16. Görlitzer Orgelnacht

  • Seit 16 Jahren ist es in meiner Stadt zur Tradition geworden, daß alljährlich am Pfingst - Sonntag, beginnend am Vormittag über den Tag verteilt, in allen Kirchen der Stadt,
    Orgelkonzerte stattfinden. Den Abschluß bildet dann immer ein Konzert um 23 Uhr bis Mitternacht in unserer schönen, großen Peterskirche (St. Peter und Paul).
    Meine Frau und ich wurden im Vorfeld von der organisatorisch leitenden Mitarbeiterin gebeten, bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung mit helfend tätig zu sein,
    was wir selbstverständlich gern gemacht haben. Wir waren also mit dabei und ich kann sagen, es war ein großartiges, beglückendes Erlebnis.
    Unter dem Titel "Romantische Musik für Posaune und Orgel" erklangen in der Reihenfolge Werke von
    Karl Hoyer, Friedrich Kühmstedt, Dietrich Buxtehude, Max Reger, Joh. Seb. Bach, Franz Liszt, Richard Wagner und Theodor Berthold.
    Die Solisten des Abends waren "Sebastian Krause", 1. Solo - Posaunist des MDR - Orchesters und "Gabriele Wadewitz", Konzertorganistin aus Leipzig.
    Eine besondere musikalische Erfahrung waren für mich die Bearbeitungen Wagners mit dem "Einzug in die Gralsburg aus der Oper Parsival,
    sowie aus Tannhäuser der Pilgerchor und O du mein holder Abendstern". Das habe ich in solch einer Besetzung noch nie gehört und war sehr interessant.
    Ja, und umrahmt wurde die Veranstaltung von einem besonderen Effekt. Es war eine Technikergruppe im Einsatz, die mit farbigen Scheinwerfern einen besonderen,
    zauberhaften Eindruck erzielten. Das übliche Licht erlosch zu Beginn und während des Konzertes wurde die Kirche, insbesondere die Orgelempore, der große Altar
    und die Kanzel in verschiedene weiche Farbnuancen angestrahlt und eingetaucht. Das war beeindruckend und schuf eine besondere feierliche Atmosphäre.
    Anwesend waren etwa 200 Zuhörer. Und was ich wohl so noch nie erlebt habe - während des ganzen Konzertes herrschte eine absolute andächtige Stille.
    Selbst während der kurzen Pausen zwischen den Musikstücken - kein Husten, kein Räuspern, kein Bewegen oder Rascheln, nur andächtige Ruhe.
    Am Schluß der Veranstaltung äußerten viele der Anwesenden dankbar ihre Anerkennung und Begeisterung.
    Ich selbst kann auch sagen und bestätigen - es war ein schöner beeindruckender Abend.


    CHRISSY


  • Lieber Chrissy,


    Du kannst mit der Görlitzer Peterskirche und der wunderbaren Sonnenorgel gut Reklame machen. Unser gemeinsamer Besuch vor ca. 2 Jahren ist uns im Gedächtnis geblieben. Nicht aus religiösen Gründen, sondern wegen des herrlichen Konzertes gerade auf dieser Orgel.


    Herzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Lieber Chrissy,


    Du kannst mit der Görlitzer Peterskirche und der wunderbaren Sonnenorgel gut Reklame machen. Unser gemeinsamer Besuch vor ca. 2 Jahren ist uns im Gedächtnis geblieben. Nicht aus religiösen Gründen, sondern wegen des herrlichen Konzertes gerade auf dieser Orgel.


    Herzlichst La Roche

    Vielen Dank für Deine Antwort, lieber La Roche.
    Und mit dieser "wunderbaren Sonnenorgel" will ich gern Reklame machen.
    Dir zur Erinnerung und anderen Interessenten, hier ein optischer Eindruck unserer schönen Peterskirche und gleichzeitig ein musikalisch klanglicher
    mit der bekannten Toccata und Fuge von Joh. Seb. Bach.
    Viel Freude wünscht


    CHRISSY


    https://www.youtube.com/watch?v=IUH069hGtXQ

  • Ja, lieber chrissy, die Beispiele Eurer Orgel auf Youtube sind schon bedeutend und das Instrument ist es sicherlich auch - ich mache diese Einschränkung, weil ich keine hochwertigen Lautsprecher an meinem PC habe und der Klang dementsprechend schlecht ist. Wir haben uns ja schon des öfteren sowohl über das Gotteshaus als auch über dort stattfindende "Events" ausgetauscht. Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass jenes Nachtkonzert ein beglückendes Erlebnis war.


    Mein letztes Orgelkonzert liegt schon viele Jahre zurück und war für mich ein Horrortrip, den ich aber durch Flucht schnell abbrechen konnte und dann vor dem Gotteshaus auf viele geschockte Musikfreunde traf: An der Schuke-Orgel "unserer" Petrikirche, deren Disposition von Siegfried Reda stammt (der an dieser Kirche seit 1953 als KMD wirkte), saß ein mir namentlich nicht mehr erinnerlicher Organist, der sein Programm ausschließlich mit Werken von Oliver Messiaen gestaltet hat. Ich sage nichts weiter...


    :hello:

  • Lieber Musikwanderer
    Vielen Dank für Deine Antwort. Ich freue mich über Deine Bestätigung und daß Dir mein Bericht gefallen hat, bzw. Dich interessiert hat.

    Mein letztes Orgelkonzert liegt schon viele Jahre zurück und war für mich ein Horrortrip, den ich aber durch Flucht schnell abbrechen konnte und dann vor dem Gotteshaus auf viele geschockte Musikfreunde traf: An der Schuke-Orgel "unserer" Petrikirche, deren Disposition von Siegfried Reda stammt (der an dieser Kirche seit 1953 als KMD wirkte), saß ein mir namentlich nicht mehr erinnerlicher Organist, der sein Programm ausschließlich mit Werken von Oliver Messiaen gestaltet hat. Ich sage nichts weiter...

    :hello:

    Nein, mehr mußt Du auch nicht sagen..., hier stimme ich Dir absolut zu. Auch unser Organist hatte vor Jahren ein Stück von Messiaen eine zeitlang in seinem Repertoire.
    In diesem Stück gab es für mich nur eine einzige schöne Stelle, auf die ich immer gewartet habe - das war der Schlußakkord! Ich war immer froh, wenn es vorbei war.
    Hinzu kommt, oftmals habe ich unserem Organisten die Noten registriert und hatte somit das direkte deutliche "Hörerlebnis".
    Er war, im Gegensatz zu mir, von dem Stück immer begeistert. Da sieht man wieder an solch einem Beispiel - so unterschiedlich ist eben Musikgeschmack - und empfinden.


    Herzliche Grüße
    CHRISSY