Anouar Brahem

  • Anouar Brahem ist ein tunesischer Musiker und Komponist, der mediterrane und orientalische Einflüsse sowie Elemente des Jazz zusammenfügt.


    Er arbeitet dabei auch mit renommierten Jazz-Musikern wie z.B. Jan Garbarek oder Richard Galliano zusammen.



    Ich selbst greife immer gerne zu einer der CDs, wenn ich nicht so recht weiß, wonach mir der Sinn gerade steht.


    Wem es gelingt, in diese doch anfangs etwas fremdwirkende Musik einzutauchen, wird alles andere als enttäuscht werden.


    Nicht die übliche New-Age-Instrumental Musik, sondern ein eigenständiges Genre.


  • Heute ist so ein Tag, permanenter kühler Ostwind und die Frühlingssonne, da paßt die Musik genau dazu.


    Als Einstieg würde ich Thimar und Vague empfehlen.

  • Anouar Brahem Quartet


    The astounding eyes of Rita



    Es bleiben übrig die Worte eines Dichters:

    Es sind nicht die, bei denen Logen applaudieren

    Die Worte leben und kriechen

    auf allen vieren ....


    Majakowski

  • Bei Brahem sollte vielleicht darauf hingewiesen werden,dass sein Instrument das Oud ist. Ein arabische Kulturraum durchaus gebräuchliches Instrument, in etwa vergleichbar mit der mittelalterlichen Kurzhalslaute. Brahem wohnt mW. schon des Längeren in Paris und schafft immer wieder eine wunderbare Symbiose zwischen der arabischen und der europäischen Klangwelt. Mein Lieblig: Leila au pays de caroussel von dieser wunderbaren Platte:



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Lieber Thomas Pape


    Danke für deine Würdigung des tunesischen Musikers Anouar Brahem, dem Brückenbauer von Kulturen und Musikstilen. Leila au pays de caroussel werde ich mir heute abend anhören.


    Ich bin seitdem Anouar Brahems CDs beim Label ECM erschienen sind, auf ihn aufmerksam geworden. Zusammen mit John Surman und Dave Holland hat er diese CD, Thimar, veröffentlicht.


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    Es bleiben übrig die Worte eines Dichters:

    Es sind nicht die, bei denen Logen applaudieren

    Die Worte leben und kriechen

    auf allen vieren ....


    Majakowski

  • Schön, dass du über Anouar Brahem schreibst. Ich habe einiges von ihm seit einigen Jahren, auch aus Berlin, gehört.


    Ich weiss gar nicht wie es ist, einen Sänger zu hören, auf den die westlichen ästhetischen Kriterien gar nicht so richtig passen wollen. Ist der ausgeklammert von der Betrachtung, z.B. wg. mangelnder Vergleichskriterien


    Möchte gerne mehr darüber erfahren. :)

  • Ich kenne Brahem tatsächlich noch nicht sehr lange. MW ist er Komponist und Musiker. Sein Debut-Album war "Barzakh", das 1990 bei ECM erschien. Diese Album ist weitestgehend dem Oud gewidmet. Bei den weiteren Alben -so viele sind's ja nicht- kamen dann die Jazz-Formationen hinzu.



    Ob und wie ein Musiker wahrgenommen wird hängt wohl von Neugierde und Auseinandersetzungsbereitschaft von Zuhörern ab und der Vermarktungsfreude der Musiker. Der Duduk-Spieler Levon Menassian macht sich in einer Weise rar, dass er -obwohl ein Meister seines Instrumentes- nur auf nicht einmal einer handvoll Platten zu hören ist, ganz selten auf Konzerte und in den Filmmusiken des Filmkomponisten Armand Amer.


    Die Verbindung mit Instrument und Stimme findest Du bei Dhafer Youssef, auch ein exzellenter Oud-Spieler und gleichzeitig ein fabelhafter Sänger. Gestern wäre er in Frankfurt im Rahmen eines Konzertes auf die HR-Bigband gestoßen, aufgrund der aktuell geltenden Regeln fand das Konzert nur im Stream unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein Plattentipp ist seine aktuelle Platte "Sounds of Mirrors" und als Anspieltipp das Stück "Humankind"



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.