Legenden des Jazz - (0) – Trailer

  • Fast schon traditionell reiche ich den Trailer nach:

    Und das hat durchaus seine Vorteile.

    kurz nach 2000 hatte ich eine Phase wo ich was Neues kennenlernen wollte. Es war der Jazz - oder bessser gesagt ein oder zwei spezielle Richtungen davon:

    Dixieland und New Orlean Jazz. Ich stiess zwar immer wieder auf die Namen, wusste aber nich wirklich wer dazu gehörte- und wer nicht. So erwischte ich immer wieder auf jemanden der mir nicht behagt, aber ich macht auch "Entdeckungen " anderer Stile, die mich auch ansprachen. Da war natürlich ein Buch gefragt. Und so wünschte ich mir zu Weihnachten 2003 eines von meiner Mutter. Wir schrieben das Jahr 2003 (1 vor Tamino) und es gab von dem von mir gewünschten Buch (Erstauflage aus den späten siebzigern) eine überarbeitete Neuauflage. Meine Mutter hatte große Mühe das Buch überhaupt zu bekommen . aber sie schaffte es.

    Das Buch führt zu zahlreciehn Neuanschaffungen auf dem Gebiet des (historischen) Jazz, neben eine Abhandlung zur Entwicklung des Jazz und seiner zahlreichen Stilrichtungen enthält es auch zahlreiche Musikerbiographin von jeweils ca 10 Seiten inhalt. Ich hab viel drin gelesen und einige Monate lang vermehrt Jazz gehört - ohne den Anspruch ein Kenner oder Liebhaber zu sein - aber es war eine Bereicherung für mein Leben, Irgendwann erlahmte das Interesse, die Einkäufe stagnierten. Jazz hörte ich dann 2 mal jährlich.

    Im Rahmen eine neu erwachten Interesses (das man aber nicht überschätzen sollte) habe ich begonnen diesen Thread hier zu eröffnen,

    Dabei haben mich DREI Dinge gleichzeitg erschreckt.


    1) Im Gegensatz zu vor 20 Jahren ist das Angebot radikal geschrumpft.

    In Wien musste das Spezialgeschäft "Red Octopus Records" schliessen, nach dem der Virgin Megastore in Sachen Jazz ernsthafte Konkurrenz machte.

    Dieser macht dann ein paar jahre später ebenfalls dicht. Klassik-Shops haben in Wien üblicherweise keinen Jazz geführt, eventuell noch EMI, aber die haben ihr Sortimen stark gestrafft und sind seither weder in Sachen Klassik noch Jazz für mich interessant.

    Kein Problem - schaun wir bei jpc oder Amazon nach -

    Zahlreiche Serien, die sich historischen Jazz Aufnahmen widmeten sind einfach vom Markt verschwunden. Vereinzelt gibts klägliche Restbestände.


    2) Gut - dann greife ich eben auf meine kleine Sammlung zurück.

    Schreck - Soo klein hatte ich sie nicht in Erinnerung !!!

    Aber die Erinnerung war schon in Ordnung - es fehlen zahlreiche CDs - und ich habe keine Ahnung wohin ich die verräumt habe. - oder ob sie bei einer Renovierung der Wohnung versehentlich entsorgt wurden - das glaube ich aber nicht.


    3) Das Interesse an diesen threads ist generell ehr gegen Null

    Das ist auch in einem Forum das sich der KLASSISCHEN Musik gewidmet hat nicht unbedingt verwunderlich oder beunruhigend.


    Zu weiteren Features, Problemen und Imponderabilien in einem meiner nächsten Beiträge...


    mfg aus Wien

    Alfred


    3)

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • DIESE Serie "The chronological Classics" war ein großartiges französisches Projekt des Labels "CLASSICS RECORDS" - und ich bin davon ausgegangen, daß dies eine Projekt für die Ewigkeit sei. Alles was im Jazzbereich bereits free of Copyright war wurde auf digital auf CDs überspielt, vergleichbar etwea mit "Lebendige Vergangenheit" von Preiser - nur eben im Jazzbereich.

    Ich besitze einige wenige CDs aus dieser Serie - von der es allerdings bis zu deren Einstellung vor etwaa 10 Jahren 965 !!! Folgen gab.

    Die Serie selbst wurde 1989 in Frankreich gestartet. und sie veröffentlichte nach Interpreten zw Bandleadern geordnet, wobei immer der Zeitraum der Angaben mit angegeben wurde. Da war dann alles dabei. Von den akustischen Schallplatten über die Schallak-Ära und - sowit mir bekannt auch ein wenig darüber hinaus...

