• Verbannen die Opernhäuser dann alle Richard-Strauss-Opern von ihren Spielplänen? Wäre dann ja wohl der nächste
    Schritt.

    Das ist einer der Gründe, warum ich gegen das "streaming" an Stelle von CDs etc bin.

    Ebenso wie die "Clouds" oder "Abonnements" bei Software.

    Wir geraten auf diese Weise in die Hände einer Lobby (das Wort, das ich wirklich meine, werde ich nicht schreiben) die allmählich bestimmt was wir dürfen und was nicht. Wenn in 10 Jahren irgendjemand auf die Idee käme, alle Dirigenten, Komponisten und andere Berühmtheiten (Luther z.B.) auszumisten, ihre Werke nicht zu spielen oder in irgendeiner Form anzubieten, weil sie - angeblich oder wirklich - Rassisten,Frauenfeinde,Atheisten,Antisemiten,Misanthropen, Fleischesser, Homosexuelle, Rechte etc. waren - dqnn ist es wohl besser die Werke auf CD oder in Form von Büchern selbst zu besitzen.....


    Das Taminoforum müßte dann eigentlich auch gendergerecht umbenannt werden.

    Das Tamino-Klassikforum ist gewissermaßenen ein unabhängiges virtuelles Kaiserreich und unterliegt gewissermaßen ausschliesslich den Gesetzen von Kaiser Alfred I.

    Der Kaier wünsch undessen kein Gendern im Forum -ebensowenig wie "Political Korrektness"

    Sollten politische Einflüsse aus Europa user USA dies erzwingen wollen, so wird das Forum auf einem Server einer autonomen Südseeinsel angesiedelt.....:baeh01:


    kann auch jetzt noch in die Mohrenapotheke gehen.

    Na ja......


    https://www.derstandard.at/sto…ke-will-den-namen-aendern


    https://www.noen.at/krems/wien…drian-rassismus-225177735


    Man sieht: Die menschliche Blödheit entspricht in etwa meiner Einschätzung und wird manchmal sogar davon übertroffen.

    Aber nicht alle machen mit....


    Um ELITEN auszuschalten wird man einst auch das Lesen von Büchern verbieten

    "Fahrenheit 451" lässt grüßen...

    und "1984" haben wir bereits übertroffen" (auch dank Facebook)


    mfg aus Wien

    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Das Tamino-Klassikforum ist gewissermaßenen ein unabhängiges virtuelles Kaiserreich und unterliegt gewissermaßen ausschliesslich den Gesetzen von Kaiser Alfred I.

    Ich finde, daß man sich mit aufgeklärtem Absolutismus sehr gut arrangieren kann. Es grüßt Hans.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • In diesem Sinne werde ich öfters in Düsseldorf anzutreffen sein, wie ich zuversichtlich durch die (Achtung!): Theodor-Körner-Straße flaniere, um dort wohlgemut des Dichters Zeilen vor mich hinzumurmeln:


    Alles Große kommt uns wieder, alles Schöne kehrt zurück.“

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Mir drängt sich in solchen Fällen immer die Frage auf, ob (oder besser: aus welcher Motivation heraus) es überhaupt Sinn macht, historische Gestalten ahistorisch einem moralischen Urteil zu unterziehen. Die Vertreter und Sympathisanten der totalitären NS-Ideologie haben sich nicht mehr oder weniger als „böse“/„schlecht“ begriffen als die der zeitgenössischen Ideologie.






  • Man kann es nicht oft genug betonen: Wer für Kunstfreiheit und freie Meinungsäußerung ist, muss den Wahnsinn der "Woke"-Ideologie energisch bekämpfen.


    Neues Beispiel: Chinesisch-stämmiger Komponist wird von Studenten in Michigan "gecancelt", weil er den Film "Othello" mit Laurence Olivier aus 1965 im Unterricht zeigt. Anklage: "Blackfacing".


    Hier der Artikel: https://www.theblaze.com/news/…rofessor-canceled-othello

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Es wird auch bei uns immer abstruser:


    https://www.rnd.de/kultur/stre…JSMBBHXG2JLGXYDSE77A.html

    Schönes Beispiel: Die Anklage des Rassismus des Herrn Matthews, der unterstellt (hier wie andernorts geht es immer um Unterstellungen, auffälliges Muster), die Flechtzöpfe seien eine "kulturelle Aneignung", weil von Afroamerikanern übernommen, ist selbst eine solche - das Theater antwortet ja auch sehr richtig:


    Die Inspiration für die Frisuren der Figuren im Stück ist an die vielfältigen Darstellungen angelehnt, die sich unter anderem bei antiken Statuen finden lassen“, heißt es der Zeitung zufolge in einer Stellungnahme bei Instagram. Es werde darauf hingewiesen, „dass Flechtfrisuren zu den ältesten Traditionen des Haarschmucks zählen und in unterschiedlichen Kulturen auf vielfältige Art und Weise repräsentiert sind“.


    Agitation und Empörung verbunden mit mangelnder Bildung, das ist die Grundlage der woken Bilderstürmer. In der freien Wirtschaft würde so ein Typ wegen geschäftsschädigenden Verhaltens Achtkant rausfliegen, hier wird er vermutlich hofiert - man will ja keinen Ärger.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Schon Obama kritisierte, dass die Art und Weise, wie manche Menschen eine Veränderung hervorrufen wollen, darin besteht, anderen Leuten vorzuwerfen, dass sie nicht «woke» genug sind. Jetzt wissen sicher alle Taminos, worum es sich handelt? Egal, Hauptsache ist, dass man mitredet.

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Tamino Beethoven_Moedling Banner
  • Man kann es nicht oft genug betonen: Wer für Kunstfreiheit und freie Meinungsäußerung ist, muss den Wahnsinn der "Woke"-Ideologie energisch bekämpfen.

    Es ist eine fürchterliche, eine fürchterlich dumme Ideologie, die sich da in Windeseile eingenistet hat. Du, Ihr glaubt nicht, wie froh ich bin diesbezüglich über mein Alter. Als Studienrädchen am Gymnasium käme ich an dem intellektbefreiten Dreck nicht vorbei, der mir beinahe körperliche Schmerzen bereitet.


    Die Sprachverhunzung ist vielleicht das Zweitschlimme. Das eigentlich Schlimme - das wird mir immer klarer - ist aber die perverse, quasi dialektische Moralverschiebung, mit der man sich entweder ablenken kann oder bewusst ablenkt von echter Gleichberechtigung, dort wo sie - in welcher Hinsicht denn immer - kaum oder gar nicht oder gar nicht so wirklich funktioniert.


    Was heißt eigentlich woke[n]? Kleiner Scherz, nein, der Anglist weiß es wirklich nicht und hat keine Lust, es nachzuschlagen. Ich mag auch den relevanten Wortschatz erst gar nicht in den Mund nehmen.


    :hello: Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Ich habe heute meine Tageszeitung abbestellt. Die Gründe möchte ich nur andeuten. Wahrheitsgehalt, Einseitigkeit, Parteilichkeit, zuviel Werbung und gestiegene Preise sind nur einige davon. Früher habe ich mal 21 Mark im Monat bezahlt, jetzt 39 Euro.

    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Ich habe heute meine Tageszeitung abbestellt. Die Gründe möchte ich nur andeuten. Wahrheitsgehalt, Einseitigkeit, Parteilichkeit, zuviel Werbung und gestiegene Preise sind nur einige davon. Früher habe ich mal 21 Mark im Monat bezahlt, jetzt 39 Euro.

    La Roche

    Im Netz kursiert dazu der passende Begriff „red pilled“ - „die rote Pille genommen zu haben“. Nach dem Film „The Matrix“. Insofern: willkommen auf der anderen Seite.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • "Schönes Beispiel: Die Anklage des Rassismus des Herrn Matthews, der unterstellt (hier wie andernorts geht es immer um Unterstellungen, auffälliges Muster), die Flechtzöpfe seien eine "kulturelle Aneignung", weil von Afroamerikanern übernommen."

    Wer den Rassismus-Begriff derartig ausweitet und zerdehnt, leistet dem Vorschub, dass der wahre Rassismus nicht mehr erkannt wird.






    2 Mal editiert, zuletzt von Waldlaeufer ()

  • Tamino Beethoven_Moedling Banner
  • Endlich offenbar der Durchbruch! Frauen übernehmen in der bisherigen Männerdomäne des Dirigentenberufes den Platz, der ihnen zusteht! 😊

    Welcher Platz steht ihnen denn zu? Wenn jemand gut am Dirigent/innenpult ist, dann soll er oder sie diesen Posten bekommen. Frau Lyniv gehört zweifelsohne dazu. Das Konzerthaus Berlin war auch mutig genug, eine junge Frau, die zweifelsohne großes Potential hat, als kommende Chefdirigentin zu verpflichten. Aber bitte schön, eine wie auch immer geartete Quotenregelung darf es nicht geben.

