Verdi "Il Trovatore" - begeisternde Premiere in Liberec /Reichenberg

  • Gestern war in Liberec /Reichenberg die Premiere von "Il Trovatore", die vom Publikum begeistert aufgenommen und gefeiert wurde.

    Der Regisseur Peter Gábor, inszeniert diese Oper nicht im Mittelalter, also wie man es überwiegend kennt,

    sondern bietet eine Mischung aus traditionell und modern.

    Das ist mal etwas anderes, interessant und für die Handlung durchaus passend, akzeptabel und nachvollziehbar.

    Ich muß trotzdem einschränken - manches hätte er besser weglassen sollen, z. B. - warum muß am Anfang Ferrando beim Wacheschieben

    und Erzählen seiner Geschichte, unbedingt mit einer Taschenlampe rumfummeln.

    Warum sitzt die Zigeunerin Azucena ab und zu mal in einem Rollstuhl, obwohl sie sonst rumläuft und nicht behindert ist.

    Hier erschließt sich mir der Sinn nicht. Aber das sind Kleinigkeiten, die auf das Ganze keinen großen negativen Eindruck hinterlassen.

    Hier kann sich jeder selbst ein Bild von der Inszenierung machen:


    https://www.saldovo-divadlo.cz…aveni/r/4039/il-trovatore


    Sehr gut dagegen gestaltet die Szene des "Miserere". Ein Gitter auf dem Bühnenboden und nicht sichtbar, von unten erklingt die Stimme Manricos.

    Eine musikalisch wunderschöne Stelle, die ich ganz sehr mag. Und da komme ich auch schon zur musikalischen Darbietung:

    Chor und Orchester, unter dem hervorragenden Dirigat von Martin Doubravsky, wie gewohnt klangschön und großartig. Der Chor der Zigeuner mitreißend.

    Die Solisten boten ebenfalls eine tolle Leistung, die mit viel Szenenapplaus belohnt wurde.

    Hervorheben, ohne die Leistung der anderen zu schmälern, möchte ich die Mezzosopranistin KATEŘINA JALOVCOVÁ als Azucena.

    Sie singt diese Partie a. G. vom National Theater Prag. Beeindruckend ihre Arien "Stride la vampa und Condotta ell´era in ceppi".

    Ich habe diese Arie mit ihr gefunden und stelle sie nachfolgend für Interessenten rein. Bitte aber beachten, diese Aufnahme ist 14 Jahre alt,

    da war sie noch ganz jung. Inzwischen ist ihre Stimme gereift, ist voluminöser, dunkler - einfach ideal für diese Partie.




    Am Schluß wurde das gesamte Ensemble stürmisch mit Bravos, jubeln, klatschen und trampeln mit vielen Vorhängen dankbar und begeistert gefeiert.

    Unter dem Publikum waren auch wieder viele jugendliche Zuschauer und etliche Deutsche, wie man an Gesprächsfetzen in der Pause hörte.

    Für uns war es ein toller, beglückender Opernabend und ich freue mich und bin gespannt morgen auf die 2. Premiere in teilweiser Alternativbesetzung.


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Lieber Chrissy, habe mir die Aufnahme angehört, sehr beeindruckend, wenn die alle in dem Reichenberger Theater so singen, dann kann man das Haus bzw. die Intendanz nur beglückwünschen. Viele Grüße von Ralf Reck

    Oper lebt von den Stimmen, Stimmenbeurteilung bleibt subjektiv

  • Danke, lieber Chrissy, für Deinen Bericht. Ich beneide Dich und gönne Dir Deine Liberecer Erlebnisse von ganzem Herzen. Wie glücklich wäre ich, wieder einmal so einen Trobadour (und auch andere Opern) in derartiger musikalischer Qualität erleben zu können, dazu in einer Kulisse, die zwar laut Deiner Meinung manche Fragen unbeantwortet läßt, aber letztendlich doch erkennen läßt, um welche Oper es sich handelt.


    Ich bin kommenden Sonntag in Chemnitz (die musikalisch sicher nicht schlechter als Liberec sind) in Hamlet von Franco Facchio. Das ist aber auch das einzige Stück aus dem gegenwärtigen Spielplan, welches mich musikalisch und szenisch reizt. In Gera bin ich seit der letzten Hoffmann-Enttäuschung wieder abstinent.


