Wert und Unwert von "Best of" Cds

  • Hallo,


    Es gab sie schon vor 30 Jahren, es gibt sie noch immer, und vermutlich wird es sie immer geben: Die Rede ist von den "Best Of" Cds (bzw früher Schallplatten), wo Gustohäppchen für einen gewissen Kundenkreis zusammengestellt, manchmal auch zusammengewürfelt wurden und Laien "einen Hauch von Klassik " übermitteln wollen. Solche Compilationen findet man zumeist im Supermarkt, oft von No-name Labeln produziert mit ebensolchen Interpreten, aber auch die "serösen" Tonträgerfirmen mischen kräftig in diesem Marktsegment mit, um ein Stückchen von diesem offenbar gar nicht so kleinen Kuchen zu ergattern


    Klassik-Puristen lehnen derartige Zusammenstellungen natürlich zumeist rigoros ab. Andere aber meinen, dies wäre ein geeigneter Weg, manchem den Weg zur Klassik zu ebnen, was von der ersten Gruppe wiederum heftigst in Abrede gestellt wird.Es wäre die Gefahr , so meinen sie (und das ist natürlich nicht von der Hand zu weisen), daß man eine neue Gruppe, die "Klassikhäppchenklientel" züchte, die den
    "höheren Weihen" einerseits ewig verschlossen bliebe, andererseits aber von sich behaupten würde "Klassikkenner" zu sein.......


    Wie ist das mit Euch ?
    Wie steht Ihr dazu, bzw habt Ihr in den Anfangszeiten als Sammler solcher CDs (oder Lps) gekauft ? Wie schauts aus mit Opernquerschnitten, früher sehr beliebt. "Die schönsten Opernchöre"
    gehören auch irgendwie in die Liga.


    Einen schönen Sonntag wünscht


    Alfred

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  • Hallo Alfred,


    ich als ausgewieener Vollständigkeitsfanatiker würde mich sicher nicht als Käufer solcher Best-of Compilations outen, muß aber zugeben, selber hin und wieder CD's meiner Häppchen-Wahl für Freunde, die mit Klassik wenig bis nix am Hut haben, zusammenzustellen, um ihnen einmal einen kleinen Einblick in diese wunderbare Welt zu verschaffen (welch hehrer Anspruch :D).
    Für Leute, die keine Ahnung haben, mag dies als Einstieg möglich sein - kann aber auch nicht. Ich kenne ebensoviele Leute, die auch mit "Häppchen" voll zufrieden sind und nicht das Bedürfnis verspüren, tiefer einzusteigen.
    Somit bin ich in dieser Hnsicht leidenschaftslos: ich verteufel diese CD's nicht, und vielleicht hilft's ja hin und wieder...


    Gruß aus Hamburg
    Uwe

  • es gibt auch gute sogenannte BEST OF CDs...
    Ich hab mir früher mal von Naxos die Best of z.B. Elgar geholt,wenn ich näheres über den Komponisten wissen wollte, was er für (schöne) Sachen er komponiert hat. Es hilft ganz gut,wenn man den Komponisten nicht kennt.


    Dann gibt es diese Zusammenstellungen von diversen berühmteren Labels wie EMI oder Arte Nova, hänssler, philips,Steinway,DG usw.


    Wenn die Firmen "Specials" auf dem Markt werfen mit Katalogen (arte nova,philips)oder dicke booklets mit informationen über alle solisten (great pianists .../steinway und co.) oder auch nur werbung (great recordings of the history/emi oder great artists of the century) oder archivbooklets mit den (allen)werken des jeweiligen komponisten (hänssler/bach; Philips/Mozart)oder einfache specials (DG: Centenary collection Querschnitt/DG: The Originals, Höhepunkte).


    Sowas hole ich mir auch immer wieder gerne. Sehr informativ, billig und gut!
    (bloss schade dass decca legends sowas nicht gemacht hat; oder haben sie es und ich weiss es nur nicht?)


    und was zu den kritikern:


    natürlich können solche "häppchen" leute zur klassik führen, die sonst nicht viel mit klassik anfangen können.


    Man überlege...man kommt nicht mit klassik auf die welt oder bekommt es in die wiege gelegt.
    Übrigens: Musiker fangen auch ganz klein an (auch wenn es bei mir persönlich ein wenig anders war)!

