Helena Braun - Allgemeiner Thread

  • Ausnahmsweise richte ich heute einen allgemeinen Thread über Helena Braun ein, weil er bisher noch nicht vorhanden war und weil mich Rüdiger (Rheingold) darum gebeten hat. Wenn auch über andere Sänger, Instrumentalisten, Dirigenten oder Komponisten ein Thread eingerichtet werden soll, müssen das in Zukunft diejenigen machen, die dies wünschen. Sie können ja aus meinen Erinnerungen im LV-Thread ersehen, wo so ein Thread fehlt (z. B. über Yehudi Menuhin). Ich werde hier in diesen Thread zunächst den Text aus dem LV-Thread einstellen:


    Helena Braun (geb. 20. 3. 1903 in Düsseldorf, gest. 2. 9. 1990 in Sonthofen), war eine dramatische Sopranistin und mit dem Bassbariton Ferdinand Frantz verheiratet.


    Sie studierte zunächst in Düsseldorf und Köln Alt und stieg dann 1933 auf Sopran um, nachdem sie 1928 in Koblenz debütiert hatte. 1932 sang sie am Theater Wuppertal, 1933 bis 1940 in Wiesbaden, 1940 auch in München und an der Wiener Staatsoper. 1914 und 1942 sang sie auch bei den Salzburger Festspielen, weiter in Berlin, Hamburg, Stuttgart, an der Scala, in Covent Garden, an der Grand Opéra Paris, in Rom, Monte Carlo und an der MET.


    Sie sang die Donna Elvira, Donna Anna, Leonore, Martha (Tiefland), Venus, Brünnhilde , Waltraute, Ortrud, Kundry, Senta, Isolde, Octavian, Elektra , Herodias, Klytämnestra, Ariadne, Ulrica , Aida, Amneris, Carmen und Santuzza.



    Referenz Discographie
    • Mozart: Die Hochzeit des Figaro / Clemens Krauss
    • Wagner: Lohengrin / R. Kraus
    • Wagner: Tristan und Isolde / Hans Knappertsbusch
    • Wagner: Lohengrin / Jochum
    • Wagner: Der Ring des Nibelungen / Moralt
    • Wagner: Wesendonck-Lieder / Hans Rosbaud , 1950


    Heute (20. 3.) ist die 112. Wiederkehr ihres Geburtstages.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Helena Braun (1903-1990)

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    Die Braun - für mich eine der größten Wagner-Sängerinnen des 20. Jahrhunderts. Manch einem wird sie nur als Gemahlin des Heldenbaritons Ferdinand Frantz (1906-1959) ein Begriff sein, den sie um über 30 Jahre überlebte. Wie es der Zufall wollte, lernte ich sie sehr zeitig kennen, und zwar durch die Gesamtaufnahme des Tristan unter Knappertsbusch (und an der Seite von Frantz) aus München von 1950. Sie begann ja als Alt, was man in (m. E. in positiver Weise) auch später noch merkt. Sie war eine echte Hochdramatische und besaß doch das tiefe Fundament, vielleicht tendenziell vergleichbar mit der Varnay, vom Timbre her für meine Begriffe aber die schönere Stimme, sehr üppig, die sie in Partien wie der Brünnhilde und insbesondere der Isolde, womöglich ihrer größten Leistung, glaubhafter machten. Es gibt kaum eine überzeugendere Einspielung der Wesendonck-Lieder als die ihre, Ende 1944 (nicht 1950) für den Reichssender München unter Hans Rosbaud eingespielt (und auf dem Preiser-Portrait inkludiert). Interessant eigentlich, dass sie bei vielen Aufnahmen nicht mehr die Jüngste war. Ihren Bühnenabschied nahm sie im Todesjahr ihres Ehemannes 1959 als Ortrud.


    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Wagner: Lohengrin / Jochum

    Mein Onkel hatte die Original-LP-Kassette in seinem Besitz, es war m.W. die erste Studio-GA überhaupt. Im Ohr geblieben ist mir vor allem Lorenz Fehenberger in der Titelrolle, alles andere als ein Wagner-Tenor, aber seine feinfühlige Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Helena Braun war eine glänzende Ortrud, während mich Annelies Kupper als Elsa nicht sonderlich beeindruckt hat.

    popsike.com - WAGNER: LOHENGRIN; JOCHUM ; EARLY DGG 5 LP-BOX ...


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Die GA gibt es noch als 3 CD BOX bei Preiser.


    AD 15.-22.12.1952 in der Himmelfahrtskirche in München!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)


  • In sehr gutem Klang ist der "Lohengrin" unter Eugen Jochum auch in diese, dem Dirigenten gewidmete Sammlung eingegangen, die 2018 erschien. Helena Braun finde ich hier als Ortrud sehr gut. Sie singt die Partie sehr kultiviert, ja hoheitsvoll. Es gibt es noch einen zweite Studioeinspielung mit ihr in dieser Rolle - diesmal beim WDR. Das ist für die damalige Zeit reinster Luxus.


    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Danke, liebe Freunde, für die wichtige Ergänzung. Ich hatte es gar nicht mehr auf dem Schirm, dass der Lohengrin ja in der Jochum-Box inkludiert ist. Eine Aufnahme, die gerne übersehen wird. Wäre sie ein paar Jahre später in Stereo eingespielt worden, wäre das anders, da bin ich mir sicher.


    Kann übrigens jemand bei der Datierung des auf dem Preiser-Recital enthaltenen Brünnhilden-Schlussgesanges (vorletzter Track) helfen? So löblich der digitale Vollzugriff ist, so ärgerlich sind die ungenauen Angaben. Man findet online lediglich das Frontcover, jedoch nicht die Rückseite mit den Details. Angeblich spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (kein Dirigent angegeben), was die Aufnahme auf frühestens 1949 (Gründung des BRSO) datieren würde. Mir gefällt sie ausnehmend gut.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Als Walküren-Brünnhilde ist Helena Braun in einer Gesamteinspielung diskographisch festgehalten:



    Im Moralt-Ring von 1948/49 sang sie die Brünnhilde indes nur dort; im Siegfried und in der Götterdämmerung übernahm Gertrude Grob-Prandl die Rolle.


    So ist sie an der Seite ihres Gatten Ferdinand Frantz in folgenden Kombinationen nachhörbar: Isolde/Marke, Ortrud/Telramund, Brünnhilde/Wotan.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Zitat von Joseph II

    Kann übrigens jemand bei der Datierung des auf dem Preiser-Recital enthaltenen Brünnhilden-Schlussgesanges (vorletzter Track) helfen? So löblich der digitale Vollzugriff ist, so ärgerlich sind die ungenauen Angaben. Man findet online lediglich das Frontcover, jedoch nicht die Rückseite mit den Details. Angeblich spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (kein Dirigent angegeben), was die Aufnahme auf frühestens 1949 (Gründung des BRSO) datieren würde. Mir gefällt sie ausnehmend gut.

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    Da schaut man ins Netz und siehe da......

    ....d.h. Die Götterdämmerung vom Bayerischen Rundfunk 1950, Dir.Jan Koetsier Symphonieorchester des Bayrischen


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ich versuchte gerade herauszufinden, wann Helena Braun und Ferdinand Frantz heirateten. Dies ist mir bisher zwar nicht gelungen, jedoch stieß ich auf die interessante Anekdote eines jungen Operngängers, Rodney Milnes, von 1955:


    In diesem Jahr erlebte dieser seinen ersten kompletten Ring, und zwar bei den Münchner Opernfestspielen 1955 unter Hans Knappertsbusch. Als Wotan war Ferdinand Frantz angesetzt. Im letzten Moment sagte dieser aber seine Mitwirkung ab, offenbar, weil seine Gattin Helena Braun, die hauseigene Brünnhilde der Bayerischen Staatsoper, durch eine unbekannte junge schwedische Sängerin namens Birgit Nilsson ersetzt worden war. Der Mitschnitt der damaligen Götterdämmerung (01.09.1955) ist bei Orfeo erschienen; unser Operus hat die Vorstellung seinerzeit ebenfalls miterlebt. Schon immer fragte ich mich hinsichtlich des Verbleibes der anderen drei Ring-Abende (27., 28. und 30.08.1955). Milnes berichtet weiter, dass aufgrund Frantzens Abspringen in letzter Minute drei Einspringer gesucht werden mussten. Darunter war Hans Hermann Nissen, dessen Ruhm damals schon etwas verblasst war, als Wanderer (leider nennt er die beiden anderen Namen nicht). Nissen, offenbar nicht mehr auf der Höhe, musste laut Milnes dann von einem hyper-aufmerksamen Knappertsbusch durch die Vorstellung "geführt" werden.


    Eine doch wirklich nette Geschichte. Vielleicht wollte sich Frantz damit für die Zurückstellung seiner Frau revanchieren. Das Engagement der Nilsson war freilich aus heutiger Sicht zukunftsweisend und sollte sich als sensationeller Durchbruch herausstellen.

    Ergänzung:


    "Seine Frau Helena Braun verkörperte damals [1949] die Brünnhilde in der "Walküre". [...] Um diese Zeit gastierten Ferdinand Frantz und Helena Braun auch oft an der Wiener Staatsoper. Leider zerstörte eine Indiskretion von Egon Hilbert das gute Verhältnis. Angeblich versuchte er, die beiden gegeneinander auszuspielen. Das gelang vorerst zwar nicht, aber trotzdem scheiterte diese Ehe letztlich und wurde 1958 geschieden." (Quelle: ORF)

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Hallo,


    aus der ersten Serie der „25 Voci celebri della lirica“ der Firma 'Melodram' habe ich das LP-Doppelalbum Vol. 17 (MEL 091 / 1982), das dem (zeitweiligen) Sänger-Ehepaar Helena Braun und Ferdinand Frantz gewidmet ist. Es enthält folgende Arien und Szenen (Angaben lt. 'Melodram'):


    „Fidelio“: Abscheulicher! Wo eilst du hin? - Ha, welch ein Augenblick / Dirigent: Eugen Jochum (1 / München 1951)*

    „Tiefland“: Nun hab' ich nichts mehr auf der Welt / Dirigent: Rudolf Moralt (4 / Wien 1948)*

    „Der Rosenkavalier“: Kann mich auch an ein Mädel erinnern / Dirigent: Hans Altmann (1 / München 1949)

    „Palestrina“: Den heil'gen Geist / Dirigent: Robert Heger (3 / München 1953)*

    „Tosca“: Drei Häscher mit einem Wagen / Dirigent: Jan Koetsier (1 / München 1951)

    „Die Macht des Schicksals“: Frieden! Frieden! / Dirigent: Heinrich Hollreiser (2 / München 1944)

    „Aida“: Wehe, mein Vater! / Dirigent: Rudolf Moralt (4 / Wien 1948)

    „Macbeth“: Dieser Flecken kehrt immer wieder / Dirigent: Hans Altmann (1 / München 1949)

    „Margarethe“: Scheinst zu schlafen du im Stübchen / Dirigent: Jan Koetsier (1 / München 1951)

    „Die Walküre“: Nun zäume dein Ross, säumige Maid!... Hojotoho! / Dirigent: Rudolf Moralt (5 / Wien 1949)*

    dto.: War es so schmählich, was ich verbrach... Nicht weise bin ich... Du zeugtest ein edles Geschlecht... Was hast du erdacht, das ich erdulde? / Dirigent: Jan Koetsier (1 / München 1950)

    „Parsifal“: Titurel, der fromme Held, der kannt' ihn wohl / Dirigent: Eugen Jochum (3 / München 1957)*

    „Wesendonck-Lieder“ / Dirigent: Hans Rosbaud (2 / München 1945)

    1 = Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks / 2 = Orchester des Bayerischen Rundfunks (Reichssender München) / 3 = Orchester der Bayerischen Staatsoper / 4 = Großes Wiener Rundfunkorchester / 5 = Wiener Symphoniker / * = Hiervon existiert eine Gesamtaufnahme.


    In der verdienstvollen CD-Edition „Wiener Staatsoper Live“ der Firma 'Koch-Schwann' ist Helena Braun in den Volumes 6, 19, 21, 22 und 24 vertreten: Ausschnitte aus Glucks "Iphigenie in Aulis" (29. 10. 1942), Wagners "Der fliegende Holländer" (17. 10. 1940), "Die Walküre" (31. 5. 1942 und 1. 12. 1943), "Götterdämmerung" (10. 9. 1942) und "Parsifal" (10. 11. 1942) sowie Borodins "Fürst Igor" (7. 2. 1941). Ausserdem gibt es ihre 'Gräfin' auf diversen CDs in einem Mitschnitt von „Die Hochzeit des Figaro“ von den Salzburger Festspielen (August 1942) mit Irma Beilke, Gerda Sommerschuh, Erich Kunz und Hans Hotter unter Clemens Krauss.


    Carlo


    P. S.

    Im Archiv des Bayerischen Rundfunks gibt es auch eine Aufnahme (1949) des Schlussduetts aus „Carmen“ mit Helena Braun und Lorenz Fehenberger sowie mit dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks unter Georg Solti.

  • Ich habe mir soeben die vier bekannten Aufnahmen des Liebestodes mit Helena Braun nacheinander angehört, im Einzelnen:


    - 1942, begleitet vom Orchester der Staatsoper Berlin unter Leopold Ludwig (Studio)


    - 1950, begleitet vom Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Hans Knappertsbusch (live)


    - 1952, begleitet vom Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Erich Kleiber (live)


    - 1953, begleitet vom Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Rudolf Kempe (live)


    Ist die Studioaufnahme schon sehr gut, ist sie auf der Bühne noch bezwingender. Das absolute Highlight stellt 1950 unter "Kna" dar, der auch dirigentisch am Allermeisten herausholt - ich kenne bis heute keine Aufnahme, wo die Posaunen beim Höhepunkt mehr strahlen. Und er ist am flottesten (keine 6 Minuten). Kleiber und Kempe deutlich breiter im Zeitmaß. Soviel zu gewissen Klischees. Klanglich fällt die jüngste Aufnahme übrigens ab (es fehlt dort auch der erste Aufzug).


    Hier unter "Kna" zum Anhören:


    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid


  • Ich hingegen habe mal Wagner außen vor gelassen und mich dem "Tiefland" gewidmet. Die Erzählung der Marta aus dieser schönen Wiener Einspielung unter Moralt ist auch auf der oben von Joseph abgebildeten Preiser-CD enthalten und auf dem von Carlo aufgelisteten Melodram-Doppelalbum. Interessant ist, dass den Dorftältesten Tommaso, bei dem sie ein offenes Ohr findet für ihre bewegende Geschichte, der blutjunge Walter Berry singt. Im wirklichen Leben hätte er ihr Sohn sein können. ;) Ihr Vortrag hat mich tief bewegt, mehr noch als in der Vergangenheit, denn ich hatte das ebenfalls von Preiser veröffentlichte CD-Album lange nicht aufgelegt. Es gibt Sängerinnen, die singen in dieser Szene mit viel mehr Dramatik. Helena Braun aber hält sich auffällig zurück, so, als sinne sie nach, als erinnere sie sich erst in diesem Moment. Sie legt sich sich Rechenschaft ab. Bei dieser Beichte scheint ihr erst klar zu werden, was ihr widerfahren ist. Sie kann es endlich in Worte fassen, weil sie dem Dorfältesten vertraut. Es ist, als findet sie zu sich selbst. Als befreie sie sich von einer schweren Last. Selten hat mich eine Opernszene so gepackt wie diese. Nur gut, dass es diesen Thread gibt. Sonst wäre ich wohl nicht so bald wieder auf das "Tiefland" gekommen.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Lieber Joseph!!

    Ist die Studioaufnahme schon sehr gut, ist sie (gemeint: Helena Braun) auf der Bühne noch bezwingender.

    Ist das nicht eigentlich immer so?

    Ich habe Helena Braun in der Berliner Staatsoper als Brünnhilde im RING gehört. Vor den Eindrücken, die ich da bekommen habe, verblassen leider alle Eindrücke, die ich durch die diversen Aufnahmen von ihr gewonnen habe!

    Ich hatte über diese Ring-Aufführungen hier im Forum berichtet und sogar die Programmzettel eingescannt und eingestellt. Das war damals noch möglich. Trotz der Suche mit verschiedenen Suchwörtern finde ich den Post nicht wieder. Aber das kenne ich ja schon. Die Suchfunktion hat ihre Tücken und Eigenheiten.


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Ich hatte über diese Ring-Aufführungen hier im Forum berichtet und sogar die Programmzettel eingescannt und eingestellt. Das war damals noch möglich. Trotz der Suche mit verschiedenen Suchwörtern finde ich den Post nicht wieder. Aber das kenne ich ja schon. Die Suchfunktion hat ihre Tücken und Eigenheiten.

    Der Ring, der nie gelungen - Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen


    ;):hello:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Liebe Opernfreunde,


    nicht nur von Wagners „Lohengrin“, sondern auch von Beethovens „Fidelio“ gibt es zwei Gesamtaufnahmen mit Helena Braun:


    „Fidelio“ (Beethoven): Leonore – Helena Braun / Marzelline – Elfride Trötschel / Florestan – Julius Patzak / Don Pizarro – Ferdinand Frantz / Rocco – Josef Greindl / Jaquino – Richard Holm / Don Fernando – Karl Schmitt-Walter / Zwei Gefangene – Alfons Fügel und Heinz Maria Lins / Der Chor und das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Eugen Jochum / Dialogregie: Fritz Ganss (München, Herkulessaal, 2. - 6. 7. 1951). Veröffentlicht u. a. auf 2 CDs bei 'Walhall' (WLCD 0056).


    dto.: Leonore – Helena Braun / Marzelline – Maria-Madlen Madsen / Florestan – Helge Rosvaenge / Don Pizarro – Ferdinand Frantz / Rocco – Otto von Rohr / Jaquino – Willy Hofmann / Don Fernando – Aage Poulsen / Zwei Gefangene – Franz Fehringer und August Heimpel / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Winfried Zillig (Frankfurt, Funkhaus, 26. 4. 1952). Ebenfalls u. a. bei 'Walhall' (WLCD 0028) erschienen.


    Es soll auch Aufnahmen von einzelnen Nummern aus dem „Fidelio“ mit Helena Braun, Helge Rosvaenge, Ferdinand Frantz und Otto von Rohr beim Saarländischen Rundfunk gegeben haben, aufgenommen im Oktober 1950 unter der Leitung von Rudolf Michl.


    Schließlich noch einmal Richard Wagner: Helena Braun und Max Lorenz nahmen für den RIAS Berlin unter Artur Rother die Duette Brünnhilde - Siegfried aus "Siegfried" ('Heil dir, Sonne!' / 12. 10. 1950) und "Götterdämmerung" ('Zu neuen Taten, teurer Helde' / 20. 10. 1950) auf; enthalten sind sie auf der 'Preiser'-CD "Max Lorenz singt Richard Wagner, Vol. 2" (Katalognr. 90451 / 2001).


    Carlo


    P. S. Noch ein Nachtrag: Das LP-Doppelalbum von 'Melodram' (MEL 091) enthält aus "Tiefland" das Duett Marta - Sebastiano (mit Helena Braun und Ferdinand Frantz) und gibt ein falsches Aufnahmedatum (1948) an, während die Portrait-CD von 'Preiser' (Katalognr. 89638) aus derselben Oper - und aus derselben Gesamtaufnahme - die Erzählung der Marta ('Ich weiß nicht, wer mein Vater war') beinhaltet und das korrekte Jahr (1954) nennt.

  • Und um der Vollständigkeit halber hier die komplette Besetzung der „Tiefland“-Aufnahme:


    „Tiefland“ (d'Albert): Marta – Helena Braun / Nuri – Else Liebesberg / Pepa – Erika Feichtinger / Antonia – Friedl (Elfriede) Riegler / Rosalia – Elisabeth Fez / Pedro – Günther Treptow / Sebastiano – Ferdinand Frantz / Tommaso – Walter Berry / Moruccio – Erich Kaufmann / Nando – Erich Majkut / Eine Stimme – Hanns Koch / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Das Große Wiener Rundfunkorchester / Dirigent: Rudolf Moralt (Wien, Funkhaus, 13. - 15. 4. 1954) 'Preiser' 20040 (2 CD / 2005).


    Zum Beitrag Nr. 10 von 'Joseph II.':


    Lt. dem äußerst ausführlichen, langen Aufsatz von Heiko Bockstiegel im „Stimmen, die um die Welt gingen...“-Band Nr. 53 („Ferdinand Frantz“) heirateten Helena Braun und Ferdinand Frantz am 23. 1. 1943 auf dem Münchner Standesamt; die Ehe, die seit 1956 wohl nicht mehr intakt war, wurde am 20. 6. 1958 – ebenfalls in München - geschieden. (Ferdinand Frantz war bereits vorher aus dem bisher gemeinsam bewohnten Haus in Hohenpeißenberg im bayrischen 'Pfaffenwinkel' ausgezogen und hatte sich in München-Obermenzing eine Wohnung genommen.) Er war Diabetiker und starb elf Monate später (wie Heiko Bockstiegel feststellt, am 26. 5. und nicht am 25. 5. 1959, wie es bei Kutsch/Riemens steht) mit 53 Jahren durch einen Herzinfarkt, den er bei einer Anzugprobe in einem Münchner Bekleidungshaus erlitt. Helena Braun, die sich nun Helena Frantz-Braun nannte und 1959 als 'Ortrud' im „Lohengrin“ an der Bayerischen Staatsoper ihren Bühnenabschied nahm, verzog dann nach Wiesbaden, später nach Sulzberg (Allgäu) und schließlich nach Sonthofen, wo sie am 2. 9. 1990 im Alter von 87 Jahren starb und auch beerdigt wurde.

  • Besten Dank für alle Ergänzungen, besonders für die Klärung der Frage, von wann bis wann die Ehe Frantz/Braun anhielt. Höchst interessant. Diese Informationen bekommt man ja ansonsten praktisch nirgends.

    Dank der Besetzungszettel, die Caruso freundlicherweise in dem verlinkten Thread hochgeladen hat, ist belegt, dass die Braun noch im November 1959 an der Berliner Staatsoper alle drei Brünnhilden sang. Wenn die üblich kolportierte Information, sie habe als Ortrud 1959 in München ihren Bühnenabschied genommen, stimmt, müsste dies folglich noch ganz kurz danach gewesen sein.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Lieber Stimmenliebhaber!


    Toll, dass Du den Thread gefunden und im Beitrag #15 den Link eingestellt hast.

    Was war denn das Zauberwort????
    Mit Ring, Knappertsbusch, Witte, Braun, Treptow und Liebl (auch in unterschiedlichen Kombinationen!) kam ich auf keinen einzigen Post von mir in dem Thread). Dabei sind in den Beiträgen 340, 346 und 350 durchaus Suchbegriffe, die ich benutz habe.

    Vielleicht hätte ich es mit Sputnik versuchen sollen! Was man übrigens bei eine Suche unter "Helena Braun" so alles angezeigt bekommt , ist abenteuerlich.


    Also : Dank für Deine Hilfe!!!


    Liebe Grüße

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Was war denn das Zauberwort????

    Ring! :D


    Nein, ich habe übr "Erweiterte Suche" das Stichwort "Knappertsbusch" für den Autor "Caruso41" gesucht und habe dann die 24(?) angezeigten Ergebnisse überflogen, so kam ich ganz schnell zur richtigen Rubrik und zum richtigen Beitrag. :hello:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Lieber Joseph II!

    Dank der Besetzungszettel, die Caruso freundlicherweise in dem verlinkten Thread hochgeladen hat, ist belegt, dass die Braun noch im November 1959 an der Berliner Staatsoper alle drei Brünnhilden sang.

    Kannst Du sagen, warum das Hochladen von JPG-Dateien vom eigenen Rechner nicht mehr möglich ist?

    Ich weiß: man kann die Dateien auf Facebook einstellen und dann hochladen. Ich will aber kein Facebook-Konto und keine Cloud.

    Ich fand die Möglichkeit sehr praktisch und hätte gerne Beiträge mit weiteren Programmzetteln und Bildern aus dem eigenen Bestand ausgestattet.


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Kannst Du sagen, warum das Hochladen von JPG-Dateien vom eigenen Rechner nicht mehr möglich ist?

    Lieber Caruso,


    es scheint so, als erlaube die Forensoftware mittlerweile keine Dateianhänge mehr. Zumindest kann ich die entsprechende Funktion auch nicht finden.

    Dies müsste aber jemand von der Moderation aufklären. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Option nicht mehr vorhanden ist. Evtl. wurde sie aber deaktiviert.

    Tatsächlich würde sie die von Dir bevorzugte Vorgehensweise deutlich erleichtern.


    Beste Grüße und nochmal danke für Deine eigenen Eindrücke damaliger Opernaufführungen.

    War Helena Braun denn 1959 als Brünnhilde noch auf der Höhe?

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Das Forum besteht nunmehr seit 16 Jahre und es war NIE möglich eigene Bilder hochzuladen. Die Funktion wurde von mir von Anbeginn gesperrt. (nur EIN Avatarbild war und ist möglich)

    Zum einen weil das Forum bei hochgeladenen Bildern, diese uf dem Server hat und den Traffik bezahlen muß (bei Verlinkungen ist das anders) Dies ist aber inzwischen obsolet durch die übliche Flatrate.

