Die Frage, ob diese Inszenierung gut oder schlecht ist, wird nur beantworten können, wer sie – oder wenigstens bedeutende Teile von ihr – gesehen hat. Dass es hierzulande möglich ist, sich blasphemisch zu äußern, ohne juristische oder sonstige unerwünschte Folgen fürchten zu müssen, halte ich allerdings für eine bedeutende Errungenschaft, und ich meine, dass es kein Fehler sein kann, diese hart erkämpfte Freiheit auch zu nutzen.
Allerdings machen weder blasphemische noch stark sexuell geprägte Bühnenaktionen oder solche, die beides gleichzeitig sind, eine gute oder schlechte Inszenierung. Wie sie zu bewerten sind, hängt davon ab, wie gut oder schlecht sie gemacht und in das Ganze der Theaterabends eingepasst sind. Und eben das kann man logischerweise nicht beurteilen, wenn man es nicht weiß.