    Ob es mir passt oder nicht - die CDS gibt es - wenn überhaupt - nur antiquarisch.

    Ich habe bei Amazon gesucht und wurde kaum fündig.

    So habe ich mein Glück beim berühmten Schallplattenantiquariat Teuchtler in Wien versucht - und war erfolgreich.

    So scheint der Nachschub an Jazz CD aus dieser Serie fürs erste gesichert. Es stellte sich heraus, daß Frau Teuchtler (Schwiegertochter des Gründers)einige gemeinsame Bekannte hatte, was das Gespräch sehr angenehm machte.

    Erfreulich, daß der Laden gesteckt voll mit Jugend war - das Interesse an Tonträgern dürfte doch größer sein als es die Vermarkter von Downloads gerne hätten....

    mfg aus Wien

    Alfred


    PS: Das Label CHRONOLOGICAL hatt 15 Jahre einen falschen Schriftzug im LABELBILD - fälschlicherweise stand dort: CHRONOGICAL

    Bemerkt wurde das erst 2004 - und die neueren Nummern waren korrekt beschriftet.

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Beim Durchforsten des "Jazz Bereichs" ist mir aufgefallen, dass die Beteiligung über die Jahre hindurch doch größer war als vermutet. Das wird Folgen haben.

    Zum einen werde ich überprüfen, welche bestehenden Threads über Persönlichkeiten geeeignet sein könnten, in die neue Serie "Legenden des Jazz" aufgenommen, bzw eingefügt zu werden.

    Vor allem Harald Karal hat hier vor etlichen Jahren - erfolglos - versucht, Kurzportraits von Jazzgrößen zu starten, zwar sehr knapp, aber als Appetizer für andere Mitglieder geeignet.

    Harald würde sich gewiss freuen, wenn er sähe, daß seine Threads nun (leider posthum) doch wiederbelebt wurden (zumindest will ich es versuchen). Die in römischen Zahlen gehaltene Numerierung stimmt dann zwar nicht mit dem Zeitpunkt überein, wo der Thread gestartet wurde - aber damit kann ich leben.

    Es gibt indes einige Probleme mit dem Jazzbereich.


    1) Zum einen wird man einen solchen nicht bei Tamino vermuten.

    2) Zum anderen sind die meisten Jazz-CDs die historische Interpreten behandeln gestrichen.

    3) Dritten ist - was ich lange nicht wusste - die Jazzszene WESENTLICH kleiner als die Klassikszene.

    4) Verstehe ich nicht allzuviel davon - hier nehme man den Willen fürs Werk.


    In Bezug auf 2 kann ich vermelden, daß es eine blühende Second Hand Szene (zumindest in Wien) gibt.

    Ich bin kein Freund von Second Hand, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen.

    Zudem war meine zukünftige Quelle von nicht mehr erhältlichen JAZZ CDS (Es gibt dort auch LPS und Klassik) bestens sortiert und die CDs waren in einem beinahe neuwertigen Zustand.


    Ich werde - nicht zuletzt dieses Threads wegen - dort öfter einkaufen.

    Um zeitgenössischen Jazz muss sich aber jemand anderer kümmern.


    Es war lange eine Angstgespenst, daß reine Jazzliebhaber sich bei Tamino registriern könnten und das Forum quasi "übernehmen".

    Damals hatte ich einerseits keine Ahnung von den Grössenverhältnissen "Klassik vs JAZZ" und ausserdem war das Forum nicht so stabil wie heute.

    Ich könnte mir durchaus vorstellen reine JAZZ-Hörer und -Kenner aufzunehmen, wobei man unter Umständen diese kennzeichnen könnte oder ihnen nur den Zugang zum Jazzbereich ermöglichen. Das ist aber angesichts der heute oft vermischten Interessen eher nicht zielführend - Sollten sich einige Spezilisten hier anmelden und einbringen - dann müsste ich natürlich für geeignete Avatarbilder sorgen.

    mfg aus Wien

    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Ich habe mir nun die Reaktonen (ich meine hier lediglich die Seitenaufrufe) zu den ersten Threads dieser Serie angesehen und muß sagen, das die nicht berauschend sind oder ermutigend. Aber Tamino war auch kaum in Schwung zu bringen.....

    Ich bin dennoch voller Tatendrang und habe heute 9 CDs der Serie "The Chronological Classics" antiquarisch gekauft.

    Es ist eine Frage, ob man über CDs berichten soll, die es eigentlich garn icht mehr im Handel gibt, aber einerseits vermute ich eine erkleckliche Anzahl bei den Jazzhörern und -Sammler, andrerseits habe auch ich es geschafft, welche zu bekommen und habe mir weitere gesichert. Zudem gibt es - wenn auch spärlich - andere Compilationen mit den gleichen Nummern, teils sogar vom Originallabel. Der Vorteil von "Cronological Classics" bestand IMO darin, daß die Auswahl schier unerschöpflich war - und daß es einen "lexikalen"Touch gab, was meinen Vorlieben entgegenkommt. Die einzelenen CD umfassen jeweils einen ziemich genau definierten Zeitraum der Aufnahmen des Interpreten - und natürlich gibt es mehrere davon.

    Es gibt auch kaum Filterungen, die Cds scheinen ziemlich unverändert von Schellack ücernommen worden zu sein.

    Nicht jedermanns Geschmack - aber ich präferiere das. Mit Grundrauschen kann ich leben, mit zu Tode gefiltertem Klang nicht.

    Jazz hat einen wesentlich geringeren Dynamikumfang als Klassik und somit ist das Verhältnis Nutzsignal gegen Störsignal besser.

    Natürlich muss man bei historischen Aufnahmen Abstriche machen....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Legenden des Jazz sind aus meiner Sicht mindestens in den 60er Jahren angesiedelt, Aufnahmen davor höre ich mir einfach nicht mehr an - außer Satchmo, der ist eine eigene Kategorie - meine Toleranz in Bezug auf Klangqualität ist endlich.

  • Schellack geht gar nicht, Stereo ist im Prinzip ein Muß.


    Wenn ich drei Legenden benennen sollte, wären das

    - Oscar Peterson

    - Dave Brubeck

    - und eben Satchmo (vorzugsweise mit Ella)

  • Deine Ansicht in allen Ehren, die goldenen Jahre des Jazz sind aber nun mal in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Daher werde ich - auch weil ich mich dort besser auskenne - den Schwerpunkt auf diesen Zeitpunkt legen. Nach und nach werden wir uns dann dem von dir erwähnten Zeitpunkt nähern, wo es zwar von der Tontechnik her einen bedeutenden Fortschritt gibt, mich aber die Musk eigentlich nicht mehr begeistern kann. Denk mal über den Übertitel nach, den ein solcher Thread haben könnte...


    mfg aus Wien

    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Das Projekt "Legenden des Jazz" stösst auf weniger Interesse als erwartet. Das mag zum Teil an mir liegen, weil man in einem Klaassikforum wohl keine Jazzbegeisterten vermuten kann. Zum anderen aber dürfte das Interesse am klassischen Jazz weitgehend abgeflaut sein, es gibt ja kaum noch CDs.

    Dazu kommt, daß einige der hier genannten (und in Zukunft genannt werdenden von der Zeit der Schellackära bis hin zu Stereo aktiv waren - teilweise unter mehrmaligem Wechsel ihres Stils. Andere waren "Geheimtipps", also unter Kennern bekannt, aber für Aussenstehende keine wirkliche Größe oder sogar völlig unbekannt.


    Deshalb wird die Serie zwar weitergeführt aber wesentlich langsamer als geplant.


    mfg aus Wien

    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Legenden des Jazz, die beleuchtet werden sollten, sind meiner Meinung auch -


    Miles Davis

    Chet Baker

    Bill Evans

    Keith Jarrett


    Besonders dei beiden Letztgenannten haben ja auch Wurzeln in der klassischen Musik...

    Hear Me Roar!

  • Die kommen sicher an die Reihe. Eine davon lebt ja sogar noch.......

    Zuerst versuche ich aber die Jahre von 1925 bis 1955 aufzuarbeiten

    wo es schon jetzt schwer ist CDs aufzutreiben


    Aber es dürfen ja gerne auch andere Mitglieder in der Serie "Legenden des Jazz" threads eröffnen, da die Nummerierung nich chronologisch angelegt ist. Im Falle von "Modern Jazz" und "Cool Jazz" wird das sogar erforderlich sein - denn hier werde ich mich nicht engagieren....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Okay, wenn es für Dich okay ist werde ich dann in der nächsten Zeit etwas über Chet Baker und Bill Evans schreiben. Ich mag Cool Jazz sehr.


    Auch Theolonius Monk war ein ganz Wichtiger. Und wir dürfen natürlich nicht auf Duke Ellington vergessen...

    Hear Me Roar!

  • Ja ich bin sehr einverstanden mit Threads zu dieser Serie, wobei ich bitte das "Format" in ähnlicher Weise zu verwenden - muss nicht sklavisch genau sein.

    Bei mir ist es so, daß ich bis vor kurzem etwa 30 bis 40 Jazz CDS aus den "Klassischen Phasen" besass, die aber nicht mehr im Handel verfügbar sind. Dann habe ich mich bemüht eine gewisse Serie "The Chronological Classics" zu ergänzen, was ebenfalls nur antiquarisch gelang. Hier musste ich nehmen was noch verfügbar war - ich habe etw 20 CDs gekauft, aber hier sind zahlreiche Künstler dabei, die vermutlich heute nur noch Insider kennen. Ausserdem bin ich dabei, mich ein wenig über die diversen Stilrichtungen . ihre Protagonisten, ihre eigenarten zu informieren . was eigentlich ganz gut gelingt - aber ein langwieriger Prozess ist.

    Man kann sich die Frage stellen warum ausgerechnet ich diese Jazzabteilung betreut - Ganz einfach: Weil sie nun einmal da ist und es sonst niemand macht .

    Vor vielen Jahren war sie gewünscht. Aber wie das so ist mit Kindern - sie wünschen sich ein Spielzeug - und verlieren nach kurzem das Interesse daran.....

    Ich gestehe auch, daß ich seinerzeit Angst hatte, der Jazzbereich könne überhand nehmen. Damals war ich falsch informiert. Ich wusste nicht, daß die Gruppe JAZZ im Verhältnis zu "KLASSIK" verschwindend klein ist. Immerhin hat sie das Flaggschiff des Wiener JAZZ CD-Handels "Red Octopus Records" ohne Tränen zu vergiessen auf den Grund des Ozeans geschickt- Am 30. September 2009 war dort Feierabend für immer.

    Die CD Versender haben sich in Sachen "Klassischer JAZZ auch nicht mit Ruhm bekleckert - aber vermutlich haben die Labels ihre Produkte gestrichen....


    Antiquarisch gibts noch vieles - wenngleich ntürlich auch nicht alles

    Hoffen wir das Beste


    mfg aus Wien

    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • @ Alfred - zu Deiner Info gibt es jetzt CD-Boxen von fast allen Jazzgrößen, die einem quasi nachgeworfen werden. Geh auf amazon und gib "Milestones of a Jazz Legend" ein - da findest Du um ca. 12 Euro 10 CDs (auf denen bis zu 20 Original-Alben gepresst sind). So habe ich heuer zu einem wirklich günstigen Preis meine Jazz-Sammlung erweitern können! Begonnen habe ich die übrigens mit den Jazz-Aufnahmen von André Previn...

    Hear Me Roar!

  • Besten dank für den Hinweis. Ich muss mir erst ein Bild von der "Tonqualität" machen.

    Die ist üblicherweise sowieso nicht überragend. Aber das muß man akzeptieren

    NICHT akzepieren will ich indessen die mehr oder weniger sanfte Überfilterung, wie man sie oft bei "Reissure Labels" in der unteren Preisklasse antrifft - ebenso lege ich Wert auf Angaben, WO und WANN eine Aufnahme gemacht wurde. und von welchem LABEL

    Ebenso sind - gerade für Threads wie diesem - Bookletnotizen sehr hilfreich. Da fühle ich mich bei den Einzelveröffentlichungen einigermaßen gut aufgehoben.

    Ich habe inzwische auch einie weitere antiquarische Aufnahmen erwerben können und war (toi toi toi) angenehm überrascht über deren Zustand (wobei ich allerdings nur CD kaufe wo der Zustand mit "sehr gut" oder "mint" beschrieben ist.


    Durch den andauernden Interpreten- Orchester- und Labelwechsel im Bereich des Jazz ist der Bereich für den Einsteiger oder "Nebenbei-Jazz-Hörer" eher unübersichtlich- Es bedarf lange Zeit bis man sich durch diesen Dschungel einigermaßen indurchgearbeitet hat.

    Inzwischen gibt es 14 Portraits von Jazzmusikern in unserer neuen Serie. Meine Vorliebe für die "Steinzeit des Jazz" ist unübersehbar, aber ich gehe davon aus, daß sich das bereits in den nächsten 6 Monaten ein wenig ausgleichen wird.


    mfg aus Wien

    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......