Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik 2020)

  • Nach dieser sehr gelungenen Aufführung des 2. Klavierkonzerts Beethovens folgt nun des Meisters Pastoralsymphonie. Und zwar in folgender Lesart:

    Lieber Garaguly,


    vielleicht magst Du ja das Ergebnis des Vergleichshörens im Beethovens Werke - Welches sind Eure Lieblingsinterpretationen? - Thread veröffentlichen, auch wenn es sicher sehr schwer werden wird, drei Favoriten zu benennen.


    Bei gibt's auch Beethoven und zwar die ersten beiden Sinfonien, dirigiert von René Leibowitz:



    (ebenfalls "Futter" für den o.g. Thread...)

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Lieber Garaguly,


    vielleicht magst Du ja das Ergebnis des Vergleichshörens im Beethovens Werke - Welches sind Eure Lieblingsinterpretationen? - Thread veröffentlichen, auch wenn es sicher sehr schwer werden wird, drei Favoriten zu benennen.

    Lieber Norbert,


    das Problem dabei ist schon mal, dass ich in den letzten zehn Tagen mindestens 15 Pastoralvarianten gehört habe - und mich an manche schon jetzt nur mehr sehr grob erinnern kann. Zudem liegt hier bei mir in der Sammlung bestimmt noch mehr als die doppelte Menge an bislang noch nicht gehörten Interpretationen herum. Vollständige Beethoven-Symphonien GA's besitze ich bestimmt 35 an der Zahl. Dazu käme dann noch die eine oder andere Einzelinterpretation. Würde schwierig werden, da dann Favoriten zu benennen. Zudem könnte ich Karajan 60/61, 76/77, 82 - 84 miteinander vergleichen oder Jochum 1954 mit den Berlinern und Ende der 60er mit den Amsterdamern. Das ist viel Arbeit! Da bräuchte es nochmal einen mehrwöchigen Lockdown ohne Heimbeschulung!

    Aber vielleicht geht sich mal etwas aus.


    Grüße

    Garaguly


  • Ludwig van Beethoven


    Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 36

    Symphonie Nr. 6 F-Dur, op. 68 "Pastorale"


    Sinfonia Varsovia

    Yehudi Menuhin

    (AD: zu klein gedruckt, kann's im künstlichen Licht um diese Uhrzeit nicht mehr erkennen, brauche wohl eine Brille)


    Grüße

    Garaguly

  • Gerade zu Ende ...



    Ludwig van Beethoven


    Symphonie Nr. 6 F-Dur, op. 68 "Pastorale"

    Symphonie Nr. 8 F-Dur, op. 93


    Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire Paris

    Carl Schuricht

    (AD: 1957)

    Grüße

    Garaguly

  • Mahlzeit allerseits. Damit starte ich nach zwei musik-freien Tagen in die Woche :



    Franz Schubert

    Symphonie Nr 3 D-dur D 200

    Symphonie Nr 5 B-dur D 485


    Swedish Chamber Orchestra

    Thomas Dausgaard

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Nun dieser eher unbekannte Komponist :



    Lepo Sumera

    Symphonien Nr 2 & 3


    Malmö Symphony Orchestra

    Paavo Järvi

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Lieber Garaguly,


    warum sollst Du es einfacher haben als ich? ;)


    Ähnliche Schwierigkeiten gibt's auch bei mir, aber sie sind für mich kein Hindernis.


    Höreindrücke kann man sich aufschreiben, alle Aufnahmen kann und muss man nicht hören, das Ergebnis ist und bleibt ein subjektives, das sich jederzeit wieder ändern kann.


    Es bleibt aber natürlich jedem selbst überlassen, ob er seine Eindrücke im entsprechenden Thread hinterlassen mag oder nicht.


    Ich mache weiter mit dem fröhlichen Hörvergleich bei der 1. Sinfonie.


    U.a. waren/sind folgende Aufnahmen an der Reihe:


    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Lieber Norbert,


    ich hatte natürlich heute ein bisschen darüber nachgedacht, welche der bisher gehörten Pastoralen mir sehr zusagte und welche ich als (für mich persönlich!!) verzichtbar einordnete.

    Bei den Favoriten wären zu nennen: Riccardo Chailly mit Leipziger Gewandhausorchester (DECCA), Sylvain Cambreling mit SWR-Sinfonieorchester (GLOR), André Cluytens mit Berliner Philharmonikern (früher EMI/Neuauflage unter ERATO-Label). Am wenigsten sagten mir Christian Thielemann mit den Wiener Philharmonikern (SONY) und - überraschenderweise - Rafael Kubelik mit dem Orchestre de Paris (DGG) zu. Bei den beiden Durchgefallenen fiele es mir sogar recht leicht, die Gründe zu benennen. Sie liegen meines Erachtens klar auf der Hand. Was mich aber dann doch so positiv an Cambrelings Deutung überraschte, vermag ich ohne erneutes Hören gar nicht so stichhaltig anzugeben - ich weiß nur, dass mir diese Einspielung nicht mehr aus dem Kopf geht.


    Grüße

    Garaguly

  • Jetzt noch etwas Russisches :


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    Gavriil Popov

    Symphonie Nr 6 op 99


    USSR Radio Symphony Orchestra

    Edvard Chivzhel


    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Ich bleibe zum Abschluss bei diesem Komponisten :



    Gavriil Popov

    Symphonie Nr 2 op 39


    St Petersburg State Symphony Orchestra

    Alexander Titov

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Jetzt mit dem Fuchs in die Kammer ...



    Robert Fuchs


    Trio für Violine, Viola und Klavier fis-Moll, op. 115

    Sonate für Violine und Klavier g-Moll, op. 103

    6 Phantasiestücke für Viola und Klavier, op. 117


    Giulio Plotino, Violine

    Claudio Cavalletti, Viola

    Enrico Maria Polimanti, Klavier

    (AD: 6. - 8. November 2014)


    Grüße

    Garaguly

  • Grade schon wieder diese Doppel-CD, die mir sehr gut gefällt. Giulinis Mozart ist sicher nichts für Fans dynamischerer Herangehensweisen, aber dieser Mozart bekommt hier fast etwas Vergrübelt-Entrücktes in sattem Sound. Mag ich.

    Und dann dieses Lied von der Erde! Schon im ersten Satz, dem Trinklied, könnt' ich versinken. Wunderbar. Aufnahmetechnik sehr präsent, klingt wie im Studio eingespielt, also nicht wegen eventueller Sterilität, sondern wegen klanglicher Präsenz, räumlicher Tiefe, Publikumsgeräusche vernehme ich nicht (abgesehen von Schlussapplaus, aber der stört ja nicht). Also, weiter mit Mahlers Lied ... ups ... jetzt hat doch einer gehustet im zweiten Satz "Der Einsame im Herbst". Ein Huster, getätigt am 2. August '87, da weht einen der faulige Atem der Geschichte an ... oder so in der Art.


    Wolfgang Amadeus Mozart

    Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550


    Gustav Mahler

    Das Lied von der Erde


    Brigitte Fassbaender, Mezzosopran

    Francisco Araiza, Tenor

    Wiener Philharmoniker

    Carlo Maria Giulini

    (AD: 2. August 1987, live Salzburger Festspiele)


    Grüße

    Garaguly

  • Hallo Garaguly


    Ist es für Dich okay, wenn ich die drei Favoriten in die Liste der Lieblingsinterpretationen aufnehme?


    Gruß und Danke

    Wolfgang

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Lieber Garaguly,


    Cambrelings Aufnahme der "Pastoralen" hatte ich auch im entsprechenden Thread hoch eingeschätzt. Mir gefiel, dass er zwar, ibs. im Kopfsatz, recht zügige Tempi wählte, aber Beethoven nicht "nur schnell" dirigierte. Das ist dieser imaginäre Spagat zwischen der Beachtung der Metronomangaben auf der einen Seite und der Würdigung des musikalische Aussagegehalts auf der anderen.


    Er ist übrigens ein Dirigent, der durch seine Aufnahmen mit dem SWR Sinfonieorchester, die beim Label "Glor" erschienen sind, sehr viel Reputation bei mir gewonnen hat. Seine Aufnahme von Bruckners 6. Sinfonie z.B. zählt zu meinen liebsten des Werkes (sie ist allerdings beim verbliebenen Werbepartner derzeit nicht erhältlich):



    Rafael Kubeliks Studioaufnahme habe ich ewig nicht mehr gehört, wohl aber seinen Live-Mitschnitt der Sinfonie, die bei "Audite" erschien:



    Bei ihr stellte ich fest, dass mir der Kopfsatz ein wenig zu langsam daherkommt, gar zu behäbig, aber dass die anderen vier Sätze mit sehr viel Gefühl und Wärme erklingen. Hauptsächlich ist die CD aber wegen der feurigen Interpretation der 2. Sinfonie empfehlenswert, was ich auch im Beethovens Werke - Welches sind Eure Lieblingsinterpretationen? -Thread entsprechend würdigte.


    Apropos Bruckner. Derzeit höre ich:



    Das tat ich zwar schon vor einigen Tagen, aber nicht vollständig. Dieses Versäumnis (tatsächlich eins, weil eine hervorragende Einspielung) hole ich hiermit nach...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Mahlzeit allerseits. Norbert hört Bruckners Fünfte mit Herreweghe, das ist eine gute Idee. Ich habe aber noch das alte Cover :



    Anton Bruckner

    Symphonie Nr 5 B-dur


    Orchestre des Champs-Élysées

    Philippe Herreweghe


    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Dieser Komponist hat heute Geburtstag, er wird (wenn ich richtig gerechnet habe) 179 Jahre alt :


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    Antonín Dvořák

    Symphonie Nr 5 F-dur op 76

    Symphonie Nr 9 e-moll op 95


    Czech Philharmonic Orchestra

    Zdeněk Mácal

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Vasily Kalafati (1869 - 1942)


    Symphonie a-Moll, op. 12 (1899 - 1912)

    Légende, op. 20 (1928)*

    Polonaise F-Dur, op. 14 (1905)


    Athener Universitätschor*

    Athener Philharmoniker

    Byron Fidetzis

    AD: 2017/18)

    Grüße

    Garaguly

  • Nun etwas Russisches :



    Alexander Glasunow

    Symphonie Nr 4 Es-dur op 48

    Symphonie Nr 7 F-dur op 77


    Bamberger Symphoniker

    Neeme Järvi

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Und noch eine neue NAXOS-Rarität! Der Kalafati hat mich nicht vom Hocker gerissen, trotz solider Komposition ließ mich das alles ziemlich kalt. Das Kastalsky-Requiem hat da schon mehr zu bieten!



    Alexander Kastalsky (1856 - 1926)


    Requiem for Fallen Brothers (1914 - 17)


    Anna Dennis, Sopran

    Joseph Beutel, Bass-Bariton

    Cathedral Choral Society

    The Saint Tikhon Choir

    Kansas City Chorale

    Orchestra of St. Luke's

    Leonard Slatkin

    (AD: 21. Oktober 2018, Washington Cathedral, live)


    Grüße

    Garaguly

  • Und noch schnell mit Ludwig in die Kammer :



    Ludwig van Beethoven

    Violinsonaten Nr 1, 2 & 3 op 12


    Augustin Dumay, Violine

    Maria João Pires, Klavier

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler


  • Ignacy Jan Paderewski

    Klavierkonzert a-Moll, op. 17


    Frédéric Chopin

    Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll, op. 11


    Claire Huangci, Klavier

    Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern

    Shiyeon Sung

    (AD: 2018)

    Grüße

    Garaguly

  • Der Kalafati hat mich nicht vom Hocker gerissen, trotz solider Komposition ließ mich das alles ziemlich kalt. Das Kastalsky-Requiem hat da schon mehr zu bieten!

    Genau so auch bei mir, Garaguly. Dann also folge ich gerne Deine Empfehlung betr. Kastalsky :-)

    Und was hat dieses Mytholgie-inspirierte Cover mit Kalafatis Musik à la Glazunov zu tun; das passt hinten und vorne nicht. Das verspricht eher eine griechisch-heroische Angelegenheit... Auch Covers sollten passend sein!

  • Genau so auch bei mir, Garaguly. Dann also folge ich gerne Deine Empfehlung betr. Kastalsky :-)

    Und was hat dieses Mytholgie-inspirierte Cover mit Kalafatis Musik à la Glazunov zu tun; das passt hinten und vorne nicht. Das verspricht eher eine griechisch-heroische Angelegenheit... Auch Covers sollten passend sein!

    Lieber Adriano,


    Ja, auch bezüglich des Covers gebe ich Dir völlig Recht. Diese Abbildung weckt Erwartungen, die dann nicht recht erfüllt werden.

    Zu dem Alexander Kastalsky-Requiem muss ich noch hinzufügen, dass ich meine positive Bemerkung von vorhin tätigte, als ich noch nicht ganz die Hälfte dieses Werkes gehört hatte. In der Gesamtlänge bietet es dann doch auch viel Einförmigkeit - wenn diese Einförmigkeit auch gut gemacht ist und das Werk ganz klar seine besonderen Momente hat. Mir fiel vorhin ein, es mal mit dem Requiem von John Foulds zu vergleichen, welches nur kurz nach Kastalskys Werk entstand und ebenfalls dem Gedenken an die Toten des Ersten Weltkriegs gewidmet ist.

    Also: Kastalsky besser als Kalafati, ja. Aber eine vollkommene Offenbarung ist Kastalskis Requiem nun auch nicht. Die Interpreten aber sind sehr gut, die Tontechnik ebenfalls! Eine Anschaffung der CD lohnt schon, doch doch. Nur die Erwartungen ans ganz Große etwas nach unten dimmen.


    Grüße

    Garaguly

  • Danke nochmals, Garaguly! Apropos Requiems für die Gefallenen: Habe gerade vor zwei Tagen wiedermal das Requiem von Kabalevsky gehört, das ich sehr mag. Die ehemalige Melodiya-LPs wurden 1992 auf Olympia-CDs umgespielt, doch auch diese sind zur Rarität geworden. Und es erinnert mich an meine Freundschaft mit Valentina Levko, die dort Solistin, und für mich eine der grössten Mezzo-Sopranistinnen überhaupt ist. Da ich nicht mehr nach Moskau reise, fehlt mir Valentina sehr...

    In der Post aus Moskau ist für mich übrigens iie Oper "Der Meister und Margarita" von Alexander Gradsky unterwegs. Von ihm habe ich bereits die beiden Opern "Stadium" und "Der Mann". Ein ganz verrückter, genialer und sehr vielseitiger Komponist - und Musiker!

    Es gibt ein weiteres "moderneres" tolles russisches Requiem: dasjenige von Vyacheslav Artyomov. Sehr empfehlenswert!


  • Wolfgang Amadeus Mozart

    Rondo A-Dur KV 386 für Klavier und Orchester*

    Rondo D-Dur KV 382 für Klavier und Orchester*

    Klaviersonate C-Dur KV 330


    Friedrich Gulda

    Improvisationen I und II

    Übungsstück Nr. 1 aus "Play Piano Play"

    Aria aus "Suite for Piano, E-Piano and Drums"


    Friedrich Gulda, Klavier

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    Leopold Hager

    (AD: 4. Oktober 1969*/27. Juni 1982)


    Grüße

    Garaguly


  • Ich weiß ... schon wieder ... aber ich kann nichts dafür - die CD's, die Ivan Ilic mit Reicha-Werken bespielt hat, gefallen mir eben recht gut. Drum innerhalb weniger Tage in der Wiederholungsrotation:



    Anton Reicha


    Harmonie

    Grande Sonate C-Dur

    Capriccio

    Sonate über ein Thema Mozarts F-Dur

    Fantaisie sur un seul accord

    Étude e-Moll, op. 97 Nr. 1


    Ivan Ilic, Klavier

    (AD: 2017)


    Grüße

    Garaguly