Es ist noch einiges nachzutragen. Da ich, wie ich gerade sehe, versäumt habe, durchgängig jeweils das Datum der Komposition der einzelnen Lieder anzugeben, sei jetzt wenigstens ein zusammenfassender Überblick nachgereicht.
Von den 51 Goethe-Liedern entstanden 13 in Wien, und zwar zwischen dem 27. Oktober und dem 28. November 1888 (vermutlich im Haus des Wolf-Freundes Friedrich Eckstein). 37 Lieder wurden in der Zeit vom 9. Dezember 1888 bis zum 12. Februar 1889 im Landhaus der Familie Köchert (im Wiener Vorort Döbling) komponiert. Das Lied „Die Spröde“ ist, wie ich bereits anmerkte, ein „Nachzögling“: Es entstand am 21. Oktober 1889 in Perchtoldsdorf.
Insgesamt acht seiner Goethe-Lieder hat Wolf orchestriert:
„Der Rattenfänger“ (5.2.1890);
„Mignon“ („Kennst du das Land“, zweimal: 1890 und 31.10.1893, weil die erste Partitur verlorengegangen war. Sie wurde später aber wiedergefunden);
„Anakreons Grab“ (erste Fassung 1890 ist verloren, zweite Fassung 13.11.1893);
„Ganymed“ (1890, ist leider verloren);
„Prometheus“ (12. März 1890, 1902 publiziert);
Die drei „Harfenspieler-Gesänge“ (2.-4.12.1890, 1904 publiziert);
„Epiphanias“ (25.4.1894, blieb ein Fragment).