Mariss Jansons ist verstorben

  • Soeben habe ich gelesen, daß Mariss Jansons verstorben ist. Der Chef des Sinfonieorchesters des BR starb am 1.12.2019 im Alter von 76 Jahren in St. Petersburg im Kreise seiner Familie.


    Ich bin unfaßbar traurig. Unzählige Male habe ich ihn im TV erlebt. Jetzt bleibt nur die Erinnerung. Möge er in Frieden ruhen.


    La Roche

    Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!

  • La Roche

    Hat den Titel des Themas von „Mariss Jamsons ist verstorben“ zu „Mariss Jansons ist verstorben“ geändert.
  • Ich habe es auch gerade gelesen und bin ebenfalls sehr traurig über den Tod eines weiteren großen Dirigenten, den ich sehr geschätzt habe... Ruhe in Frieden, Maestro


    Hier die Nachrufe des Bayerischen Rundfunks und des Concertgebouw Orchesters

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Es ist schon wieder tragisch, wenn ein weiterer der grossen Dirigenten nicht mehr für die Klassische Musik zur Verfügung steht.


    *** Mariss Jansons verstarb heute am 01.Dezember 2019 im Alter von nur 76Jahren ... ;( das ist eindeutig zu früh ...


    RIP

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Er war noch angekündigt in der Essener Philharmonie mit seinem Orchester, Daniel Harding ist für ihn eingesprungen. Ich habe eine wunderbare Mahler-Sinfonie von ihm mit dem Concertgebouw-Orkest (2) auf Video.

    Es steht dir frei, dir über dies und das keine Meinung zu bilden und so deiner Seele die Unruhe zu ersparen (Marc Aurel)

  • Sehr traurig, das jetzt wieder ein großer Dirigent verstorben ist.

    Ruhe in Frieden Herr Mariss Jansons! :(

    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • Oh je, das ist wirklich traurig! Jansons habe ich über seine extrem spannenden und farbigen Mahler-Interpretationen kennengelernt. RIP, Mariss Jansons.

  • Sehr, sehr traurig, wenn auch nicht ganz überraschend. Es grenzt beinahe an ein Wunder, dass sich Mariss Jansons trotz seiner seit spätestens 1996 (Herzinfarkt in Olso) angegriffenen Gesundheit über so viele Jahre solch enormen Belastungen aussetzen konnte (elf Jahre parallel Chefdirigent des BR- und Concertgebouw-Orchesters). Die letzte Zeit musste er oft Konzerte absagen, was zunehmend zu Diskussionen führte. Seinen letzten Auftritt auf dem Podium hatte er am 8. November 2019 in der Carnegie Hall in New York mit dem BRSO. Da geht ein großer Dirigent und sympathischer Mensch.

    R. I. P.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Unglaublich traurig, ich habe seine Einspielung von Mahlers Symphonie Nr. 2 mit dem Concertgebouw Orkest schon immer vom ersten Ton an geliebt und sehe sie bis heute als die mit großem Abstand beste Interpretation dieses Werkes an. Ruhe in Frieden, Maestro!

  • Dann hat mich mein Gefühl doch nicht getrogen, als ich ihn an Allerheiligen live in Köln erlebte und er sich mühselig zum Pult schleppte, was mich mit großer Sorge erfüllte. Und Straussens "Vier letzte Lieder" und Brahms letzte Sinfonie, die er als Letztes dirigierte, werden mir immer in Zusammenhang mit seiner freundlichen und sympathischen Person in Erinnerung bleiben. Heute Abend werde ich in Erinnerung an ihn die DVD mit der Eroica auflegen, die er 2012 in der Suntory Hall in Tokyo live aufgeführt hat und die auch Probenausschnitte beinhaltet.

    Ich werde ihn sehr vermissen.


    R.I.P.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Der vielleicht symphatischste der "großen Alten" ist abgetreten - sehr schade. Ich habe zu wenig Aufnahmen von ihm in meiner Sammlung - das werde ich in Memoriam ändern.

    Herzliche Grüße
    Uranus

  • Der ORF ändert sein Programm in Fernsehen und Radio

    In memoriam Mariss Jansons bringt der „Kulturmontag“ , heute am 2. Dezember ab 22.30 Uhr in ORF 2 einen Nachruf auf Mariss Jansons, die „matinee“ zeigt am Sonntag, dem 8. Dezember, Robert Neumüllers Porträt „Mariss Jansons – Musik ist die Sprache von Herz und Seele“ (9.05 Uhr). ORF III plant unter anderem für heute Montag, dem 2. Dezember, eine „Kultur Heute“-Spezialsendung um 19.45 Uhr. Ö1 erinnert heute (2. Dezember) im „Pasticcio“ (8.20 Uhr) und in „Des Cis“ (11.30 Uhr) an Mariss Jansons. Am Samstag, dem 7. Dezember, steht „Apropos Klassik“ (15.05 Uhr) ganz im Zeichen des Dirigenten.

    Hear Me Roar!

  • Der vielleicht symphatischste der "großen Alten" ist abgetreten - sehr schade. Ich habe zu wenig Aufnahmen von ihm in meiner Sammlung - das werde ich in Memoriam ändern.

    ...allein - ich find' nix! Soll heißen: Hier im Forum und auch sonst gibt es tatsächlich erstaunlich wenige eindeutige Empfehlungen.

