Musik, die eure Stimmung anhebt

  • Ich weiss, dass der verlorene Groschen noch auf dieser Cd ist, die steht wegen der Kreisleriana auf meinem Zettel. Kenne ich aber wie gesagt nicht, kann ich also nicht empfehlen...



    Vielleicht kennt sie sonst jemand im Forum...

    "Das beste, an dein Übel nicht zu denken, ist Beschäftigung."
    Ludwig van Beethoven

  • Zitat

    Original von Theophilus
    Hi Cosima,


    wenn Kempff genehm ist dann gibt es eine Auswahl an Beethoven Klavierstücken diesseits der Sonaten:


    Hallo Theophilus,


    ich habe auch schnell recherchiert. So sehr viele Aufnahmen von op. 129 scheint es gar nicht zu geben. Da käme noch eine alte Schnabel-Aufnahme in Betracht, aber die klingt wohl gruselig. Eigentlich mag ich Kempff nicht so sehr, aber die CD kostet auch nur EUR 4,99 – die wird es wohl also werden.


    Danke Euch allen!


    LG, Cosima

  • Lieber teleton,
    danke für den Supertipp, der verlorene Groschen wirkt jetzt grade bei mir Wunder! Ich bin heute ziemlich schlecht drauf und hab schon einiges, was ich hören wollte, gleich wieder verworfen. Schubert stürzt mich noch weiter in den Frust, Bach halte ich heute auch nicht aus und mit Dvorak gehts auch nicht. Aber den verlorenen Groschen höre ich schon einige Male in Folge und es wird schon besser!



    Liebe Cosima,
    ich habe eine Aufnahme von Rudolf Buchbinder, es ist eine Doppel-CD, heißt "Piano Classics, Die schönsten Klavierstücke", TCM Classics, und war einmal vor längerer Zeit ein Angebot bei Eduscho, also nichts hochpreisiges. Auf einer CD spielt eben Buchbinder, auf der anderen Wilhelm Ohmen, von dem ich aber sonst nichts kenne. Auf dieser CD ist z.B. "Leise flehen meine Lieder" wunderschön gespielt (also ich empfinde es so), das kommt aber heute nicht in Frage, erst wenn die Stimmung wieder oben ist. :(


    Liebe Grüße
    Terpsichore

  • Hi Terpsichore


    Zitat

    Ich bin heute ziemlich schlecht drauf und hab schon einiges, was ich hören wollte, gleich wieder verworfen. Schubert stürzt mich noch weiter in den Frust,...


    Schlecht drauf sein und dann noch den richtigen Schubert dazu: bewährte Methode bei Depressiven, um in die "richtige" Stimmung zu kommen, auch bei Masochisten angeblich recht beliebt.


    Also, wenn schon unbedingt Schubert (und ich habe vollstes Verständnis dafür), dann vielleicht Rosamunde, oder die Große C-Dur, oder die ersten 11 der Müllerin (aber keinen Schluck - äh Lied - mehr!).


    Aber zum Laune aufbessern gibt es ja wirklich besseres. Wenn man nicht zu jenem Menschenschlag gehört, bei dem ein paar Takte Mozart schon dramatisches Abklingen aller negativen Symptome bewirkt, gibt es ganz spezielle Medizin: Klaviermusik von Louis Moreau Gottschalk ("Der Bananenbaum" u.a.) sowie Gioacchino Rossini ("Peches de Vieillesse"). Das wirkt unter Garantie sofort (und nicht erst in 24h!), als Additivum mit Langzeitwirkung empfehle ich noch Rossinis Streichersonaten.


    Wer auf die zuvor genannten Medizinen nicht positiv anspricht, kann sich getrost in die unheilbaren und hoffnungslosen Fälle einreihen lassen...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Hallo Moritz!


    Ich kann die Kissin-CD durchaus empfehlen. Sie ist eine von seinen besseren.
    Die "Wut" macht er wirklich toll. Die Chaconne spielt Kissin sehr farbig, hochvirtuos und z.T. bombastisch. Wenn schon Busoni - dann aber richtig!


    Die Kreisleriana ist ok. Mir hat Kissins Version im Konzert aber besser gefallen.

    "Muss es sein? - Es muss sein!" Grave man non troppo tratto.

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  • Nun ja, Kissin ist einer der Pianisten, die mir irgendwie nicht wirklich liegen. Ich habe immer wieder einige seiner Aufnahmen auf dem Zettel und kaufe sie dann doch nicht, weil mir anderes immer besser oder wichtiger erscheint. Obwohl ich ihm vielleicht Unrecht tue, wird das wohl auch so bleiben...


    Liebe Grüsse, Moritz

    "Das beste, an dein Übel nicht zu denken, ist Beschäftigung."
    Ludwig van Beethoven

  • Hallo Theophilus!


    Zitat

    Original von Theophilus


    auch bei Masochisten angeblich recht beliebt



    So bin ich mir eh vorgekommen, aber jetzt gehts schon wieder! :D


    Danke auch für Deine anderen Anregungen, den Bananenbaum von Gottschalk kenn ich nicht, das wird sich aber ändern.


    Liebe Grüße
    Terpsichore

  • Zitat

    Original von Moritz
    Liebe Cosima,


    das ist das Rondo Capriccio für Klavier in D-Dur ('Wut über den verlorenen Groschen') op.129, komponiert 1795.


    Und ich kann Teleton nur zustimmen, es hebt wirklich die Laune... :D


    Ein wirklich wundervolles Stück Musik, macht Spaß zum Spielen, auch, wenn man es gar nicht kann. :D
    Nur steht das Stück nicht in D-Dur, sondern in G-Dur. ;)



    Gruß, Peter.

  • Hallo Forum!


    So wie das aussieht zieht die meisten Schubert an sich eher runter. Ich hatte oben das Streichquartett d-moll D 810 - Der Tod und das Mädchen erwähnt. Das Werk ist ja bekanntlich schön in moll gehalten, was für viele auf den angesprochenen Masochismus hindeuten könnte.


    Nun, ich will Euch verraten, warum mich dieses Werk des Öfteren wieder nach oben bringt.


    Langweilig ist mir, wie vielen anderen hier, eigentlich selten bis nie. Aber schlecht drauf sein, das kann ich. Meistens ist dann auch Wut im Spiel. Ich fahre dann ein Stufenprogramm. Zunächst muss die Musik beruhigend auf mich wirken. Beruhigend alleine reicht aber nicht. Die Musik und deren Vortrag muss mich packen, faszinieren, mitreißen. Fröhlichkeit kann hier nicht helfen, würde eher nerven. Werk und Interpret müssen mich in Ihren Bann ziehen. Dann beginne ich mich voll und ganz auf die Musik zu konzentrieren und vergesse(verdränge) das Problem. Bin ich wieder auf dem Boden, darf es auch etwas fröhlicheres sein. Hier greife ich gerne zu Klavierstücken vom Großmeister Ludwig. Daher kommt mir die "Groschen-Emfpehlung" gerade recht. Vielen dank auch für den Tip.


    Zum runterkommen greife ich aber auch gerne zum besagten „Tod und dem Mädchen“. Aber vielleicht packt mich hier auch nur die mir zur Verfügung stehende Interpretation durch das Mandelring Quartett. Nicht auszuschließen, dass mich andere Aufnahmen des selben Stückes eher runterziehen würden.


    Viele liebe Grüße
    Euer Gallo

    ... da wurde mir wieder weit ums Herz ... (G. Mahler)

    Einmal editiert, zuletzt von GalloNero ()

  • Das Bild des Neujahrskonzerts 1992 mit Carlos Kleiber zwingt mich zu einem "mitleidserrenden Geständnis".


    2003 hatte ich das Vergnügen, nach einer Operation auf der Intensivstation des Wiener Donauspitals ein 3-wöchiges Gastspiel zu geben und surfte ein wenig auf der Mitte des Jordans.
    Um mich zu "unterhalten" (ich war im Koma), wurden mir Kopfhörer aufgesetzt.
    Nachdem ich erwachte und einigermaßen aufnahmefähig war, erzählte mir der Pfleger, daß eine sichtbar positive Veränderung in mir beim Anhören von Mozart und des Neujahrskonzert mit Carlos Kleiber vorging, ich jedoch Wagner nicht so estimierte.


    Dies trifft auch im Wachzustand, wenn ich sauhundsmüde bin, zu.

    Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
    (aus "Sprechen Sie Fußball?")

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  • also direkt Musik einzusetzen um meine Stimmung zu "bekämpfen" mache ich nie, eher unterstütze ich dies dann.


    Wenn ich depremiert bin, dann sule ich mich darin und dann kommt auch die entsprechende Musik zum Zug - z.B. die wunderbare melancholische Musik der frz. Gambenmeister Marais und Sainte Colombe.


    Aber generell ist es natürlich die Musik Lullys die mich wie keine zweite erbaut und ergreift.
    Kein Tonsetzter kann da in Konkurrenz treten.


    Alles was ich schreiben könnte, über das wie mich diese Musik berührt und bewegt würde in übelsten Kitsch ausarten, darum lasse ich es ;)


  • Wirklich? Ich bin entsetzt! Hatte das einfach aus meinem Beethoven Werkeverzeichnis rauskopiert...


    Aber Du hast natürlich Recht, Peter...


    Liebe Grüsse, Moritz

    "Das beste, an dein Übel nicht zu denken, ist Beschäftigung."
    Ludwig van Beethoven

  • Hallo,


    Rienzis Schilderung lässt einen trotz des überspielenden Witzes schaudern. Aber es bleibt auf jeden Fall die gute Erkenntnis. Für jeden, der mit der Musik der Strauß-Dynastie zurecht kommt, sind die Neujahrskonzerte ein fast unerschöpflicher Born der guten Laune. Obwohl gelegentlich etwas melancholisch, ist das Musik zum Aufrichten. Und die Versionen mit Kleiber zählen sicherlich zu den ganz schönen...


    Und für diejenigen, die Operette ertragen, sind die Fledermaus, die Lustige Witwe und noch die eine oder andere ebenfalls erstklassige Medizin gegen blaue Tage.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Zitat


    Ihr habt Sorgen (um was auch immer) und wisst nicht, wie euch zu helfen ist.
    Ihr kommt zu dem Entschluss, dass Musik nun das einzige ist, was eure Laune steigern kann. Jetzt braucht ihr etwas richtig schönes. Nicht irgendwas, nicht irgendeine Standard-Sinfonie, sondern das Beste vom Besten. Musik, bei der ihr das Gefühl habt, euer Inneres würde so richtig aufleuchten, bei der ihr nicht anders könnt als auf physische Weise eure Freude an der Musik auszudrücken. Musik, bei der ihr jede einzelne Note genießt, vom Anfang bis zum Ende, Musik, bei der kein Takt langweilig ist oder eurer Meinung nach besser sein könnte.


    Welche Musik wessen Komponisten verbindet ihr mit diesem Gedanken?


    Die tröstlichste und beruhigendste Musik, die ich kenne, in dieser Beziehung das Beste vom Besten, ist "Verklärte Nacht" von Arnold Schönberg! Fassung für Streichorchester bevorzugt!


    Musik, die meine Laune anhebt und mich fröhlich machen kann, ist definitiv auch "Symphonische Metamorphosen nach Themen von Weber" von Paul Hindemith!


    Für mich also diese zwei Werke!

  • Neben den bereits genannten Werken ist mir heute (nachdem der Thread durch myschkin wieder oben ist) noch ein Werk eingefallen, das bei mir die Stimmung hebt:


    Bizet: Sinfonie Nr.1 C-Dur
    Meine liebsten Aufnahmen sind
    Martinon / Chicago SO auf RCA
    und
    Bernstein / New Yorker PH auf CBS/SONY.
    Ausgelöst wird dieses positive Gefühl durch die Tonart C-Dur und vielleicht weil die Sinfonie gar keinen wirklich langsamen Satz hat.
    :) Es ist Fröhlichkeit pur angesagt.


    Myschkin
    :yes: Den von Dir genannten Hindemith: Metharmorphosen üCMW kann ich stimmungsanhebend zustimmen. Das ist auch eines meiner liebsten Werke des 20.Jhd. und der von Dir eingefügte Text mit dem Zitat "das Beste vom Besten" trifft darauf ebenfalls zu.
    Im Hindemith-Thread ist allerdings keine wirklich große Reaktion erfolgt.


    Ist das Werk weitgehend unbekannt für die Taminoaner ?

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

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  • Meine Stimmung heben wirklich zwei Werke eines von Prokofiev und eines von Glinka:


    Und zwar genau in diesen Aufnahmen:


    und dieses hier: Ouvertüre zu Russlan und Ludmilla


  • .... bei mir wirkt Donizettis Oper "L' Elisir d'amore" jedesmal wahre Wunder - egal, an welcher Stelle man reinhört - die südländische Sonne Italiens scheint förmlich aus dieser Musik. Dabei kann ich einfach nicht schlechter Laune bleiben ;)


    Neben den schon erwähnten Strauß-Werken bevorzuge ich aus derselben Zeit tendenziell aber die französischen Kollegen, vor allem mit ihren unglaublich schmissig-spritzigen Ouvertüren.


    Z. B. die Ouvertüren zu
    Edouard Lalo (1832-92): Le roi d'Ys
    Ferdinand Hérold (1791-1833): Zampa
    Ambroise Thomas (1811-96): Mignon; Raymond
    D. F. E. Auber (1782-1871): Fra Diavolo; Le domino noir
    Jacques Offenbach (1819-80): La belle Hélène; Orphée aux enfers, u. v. a. seiner Ouvertüren


    .... allesamt vereinen französische Eleganz mit rhythmisch mitreissenden Passagen, echten Ohrwurmmelodien und unwiderstehlichen Finali - sehr zu empfehlen!!!


    Aber auch Rossinis ( 1792-1868 ) sämtliche Opernouvertüren machen gute Laune - meine "Lieblinge" hier sind die Ouvertüren zu La gazza ladra, Semiramide & Guillaume Tell


    Ach ja - Franz von Suppé (1819-95) gehört in diese Ouvertüren-Sammlung auch unbedingt mit rein! Meine Favoriten hier sind die zu Leichte Kavallerie, Pique Dame, Die schöne Galathée, Dichter und Bauer.


    Von allen Ouvertüren gibt es (auch sehr preisgünstig) schöne Zusammenstellungen, meist jeweils mehrere Suppé-, Rossini- und Offenbach-Ouvertüren "pur" auf Extra-CDs und die übrigen genannten Franzosen wiederum als Melange auf einer CD.

    "Es ist mit dem Witz wie mit der Musick, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
    (Georg Christoph Lichtenberg, 1773)

  • Klassische Musik kann mich zwar tief berühren, aber nicht meine Stimmung aufhellen.


    Besonders rührt mich an Dvoraks 2. Cellokonzert op. 104, vor allem der 2. Satz. Und - etwas ganz anderes - "Der Reigen der seligen Geister" von Gluck (glaube ich). Und auch Manches aus der Sommernachtsmusik von Mendelssohn-Bartholdy.

    Anna-Beate

  • Wenn es mir schlecht geht, sind Debussys Klavierstücke (vor allem die Preludes und Images) oft die einzige Musik, die ich hören kann. Sie beschwichtigt mich dann meist. Alles andere schalte ich gleich wieder aus, wenn ich deprimiert bin.


    Wenn es nicht ganz so schlimm ist mit der Stimmung, dann muntern mich Scarlatti-Sonaten (mit Cembalo gespielt) auf. Wenn Glenn Gould Bach spielt, muntert mich das auch immer auf, z. B. Partitas, Präludien (BWV 933-938 und BWV 924-932) und Fugen.

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

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  • Vor Prüfungen höre ich mit Vorliebe die "Meistersinger"-Ouvertüre, der Anfang und das Ende machen so richtig Mut während der Mittelteil zur Beruhigung beiträgt.
    Um meine Laune zu heben, wirkt "Midsommarvaka" von Hugo Alfven wahre Wunder. Das Stück selber ist kein Meisterwerk, aber pfiffig und erinnert mich an einen wunerschönen Urlaub von ein paar Jahren in Stockholm, wo ich im Konserthuset Bekanntschaft mit der skandinavischen Sinfonik machte und schwedische Orchesterlieder mit Anne Sofie von Otter hören konnte. (Für Hinweise, wo ich eine CD dieser Art finde, wäre ich sehr dankbar.)

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    Die beiden Neujahrskonzerte mit Carlos Kleiber (1989 & 1992) helfen bei mir immer!



    :jubel: :jubel: :jubel:


    Ja! Definitiv: Carlos Kleibers erstes Neujahrskonzert von 1987 ist wahrlich ein musikalisches Antidepressivum! Dabei mag ich solche Musik eigentlich recht wenig...

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

  • Wenn auch kein musikalisches Antidepressivum wie Carlos Kleibers erstes Neujahrskonzert von 1987, so bringen mich die Cellokonzerte von Ivan Monighetti mit der Akademie für Alte Musik Berlin (BerlinClassics) in beste Laune oder auch eine meiner Lieblingsviolinkonzert-Aufnamen (trotz dieses Komponisten): Vivaldi: La Stravaganza op. 4, Andrew Manze, La Stravaganza Köln, Denon.


    Soll es hingegen um etwas Tröstendes gehen, dann greife ich zu Emil Gilels Konzertmitschnitt aus Italien bei aura und höre mir die Scarlatti-Stücke an: dann geht es mir wieder gut.

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

    2 Mal editiert, zuletzt von a.b. ()

  • Wenn das berühmte schwarze Loch droht (kommt gottlob nur selten vor), dann hilft eines todsicher: Rossini, Rossini und nochmals Rossini!
    Seine Musik (ganz egal, was) stimmt mich einfach fröhlich, ich muss lächeln, ob ich will oder nicht.
    Deshalb habe ich es mir angewöhnt, jeden Morgen, bevor ich aus dem Haus gehe, eine Rossini-Ouverture zu hören, das ist ein richtiger Aufsteller für den ganzen Tag.
    Was noch hilft gegen ein Stimmungstief: "Capriccio Italien" oder die "Ungarische Rhapsodie". Nichts wirkt aber so zuverlässig wie Rossini!
    lg Severina

  • Eine sehr liebe Freundin von mir hatte vor einige Jahre eine schwere Depression.
    Da unser musikalischen Geschmack fast 100% identisch ist, habe ich für sie ein Tonband gemacht mit Musik für Gitarre.
    Konzerten für Gitarre + Orchester, immer wieder abgewechselt mit Duos für zwei Gitarren.
    Die Komponisten waren überwiegend Sor, Giuliani und Carulli. :jubel:


    Das hat ihr viel Ruhe gegeben und dadurch geholfen. Genauso wie es mir beruhigt und hilft, wenn die Pflege meiner Mutter mir manchmal eine schwere Bürde scheint.


    LG, Paul

  • Tamino XBeethoven_Moedling Banner
  • Zitat

    Original von a.b.
    Wenn auch kein musikalisches Antidepressivum wie Carlos Kleibers erstes Neujahrskonzert von 1987, so bringen mich die Cellokonzerte von Ivan Monighetti mit der Akademie für Alte Musik Berlin (BerlinClassics) in beste Laune oder auch eine meiner Lieblingsviolinkonzert-Aufnamen (trotz dieses Komponisten): Vivaldi: La Stravaganza op. 4, Andrew Manze, La Stravaganza Köln, Denon.


    Soll es hingegen um etwas Tröstendes gehen, dann greife ich zu Emil Gilels Konzertmitschnitt aus Italien bei aura und höre mir die Scarlatti-Stücke an: dann geht es mir wieder gut.


    1987 dirigierte Herbert von Karajan das Neujahrskonzert. Carlos Kleiber kam 1989 erstmals dran.


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Hallo zusammen,


    wenn es mir richtig dreckig geht, ist mein Standard-Aufheiterungs-CD-Schuber diese Box:


    Joseph Haydn
    Londoner Sinfonien

    Eugen Jochum, LPO



    Wenn es richtig übel ist, hilft auch das Lied "Morgen" von Richard Strauss, gesungen vom großen Jussi Björling:



    Und dann gibt es ja noch die Tage, wo man sein Leid so richtig auskosten will, dann kommt


    Gustav Mahler
    Sinfonie Nr. 9

    Berliner Philharmoniker, Abbado


    [jpc]5198869 [/jpc]


    in den Player...und dann geht ich meist gleich schlafen und bin fertig mit der Welt...vorrübergehend. :D


    Gruß
    Sascha

  • Hallo!!


    Als begeisterter Opernhörer hilft bei mir nur:


    ROSSINI - Komische Opern (am besten die 5 Einakter, die er für das Teatro San Moise in Venedig komponiert hat [Signor Bruschino, Occasione fa il ladro, La scala di seta, La cambiale di matrimonio, L´inganno felice])


    oder auch DONIZETTI - Lucia di Lammermoor (Finale erster Akt [Pavarotti-Scotto])
    BELLINI - I Puritani A te, o Cara (Pavarotti-Fren)
    MOZART- Hochzeit des Figaro auf deutsch (Crudel, perche finora)[Prey-Rothenberger]
    ODER Funiculi, Funicula von WUNDERLICH gesungen, hilft auch noch!


    LG Joschi

  • Sicher, Musik ist auch ein Stimmungsbarometer. Und so auf Anhieb fallen mir eher Stücke ein, die, wenn ich mich nicht gut fühle, total runterziehen. So, z. B. Schubert, "So lass mich scheiden" in der Interpretation von Arleen Augér.


    Stimmungshebend ist für mich vor allem Claudio Monteverdi. Wenn es mir nicht gut geht, gelingt es mir oft, mich mit seiner Musik abzulenken, zur Ruhe zu kommen und ein bischen Spannung abzubauen.

  • Albinoni, 12 Concerti a cinque, Op. 5, vor allem die Nummern 3 und 4, eingespielt von I Musici mit Pina Carmirelli, Solovioline, erschienen 1981 bei Philips. Ulfk179 hatte ja schon Stimmungsaufheller für Prüfungen angesprochen, diese waren meine für die Examenswoche.


    Weiterhin: Hornpipe, aus dem Concerto Grosso, Op. 6, Nr. 7 von Händel, gespielt von der Academy of St. Martins in the Fields,


    der erste Satz der Feuerwerksmusik (kann man laut mitbrummen, und man ist wieder obenauf, es muß nur schnell gespielt werden),


    Gloria in Excelsis Deo von Vivaldi


    die Fuge aus WTK BWV 882, gespielt von Gould

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