    Herzlichst La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • Lieber chrissy, Dank für den Bericht! Habe ich richtig verstanden: Du gehst nach der Premiere auch gleich in die zweite Vorstellung? Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Lieber chrissy,

    auch von mir vielen Dank für deinen Bericht. Die Sängerin der Azucena hat eine beeindruckende Stimme. Ich hab ja auch das Glück das es an der Rheinoper alternierende Bewertungen gibt.

  • Lieber Chrissy,


    Du bist so ziemlich der Einzige, der das tut, was wir alle weit häufiger tun sollten, nämlich detailliert von Opernerlebnissen zu berichten. Ich mache das manchmal auch, vor allem wenn ich eine Kritik schreibe, dann stelle ich diese aus Gründen der Ökonomie auch ins Forum. Zuletzt über eine außergewöhnliche Inszenierung von "Herzog Blaubarts Burg" im ehemaligen Paketpostamt, dem Ausweichquartier der Staatsoper Stuttgart. Allerdings wurde dieser Beirtrag kaum beachtet. Du hast es mit Können, Fleiß und Zähigkeit geschafft, dass Deine Beiträge aus Liberec/Reichenberg gut angenommen, wenn nicht gar schon erwartet werden. So ist auch dieser Bericht über den "Troubadour" sehr informativ ausgefallen. Nach Deinen Berichten hätten wir durchaus Lust, einmal nach Reichenberg zu fahren - wenn es nicht so weit weg wäre. Ich habe auch eine persönliche Beziehung zu diesem Opernhaus: Meine Großmutter, die mich erzogen hat, gastierte häufig von Prag aus in Reichenberg. Vielleicht schaffen wir es einmal. Bis dahin versorgst Du uns bitte mit so gelungenen Erlebnisberichten aus Liberec. Danke dafür"


    Herzlichst

    Hans (Operus)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Crissy,


    auch von mir vielen Dank für deinen schönen Bericht. Es ist immer wieder bewundernswert, was ein Opernhaus wie Liberec auf die Bühne bringt. Ich glaub, sehr viele Taminos wären glücklich, wenn sie diese Gelegenheit hätten. Na ja, die Taschenlampe und der Rollstuhl: geschenkt, wenn sie die Handlung nicht behinderten. Vielleicht erfährst du ja mal - bei deinen Kontakten zu den Künstlern in LIberec -, was sich der Regisseur dabei gedacht hat, und berichtest uns dann davon.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Ich sehe und lese gerade Eure Antworten und möchte mich bei Euch allen für Euer Interesse bedanken, darüber freue ich mich wirklich ganz sehr.

    Lieber Chrissy, habe mir die Aufnahme angehört, sehr beeindruckend, wenn die alle in dem Reichenberger Theater so singen, dann kann man das Haus bzw. die Intendanz nur beglückwünschen. Viele Grüße von Ralf Reck

    Ja, lieber Ralf, das ist so. Dieses Haus verfügt über ein großartiges Solistenensemble, oftmals auch unterstützt und ergänzt

    durch Spitzenkräfte z. B. vom Nationaltheater /Staatsoper Prag. Ich glaube, ein ganz wichtiger Grundstein für die hohe Qualität

    an diesem Haus, war das langjährige Wirken des damaligen Intendanten /Direktors Martin Otava, der in persona auch der Chefregisseur war.

    Vor drei Jahren wechselte er als Chef nach Pilsen. Ich habe an diesem Haus neben den normalen, guten Repertoirevorstellungen,

    tatsächlich Sternstunden erlebt. Eine solche unvergeßliche war vor fünf Jahren eine La Traviata, in der als Violetta Marie Fajtova aus Prag gastierte.

    Sie gilt als die beste Violetta im gesamten tschech. Raum, wie mir etwas später von Fachkreisen erklärt und bestätigt wurde.

    Hinzu kommt ein überaus großartiger Chor und ein wunderbar spielendes und klingendes Orchester unter der stets hervorragenden Leitung

    des Chefdirigenten Martin Doubravsky. Er hat, nach m. M., das richtige Gespür für die ital. Opern.

    Und bei dem gesamten Ensemble hat man immer das Gefühl einer großen intensiven Spielfreude.

    Danke, lieber Chrissy, für Deinen Bericht. Ich beneide Dich und gönne Dir Deine Liberecer Erlebnisse von ganzem Herzen. Wie glücklich wäre ich, wieder einmal so einen Trobadour (und auch andere Opern) in derartiger musikalischer Qualität erleben zu können,

    Ja, lieber La Roche, da stimme ich Dir absolut zu und kann Dich verstehen. Ich bin auch sehr froh und dankbar für die vielen beglückenden Opernabende,

    es dürften inzwischen gut um die fünfzig sein, die ich an diesem Haus erleben durfte.

    in derartiger musikalischer Qualität erleben zu können, dazu in einer Kulisse, die zwar laut Deiner Meinung manche Fragen unbeantwortet läßt,

    aber letztendlich doch erkennen läßt, um welche Oper es sich handelt.

    So ist es. Wie ich in meinem Eingangsbericht schrieb, der Regisseur hat eine Mischung aus traditionell und modern inszeniert.

    Dies ist ihm weitestgehend gelungen und ist auch akzeptabel. Er hat das Milieu der Oper getroffen, sie ist als solche zu erkennen

    und von kleinen unwesentlichen Dingen abgesehen - es ist keine Verunstaltung oder Neudefinition!!!

    Lieber chrissy, Dank für den Bericht! Habe ich richtig verstanden: Du gehst nach der Premiere auch gleich in die zweite Vorstellung? Es grüßt Hans

    Ja, lieber Hans, das ist so richtig. Heute ist nach der 1. Premiere vor zwei Tagen, tradionell an diesem Haus, die 2. Premiere in teilweiser

    Alternativbesetzung. Die eigenen Eindrücke sind ja noch ganz frisch und man kann sich nun auf das bereits Erlebte so richtig konzentrieren

    und auf die Höhepunkte freuen. Hinzu kommt, durch rechtzeitiges Reservieren, habe ich Karten bekommen in der 1. Reihe, Mitte, im 1. Rang.

    Was will man mehr - besser geht nicht und ich freue mich auf heute Abend.


    Lieber chrissy,

    auch von mir vielen Dank für deinen Bericht.

    Die Sängerin der Azucena hat eine beeindruckende Stimme. Ich hab ja auch das Glück das es an der Rheinoper alternierende Bewertungen gibt.

    Das stimmt, lieber Rodolfo. Sie singt auch heute wieder die Azucena. Und nun, nach meinen ersten positiven Eindrücken, freue ich mich besonders auf sie.

    Lieber Chrissy,


    Du bist so ziemlich der Einzige, der das tut, was wir alle weit häufiger tun sollten, nämlich detailliert von Opernerlebnissen zu berichten.

    Lieber Hans

    Auch wenn es Zeit, Konzentration und Mühe kostet, ich mache das gern.

    Zum einen, weil ich glaube, daß es unter unseren Mitgliedern doch einige gibt, die solche Berichte etwas interessieren und die sich echt mitfreuen,

    und zum anderen, hier lesen ja auch viele Gastleser mit. Und ich mache somit Werbung und dieses Opernhaus weit über die Grenzen hinaus bekannt

    und ich meine - dieses Haus, hat es sich verdient!


    Euch allen einen schönen Sonntag, herzlichst

    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Lieber Ralf, vor meinem folgenden Bericht muß ich Dich nochmal passend zitieren:

    Lieber Chrissy, habe mir die Aufnahme angehört, sehr beeindruckend,

    wenn die alle in dem Reichenberger Theater so singen, dann kann man das Haus bzw. die Intendanz nur beglückwünschen.

    Und das kann man!!!

    Am vergangenen Freitag war am Opernhaus Liberec /Reichenberg die 1. Premiere des "Trovatore".

    Keine Frage - die war rundum wirklich richtig gut. Und wenn man etwas richtig gut findet meint man eigentlich,

    ja, das war so toll, das geht nicht besser. Welch ein (positiver) Irrtum!

    Gestern war nun die 2. Premiere in teilweiser Alternativbesetzung. Und von dem, was da gestern abging und geboten wurde,

    kann ich nur in Superlativen sprechen - es war ein unglaublich tolles Fest der Stimmen!!! Zum Niederknien schön!

    Ich habe in all´den Jahren an diesem Haus schon viele tolle beglückende Opernabende erlebt. Aber gestern - das war eine Sternstunde!

    Diese Aufführung mit diesen Solisten mit diesen Stimmen, dazu der großartige Chor, die kann mit größeren Häusern ganz sicher mithalten.

    Schon der Beginn - der Auftritt des Ferrando, a. G. von der Staatsoper Prag Jurij Kruglov, ein ukrainischer Bass.

    Was für eine Erscheinung, was für eine gewaltige, voluminöse, markige Stimme.

    Er alterniert in dieser Partie mit dem von mir hochgeschätzten Pavel Vancura, steht diesem aber garantiert nicht nach.

    In der Partie des Luna, a. G. Jiri Raijnis, ein noch relativ junger tschech. Bariton, der aktuell an der Dresdner Semperoper engagiert ist.

    Großartiges, sicheres Auftreten mit einer tollen Stimme. Hier muß ich sagen, er gefiel mir deutlich besser, als Andrij Shkurhan.

    Wie in der 1. Premiere war Katerina Jalovcova, a. G. vom Nationaltheater Prag, die Azucena und bot erneut eine überragende Leistung.

    Stimmlich und darstellerisch absolut ideal in dieser Partie.

    Die Sopranistin Livia Obrucnik Venosova und den Tenor Paolo Lardizzone, beide habe ich ja schon oft in verschiedenen anderen Partien erlebt.

    Aber gestern liefen sie zu Höchstform auf. Bis zum Schluß keinerlei Schwächen oder stimmliche Ermüdungserscheinungen.

    Das hohe C in der Stretta lang und kräftig gehalten, wurde mit stürmischem Beifall und Bravos belohnt.

    Welch stimmlicher Wohlklang von allen im Miserere.

    Fazit: Es war eine hervorragende, überaus gelungene Darbietung und Leistung des gesamten Ensembles, insbesondere der Solisten.

    Eine Vorstellung, die am Schluß zurecht mit minutenlangen Beifallsstürmen und vielen Vorhängen vom Publikum gefeiert und belohnt wurde.


    Ich weiß, solche persönlich erlebten Höreindrücke in einem Bericht rüberzubringen ist schwierig und für Außenstehende schwer nachzuvollziehen.

    An die Adresse unserer "Forums - Kestings", die die Fähigkeit haben Stimmen aus der Entfernung und anhand von alten Links zu beurteilen

    möchte ich in aller Bescheidenheit sagen - ihr könnt mir glauben, ein klein wenig verstehe ich auch zu beurteilen und einen Vorteil habe ich -

    ich war drin, war live dabei - ihr nicht!


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

    Einmal editiert, zuletzt von chrissy ()

  • Lieber chrissy, da kann man ja nur noch sagen "Auf nach Liberec/Reichenberg" , aber dann nur des Gesangs wegen! ;)

    Die Bilder waren leider nicht nach meinem Gusto, o.K. wenn man das Live gesehen hat war es vielleicht anders, aber hier wird ja generell nach Bildern geurteilt! 8)


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Lieber Chrissy,


    vielen Dank für Deinen Beitrag, und immer mehr beneide ich Dich darum, in einer der schönsten Städte Deutschlands zu wohnen, mit günstigen Einkaufsmöglichkeiten und einem attraktiven Opernhaus in Reichweite.

    Gerade beim Troubadour ist viel Neid dabei. Von den 5 großen Verdiopern ist es die, die ich am wenigsten gesehen habe, nämlich nur 4x. Du weißt ja, daß ich diese Oper liebe, seit ich im Radio erstmals die Stretta hörte und ich meinen Lieblingssänger Helge Rosvaenge 1957 darin erleben durfte. Danach habe ich die gleiche Inszenierung in Gera mit den Geraer Stammkräften gesehen, dann nochmals in Gera in den 70-ern oder anfang der 80-er, dann 1988 in Perm und das war´s. Einer Inszenierung in Gera anfang der 2000-er habe ich mich verweigert, Naziuniformen auf der Bühne wollte ich nicht sehen und will das auch jetzt nicht.

    Auch wenn die Bilder des Liberecer Trovatore mich nicht in jauchzendes Entzücken ausbrechen lassen, so entstellen sie diese wunderbare Oper nicht. Ich würde das sogar akzeptieren, denn ich glaube Dir, daß Du musikalisch eine Aufführung mit bleibendem Erinnerungswert erleben konntest. Es sei Dir von Herzen gegönnt.


    Herzliche Grüße von La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • Lieber chrissy, da kann man ja nur noch sagen "Auf nach Liberec/Reichenberg" , aber dann nur des Gesangs wegen! ;)

    Die Bilder waren leider nicht nach meinem Gusto, o.K. wenn man das Live gesehen hat war es vielleicht anders, aber hier wird ja generell nach Bildern geurteilt! 8)


    LG Fiesco

    Lieber Fiesco

    Da möchte ich gern sagen - Herzlich willkommen!

    Ich weiß, daß ich bei vielen unserer Mitglieder diesen Wunsch geweckt habe, dies aber realistisch aufgrund großer Entfernung nicht möglich ist.

    Für mich sind es exakt von Haustür bis vor das Opernhaus 63 Km und das ist bei einer gut zu fahrenden Strecke machbar.

    Ich bin ins Nachhinein immer noch sehr froh, daß vor fast zwei Jahren mal ein Mitglied unseres Forums mit mir zu einer Vorstellung war,

    damals Rigoletto, und sich daraufhin sehr lobend in einem Bericht hier im Forum geäußert und die Qualität des Hauses bestätigt hatte.


    Was die Inszenierung /das Bühnenbild betrifft, stimme ich Dir teilweise zu.

    Dir ist bestimmt nicht entgangen, daß ich ein großer Liebhaber und Verfechter des guten, traditionellen und werkgetreuen Theaters bin.

    Hier, bei diesem Trovatore, mache ich aber gewisse Zugeständnisse, ohne von meiner Linie abzukommen.

    Wie ich ja schilderte, hat der Regisseur eine Mischung aus traditionell und modern auf die Bühne gestellt.

    Und dies ist ihm so weit gelungen, daß es keine Verunstaltung oder Neudefinition ist und man das durchaus für diese Oper mit dem Handlungsmilieu

    akzeptieren kann und die Oper als solche erkennt. Ich bin mir relativ sicher, daß auch unsere tradionellen Verfechter damit leben könnten.

    Zugegeben, eine richtig gute Inszenierung im alten bekannten Stil und Muster, wäre mir auch lieber gewesen. Das wäre dann das Nonplusultra!

    Aber das gestrige "Fest der Stimmen", gepaart durch großartige schauspielerische Darstellung, ließ die kritikwürdigen Mängel etwas in den Hintergrund treten.


    Ich sehe gerade die zeitgleiche Antwort von La Roche, möchte mich bedanken und ergänzen:

    nein nein, Nazi - Uniformen, das gibt es hier natürlich nicht. In solche Verunstaltung und totalen Unsinn würde mich auch keiner reinkriegen!!!


    Herzliche Grüße

    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Zitat von chrissy

    Und mir hat der "Trovatore", vor allem musikalisch, stimmlich so gut gefallen, daß ich plane, evtl. am kommenden Sonnabend erneut hinzufahren.

    Die Partien der Leonora und der Azucena sind diesmal alternativ mit den Solistinnen "Miroslava Casarova und Petra Vondrova" besetzt.

    Also etwas Neues. Ich bin gespannt und neugierig - beide Damen habe ich schon oft in anderen Partien erlebt, z. B. in der AIDA.

    Und ganz sehr freue ich mich erneut auf "Jiri Rajnis", der wieder als Luna gastiert und mich in dieser Rolle nicht nur überzeugt,

    sondern absolut begeistert hat.


    Zitat Hans Heukenkamp aus dem "Vorfreude - Thread":


    Lieber chrissy, bist Du erneut im Trovatore gewesen? Es grüßt Hans


    Ja, lieber Hans. Bin vor einer halben Stunde zurück und es war erneut ein großartiges und beglückendes Erlebnis.

    Beide oben genannten Solistinnen boten, neben allen anderen, eine großartige, hervorragende Leistung.

    Das Haus war, bis auf wenige einzelne frei gebliebene Plätze, sehr gut besucht. Wir hatten beste Plätze im Parkett 10. Reihe, Mitte.

    Es gab viel Szenenbeifall und am Schluß wurden wieder alle völlig verdient mit vielen Vorhängen und überaus großem Applaus gefeiert.

    Besonders Miroslava Casarova in der Partie als Leonora, wurde am Schluß begeistert umjubelt und mit vielen Brava - Rufen bedacht.

    Mit beiden Damen hatte ich nach der Vorstellung Gelegenheit kurz zu sprechen und sie haben sich über Anerkennung und Kompliment

    riesig gefreut und sich herzlich bedankt.


    Herzliche Grüße und eine Gute Nacht

    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Lieber chrissy, wenn ich gewußt hätte, daß Du heute abend noch berichtest, hätte ich mir die Frage geschenkt und abgewartet. Schön, daß sich die Reise zur Oper ins Nachbarland gelohnt hat! Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Lieber chrissy, wenn ich gewußt hätte, daß Du heute abend noch berichtest, hätte ich mir die Frage geschenkt und abgewartet.

    Nein nein, lieber Hans, ist schon richtig. Wenn Du nicht so nett gefragt hättest, hätte ich nichts geschrieben.

    Schön, daß sich die Reise zur Oper ins Nachbarland gelohnt hat! Es grüßt Hans

    Ja, diese Reise hat sich nicht nur heute, sondern bisher eigentlich immer gelohnt.


    Beste Grüße

    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Jetzt sind auf Youtube zwei Links erschienen, die ich für Interessenten mal reinstelle:

    Kurze Szenen - Ausschnitte der Inszenierung:



    Und hier Szene /Duett Leonora /Luna. Ein Live - Mitschnitt der Aufführung vom 23. März, bei der ich wieder dabei war:



    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Danke, ich habe mir die Schnipsel mit Vergnügen angeschaut. Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Und hier Szene /Duett Leonora /Luna. Ein Live - Mitschnitt der Aufführung vom 23. März, bei der ich wieder dabei war:

    Jetzt bin ich aber ein bisschen verwirrt: Da ist im Bericht von Solisten zu lesen, die eine "großartige, hervorragende Leistung" vollbracht haben und im Video hört man eine über weite Strecken zu tief intonierende Leonora mit Luft auf der Stimme und einen bellenden Luna mit schwacher Höhe. Ganz offensichtlich muss es sich doch um einen Mitschnitt einer anderen Vorstellung handeln.

  • Schön, lieber Chrissy, daß Du mehrere wunderbare Abende beim Trovatore in Liberec erleben durftest.

    Der Verfasser des Beitrages 18 beurteilt die Qualität zweier Sänger, ohne sie gesehen zu haben, an Hand zweier kurzer Videos. Na sowas........


    Herzliche Grüße nach Görlitz von La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • Danke, ich habe mir die Schnipsel mit Vergnügen angeschaut.

    Lieber Hans Heukenkamp, ich danke dir sehr für diesen deinen Beitrag, dessen Formulierung "mit Vergnügen" mich dazu motiviert hat, mir doch mal die beiden eingestellten Videos anzuschauen, was ich eigentlich nicht vor hatte. Gerade das Duett-Video hat irgendwie schon gelohnt: ich will nicht sagen "mit Genuss", aber "mit Vergnügen" trifft es schon sehr gut. Ich habe dadurch aber auch viel über das Stück gelernt, was ich so noch gar nicht wusste. Mir war zum Beispiel zuvor nicht klar, dass der Graf Luna im Duett mit Leonora schon dermaßen ums eigene Überleben kämpfen muss. Dass ausgerechnet er als Einziger der vier Protagonisten am Ende der Oper überlebt, ist demnach ein Wunder! :D:hahahaha:

    Der Verfasser des Beitrages 18 beurteilt die Qualität zweier Sänger, ohne sie gesehen zu haben, an Hand zweier kurzer Videos.

    Wenn man sich ein eingestelltes Video mit einer musikalischen Nummer (in diesem Fall: Duett Leonora - Luna) ansieht und anhört, dann kann man sehr wohl (abzüglich aller technischen Unzulänglichenkeiten des Videos) die Leistung dieser Sänger in dieser Szene samt ihrer technischen Unzulänglichkeiten beurteilen. Wie dieser Bariton seine Arie im 2. Akt gesungen hat, kann ich nach Ansicht dieses Videos natürlich nicht beurteilen. Dass er aber am Ende des eingestellten Duetts massive Höhenprobleme hatte, hingegen schon. Weit kühner ist es, die Inszenierung eines mehrstündigen Werkes anhand eines Videos von wenigen Minuten Länge beurteilen zu wollen. :yes:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Lieber Chrissy,


    danke für Deine ständigen Berichte über Aufführungen aus Liberec. Du bist einer der wenigen, die über Liveaufführungen berichten. Allein diese Berichterstattung ist lesenswert und wichtig. Ich bin besonders dankbar, dass hier über die Aufführungen eines mittleren Hauses geschrieben wird. So weit ich es aus den immer schwer zu beurteilenden Videomitschnitten beurteilen kann wird für die Möglichkeiten dieses Hauses die maximal erreichbare Qualtität geboten. Meines Erachtens ist es ein zu hoher Maßstab, wenn wir alle Aufführungen an der absoluten Spitzenklasse messen. Das ist wie im Sport: Es muss die Bundesliga geben. Deren Ausnahmeleistungen können sich jedoch nur aus dem Breitensport heraus entwickeln. Ich war 45 Jahre lang 1. Vorsitzender des Heilbronner Sinfonie Orchesters. Dieser Klangkörper liefert seit vielen Jahren beeindruckende Ergebnisse. Immer etwa 1.400 Abonnenten, 1.800 Besucher pro Konzert , 60% des Budgets Einspielergebnis und Platzauslastung von 82%. Das ist Spitze in Baden-Württemberg. Diese hervorragenden Zahlen wären niemals möglich, wenn nicht eine ausgezeichnete vom Publikum honorierte hohe Qualität geboten würde. Dennoch wissen wir, dass zu den hochsubventionierten Staatsorchestern ein Leistungsgefälle besteht. Das ist sogar Ansporn für uns. Trotz des Verlustes freuen wir uns, dass wir immer wieder junge Musiker an tariflich besser eingestufte Orchester abgeben können. Ohne Orchester unserer Art gäbe es in mittleren Städten kein eigenes musikalisches Schaffen. Man wäre ausschließlich auf die Reiseorchester angewiesen. Das HSO spielt außer seinen eigenen Konzerten im gesamten Musikleben der Region mit, also bei Chören, Vereinen, Kirchen- und Schulaufführungen. Mein Beispiel kann weitgehend auch auf die Musiktheaterszene übertragen werden.

    Das Wichtigste ist, dass Du lieber Chrissy Dich nicht entmutigen lässt und uns auch weiterhin Deine Opernerlebnisse und Deine Meinung darüber mitteilst. Du bist ein glühender Opernliebhaber -das sind diejenigen - die das Feuer für diese Kunstform entfachen und die Liebe zur Oper erhalten.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Und wie sind deine Höreindrücke vom Bariton, lieber "Operus"? Immerhin ist das der, der so viel besser war als die Premierenbesetzung.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Lieber Stimmenliebhaber,


    Du solltest die Berichte über Aufführungen aus Liberec als das nehmen, was sie sind: Berichte aus der Regionalliga.

    Ich habe den Text von Operus so verstanden, dass er genau das getan hat und wohl wusste, was er tat!


    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber "Caruso41",


    das verstehe ich ja, aber wenn man hier in einem öffentlichen Forum Texte oder Videos einstellt, muss man auch damit rechnen, dass andere sich das durchlesen bzw. anhören und dann kommentieren. Und wenn derselbe User, der hier Liberec über alles hebt und in einer anderen Rubrik ernsthaft behauptet, an der Staatsoper Dresden hätte es seit Jahrzehnten keine erstrangigen Gesangsleistungen gegeben bzw. in seinen Liberec-Berichten immer wieder schreibt, dass sich diese Solisten vor keinen anderen Solisten verstecken müssten, dann kann ich den Beitrag des "Melomanen" sehr gut nachvollziehen. Ohne diese permanente Attitüde (Liberec toll und Dresden Scheiße usw.) hätte ich vor diesen Liberec-Berichten und den dort erbrachten Leistungen viel mehr Respekt als so!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Und wie sind deine Höreindrücke vom Bariton, lieber "Operus"? Immerhin ist das der, der so viel besser war als die Premierenbesetzung.

    Lieber Stimmenliebhaber,

    um wirklich urteilen zu können müsste ich mehr hören. Vor allem von Luna eine Arie solo. Als Kritiker würde ich nach dem Duett vielleicht sophistisch schreiben: "Luna musste alles geben, um neben Leonora bestehen zu können". Ich habe mich jetzt aber zu einer Aussage locken lassen, die so eigentlich nicht stehen bleiben kann." Ich hätte mehr hören müssen, um ein treffendes Urteil über Luna abgeben zu können. Also lassen wir es!

    Du solltest die Berichte über Aufführungen aus Liberec als das nehmen, was sie sind: Berichte aus der Regionalliga.

    Ich habe den Text von Operus so verstanden, dass er genau das getan hat und wohl wusste, was er tat!

    Lieber Caruso,

    richtig, ich wollte herausarbeiten, dass zwischen den Spitzenhäusern und mittleren Musiktheatern ein Unterschied ist, sein muss und sogar sein sollte. Mit der Einteilung in Klassen bin ich vorsichtig, denn ein Haus aus der 2. Liga kann durchaus auch gelegentlich Bundesliga Niveau bieten, oder z. B. ein Orchester haben deas bundesligareif ist.

    Die Moral von der Geschicht': Man sollte eine Aufführung ganz gehört haben, noch besser selbst besucht haben ehe man ein grundsätzliches Urteil mit einer Klassifizierung trifft. Ohne ganzheitliche Betrachtung und Würdigung kann es nur Teilerkenntnisse geben.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • um wirklich urteilen zu können müsste ich mehr hören.

    Lieber "Operus", um die Gesamtleistung des Sängers an diesem Abend beurteilen zu können, müsste man mehr hören, da hast du Recht. Aber um seine Leistung in diesem Duett beurteilen zu können, reicht es völlig, nur dieses Duett anzuhören.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Lieber Stimmenliebhaber,
    ich habe doch ganz konkret über die Leistung des Tenors im Duett geschrieben:

    "Luna musste alles geben, um neben seiner Leonora bestehen zu können"

    damit ist doch bereits ein Werturteil ausgedrückt. Willst Du mehr? Soll ich den schweren Säbel einsetzen? Das ist nicht mein Stil, schon gar nicht wenn ich nur ein Stück hören konnte. Positiv ist allerdings, dass wir wenigstens an einem konkreten Beispiel diskutieren.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Für mich spielt das Haus überhaupt keine Rolle. Lieber eine Inszenierung des echten Werks des Komponisten an einem Theater der "2.Liga" und nicht so berühmten Sängern als eine Verunstaltung des Werks mit hochgelobten Sängern an einen Theater der "1. Liga".

    Chrissy, lass dir den Mut, die guten Inszenierungen aus Liberec zu schildern nicht durch Leute nehmen, die alles das, was nicht an berühmten Opernhäusern in entstellter Form gezeigt wird, kleinreden wollen!


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Chrissy, lass dir den Mut, die guten Inszenierungen aus Liberec zu schildern nicht durch Leute nehmen, die alles das, was nicht an berühmten Opernhäusern in entstellter Form gezeigt wird, kleinreden wollen!

    Auch wenn es für dich ganz schwer vorstellbar sein sollte: im konkreten Fall hat sich gar niemand zur Inszenierung geäußert. Es ging die sängerischen Leistungen in einem hier eingestellten Video des Duettes zwischen Luna und Leonora. Und die waren so, dass da nichts kleingeredet werden musste, sondern dass jeder, der das Stück kennt und ein bisschen was von Gesang versteht, ganz einfach seine eigenen Schlüsse daraus ziehen konnte.

  • Leider muß ich etwas widersprechen. Wie Chrissy geschildert hat, gastieren am Opernhaus Liberec regelmäßig erste Solisten der Prager Nationaloper, deren Gastspiele sich nicht auf Liberec beschränken, sonder den europäischen Raum umfassen. Und diese Solisten als zweit- oder drittklassig zu bezeichnen, das ist wohl nicht ganz richtig und fair. Und eine Beurteilung anhand einiger Schnipsel mit fragwürdiger Herkunft scheidet völlig aus.

    Ob der eingestellte Bariton Jiri Rajnis zu diesen Solisten zu zählen ist, die international auftreten, weiß ich allerdings nicht, vielleicht kann Chrissy etwas über die Vita in Erfahrung bringen. Immerhin hat er an der Semperoper schon den Schaunard gesungen, vielleicht noch mehr (?).

    Herzlichst La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors