. Ein Hinweis auf eine Arznei. Dieser eher bedrücenden Stimmung ist die Helle des Fensters mit den gebauschten weissen Gardinen und dem Grün der Topfpflanzen dagegen gesetzt.

    Ein Gemälde, das, wenn man ihm im Museum begegnet, nachdenklich macht.


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    "Frühlingssturm": Das Gemälde von Ludwig von Hofmann - moderato war schon weiter oben auf diesen Maler gekommen - gilt allgemein als eines der wichtigsten Zeugnisse des Symbolimus im ausgehenden 19. Jahrhundert. Es trägt aber auch schon deutliche Anzeichen des Jugendstils. Für mich ist es der einen wie der anderen Richtung nicht genau zuzuordnen, was mir letztlich auch nicht so wichtig ist. Ausgestellt wird es im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Seine Provenienz wird hier umrissen.


    Literatur über den Maler ist so üppig nicht. In Darmstadt, wo er geboren wurde, gab es 2005/2006 eine große Ausstellung über sein Werk. Dazu erschien auch ein prächtiger Katalog, der inzwischen nur noch antiquarisch zu finden ist:


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    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Édouard Manet


    Felder im Frühling, 1887


    Hatten wir bereits in Beitrag 6, dies Fotografie kommt dem Original näher.


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