    Zum anderen - weil das Forum (genau gesagt ich) für alles haftet, was sich auf unserem Server befindet.und ich nicht alles kontrolliern kann und will.

    Es ist also keine neue Enschränkung sondern seit 16 Jahren so.

    Wird auf einen Theaterzettel im Internat verlinkt dann haftet der, wo das Bild gehostet wurde - und er zahlt auch die Kosten (nur Theoretisch, wegen der Flatrate)

    ABER es gibt hier 2 Dinge die zu beachten sind:


    a) wenn der jenige, der das Bild ins netz gestellt hat es entfernt oder seine Seite einstellt, dann ist das Bild für uns verloren.


    b) Manche Einsteller von Bilder auf ihrer Seite wollen icht, daß man zu ihnen verlinkt und ihre Bilder dann als jede des verlikenden erscheinen. Man hat schon seit Jahren versucht hier rechtlich zu argumewntieren, aber das hat nicht funktiiert. Seit ungefähr 2 Jahren gibt es aber Software - die das Verlinken automatisch blockiert. Das ist dann aber ausserhalb unseres Bereichs....


    Hier ist nun die Kehrseite der Medaille Facebook und ähnliche Seiten - möchten, daß Du ihre Dienste nutzt. Weill dann können sie Dein Konsum- und sonstiges Verhalten kontrollieren. Sie stellen die Dienste ja nicht uneigennützig zur Verfügung...


    Ich hoffe nicht allzuviel Verwirrung geschaffen zu haben

    und verbleibe mit freundlichen Grüßen


    Alfred


    PS: Diese OT Extrabeiträge werde ich - sobald sie gelesen sind - wieder entfernen

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Lieber Alfred!

    Das Forum besteht nunmehr seit 16 Jahre und es war NIE möglich eigene Bilder hochzuladen. Die Funktion wurde von mir von Anbeginn gesperrt.

    Sorry, aber das stimmt einfach nicht!!!

    Ich habe verschiedentlich JPG-Dateien hoch laden können. Zum Beispiel diese Programmzettel

    Der Ring, der nie gelungen - Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen

    und dieses Szenenbild:

    Der Ring, der nie gelungen - Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber Caruso 41

    Ich hab die Wahrheit geschriebben - und Du auch !


    Als ich die von Dir hochgeladenen Bilder sah, war ich zuerst fassungslos.

    Das konnte doch nicht sein !!


    Aber dnn habe ich die Erklärung gefunden, und die war der Zeitpunkt: DEZEMBER 2018

    Installation der neuesten Forensoftware

    Jedesmal wenn eine Neue Forensoftware installiert werden muss (ich mach das nur im äusersten Notfall)

    dann muß das gesamte Administratoren-Paneel neu konfiuriert werden

    Das ist sozusagen die Schaltzentrale des Forums, und erinnert in seiner Komplexität an die vielen Schalter des Cockpits eines modernen Verkehrsflugzeugs (= übertrieben, aber im wesentlichen stimmt es)

    Die neue Softwäre hat also noch keine Einstellungen.

    Alle Regelungen, Hierarchien, Berechtigungen und Verbote müssen NEU eingestellt werden, und das ist schwierig, weil die Struktur jedesmal eine andere ist,ähnlich wie bei den einzelnen Windows-Funktionen.


    Du hast diese Bild in jenen wenigen Tagen hochgeladen, wo die alten Verbote nicht mehr wirkten (weil die Software weg war) und die neuen noch nicht korrekt eingestellt waren. Woltlab und ich haben 3 Wochen gekämpft bis alles wieder einigermaßen klappte.

    2010 ist sogar war ärgeres passirt, Durch einen Fehler war es möglich daß ein besuche eines feindlichen Forums hier subversive Beiträge verfasste, es dauerte Stunden bis iich den passenden Schalte gefunden hatte


    Du konntest nur hochladen, weil das Feature zu jenem Zeitpunkt noch nicht wiederhergerstellt war.


    Genauso ist es verboten ZITATE aus Tageszeitungen im Forum zu veröffentlichen


    Das kann toleriert werden - muß aber nicht

    Und das kann sehr teuer werden, insbesondere dann wenn der Verfasse nur darauf WARTET daß sein Copyright verletzt wird.

    Das sind juristische Spitzfindigkeiten - aber man muss sich als Forenbetreiber damit herumplagen.


    Beste Grüße aus Wien


    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !