Schumann: Klaviersonate Nr.1 fis-moll Op.11 ‚Grande Sonate‘, ein großer Wurf

  • Schon zu meiner Studentzeit beschwerte sich der unter Musikfreunden in Düsseldorf allbekannte Herr Persch (heute ist er längst pensioniert), als ich ihn nach dem Arrau-Schumann fragte, dass man die Arrau-Schumann-Box in Deutschland nicht bekäme und Philips argumentiere auf Anfrage: "In Deutschland will den Arrau-Schumann keiner kaufen!" Unfassbar!

    Mein grösster Schatz ist diese Box mit den kompletten Philips & American Decca Aufnahmen.


    Ich hatte jahrelang die darin enthaltenen Robert-Schumann-Einspielungen ersehnt. 2018 kam die Kiste auf den Markt. Sie ist längst nicht mehr erhältlich. Antiquarisch vielleicht noch aufzutreiben.


    Aber wer gibt den Schatz aus den Händen?



  • fis-moll klingt ja vielversprechend (Schubert D571) ist es aber für mich, soweit es über den Kopfsatz hinausgeht dann doch nicht.



    Mike Cheng-Yu Lee
    Historical Fortepiano: Copy of Conrad Graf (1825), made in 1998 by Rodney Regier (Freeport, Maine)


    Aber der Kopfsatz ist hier äußert klangschön dargestellt.

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • So ein schwieriges Werk, wenige gestalten diese Sonate überzeugend, sie zerfällt leicht in Einzelteile. Und dann dieser vierte Satz, der immer wieder Anlauf nimmt und doch nie ankommt. Und das trotz größten Überschwangs. Gerade das ‚Fragmentarische‘ in der Entwicklung der Sonate steht wohl für die romantische Kunstanschauung. Ich liebe diesen vierten Satz mit all seinen vergeblichen Ausbrüchen und Träumereien sehr. Wenn man Jean Paul ein bisschen kennt, versteht man diese Tonsprache ganz gut. Auf dem Hammerklavier habe ich die Sonate noch nie gehört!