Wünsche an Klassiklabel

  • Beitrag von Fiesco ()

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  • Wer sich für das Werk interessiert ... der hat es schon ...


    So ist es. Wer noch die Möglichkeit hat Platten zu hören, kann die LP auch vergleichsweise preiswert erstehen. Bei discogs sind diverse angeboten, von deutschen Anbieter so um € 10. Die Aufnahme wurde übrigens ursprünglich bei einem schwedischen Label veröffentlicht und dann von DG übernommen. Das schwedische Label war übrigens mit einem anderen Musikensemble etwas erfolgreicher als mit Pettersson/Comissiona: ABBA. :D

  • Und nochmal Wagners "Meistersinger":


    Münchner Opernfestspiele 1979


    Richard Wagner
    DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG


    Inszenierung: August Everding
    Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose


    Hans Sachs: Dietrich Fischer-Dieskau
    Veit Pogner: Kurt Moll
    Kunz Vogelgesang: Friedrich Lenz
    Konrad Nachtigall: Raimund Grumbach
    Sixtus Beckmesser: Hans Günter Nöcker
    Fritz Kothner: Karl Helm
    Balthasar Zorn: Georg Paskuda
    Ulrich Eißlinger: Hermann Sapell
    Augustin Moser: David Thaw
    Hermann Ortel: Heinz Imdahl
    Hans Schwarz: Keith Engen
    Hans Foltz: Karl-Christian Kohn
    Walther von Stolzing: René Kollo
    David: Peter Schreier
    Eva: Julia Varady
    Magdalene: Cornelia Wulkopf
    Ein Nachtwächter: Nikolaus Hillebrand


    Chor der Bayerischen Staatsoper
    Bayerisches Staatsorchester
    Musikalische Leitung: WOLFGANG SAWALLISCH


    Nationaltheater München, 8. Juli 1979 (Premiere)


    Bisher wurden von dieser Gesamtaufnahmen nur drei Auszüge (darunter der Flieder- und der Wahnmonolog) veröffentlicht:



    Wieso uns der Rest bis heute vorenthalten wird, ist eine gute Frage, handelt es sich doch um eine der interessantesten Aufnahmen dieser Oper überhaupt, die noch dazu klanglich überzeugt. Als Highlight darf der Sachs von Fischer-Dieskau gelten, der diese Produktion mit seiner Mitwirkung adelt und hier sogar besser ist als in der Studioeinspielung unter Jochum. Ich habe mir kürzlich die großen Monologe und die gesamte Festwiese angehört und muss sagen, dass ich wirklich sehr beeindruckt war. Fischer-Dieskau steht die Partie nicht nur bis zuletzt durch, ihm gelingt auch eine ungemein differenzierte Gestaltung. Im Schlussmonolog ist er der leibhaftige deutsche Nationalpoet schlechthin. Seine große Erfahrung mit dem Kunstlied kommt ihm hier fraglos zugute. Eine solch ausgefeilte Diktion ist fast beispiellos. Da verzeiht man es auch, dass ihm eben die Tiefe eines echten Bassbaritons abgeht und er wohl der intellektuellste Sachs aller Zeiten ist. Die restliche Besetzung ist ebenfalls von erster Güte (Moll, Nöcker, Kollo, Schreier, Varady). Alle Mitwirkenden verschmolzen an diesem Abend zu einer Einheit. Famos die Chor- und Orchesterseite unter der Stabführung des Generalmusikdirektors Sawallisch. Wie im Abspann erwähnt wird, fand sich zu dieser Premiere u. a. der damalige Bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß ein.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Bisher wurden von dieser Gesamtaufnahmen nur drei Auszüge (darunter der Flieder- und der Wahnmonolog) veröffentlicht:
    Wieso uns der Rest bis heute vorenthalten wird, ist eine gute Frage, ...


    Es gibt einen inoffiziellen Mitschnitt trüber Qualität, aber selbst der ist hörenswert. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn es eine offizielle Aufnahme dieser Aufführung gäbe.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Ein Wunsch, der vermutlich unerfüllt bleiben wird:


    Orfeo möchte doch bitte eines Tages eine der fünf Aufnahmen des "Rings des Nibelungen" aus Bayreuth unter James Levine herausbringen, wo dieser die Vorstellungen zwischen 1994 und 1998 leitete (Inszenierung: Alfred Kirchner). Nach einem (fast) kompletten Durchhören kann ich bereits jetzt konstatieren, dass das eine der besten Interpretationen war. Sängerisch und auch orchestral seinen Met-"Ringen" überlegen.


    (Aufgrund der "Causa Levine" wird das natürlich nicht passieren, was ärgerlich sondergleichen ist.)

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Ist einer der Wünsche, die hier geäussert wurden, in Erfüllung gegangen? Haben die Labels euch erhört?


    Meinen Wunsch hatte ich nicht geäussert, aber er ist in Erfüllung gegangen. Die Schumann Einspielungen von Claudio Arau sind in der Box mit allen Aufnahmen enthalten, die er für das Label Philips gemacht hatte. Lange hatte ich darauf gewartet, dass seine in den 70er Jahren herausgekommene LP-Gesamtaufnahme des schumannschen Klavierwerkes auf CD erscheint.


    .

    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

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  • Ist einer der Wünsche, die hier geäussert wurden, in Erfüllung gegangen? Haben die Labels euch erhört?

    Lieber moderato, mir ist nichts diesbezügliches zu Ohren gekommen. Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Ers wurden einerseits noch relativ wenige Wünsch geäuseert, aber mir (in der fiktiven Rolle des Plattenlabels, bzw dessen Produzenten) wären die alle zu spezifisch. Da wünscht sich beispielsweise jemand eine Wiederauflage einer ganz bestimmten Aufnahme, die vermutlich schon vor 5 oder 10 Jahren unverkäuflich war und wo die Restauflage eingestamoft werden musst. Sowas wird voraussichtlich NIE mehr erscheinen. Viele Aufnahmen waren auch das Steckempferd des Produzenten - sie waren schon auf Verlust geplant, aber mit anderen Veröffentlichungen hat man sich das wieder hereingeholt.

    Dieser Thread ist somit keiner der erfüllten Wünsche. Eher eine Anregung für Produzenten, die nach Marktlücken suchen.

    So ist beispielsweise mein Wunsch nach Aufnahme von Cipriany Potter ein erfüllbarer - zumindest in hinsicht auf Verkäuflichkeit. Reich wird man damit allerdings nicht - ist also eine Sache für Nischenlabel.

    Sowas kann allerding auch an "Kleinigkeiten" wie vorhandenem Notenmatereial scheitern.

    Aber alles in allem gesehen muß man den Independent Labels -und dazu gehören auch Naxos und Brilliant - schon für ihre teilweise mutigen Editionen danken.

    Probleme verursachen hier am ehesten nich die kaufunwilligen Klassikkunden, die manches Label am Gewissen haben...


    mfg aus Wien

    Alfred

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen

  • Ich werde diesen Bereich etwas forciert forführen

    Wobei dich die "Wünsche" eher als "Anregungen" verstanden haben möchte.

    Es ist ja so, daß - vor allem independent Labels nach Repertoire ausschau halten, welches sie veröffentlichen könnten. Die großen Namen schnappen ihnen je stets die "Majors" weg, wenngleich denn inzwischen auch schon klargeworden ist, daß die 50 Produktion eines weltbkannten Werkes zumindest so riskan ist, wie die Neuaufnahme eines eher weniger bekannten Komponisten.

    Es gibt aber noch ein Problem für sie - Die Nischenlabels haben inzwischen auf dem Gebiet der "Rariräten" einen gewissen Ruf . sowohl bei den Hörern als auch bei den Interpreten.

    Es wird auf Jahrzehnte unvergessen bleiben wie die "Majors" mit Weltstars umgeprungen sind als sie ihnen nicht mehr profitabel genug erschienen

    Das mag kaufmännisch richtig gewesen sein - aber man verliert Sympathien dabei.

    Und dabei geben Firmen heute Millionen aus um die Sympathie des Publikums zu gewinnen -

    was fehkt, ist noch die "umwektfreundliche, nachhaltige CD"...


    Ich wende mioch also mit meinen Anregungen vorzugsweise an die Labels


    CPO, NAXOS, BRILLIANT CLASSICS, GRAMOLA, TOCCATA


    viele Komponisten, die durchaus einer Wiederentdeckng wert wären findet man nur durch intensive Recherche oder aber (und das nicht selten) dirch Zufal


    mfg aus Wien

    Alfred

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen

  • Paul Anton Wineberger (1758-1821) - Symphony in G

    oder andere Werke

    Hier finden wir eine Hörprobe - das Werk mus bereits einmal im Handel gewesen sein,-

    Wergen des orchesters und dem Dirigenten tippe ich auf DHM

    Eine Wiederveröffenltichung dürfte ja erschwinglich sein. Die Produktionskosten sind je bereit verschmerzt - hoffe ich wenigstens-



    mfg aus Wien

    Alfred

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen