Sammlung von Musikstücken alter und neuer Zeit

  • Ich gestehe, daß mir dieser Beitrag Probleme bereitet.
    Im Booklet steht: Julius Becker (1811-1859) nach Ludwig van Beethoven (folgt als Beitrag Nr 5 des Heft 12)
    Beethoven hat indes ein in englischer Sprache abgefasstes Gedicht von Sir Walter Scott vertont.
    Von diesem Gedicht gibt es indes eine deutsche Übersetzung - die allerdings nicht mit dem hier abgedruckt ist
    Ich habe nun gesucht, wer denn dieses deutsche Gedicht, das Becker vertont hat geschrieben hat, und siehe im Internet
    gibt es einen Facsimile Abdruck der "Neuen Zeitschrift für Musik" und da steht: Text vom Komponisten.


    Das Isalmägdlein hehr und kühn
    harrt einsam noch am Meeresstrand
    Sie sieht die weissen Segel ziehn
    wie Schwäne nach dem Heimatland


    Sie möchte mit dem Abendroth
    sich baden in der Wellen Tanz
    und schaukeln sich im schwanken(d) Boot
    auf sanfter Wogen Purpurglanz


    Es wühlt der Wind im blonden Haar
    Er weht so lind vom Süden her
    Es tauscht dazu so wunderbar
    Geheimnisvoll das tiefe Meer


    Der Mond erglänz auf stiller Fluth
    Bestrahlt so hell ihr lieb Gesicht
    Ein wonneweicher Himmel ruht
    im blauen Auge klar und licht


    Vom Leuchtturm winkt die Fackel schon
    dem Schiffer durch die dunkle Nacht
    O komm des Mehres kühner Sohn
    O komm, Dein treues Liebchen wacht


    mfg aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • So - Das Rätsel hat sich gelöst
    Track 5 enthält das selbe Stück wie Nr 4 (Das Isamägdlein)
    Es ist wieder von Julius Becker - wie gehabt, allerding nicht für Solostimme, sondern für Chor


    Inwieweit diese Zweitfassun im Originalheft enthalten ist - oder ob es sich hier ume eine "nachträglich Zugabe" auf CD handelt konnte ich nicht mit letzter Sicherheit erkunden.


    mfg aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Liebe Leser dieses Threads. Da die neue Forensoftware keine "unter"- Überschriften mehr unterstützt wurden sämtliche bei der Übertragung gelöscht.

    Das bedeutet, daß wir solche Überschriften in den Text integrieren müssen - eine widerwärtige anstrengende und zeitintensive Arbeit.

    Das wird etliche Wochen dauern. ANSCHLIESSEND werde ich diesen Thread allmählich weiterführten und fertigstellen---


    EDIT:

    Das einerseits der Nachtrag der Überschriften sehr viel Zeit beansprucht und ich andrerseits den Thread durch ein pass weitere Bilder auflocken möchte

    setze ich den Thread nach langer Pause fort und bearbeite simultan dazu den alten Teil


    mfg aus Wien

    Alfred MOD 001

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 12 Nr. 6 Robert Schumann: Nur ein lächelnder Blick op 27/5

    Hier kommt wieder der Liederkomponist Robert Schumann ins Spiel. Schumann hat eigentlich recht viele Beiträge von sich in diese Samlung gestellt. Interessant wäre, zu wissen, was die Motivation hierfür war: Ein Mangel an freiwilligen Beiträgen anderer Komponisten, ein Mangel an Qualität der Einsendungen (nach Schumanns Maßstäben) oder einfach weil er sich als Komponist profilieren wollte?

    Vermutlich von all dem etwas.

    Nur ein lächelnder Blick


    Balthasar Friedrich Wilhelm Zimmermann


    Nur ein lächelnder Blick
    Von deinem strahlenden Auge,
    Und vom freudigen Licht
    Fühl’ ich mich innerst erhellt.

