Bayreuth 2018

  • Nach dem Münchner Merkur übernimmt Beczala den Lohengrin! :jubel: Da hat Kathie aber Glück gehabt...

    Zwar hat der Merkur vor einigen Tagen für Beczala votiert (siehe hier), aber bzgl. einer Entscheidung in diese oder eine andere Richtung habe ich zumindest im Netz nichts gefunden!?

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Die Premiere kann man am Mittwochabend (25.07.) im Kino sehen und am Samstagabend in 3sat - dort sicher wieder mit der absichtlichen regelmäßigen Tonstörung: jede Minute ein kleiner Tonaussetzer.

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Samstagabend in 3sat - dort sicher wieder mit der absichtlichen regelmäßigen Tonstörung: jede Minute ein kleiner Tonaussetzer.


    Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Hast Du das immer bei Liveübertragungen auf 3-sat oder nur aus Bayreuth?? Ich hatte mal kurze Aussetzer, da lag das an der Soundbar.
    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Meine Frau und ich hörten Piotr Beczala beim Galakonzert aus Anlass des Europäischen Kulturzentrum Mainau. Dort sangen neben ihm Gabriella Scherer, die Ehefrau von Michael Volle, und der Bariton selbst. Ich war als Kritiker angesetzt. Beczala machte in all' seinen Beiträgen auf mich nicht nur einen guten, sondern einen hervorragenden Eindruck. Ich hatte ihn komischer Weise noch als lyrischen Tamino im Gedächtnis. Der einstige Prinz aus der Zauberflöte ist zum jugendlichen Held gereift, aber das ihn auszeichnende leichte Singen selbst im Forte ist geblieben. Meiner Meinung nach kein Ersatz als Lohengrin sondern eher ein Glücksfall für Bayreuth. Das Open-Air-Konzert auf der Mainau war wenn man vor allem die Stimmung und Laune der Solisten und des Publikums als Maßstab setzt, ein riesiger Erfolg. Besonders Volle erwies sich, von uns nicht so erwartet, all Vollblutkomödiant. Höhepunkt sein hinreissend gesungenes Lied "Wenn ich eimal reich wär'" aus Anatevka.

    Mit Beczala hatte ich beim nachfolgenden Empfang bei den Grafen ein längeres Gespräch. Wirkt auf Anhieb sehr sympathisch und scheint erfeulich bescheiden geblieben zu sein. :jubel:


    Herzlichst

    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Ich habe Piotr. Beczala erst kürzlich in der wundervollen Inszenierung von "Luisa Miller" aus der MET im Kino erlebt und meine beiden Begleiterinnen (meine Frau und die Witwe unseres verstorbenen Freundes) und ich waren hellauf begeistert:

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    Ich ziehe ihn Jonas Kaufmann bei weitem vor. Er dürfte ein idealer Lohengrin sein. Auf die Inszenierung bin ich allerdings gespannt. Sollte es wieder solch ein Unsinn sein wie der Rattengrin, werde ich das Bild abschalten, um wenigstens Beczala zu hören.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Da ich das Glück hatte Beczala als Lohengrin in Zürich (stimmlich) zu erleben wie auch die Dresdener-DVD habe, freue ich mich auf Mittwoch. Wenn die Inszenierung nicht alles versemmelt, wird das ein echter Glücksfall. Seit Völker, Konya und Windgasssen hat es keinen Lohengrin gegeben, der ihm das Wasser reichen könnte!


  • Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Hast Du das immer bei Liveübertragungen auf 3-sat oder nur aus Bayreuth?? Ich hatte mal kurze Aussetzer, da lag das an der Soundbar.
    Herzlichst La Roche


    Erstmals ist es mir aufgefallen, als ich mir die Meistersinger-Premiere damals in 3sat anschaute. Nur über die Fernsehlautsprecher hätte ich vielleicht gar nichts bemerkt, aber bei so etwas schalte ich immer die Stereoanlage dazu und höre mit Kopfhörern. Zuletzt hatte ich dieses Erlebnis bei der Übertragung des Wiener Freischütz - allerdings in ORF 2. Da waren die (wie gesagt sehr kurzen) Aussetzer nicht ganz so häufig, aber das hat meinen Genuss ziemlich getrübt. Bei den Meistersingern habe ich sogar abgeschaltet bzw. mir später nur ein paar Stellen angeschaut und dann alles gelöscht. Bei anderen Konzertsendungen oder sonstigen Programmen ist es mir noch nicht aufgefallen. Ich kam zu dem Schluss, dass das neuerdings System haben könnte; dass man also bei solchen Neuproduktionen, die vielleicht später mal als DVD/BR erscheinen, bei der Übertragung Fehler einbaut.
    Nachdem ich heuer keine Karten habe, verlasse ich mich erst mal auf die Live-Übertragung im Radio, ehe ich mich darauf freue, dass ich den Lohengrin auch im Fernsehen sehen kann.

