KLAVIER SOLO - Hundert analoge Stereoeinspielungen mit Ewigkeitswert

  • Lieber Willi, wir sind hier ja unter uns. Zudem unter Klavierliebhabern. Da will ich wohl gerne glauben, dass diese ganzen Namen hier bekannt und auch geschätzt sind. Ich würde noch Anne Queffelec anführen wollen, die jetzt ihren 70. Geburtstag feiert, die verstorbene Brigitte Engerer oder auch Claude Frank, der wohl eine der schönsten und bestechendsten GA der Beethovensonaten vorgelegt hat. Pludermacher übrigens auch (hörenswert, aber nicht meine Referenz).


    Allerdings: von den genannten Älteren hatten nur der bei Philips publizierende Cassadesus oder der an CBS gebunden Entrement größere Bekanntheit. Die anderen? Da war man auf Importe angewiesen, es gab kaum deutsche Veröffentlichungen der französischen Platten. Yves Nats Beethoven kam in den späten 1960ern über ein Plattenclub-Label nach Deutschland geschlichen.


    Tharaud werde ich demnächst mit den "Goldberg-Variationen" in Dortmund hören. Aber dass die Franzosen hier einen Star-Charakter hätten? Die Grimaud vielleicht, aber sonst?


    Du hast schon recht, für Klavierliebhaber ist in Frankreich der Tisch reich gedeckt, aber vieles harrt in Deutschland der Entdeckung.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Meine Nennung No 3:


    Dieser Name wurde noch nicht genannt –


    Wilhelm Backhaus

    spielt Beethoven-Sonaten:


    Sonate für Klavier Nr. 15 D-Dur op. 28 "Pastorale"

    Sonate für Klavier Nr. 18 Es-Dur op. 31 Nr. 3 "Die Jagd"

    Sonate für Klavier Nr. 21 C-Dur op. 53 "Waldstein-Sonate"

    Sonate für Klavier Nr. 30 E-Dur op. 109



    Der vorliegende Berliner Konzertmitschnitt aus Backhaus' letztem Lebensjahr (1969) mit einer Darbietung von vier großen Sonaten - darunter die Waldstein-Sonate op. 53 und die Sonate E-Dur op. 109 - zeigt dabei einmal mehr die Vorzüge von Backhaus' klarer, im besten Sinn klassizistischer Interpretationshaltung …

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Vlado Perlemuter habt ihr vergessen - ich habe oben seine Chopin-Balladen nominiert! Er ist zwar nicht in Frankreich geboren, hat aber sein Leben in Frankreich verbracht und ist von französischen Lehrern und nicht zuletzt durch seine Freundschaft mit Maurice Ravel geprägt!


    Und natürlich darf man Monique Haas nicht vergessen! Ihr Debussy und Ravel hat Referenzstatus! :)


    Schöne Grüße

    Holger

  • Lieber Thomas,


    so kommt man an Informationen. Mir war zwar der Name Anne Queffelec geläufig, ich hatte sie jedoch noch nicht in mienr "Klientel". Da ich gerade dabei bin, Erinerungsbeiträge im Voraus zu formulieren (vom 16. Januar bis zum 1. Februar nehme ich an einer Reise unserer Pfarrei nach Indien teil), und da bin ich froh, wenn ich abends im Hotel die Beiträge direkt ins Forum einstellen kann, und da werde ich den 17. Januar gleich um diese besondere Gratulation zum 70. erweitern. Hélène Grimaud hatte ich ja schon in meinem Beitrag erwähnt. Ich habe sie ja am 31. Mai in Köln in meinem Klavierabo, und eine Woche vorher ist sie ja in Dortmund beim Klavierfestival mit dem gleichen Programm. Gehst du auch da hin, dann könnte man hinterher hier im Forum ja ein wenig über die gegenseitigen Eindrücke plaudern.


    Liebe Grüße


    Willi:)


    P.S. Claude Frank hätte ich natürlich auch angeführt, und er spielt auch in meiner Beethovensammlung eine hervorragende Rolle, aber meines Wissens war er gebürtiger Deutscher (aus Nürnberg) und ist als Jude vor den Nazis über Paris nach Spanien geflohen, wo er wohl von einem amerikanischen Konsul in einem Konzert gehört wurde und auf diese Weise ein Visum nach Amerika bekam und dort auch die amerikanische Staatsbürgerschaft bekam.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Du hast natürlich recht, lieber Willi, bei Claude Kahn habe ich mich von dem französisch klingenden Namen verleiten lassen. In die Reihe der in Deutschland nicht wirklich gewürdigten französischen Pianisten würde ich noch Raimond Trouard, quasi ein Enkel-Schüler von Franz Liszt, Marguerite Long, Marcelle Meyer und Alfred Cortot aufnehmen wollen. Für unseren Thread würden die allerdings alle keine Rolle spielen, denn von keinem der genannten existiert eine stereo aufgenommene Platte.


    Und damit's nich allzusehr off-topic wird, nominiere ich wieder eine Referenzplatte. Es geht umd Schostakowitschs op. 87, die 24 Präludien und Fugen. 1962 spielte Tatjana Nikolajeva das Werk im Beisein von Dimitri Schostakowitsch ein, meines Wissens nach die Erstaufnahme des Zyklus. Sie hat die Aufnahme 1987 wiederholt. Ich bleibe aber bei der Nominierung der 1962er Aufnahme, die zu der Zeit eine Großtat war. Die Verbreitung war nicht auf den Dunstkreis des sowjetischen Labels Melodija beschränkt. Dank der Kooperation ders Russen mit Ariola-Eurodisc kam das Werk als 3-LP-Box auch auf den deutschen Markt.



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Beethoven, Claudio Arrau, Klavierkonzerte (insbesondere das 5.)

    Lieber m-mueller,


    darf ich mir erlauben, darauf hinzuweisen, dass es hier ausschließlich um KLAVIER SOLO geht … :hello:


    Zu deiner weiteren Anmerkung ›Fliegensch…‹:


    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Und weil er recht hat, muss ich leider meine Nominierung von Samson Francois und den Ravel-Konzerten zurückziehen.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
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