  • Hallo,
    ich bin auch wirklich kein Freund von "Best of.." Alben und Samplern allgemein. Meist würdige ich sie keines Blickes. Komischerweise sind das aber oft CDs, die man von Wohlmeinenden geschenkt bekommt (Da hast Du doch von allem was dabei...) - und demzufolge findet sich auch in meiner Sammlung einiges, und wird auch schon mal zur "Hintergrundberieselung" eingesetzt.
    Es gibt aber auch einige Ausnahmen, die tatsächlich neue Horizonte öffnen können. Ein solches ist z.B.
    Millenium - Amerika Exil und Heimat (1930-1950)
    von der DG, welches mehr oder weniger "zufällig" in meinen Besitz geraten ist (ok, ich geb's zu: bei ebay nicht richtig geguckt... ;) )
    Abgesehen davon, das nach dem ersten Hören sofort Schostakovichs 5. ganz oben auf dem Wunschzettel erschien und die Strauss'schen "Vier letzten Lieder" schnellstens angeschafft wurden, hätte ich mir zu diesem Zeitpunkt nie eine komplette z.B. mit Werken von Eisler, Hindemith, Messiaen,.. gekauft. Und es ist auch meine einzige Berührung mit Cage.
    So gesehen, ist diese CD weit mehr wert, als den einen Euro (plus Versand).
    Vielleicht habt Ihr ja auch konkrete positive Beispiele??

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Ich glaube, dass "Häppchen CDs" weiter verbreitet sind als man glaubt. Ich habe vor 20 Jahren mal ein Jahr in der Saturn Klassik Abteilung gearbeitet und 80% aller Platten, die angeblich verschenkt wurden, waren aus dieser Kathegorie.


    Ich kenne sehr viele ältere Leute, die sowas hören (oder besser laufen lassen), weil sie einfach alt sind und glauben, das gehöre dazu. Pop zu hören passt nach deren Meinung einfach nicht. Da dudelt ständig Häppchen-Klassik und niemand hört zu.


    Klassik Radio ist schliesslich auch ein darauf zugeschnittener Sender. Ich finde's grässlich - als ob eine Galerie zerschnittene Bilder ausstellen würde, aber viele scheinen es zu mögen.


    Grüsse
    Walter

  • Hallo Walter und Rest der (Klassik-)Welt


    Walter schrieb:


    Zitat

    Klassik Radio ist schliesslich auch ein darauf zugeschnittener Sender. Ich finde's grässlich - als ob eine Galerie zerschnittene Bilder ausstellen würde, aber viele scheinen es zu mögen

    .



    Ich glaub es ist immer eine Frage der Motivation, warum man sowas hört. (in Österreich gibt es einen (vermutlich) ähnlichen Sender
    Radio Stephansdom http://www.radio-stephansdom.at/
    Er wird von Wiener Musikfreunden vor allem dazu benutzt "Häppchen" in UKW-Qualität zu hören, um sich an Hand der "erhörten" Ergebnisse ein Urteil zu bilden und danach die gesamte CD zu kaufen


    Als der Sender vor ca 5 Jahren (?) seinen Betrieb aufnahm, wurde er von untalentierten Laien moderiert, und bot gelegentlich Anlaß zur Heiterkeit. Heute jedoch hört man in den Wiener Klassk-Läden immer wieder: Ich suche die CD die vorgestern bei Radio Stephansdom um 16.20 gespielt wurde........ :)


    Wenn man diese Sender sooo betrachtet, dann sind sie sicher eine Bereicherung, besser als die "Dröhn und Werbung" Privatradios find ich sie jedenfalls.


    Gruß aus Wien


    Alfred

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  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Walter schrieb:


    .


    Ich glaub es ist immer eine Frage der Motivation, warum man sowas hört. (in Österreich gibt es einen (vermutlich) ähnlichen Sender
    Radio Stephansdom http://www.radio-stephansdom.at/
    Er wird von Wiener Musikfreunden vor allem dazu benutzt "Häppchen" in UKW-Qualität zu hören, um sich an Hand der "erhörten" Ergebnisse ein Urteil zu bilden und danach die gesamte CD zu kaufen


    ...wobei Radio Stephansdom ein nicht ganz anspruchsloses Programm hat. Immerhin dreimal die Woche ein "Opernabend", an dem komplette Opern, auch eher seltene Stücke, gespielt werden. Sozusagen als Appetizer nicht schlecht: Anhören und bewerten: g'fallt's gut: CD kaufen. g'fallt's nit so gut: Vergessen.


    Zitat

    Heute jedoch hört man in den Wiener Klassk-Läden immer wieder: Ich suche die CD die vorgestern bei Radio Stephansdom um 16.20 gespielt wurde........ :)


    Wenn man diese Sender sooo betrachtet, dann sind sie sicher eine Bereicherung, besser als die "Dröhn und Werbung" Privatradios find ich sie jedenfalls.


    ...obwohl sich KlassikRadio und Radio Stephansdom allenfalls in der Thematik unterscheiden (und vielleicht nicht ganz so laut sind).


    Tip am Rande: Radio Stephansdom ist per RealAudio-LiveStream mit 32 kbit/s im Internet zu empfangen, Klassikradio per WMA-Player mit 32 kbit/s sowie mit 128 kbit/s verfügbar, wobei letzterer Stream meistens "überlastet" ist.


    Und wer ganz komfortabel Radio per LiveStream im Internet hören will:


    http://www.phonostar.de


    Gruss,


    Hendrik

  • Hallo!


    Für einen Einsteiger in die Welt der klassischen Musik kann eine Best of CD helfen.
    Die CD "Best of Italian Opera" von Royal Opera war für mich ein erster Einstieg mir die Stimmen von Sängern zu merken.
    Jetzt, da ich mich schon intensiver mit klassischer Musik auseinandergesetzt habe, gehe ich auch eher in Richtung gesamt Aufnahmen. Ich habe auch festgestellt, dass der Kreis der Musikstücke auf den Best of CDs eher begrenzt ist. Neues wird man bei diesen CDs seltener hören.


    Nach wie vor lege ich aber auch von Zeit zu Zeit die CD mit dem Besten der italenischen Oper auf.


    lg,
    Franz

    Sagt nicht:"Ich habe die Wahrheit gefunden", sondern:"Ich habe eine Wahrheit gefunden." (Khalil Gibran; Der Prophet, dtv, 2002)


  • Hallo Franz!


    Die Royal Opera-CDs haben auch mir einen Einstieg in die wunderbare Welt der Oper eröffnet (es gibt ja noch Italian Opera Duets, French Opera, German Opera, Mozart, Verdi, Wagner, Puccini [alle mein eigen]). Große Namen (Corelli, Caballe, Tebaldi, Schwarzkopf, Gedda, Carreras, Moffo, Wunderlich) und große Musik. Für jeden Einsteiger empfehlenswert!


    LG joschi

  • Liebe Taminoisten,


    Das Anziehende an Radio Stephansdom ist, daß die nicht so sehr Mainstream-Interpretationen (wie man auf neudeutsch sagt) bringen, sondern sehr viel "Abseitiges". Bitte das ja nicht als Qualitätsurteil mißzuverstehen! Otto Normalverbrauchers Horizont (schließt meinen ein) wird da oft vorteilhaft in Hinsicht auf unbekannte Stücke wie Interpreten erweitert.


    "Best of" - häufig gut zum Kennenlernen oder für Zweitzwecke, natürlich kein Endziel.


    LG


    Waldi

  • Hallo,


    Ich hasse best-of-cds in der regel sher und hüte mich eindeutig vor deren Kauf! Der "Künstlerische WErt" (Sofern man bei einer CD davon sprechen kann) leidet doch sehr darunter! - andererseits habe ich mich auch schonmal dabei ertappt, wie ich eine Best Of (geschenkt bekommen :pfeif:) eingelegt habe, weil nunmal ein meist abwechslungsreiches Programm drauf ist, und man dann garnicht so hinhören muss...kann man wunderbar auch im Hintergrund bei der Arbeit dudeln lassen...meist sind ja eh bekannte "Schlager" drauf - da kann man dann noch unterbewusst mitspeiffen...


    Ok, ich habe es mir jetzt warscheinlich mit allen "ernsthaften Klassikhörern" verscherzt, da ich Best-of-CDs höre und das auch noch nebenbei... :untertauch: :D


    LG
    Raphael

  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt



    ...Es wäre die Gefahr , so meinen sie (und das ist natürlich nicht von der Hand zu weisen), daß man eine neue Gruppe, die "Klassikhäppchenklientel" züchte, die den
    "höheren Weihen" einerseits ewig verschlossen bliebe, andererseits aber von sich behaupten würde "Klassikkenner" zu sein.......


    Ich bin der Meinung, dass es eine bodenlose Frechheit ist, Kunst, oder in diesem Fall Musik zu einem intellektuellen Ereignis werden zu lassen. Beziehungsweise sie dazu zu erheben - was man ja tut. Was an der Kunst sollte intellektuell sein? Jeder, der seinen Gefühlen Ausdruck verleiht, macht Kunst. Sei sie auch nicht herausragend. Es hat nicht jeder die Möglichkeit ein künstlerisches Handwerk zu erlernen. Es ist daher in meinen Augen absoluter Unsinn, wenn Kenner die Laien verurteilen - nein, es ist sogar pervers, wenn sie das tun. Denn gerade der Kenner sollte sich erfreuen darüber, dass der "Laie" Interesse zeigt. Wenn auch nicht für alles. Wäre die Kunst etwas Zwischenmenschliches geblieben und nicht unantastbar geltend, würden solche "Bedenken" der Kenner erlischen.
    Und was es mit diesen No-Name-Künstlern und -Labels auf sich hat... macht man nur dann gute Musik, wenn man einen bekannten Namen hat? Viele bekannte Musiker sind im Grunde nicht besser als unbekannte. Aber wir Menschen neigen sehr dazu, Einzelpersonen hochzujubeln, anstatt ein Gesamtbild in Erfahrung bringen zu wollen. :no:

  • Ich kauf gerne Sampler wie Selected Classics oder Verve Sampler, weil ich für kleines Geld einen Überblick über aktuelle Veröffentlichungen bekomme und auch Kurweiliges fürs Auto erhalte.


    Manch ein Folgekauf resultierte aus dieser "Häppchenkultur".


    Natürlich werden diese Sampler dem Wert eines gesamten Werkes nicht gerecht, aber es nimmt auch keinen Schaden daran.

  • Ich stelle mir oft CDs fürs Auto oder einfach zum Zuhause zu hören zusammen - im Sinne von Best of - also keinerlei Skrupel, den langsamen Mittelsatz aus einem Albinoni-Konzert wegzulassen. Oder Pop und Jazz mit Klassik zu mischen.


    Als Musik-Hedonist ist mir Vollständigkeit kein anzustrebendes Ziel. Und da die Best-Of diverser Label einen durchaus preiswerten Einstieg in verschiedene Klassik-Bereiche anbieten, habe ich sie mir früher bevorzugt gekauft.

  • Auch wenn ich mir persönlich nie eine Best of kaufen würde, da ich, wenn ich eine brauche um Leuten zu zeigen was ich gerne höre und für was ich mich begeistern kann, das selber zusammenstelle, ist das ok wenn man das zum Kennenlernen kauft.


    Was ich persönlich sehr ekeelrregend finde, ist die Vermarktung dahinter. Allein der Begriff "Kuschelklassik" ruft akuten Brechreiz und/oder ein verachtendes Lächeln hervor. Wenn sich jemand vor mir an der Kasse eine äh sagen wir mal Tokio Hotel-Platte kauft, ist das eine Sache, aber da weiss der Kunde was ihn erwartet. Der mündige und informierte Verbraucher weiss das das vermarktet bis zum geht-nicht-mehr ist. Daher war das Tokio Hotel Besipiel leider schlecht gewählt, da es sich bei den Käufern um uninformierte und mündige humanoide Weibchen von 10 bis 15 Jahre handelt.


    Worauf ich hinaus will: solange diese Best ofs mit Herz und Verstand zusammengestellt sind, sie nicht explizit auf Profit ausgezielt sind ("Mozart zum Schmusen", "Traumhafte Klassikhighlights mit Helmut Lotti", The greatsest Beethoven Hits") ist das durchaus eine sinnvolle Sache, die ich aber nicht brauche.

  • Für besonders gute Freunde die Interesse an Musik haben stelle ich selbst solche CD's zusammen, auch für mich selbst.


    Im Barock waren solche Programme eh an der Tagesordnung, da wäre nie jemand auf die Idee gekommen alle 12 Concerti Grossi von wem auch immer auf einmal aufzuführen, oder was sonst für Werkgruppen.


    Deshalb habe ich da auch keinerlei Skrupel.


    Von der Herrstellern gibt es ja zweierlei Arten, die von Anette schon angesprochenen widerlich kitschigen Kuschelklassik CD's die wohl auch kaum für ernsthaft interessierte sein sollen.


    Und es gibt die wirklich gut gemachten "Schnupper CD's"


    hier seien nur mal zwei Serien hervorgehoben die ich persönlich sehr gut finde:


    die Best of Serie bei Naxos


    da kann man für wenig geld einen guten Einblick in das Schaffen eines Komponisten oder einer Epoche bekommen.
    Besonders die Komponistenreihe finde ich gelungen.



    Besser macht es noch Harmonia Mundi France.


    Sie bringen immer mal wieder Sampler Serien heraus, so habe ich z.B.. die Barockoper kennengelernt.


    Es gab eine Serie die fast die gesamte Musikgeschichte angedeckt hatte, dann eine spezielle Sampler Serie (15 CD's) die sich nur dem Barock gewidmet hat etc.




    Also ich denke das so etwas (wenn etwas Überlegung und Hirn dahinter ist) soetwas sehr sinnvoll sein kann, da man über solche Programme einfach ganze Epochen gut nähergebracht bekommt.

  • Zitat

    Original von Kjeldahl


    "Traumhafte Klassikhighlights mit Helmut Lotti"


    ...du meintest wohl "Traumahafte Klasikhightlights mit Helmut Lotti", oder? :D


    LG
    Raphael

  • Danke Matthias, da fühle ich mich nicht der Einzelgänger.


    Denn ich tue es sogar sehr oft, d.h. ich mache sie selbst! Best of Weihnachtsmusik; of Opernmusik; of Operettenmusik; of Easy Lis'nin'musik; of Gitarre(n)musik; usw; usw; usw...
    Natürlich habe ich auch schon eine Best of Haydns Volksliedermusik. :D
    Da kommt doch mindestens noch eine CD dazu.


    LG, Paul

  • Also ich kaufe mir hin und wieder auch Sampler oder Best Of CDs. Jedoch nicht blind drauflos, so nach dem Motto "Paßt schon. Wird bestimmt was tolles drauf sein.", sondern eben ganz gezielt.


    Mitunter finde ich Komponisten oder auch Interpreten, die ich noch nicht so genau kenne, aber gerne kennenlernen möchte. Dafür sind solche Sampler dann ein guter und häufig auch preiswerter Einstieg. Nach dem Schnuppern und Gutheißen besorge ich mir dann die Gesamtaufnahme.


    Oft hat der eine oder andere Sampler dann ausgedient und verstaubt in der hintersten Ecke des Regals. Aber einige sind recht gut gelungen, und die höre ich mir dann hin und wieder an.


    Es gibt allerdings auch sehr grauenvolle Zusammenstellungen, die das Material nicht wert sind. Also genau hinschauen und gezielt auswählen.

    Diese Sprache, die wir Musik nennen, ist eine Sprache, die aus einem Raum kommt, den wir Seele nennen. GIORA FEIDMAN

  • Hallo,


    Ich muss auch nochmal was einräumen:
    Qualitätvolle Sampler (z.T. von Labeln) finde ich teilweise auch richtig gut - ein ganz toller (leider mit teils starken Kürzungen) ist:



    LG
    Raphael

  • Guten Morgen,


    ich kaufe mir Best of-CDs erst seit ich hier im Forum bin und zwar von einigen Sängern, die ich nicht (mehr) "im Ohr" habe. Callas, Melchior, Björling, etc. werden hier so oft gepriesen, daß meine Neugierde zwar angestachelt wird, sie bekommen aber dann ein Ehrenplatz in der Abteilung "selten gehörte Knüller" :D


    :hello:


    Austria

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

  • Also ich kann mit Best of CDs nichts anfangen.
    Wenn ich ein Werk höre, mochte ich es so hören, wie es komponiert wurde, ansonsten kann man meiner Meinung nicht sagen, man kenne ein Werk (ein Zustand, den ich verabscheue).


    Am schlimmsten sind für mich Sampler alla "Hummelflug - Ein musikalischer Frühling", bei denen Stücke aus ihrem Zusammenhang gerissen werden, sowas kann ich mir nicht anhören. Etwas anders sehe ich das bei selbstzusammengestellten Samplern, man kennt das ganze Werk und brennt sich seine Lieblingsstücke (erspart das "zappen" :stumm:).

    "Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon."
    - Immanuel Kant (1724-1804)

  • Zitat

    Original von Heliaster
    Am schlimmsten sind für mich Sampler alla "Hummelflug - Ein musikalischer Frühling"


    Ach, den hab ich auch. *Hrhr*


    Ich finde Sampler gegelntlich ganz nett, wenn Stücke von Komponisten drauf sind, die ich nicht kenne. Die kosten ja auch meist nur vier, fünf Euro und wenn du für das Geld dann n schöne Aufnahme irgendeines Satzes hast, oder du einen neuen Namen kennenlernst, dann hat sich das für mich schon gelohnt.


    Aber das kommt natürlich sehr, sehr selten vor. Für die meisten, die überhaupt auf die Idee kommen, sich in so einem Forum anzumelden, wird der Großteil aller Sampler ohnehin nichts unbekanntes mehr parat haben - ich denke bei "Best of"-CD's auch eher an "Adagios zum träumen" - und nicht an: "Entartete Musik - Ein Streifzug" oder sowas.
    Letzteres fände ich auch so anschaffenswert.

    Wenn ich mir vorstelle, was es für Deutschland bedeuten würde, wenn die heilige Kuh zu uns käme, welches Glück und welcher Segen ginge von allgegenwärtigen heiligen Kühen aus!

  • Marc


    Das war tatsächlich der letzte Sampler, den ich für fünf Euro damals gekauft habe:



    Eine gute Gelegenheit, den einen oder anderen Komponisten dieser Zeit kennenzulernen!


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Mein Einstieg in die Klassik Welt begann mit den Best-Of CDs.
    Eine der ersten war eine Best-Of Wagner, mit allen Overtüren. Mittlerweile habe ich alle Opern von Wagner auf CD hier stehen.


    Für mich waren die CDs quasi die "Einstiegsdroge". :D


    Gruß
    Tyhlon

  • Nabend,


    wenn ich mir so manche Veröffentlichung aus dem Bereich der Alten Musik anschaue, ist vieles davon doch auch nur "Häppchenklassik." Da gibt's oft von jedem Komponisten etwas, mal mit mehr und mal mit weniger schlüssigem Konzept dahinter.


    Und Sänger-Rezitale (mit c oder mit z? ?() sind doch auch nur "Häppchen". Beispielsweise das aktuelle Soloprogramm von Annette Dasch (mit Vivaldi, Verdi, Glinka, Berlioz, Cavalli, Mozart und Wolf). Ob Konzert oder Tonträger macht da auch keinen Unterschied. Sowas kann doch als ideale Einstiegsdroge (vgl. Thylons Beitrag über mir) für das eine oder andere Werk dienen.


    Im Zeitalter von Downloads erhält die Thematik zudem noch eine ganz andere Dimension, da durch den (nun immer häufiger möglichen) individuellen Zugriff auf einzelne Fragmente der jeweiligen Komposition, sei es Oper, Symphonie oder was weiß ich, sich künftig jeder seine Häppchen aus dem großen Kuchen zusammenstellen kann. Ob man sich dann dem Werk in seiner Gänze widmet, oder sich z.B. aus sämtlichen Lully-Opern die Chaconnen herauspickt, hängt dann nur noch vom Individuum und seinem Geschmack bzw. seiner Interessenlage ab.



    :hello:

    "Das ist zeitgenössische klassische Musik. Dann unterstelle ich, daß da kein intellektueller Zugang..."
    Miroslaw Lem, Tenor

  • Zitat

    Original von Gentilhombre
    Und Sänger-Rezitale (mit c oder mit z? ?() sind doch auch nur "Häppchen". Beispielsweise...


    Sicher richtig, aber ... ich persönliche würde das Debut-Recital von der Argerich z.B. gar nicht als Best of CD ansehen, also das hat ja eine Tradition aus dem Konzertbetrieb heraus - ebenso wie es natürlich gang und gebe ist, ein Konzert mit einer Ouvertüre von X zu beginnen und mit einer Symphonie von Y fort zu setzen.


    Best of CD's wären dann (für mich zumindest), wenn Track 1 der erste Satz der "Mondscheinsonate" gespielt von Gulda ist und Track 2 das Largo aus der Neuen Welt und Track 3 das Scherzo aus der Eroica oderoderodero.

    Wenn ich mir vorstelle, was es für Deutschland bedeuten würde, wenn die heilige Kuh zu uns käme, welches Glück und welcher Segen ginge von allgegenwärtigen heiligen Kühen aus!

  • Ja, zugegeben, es besteht vielleicht noch ein kleiner Unterschied zwischen 'Weekend Classics' oder 'Barock für'n Stuhlgang' und beispielsweise Savalls 'Ostinato'. Aber die liegen eher im zugrundeliegenden Konzept der Zusammenstellung begründet.


    Dennoch kann ich auch an den tatsächlichen Best of CDs (wie in Deinem Beispiel, Marc) nichts wirklich Schlimmes finden. Im Idealfall kann es zum Sprungbrett für eine Entdeckunsreise werden. Und wenn nicht, dann halt nicht.



    :hello:

    "Das ist zeitgenössische klassische Musik. Dann unterstelle ich, daß da kein intellektueller Zugang..."
    Miroslaw Lem, Tenor