Bei Knudage Riisaker versagt selbst das allwissende Taminoforum weitgehend, ein Beitrag von 2008 findet sich. Auch ich bin nur durch Zufall auf diesen Namen gestossen als ich die dacapo website nach interessanten CD Offerten durchsuchte. Und auf die entstehende Riisager Edition stiess. Noch'n Zyklus dachte ich, nimmt das nie eine Ende.
Heute habe ich die erste CD aus dieser Serie gehört und dachte schon nach wenigen Minuten: Hallo, was ist das denn. Das ist ja Musik, die ist richtig witzig
.
Kurz zur Biografie des Komponisten: Riisager wurde als Sohn eines dänischen Fabrikanten in Estland geboren. Studierte Staatswissenschaft in Kopenhagen und nebenbei Musik bei Otto Malling und Peder Gram. Ging nach Paris und wurde u.a. von Albert Roussel und Paul le Flem unterrichtet. Kam mit der Groupe des Six zusammen und lernte die Musik von Stravinsky kennen. Abschließende Ausbildung in Leipzig bei Hermann Grabner. Riisager wurde Staatsbeamter und arbeitete von 1926-1947 in verschiedenen Ministerien. Von 1956-1967 leitete er das Konservatorium. Er komponierte Bühnenwerke, sinfonische Werke, Instrumentalkonzerte, Kammermusik. Er schrieb u.a. ein Ballett mit dem Namen "Benzin".
Vol. 1 der Edition enthalten die 1. Sinfonie von 1925 und vier Orchesterstücke Danish Pictures 1-4. Die Musik ist in meinen Ohren eine Mischung aus Korngold, Roussel und Milhaud mit einem Schuss amerikanischer Sinfonik (die es aber zu dieser Zeit noch gar nicht gab). Bis hin zur Candide-Ouverture reichen die Assoziationen. Melodisch ansprechend, witzig und überaus originell orchestriert, Musik, die einfach gute Laune verbreitet.
Das Aarhus SO spielt als wenn sie zu den Top Five in Europa gehören und auch die Aufnahme ist vom Feinsten. Mehr davon.
