Vorfreude auf kommende musikalische Ereignisse

  • Am Freitag geht es wieder in eine richtige Oper. Mit Bühne, Vorhang und Orchestergraben. Gerüchteweise verlautet, daß auch Sänger und Musiker arbeiten werden. Die Staatsoper hat die Ariadne auf Naxos angesetzt, Andreas Schager singt Bacchus, und ich werde ihn hören.

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Heute wurden mir Karten für einen Liederabend mit Konstantin Krimmel reserviert . Das Konzert findet in meinem Wohnort statt- Begleiter ist Daniel Heide. Ich freue mich sehr darauf.

    :hello:

    Jolanthe

  • Mein Programm für die nächste Zeit bis Ende Oktober -


    27.09. Konzerthaus Jean Rondeau(Cembalo) - Werke von J.S. Bach und Domenico Scarlatti

    29.09. Staatsoper Liederabend Jonas Kaufmann mit seinem Programm "Selige Stunde"

    06.10. Staatsoper Salome

    07.10 Staatsoper Don Carlos (franz. Fassung in der Konwitschny-Inszenierung)

    12.10 Volksoper Sweet Charity

    21.10 Staatsoper Don Pasquale

    22.10. Volksoper Cabaret

    26.10 Staatsoper Die Entfühung aus dem Serail

    28.10. Staatsoper Eugen Onegin

    Hear Me Roar!

  • Brookly Ryder Streichquartett:


    Ich möchte auf ein virtuelles Konzert des Brooklyn Rider Quartetts aufmerksam machen in der Global Concert Hall. Es könnte dem einen oder anderen gefallen.


    Auf dem Programm stehen Werke von

    Ludwig van Beethoven, Caroline Shaw, and Gabriela Lena Frank



    Brooklyn Rider Konzert mit Tickets

  • Den heutigen Corona-Umständen geschuldet passt der Beitrag unter diesen Titel.


    Der SWR2 bietet diese Woche aus Anlass der schwierigen deutschen Reichsgründung vor 150 Jahren eine fünfteilige Serie mit dem Titel Die Macht und die Musik, die das Ganze in Zusammenhang mit der (damals) zeitgenössischen Musik bringt. Die Sendung ist durchaus kritisch, aber trotzdem unterhaltsam. Sie bringt, wie ich finde, einen zum Nachdenken.


    Die Macht und die Musik SWR2

  • Vielen Dank für den Hinweis auf die hörenswerte Sendung astewes. Trotzdem mehr als betrüblich, dass wir uns in dieser Rubrik mit Hinweisen auf Rundfunksendungen begnügen müssen. Konserven stehen in diesem Klassikforum ohnehin viel zu sehr im Fokus.

  • Ich stelle meine Frage hier, weil ich keinen besseren Ort gefunden habe: In Glyndebourne wird in diesem Sommer (hoffentlich) eine Neuproduktion von "Kát’a Kabanová" zu sehen sein. Die Titelrolle soll die tschechische Sopranistin Kateřina Knĕžíková singen. Der Name sagt mir bisher gar nichts, und auch hier im Forum habe ich keine Informationen über sie gefunden. Laut Operabase ist sie bisher vor allem in Prag, Brünn und anderen Orten der Tschechischen Republik aufgetreten. Hat sie einer unserer fachkundigen Melomanen schon einmal auf einer Bühne erlebt? Ich überlege noch, ob ich dieses Jahr nach Glyndebourne fahren soll, und nähere Informationen über diese Sängerin würden mir die Entscheidung erleichtern. Bei Youtube ist einiges zu finden, aber ich wäre mehr an Live-Eindrücken interessiert.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Auf der Fahrt nach Liberec, ist etwa 20 Km davor, der kleine Ort "Grabstejn" (Greifenstein) mit einer schönen Burg.

    Dort, im Burghof, wurden bis vor drei Jahren immer im Sommer Konzerte und Opern aufgeführt.

    Wir waren da mal zu einem "Rigoletto" und ich erinnere mich gern daran, denn der Burghof gibt eine tolle Atmosphäre.

    Am 5. und 6. Juli gibt es dort eine Open Air Veranstaltung mit Opernarien, u. a. aus Rusalka, Trovatore, Die Perlenfischer, Die Regimentstochter...

    Wenn es Gesundheit und das Wetter zulassen, plane ich da hinzufahren und ich freue mich darauf.

    Chrissy


    https://www.saldovo-divadlo.cz…de-grabstejn-operni-vecer

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Ich werde am 17.6 in Düsseldorf den Barbiere di Siviglia von Rossini sehen und sitze für 31 Euro im 1. Rang erste Reihe Mitte. Die Premiere ist heute abend.

  • Ich habe gerade kurzentschlossen eine Karte für "La fanciulla del West" an der Berliner Staatsoper gebucht - nach den Kritiken zu urteilen eine Produktion, die den Besuch lohnt. Es wird dann fast ein Jahr her sein seit der letzten Opernaufführung, die ich gesehen habe - ich freue mich riesig daruf.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

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  • Ich habe gerade kurzentschlossen eine Karte für "La fanciulla del West" an der Berliner Staatsoper gebucht - nach den Kritiken zu urteilen eine Produktion, die den Besuch lohnt. Es wird dann fast ein Jahr her sein seit der letzten Opernaufführung, die ich gesehen habe - ich freue mich riesig daruf.

    Du Glücklicher! Das wird sicherlich ein Fest, Pappano dirigiert und Kampe/Volle/Alvarez sollen auch sehr gut sein.

    Einer meiner liebsten Pucccini Opern, leider oft unterschätzt. Puccini verwendet hier eine riesige Orchesterbesetzung, Coronabedingt wirst du leider nur eine reduzierte Orchesterfassung erleben müssen. Macht aber nichts, viele werden den Unterschied eh nicht merken. Wünsche viel Spaß dabei.

  • Puccini verwendet hier eine riesige Orchesterbesetzung, Coronabedingt wirst du leider nur eine reduzierte Orchesterfassung erleben müssen.

    Gibt es dafür irgendwelche Belege oder ist das eine reine Vermutung von dir? "Die Walküre" im Herbst 2020 an der Deutschen Oper Berlin war ja in der Orchesterbesetzung auch nicht reduziert.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Gibt es dafür irgendwelche Belege oder ist das eine reine Vermutung von dir? "Die Walküre" im Herbst 2020 an der Deutschen Oper Berlin war ja in der Orchesterbesetzung auch nicht reduziert.

    Ja, hatte es auf nmz.de gelesen (....kann irgendwie die Seite nicht verlinken).


    ....Das eigentliche Erlebnis des Abends aber bietet Antonio Pappano, der die größte bei Puccini anzutreffende Orchesterbesetzung trotz einer – durch eine reduzierte Fassung von Ettore Panizza ermöglichten – Miniformation der Staatskapelle wie ein volles Orchester erklingen lässt. Der Deklamationsstil mit nur kurzen lyrischen Episoden, die partiell aufgelöste Tonalität und die synkopenreichen Ragtime- und Cake-walk-Rhythmen werden von Pappano plastisch eingebettet als zwingender Bestandteil einer von den Musiker*innen trefflich umgesetzte Lesart, geprägt von musikdramatischem Gestaltungswillen. (nmz.de)


    Witzigerweise finde ich aber nichts auf der Staatsopern Homepage. Vielleicht kann Bertarido im Anschluss berichten.

  • Ja, hatte es auf nmz.de gelesen (....kann irgendwie die Seite nicht verlinken).


    ....Das eigentliche Erlebnis des Abends aber bietet Antonio Pappano, der die größte bei Puccini anzutreffende Orchesterbesetzung trotz einer – durch eine reduzierte Fassung von Ettore Panizza ermöglichten – Miniformation der Staatskapelle wie ein volles Orchester erklingen lässt.

    Vielen Dank für die freundliche Aufklärung. Auf der Stückseite der Staatsoper Berlin steht dazu kurioserweise gar nichts, am allerwenigsten der Name Panizza:


    https://www.staatsoper-berlin.…-fanciulla-del-west.9713/

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Die Panizza-Fassung ist von 1911 und daher keine aufgrund von Corona neu erstellte Fassung, aber die Orchesterstärke ist kleiner als die original Puccini-Fassung. Wie gesagt, wahrscheinlich wird man es kaum merken, ausser man hat die original Fassung fest im Ohr.

  • Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Vielen Dank für die freundliche Aufklärung. Auf der Stückseite der Staatsoper Berlin steht dazu kurioserweise gar nichts, am allerwenigsten der Name Panizza:


    https://www.staatsoper-berlin.…-fanciulla-del-west.9713/

    Ich vermute, dass die Panizza Fassung damals für die vielen, auch kleineren Opernhäuser Italiens/Europas angefertigt worden ist. Die Orchesterbesetzung ist im original lt.Wikipedia enorm:


    Orchesterbesetzung

    Orchester mit großer Holzbläserbesetzung: 4 Flöten (4. Piccolo), 4 Oboen (4. Englisch Horn), 4 Klarinetten in B (4. Bassklarinette), 4 Fagotte (4. Kontrafagott), 4 Hörner, 3 Trompeten in F, 4 Posaunen, 2 Harfen, Schlagwerk (große Trommel, kleine Trommel, Becken, Tamburin, Triangel, Tamtam, Glockenspiel), Pauken, Celesta, Streicher


    hinter der Bühne: Röhrenglocken, Windmaschine, Harfe („mit Papier zwischen den Saiten, ein Banjo imitierend“, siehe Beckmesser-Harfe)

  • Die Panizza-Fassung ist von 1911 und daher keine aufgrund von Corona neu erstellte Fassung, aber die Orchesterstärke ist kleiner als die original Puccini-Fassung.

    Dann fände ich es redlich, wenn die Staatsoper Berlin diese Panizza-Fassung auch auf der Stückseite ihrer Homepage erwähnen würde.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Dann fände ich es redlich, wenn die Staatsoper Berlin diese Panizza-Fassung auch auf der Stückseite ihrer Homepage erwähnen würde.

    Allerdings. Ich hätte die Karte zwar auch gekauft, wenn ich davon gewusst hätte, aber ich finde es unmöglich, dass eine so wichtige Information unterschlagen wird.


    Ich habe gerade an die Staatsoper geschrieben und meinen Unmut über die Kommunikationspolitik ausgedrückt.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

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  • Allerdings. Ich hätte die Karte zwar auch gekauft, wenn ich davon gewusst hätte, aber ich finde es unmöglich, dass eine so wichtige Information unterschlagen wird.


    Ich habe gerade an die Staatsoper geschrieben und meinen Unmut über die Kommunikationspolitik ausgedrückt.

    Wahrscheinlich wirst du's aus dem Programmheft erfahren....X/

  • Wer keine Karte für die Berliner "Fanciulla" bekommen hat, hat hier die Möglichkeit, es sich zu Hause auf der Couch anzuschauen:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Am kommenden Freitag werde ich in München den Freischütz in der Inszenierung von Dmitri Tschernjakow sehen.


    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Ich habe gerade an die Staatsoper geschrieben und meinen Unmut über die Kommunikationspolitik ausgedrückt.

    Ich habe übrigens bis heute keine Antwort auf meine Email erhalten. Offenbar ist nicht nur die Kommunikationspoliitik der Staatsoper miserabel, sondern auch der Kundenservice. :(

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Ich habe übrigens bis heute keine Antwort auf meine Email erhalten. Offenbar ist nicht nur die Kommunikationspoliitik der Staatsoper miserabel, sondern auch der Kundenservice. :(

    Nach einer weiteren Email habe ich nun heute eine Antwort erhalten mit einer Entschuldigung für die lange Wartezeit. Kurz zusammengefasst:


    Die Fassung von Ettore Panizza wurde von Puccini selbst beauftragt und legitimiert; sie verkleinert die Besetzung gegenüber dem Original lediglich um 10 Bläser und eine Harfe (statt zwei), die Streicherstimmen bleiben identisch. Es handelt sich also um keine Bearbeitung für Kammerorchester o.Ä. Zwischen der Original- und der Panizza-Fassung seien höchstens für das sehr geübte Ohr kleine Unterschiede auszumachen. Die Staatsoper hat diese Information nicht auf der Stückseite der Oper angekündigt (sondern nur auf dem Abendbesetzer vermerkt), weil sie sie für vernachlässigbar gehalten hat.


    Wie dem auch sei, ich freue mich auf die morgige Vorstellung.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Nach einer weiteren Email habe ich nun heute eine Antwort erhalten mit einer Entschuldigung für die lange Wartezeit. Kurz zusammengefasst:


    Die Fassung von Ettore Panizza wurde von Puccini selbst beauftragt und legitimiert; sie verkleinert die Besetzung gegenüber dem Original lediglich um 10 Bläser und eine Harfe (statt zwei), die Streicherstimmen bleiben identisch. Es handelt sich also um keine Bearbeitung für Kammerorchester o.Ä. Zwischen der Original- und der Panizza-Fassung seien höchstens für das sehr geübte Ohr kleine Unterschiede auszumachen. Die Staatsoper hat diese Information nicht auf der Stückseite der Oper angekündigt (sondern nur auf dem Abendbesetzer vermerkt), weil sie sie für vernachlässigbar gehalten hat.


    Wie dem auch sei, ich freue mich auf die morgige Vorstellung.

    Man wird keinen Unterschied hören, da bin ich mir ziemlich sicher. Genieße die herrliche Musik, die Rezensionen zumindest waren voll des Lobes.

    Und was ich auch nicht gedacht hätte, die Oper wurde noch nie an der Staatsoper gegeben, also einem Debüt wohnst du auch noch bei.;)

  • Nach längerer Pause geht es wieder einmal nach Bayreuth, Meistersinger...

    Ich werde dortselbst am 5.8. den Tannhäuser erleben.

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

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