Stimmen von vorgestern - Das letzte Aufgebot (?)

  • Nachdem es seit einiger Zeit CDs aus der Serie "Lebendige Vergangenheit" bei jpc im Angebot gab oder gibt - zieht nun auch das Label "Prima Voce" (meines Wissen zu Nimbus Records zugehörig - zumindest in der Vergangenheit war das so) nach: Zahlreiche CDS mit (einst) berühmten Stimmen werden zum "Sonderpreis" angebote - und ich fürchte, daß dies das letze Mal sein wird daß mean eine größere Auswahl an Schellackstimmen in professioneller Pressung erwerben kann. Denn die meisten dieser Stiummen sind in der Tat vergessen oder nur noch eineigen wenigen Sammlern der "alten Garde" bekannt - dann folgt die Verschrottung und Finsternis.
    Bei Preiser ist es ja so, daß eigentlich nur noch ein Bruchstück des einstigen Angebots in Lagerbeständen vorhanden ist, der Rest ist nicht mehr verfügbar unnd schwebt irgendwo im Nirwana. Das ist durchaus nachvollziehbar, denn Sowohl bei Preiser als auch bei Nimbus waren es Enthusiasten, die diese Angebote zusammenstellten, aus Begeisterung - nicht als wirklich einträgliches Wirtschaftskonzept.
    Die beiden Labels unterscheidene sich indes in einigen Punkten
    Bei Preiser waren es ursprünglich 2 Label:


    Court Opera Classics
    Weisses Cover, mit schwarzweiss.Photo des Künstleres und schwarzer Schrift, gelegentlich auch mit Jugendstil Ornamenten verziert
    Die Etikette auf der LP ebenso weiss mit schwarzer schrift
    Diese Aufnahmen waren üblicherweise aus der "akustischen" Ära der Tonaufzeichnung


    Diese Serie wurde nicht mehr in dieser Form auf CD gepresst, aber einige Künstler wurden in die Serei "Lebendige Vergangenheit" übernommen


    Lebendige Vergangenheit
    Die ursprüngliche Serei auf LP umfasste Schllakplatten aus der "elektrischen " Ära der Tonaufzeichnung
    Markant war eine violette Hülle mit Schwarzweissbild im Zentrum
    Die Hülle war in 2 violetten Farben, die nicht zueinander passten, aber unverwechselbar waren ausgeführt.
    Bei der Übertragung auf CD verzichtete man auf die zweite Farbe....


    All diese Aufnahmen waren eher moderat gefiltert und bei Kennern anerkannt (Ich selbst würde total ungefilterten Aufnahmen den Vorzug geben)


    https://www.jpc.de/s/1238733_94332?searchtype=cid


    "Prima Voce"
    wurde auf andere Art realisiert.
    Die ursprüngliche Schellackplatte wurde über ein Spezialgrammophon mit RIESENTRICHTER abgespielt, avor in genau ausgeklügelter Entfernung ein Mikrophon, daß den derart entstehenden Klang und ein wenig Nachhall des Abhörraumes mit aufnahm. Man erwartete sich dadurch einen "realitätsnäheren Klang


    https://www.jpc.de/s/1238733_100557?searchtype=cid


    Ich bin schon ziemlich gut ausgerüstet - aber immer wieder gibt es war interessantes - natürlich nur für Liebhaber, die die teilweise vorsintflutliche Tonqualtät akzeptieren


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Zitat

    (Ich selbst würde total ungefilterten Aufnahmen den Vorzug geben)


    Das sehe ich genauso. Bei der englischen Firma PEARL wurde dies hervorragend gemacht. Auch über die Aufnahmequalität der historischen Überspielungen der Firma PREISER gab es nichts zu meckern, während bei NIMBUS doch arg "herumgedocktert" wurde. Die CD der Firma "Prima Voce" werde ich mal näher begutachten.