Eine Bekenntnis zu Berichten aus der Oper

  • Hallo und guten Abend,

    ich wollte es nicht dort posten:


    Wasserschaden nun auch in Düsseldorf


    So lese ich es sehr häufig im Forum warum jemand keine Berichte mehr schreibt. Die angeführten Gründe kann ich, ohne wenn und aber, nachvollziehen.

    Berichte aus der Oper sind für mich die Persönliche Mitteilung eines Forumsmitglied über eine bestimmte Opernvorführung. Er teilt uns, mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen, seine Eindrücke über das Gesehene und Gehörte mit. Ich schätze diese exklusive Leistung.



    So erfahre ich, viel über die Oper, oft auch über den Aufführungsort und kann so, mein eigene Sichtweise der Dinge Reflektieren.


    Ich werde mich bemühen auch zu schreiben, die Berichte sind dann sicher "unvollkommen" und aus der Provinz.;)


    Meiner bescheidenen Meinung nach, gibt es, trotz unendlicher Differenzen in Inzenierungsfragen, eine "gemeinsame Schnittmenge" die in den Operberichten zu Ausdruck gebracht werden kann.

    MfG Wilfried

  • Ich werde mich bemühen auch zu schreiben, die Berichte sind dann sicher "unvollkommen" und aus der Provinz. ;)

    Lieber Wilfried, das soll - jedenfalls von meiner Seite - Dein Schaden nicht sein. Also nur zu und fröhlich drauflos geschrieben! Um welche "Provinz" wird es sich denn handeln?

  • Lieber Wilfried, bitte berichte von den Opern, die Du bei Euch hörst und siehst!

    Wer sowas macht:

    ist sowieso nicht provinziell.

    Es grüßt Hans

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Die deutsche Opernprovinz hat ohnehin ein großartiges Niveau. Ich nenne jetzt mal Opernhäuser hier in meiner Region, die regelmäßig Spitzenleistungen vollbringen. Hagen, Krefeld/Mönchenladbach, Gelsenkirchen. Gelsenkirchen ist mein Stammhaus, da bin ich auch im Fördererverein. Die nächste Premiere ist "Die Sache Makropulos"!

    In der Provinz beginnen auch große Karrieren, etwa Johan Botha, Mario Brell, Waltraud Meier, Trudeliese Schmidt, Marlis Petersen.....

    Rechtschreibfehler werden über Nacht in den Duden gelegt (?)

  • So lese ich es sehr häufig im Forum warum jemand keine Berichte mehr schreibt. Die angeführten Gründe kann ich, ohne wenn und aber, nachvollziehen.

    Berichte aus der Oper sind für mich die Persönliche Mitteilung eines Forumsmitglied über eine bestimmte Opernvorführung. Er teilt uns, mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen, seine Eindrücke über das Gesehene und Gehörte mit. Ich schätze diese exklusive Leistung.

    Lieber Wilfried,


    ich schätze die Berichte aus der Oper auch sehr und bin den Autoren dankbar, dass sie die Zeit und Mühe auf sich nehmen. Früher habe ich auch über fast jeden Opernbesuch einen Bericht geschrieben. Dass ich das nicht mehr tue, hat drei Gründe. Zum einen bin ich derzeit unter der Woche beruflich so eingespannt, dass der zeitliche Aufwand mir zu groß geworden ist. Die Zeit, die das Schreiben eines solchen Berichts kostet, geht von der Zeit ab, die für das Hören von Musik zur Verfügung steht. Zweitens hatte ich - wie auch von anderen beklagt wurde - meistens den Eindruck, dass meine Berichte so gut wie niemanden interessiert haben. Das mag damit zusammen hängen, dass ich mir oft Raritäten anschaue, die viele wahrscheinlich nicht einmal kennen, und meine Liebe zu Barock-Opern teilen sowieso die wenigsten. Und drittens ärgert es mich, wie oft Berichte aus der Oper von den "RT-Phoben" instrumentalisiert werden, um ihre ewig gleichen Tiraden gegen das Regietheater loszuwerden. Für mich ist es ein Gebot der Höflichkeit, mich mit kritischen Äußerungen zurückzuhalten, wenn jemand über einen Opernbesuch berichtet, der ihm oder ihr offenbar viel Freude bereitet hat. Wenn dann Kommentare der Art kommen, dass man gar nicht verstünde, wie man an so etwas Gefallen finden könne, zeugt das mindestens von einer schlechten Kinderstube. Denjenigen, die trotzdem weiterhin Berichte schreiben, gilt mein Respekt und Dank, aber ich habe dazu keine Lust mehr.

    Freiburg.

    Von Freiburg hast Du es doch nicht weit nach Basel, das ist wahrlich keine Opern-Provinz.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Für mich ist es ein Gebot der Höflichkeit, mich mit kritischen Äußerungen zurückzuhalten, wenn jemand über einen Opernbesuch berichtet, der ihm oder ihr offenbar viel Freude bereitet hat. Wenn dann Kommentare der Art kommen, dass man gar nicht verstünde, wie man an so etwas Gefallen finden könne, zeugt das mindestens von einer schlechten Kinderstube.

    Du musst in einem Paralleluniversum leben. Aber man müsste bei Knigge oder Elmayer nachlesen, ob es mal solche Benimmregeln gegeben hätte.


    Ich halte die Rückmeldung, dass man nicht verstünde, wie man daran Gefallen fände, für höflich, Alternative wäre sozusagen gar keine Rückmeldung, einfach das Thema wechseln, das ist sicher nicht höflicher.

  • Ich möchte dazu auch einiges schreiben.

    Die meistn "Probleme " im Internet fußßedn auf falschen Erwartungshaltungen und Missverständnissen.

    Vieles kann man nicht ausräumen, einiges aber doch.


    So lese ich es sehr häufig im Forum warum jemand keine Berichte mehr schreibt. Die angeführten Gründe kann ich, ohne wenn und aber, nachvollziehen.

    Ich eigentlich nicht, denn es wird hier ein subjektiver Eindruck geschildert. Man kann abe nicht erwarten, daß alle diesen Eindruck teilen, das gilt besonders für das Spannungsfeld PRO und CONTRA RegieTheater

    Damit muss man leben.


    Zum einen bin ich derzeit unter der Woche beruflich so eingespannt, dass der zeitliche Aufwand mir zu groß geworden ist.

    Das ist nachvollziehbar

    Rat vom Tamino Experten: Geh in Pension - durch Arbeit vedirbt man sich die gesamte Freizeit....:stumm:


    Zweitens hatte ich - wie auch von anderen beklagt wurde - meistens den Eindruck, dass meine Berichte so gut wie niemanden interessiert haben.

    Das ist einfach erklärt.

    Du erreichst eine andere Zielgruppe als Du (scheinbar) anstrebst, was mit der Struktur eines internationalen Internnetforms zusammenhängt. Die einzeknen Teilnehmen sind räumoch weit voneinander entfernt (ideologisch auch, aber das ist ein anderes Thema) Bei lokalen Zeitungen ist das anders.
    Wenn jemand aus Berlin über einen Operrnbesuch schreibt, dann ist die Chance gering, dass das eim Mitglied aus München oder Wien wirklich interessiert.*

    Indes wird der Beitrag auch AUSSERHALB des Forums von Mitgliedern gelesen, die nahe dem Aufführungsort der "Rezension" wohnen. Bei Aufführungern in Serie kann das durchaus einen Einfluss auf die Entscheidung "Kauf ich mir ne KArte oder niacht ?" haben. SOO soltest Du das sehen.....


    und meine Liebe zu Barock-Opern teilen sowieso die wenigsten

    Das liegt in der Natur der Sache - vor 50 jahren war indes das Interesse signifikant geringer.

    Sowas dar einen nicht stören, denn sonst müsste ich alle meine Beiträge über unbekannte Komponisten des 18. Jahrhunderts in den Gully spülen.........


    Und drittens ärgert es mich, wie oft Berichte aus der Oper von den "RT-Phoben" instrumentalisiert werden, um ihre ewig gleichen Tiraden gegen das Regietheater loszuwerden. Für mich ist es ein Gebot der Höflichkeit, mich mit kritischen Äußerungen zurückzuhalten, wenn jemand über einen Opernbesuch berichtet, der ihm oder ihr offenbar viel Freude bereitet hat. Wenn dann Kommentare der Art kommen, dass man gar nicht verstünde, wie man an so etwas Gefallen finden könne, zeugt das mindestens von einer schlechten Kinderstube.

    Beginnen wir beim "Gebot der Höflichkeit" Würde das - wie Du es forderst - so würde folgendes Ereignis eintreten:

    Die RT Befürworter würden gezielt "ihre Aufführungen loben" - und somit indirekt promoten.

    Die RT- Gegener besuche - mangels geigneter Aufführungen - kaum mehr Opernvorstellungen - was das Zerrbild noch verschlimmern würde. Dies mal rein vom strategischen Standpunkt - wertungsfrei.


    mfg aus Wien

    Alfred

    Die Tamino Moderation arbeitet 24 Stunden am Tag - und wenn das nicht reicht - dann fügen wir Nachtstunden hinzu.....