    Herzliche Grüße
    Uranus

  • Lieber Uranus,


    kein Problem: In welche Richtung soll es gehen? Es gibt vieles, was ich von Mariss Jansons empfehlen könnte...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Für mich als Zyklus alle Beethoven Sinfonien aus Japan, alle waren im TV, und alle waren von hervorragender Qualität.

    In bester Erinnerung habe ich die Gurrelieder, alle mit dem Sinfonierorchester des bayr. Rundfunks.

    Und div Mahlersinfonien mit verschiedenen Orchestern.

    Da ich kein CD-Sammler bin beziehe ich mich auf youtube-Angebote.


    Herzlichst La Roche

    Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!

  • Zitat von Uranus

    ...allein - ich find' nix! Soll heißen: Hier im Forum und auch sonst gibt es tatsächlich erstaunlich wenige eindeutige Empfehlungen.

    Schau mal hierher, lieber Uranus:

    Beethoven: 3. Sinfonie "Eroica"

    da habe ich am 30. März 2014 die Eroica besprochen. Außerdem ahbe ich noch in den entsprechenden Threads die 1., die 2. die 8. und die 9. besprochen.

    Wenn dir eine flotte Gangart der Marcia funebre zusagt, kann ich Jansons' Aufnahme aus Tokyo 2012 durchaus empfehlen.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hier im Forum und auch sonst gibt es tatsächlich erstaunlich wenige eindeutige Empfehlungen.

    Das ist eine nicht ganz unzutreffende Feststellung. Jansons hat nach meinem Eindruck ein bestimmtes Niveau nie unterschritten. Das meiste ist sogar sehr gut. Geht es aber um absolute Referenzen, tue auch ich mich aus dem Stegreif etwas schwer. Trotzdem will ich es mal versuchen.



    Diese oft übersehene Aufnahme der Orgelsymphonie von Saint-Saëns ist m. E. superb, was auch an der gewaltigen Cavaillé-Coll-Orgel aus St-Ouen in Rouen liegt.




    Unter den zahllosen Neujahrskonzerten sind die drei von Jansons sicher weit vorne. Besonders das mittlere von 2012 ist sehr gelungen. Die Polka française Feuerfest von Josef Strauss in der Chorfassung mit den Wiener Sängerknaben mein persönliches Highlight.



    Wirklich überzeugend finde ich auch seine letzte Aufnahme der 2. Symphonie von Sibelius mit dem BR-Symphonieorchester. Die darf sogar zu den besten der letzten Jahrzehnte gerechnet werden.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Hier im Forum und auch sonst gibt es tatsächlich erstaunlich wenige eindeutige Empfehlungen.

    Hallo Uranus,


    von Mariss Jansons habe ich auch nicht sehr viele CD´s. Das hat seinen Grund aber auch darin, dass das entsprechende Repertoire bereits durch andere Dirigenten in vollends zufriedenstellend abgedeckt wurde.


    :angel: Eine herausragende Jansons- CD ist für mich die Honegger-Sinfonie Nr.3 mit Pacific 231, die neben der hochexpressiven und sehr durchsichtigen Int auch eine geradezu audiphile Klangtechnik offenbart:


    EMI, 1993, DDD



    Für die Schostakowitsch-Sinfonien und KK mit Jansons kann ich mich nicht so erwärmen (bin zu sehr von den Russen geprägt), aber dafür ist ihm die Sinfonie Nr.4 ganz exquisit gelungen:


    EMI, 2004, DDD



    Eine recht gute, aber wenig beachtete EMI-6CD-Box, sind auch die Rachmaninoff - Sinfonien und Klavierkonzerte mit den Sinfonischen Tänzen.

    Vielleicht manchmal etwas zu romatisiert bei den Sinfonien; die Sinf.Tänze op.45 sind ausgezeichnet - Hochspannung !; sowie die KK und Paganini-Var mit M.Rudi am Klavier sind für mich Klasse Aufnahmen, die ich gerne höre.


    EMI, 2002, DDD



    :) Alle gezeigten Aufnahmen stehen für eine überdurchschnittlich gute Klangqualität ... und das bei EMI !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Vielen Dank für Eure schnellen Reaktionen!

    Zwei Empfehlungen fand ich dann auch noch in der gestrigen Rheinischen Post von Wolfram Goertz:

    • die 7. Schostakovitsch von 1988 mit dem Leningrad PO
    • die Bilder... von Mussorgsky von 2008 mit dem Concertgebouw

    Erstere ist schon bestellt... :)

    Herzliche Grüße
    Uranus

  • Für die Schostakowitsch-Sinfonien und KK mit Jansons kann ich mich nicht so erwärmen (bin zu sehr von den Russen geprägt),

    Nun ja, Jansons ist sicher kein Russe, aber Lette und Lettland war über viele Jahrzehnte Bestandteil der Sowjetunion.

    Deshalb sind seine Schostakowitsch-Einspielungen durchaus authentisch, ich habe seine 5. Sinfonie, deren Aussagegehalt er voll erfasst und wiedergibt.

    Die Beethoven-Sinfonien aus Tokio habe ich auch in der Gesamtbox, die sind neben anderen Ausgaben sicher eine gute Wahl. Aufgefallen ist mir dabei der Solopauker der Berliner Philharmoniker, Rainer Seegers, in der 5. Sinfonie. Tolle Mugge!

    Der Tod von Mariss Jansons kommt für mich überraschend. Die Musikwelt hat einen großen Verlust zu beklagen.

    :hello:

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP