Faszination Mond in der Musik

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    Da im Forum Beiträge von den Moderatoren verschoben und gelöscht werden wenn sie nicht ins Konzept passen, habe ich diesen Beitrag gelöscht.


    „Denn das weiss das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss. Ferruccio Busoni

    In diesem Sinne grüsst Richard


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  • :D

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)


  • Tect von Brecht wegen copyright entfernt MOD 001

    „Denn das weiss das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss. Ferruccio Busoni

    In diesem Sinne grüsst Richard


  • Das Motiv des Diebstahls ist eng mit dem Mond verbunden: er holt sich sein Licht von der Sonne und leuchtet den Dieben bei Nacht. In der schon erwähnten Oper "Der Mond" von Carl Orff wird der Lichtdieb selber gestohlen, wird beerdigt und beleuchtet von da an aus eigener Kraft die Unterwelt

    motivgeschichtliche Untersuchung zur Oper DER MOND

    „Denn das weiss das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss. Ferruccio Busoni

    In diesem Sinne grüsst Richard


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  • Für den Berliner darf natürlich Plau Linckes berühmteste Operette "Frau Luna" nicht fehlen.

    Anfangs nur ein Einakter von etwa einer dreiviertelstunde Länge, Anfang der 1920er Jahre durch Anleihen aus anderen früheren Werken zur abendfüllenden Operette umgestaltet, 1941, auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges, dann zur großen Revue umgestaltet und verfilmt.


    Leider finde ich bei Youtube keine komplette Aufnahme dieser Operette jenseits dieses Films von 1941:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Und Linckes Pariser Bühnenvorbild (eines Kölners!) darf natürlich auch nicht fehlen: Offenbachs "Die Reise zum Mond"


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  • Und dann natürlich der Höhepunkt deutschromantischer Verklärung im Opernbereich:


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  • Und noch etwas romantischer und verklärter aus der böhmischen Seenlandschaft:


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  • Aquarius


    Wenn der Mond im siebten Hause steht ....


    Text gelöscht Copyright MOD 001 Alfred

    „Denn das weiss das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss. Ferruccio Busoni

    In diesem Sinne grüsst Richard


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  • Horowitz

    „Denn das weiss das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss. Ferruccio Busoni

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  • In dieser bekannten Verdi-Oper tritt der Mond als Graf auf:



    :hahahaha:

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  • HERODES

    Wo ist Salome?

    Wo ist die Prinzessin?

    Warum kam sie nicht wieder

    zum Bankett,

    wie ich ihr befohlen hatte?

    Ah! Da ist sie!


    HERODIAS

    Du sollst sie nicht ansehn.

    Fortwährend siehst du sie an!


    HERODES

    Wie der Mond

    heute Nacht aussieht!

    Ist es nicht ein seltsames Bild?

    Es sieht aus,

    wie ein wahnwitziges Weib,

    das überall nach Buhlen sucht.

    Wie ein betrunkenes Weib

    das durch Wolken taumelt.


    HERODIAS

    Nein, der Mond ist wie der Mond,

    das ist alles.

    Wir wollen hineingehn.


    „Denn das weiss das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss. Ferruccio Busoni

    In diesem Sinne grüsst Richard


  • Und nicht zu vergessen natürlich Wagners Wonnemond in der "Walküre":


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Franz Schubert (1797-1828) hat in seinen Liedern die Gestirne der Nacht oft besungen. Es ist ein Leichtes einen Liederabend nur mit solchen Liedern zu gestalten.


    Zum Lied "An den Mond" D. 193 hat Franz Schubert am 17. Mai 1815 ein Gedicht von Ludwig Christoph Heinrich Hölty (1748-1876) inspiriert.


    Link zum Manuskript https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b100237469


    An den Mond


    Geuß, lieber Mond, geuß deine Silberflimmer

    Durch dieses Buchengrün,

    Wo Phantasien und Traumgestalten immer

    Vor mir vorüberfliehn!

    Enthülle dich, daß ich die Stätte finde,

    Wo oft mein Mädchen saß,

    Und oft, im Wehn des Buchbaums und der Linde,

    Der goldnen Stadt vergaß!

    Enthülle dich, daß ich des Strauchs mich freue,

    Der Kühlung ihr gerauscht,

    Und einen Kranz auf jeden Anger streue,

    Wo sie den Bach belauscht!

    Dann, lieber Mond, dann nimm den Schleier wieder,

    Und traur' um deinen Freund,

    Und weine durch den Wolkenflor hernieder,

    Wie [dein] Verlaßner weint!




    Die Vertonung D. 296 Franz Schuberts des Gedichtes "An den Mond" von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) ist die zweite Fassung. (siehe Beitrag 28, wo die erste Fassung zu hören ist.) Die Unterschlagung der fünften Strophe in der Erstfassung hat Schubert durch das Zusammenfassen der fünfte, sechsten und siebten Strophe zu einem eigenen musikalischen Gedanken gelöst.



    An den Mond


    Füllest wieder Busch und Tal

    Still mit Nebelglanz,

    Lösest endlich auch einmal

    Meine Seele ganz.


    Breitest über mein Gefild

    Lindernd deinem Blick,

    Wie des Freundes Auge mild

    Über mein Geschick.


    Jeden Nachklang fühlt mein Herz

    Froh und trüber Zeit,

    Wandle zwischen Freud und Schmerz

    In der Einsamkeit.


    Fließe, fließe, lieber Fluß!

    Nimmer werd ich froh;

    So verrauschte Scherz und Kuß,

    Und die Treue so.


    Ich besaß es doch einmal,

    Was so köstlich ist!

    Daß man doch zu seiner Qual

    Nimmer es vergißt.


    Rausche, Fluß, das Tal entlang,

    Ohne Rast und Ruh,

    Rausche, flüstre meinem Sang

    Melodien zu,


    Wenn du in der Winternacht

    Wütend überschwillst,

    Oder um die Frühlingspracht

    Junger Knospen quillst.


    Selig, wer sich vor der Welt

    Ohne Haß verschließt,

    Einen Freund am Busen hält

    Und mit dem genießt,


    Was, von Menschen nicht gewußt

    Oder nicht bedacht,

    Durch das Labyrinth der Brust

    Wandelt in der Nacht.


    .

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .

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  • Im Lied Franz Schuberts "Der Wanderer an den Mond" D. 870 ist das poetische Ich im Selbstgespräch über das Gestirn.

    Das Gedicht schrieb Franz Gabriel Seidl (1804-1875). Komponiert wurde das Lied im Oktober 1826.


    Link zum Manuskript https://digital.staatsbiblioth…3&PHYSID=PHYS_0001&DMDID=



    Der Wanderer an den Mond


    Ich auf der Erd', am Himmel du

    Wir wandern beide rüstig zu: –

    Ich ernst und trüb, du mild und rein,

    Was mag der Unterschied wohl sein?


    Ich wandre fremd von Land zu Land,

    So heimatlos, so unbekannt;

    Bergauf, bergab, waldein, waldaus,

    Doch bin ich irgend, ach zu Haus.


    Du aber wanderst auf und ab

    Aus Ostens Wieg' in Westens Grab,

    Wallst Länder ein und Länder aus,

    Und bist doch, wo du bist, zu Haus.


    Der Himmel, endlos ausgespannt,

    Ist dein geliebtes Heimatland:

    O glücklich, wer, wohin er geht,

    Doch auf der Heimat Boden steht!



    .

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .

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  • Eine Kindheitserinnerung: Aus der Schallplattensammlung meines Vaters stammen diese beiden Titel. Ich erinnere mich gerne daran, wenn er die LPs auf den Plattenspielerteller legte.


    Glenn Millers Moonlight Serenade




    Sail Along Silv'ry Moon von Billy Vaughn.


    .

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .

    2 Mal editiert, zuletzt von moderato ()

  • Die Suite bergamasque enthält das wahrscheinlich bekannteste Klavierwerk Debussys, Clair de lune. Die restlichen drei Stücke des Zyklus haben nie den Bekanntheitsgrad von Clair de lune erreicht.


    „Denn das weiss das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss. Ferruccio Busoni

    In diesem Sinne grüsst Richard


  • "Der Mond ist aufgegangen" (Matthias Claudius):

    Kein Geringerer als Helmut Schmidt hatte sich dieses schlichte Lied aus dem Jahr 1779 (Vertonung: J.A.P. Schulz) für seine Trauerfeier im Hamburger Michel gewünscht. Es singt der Chor St. Michaelis.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).


  • Dann mal weiter mit Richard Strauss und seiner Mondscheinmusik in "Capriccio", jenem Zwischenspiel vor dem großen Finale der Gräfin.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Ich bleibe bei Richard Strauss und verweile beim nächtlichen Beginn seiner Oper "Die Frau ohne Schatten", in der der Mond eine ganz entscheidende Rolle spielt, weil er mythische Zeitenläufe markiert:


    AMME kauernd im Dunkel
    Licht überm See –
    ein fliessender Glanz –
    schnell wie ein Vogel! –
    Die Wipfel der Nacht
    von oben erhellt –
    eine Feuerhand
    will fassen nach mir –
    bist du es, Herr?
    Siehe, ich wache
    bei deinem Kinde,
    nächtlich in Sorge und Pein!

    BOTE tritt aus der Finsternis hervor, geharnischt, von blauem Licht umflossen
    Nicht der Gebieter,
    Keikobad nicht,
    aber sein Bote!
    Ihrer elf
    haben dich heimgesucht,
    ein neuer mit jedem schwindenden Mond.
    Der zwölfte Mond ist hinab:
    der zwölfte Bote steht vor dir.

    AMME beklommen
    Dich hab' ich nie gesehn.

    BOTE streng
    Genug: ich kam
    und frage dich:
    wirft sie einen Schatten?
    Dann wehe dir!
    Weh uns allen!

    AMME triumphierend, aber gedämpft
    Keinen! Bei den gewalt'gen Namen!
    Keinen! Keinen!
    Durch ihren Leib
    wandelt das Licht,
    als wäre sie gläsern.

    BOTE finster
    Einsamkeit um dich,
    das Kind zu schützen.
    Vom schwarzen Wasser
    die Insel umflossen,
    Mondberge sieben
    gelagert um den See –
    und du liessest, du Hündin,
    das Kleinod dir stehlen!



    Diese erste ungemein stimmungsvolle Studioproduktion unter der Leitung von Karl Böhm, die entscheiden dazu beigetragen hat dieses Werk in den Spielplänen zu platzieren, ist mir letztlich immer die liebste geblieben.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Das "Lied an den Mond" aus RUSALKA (Antonin Dvorak) wurde bereits in der Originalsprache eingestellt. Hier folgt eine schöne deutsche Version:

    Elisabeth Lindermeier (Sopran) singt. Eine heute fast vergessene, wunderbare Sängerin. Sie war eine Zeitlang mit dem Dirigenten Rudolf Kempe verheiratet. Nach Beendigung ihrer Sängerkarriere schrieb sie über Musik für Feuilletons diverser Münchner Zeitungen.


    Auf dieser CD singt Elisabeth Lindermeier als Bonus das Mondlied aus "Rusalka":

    Ihr damaliger Ehemann Rudolf Kempe dirigiert die Berliner Philharmoniker (Aufnahme: 9/1957, Berlin, MONO).


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

    2 Mal editiert, zuletzt von nemorino ()

  • Paul Linckes Operette FRAU LUNA wurde bereits in Beitrag 5 genannt. Hier singt Richard Tauber daraus das Lied "Schlösser, die im Monde liegen":


    LG, Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Macht ja nichts, das Lied an den Mond aus "Rusalka" hatte ich ja auch längst eingestellt. Aber auf die Idee Maries (Sopran-) Arie "Schlösser, die im Monde liegen" von einem Tenor gesungen einzustellen, wäre ich nicht gekommen.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Eigentlich begebe ich mich jetzt in Dr. Pingels Ressort. Trotzdem erwähne ich Janaceks Oper "Die Ausflüge des Herrn Broucek", die ich in einer zauberhaften Aufführung vor ....zig Jahren in Gera erleben durfte. Das Thema der Reise auf den Mond scheint von Jules Verne über Offenbach bis Lincke sehr beliebt zu sein!

    Hier ein Ausschnitt mit Fritz Wunderlich:

    Herzlichst La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • Da bin aber glatt zu spät gekommen. Die aufgeführte Arie ist eine der schönsten ihrer Art, von allen Stars vernachlässigt. Im Bild, das auf dem Monde spielt, gibt es neben dem Rosenkavalier die schönsten Walzer.

    Aber ein As habe ich noch im Ärmel: Joseph Haydn, Il mondo della Luna. Da würde ich einigen kundigen Kollegen bitten, da mal ein paar Aufnahmen herauszusuchen, bei mir wird renoviert, da finde ich nix. (Kleine pingelige Anmerkung: Morgenschein statt Morgen schon. Ist ja auch poetischer:untertauch:)

    In keiner Gegenwart kann gewusst werden, wie sie hätte anders werden können, als sie geworden ist (Jörg Maurer).

  • Joseph Haydn: "Il mondo della Luna": Arie "Una Donna come me"

    Frederica von Stade (Mezzosopran), Orchestre de Chambre Lausanne, Dirigent: Antal Dorati (Aufnahme: 6/1975).


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Die erste Fassung der schubertschen Vertonung D. 259 des Goethe-Gedichtes "An den Mond" verdient auch Beachtung. Am 19. August 1815, einen Tag vor Vollmond, hatte er es komponiert. Das neunstrophige Gedicht hat Schubert um die fünfte Strophe gekürzt. So kann er je zwei Strophen zusammenfassen.


    Die zweite Fassung ist in Beitrag 14.


    Link zum Manuskript https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b100237469


    An den Mond


    Füllest wieder Busch und Tal

    Still mit Nebelglanz,

    Lösest endlich auch einmal

    Meine Seele ganz.


    Breitest über mein Gefild

    Lindernd deinem Blick,

    Wie des Freundes Auge mild

    Über mein Geschick.


    Jeden Nachklang fühlt mein Herz

    Froh und trüber Zeit,

    Wandle zwischen Freud und Schmerz

    In der Einsamkeit.


    Fließe, fließe, lieber Fluß!

    Nimmer werd ich froh;

    So verrauschte Scherz und Kuß,

    Und die Treue so.


    Ich besaß es doch einmal,

    Was so köstlich ist!

    Daß man doch zu seiner Qual

    Nimmer es vergißt.


    Rausche, Fluß, das Tal entlang,

    Ohne Rast und Ruh,

    Rausche, flüstre meinem Sang

    Melodien zu,


    Wenn du in der Winternacht

    Wütend überschwillst,

    Oder um die Frühlingspracht

    Junger Knospen quillst.


    Selig, wer sich vor der Welt

    Ohne Haß verschließt,

    Einen Freund am Busen hält

    Und mit dem genießt,


    Was, von Menschen nicht gewußt

    Oder nicht bedacht,

    Durch das Labyrinth der Brust

    Wandelt in der Nacht.



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    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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  • Robert Schumann: "Mondnacht" aus dem Eichendorff-Liederkreis op. 39 Nr. 5:

    Régine Crespin (Sopran). Am Klavier: Christian Ivaldi.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Hier kann man hören, welchen Einfluss der Mond auf die menschliche Stimme haben kann. Magische Töne (2. Akt, 3. Bild) aus Karl Goldmarks "Die Königin von Saba". Die Szene spielt nachts bei Mondschein



    Magische Töne

    ASSAD von rechts auftretend, träumend, ohne Rüstung.

    Magische Töne, berauschender Duft!

    Küsse mich, milde Abendluft,

    :,: Kühle die Stirne mir heilend und mild. :,:

    Lindre die Qual, die das Herz mir erfüllt.

    Um mich schwebt ein zaubrischer Schein,

    Wie in Libanons dunklem Hain,

    Wo die Quelle sich lockend verlor.

    Magische Töne, berauschender Duft!

    Küsse mich, milde Abendluft,

    Kühle die Stirne mir heilend und mild.

    „Denn das weiss das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss. Ferruccio Busoni

    In diesem Sinne grüsst Richard