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Ich kam zu dem Schluss, dass das neuerdings System haben könnte; dass man also bei solchen Neuproduktionen, die vielleicht später mal als DVD/BR erscheinen, bei der Übertragung Fehler einbaut.


    Lieber Melot, von diesen Dingen habe ich auch immer mal wieder gehört. Ob etwas daran ist, kann ich nicht beurteilen. Dafür scheinen mit diese Störungen zu willkürlich aufzutreten. Einn Nachbar im Haus hatte sie mal bei einer Übertragung, ich hingegen nicht. ?(


    Wenn Du denn nun auf die astreinen "Meistersinger" aus bist, sie sind im Handel:


    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Seit Völker, Konya und Windgasssen hat es keinen Lohengrin gegeben, der ihm das Wasser reichen könnte!


    In der Presse kam man gestern zu etwas anderen Ergebnissen:https://www.br-klassik.de/them…nf-beste-tenoere-100.html


    Wobei ich weder Peter Hofmann noch Jonas Kaufmann bei den 5 besten Lohengrinen dabei hätte, sondern eher noch Lauritz Melchior und Peter Seiffert- so unterschiedlich die das auch sangen. Selbst Vogt hätte ich eher genannt als Kaufmann, zuindest als Lohengrin.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Tamino Ralf Reck hat das schöne Motto: "Oper lebt von den Stimmen, Stimmenbeurteilung bleibt subjektiv" gewählt.
    Ganz in diesem Sinne möchte ich den Bayreuther Lohengrin der Jahre 1971 u. 1972 als besten Lohengrin nominieren: René Kollo.
    Am besten gefällt er mir allerdings im Salzburg-Mitschnitt vom April 1976.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Von Tonstörungen kann ich überhaupt nicht sprechen. Ich empfange über Satellit und habe es bisher nur einmal erlebt, als in der Nähe heftige Gewitter tobten. Auch die Übertragung des Konzerts aus Grafenegg, die ich mir gestern Abend noch einmal in voller Länge (ohne die störenden Ansagen) angesehen habe, weil ich Samstag aufgrund einer anderen Beschäftigung mehr als die Hälfte versäumt hatte, zeigt bei mir keinerlei Störungen. Ob während der Ansagen Tonstörungen aufgetreten sind, weiß ich allerdings nicht.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Lieber Gerhard,


    ich habe mir das Grafenegg-Konzert auch komplett angesehen und fand die Tonqualität nicht berauschend. Generell habe ich mit open-air Probleme, ich finde aber, daß die Tonqualität bei Übertragungen aus der Waldbühne, aus Schönbrunn oder auch vom Odeonsplatz deutlich besser ist. Calleja hat mir am besten bei "Maria" gefallen, die Sopranistin war ausgezeichnet, aber alle wurden übertroffen von der wunderbaren Cellistin.
    Lieber Melot1967,
    ich werde mal ganz normal über den TV-Ton hören und bewußt auf Aussetzer achten. Vielleicht liegt es auch an der Übertragung (wir haben Kabel Deutschland oder wie das jetzt heißt), und dabei bin ich eigentlich zufrieden.
    Ich freue mich auf Beczala, der mich in Dresden sehr überzeugt hat (übrigens auch stimmlich Anna Netrebko, nur mit der Sprachdeutlichkeit in schnelleren Passagen haperte es etwas). Sollte mich allerdings die Inszenierung zu sehr verängstigen und ich um meinen Blutdruck sorgen, dann werde ich ausknipsen und auf den Balkon gehen, ein oder zwei Bierchen trinken. Die Temperaturen im Festspielhaus lassen mich die Karteninhaber nicht beneiden.
    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Nur mal als Tipp für alle "Inszenierungs-Ängstlichen": Das Ganze ist morgen auch live z.B. bei BRklassik-Radio oder im ARD-Festival verfolgt werden. Garantiert ohne Bilder!

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Garantiert ohne Bilder!


    Aber gerade die Bilder machen eine Oper doch erst aus!! Nur erwarte ich keinen Lohengrin im Klassenzimmer, unter Ratten oder als Epileptiker.


    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Aber gerade die Bilder machen eine Oper doch erst aus!! Nur erwarte ich keinen Lohengrin im Klassenzimmer, unter Ratten oder als Epileptiker.

    Na ja, ich höre mir ja auch CD-Aufnahmen oder Radio-Übertragungen an, zu denen es garkeine Bilder gibt. Und wenn ich ohne hin bereits im Vorfeld davon ausgehen kann, dass mir eine Inszenierung nicht gefällt, wäre doch nichts einfacher, als die Bilder gleich zu vermeiden!? - Mir kommt die Haltung des Ich schaue mal rein mit einer 95%tigen Ärgerwahrscheinlichkeit bei gleichzeitiger Behauptung Für soetwas würde ich nie Geld ausgeben! nicht sehr Konsequent vor. Immerhin ist Lebenszeit in Geld kaum auzuwiegen.

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Zitat

    Zitat von La Roche: Aber gerade die Bilder machen eine Oper doch erst aus!! Nur erwarte ich keinen Lohengrin im Klassenzimmer, unter Ratten oder als Epileptiker.

    Und auch nicht auf der Baustelle, was mit teilweise noch blöder vorkam. Vielleicht kriegen sie ja mal ein mit der Bezeichnung "Lohengrin" im Zirkus, im Bordell oder auf dem Planet der Affen hin, mit einer Kulisse aus leeren Stühlen oder einem Schrotthaufen in der Mitte. Beim Regisseurstheater ist ja alles möglich und wiederholbar. Es würde sicherlich auch von einigen bejubelt.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Falls das hier noch nicht erwähnt wurde: 2019 wird die neue "Tannhäuser"-Produktion von Valery Gergiev geleitet werden. Anna Netrebko soll dann ihr Bayreuth-Debüt haben, Stephen Gould die Titelrolle singen. Zur Frage, welche Fassung gespielt werden wird, fand ich bisher leider nichts Näheres.


    Quelle: https://www.stuttgarter-zeitun…90-834f-e297dbb90353.html

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Falls das hier noch nicht erwähnt wurde: 2019 wird die neue "Tannhäuser"-Produktion von Valery Gergiev geleitet werden. Anna Netrebko soll dann ihr Bayreuth-Debüt haben, Stephen Gould die Titelrolle singen. Zur Frage, welche Fassung gespielt werden wird, fand ich bisher leider nichts Näheres.


    Quelle: https://www.stuttgarter-zeitun…90-834f-e297dbb90353.html


    Also jetzt Elisabeth statt Elsa? Oder doch lieber später Erda? Oder Erna? - Man wird sehen und hören ... :stumm:

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Falls das hier noch nicht erwähnt wurde: 2019 wird die neue "Tannhäuser"-Produktion von Valery Gergiev geleitet werden. Anna Netrebko soll dann ihr Bayreuth-Debüt haben, Stephen Gould die Titelrolle singen. Zur Frage, welche Fassung gespielt werden wird, fand ich bisher leider nichts Näheres.


    Quelle: https://www.stuttgarter-zeitun…90-834f-e297dbb90353.html


    Netrebkos Bayreuth-Debut als Elsa!
    Vor kurzem las ich noch "für drei Vorstellungen". In diesem Zeitungsartikel steht jetzt "für zwei Vorstellungen".

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Nach 18 Jahren Abwesenheit tritt Waltraud Meier heute noch einmal als Ortrud auf, dazu eine kleine Begebenheit aus früheren Zeiten:



  • Waltraut Meier also quasi auch die Kundry der Schafskopf-Ritter :hahahaha:

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Marvel Comics presents The BlueManGroup feat. The Electric Lohengrin :jubel:

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Hast du das nicht verstanden, lieber Michael?


    Liebe Grüße


    Willi :D

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hast du das nicht verstanden, lieber Michael?

    Ach, Willi! - Erstmal wird geschaut und gestaunt! Die Entschlüsselungs- und Verstehensversuche kommen dann später: Immerhin wird die Aufzeichnung, wie ich gerade gehört habe, noch bis Ende des Jahres online verfügbar sein und am Samstag nochmal auf 3sat. Was ich schonmal sagen kann, ist, dass die letztjährige Meistersinger-Inszenierung sicherstärker war, aber immerhin ist es nicht so eine Peinlichkeit, wie der Laufenberg-Parsifal. - Also bis jetzt ist das Gefallen größer, als das Mißfallen. Vor allem die Sänger, also Bezcała, Zeppenfeld, Meier und Konieczny (oder ist es doch Currentzis?) gefallen. Mit Harteros fremdel ich noch etwas, einerseits berückende Momente, andererseits manchmal fehlendes Legato, vielleicht ist ihr einfach zu warm; in Bayreuth soll es ja noch deutlich über 30°C haben.


    p.s. Und wir hatten hute sicher den schnittigsten Schwan in der Bayreuther Festspielgeschichte :thumbup:

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.