Who is Who in Oper und Konzert?

  • Lieber Liebestraum,


    Hier dürfte es sich um den Bariton Bruno Pola handeln.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Das glaube ich nicht, denn Bruno Pola sang noch in den 1990er Jahren, gab nicht 1986 seinen Bühnenabschied und ist sicherlich nicht 1927 geboren wie Masur. Ich grüble noch...

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Ich behaupte: der Gesuchte ist Nicolae Herlea (1927 - 2014)!


    Da die Lebensdaten mit den Angaben im Rätsel übereinstimmen, habe ich eigentlich keinen Zweifel, fände aber dennoch eine Bestätigung des Rätselstellers nett, damit ich mit gutem Gewissen das nächste stellen kann.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Gut. Dann suche ich jetzt hiermit nach dem Namen einer Sängerin, welche im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs (also innerhalb der letzten zwölf Kriegsmonate in Europa!) im Sudentenland geboren wurde und in Bernburg aufwuchs. Harry Kupfer engagierte sie nach Weimar, seit 1975 sang sie als Gast an der Deutschen Staatsoper Berlin, seit 1980 gehörte sie dem dortigen Solistenensemble bis zu ihrem Bühnenabschied 2009 an. Am Konkurrenzhaus in der Behrenstraße übernahm sie (von Anny Schlemm) die weibliche Hauptrolle in einer legendären Felsenstein-Inszenieurng und gastierte mit dem Ensemble in Kopenhagen, London und Japan. An der Staatsoper Berlin sang sie u.a. Cherubino, Dorabella, Komponist, Carmen, Page, Knusperhexe und Hänsel, Idamante, Lady Pamela, Jeanne in "Die Teufel von Loudun", Angelina, Marie in "Wozzeck", Madgalene, Brangäne, Amneris, Venus, Ortrud, Kundry, Fricka, Waltraute, Herodias, Klytämnestra und Küsterin. Sie sang auch Venus, Ortrud, Kundry, Brangäne, Fricka und Waltraute an der Wiener Staatsoper. Bei den Bayreuther Festspielen sang sie ebenfalls über viele Jahre, insgesamt sieben verschiedene Rollen.


    Ich werde heute Abend nicht viel online sein, aber wer eine Antwort nennt, bei der Vor- und Nachname insgesamt nicht mehr als acht Buchstaben umfassen, liegt höchstwahrscheinlich richtig und darf weitermachen. ;)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Jawohl! :jubel:


    Auf "deinen" Nicolae Herlea



    folgte "meine" Uta Priew, hier mit der im Rätsel erwähnten Boulotte im Felsenstein-"Blaubart":



    Nun bist du wieder am Zug! ;)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Die gesuchte Sopranistin wurde Ende der 30er Jahre im Ruhrgebiet geboren. Sie debütierte 1961 am Opernhaus ihrer Heimatstadt in der Titelpartie von Verdis "Aida". An der New Yorker MET debütierte sie 1970 in "Elektra" (Chrysothemis). 1973 sorgte sie am gleichen Ort mit der Brünnhilde in Wagners "Ring des Nibelungen" für Aufsehen. In Bayreuth konnte man sie u.a. als Senta, Ortrud, Brünnhilde und Kundry erleben. Weltweite Gastspiele führten sie auch nach LondonCG, WienSTO, BerlinSTO, MünchenSTO, HamburgSTO, BerlinDOB, MailandSC, ParisGO. Weitere Hauptpartien: Fidelio, Isolde, Elektra, Salome, Färberin (Die Frau ohne Schatten) Tosca, Turandot und Jenufa. Sie verstarb 2009.



    :hello: LT

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  • Nach zwei Frauen lasse ich heute nochmal einen Herren suchen: einen Sänger mit einem Allerweltsnamen (wenn man den Namen googelt, bekommt man auch Einträge für Namensvetter, etwa einen Mediziner). Der gesuchte Sänger erlebte als Kind die Bombenzerstörung zweier großer sächsischer Metropolen, studierte später in der zweiten Gesang und gab dort auch sein Operndebüt in einer Oper, die heute eigentlich gar nicht mehr gespielt wird. 1965 wechselte er nach Berlin und sang jahrzentelang im Ensemble des einen Hauses sowie ebenfalls 30 Jahre lang als Gast am anderen Haus. Es gibt eine Oper von Richard Wagner, in welcher er zwei große Partien verkörperte. In einem berühmten Monolog der einen (im 2. Akt) kommt im Schluss-Zweizeiler sein Nachname vor. Diese Partie sang er an zwei Berliner Opernhäusern und in den beiden Städten, deren Bombardierung er als Kind miterlebt hatte, nämlich in seiner Geburtsstadt und in der Stadt seines Karrierebeginns.


    Wer ist das? 8-)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Richtig, Siegfried Vogel ist richtig! :jubel:


    Wobei ich das Zitat so kenne: "Dem Vogel, der heut sang, dem war der Schnabel hold gewachsen" ^^



    Dann bist du wieder mit dem Stellen des nächsten Rätsels dran - und ich warte bis morgen Abend, vielleicht möchte ja auch mal ein anderer hier ein Rätsel lösen. 8-)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Ja ich möchte schon die Rätsel lösen, aber Ihr beide seid die Rätselkönige und ich bis jetzt der Nietenking, weil die einzige falsche Antwort die bis jetzt kam von mir fabriziert wurde. :untertauch:


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Nun stell doch mal das nächste Rätsel, damit "Operus" sich rehabilitieren kann! ;)


    Von mir nur noch schnell zwei Videos zu Siegfried Vogel, wobei es der "falsche" Monolog ist...





    Die Antwort zum nächsten "Liebestraum"-Rätsel dann hoffentlich von jemand anderem. :yes:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Die gesuchte Mezzo-Sopranistin stammte aus Amerika, wo sie Anfang der 20er Jahre geboren wurde. Bei einem Tournee-Opern-Ensemble debütierte sie 1951 in Cavalleria rusticana (Lola). Von 1955 bis 1992 gehörte sie dem Ensemble der Staatsoper in Stuttgart an. Von da aus begann sie eine weltweite Karriere, die sie u.a. nach LondonCG, MünchenSTO, San Francisco, ParisGO, MailandSC, BerlinDO, Buenos AiresTC, DresdenSTO, HamburgSTO, MET führte. Da sie besonders im Wagner-Fach erfolgreich war, wurde auch schnell Bayreuth auf sie aufmerksam, wo sie neben ihrer Paraderolle, der Brangäne, u.a. auch die Partien der Fricka, Siegrune, Waltraute, Ortrud sang. Sie verstarb 2008.


    :hello: LT

  • Lieber Stimmenliebhaber,
    danke, dass Du Dich so engagiert um diesen Bereich kümmerst. Du hast Dich ja schon an anderer Stelle als begeisterter und erfolgreicher Rätselfreund und Rätselknacker bewährt.
    Nun zu Deiner Frage: Zuerst appellieren wir an unseren Freund Siegfried. Er möge bitte bis morgen 30. Januar eine Rätselfrage ins Forum stellen. Ab 31. verfällt sein Vorschlagsrecht und ein anderer User kann ein Rätsel einbringen.
    Ergänzung zur Spielregel: Wer ein Rätsel als erster gelöst hat, darf selbst die nächste Rätselfrage stellen. Dafür hat er einen Tag Zeit. Wird in dieser Zeit keine neue Rätselfrage gestellt, können alle Mitspieler die nächste Rätselfrage stellen. Beispiel: Wenn Siegfried bis morgen Abend 30. Januar kein Rätsel einstellt, verfällt sein Vorschlagsrecht und ab 31. Januar kann jeder Forumnutzer ein Rätsel einstellen. Ich hoffe, ich konnte die Spielregel verständlich darstellen.


    Herzlichst
    Operus


    Ich wusste gar nicht, welche Lawine ich lostrete, wenn ich einmal ein Rätsel löse. :!:
    War einige Tage off und somit entging mir auch , dass man sich mit einer Lösungsveröffentlichung verpflichtet, zum Systemteil einer Kettenreaktion zu werden. Mit Unlust oder anderen mir unterstellten Eigenschaften hatte mein Passivverhalten also nichts zu tun. Schönen Tag allerseits.
    :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

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  • welche Lawine ich lostrete

    Bissl übertrieben, hm?


    War einige Tage off und somit entging mir auch , dass man sich mit einer Lösungsveröffentlichung verpflichtet, zum Systemteil einer Kettenreaktion zu werden.

    Dann hattest du offenbar den Startbeitrag nicht gelesen. Aber von "verpflichtet" kann man nun wirklich nicht sprechen, man darf sich auch dankend ablehnen.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Danke, lieber Liebestraum, für diese Vorlage. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dürfte es sich bei der gesuchten Mezzo-Sopranistin um





    Grace Hoffmann





    handeln. Bitte um Bestätigung der Richtigkeit und dann darf ich mir das nächste Rätsel ausdenken.







    Herzlichst

    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Bissl übertrieben, hm?


    Dann hattest du offenbar den Startbeitrag nicht gelesen. Aber von "verpflichtet" kann man nun wirklich nicht sprechen, man darf sich auch dankend ablehnen.


    ;) Sich dankend ablehnen darf man auch...das überlasse ich nun doch lieber Anderen :D
    Aber ich habe die Spielregeln inzwischen kapiert. Dauert bei Schwaben manchmal etwas länger, dafür ist Nachhaltigkeit garantiert. :jubel:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Wenn wir uns zunächst den frühesten Aufnahmen des Gesuchten zuwenden und diese analysieren, wird man es nicht einfach nur lehrreich finden, sondern auch entzückend, von seinem Repertoire zu kosten und mehr von dieser Stimme voller Saft einzufangen. Einige seiner Aufnahmen stammen noch aus dem 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit. In mehreren singt er komische Rollen, einen fast sichtbaren Dr. Bartolo im "Barbier von Sevilla" zum Beispiel, wo er - wie immer deutsch singend - mit der Stimme spielt, manchmal mit einer leichten, vertraulichen Intimität, manchmal so, dass er es die ganze Welt hören lässt, flink und geschickt mit virtuoser Artikulation und auf großartige Weise völlig unbehindert die hohe italienische Tessitura durcheilend. 1947 in einer Aufführung des "Tristan" unter Furtwängler aber hören wir ihn in einem ganz anderen Stil wiederum mit der Stimme spielen; hier benutzt er seinen 2 Oktaven-Bass als Instrument, ein fein gestimmtes, tieftönendes Cello, mit perfektem Legato. Gefühl wird hier nicht so sehr durch die Worte übermittelt - obwohl seine Diktion stets äußerst klar war - als vielmehr durch eine natürliche Ausdrucksfülle innerhalb des gesungenen Tones selbst. Und dieser Ton hat eben jene zusätzliche Qualität, die deutschen Bässen gewöhnlich fremd ist: ein sehr leichtes aber wahrnehmbares Element des Vibrato - nicht die langsame Art, die zu einem zitternden Schlagen oder zu einem störenden "Wobbel" degeneriert, sondern eine unaufdringliche Version des schnellen, eher italienischen Typs, die aus einer Leben spendenden Resonanz besteht. Obwohl er zu den größten Wagnersängern seiner Epoche gehörte war interessanter Weise seine Lieblingsrolle in einer italienischen Oper zu finden. "Unvergesslich durch die Wirkung seiner prachtvollen Szene mit ihrer großartigen Arie, die mit fünfminütigen Ovationen endete," wie der Kritiker des Opera-Magazins von der "Don Carlos"-Aufführung an der Wiener Staatsoper 1962 schrieb. Eine Aufnahme aus dem Jahre 1953 präsentierte unseren Sänger in Bestform und, obwohl die Arie des König Philipp den Kenner an die Aufnahmen fast aller großen Bässe erinnert, von Plancon und Schaljapin über Kipnis, Pinza und Pesaro und weiter in die moderne Zeit hinein bis hin zu Christoff, Ghiauroff und van Dam - trotz der Anomalie der Sprache - zählt die Version unseres Gesuchten auch im Vergleich mit den besten sicherlich zu den allerbesten. Die wahre Baßqualität, das feine Legato und die technische Kontrolle in anspruchsvollen Passagen, wie etwas das schwierige ansteigende Arpeggio sind gesangstechnisch enorm beeindruckend; und dies ist, ebenso wie die Klage des König Marke aus "Tristan", ein Beispiel für intensiven Gefühlsaudruck durch die Stimme, so dass bereits der erste Satz - "Sie hat mich nie geliebt" verrät, dass dies das Ergebnis, der Abschluss des inneren Dialogs, das Ende eines Seelendramas ist. Darin - in der Verzweiflung der Könige, Marke und Philipp - liegt wahrscheinlich die Seele der Kunst dieses Sängers. Diese und andere ihrer Art sind nicht die ersten Beispiele, die uns einfallen, wenn wir seinen Namen aussprechen oder uns an eine Rolle von ihm erinnern. Vielleicht sollten gerade sie es sein. (aus dem Englischen übersetzt).
    Wer ist der Sänger, den der englische Stimmenpapst John Steane anlässlich der Aufnahme in das Ranking der Sänger des Jahrhunderts so charakterisiert? Der Gesuchte machte eine Weltkarriere. Im deutschsprachigen Raum wirkte er hauptsächlich in München und Wien, hier sang er rund 500 Vorstellungen am Haus am Ring. Der dreifache Kammersänger wurde zu Lebzeiten und postum wie kaum ein anderer mit Ehrungen bedacht und ausgezeichnet. Also, liebe Opern-Rätselfreunde wer ist es?


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Die Fachleute schweigen, vermutlich weil es sie zu einfach finden.


    So werde ich - lieber Hans - als "relativer Laie" nun versuchen das Rätsel lösen und feststellen, dass alle Charakteristika auf Deinen "Hausgott" passen.


  • So werde ich - lieber Hans - als "relativer Laie" nun versuchen das Rätsel lösen und feststellen, dass alle Charakteristika auf Deinen "Hausgott" passen.


    Also auf Frick wäre ich nie im Leben gekommen. :)

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

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