BERLIOZ, Hector: Les Nuits d'été op. 7

  • BERLIOZ, Hector: Les Nuits d'été op. 7

    Es scheint, dieses Werk besitzt bis heute keinen eigenen Thread. Zeit also, dem abzuhelfen.


    Les Nuits d'été (Sommernächte) op. 7 von Hector Berlioz ist eine Kunstliedsammlung, welche auf Gedichten von Théophile Gautier (1811-1872) beruht. Es handelt sich im strengen Sinne um keinen Liederzyklus, wenngleich durch die kompositorische Verarbeitung eine deutliche Nähe zu einem solchen erkennbar ist.


    Konkret geht es um folgende sechs Lieder, die auf Gautiers Gedichtsammlung La Comédie de la mort (Die Komödie des Todes) von 1838 beruhen. Berlioz entschied sich für sechs der insgesamt 56 Gedichte, die ihm für die Vertonung am geeignetsten erschienen:


    1. Villanelle (Ländliches Lied) H 82 (Gedicht Nr. 55 Villanelle rythmique)

    2. Le Spectre de la rose (Der Geist der Rose) H 83 (Gedicht Nr. 27 Le Spectre de la rose)

    3. Sur les lagunes. Lamento (Auf den Lagunen. Klage) H 84 (Gedicht Nr. 28 Lamento. La Chanson du pêcheur)

    4. Absence (Trennung) H 85 (Gedicht Nr. 37 Absence; letzte fünf Strophen gestrichen)

    5. Au cimetière. Clair de lune (Auf dem Friedhofe. Mondschein) H 86 (Gedicht Nr. 43 Lamento)

    6. L'Île inconnue (Das unbekannte Land) H 87 (Gedicht Nr. 44 Barcarolle)

    Während die Lieder Nr. 1 und 6 leichtherzig und nach außen gerichtet sind, erscheinen die Lieder Nr. 2 bis 5 deutlich intensiver und leidenschaftlicher. Villanelle mit seiner vergleichsweise schlichten Melodie ist ein leichtes Sommerlied. Le Spectre de la rose ist das einzige der Lieder, wo die Harfe vorkommt. Es ist deutlich großräumiger und besitzt eine für Berlioz typische aufschwingende Melodie. Bei Sur les lagunes handelt es sich um den Gesang eines Fischers, der eine einsame nächtliche Fahrt auf dem Meer beschreibt. Die Stimmung eines tiefen Kummers aufgrund der Einsamkeit wird erfahrbar. Absence behandelt die Trennung von einer weit in der Ferne weilenden Geliebten. In Au cimetière, einer gespenstischen Friedhofsszene mit morbidem Klang, wird der Einfluss der Schwarzen Romantik deutlich. Bei L'Île inconnue schließlich handelt es sich wiederum um ein Seestück, doch wird wiederum die euphorischere Stimmung des Beginns aufgegriffen.


    Die Werke wurden zwischen 1834 und 1840 zunächst in der Klavierfassung für Mezzosopran- oder Tenorstimme komponiert und 1841 veröffentlicht. Die Orchestrierung erfolgte 1843 (Absence), 1855/56 (Le Spectre de la rose) und 1856 (Villanelle, Sur les lagunes, Au cimetière, L'Île inconnue). Es folgten Arrangements für Bariton, Alt und Sopran. Selten ist die Aufteilung der Sammlung auf verschiedene Stimmen.


    Die Orchestrierung beschränkt sich auf zwei Flöten, zwei Klarinetten, zwei Fagotte, Oboe, drei Hörner, Harfe sowie Streicher.


    Eine singbare Übersetzung ins Deutsche wurde von Peter Cornelius (1824-1872) vorgelegt.


    Ich bin alles andere als ein großer Kenner von Kunstliedern, aber die Nuits d'été haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Ich spreche natürlich von der Orchesterfassung.


    Im Folgenden eine kleine Auswahl an Aufnahmen, die hoffentlich eifrig ergänzt wird:


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    Eine ganz herausragende Einspielung (1969), welche die Lieder auf vier Stimmen verteilt: Sopranistin Sheila Armstrong singt Nr. 4 und 6, Mezzosopranistin Josephine Veasey Nr. 2, Tenor Frank Patterson Nr. 1 und 5 sowie Bassist John Shirley-Quirk Nr. 3. Sir Colin Davis begleitet mit dem London Symphony Orchestra.


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    Wohl eine der besten Aufnahmen der Mezzosopran-Fassung (1967) mit Janet Baker. Es begleitet das New Philharmonia Orchestra unter Sir John Barbirolli.



    Formidable Neueinspielung (2017) in der Bariton-Fassung mit Stéphane Degout. Es begleitet das HIP-Ensemble Les Siècles unter François-Xavier Roth.


    Gibt es denn auch eine Aufnahme der deutschsprachigen Übersetzung? Dies würde mich doch besonders interessieren.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Lieber Joseph,


    danke für diesen Thread und die interessanten Informationen zu den "Nuits d'été" . Eine wohlfeile, musikalisch klangschöne Aufnahme is die mit Regine Crispin und Ernest Ansermt.



    Bei mir natürlich die LP.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Gibt es denn auch eine Aufnahme der deutschsprachigen Übersetzung?



    Die gibt es, lieber Joseph, und zwar beim Südfunk Stuttgart, jetzt SWR. Die Lieder in der Übersetzung von Peter Cornelius, der auch andere Werke von Berlioz ins Deutsche übertrug, wurden 1955 mit dem Tenor Helmut Krebs aufgenommen. Es spielt das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter der Leitung von Hans Müller-Krey. Dieser hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg sehr verdient gemacht um den Komponisten. Seine Bemühungen lieben aber zunächst ohne Resonanz. Unter Weglassung von "Der Geist der Rose" wurden die "Sommernächte" vor in paar Jahren im Rahmen einer Berlioz-Gedenksendung aus dem Archiv geholt. Krebs, der vor allem durch seine Mitwirkungen bei den Uraufführungen von Orffs "Antigonae" und Schoenbergs "Moses und Aron" in Erinnerung geblieben ist, würde man auf Anhieb nicht unbedingt mit den feinsinnigen und lyrischen Berlioz-Liedern in Verbindung bringen. Mit seinem starken Gestaltungswillen und seiner stimmlichen Flexibilität, die mich immer ein wenig an Julius Patzak erinnert, hinterlässt er aber in meinen Ohren eine ganz unglaubliche Wirkung.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Ich habe diesen wundervollen Liedzyklus erstmalig mit Vesselina Kasarova in der Semperoper gehört (2007) und habe mir danach die CD gekauft, auf der noch von Ravel „Sheherazade“ und von Chausson das „Poeme de l'amour et de la mer“ zu hören sind. Musik zum Dahinschmelzen. Einzeln ist die CD scheinbar nicht mehr zu bekommen, bei jpc in einer CD-Box mit 10 CDs, von denen ich aber etliche schon habe. Der Zyklus würde mich auch sehr interessieren mit Jessye Norman.

  • Les nuits d'été discography (Wikipedia)


    Single female voice

    Single male voices

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Lieber Rüdiger,


    vielen Dank für die verdienstvolle Übersicht der "single female voice"-Aufnahmen.


    Ich kann sie noch um eine weitere sehr gefühlvolle Interpretation durch Susan Graham ergänzen:



    Susan Graham wird begleitet durch das Royal Covent Garden Orchestra unter John Nelson.



    Liebe Grüße


    Portator

  • Es gibt sogar noch einige weitere Aufnahmen mit männlicher Gesangsstimme:

    - David Daniels, Countertenor; Ensemble Orchestral de Paris/John Nelson (Virgin)

    - Christian Gerhaher, Bariton; WDR Sinfonieorchester/Eivind Aadland (Konzertmitschnitt)

    - Toby Spence, Tenor; Chamber Orchestra of Europe/Sir Roger Norrington (Konzertmitschnitt; nur Lieder Nr. 1 und 4-6)


    Gleichwohl dominieren auch heute bei weitem die weiblichen Vokalisten. Besonders in meinem Lieblingslied des Zyklus Au cimetière vermisse ich dann allerdings etwas.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Wie kaum ein anderer verkörpert Berlioz die franz.Romantik in der Musik!

    Zitat von von Théophile Gautier aus seiner *Geschichte der Romantik*.

    Berlioz stellt den romantischen Musikbegriff dar, die Zerstörung althergebrachter Formen, unerwarteter Toneffekte, einen tiefen Eingriff im Sturm der shakespearschen Leidenschaften, melancholische Liebesträumerei, Sehnsüchte und Fragen der Seele, Unendlichkeit und Geheimnisse von Gefühlen, die durch Wörter nicht wiederzugeben sind, und er ist weiter Inbegriff von etwas Undifinierbarem, das über alles hinausgeht, und das die Sprachregeln übersteigt, in der Musik erahnt werden kann.

    Dies, als ich es zum erstenmal gelesen habe, ist mir immer im Gedächtnis, ja, hat sich eingegraben und ich fühle die Worte immer wieder beim anhören der wunderschönen Musik von Hektor Berlioz.


    Hallo Joseph II.,* es gibt eine Aufnahme der "Les Nuits d'ete" mit Yvonne Minton (Lieder 2,3 u.6.) und Stuart Burrows (1.4.u.5*.) mit dem BBC Symphony Orchestra und Pierre Boulez.




    Von meinen vielen Aufnahmen der Sommernächte ist mir diese die allerliebste, lieb hab ich viele, aber Minton und Burrows singen sie mit so unendlichem Gefühl, es macht mich jedesmal überaus glücklich der Aufnahme zu lauschen. Auf dieser zweiten CD aus der Box ist angehängt "La Mort de Cléopâtre" betitelt mit Lyrische Szene Text von P.A.Viellard, auch hier hört man diese gefühlvolle idiomatische Stimme von Yvonne Minton, sie hat es einfach drauf es so wiederzugeben wie ich es mir so vorstelle wie man Berlioz singen sollte! Einen großen Anteil am gelingen lässt sich auch für Boulez attestieren, der ebenfalls wie Dutoit viel Gefühl für die Musik von Berlioz mitbringt und dies auch zum Ausdruck bringen kann!

    Ich kann nur sagen, anhören lohnt sich so wie auch die gesamte 3CD Box!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Wie kaum ein anderer verkörpert Berlioz die franz.Romantik in der Musik!

    Das kann ich nur nachdrücklich unterstreichen. Tatsächlich dachte ich mir erst dieser Tage, dass Berlioz so ziemlich genau das ist, was ich mir unter französischer Musik des 19. Jahrhunderts vorstelle.

    Hallo Joseph II.,* es gibt eine Aufnahme der "Les Nuits d'ete" mit Yvonne Minton (Lieder 2,3 u.6.) und Stuart Burrows (1.4.u.5*.) mit dem BBC Symphony Orchestra und Pierre Boulez.

    Vielen lieben Dank für diesen Hinweis. Diese Box habe ich sogar vorliegen, war aber der Meinung, es sei nur die Minton beteiligt. Danke für die Richtigstellung.


    Es scheint jedenfalls so, als machten Tenöre einen Bogen besonders um die Lieder Nr. 2 und 3. So bereits Helmut Krebs (auf Deutsch), Toby Spence und eben auch Stuart Burrows (bei dem zudem Nr. 6).

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Es gibt eine "gemischte" unter Boulez als Füller für die DG-Aufn. von Romeo & Juliette; kann sie leider nicht kommentieren, obwohl ich sie mal im Besitz hatte.



    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Es gibt eine "gemischte" unter Boulez als Füller für die DG-Aufn. von Romeo & Juliette; kann sie leider nicht kommentieren, obwohl ich sie mal im Besitz hatte.



    Diese Aufnahme ist nicht mehr in meinem Besitz, nicht wegen Boulez, sondern der Sänger wegen, der einzige der gut ist ist Kenneth Tarver, der Rest ist mehr als schweigen!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)



  • Die vermutlich einzige Aufnahme mit einem Countertenor: David Daniels, durchaus eine Größe seiner Zunft. Begleitet wird vom Ensemble Orchestral de Paris unter dem Berlioz-Kenner John Nelson. Entstanden ist die Einspielung 2003.


    So recht will mich das Ergebnis aber nicht überzeugen. Alle sechs Lieder klingen irgendwie gleich gesungen.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Hinreissend ist die Aufnahme mit der amerikanischen Mezzosopranistin Loraine Hunt-Lieberson. Die Kopplung auf der CD ist einigermaßen schräg: der Berlioz wird ergänzt mit Arien von Händel. Nicholas McGegan dirgiert ein kleines Orginalklangorchester, und so bekommen die Nuits eine bezaubernde orchestrale Zartheit, die auf berührende Weise die betörende, blumige und warme Stimme von Loraine Hunt-Lieberson umspielen. Eine großartige Aufnahme.



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Zitat von Thomas Pape

    Loraine Hunt-Liebermann.

    Lorraine Hunt-Lieberson


    LG Fiesco


    merci; hab's geändert.TP

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Eine fein gesungene Interpretation der Nuits D'été wurde bisher noch nicht genannt.

    Sie stammt von Elly Ameling! Die Sopranistin wird leider von Robert Shaw und dem Atlanta Symphony Orchestra etwas tranig begleitet.

    Es gab verschiedene Veröffentlichungen. Besonders gut fährt man mit dieser Edition von Eloquence!


