Rilling, Richter, Harnoncourt --- Bach - Kantaten

  • Zitat

    Original von reklov29
    Als eine neuzeitlichere Einspielung ist die von Rotzsch, Leipzig zu nennen, die mir Aufnahmetechnisch nicht ganz zufrieden stellt. Erschienen im Mai 1994 für 9,99 € bei Amazon erwerbbar.


    Hallo,


    die CD in der gezeigten From ist zwar 1994 erschienen, die Aufnahmen selbst entstanden aber Anfang der 80er Jahre. Alles andere wäre auch verwunderlich, weil Arleen Augér 1993 gestorben ist.



    :hello:
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Zitat

    ..., weil Arleen Augér 1993 gestorben ist.


    Das war ein ganz schlimmes Jahr für Opern-Fans:


    1939-1993 Arleen Auger
    1939-1993 Lucia Popp
    1938-1993 Tatjana Troyanos

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Sagitt meint:


    Lange habe ich mich nicht mehr in die Nesseln gesetzt. Draussen ist es ungemütlich kalt. Nesseln wärmen.
    Warum Rilling meiden ?


    a) er hat sicher die größte ( rein numerisch) Erfahrung im Umgang mit Bach. Nicht nur durch die Gesamtaufnahme, sondern durch Bach-Akademien in aller Welt


    b) er hatte häufig sehr gute Solisten. Arleen Auger war erstklassig, Fischer-Dieskau gelegentlich auch, Helmut Krebs ein äußerst versierter Oratoriensänger, bei der Matthäus-Passion 1994 versammelt Rilling alles, was bei Bachgesang Rang und Namen hat( deutliche bessere Solisten als Gardiner oder Harnoncourt


    c) mit der Gächinger Kantorei steht im ein sehr zuverlässigen Chorensemble zur Verfügung. Ich sah sie einmal, als sie die h-moll Messe auswendig sangen


    d) Rilling hat nie in HIP Manier Musik gemacht, aber seine Aufnahmen aus den neunzigern unterscheiden sich deutlich von denen aus den siebziger Jahren. Er hat HIP durchaus zur Kenntnis genommen, wenngleich nicht übernommen.


    e) Rilling musiziert zwar nicht sehr durchsichtig, aber durchaus konturiert und differenziert-. nochmals Matthäus-Passion vonb 1994.


    Warum also Rilling meiden ?

  • Ich hatte anfangs eigtl. keine Vorbehalte gegen Rilling. Durch das Forum änderte sich das, zumal hier ja eher ein negatives Rilling-Bild vorherrscht. Als ich jedoch vor kurzem die BWV 214 von ihm hörte, war ich höchst angenehm überrascht, sehr viel schöner als bei Koopman!

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Schon in meiner Ausbildung zur Juristin war mir die sogenannte "herrschende Meinung" immer irgendwie verdächtig - ich würde also Rilling ganz gewiss nicht deshalb meiden, weil das hier der überwiegenden Forumslinie entspricht.


    Außerdem, seitdem ich jetzt plötzlich Anne-Sophie Mutters Geigenspiel großartig finde, kann ich ja hier im Forum sowieso nach dem Motto leben: Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s völlig ungeniert (ich habe mir übrigens gerade Mutters neue Aufnahmen der Mozart- Violinkonzerte mit diesem wunderbaren Cover :D bestellt).


    Aber zurück zu Rilling. Die erwähnte Aufnahme der Matthäuspassion von 1994 kenne ich nicht, habe aber schon mehrfach sehr positives über sie gehört. Warum also meiden? Zumal Rilling aus meiner Sicht den Vorzug hat, keine Countertenöre sondern Altistinnen einzusetzen. Und zu schlank und "durchhörbar" mag ich es eben auch nicht, der Chor darf also ruhig was größer sein als eine Handvoll Sänger/Innen.


    Was allerdings den früheren Rilling angeht, so habe ich eine Aufnahme von 1980 von "Wie schön leuchtet der Morgenstern", BWV 1. Und wenn ich die mit der neuen Einspielung von Gardiner vergleiche, so liegen da einfach Welten zwischen, an Dynamik, Frische, Ausdrucksstärke, ja selbst an Innigkeit und Wohlklang. Rilling klingt im Vergleich zu Gardiner für meine Ohren langweilig und fade, ein undurchdringlicher und unbeweglicher Klangblock. Wie gesagt, ich spreche nur von dieser einen CD mit Bachkantaten, andere Aufnahmen kenne ich nicht.


    Aber wenn sich da zwischen 1980 und 1994 entscheidendes getan hatte - warum nicht Rilling. Ich suche beispielsweise immer noch nach einer guten Aufnahme der Johannespassion.


    Mit Gruß von Carola :hello:

  • Sagitt meint:


    Ich will mich nicht zum Advokaten von Rilling aufspielen,sondern nur globale Verurteilungen infrage stellen.


    Am Beispiel der Johannes-Passion von Rilling:


    a) er hat sehr gute Solistinnen: Auger und Hamari
    b) Peter Schreier ist auf der Höhe seiner Kunst als Evangelist
    c) der Chor kann speziell die turbae-Chöre sehr gut präsentieren


    Es ist vom Tempo nie überzogen, nie verhetzt. Irgendwie ist Rilling ja der erste Kantor Deutschlands. Es ist für ihn wohl auch Glaubensdienst, nicht so plakativ wie Guttemberg, aber doch unüberhörbar.


    Fazit: Seine Johannes-Passion von 1984 gehört für mich immer noch zu den besten.


    P.S. Ich will nicht verschweigen, dass Huttenlocher überhaupt nicht mein Fall ist und Fischer-Dieskau wohl auch eine schlechten Tag hatte ( eine Anekdote aus dem Kreis der Gächinger würde den Tatbestand der Verleumdung erfüllen und bleibt deswegen unerwähnt)

  • Hallo Sagitt,


    ich kann Dir nur beipflichten - einen Totalveriss von Rillings Aufnahmen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! Ich habe sehr viel von ihm und da mischt sich durchaus sehr Hörenswertes mit eher weniger packenden Sachen. Ich denke, Deine Aussage vom ersten Kantor Deutschlands triffts genau :yes: Vor diesem Hintergrund ist er mir lieb und wert und wo mir seine Aufnahmen nicht so gefallen, hab ich meist auch schöne Alternativen!
    In einigen Kantatenaufnahmen von ihm stecken für mich aber wahre Perlen - hier sei nur an das traumhafte Duett " Wir eilen mit schwachen doch emsigen Schritten" aus BWV 78 erinnert -so schön,da möchte man doch gleich hinter den Damen Auger und Watkinson hinterher eilen...!


    Gruß
    Stefan

    Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

  • Hallo Carola,
    Zitat:
    Ich suche beispielsweise immer noch nach einer guten Aufnahme der Johannespassion.
    ---------------------------
    Unübertroffen scheint der Mitschnitt des NDR von dem Konzert Gardiners in Königslutter in 2004, mit
    der Johannespassion.
    Hier müsste sagitt befragt werden, ob es in diesem Jahr irgendwo im Norden "Radio Bremen" oder
    der NDR wieder eine Veröffentlichung von diesem legendären Konzert geben wird.


    Eine Favoriten-Einspielung der Johannespassion gibt der Markt z.Zt. nicht her, an allen Einspielungen
    gibt es etwas zu bemängeln, so heißt es weiter warten! Leider.


    Grüsse
    Volker.

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Rilling mag zu machen, ist wirklich nicht fair - das sehe ich im Wesentlichen genau so, wie meine Vorredner. Allerdings komme ich mit den breiten Tempi und der reichlich behäbigen Rhetorik seiner früheren Aufnahmen nicht klar. Allerdings: Es wäre vermessen, Rillings Einsichten der 70er gegen modernere Bach-Auffassungen auszuspielen. Misst man Rillings frühere Aufnahmen, an der Konkurenz dieser Zeit, kann man nicht umhin, ihm zuzugestehen, dass er sich um Klarheit, Einfachheit und die tiefgründige Auslotung der "Botschaft" bemüht.
    Da ich noch verhältnissmäßig jung bin, wurde ich von den "historosierenden" Konzepten zwischen Rifkin und Herreweghe geprägt Das ist ferilich eine ganz andere Welt. Mitunter muss man das Gewohnte allerdings aus dem Kopf verbannen, um anderen Auffassungen eine Chance zu geben - Mir hat das zumindest zu Rillings neueren Aufnahmen einen Zugang gelegt. Die erfordern eigentlich auch gar nicht so viel Umdenken: Man spürt, dass iRilling Anleihen bei der "historisch informierten" (all diese Begriffe sind eigentlich fürchterlich...) Musizierpraxis macht, sich dabei aber weiterhin treu bleibt. Es kann gut sein, dass sich Rilling auch noch in 20, 30 Jahren als "Klassiker" am Markt behaupten kann - das müssen andere erst mal beweisen...
    Und: Rillings Händchen für Sänger ist wirklich einzigartig - er greift eigentlich nie daneben (anders als gelegentlich Gardiner und Koopman)!


    Kiebe Grüße! :hello:
    Daniel

  • Sagitt meint:


    Vorsicht, allgemeine Aussagen über breite Tempi von Rilling zu machen. Beispiel: BWV 19 Es erhub sich ein Streit. Rilling wählt alles andere als ein breites Tempo. Sehr konturiert fliesst der Eingangssatz dahin, zügiger zB als Koopmann. Auch die Matthäus-Passion von 1994 oder die Johannes-Passion von 1984 hat nicht " breite" Tempi. Es singt halt ein größerer Chor, begeitet von einem größeren Orchester.Beide Faktoren begrenzen etwas die Beweglichkeit, mehr aber nicht.
    Ausserdem zeigt uns Gardiner doch immer wieder eindrucksvoll, wie man Bach durch Rasen ruiniert.

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  • Eine wunderschöne Kantate ist die BWV 30 "Freue dich, erlöste Schar" - und zwar die Richter-Aufnahme. Harnoncourt finde ich da nicht so toll.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Zitat

    Original von sagitt
    Ausserdem zeigt uns Gardiner doch immer wieder eindrucksvoll, wie man Bach durch Rasen ruiniert.


    Genau! :hello:

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Zitat

    Original von sagitt
    Ausserdem zeigt uns Gardiner doch immer wieder eindrucksvoll, wie man Bach durch Rasen ruiniert.


    Sagitt ist sich aber hoffentlich sehr wohl bewußt, daß Gardiner in Sachen Bach auch einige eindrucksvolle Langsamkeitsrekorde aufgestellt hat.
    Man denke an "Schlummert ein ihr matten Augen" aus BWV 82, die hinreissend langsame Motette "O Jesu Christ, mein´s Lebens Licht" BWV 118/231 da ist Rilling im Vergleich zu Gardiner unerträglich und zu schnell!
    Von den Kantaten, die 2000 live eingespielt wurden und jetzt bei SDG veröffentlicht werden, kann man wohl nur in seltenen Fällen bahaupten, daß Gardiner hier noch "rast". Aber einige seiner Bach-Aufnahmen in den Achtzigern waren gewiss extrem schnell.

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    Aber einige seiner Bach-Aufnahmen in den Achtzigern waren gewiss extrem schnell.


    Also ich bezog mich v.a. auf diese, z.B. die Johannes-Passion.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Laut Thread-Titel soll hier zwar vorrangig über die Aufnahmen von Rilling, Richter und Harnoncourt diskutiert werden, aber mich würde interessieren, wer noch die Kantaten (müssen ja nicht alle sein) aufgenommen hat?
    Gibt es Aufnahmen von Günther Ramin oder Karl Straube?

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Von Ramin findet man einiges, z.B.:



    U.a.: BWV 12, 24, 36, 41-43, 51, 57, 65, 67, 72, 73, 79, 92, 95, 103, 106, 111, 119, 128, 131, 137, 138, 144, 177, 179


    Mindestens 50 Jahre alt (Ramin starb 1956). Man kann ja reinhören bei A****n, klingt sehr bombastisch, natürlich nicht HIP.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Zitat

    mich würde interessieren, wer noch die Kantaten (müssen ja nicht alle sein) aufgenommen hat?



    von Philippe Herreweghe gibt es einige Einspielungen - ich persönlich ziehe seine Interpretationen allen anderen vor.



    Ein anderer ist der Japaner Masaaki Suzuki mit dem Bach-Collegium Japan, er strebt auch eine Gesamteinspielung an.
    Ich weiß allerdings nicht ob er schon damit fertig ist ...jedenfalls von der Presse immer gelobt, ich find's auch gar nicht so verkehrt.


    dann fällt mir natürlich noch Ton Koopman ein, der ebenfalls eine Gesamteinspielung vorgelegt hat.



    nicht zu vergessen die günstige und gar nicht so schlechte Alternative von Brilliant, mit dem Netherlands Bach Collegium unter
    Pieter Jan Leusink.


    Leider hört man ab und zu halt den Akzent, aber gerade um alle Kantaten kennen zu lernen ist die Box bestimmt ganz nett - da sie ja nur etwa 100 Euro kostet ( 60 CD's ! )



    und diese Aufnahmen entsprechen alle der historischen Aufführungs Praxis, mal mehr mal weniger....



    :hello:

  • Merci, Monsieur le Compositeur. :D

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Zitat

    Original von reklov29
    Eine Favoriten-Einspielung der Johannespassion gibt der Markt z.Zt. nicht her, an allen Einspielungen
    gibt es etwas zu bemängeln, so heißt es weiter warten! Leider.


    Echt? Ich hätte zumindest einige historische Favoriten: Ramin 1954, Richter 1964, Münchinger 1965.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

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  • Ja, stimmt eigtl., bezog mich irgendwie zu sehr auf Lully... :D

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • ich bin nur ein kreischender Fan :D - jedenfalls ist "Lullist" ja nur die Bezeichnung der verfechter seines Stils :D



    ach übrigens um wieder die Kurve zum Thema zu bekommen:


    was ich besonders interessant bei den Kantaten finde, ist die Wiederverwendung ( oder Erstverwendung ) bestimmter Themen die ja recht populär geworden sind, wie der erste Satz des 1. Brandenburgischen Konzerts etc.



    dennoch meine absolute Lieblingskantate in meiner absoluten Lieblingseinspielung ist diese hier:




    Ich hatte viel Bekümmernis
    Chapelle Royale / Collegium Vocale / Herreweghe


    ziemlich günstig - ziemlich gut, zwar kein Pomp, doch einfach nur wunderbar, Du wirst begeistert sein.



    woran ich mich immer grinsend erinnere ist meine erste "Session" mit der Kantate BWV 82 "Ich habe genug"



    wärend der Arie "Ich freue mich auf meinen Tod" kam meine Mutter ins Zimmer gestolpert und fragte ob auch alles in Ordnung sei...


    :D



    aber sie muß ganz froh gewesen sein, als ich damals ausgezogen bin :D:D:D


    hat sie doch ständig behauptet in meinem Zimmer hersche eine Stimmung wie an Totensonntag :rolleyes:

  • Das lob ich mir, solche Fans! :D


    Die BWV 21? Ja, die klingt nicht schlecht.


    Stimmung wie am Totensonntag? Keine Sorge, bei mir ist es ähnlich. :D

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • ...ich glaube sie kam immer zur falschen Zeit zu mir :D



    da fällt mir direkt noch eine tolle Aufnahme von Herreweghe ein:




    Die Trauer Ode
    Collegium Vocale / La Chapelle Royale / Herreweghe



    :jubel::jubel::jubel:

  • Ich kann auch nur zustimmen, wenn gesagt wurde, dass eine Gesamtaufnahme unter einem Dirigenten nur erstrebenswert wäre, wenn man mindestens 3 Gesamtaufnahmen von drei Dirigenten hat. Aber das sprengt ja dann schon irgendwo den Rahmen.


    Ich höre in letzter Zeit viel Herreweghe und Gardiner. Mit Rilling beginne ich mich im Moment zu befassen.


    Herreweghe ziehe ich im Moment zumindest den Live-Aufnahmen Gardiners vor, die mir bis jetzt Solistenmäßig nicht immer 100 %ig gefallen haben, aber dafür ist es live und der Stellenwert der Pilgrimage kann gar nicht weit genug in den Himmel gehoben werden. Was mir auffällt, ist, dass Gardiner mit mehr Druck und voluminöser aufspielen lässt, als Herreweghe. Das zeigt sich auch am Continuo. Bei Gardiner das Chembalo (was gar nicht so authentisch ist, wie ich mir hab sagen lassen), welches ich sehr mag im Contiuno, und bei Herreweghe ein unauffälligeres Contiuno (Orgel) zu Gunsten einer emotionaleren Intensität und wohl auch Intensität, in der Thomaskirche z. B. wurde wohl kein Chemballo verwendet. Mal bevorzuge ich dieses und mal jenes. Leider bin ich noch nicht erfahren genug, um sagen zu können, diese Kantate möchte ich in der Erstaufnahme von Herreweghe, diese von Gardiner und diese von Rilling. Ich werde also finanziell bluten müssen :D


    Von Harnoncourt kenne ich leider noch gar nichts.

    29.08.1958 - 25.06.2009
    gone too soon

  • Von Gardiner steht uns ja nun nach und nach das komplette Kantatenwerk ins Haus (freilich muss ich die alle haben!). Was ist mit Herreweghe. Ich glaube die CD unter dem Titel Weinen, klagen ... war die letzte. Steht da noch mehr in Aussicht? wird Herreweghe vielleicht auch sämtliche Bach-Kantaten auf CD einspielen? Ich mag sowohl Gardiner, als auch Herreweghe-Aufnahmen!

    29.08.1958 - 25.06.2009
    gone too soon

  • Zitat

    Was ist mit Herreweghe.



    Nach meiner Kenntnis ist bei HMF eine Einspielung des gesamten geistlichen Kantatenwerks von Bach unter Herreweghe und seinem Collegium Vocale nicht geplant. Vielleicht nicht ganz unteresseant könnte der Hinweis sein, daß Herreweghe sein Bach-Rüstzeug, schon seinerzeit zusammen mit seinem CVG, in einer Vielzahl von Kantateneinspielungen unter Gustav Leonhardt erworben hat. Das Teldec-Kantaten-Projekt mit Harnoncourt/Leonhardt wurde bekanntermaßen 1989 abgeschlossen.

  • Insgesamt waren bei den Kantateneinspielung unter Harnoncourt/Leonhardt im Laufe der Zeit fünf Chöre beteiligt, nämlich die Wiener Sängerknaben, der King`s College Choir Cambridge, der Tölzer Knabenchor, der Knabenchor Hannover und das Collegium Vocale Gent.

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