Vorfreude auf kommende musikalische Ereignisse

  • Gerade eben ganz spontan noch eine Karte für die letzte Vorstellung (in zwei Stunden) von George Benjamins "Königsdrama" Lessons in Love and Violence erstanden:

    Was dann bedeutet, daß Du für das Forum zwei Berichte schreiben mußt. Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Was dann bedeutet, daß Du für das Forum zwei Berichte schreiben mußt. Es grüßt Hans

    Erwischt :hello:

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Ich habe mir gerade eine Karte für den Rosenkavalier an der Komischen Oper Berlin gekauft. Die Vorstellung wird am 8. Juni sein.

    rosenkavalier_021_presse.jpg

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Ich freue mich schon seit Monaten auf das Schostakowitsch-Programm der Wiener Symphoniker, das morgen Donnerstag (2. Mai 2019) sowie am Freitag und Samstag im Wiener Musikverein gespielt wird. Es gibt sogar noch ein paar Karten. Meiner Meinung nach hört man im Musikverein ganz hinten im Parkett bei einem Orchesterkonzert am besten, vorzugsweise in den etwas erhöhten Reihen 27 bis 31 (im Konzerthaus auf dem Balkon Mitte, egal ob 1. Reihe oder weiter hinten).

    Im ersten Teil sechs Stücke aus der Suite "Hypothetically Murdered". Die Suite wurde erst Anfang der Neunzigerjahre rekonstruiert und vom City of Birmingham Symphony Orchestra sowie vom BBC-Orchester bei den Proms - beide unter Mark Elder - aufgeführt mit anschließendem Jubel des Publikums nach Mehr.

    Dann gibt es das Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester und im zweiten Teil die fabelhafte Fünfzehnte.

    Wiener Symphoniker
    Vladimir Fedosejev, Dirigent
    Lilya Zilberstein, Klavier
    Andreas Gruber, Trompete


    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Nach dem Erfolg von Les Troyens und Damnation de Faust kommt als nächstes Ereignis

    Berlioz: Romeo et Juliette

    Strasbourg, Palais de la musique et des Congrès, Salle Erasme 18. + 20. Apr. 2020

    Direction John Nelson


    Juliette Joyce DiDonato

    Roméo Cyrille Dubois

    Le Père Laurence Nicolas Courjal

    Chœurs de l'Opéra national du Rhin

  • Juliette Joyce DiDonato

    Roméo Cyrille Dubois

    Lieber Souffleur,


    sei nicht traurig, wenn Roméo und Juliette in der Aufführung gar nicht singen. Alles, was Du von ihrer Liebe, Leidenschaft und Tragik erfährst, erklingt im Orchester. Alt und Tenor haben anderes mitzuteilen: sie beschwören Shakespeares Segen für das Werk oder zitieren Mercutios Rede über den nächtlichen Zauber der Fee Mab.

    Der Bass ist allerdings der leibhaftige Père Laurence, der wie aus einer Grand Opéra mal eben zum Finale mit zwei gewaltigen Chören Versöhnung stiftet und Feierlichkeit verbreitet!

    In einer Symphonie ist halt für vieles Platz. Berlioz hat das Werk ja ausdrücklich eine „dramatische Symphonie mit Chören, Gesangssoli und einem Prolog in Chorrezitativ“ genannt. Wäre es eine Oper, würdest Du sicher mehr von Joyce di Donato und Cyrille Dubois zu hören bekommen. Aber sie müssen sich hier aus der Symphonie rasch wieder verabschieden.


    Gleichwohl: Du wirst ein grandioses Werk hören und sicher in einer eindrücklichen Interpretation! Genieß es!


    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Also ich gehe nicht davon aus, dass es so dringend ist, Freund Caruso über "Roméo et Juliette" von Berlioz aufzuklären. Schließlich hat er so diskret, geduldig und inhaltlich perfekt wie nur möglich diesen Unsinn gerade gerückt, der aber vielleicht auch auf falschen Angaben des Konzertveranstalters beruhen könnte:

    Juliette Joyce DiDonato

    Roméo Cyrille Dubois

    Mir scheint, es genügt mitunter allein die Ankündigung einer berühmten Sängerin, um refelxartig falsche Schlüsse zu ziehen. :( Im übrigend glaube ich nicht einmal, dass Frau DiDonate die ideale Besetzung ist. Aber das ist ein anderes Thema.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • … meiner Meinung nach kommt dem Chor eine immens grosse Rolle zu ...

    Eigentlich, lieber Souffleur, ging es mir allein darum, Dich darauf vorzubereiten, dass Joyce di Donato nicht die Julia singen wird und Cyrille Dubois nicht dem Roméo (wie in Deiner merkwürdigen Ankündigung behauptet.). Deren Leidenschaft und Liebe, Tragik und Tod klingt aus dem Orchester.


    Dass der Chor für das gesamte Werk "eine immens große Rolle" spielt, will ich gar nicht bestreiten. Er führt ja schon zu Beginn in die Handlung ein, eigentlich sogar in die Symphonie als Ganzes. Dafür benutzt er allerdings nicht Worte von Shakespeare sondern Verse des französischen Librettisten Èmile Deschamps. Auch im Verlauf der Symphonie hat er noch verschiedene Funktionen. Vor allem aber ist er für die Versöhnung im Finale nicht weniger wichtig als der Chor in Beethovens 9. Sinfonie, die ja Maß und Ziel setzt für Berlioz. Zur Stimme Julias oder Roméos aber wir er nirgends!


    Damit genug. Es geht ja in diesem Thread nicht um Berlioz und sein Werk sondern darum, dass Du Dich auf die Aufführung freust!

    Und dafür wünsche ich viel Vergnügen!


    Herzlich Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Im übrigend glaube ich nicht einmal, dass Frau DiDonate die ideale Besetzung ist

    Daran, lieber Rheingold,

    habe ich auch einige Zweifel. Ihre Stärken liegen anderswo!


    Dass Du mir beigesprungen bist, hat mich gefreut. Da hätte ich mir meine Antwort eigentlich sparen können. Aber Deinen Beitrag habe ich erst gesehen als ich ihn schon abgeschickt hatte.


    Herzliche Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Deren Leidenschaft und Liebe, Tragik und Tod klingt aus dem Orchester.

    Wenn jemand das Europakonzert der Berliner Philharmoniker vom 01.05.2019 aus Paris gesehen hat, dann wurde er u.a. mit Musik aus der dramatischen Sinfonie (so kündigte es die Moderatorin an) Romeo und Julia von Berlioz erfreut. Es erklang das Liebesduett des berühmten Paares, rein instrumental, von betörender Zartheit mit wundervollen Streichern und Solopassagen besonders der Oboe , aber auch des Horns. Eine wundervolle Musik, die ich erstmals hörte. Es bestand einfach bisher keine Gelegenheit. Ich beneide den Souffleur darum, die komplette Musik hören zu können. Ich werde wohl im Internet suchen müssen.

    Übrigens hatte das Konzert auch die Faun-Musik sowie die Pelleas und Melisande-Suite von Debussy und das Vorspiel zu den Troyanern auf dem Programm. Dazu den Karfreitagszauber und Wotans Abschied und Feuerzauber (mit Terfel), wobei ich letzteres etwas deplaziert fand. Das Konzert müßte auf der ARD noch in der Mediathek sein. Dirigiert hatte Daniel Harding. Ich fand es ein sehr gelungenes Konzert, mit Tücken im Klang infolge des hohen Nachhalls im Musee d`Orsay sowie einigen akustischen Störungen.


    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Dein süßer Reiz ist Quelle alles Schönen!

    Ich habe mir gerade eine Karte für den Tannhäuser morgen an der Deutschen Oper in Berlin gekauft. Stephen Gould, Ante Jerkunica und Emma Bell singen.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Eine wundervolle Musik, die ich erstmals hörte. Es bestand einfach bisher keine Gelegenheit. Ich beneide den Souffleur darum, die komplette Musik hören zu können. Ich werde wohl im Internet suchen müssen.

    Lieber La Roche, "Roméo et Juliette" von Berlioz ist oft aufgenommen worden. Man kann zwischen vielen sehr guten Einspielungen wählen. Eine meiner liebsten ist diese da:



    Sie stammt von 1972. Unter der Leitung von Lorin Maazel singen die mütterliche Christa Ludwig, der hinreißende französische Tenor Michel Sénéchal und - ganz richtig so - der etwas polternde Nicolai Ghiaurov. Schau Dich doch mal in Leipzig um. Im Berlioz-Jahr gehört sich das Stück doch gespielt. In Berlin habe ich in jüngerer Zeit zwei Aufführungen besucht - mit Marek Janowski und mit Robin Ticciati, der zum Glück eine Vorliebe hat für diesen Komponisten. Im September kommen die Berliner Philhamoniker mit Daniel Harding zum Zuge. Ich freue mich schon darauf und habe eine Karte. :)

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Verloren! Ach! verloren! Ewig verlor'nes Heil!

    Übermorgen werde ich in den Holländer an der Deutschen Oper Berlin gehen. Gerade habe ich mir die Karte gekauft.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Meiner Zeitung (WAZ) entnehme ich, dass in Münster "Die Liebe zu den drei Orangen" von Prokofiew gespielt wird. Vielleicht kann uns Holger was dazu sagen oder "bildern".

    Laut "The Hitchhiker´s Guide to the Galaxy" von Douglas Adams war der Sinn des Lebens dieser: 42.

    Abgelöst wurde diese Antwort jetzt, dokumentiert in unzähligen Quizsendungen, durch: "Wir nehmen B!"

  • Opera Nationale du Rhin

    zu Joyce DiDonato in Romeo et Juliette

    Draufklicken und Ihr seht woher ich den angeblichen Mist habe

    Lieber Souffleur, das war natürlich kein Mist, ich gehe ja auch hin, nur viel zu singen gibt es halt nicht! Wie schön erwähnt, der Chor hat halt was zu tun, aber das Stück ist einfach genial!

    Ansonsten freue ich mich auch schon darauf, übrigens in der " La Damnation de Faust" war ich 2x, das war ja so genial und toll für die Ohren, na ja auch etwas für die Augen bei der wunderbaren Joyce DiDonato!:love:


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Die Wagner-Woche in der DOB schließt mit dem Lohengrin. Gerade habe ich mir eine Karte gekauft. Somit habe ich von der Wagner-Woche nichts ausgelassen.


    Diese Inszenierung habe ich besonders häufig gesehen.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Am 1. Juni werde ich die Ariadne in Halle hören. Gerade bekam ich Nachricht, daß die Karte für mich bereitliegt.

    So klingt das Opernjahr aus für mich mit der Ariadne in Halle, dem Rosenkavalier, dem Tristan und der Toten Stadt in Berlin und dem Lohengrin in Bayreuth.

    Das ist - um es im Bundesliga-Jargon zu sagen - ein schönes Restprogramm.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • 20/07/2019

    Schwäbisch Gmünd

    BACH CANTATES BWV110, BWV127 EN BWV201

    Yetzabel Arias Fernandez, Soprano

    Maarten Engeltjes, Counter tenor

    Tilman Lichdi, Tenor

    Andreas Wolf

    Klaus Mertens, Bass

    Amsterdam Baroque Orchestra

    Ton Koopman, Conductor


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Hallo Fiesco


    Als ich das gelesen habe, dachte ich: Da möchte ich auch hin.


    Leider musste ich feststellen, dass wir an dem Wochenende weg sind.


    Ich nehme seit einiger Zeit Gesangsunterricht bei der Schwester von Tilman Lichdi. Eine extrem musikalische Familie aus Schwaigern.


    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Schade lieber WoKa, ich freue mich unbändig darauf!

    Viel Erfolg mit deinem Gesangsunterricht, :) wünscht dir

    Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Hallo!


    20. Juni - Parsifal in Mannheim!


    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Nachdem ich schon seit Wochen kaum mal klassische Musik gehört habe geschweige denn mit Muße in ein Konzert o.Ä. gegangen wäre, muss diese Askese langsam mal ein Ende haben. Deshalb eben für die nächsten drei Tage Theaterkarten und einen Opernbesuch festgemacht.

    Am Freitag lasse ich mich also von der "Daphne"-Inszenierung der Hamburger Staatsoper überraschen. Ich erinnere mich, dass es zu einer anderen Inszenierung hier im Forum neulich mal einigermaßen kontrovers zuging. Bin jedenfalls gespannt.

  • Am Freitag lasse ich mich also von der "Daphne"-Inszenierung der Hamburger Staatsoper überraschen. Ich erinnere mich, dass es zu einer anderen Inszenierung hier im Forum neulich mal einigermaßen kontrovers zuging. Bin jedenfalls gespannt.

    Ohne zuviel zu verraten: Auch die Loy-Strauss-Daphne an der Staatsoper, eine Übernahme aus Basel, würde hier vermutlich kontrovers diskutiert werden ... Mir jedenfalls hat sie gefallen und ich überlege, ob ich in dieser letzten(!) Serie die Gelegenheit nutze, um sie mir noch einmal anzuschauen. Immerhin, auch die die Besetzung mit Karg, Cutler und Schade kann sich m.E. durchaus hören und sehen lassen.

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Ohne zuviel zu verraten: Auch die Loy-Strauss-Daphne an der Staatsoper, eine Übernahme aus Basel, würde hier vermutlich kontrovers diskutiert werden ... Mir jedenfalls hat sie gefallen und ich überlege, ob ich in dieser letzten(!) Serie die Gelegenheit nutze, um sie mir noch einmal anzuschauen. Immerhin, auch die die Besetzung mit Karg, Cutler und Schade kann sich m.E. durchaus hören und sehen lassen.

    Um mal mit Amfortas zu sprechen: Handelt es sich um eine "verbotene Frucht des RTs"?;)

    Jedenfalls: Nach deiner Andeutung ist die Spannung eher noch größer geworden...:):thumbup:

    Solltest du dich ebenfalls noch für Freitag entscheiden, sag gerne mal Bescheid!