    Berlioz, Ravel, Debussy & Duparc (CD)


    Natürlich hat die Ameling nicht den dunklen Ton, den einige der Lieder brauchen. Auch würde man sich etwas mehr dramatisches Engagement wünschen. Dafür werden die leichteren, eher pastoralen Lieder wundervoll gesungen: vor allem Villanelle, in dem kaum eine andere Sopranistin (Maggie Teyte und Régine Crespin natürlich ausgenommen!!!) wirklich überzeugt.


    Caruso41





    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber Caruso, bitte weiter üben! ;)

    ****************************************************************************


    Von Elly Ameling habe ich diese Aufnahme aus dem Jahre 1986!

    Das ist mir alles zu leicht gesungen, dieses Problem habe ich generell mit Frau Ameling, mir fehlt bei ihr oft die Ausdruckstiefe! Ich glaube allerdings viele ihrer Liebhaber sehen das anders, aber bei Stimmen gehen ja oft die Meinungen auseinander!

    Allerdings muss man ihr zugute halten, ihr franz. Diktion ist vorzüglich!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Lieber Caruso, bitte weiter üben!

    das sieht dann so bei mir aus:

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    berlioz nuits d'été Ameling - Google-Suche

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    Und so weiter! Das sind einfach viel zu viel Zeichen, ehe das Bild kommt. Und ich bekomme immer gleich die Nachricht, dass die Nachricht zu lang sei.

    Amazon Cover gehen bei mir überhaupt nicht.....


    Sorry

  • Lieber Fiesco!

    Das ist mir alles zu leicht gesungen, dieses Problem habe ich generell mit Frau Ameling, mir fehlt bei ihr oft die Ausdruckstiefe!

    Das sehe ich gar nicht so anders. Hab ich ja auch geschrieben. Trotzdem ist es eine feine Gesangsleistung, die allerdings einen luzideren Begleiter verdient hätte, dann sicher auch überzeugender geklungen hätte!

    Allerdings muss man ihr zugute halten, ihr franz. Diktion ist vorzüglich!

    Ja, das kann man sagen. Überhaupt singt sie trefflich im französischen Stil.


    Sollte ich eine Short-List der Interpretationen von "Les nuits d'été" aufstellen, die ich für die überzeugendsten halte, wäre Elly Ameling sicher nicht darauf.

    Vermutlich würde ich die ersten drei Plätze schon mal für Régine Crespin reservieren! Dann kämen Lorraine Hunt-Lieberson, Bernarda Fink, Leontyne Price, Eleanor Steber, Victoria de los Angeles, Veronique Gens, und … vielleicht doch lieber ... oder eher …

     

    ... vielleicht … doch eher nicht …

     

    Muss ich noch überlegen!

     

    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Kennt denn hier im Forum niemand Vessselina Kasarova? Ich konnte sie mehrmals live erleben (zwischen 1998 un d 2007 drei Liederabende, sowie in La Cenerentola und I Capuleti e i Montecchi konzertant, jeweils in Semperoper Dresden), besitze auch mehrere Aufnahmen mit ihr und bin von ihrem warmen und unverwechselbaren Mezzo immer wieder begeistert. Vielleicht ist es um sie etwas stiller geworden, sie ist ja mittlerweile auch in den 50ern. Die weiter oben angegebene CD mit Susan Graham ist von mir ebenfalls bestellt.

  • Hallo liebe Ramona, aber natürlich kenne ich Vesselina Kasarova, aber dies CD mit den "Les nuits d'ete" nicht.

    Habe div.CDs mit ihr, leider aber klingt sie oft etwas langweilig, jetzt mal nur von Rossini ausgehend, z.B. Ihr Cenerentola ist total langweilig! Na ja, Geschmacksache!

    Aber wenn du mir tolle Argumente bringst, werde ich mir die CD mit Berlioz zulegen!!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Liebe Ramona!


    Vesselina Kasarova habe ich sehr oft in den frühen Jahren ihrer Karriere gehört. Deshalb habe ich mir auch ihre CD mit den "Nuits d'été" angeschafft. Vor Jahren schon. Gehört habe ich sie lange nicht. Mich stört ihr unbedarfter Umgang mit der französischen Sprache. Auch dass sie einzelne der Lieder nach unten transponiert singt (immerhin eine ganze Terz!!) finde ich nicht angemessen. Da gibt es erhebliche Probleme mit dem begleitenden Orchester, das einfach nicht die geforderten Klangwirkungen in dieser Lage bringen kann.


    Aber ich werde mir die CD mal wieder raussuchen. Mal sehen, ob ich mein Urteil revidieren kann.


    Wenn ich mich recht erinnere, ist die Aufnahme Mitte der 90erJahre gemacht. Da klang ja die Stimme noch sehr attraktiv und "zerfiel" noch nicht in drei Lagen, die so unterschiedlich klingen, dass man nicht glaubt, ein und die selbe Sängerin zu hören. Vor allem bekam man damals noch nicht die Nebelhorn-Töne, die mir jetzt das Hören der Sängerin so sehr verleiden.


    Beste Grüße


    Carsuso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber Fiesco,


    wie alles werden Stimmen eben subjektiv empfunden und ich hatte meine erste Begegnung mit V. Kasarova wie gesagt bereits 1998 in einem Liederabend, der mich voll begeistert hatte (Lieder von Schubert / Brahms / Schumann / Mozart) und später auch ein Programm mit eben dem o. a. Liederzyklus sowie weitere Lieder- und Opernabende mit ihr.


    Ich habe ein Faible für tiefe, volle Stimmen und ich empfinde das Timbre ihrer Stimme als unverwechselbar und in meinen Ohren als sehr angenehm. Auch in den beiden Opern, in denen ich sie gehört habe, hat sie mir sehr gut gefallen und kam mir keinesfalls langweilig vor.


    Die Moneverdi - DVD (Il Ritorno d'Ulisse in patria) mit ihr will ich mir auch noch zulegen, obwohl ich bereits den Zürich – Zyklus (Ponnelle) besitze, die Ausschnitte, die ich gehört habe, finde ich ebenfalls äußerst ansprechend. Die CDs, die ich von ihr habe, gibt es, glaube ich, nicht mehr alle einzeln.


    Natürlich hätte ich die Berlioz –Lieder auch mit Jessye Norman u. a. gerne, aber ich kann mir nicht alles vielfach kaufen (finanziell, Platz, Zeit zum Hören, zu viele Dopplungen auch mit anderen Aufnahmen), so bleibt es erst einmal fürs Nächste mit einer Aufnahme mit Susan Graham.


    Aber wie gesagt, Geschmäcker sind verschieden (und das ist auch gut so, sonst würde es ja im Forum langweilig)und mir sagen viele Stimmen, die hier im Forum in den höchsten Tönen gelobt werden, überhaupt nicht zu. Vor allem mit Sopranstimmen habe ich so meine Probleme, da gibt es so manche, die auf mich die gleiche Wirkung haben wie ein Zahnarztbesuch.

  • Natürlich hat die Ameling nicht den dunklen Ton, den einige der Lieder brauchen. Auch würde man sich etwas mehr dramatisches Engagement wünschen. Dafür werden die leichteren, eher pastoralen Lieder wundervoll gesungen: vor allem Villanelle, in dem kaum eine andere Sopranistin (Maggie Teyte und Régine Crespin natürlich ausgenommen!!!) wirklich überzeugt.

    Lieber Caruso, mit der Aufnahme von Elly Ameling verbindet sich für mich eine sehr schöne Erinnerung. Bei einem meiner ersten Besuche in New York so um 1995 - ich wohnte in einem Künstlerhotel, wo die Kommode und ein Stuhl schräg an die Wand geschraubt waren. Aus dem Radio ertönte eines Morgens Musik, die mich elektrisierte. Ich kannte sie nicht und fieberte wie verrückt der Absage - hoffentlich würde die auch kommen - entgegen. Es war genau die Aufnahme der Ameling. Das war meine erste Begegnung mit den Liedern. Das prägt. Ich raste zum Plattenladen gleich um die Ecke. Damals gab es noch Tower Records am unteren Broadway. Und dort fand ich die CD.

    Von Elly Ameling habe ich diese Aufnahme aus dem Jahre 1986!

    Das ist mir alles zu leicht gesungen, dieses Problem habe ich generell mit Frau Ameling, mir fehlt bei ihr oft die Ausdruckstiefe! Ich glaube allerdings viele ihrer Liebhaber sehen das anders, aber bei Stimmen gehen ja oft die Meinungen auseinander!

    Lieber Fiesco, womöglich kommt diese Aufnahme für die Sängerin zu spät. Manches kling etwas scharf, die Tiefen, die sie nicht hatte, sind künstlich erzeugt. Es fehlt mir an vielen Stellen an stimmlicher Bindung. Sie war immerhin schon Mitte fünfzig. Dafür aber erzeugt sie - wie das ähnlich bereits Caruso feststellte - trotz aller kritischen Einwände in meiner Wahrnehmung eine große Stimmung.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

    2 Mal editiert, zuletzt von Rheingold1876 ()