    So erheitert am neblichten Tag
    Ein freundlicher Strahl uns,
    Wenn den düsteren Flor
    Plötzlich die Sonne durchbricht.

    Nur ein lächelnder Blick
    Von deinem strahlenden Auge,
    Und vom freudigen Licht
    Fühl’ ich mich innerst erhellt.

    Nur ein liebliches Wort
    Aus deinem rosigen Munde,
    Und mein ganzes Sein
    Fühl’ ich belebend erquickt.

    So durchduftet wie stark
    Ein Tröpfchen Öl, von der Rose
    Würz’ger Blume gepreßt,
    Locken und Brust und Gewand.

    Nur ein liebliches Wort
    Aus deinem rosigen Munde,
    Und mein ganzes Sein
    Fühl’ ich belebend erquickt.


    mfg aus Wien

    Alfred


    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 13 Nr. 1 Johann Sebastian Bach: Phantasie in c-moll BWV 562


    Auffallend viel Johann Sebastian Bch finden wir in der Sammlung. Über den Grund kann man nur mutmaßen.

    Entweder wollte er dadurch die anderen Komponisten - und natürlich vor allem sich selbst - aufwerten - oder er hat nicht genügend viele zeitgenössische Komponisten gefunden, die einerseits seinen Ansprüchen genügten und andrerseits ohne Honorar arbeiteten.
    Eigentlich heisst das Stück ja "Phantasie und Fuge" - aber unvollendet.

    Vermutlich bis dahin noch nicht gedruckt, was der Willenserklärung Schumann zu Beginn der Edition entsprach.


    Als ich begann diese Edition vorzustellen, hatte ich Angst, das Projekt würde ganz schnell veröffentlicht sein und in Vergessenheit geraten, wogegen Schumann einige Jahre benötigte.


    Diese Angst war - wie sich herausstellte - völlig unbegründet.....

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 13 Nr. 2 Julius Stern : Unter den dunklen Linden

    Hier nun ein Lied des deutschen Konponisten und Musikpädagogen Julius Stern (1820-1883) auf einen Text von Rober Reinick (1805-1852)

    Stern stand mit RobertSchumann, den er sehr verehrte in regem Briefwechsel

    Er war 1850 Mitbegründer einer Musikschule, welche nach Ausscheiden der beiden anderen Beteiligten später als das "Sternsche Konservatorium" erfolgreich und berühmt werden sollte, wo zahlreich spätere Berühmtheiten ausgebildet wurden.

    Unter den dunklen Linden


    Zurückgekehrt zum Heimathsort,

    Seh' endlich ich im Thale dort

    Die alten dunkeln Linden!

    Dort hat sie mich zuletzt geküßt,

    Hat mir noch lange nachgegrüßt!

    Bald werd' ich sie nun finden.


    Und doch ist mir das Herz so schwer.

    Welch' tiefe Stille rings umher!

    Es rauschen nur die Linden;

    Und aus dem süßen Blüthenduft

    Ein kleiner Vogel lockt und ruft,

    Als müßt' ich dort sie finden.


    Das war des Liebchens liebster Schall,

    Der Sang der lieben Nachtigall

    In einer dunkeln Linden;

    Das war von je ihr liebster Baum,

    Da träumten wir so schönen Traum,

    Da war sie stets zu finden! -


    Und als ich kam dem Orte nah,

    Manch schwarzes Kreuz erblickt' ich da,

    Umrauscht von dunkeln Linden;

    Dazu ein Grab, noch frisch umblüht,

    Da sang die Nachtigall ihr Lied, -

    Da war mein Lieb zu finden!


    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 13 Nr. 3 Julius Stern : Mein Herz ist im Hochland


    Wie wir sehen- und schon des öfteren gesehen haben, hatte Schumann Probleme Komponisten zu finden die kostenlos für sein Projekt arbeiteten.

    So griff er einerseits auf alte Werke (Bach) zurück, andrerseits nahm er Werke von Leuten die ihm entweder verpflichtet waren oder mit denen er beferundet war - und das oft mehrmals. So auch in diesem Fall. Stern war ein bewunderer Schumanns und hatte ihm sein op. 6 gewidmet, er war also Schumann- affin und würde eine Bitte Schumann nicht abschlagen. Das diesmalige Lied fusst auf einem Text des scottischen Dichters Robert Burns (1759-1796) von dem auch der Text "Auld Lang Syne" stammt, welcher zu einer Alten Volksmelodie gesungen wird.


    Mein Herz ist im Hochland.


    Mein Herz ist im Hochland, mein Herz ist nicht hier;

    Mein Herz jagt im Hochland des Waldes Gethier;

    Es jagt dort den Hirsch und es folgt dort dem Reh –

    Mein Herz ist im Hochland, wo immer ich geh’.

    Lebwohl, du mein Hochland, lebwohl du mein Nord,

    Du Wiege von Tapferkeit, Ehre und Wort;

    Wo immer ich wandre, wo immer ich bin,

    Die Hügel des Hochlands behalt’ ich im Sinn.


    Lebt wohl, o ihr Berge, bedeckt hoch mit Schnee,

    Lebt wohl, grüne Thäler, umkränzend die Höh’;

    Leb’ wohl, wilder Wald, niederhangend in’s Thal,

    Lebt wohl, o ihr rauschenden Bergbäche all’.

    Mein Herz ist im Hochland, mein Herz ist nicht hier,

    Mein Herz jagt im Hochland des Waldes Gethier.

    Es jagt dort den Hirsch und es folgt dort dem Reh –

    Mein Herz ist im Hochland, wo immer ich geh’. –


    mfg aus Wien

    Alfred


    clck15.000



    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 13 Nr. 4 August Döhler: Gott sende Deine Güte


    Hier bin ich in Verlegenheit, der Komponist hat keinen Eintrag bei Wikipedia, im Booklet fehlen ebenso die Lebensdaten, von einer Kurzbiographie ganz zu schweigen. Bilder gibt es auch keine. Zu allem Überfluss ist der Texdichter des Werkes (ein vierstimmiger Gesang)

    "Gott sende Deine Güte" ebenfalls unbekannt...


    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 13 Nr. 5 Robert Schumann: Stille Thränen (op 35 Nr 10)


    Du bist vom Schlaf erstanden

    Und wandelst durch die Au.

    Da liegt ob allen Landen

    Der Himmel wunderblau.


    So lang du ohne Sorgen

    Geschlummert schmerzenlos,

    Der Himmel bis zum Morgen

    Viel Tränen niedergoß.


    In stillen Nächten weinet

    Oft mancher aus dem Schmerz,

    Und morgens dann ihr meinet,

    Stets fröhlich sei sein Herz.



    Die Komposition basiert auf einem Gedicht von Justinus Kerner (1786-1862)

    Kerner war Arzt, Medizinschriftsteller und Dichter und hatte einen großen Dichter-Freundeskreis.

    1850 wurde er geadelt. Das Gemälde von 1854 stammt von einem Patienten.




    mfg aus Wien

    Alfred_







    Interpreten SIND Sklaven !

  • Zumindest war herauszubekommen, daß "Gott sende Deine Güte" Teil einer Motette von Döhler ist, und die Noten dazu wohl in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar liegen.


    So sagt zumindest der Katalog der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Heft 14 Nr. 1 Felix Mendelssohn-Bartholdy: Gondellied A-dur




    Heft 14 Nr. 1 Felix Mendelssohn-Bartholdy: Gondellied A-dur

    Dieses Gondellied ist ein äusserst melodiöses Stück mit einer Spieldauer von nur 2 Mionuten Spieldauer und hat KEINE OPUSZAHL , also NICHT zu verwechseln mit dem "Venezianischen Gondellied" op 30 Nr 6.


    mfg aus Wien

    Alfred


    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 14 Nr. 2 Schumann Clara: Am Strande


    Wenn wir im Bookler nachsehen finden wir als Textdichter:

    Robert Burns (1759-1796)

    Wie kann das sein ? Ein schottischer Dichter und ein deutscher Text.

    Das Rätsel ist schnell gelöst. Der deutsche Test ist eine Übersetzung von

    Wilhelm Gerhard (1780-1858) einem deutschen Dramaturgen und Lyriker.



    Burns (links)

    Gerhard (rechts)

    On the shore


    Musing on the roaring ocean
    Which divides my love and me;
    Wearying heaven in warm devotion,
    For his weal where’er he be;

    Hope and fear’s alternate billow
    Yielding late to nature’s law;
    Whispering spirits round my pillow
    Talk of him that’s far awa.

    Ye whom sorrow never wounded,
    Ye who never shed a tear,
    Care-untroubled, joy-surrounded,
    Gaudy day to you is dear.

    Gentle night, do thou befriend me;
    Downy sleep, the curtain draw;
    Spirits kind, again attend me,
    Talk of him that’s far awa!



    Am Strande

    Traurig schau ich von der Klippe
    Auf die Flut, die uns getrennt,
    Und mit Inbrunst fleht die Lippe,
    Schone seiner, Element!

    Furcht ist meiner Seele Meister, Ach, und Hoffnung schwindet schier;
    Nur im Traume bringen Geister
    Vom Geliebten Kunde mir.

    Die ihr, fröhliche Genossen
    Gold’ner Tag’ in Lust und Schmerz,
    Kummertränen nie vergossen,
    Ach, ihr kennt nicht meinen Schmerz!

    Sei mir mild, o nächt’ge Stunde,
    Auf das Auge senke Ruh,
    Holde Geister, flüstert Kunde
    Vom Geliebten dann mir zu.


    mfg aus Wien

    Alfred





    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 14 Nr. 3 Schumann Robert: Mondnacht op 39 Nr 5


    Hier bringt sich Robert Schuman einmal mehr selbst ein. Im Booklet wird darauf hingewiesen, daß es ihm daran gelegen war in dieser Folge gemeinsam mit Clara aufzutreten, sozusagen das Musiker.Ehepaar Schumann zu präsentieren. Denn - neben allem anderen ging es Schuman ja mit Sicherheit um Selbstpräsentation. Vielleicht aber war sein häfiges Erscheinen in dieser Sammlung auch der Tatsavche geschuldert, daß vermutlich nur wenige Komponisten bereit waren eines ihrer Werke kostenlos zum Abbdruck freizugeben. ich finde die Liste der damaligen Komponisten, die hier mitmachten ziemlich unterschiedlich in der Qualität

    Schumanns "Mondnacht" op 35 Nr 5 nach einem Gedicht von Joseph von Eichendorff zählt IMO zu einer seiner besten Liedkompositionen. Er hatte ja eine "Doppelmühl" offen - Als Komponist und Zeitungsherausgeber.


    Mondnacht


    Es war, als hätt’ der Himmel

    Die Erde still geküßt,

    Daß sie im Blütenschimmer

    Von ihm nun träumen müßt'.


    Die Luft ging durch die Felder,

    Die Ähren wogten sacht,

    Es rauschten leis’ die Wälder,

    So sternklar war die Nacht.


    Und meine Seele spannte

    Weit ihre Flügel aus,

    Flog durch die stillen Lande,

    Als flöge sie nach Haus.


    - - - - - - Joseph von Eichendorff (1788-1857) - - - - - -


    mfg aus Wien

    Alfred








    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 14 Nr. 4 und Nr. 5 Verhulst Johannes: Zwei geistliche Gesänge



    Nr 4 und Nr 5 von Heft Nr 14 bestreitet ein „alter Bekannter“ dieser Edition: Johannes Verhulst (1816-1891)




    Zwei geistliche Gesänge:


    Der Herr erhält alle, die da fallen und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind

    (145. Psalm, Vers 14)



    Der Herr ist allen gütig und erbarmet sich aller seiner Werke

    (145. Psalm Vers 9)



    Eigentlich ein holländischer Komponist,, verbrachte Verhulst eine gewisse Zeit seines Lebens in Leipzig, und war dort von 1838-42 Musikdirewktor der Musikgesellschaft „Euterpe“.


    Es gab ein Naheverhältnis zu Felix Mendelssohn- Bartholdy und – als Mitglied der Davidsbündler - auch zu Robert Schumann – und somit wird klar warum Verhulst hier mit mehreren kleinen Werken in diese Sammlung eingebunden wurde


    mfg aus Wien

    Alfred


    clck 16.000

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 15 Nr. 1 LISZT Franz: Albumblatt in E-dur (R64/2)


    Wieder eine Miniatur von Franz Liszt, Spieldauer weniger als 90 Sekunden.

    immer wieder im Laufe dieses Projekts habe ich mir die Frage gestellt inwieweit die Komponisten ihre Werke GERNE zu Verfügung stellten (sie bekamen keine Vergütung), es als Ehre betrachteten oder als eine Gefälligkeit Schumann gegenüber.

    Ich habe daher ein wenig über das Verhältnis von Franz Liszt zu Schumann recherchiert, und das Ergebnis war - interessant.

    Schumann schätzte Liszt als Pianisten (und hatte DESWEGEN Kontakt zu ihm ) - nicht aber als Komponisten.

    Liszt hingegen war sowohl Robert als auch Clara Schumann freundlich gesinnt, In weiterer Folge kühlte sich aber das Verhältnis - von den Schumanns ausgehend - zusehends ab.....



    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heft 15 Nr. 2 LORENZ Oswald: Gesang der Sterne


    Oswald Lorenz (1806-1889) findet man nicht mal bei Wikipedia (und das ist IMO durchaus verständlich, nachdem ich mirf sein Werk angehört habe)

    Es gibt lediglich bei Wikidata Stammdaten - und ein Bild



    Schumann scheint der in dieser Epoche der gute Geschmack verlassen zu haben, oder er konnte nichts Besseres mehr bekommen, darauf deutet, daß er folgenden Heft 16 fast ausschliesslich verstorbene Berühmheiten abgedruckt hat.

    Der Gesang der Sterne - mit Gesangs Ensemble - mag vielleicht bei ihrem Erscheinen akzeptiert worden sein, heute empfinde ich den Text (der Autor "Reinhold"(?) ist eine Zuschreibung ) als lächerlich und antiquert - auch hier legt sich ein wohlmeinender Nebel über den Schöpfer.

    Vielleicht ist es aber auch nur so, daß die Zeit hier mitgespielt hat.


    Ruhig umkreisen wir

    Leuchtende Knaben hier

    Dich Ewigkeit.

    Haben auf Deine Macht

    Ewigs Lied erdacht

    Singens in stiller Nacht

    wandernder Zeit.


    Maass süsser Harmonie

    Das uns Natur verlieh

    Lenkt unsern Gang.

    Aber mit freiem Tritt

    Irrend holdseligem Schritt
    Geht Gottes Liebe mit

    Führt den Gesang


    Kreisend misst unser Zug

    Sommers und Winters Flug

    Misst Tag und Nacht.

    Aber kein Schlummer ist hier

    Wo man nicht vergisst

    Und keine Stunde

    misst ewigen Tag.


    Ringender Geister Schar

    Bringen wir opfernd dar

    Freunde des Sohn's.

    Selber wir ringenden Nächte durchdringenden

    Hölle bewingenden

    Engel des Throhn's


    So gehn wir wandellos

    Hin in Allvaters Schoß

    Boten des Herrn.

    Tönend im Kreise dicht

    Selig bewusster Pflicht

    Führt uns Dein himmlisch Licht

    Bethlehems Stern


    ________________________________________________


    mfg aus Wien

    Alfred




    Interpreten SIND Sklaven !