    Das ist sicher auch nicht gemeint. Warten wir ab, wohin die Reise geht, ich bin da ganz gelassen. Mittlerweile sind im Orchester teilweise mehr Frauen als Männer. Ich habe nichts dagegen, aber man kann das durchaus hinterfragen. Vielleicht haben Frauen die besseren Nerven im Probespiel? Denn sicher werden immer nur die besten Bewerber/innen für eine Stelle verpflichtet.

    :hello:

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

  • Interessant, aber auch deprimierend in dem Kontext ist ja, dass in den USA die objektivst mögliche Auswahl, also das Vorspielen hinter dem Vorhang, nicht zu den gewünschten „ethnisch diversen“ Ergebnissen geführt hat, sodass nun doch eine Quote eingeführt wurde. Anstatt also Talente jeglicher Hautfarbe zu fördern und von diesen die besten zu nehmen wird nach Hautfarbe besetzt. Fragwürdig.


    Wobei das Thema für Dirigenten nicht passt, denn die können natürlich nicht „hinter den Vorhang spielen“.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Welcher Platz steht ihnen denn zu? Wenn jemand gut am Dirigent/innenpult ist, dann soll er oder sie diesen Posten bekommen. Frau Lyniv gehört zweifelsohne dazu. Das Konzerthaus Berlin war auch mutig genug, eine junge Frau, die zweifelsohne großes Potential hat, als kommende Chefdirigentin zu verpflichten. Aber bitte schön, eine wie auch immer geartete Quotenregelung darf es nicht geben.

    Simone Young glaube ich erzählte, was ihr ein Juror bei einem Wettbewerb zu verstehen gab: "Sie können zehn mal besser sein als alle ihre männlichen Konkurrenten hier, den 1. Preis werden sie nicht gewinnen!" Das "System" hat also in er Vergangenheit Frauen nicht gerade gefördert im Dirigentinnen-Beruf. Eine Quotenregelung wird es nicht geben, denn über den Posten des/der Chefdirgent(in) entscheidet ja in der Regel nicht der Staat, sondern ganz demokratisch das jeweilige Orchester! ;)


    Schöne Grüße

    Holger

  • Über Streaming-Abos


    Klar, das Angebot ist riesig, aber letzten Endes muss sich jeder selbst entscheiden, was er schaut. Die Gefahr besteht auch, wenn man sich für viele Genres interessiert, dann ist das schon zeitlich ein Problem, wenn man gerne mehr sehen möchte. Wer nur auf Action und/oder Fantasy steht und mit normalen Krimis oder Comedy nichts anzufangen weiß, dann ist es leichter, mehr zu schauen. Wer nur Comedy oder Drama schaut, der hat dann auch leichter. Ich bin eher der Filmliebhaber. Mich ziehen besondere Inhalte an, aber ich schaue auch gerne Serien an.

    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • ...über den Posten des/der Chefdirgent(in) entscheidet ja in der Regel nicht der Staat, sondern ganz demokratisch das jeweilige Orchester! ;)

    Das stimmt. Es soll aber schon vorgekommen sein, dass das Orchestermanagement versucht hat, das Orchester zu umgehen oder sogar schon Fakten geschaffen hat.

    Ich meine, dass das in (Name einer Stadt) beim RSO mal Querelen gab, weil man "von oben" bereits dran war, den Chef zu verlängern, die Musiker aber noch rechtzeitig reagiert haben.

    "Das Thema, welches die Pauke zuletzt hat, findet gewiß keiner heraus!" (Gustav Mahler)

  • denn über den Posten des/der Chefdirgent(in) entscheidet ja in der Regel nicht der Staat, sondern ganz demokratisch das jeweilige Orchester! ;)

    Ein interessanter Einschub von Holger. Ich ging immer davon aus, dass das nicht überall die übliche Praxis ist. Oder irre ich mich da? Vom Geiger und Medienvorstand der Berliner Philharmoniker, Standley Dodds, ist zu lesen: "Wir sind das einzige Orchester der Welt, das seinen Chefdirigenten ernennt."

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

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