Kerstin Meyer - die schwedische Carmen

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    Kerstin Meyer war eine schwedische Mezzosopranistin, die am 3. April 1928 in Stockholm geboren wurde. Sie besuchte zunächst das Königliche Musik-College in ihrer Heimatstadt und nahm dort zwischen 1950 und 1952 Gesangsunterricht, der sie danach auch ans Salzburger Mozarteum und nach Siena führte. Debütiert hat sie 1952 an der Königlichen Oper in Stockholm als Azucena in Verdis "Trovatore". Es folgten Ulrica, Eboli, Amneris, Dalila, Fricka, Brangäne, Carmen (Foto oben), und Didon in der schwedischen Erstaufführung der "Trojaner" von Berlioz. Gastpiele führten sie an die bedeutenden Bühnen in aller Welt. Mit der Carmen, die eine ihrer Glanzrollen wurde, feierte sich auch an der Metropolitan Opera in New York große Erfolge. Auch bei diversen Festspielen trat sie in Erscheinung. In Deutschand - Hamburg, Berlin, München - ist sie besonders oft und gern aufgetreten. In Bayreuth wirkte sie erstmals 1962 als Brängäne im "Tristan" mit und sang in den Folgejahren Floßhilde und eine beklemmende Walraute in der "Götterdämmerung". Ihren letzter Bühnenauftritt hatte sie laut Wikipedia als Madame Armfeldt in einer Bühnenproduktion des Musicals "A Little Night Music" von Stephen Sondheim 2013 an der Oper in Malmö Opera. Am 14. April 2020 ist Kerstin Meyer im Alter von 92 Jahren gestorben.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Rheingold1876

    Hat den Titel des Themas von „Kerstin Mayer - die schwedische Carmen“ zu „Kerstin Meyer - die schwedische Carmen“ geändert.
  • Aktuell ist Kerstin Meyer nicht eben häufig anzutreffen auf dem Musikmarkt. Immer wieder wird der "Rosenkavalier" der EMI unter der Leitung von Herbert von Karajan genannt:



    Darin singt sie die Annina. Sie wertet die Figur, die nicht im Mittelpunkt steht, an der Zuspitzung des Geschehens aber durchaus erheblichen Anteil hat, beträchtlich auf. Sie kann Nebenschauplätze für den Moment in den Mittelpunkt rücken. Wenn man nur an den Schluss des zweiten Aufzuges denkt, wo sie am Lager von Ochs erscheint und diesem ein Briefchen des vermeintlichen Marinadl überbringt. Köstlich!

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Der Tod von Kerstin Meyer hat mir viele Erinnerungen an ihre Auftritte in der Städtischen Oper Berlin an der Kantstraße wieder lebendig gemacht.

    Da ist ihre Brangäne neben der Mödl: mit einem herben aber helleren Klang als die Isolde, und mit wunderbar geflutetem Wachtgesang!

    Da ist der Octavian zwischen Grümmer und Lisa Otto: ein junger anmaßender Aristokrat, leidenschaftlich und hochfahrend, elegant und dann auch wieder übermütig, der während der drei Akte zum Mann reift.

    Da ist Wozzeks Marie neben Fischer-Dieskau, eine liebende Frau, die nicht zu sich selbst kommt, und sich in ihrer Gier nach dem Leben verzehrt.

    Da ist ihre Wanda in Blachers Rosamunde Floris als Gegenspielerin von Stina Britta-Melander: blutvoll und impulsiv, großartig in der beiden dramatischen Auseinandersetzungen mit der Rosamunde und eindringlich in ihrem rächenden Furor.

    Da sind aber auch die Erinnerungen an ihre Mitwirkung in Beethovens Missa Solemnis und der 9. Sinfonie in Konzerten der Berliner Philharmoniker unter André Cluytens


    Leider sind ihre Aufnahmen von Opernarien und ihre diverseren Liedplatten zur Zeit nicht im Handel, Ich werde mal suchen, ob sie als CD erschienen sind oder irgendwo gestreamed werden können. Jetzt lege ich erst mal eine gute alte LP von ihr auf.


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    Ich werde Kerstin Meyer nicht vergessen!

    Möge sie in Frieden ruhen!


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber Caruso, ich möchte es mal salopp ausdrücken: Endlich kommt Butter bei die Fische! Eine so persönliche Erinnerung und Würdigung ist durch keine Plattenaufnahme zu ersetzen. Danke für Deinen schönen Beitrag.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Eine so persönliche Erinnerung und Würdigung ist durch keine Plattenaufnahme zu ersetzen.

    Ja, lieber Rheingold, da hast Du recht!

    Trotzdem schätze ich auch die Möglichkeit, liebe Stimmen noch mal in Aufnahmen zu hören.

    Sogar wenn diese Aufnahmen technisch eher beschieden oder gar ungünstig sind.

    So lege ich immer mal wieder den prekären Mitschnitt der Berliner Premiere vom ROSENKAVALIER auf, den ich hier schon des Öfteren eingestellt habe.


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    Liebe Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • In meiner Liste unter -M- und Meyer,Kerstin findet man....


    / eine tolle Geschwitz!

    mit Link ;)

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    K.M. neben der Lorengar als bigotte Fürstin! :thumbup:


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Nicht zu vergessen folgende Aufnahmen, die mir vorliegen:


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    Hier sang Kerstin Meyer unter zwei der größten Mahler-Dirigenten, Jascha Horenstein (in der Achten 1959 - bereits in Stereo) sowie Sir John Barbirolli (in der Dritten 1969). Beide Male Mitschnitte der BBC. Ich hielt die Meyer bis vor kurzem für eine Deutsche. Nun wurde ich eines Besseren belehrt. Danke für diesen wichtigen, lange überfälligen Thread.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Danke, Rüdiger,


    dass Du einen Thread für Kerstin Meyer eröffnet hast. (Ich hatte gestern schon etwas in der Rubrik „RIP – Verstorbene aus dem Kulturleben“ zu ihrem Tod geschrieben und habe da gesehen, dass es für diese doch ziemlich bekannte und international gefeierte Sängerin noch kein eigenes Portal gab. Manchmal muss man erst sterben, damit man Eingang in's „Tamino Klassikforum“ findet.)


    'Joseph II.' hat auf zwei Einspielungen von Gustav Mahlers Symphonien mit Kerstin Meyer hingewiesen. Ich habe eine Schallplatte von 1982 des italienischen Verlages 'Longanesi Periodici' (GCL 35) mit dem „Lied von der Erde“ mit Kerstin Meyer, Richard Lewis und dem Orchester des Teatro 'La Fenice' in Venedig unter Lorin Maazel, live mitgeschnitten am 11. 9. 1960.


    Da wir gerade bei Gustav Mahler sind: drei der „Rückert-Lieder“ hat Kerstin Meyer auch in einem Benefizkonzert für den „Wilhelm Freund minnesfond“ am 17. 11. 1964 im Stockholmer Konserthuset gesungen: 'Ich atmet einen linden Duft' – 'Liebst du um Schönheit' – 'Ich bin der Welt abhanden gekommen'. Weitere Mitwirkende waren Margareta Hallin (Schubert: 'Der Hirt auf dem Felsen, D 965'), Nicolai Gedda (Schubert: 'Wanderers Nachtlied, D 224' - 'Rastlose Liebe, D 138' - 'Nacht und Träume, D 827' und ''Der Schiffer, D 536') und Erik Saedén mit Liedern von Hugo Wolf: 'Fußreise' – 'Gesang Weylas' – 'Heb auf dein blondes Haupt' und 'Der Musikant'. Alle Lieder wurden von Marianne Moberger, einer Schülerin des aus Deutschland stammenden Pianisten und Dirigenten Wilhelm Freund (Koblenz 1892 – Taormina 1964), begleitet; die Klarinette im Lied D 965 von Schubert spielte Thore Janson. Veröffentlicht wurde die LP 1965 in Schweden von der 'Philips' (PHS 100).


    Eine weitere Benefiz-Schallplatte mit der Mitwirkung Kerstin Meyers erschien im November 1965 zum Andenken an den am 24. 9. 1965 sieben Wochen vor seinem 50. Geburtstag in Hamburg verstorbenen, äußerst beliebten Bass-Bariton Lawrence Winters. Seine Kollegen von der Hamburgischen Staatsoper nahmen mit dem Philharmonischen Staatsorchester einige Arien auf: „Carmen“ ('Ja, die Liebe hat bunte Flügel' – Kerstin Meyer), „Carmen“ ('Hier an dem Herzen treu geborgen – Arturo Sergi), „Der Freischütz“ ('Wie nahte mir der Schlummer' – Arlene Saunders), „Die Zauberflöte“ ('In diesen heil'gen Hallen' – Hans Sotin), „Orpheus und Eurydike“ ('Ach, ich habe sie verloren' – Ursula Boese) und „Der Bajazzo“ ('Schaut her, ich bin's – Thomas Tipton); die Dirigenten waren Albert Bittner und Leopold Ludwig. Den Rest der LP füllen Spiritual- und Gospel-Aufnahmen mit den Sängern George Goodman, Owen Williams und Jürgen Wolf sowie mit dem Spiritual Chor Hamburg. Die Platte erschien ebenfalls bei der 'Philips' (843 767 PY).


    Als bekennender Crespin- und Grümmer-Fan habe ich natürlich die in 'Fiescos' Beitrag Nr. 6 gezeigten zwei „Rosenkavalier“-Mitschnitte; auch die Arien-Platte im Beitrag Nr. 3 von 'Caruso41' ist in meiner Sammlung und zusätzlich noch eine CD in der Reihe „Great Swedish Singers“ von 'Bluebell' sowie ein paar Opernausschnitte. Ich werde mich morgen daran machen, diese Tondokumente hier zu posten.


    Viele Grüße!


    Carlo


  • In Schweden, dem Heimatland von Kerstin Meyer, sind beim Label Operan, das mit der Königlichen Opern zusammenarbeitet, größere Szenen aus dem "Rosenkavalier" an diesem Haus in vorzüglicher Klangqualität herausgekommen. Gesungen wird in schwedischer Sptrache, was bei dieser Oper für hiesige Ohren doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Aber es wird sehr gut gesungen. Und die Nilsson kann als Marschallin ihre Stimme für ihre Verhältnisse fast grazil gebrauchen. Die Meyer ist ein sehr androgyner Octavian, was dieser Rolle - wie ich finde - gut ansteht.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

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    Vergriffen scheint dieses Album von Operan zu sein. Es sei denn, unser Freund Fiesco findet noch eines. Wieder tritt darauf Kerstin Meyer in Erscheinung, diesmal als Dido in den "Triojanern" von Berlioz. Es war die schwedische Erstaufführung dieser Oper. Leider kenne ich diese Szenen nicht, würde sie aber sehr gern einmal hören. Wenigstens sind bei YouTube Ausschnitte zu hören. Hier ist einer.


    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Zitat von Rheingold1876

    Es sei denn, unser Freund Fiesco findet noch eines.

    Hallo lieber Rüdiger, ich könnte fast schwören das ich das Album GESTERN noch bei Amazon gesehen habe!

    Aber da ich ja nur das gezeigt habe was in meinem Bestand ist, habe ich es nicht gepostet.

    Als Download man man es haben und auf der Naxos Direkt Seite aus den USA!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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    Vergriffen scheint dieses Album von Operan zu sein. Es sei denn, unser Freund Fiesco findet noch eines. Wieder tritt darauf Kerstin Meyer in Erscheinung, diesmal als Dido in den "Triojanern" von Berlioz. Es war die schwedische Erstaufführung dieser Oper. Leider kenne ich diese Szenen nicht, würde sie aber sehr gern einmal hören. Wenigstens sind bei YouTube Ausschnitte zu hören. Hier ist einer.


    Lieber Rüdiger, habe mich gerade dank Deines Hinweis und des Covers daran erinnert, dass ich die Aufnahme habe. Das letzte Mal sah ich Meyer in einer Fernsehsendung zum Tode von Nicolai Gedda.

  • Hallo,


    als Ergänzung zu meinem Beitrag Nr. 8 nenne ich weitere Aufnahmen aus meiner Sammlung.

    Die Schallplatte „Kerstin Meyer – Mezzosopran“ (Cover siehe Beitrag Nr. 3) enthält folgende Arien: „Orfeo ed Euridice“ (Gluck) – Che farò senza Euridice / „La clemenza di Tito“ (Mozart) – Parto, parto, ma tu ben mio / „Alcina“ (Händel) – Verdi prati, selve amene / „Il coronazione di Poppea“ (Monteverdi) – A Dio, Roma! / „Il barbiere di Siviglia“ (Rossini) – Una voce poco fa / „Carmen“ (Bizet) – L'amour est un oiseau rebelle / „Kniaz Igor“ (Borodin) – Merknet svet dnevnoii / „Don Carlos“ (Verdi) – O don fatale / „Samson et Dalila“ (Saint-Saens) – Mon coeur s'ouvre à ta voix / „Singoalla“ (Gunnar de Frumerie) – O-la! Skriar Falken! / „Jenufa“ (Janácek) – Co chvila...co chvila... a já si mám zatím / Symfoniorkestern Norrköping / Dirigent: Ulf Björlin (Norrköping, Hörsalen, 9. - 10. 6. 1978) 'His Master's Voice' 7 C 061-35593 (LP, Schweden 1978) Kerstin Meyer singt alle Arien in der Originalsprache.


    In der Serie „Great Swedish Singers“ der Firma 'Bluebell' erschien eine CD mit diesen Titeln:

    „Carmen“ (Bizet) – L'amour est un oiseau rebelle – Près des remparts de Seville – Je vais danser en votre honneur (mit Arne Hendriksen; Dirigent: Sixten Ehrling; Studio Stockholm, Sveriges Radio, 2. - 13. 10. 1954) (1, 2) (Davon gibt es eine Gesamtaufnahme – siehe unten!)

    „Mignon“ (Thomas) – Connais-tu le pays? (Dirigent: Egon Kjerrman; Studio Karlaplan, Sveriges Radio, 13. 2. 1958) (3)

    „Don Carlos“ (Verdi) – Nei giardin del bello saracin ostello (mit Ingeborg Kjellgren; Dirigent: Sixten Ehrling; Kungliga Operan, Stockholm, live ca. 1956) (1, 2)

    „Les contes d' Hoffmann“ (Offenbach) – Par Dieu! J'étais bien sûr... Une poupée aux jeux d'émail (mit Ragnar Ulfung; Dirigent: Herbert Sandberg; Kungliga Operan, Stockholm, live 28. 2. 1960) (1, 2)

    „Samson et Dalila“ (Saint-Saens) - Amour! Viens aider ma faiblesse (Dirigent: Herbert Sandberg; Kungliga Operan, Stockholm, Live 12. 12. 1955) (1, 2)

    „Die Walküre“ (Wagner) – Wie töricht und taub du dich stellst (mit Joel Berglund; Dirigent: Sixten Ehrling; Kungliga Operan, Stockholm, live 7. 3. 1960) (2)

    „Elektra“ (Strauss) – Ich habe keine guten Nächte (mit Birgit Nilsson; Dirigent: Berislav Klobucar; Kungliga Operan, Stockholm, Live 14. 5. 1965) (2)

    „Kniaz Igor“ (Borodin) – Merknet svet dnevnoii ('Dämmerung schon sinket') (Dirigent: Stig Rybrant; Circus, Stockholm, 18. 12. 1952) (3)

    „Singoalla“ (de Frumerie) – Singoalla, fly mig ('Singoalla, fliehe mich', Duett Singoalla-Erland) (mit Set Svanholm; Dirigent: Herbert Sandberg; Kungliga Operan, Stockholm, live, 25. 9. 1955) (1, 2)

    „The Rake's Progress“ (Stravinski) – As I was saying... Scorned! Abused! Neglected! Baited! (mit Ragnar Ulfung; Dirigent: Michael Gielen; Kungliga Operan, Stockholm, live 7. 5. 1961) (1, 2) (Das war eine Opern-Inszenierung von Ingmar Bergman!)

    „Jenufa“ (Janácek) – Co chvila... co chvila... a já si mám zatím (Dirigent: Rudolf Vasata; Kungliga Operan, Stockholm, live 1972) (1, 2)

    „Messa da Requiem“ (Verdi) – Lux aeternam (mit Charles Craig und Kim Borg; Dirigent: Sixten Ehrling; Konserthuset, Stockholm, live 5. 6. 1964) (3)

    1 = schwedisch gesungen / 2 = Kungliga Hovkapellet / 3 = Symfoniorkestern Sveriges Radio / 'Bluebell' ABCD 100 (1 CD, Schweden 2005).


    1986 erschien bei 'Bluebell' eine Jussi Björling gewidmete CD mit Ausschnitten aus den Opern „Rigoletto“ (5. 1. 1957) und „Il trovatore“ (6. 3. 1960), beides Mitschnitte aus dem Königlichen Opernhaus Stockholm in italienischer Sprache.

    „Rigoletto“ (Verdi): Il Duca di Mantova – Jussi Björling / Rigoletto – Erik Sundquist / Gilda – Eva Prytz / Maddalena – Kerstin Meyer / Giovanna – Barbro Ericson / Dirigent: Kurt Bendix (Kerstin Meyer ist im Quartett des vierten Akts zu hören: 'Un dí, se ben rammentomi... Bella figlia dell'amore')

    „Il trovatore“ (Verdi): Il Conte di Luna – Hugo Hasslo / Leonora – Hjördis Schymberg / Azucena – Kerstin Meyer / Manrico – Jussi Björling / Ruiz – Olle Sivall / Dirigent: Herbert Sandberg (Mit Kerstin Meyer im Duett Azucena-Manrico 'Non son tuo figlio?... Mal reggendo all'aspro assalto' und im 2. Bild des vierten Akts mit dem Finale der Oper 'Madre, non dormi?... Ai nostri monti ritorneremo.... Che! Non m'inganna!'

    'Bluebell' ABCD 002 (1 CD, Schweden 1986).


    Auf der Schallplatte „Lieder und Duette des jungen Brahms“ mit Dietrich Fischer-Dieskau und Jörg Demus sind auch die vier Duette op. 28 ('Die Nonne und der Ritter' – 'Vor der Tür' – 'Es rauschet das Wasser' – 'Der Jäger und sein Liebchen') enthalten; die Partnerin Fischer-Dieskaus ist Kerstin Meyer; die Aufnahmen entstanden im Mai 1967 im Ufa-Tonstudio in Berlin. 'Deutsche Grammophon Gesellschaft' 139 328 (LP, 1967).


    Und hier die „Carmen“-Gesamtaufnahme mit Kerstin Meyer; es handelt sich um die Tonspur einer Fernseh-Inszenierung von Göran Gentele . Die Aufnahmen enstanden vom 2. bis 13. 10. 1954. (Diese CDs habe ich leider nicht!)

    „Carmen“ (Bizet): Carmen – Kerstin Meyer / Don José – Arne Hendriksen / Micaela – Elisabeth Söderström / Escamillo – Sigurd Björling / Frasquita – Busk Margit Jonsson / Mercedes – Kjerstin Dellert / Dancaire – Erik Sundquist / Remendado – Olle Sivall / Morales – Carl-Axel Hallgren / Zuniga – Anders Näslund / Lillas Pastia – Gunnar Källsing / Kungliga Operakören och Kungliga Hovkapellet Stockholm / Dirigent: Sixten Ehrling. 'Bluebell' ABCD 109 (2 CDs, Schweden 2008). Die Aufnahme wurde anlässlich des 80. Geburtstages von Kerstin Meyer veröffentlicht.

    Ich habe aber eine kleine EP (ALPC 1) aus dem Jahre 1955 von 'His Master's Voice' mit der 'Habanera' und der 'Seguidilla' sowie der Arie der Dalila aus „Samson et Dalila“; Kerstin Meyer singt in schwedischer Sprache. Sixten Ehrling dirigiert den Chor und das Orchester der Königlichen Oper Stockholm.


    Über das Wirken von Kerstin Meyer im Bereich der 'zeitgenössischen' Musik und ihre Fernseh-Aufnahmen berichte ich später.


    Viele Grüße!


    Carlo

    Einmal editiert, zuletzt von Carlo ()

  • Auf der Schallplatte „Lieder und Duette des jungen Brahms“ mit Dietrich Fischer-Dieskau und Jörg Demus sind auch die vier Duette op. 28 ('Die Nonne und der Ritter' – 'Vor der Tür' – 'Es rauschet das Wasser' – 'Der Jäger und sein Liebchen') enthalten; die Partnerin Fischer-Dieskaus ist Kerstin Meyer; die Aufnahmen entstanden im Mai 1967 im Ufa-Tonstudio in Berlin. 'Deutsche Grammophon Gesellschaft' 139 328 (LP, 1967)

    Lieber Carlo, diese Zusammenstellung ist Goldes wert. Danke. Kennst Du die Brahms-LP mit den Duetten? Die hast es bisher nicht auf CD geschafft, und selbst bei Discogs ist kein Exemplar vorrätig. Das kist ein Indiz dafür, dass die Auflage klein gewesen sein muss. Mit Brahms würde ich die Meyer nicht auf Anhieb in Verbindung gebracht haben.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Lieber Rüdiger,


    ich habe diese Duette nur als Tonbandkopie einer Rundfunksendung aus den 60er Jahren. Später hat 'FiDi' diese Duette noch einmal mit Brigitte Fassbaender aufgenommen und die gibt es, soviel ich weiß, auch auf CD.


    Carlo

  • Die Schallplatte „Kerstin Meyer – Mezzosopran“ (Cover siehe Beitrag Nr. 3) enthält folgende Arien: „Orfeo ed Euridice“ (Gluck) – Che farò senza Euridice / „La clemenza di Tito“ (Mozart) – Parto, parto, ma tu ben mio / „Alcina“ (Händel) – Verdi prati, selve amene / „Il coronazione di Poppea“ (Monteverdi) – A Dio, Roma! / „Il barbiere di Siviglia“ (Rossini) – Una voce poco fa / „Carmen“ (Bizet) – L'amour est un oiseau rebelle / „Kniaz Igor“ (Borodin) – Merknet svet dnevnoii / „Don Carlos“ (Verdi) – O don fatale / „Samson et Dalila“ (Saint-Saens) – Mon coeur s'ouvre à ta voix / „Singoalla“ (Gunnar de Frumerie) – O-la! Skriar Falken! / „Jenufa“ (Janácek) – Co chvila...co chvila... a já si mám zatím / Symfoniorkestern Norrköping / Dirigent: Ulf Björlin (Norrköping, Hörsalen, 9. - 10. 6. 1978) 'His Master's Voice' 7 C 061-35593 (LP, Schweden 1978) Kerstin Meyer singt alle Arien in der Originalsprache.

    Lieber Carlo, danke für die Details. Die Schallplatte wird von Kesting ja nicht so gut besprochen, was er auch auf der damalige Alter von Meyer zurückführt.

  • Liebe Melomanen,


    im Interview mit dem Berliner „Orpheus“ (Juli 1978) sagte Kerstin Meyer - die wie viele schwedische Sänger ausgezeichnet Deutsch sprach - zu ihren vielen Ur- und Erstaufführungen von Werken des 'modernen' Musiktheaters: „Es kam wie der Blitz – ich wurde sofort abgestempelt. Man sagte mir bald nach, ich hätte für andere Partien keine Stimme mehr und es hat Mühe gekostet, die Welt vom Gegenteil zu überzeugen. Dabei ist es verkehrt, wenn Amateure oder Sänger ohne Stimme sich mit moderner Musik befassen; erst die Professionellen oder die Könner vermögen sie im richtigen Licht zu zeigen. Und ich finde, jeder Sänger sollte sich, zumindest einmal im Jahr, solchen Aufgaben stellen.“


    Nachfolgend werde ich (in drei Teilen) die folgenden Werke detailliert nennen: „Der Besuch der alten Dame“ (von Einem) - „Arden muss sterben“ (Goehr) - „Elegy for Young Lovers“ (Henze) - „Novae de infinito laudes“ (Henze) - „The Bassarids“ (Henze) - „Der große Makabre“ (Ligeti) - „The Rising of the Moon“ (Maw) - „The Visitation“ (Schuller) - „Hamlet“ (Searle) - „Der rote Stiefel“ (Sutermeister) und „Resan“ (Werle).


    1. Teil:


    „Der Besuch der alten Dame“ ('The Visit of the Old Lady') (von Einem): Claire Zachanassian – Kerstin Meyer / Der Butler – Edgar Evans / Koby und Loby – Duncan Robertson und Ian Caley / Alfred Ill – Donald Bell / Seine Frau – Rae Woodland / Seine Tochter – Sara de Javelin / Sein Sohn – Roderick Keating / Der Bürgermeister – Alan Crofoot / Der Pfarrer – Don Garrard / Der Lehrer – Derek Hammond-Stroud / Der Arzt – Brian Donlan / Zwei Frauen – Isla Brodie und Lorna Brindley / Hofbauer – Anthony Bremner / Hellmesberger – Edward Sadler / Der Bahnhofsvorstand – Keith Brookes / Der Zugführer – Thomas Lawlor / Der Reporter – Samuel Weller / Der Kameramann – John Tomlinson / The Glyndebourne Festival Opera Chorus / Chorltg.: Myer Fredman / The London Philharmonic Orchestra / Dirigent: John Pritchard / Ausstattung: Michael Annals / Regie: John Cox (Glyndebourne, Festival Theatre, 31. 5. 1973, englische Erstaufführung).


    Am 2. 6. 1973 wurde die zweite Vorstellung von der BBC live übertragen. Die dankbare Rolle der Claire Zachanassian – Friedrich Dürrenmatts für die unvergessene Therese Giehse geschriebene große Charakterstudie – wurde als Opernpartie von Christa Ludwig am 23. 5. 1971 an der Wiener Staatsoper kreiert. Kerstin Meyer hat sie auch in Stockholm (schwedische Erstaufführung, ebenfalls als Mitschnitt erhalten), in München und Wien erfolgreich dargestellt.



    „Arden muss sterben“ (Goehr): Arden, ein reicher Kaufmann – Toni Blankenheim / Alice, seine Frau – Kerstin Meyer / Susanne, ihre Zofe – Ria Urban / Michel, Ardens Diener – Horst Wilhelm / Franklin, Ardens Freund – Herbert Fliether / Mosbie, ein Schneider, Susannes Bruder – Ronald Dowd / Greene und Reede, zwei von Arden ruinierte Grundbesitzer – William Workman und Hans Sotin / Mrs. Bradshaw, Ardens Nachbarin – Ursula Boese / Beutelschneid und Schwarzer Bill, zwei Mörder – Kurt Marschner und Manfred Schenk / Der Bürgermeister von Faversham – Hans-Otto Kloose / Ein Fährmann – Carl Schultz / Ein Hirtenjunge – Ingeborg Krüger / Ardens Lehrbube – Christian Romanowski / Der Chor der Hamburgischen Staatsoper / Chorltg.: Helmut Fellmer / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Charles Mackerras / Ausstattung: Ekkehard Grübler / Regie: Egon Monk (Hamburg, Staatsoper, 5. 3. 1967, Uraufführung),


    Der englische Komponist Alexander Goehr (Jahrgang 1932) – Sohn des Dirigenten Walter Goehr – und der Dichter Erich Fried schufen diese komisch-tragische Oper nach dem Schauspiel „Arden of Faversham“ aus dem Jahre 1590, wobei man lange annahm, dass 'William Shakespeare' – oder wer er auch immer gewesen ist – der Autor des Stückes sei. Am 15. 2. 1550 wurde der reiche Kaufmann Arden aus der englischen Küstenstadt Faversham von zwei Auftragsmördern getötet und die Obrigkeit machte schnell Ardens Frau Alice und ihren Geliebten Mosbie sowie zwei von Arden in den Ruin getriebene Grundbesitzer und eine Nachbarin Ardens als Verschwörer aus. Alexander Goehr und Erich Fried machten im Auftrag Rolf Liebermanns daraus einen hintergründig-makabren Opernspaß mit von den Sängern der Uraufführung lustvoll dargestelltem Personal, der von der Kritik und dem größten Teil des Publikums positiv aufgenommn wurde. Allerdings störten etliche (organisierte?) Opernbesucher die Uraufführung, wobei nicht klar war, wogegen sie eigentlich protestierten: war ihnen die Komposition zu traditionell, zu modern oder nicht modern genug? (In jenen Jahren wurde oft nur um des Protestes willen protestiert.) Jedenfalls wäre es interessant, dem Werk heute nach über 50 Jahren wieder zu begegnen.



    „Elegy for Young Lovers“ ('Elegie für junge Liebende') (Henze): Gregor Mittenhofer, ein Dichter – Carlos Alexander / Dr. Wilhelm Reischmann, ein Arzt – Thomas Hemsley / Toni Reischmann, sein Sohn – André Turp / Elisabeth Zimmer – Elisabeth Söderström / Carolina, Gräfin von Kirchstetten, Mittenhofers Sekretärin – Kerstin Meyer / Hilda Mack, eine Witwe – Dorothy Dorow / Josef Maurer, ein Bergführer – John Kentish / The Royal Philharmonic Orchestra / Dirigent: John Pritchard / Ausstattung: Lila De Nobili / Regie: Günther Rennert (Glyndebourne, Festival Theatre, 13. 7. 1961)


    Der Süddeutsche Rundfunk Stuttgart erteilte Hans Werner Henze 1959 den Auftrag zur Komposition dieser Oper für die Schwetzinger Festspiele, wo sie als „Elegie für junge Liebende“ in der deutschen Fassung von Ludwig Landgraf unter Mitarbeit von Henze und Werner Schachteli am 20. 5. 1961 in einer Produktion der Bayerischen Staatsoper (Dirigent: Heinrich Bender / Regie: Hans Werner Henze) mit Dietrich Fischer-Dieskau, Karl Christian Kohn, Friedrich Lenz, Ingeborg Bremert, Lilian Benningsen, Eva Maria Rogner und Hubert Hilten uraufgeführt wurde. Doch schon sieben Wochen später folgte in Glyndebourne die englische Erstaufführung mit dem Original-Libretto von Wystan Hugh Auden und Chester Kallman. (Obwohl Kerstin Meyer Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper Berlin war, sang sie die Carolina bei der Berliner Erstaufführung am 23. 9. 1962 nicht, sondern Martha Mödl. Erst später wurde sie dort in der Rolle der dem eitlen Dichter bedingslos verfallenen Sekretärin besetzt und sie wirkte damit auch beim Gastspiel der Deutschen Oper Berlin in Tokio 1966 mit – siehe das demnächst gepostete Verzeichnis der Fernseh-Aufnahmen mit Kerstin Meyer.)



    „Novae de infinito laudes“ (Henze): Elisabeth Söderström (Sopran), Kerstin Meyer (Alt), Peter Pears (Tenor) und Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Hans Werner Henze (Venedig, Teatro La Fenice, 24. 4. 1963, Uraufführung. Zwei Tage später wurde das Werk auch in der gleichen Besetzung im Großen Sendesaal des Westdeutschen Rundfunks aufgeführt und live im Rundfunk übertragen.) Die 'Kantate für vier Solostimmen, einen gemischten Chor und Instrumente' entstand im Auftrag der London Philharmonic Society und enthält folgende Teile: Die Himmelskörper – Die vier Elemente – Der fortlaufende Umbruch – Die Freude liegt in der Bewegung – Der Sonnenaufgang – Das höchste Gut. Den Texten liegen Schriften des Priesters, Dichters und Philosophen Giordano Bruno zu Grunde, der auch zwei Jahre an der Universität von Wittenberg lehrte; er wurde am 17. 2. 1600 als 'Ketzer' öffentlich hingerichtet. An der Stelle des Scheiterhaufens auf dem Campo de' Fiori in Rom befindet sich heute ein berühmtes Denkmal



    „The Bassarids“ ('Die Bassariden') (Henze): Dionysos, Halbgott, Sohn des Zeus und der Semele – Loren Driscoll / Pentheus, neuer König von Theben – Kostas Paskalis / Agaue, Tochter des Kadmos und Pentheus' Mutter – Kerstin Meyer / Autonoe, ihre Schwester – Ingeborg Hallstein / Kadmos, der alte König von Theben, Vater der Semele und Großvater des Pentheus – Peter Lagger / Beroe, eine alte Sklavin, Amme des Pentheus – Vera Little / Teiresias, ein alter blinder Seher – Helmut Melchert / Ein Hauptmann der königlichen Wache – William Dooley / Personen des Intermezzos „Das Urteil der Kalliope“: Venus (Agaue) – Kerstin Meyer, Proserpina (Autonoe) – Ingeborg Hallstein, Kalliope (Teiresias) – Helmut Melchert, Adonis (Hauptmann) – William Dooley / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Christoph von Dohnanyi / Das Ballett der Salzburger Festspiele / Choreographie: Deryk Mendel / Ausstattung: Filippo Sanjust / Regie: Gustav Rudolf Sellner (Salzburg, Großes Festspielhaus, 6. 8. 1966, Uraufführung – der Mitschnitt des ORF wurde von 'Orfeo' auf CD veröffentlicht.)


    Das Auftragswerk der Salzburger Festspiele – eine Oper in Form einer viersätzigen Symphonie mit einem Intermezzo – schrieb Hans Werner Henze (1926 - 2012) auf ein englisches Libretto von Wystan Hugh Auden und Chester Kallman, das in Salzburg in einer deutschen Übersetzung von Maria Bosse-Sporleder zur Uraufführung kam; Vorlage war das antike Schauspiel „Bakchai“ ('Die Bakchen') des Euripides aus dem Jahre 405 v. Chr. Oberflächlich zeigt es die Rache des Dionysos – auch Bakchos oder Bacchus genannt – an seinem Vetter Pentheus, dem jungen König von Theben, für die Abschaffung des Kultes um seine Mutter Semele; es ist aber auch als Sinnbild für den Konflikt der Unterdrückung des Eros, von Rausch und Ekstase, zu verstehen. Die neue Oper Henzes - die in Salzburg nur drei Mal aufgeführt wurde - sorgte damals für viel Aufmerksamkeit, wurde aber nur zögerlich nachgespielt; die Salzburger Inszenierung konnte bei den Berliner Festwochen (Premiere am 28. 9. 1966) trotz derselben Besetzung wegen der kleineren Dimension der Deutschen Oper Berlin gegenüber der 'Breitwand-Bühne' des Salzburger Festspielhauses nicht reüssieren.


    Erik Werba - der nicht nur Pianist, sondern auch Rezensent war - schrieb nach der Uraufführung in der „Österreichischen Musikzeitschrift“: „Singschauspielerischen Triumph feierte auf der Henze-Bühne die schwedische Altistin Kerstin Meyer als Pentheus' Mutter. Hier hatten die Autoren und der Komponist den Idealfall einer völlig auf das Werk eingestimmten Persönlichkeit zur Verfügung, die sich rückhaltlos und mit der nötigen 'Tuchfühlung' für das neue Werk eingesetzt hat.“ In einer Inszenierung mit fünf Vorstellungen (ab 26. 3. 1968) an der Mailänder Scala sang ebenfalls Kerstin Meyer (Agave/Venere) mit Jolanda Meneguzzer (Autonoe/Proserpina), Fedora Barbieri (Beroe), Loren Driscoll (Dionisio), Kostas Paskalis (Penteo), Paolo Washington (Cadmo), Mirto Picchi (Tiresia/Calliope) und Domenico Trimarchi (Il capitano della guardia/Adone); der Dirigent war Nino Sanzogno und der Regisseur Konrad Swinarski; die italienische Übersetzung stammte von Fedele D'Amico. (1992 unterzog Henze „The Bassarids“ - er bevorzugte den Originaltext von Auden und Kallman - einer grundlegenden Revision, wobei er das Intermezzo strich und den Orchestersatz deutlich reduzierte.)


    Viele Grüße!


    Carlo

  • „Arden muss sterben“ (Goehr): ......

    Alexander Goehr und Erich Fried machten im Auftrag Rolf Liebermanns daraus einen hintergründig-makabren Opernspaß mit von den Sängern der Uraufführung lustvoll dargestelltem Personal, der von der Kritik und dem größten Teil des Publikums positiv aufgenommn wurde. Allerdings störten etliche (organisierte?) Opernbesucher die Uraufführung, wobei nicht klar war, wogegen sie eigentlich protestierten: war ihnen die Komposition zu traditionell, zu modern oder nicht modern genug? (In jenen Jahren wurde oft nur um des Protestes willen protestiert.) Jedenfalls wäre es interessant, dem Werk heute nach über 50 Jahren wieder zu begegnen.

    Wogegen sich der Protest richtete, kann man wohl heute nicht mehr wirklich entscheiden. Die Motive waren selbst damals oft nicht eindeutig zu identifizieren. Die Vermutung, es könnte unter anderem auch reine Lust an der Randale gewesen sein, würde ich allerdings doch widersprechen.

    In Hamburg (wie übrigens auch in Berlin) gab es regelmäßig neue Werke auf dem Spielplan. Ein oder zwei Uraufführungen pro Saison wurden einfach als eine unverhältnismäßige Bevorzugung der zeitgenössischen Oper empfunden. Ich erinnere mich, dass viele Opernbesucher ihrem Unmut darüber durch Pfiffe und andere Missfallenskundgebungen bei Premieren modernen Werke Luft machten. In Hamburg (und in Berlin auch) mischten sich in diese Missfallenskundgebungen häufig Rufe nach Werken, die auf dem Spielplan schmerzlich vermisst wurden. Das war wohl eher ein Versuch, Einfluss auf die Spielplangestaltung zu nehmen als Protest um des Protestes willen.


    Dies als kleine Marginalie! Ansonsten bin ich wieder von den Ergebnissen Deiner Recherchen und der Einordnung ganz begeistert.

    Manchmal würde ich mir wünschen, auch etwas von Deinen eigenen Eindrücken zu erfahren. Du wirst ja Kerstin Meyer sicher noch gehört haben? Zumindest kennst Du ihre Aufnahmen und Mitschnitte.


    Liebe Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Mit Kerstin Meyer gibt es immer noch den Video-Mitschnitt von

    Capriccio Glyndebourne 1976 >

    mit Elisabeth Söderström, Kerstin Meyer, Marius Rintzler, Dale Duesing, Ryland Davies, Håkan Hagegard, Ricardo Cassinelli, Hugues Cuenod Dirigent Andrew Davis  

    Orfeo wünscht euch allen, dass ihr gesund bleibt

  • Lieber 'Caruso41',


    nein, Kerstin Meyer habe ich leider nicht live gehört - ich kenne sie nur von einigen Schallplatten und Fernseh-Sendungen. Nach den Kritiken zu urteilen, muss sie eine hervorragende Darstellerin mit faszinierender Ausdruckskraft gewesen sein.


    Hier folgt der 2. Teil der Ur- und Erstaufführungen, an denen Kerstin Meyer beteiligt war:



    „Der große Makabre“ ('Den stora Makabern') (Ligeti): Nekrotzar, der große Makabre – Erik Saedén / Piet vom Fass, ein Trinker – Sven-Erik Vikström / Spermando und Hymenia, ein Liebespaar – Kerstin Meyer und Elisabeth Söderström / Fürst Go-Go – Gunilla Slättegard / Astradamors, Hofastrologe – Arne Tyrén / Mescalina, seine Frau – Barbro Ericson / Venus, Göttin der Liebe – Monika Laven / Das Echo der Venus - Ulla Blom / Der Chef der 'Gepopo', der geheimen politischen Partei – Britt-Marie Ahrun / Der weiße Minister – Dimitry Cheremeteff / Der schwarze Minister – Nils Johannsson / Die Soldaten: Ruffiack – Ragne Wahlroth, Schobiack – Hans-Olof Söderberg, Schabernack – Lennart Stregard / Operakören av Kungliga Hovkapellet (Der Chor und das Orchester der Kgl. Oper Stockholm) / Dirigent: Elgar Howarth / Ausstattung: Aliute Meczies / Regie: Michael Meschke (Stockholm, Kungliga Teatern, 12. 4. 1978, Uraufführung; es existiert ein Rundfunkmitschnitt in schwedischer Sprache).


    Noch kurz vor seinem tragischen Unfalltod 1972 hatte der Intendant der Königlichen Hofoper in Stockholm, Göran Gentele, der als Nachfolger von Rudolf Bing zum Leiter der Metropolitan Opera in New York ernannt worden war, bei György Ligeti (1923 – 2006) eine neue Oper in Auftrag gegeben. Die deutsche Malerin, Bühnen- und Kostümbildnerin Aliute Meczies schlug ihm als Vorlage den 1934 entstandenen - von Gemälden des flandrischen Malers Pieter Bruegel d. Ä. inspirierten - Roman „La Balade du grand Macabre“ des belgisch-flämischen Dichters Michel de Ghelderode vor. Fünf Jahre arbeiteten der Komponist und der aus Deutschland stammende damalige Leiter des Stockholmer Puppentheaters, Michael Meschke, gemeinsam am (in deutscher Sprache geschriebenen) Libretto und der Entstehung dieses prallen Stücks absurden Musiktheaters: eine wahre 'Tour de force' für Interpreten und Zuschauer, ein Werk zwischen Kunst und Klamauk, von Ligeti eine 'Anti-Anti-Oper' genannt. 1997 wurde eine Neubearbeitung der Oper - die seitdem unter dem französischen Titel „Le Grand Macabre“ meistens in englischer Sprache aufgeführt wird - bei den Salzburger Festspielen gezeigt; die anzüglichen Rollennamen des Liebespaares wurden in 'Amando' und 'Amanda' geändert und aus den beiden bisher als Sprechrollen angelegten 'Ministern' wurden Gesangspartien. Mittlerweile gehört das Werk zu den am meisten gespielten Opern des zeitgenössischen Musiktheaters.



    „The Rising of the Moon“ ('Der Mond geht auf über Irland') (Maw): Cornet John Stephen Beaumont – John Wakefield / Colonel the Lord Francis Jowler – Richard Van Allan / Lady Eugenie, seine Frau – Rae Woodland / Major Max von Zastrow – Peter Gottlieb / Elisabeth, seine Frau – Kerstin Meyer / Captain Lillywhite – John Fryatt / Atalanta, seine Tochter – Annon Lee Silver / Corporal Haywood- Brian Donlan / Witwe Sweeney, Kneipenwirtin – Johanna Peters / Cathleen, ihre Tochter – Anne Howells / Donal O'Dowd, ein irischer Patriot – John Gibbs / Bruder Timothy, ein Mönch – Alexander Oliver / Mr. Lynch, ein Kneipengast – Dennis Wicks / The Glyndebourne Festival Opera Chorus / Chorltg.: Myer Fredman / The London Philharmonic Orchestra / Dirigent: Raymond Leppard / Ausstattung: Osbert Lancaster / Regie: Colin Graham (Glyndebourne, Festival Theatre, 19. 7. 1970, Uraufführung; die Vorstellung vom 2. 8. 1970 wurde von der BBC live übertragen.) Für die Aufführung in Glyndebourne ein Jahr später hat Nicholas Maw (1935 - 2009), vor allem durch seine späte Oper „Sophie's Choice“ bekannt, die Orchestration überarbeitet.


    Den Sinn für 'schwarzen Humor' kann man den Engländern wirklich nicht absprechen, denn die Handlung der 'romantischen Komödie' von Beverley Cross spielt 1875 im irischen Örtchen Ballinvourney vor dem Hintergrund der damaligen Konflikte zwischen Iren und Briten als Folge des „Great Famine“, einer Hungerkatastrophe, die in Irland über eine Million Todesopfer forderte. Und 1970 waren die mit Attentaten durchsetzten Auseinandersetzungen zwischen Nordirland und Großbritannien auf einem Höhepunkt! Das ist die Handlung: Um in das britische Regiment der '31st Royal Lancers' aufgenommen zu werden, soll der junge Cornet Beaumont drei 'Mutproben' bestehen - bis zum nächsten Morgengrauen muss er 3 Zigarren rauchen, 3 Flaschen Champagner trinken und 3 Frauen verführen. Die Dorfbewohner wischen den verhassten Briten eins aus, indem sie dem Fähnrich hierfür die Frauen der Regiments-Offiziere zuführen. Lady Elizabeth und Frau von Zastrow können dem feschen Mann nicht widerstehen, aber für die jungfräuliche Atalanta 'opfert' sich die Wirtstochter Cathleen. Als Beaumont innerhalb der gesetzten Frist 'Vollzug' meldet, gibt es Ärger, weil die Prüfung nicht ernst gemeint war. Beaumont widerruft daraufhin seine Absicht, dem Militär beizutreten und verlässt Ballinvourney, das Regiment zieht zur Freude der Iren endlich ab und Cathleen bleibt 'entehrt' zurück. (Die erste deutschsprachige Aufführung – mit einer Übersetzung von Manfred Vogel - war am 1. 4. 1978 in Graz; schon einen Tag später folgte das Opernhaus in Bremen.)



    „The Visitation“ ('Die Heimsuchung') (Schuller): Carter Jones, ein farbiger Student – McHenry Boatwright / Die 'Heimsuchenden': Bill – Kim Borg, Frank – Carl Schultz und Joe – William Workman / Joes Vermieterin – Tatiana Troyanos / Ein Inspektor – Peter Roth-Ehrang / Miss Hampton, Carters Zimmerwirtin – Jeanette Scovotti / Mattie, Carters Arbeitskollege – Heinz Blankenburg / Der 'Gerichtsvorsitzende' – Kim Borg / Chuck, Anführer einer 'Gang' – Erwin Wohlfahrt / Mrs. Claiborne – Kerstin Meyer / Mr. Claiborne, Sekretär der 'Legal Aid Society', ihr Mann – Heinz Blankenburg / Uncle Albert, Carters Onkel – Simon Estes / Mr. Held, ein Advokat – Tom Krause / Teena, Mr. Helds Pflegerin – Felicia Weathers / Patterson, ein Bürovorsteher – Heinz Blankenburg / Angelo Pulisi, ein Nachtclubbesitzer – Helmut Melchert / Ein farbiger Diakon – William de Valentine / Der Spritual Chor Hamburg / Ltg.: Klaus Untiedt / Der Chor der Hamburgischen Staatsopoer / Chorltg.: Helmut Fellmer / Eine Jazzcombo: Bent Jädig (Altsaxophon), Rolf Kühn (Klarinette), Dusko Gojkovic (Trompete), Albert Mangelsdorff (Posaune), John C. Eaton (Klavier), Peter Trunk (Bass) und Ralph Hübner (Schlagzeug) / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Gunther Schuller / Ausstattung: Ita Maximowna / Regie: Günther Rennert (Hamburg, Staatsoper, 12. 10. 1966, Uraufführung in englischer Sprache). Mit zwei Aufführungen dieses Werks gastierte die Hamburgische Staatsoper auch 1967 an der New Yorker 'Met'.


    Angelehnt an Franz Kafkas „Der Prozess“ schildert diese 'Jazz-Oper' – zu der der Amerikaner Gunther Schuller (1925 - 2015) sein eigenes (englischsprachiges) Libretto schrieb - in losen Bildern die albtraumhaften Erlebnisse des Studenten Carter Jones, der als Farbiger ein 'nützliches Mitglied der - überwiegend weißen - amerikanischen Gesellschaft' der 60er Jahre sein möchte und tragisch scheitert. (1968 kam es in Wuppertal zur ersten Aufführung in deutscher Sprache.) Gerade heute in Zeiten von Ausländerhass und Ausgrenzung ist diese Oper von brennender Aktualität und müsste wieder einmal auf die Bühne gebracht und zur Diskussion gestellt werden.



    In der nächsten Woche folgt der 3. Teil.



    Carlo

  • Hallo,

    dies ist der 3. Teil meiner Auflistung von Opern-Uraufführungen mit Kerstin Meyer .



    „Hamlet“ (Searle): Hamlet, Prinz von Dänemark – Tom Krause / Claudius, König von Dänemark – Ronald Dowd / Die Königin Gertrude, Hamlets Mutter – Kerstin Meyer / Polonius, Staatsrat – Toni Blankenheim / Laertes, sein Sohn – Willy Hartmann / Ophelia, dessen Schwester – Sylvia Anderson / Horatio, Hamlets Freund – Heinz Blankenburg / Der Geist von Hamlets Vater – Arnold van Mill / Marcellus, Offizier – Hans-Otto Kloose / Rosencrantz und Güldenstern, Hamlets Jugendfreunde – Kurt Marschner und William Workman / Hofleute: Voltimand – Franz Grundheber, Cornelius – Jürgen Förster und Osric – Wilfried Plate / Fortinbras, Prinz von Norwegen – Raymond Wolansky / Der erste Schauspieler – Erwin Wohlfahrt / Die Schauspieler: Der Prolog – Jürgen Förster, Die Königin – Edith Lang, Der König – Arnold van Mill, Lucianus – Erwin Wohlfahrt / Ein norwegischer Hauptmann – Herbert Fliether / Ein Edelmann – Karl Otto / Ein Priester – Caspar Bröcheler / Ein Totengräber – Hans Sotin / Ein Matrose – Carl Schultz / Der Chor der Hamburgischen Staatsoper / Chorltg.: Helmut Fellmer / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Matthias Kuntzsch / Ausstattung: Toni Businger / Regie: August Everding (Hamburg, Staatsoper, 5. 3. 1968, Uraufführung).


    Der englische Komponist Humphrey Searle (1915 – 1982) – ein Schüler Anton Weberns und Pionier der seriellen Musik in Großbritannien sowie in der Musikwissenschaft anerkannt für die Katalogisierung der Werke Franz Liszts - richtete das Libretto nach der berühmten Tragödie 'Shakespeares' selbst ein; die deutsche Textfassung besorgten Hans Keller und Paul Hamburger nach Schlegels Übersetzung. Die erste Aufführung in der Originalsprache war am 18. 4. 1969 am Royal Opera House, Covent Garden in London mit u. a. Victor Braun (Hamlet), Ronald Dowd (König), Patricia Johnson (Königin), David Kelly (Polonius), David Hughes (Laertes), Anne Howells (Ophelia), George Macpherson (Horatio) und Inia Te Wiata (Geist) / Dirigent: Edward Downes / Ausstattung: Leslie Hurry / Regie: Donald McWhinnie.



    „Der rote Stiefel“ ('Den röda stöveln') (Sutermeister): Peter Munk, Kohlenbrenner – Arne Hendriksen / Lisbeth, Wirtstochter, seine Braut – Elisabeth Söderström / Der reiche Ezechiel – Sven Nilsson / Der Holländermichel – Anders Näslund / Der Tanzbodenkönig – Giulio Mengarelli / En Vokalkvartett / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Herbert Sandberg / Regie: Bengt Peterson (Stockholm, Kungliga Operan, 23. 11. 1951, Uraufführung). (Die Sprechrolle des 'Holländermichel' soll nach Anweisung des Komponisten von einem Sänger verkörpert werden, während die stumme Rolle des 'Tanzbodenkönigs' von einem Tänzer dargestellt wird.)


    Heinrich Sutermeister (1910 – 1995) vergab die Uraufführungsrechte seiner fünften Oper nach Stockholm, weil drei Jahre vorher seine Oper „Raskolnikoff“ dort mit großem Erfolg zum ersten Mal gezeigt wurde. „Der rote Stiefel“, zu dem der Komponist sich selbst das Libretto schrieb (nach Wilhelm Hauffs Erzählung „Das kalte Herz“) und das in Stockholm in der schwedischen Übersetzung des Dirigenten Herbert Sandberg gebracht wurde, zeigt als Kommentator der Handlung keinen Chor, sondern ein (unsichtbares) Vokalquartett – und hier sang Kerstin Meyer den Altpart neben dem Tenor Nicolai Gedda, für die beiden damaligen Gesangsstudenten war es ihr erster Opernauftritt...



    „Resan“ ('Die Reise') (Werle): Christopher – Ragnar Ulfung / Lili – Regina Marheineke / Peter, ihr Ehemann – Heinz Blankenburg / Lilis Mutter – Ursula Boese / Lilis Vater – Noel Mangin / Der Autoverkäufer – William Workman / Zwei Grenzwächter – Hans-Otto Kloose und Carl Schultz / Stefan, Christophers Freund – Franz Grundheber / Der Inspektor – Helmut Melchert / Carl, der Professor – Hans Sotin / Anna, seine Frau – Kerstin Meyer / Der Büroleiter – Herbert Fliether / Die Freundinnen Vera und Gitte – Cvetka Ahlin und Helga Thieme / Der Verlobte – Jerry J. Jennings / Der Führer – William Workman / Die Stimme der Blues-Sängerin – Tatiana Troyanos / Ein gemischter Chor der Eppendorfer Gymnasien / Ltg.: Heinz Zabel / Der Chor der Hamburgischen Staatsoper / Chorltg.: Helmut Fellmer / Die Pop-Jazzband „German Bonds“ / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Leopold Ludwig / Bühnenbild: Josef Svoboda / Kostüme: Jan Skalický / Regie: Lars Runsten (Hamburg, Staatsoper, 2. 3. 1969, Uraufführung). Tatiana Troyanos nahm ihre „Blues-Nummer“ ('The Blues ain't nothin' he's done lef' me'), die nur als TV-Sendung aus Lilis Fernsehgerät erklingt, bereits am 21. 1. 1969 im Radiohuset von Sveriges Radio mit dem Komponisten am Klavier auf.)


    Der Schwede Lars Johan Werle (1926 - 2001) schrieb diese 'Oper' - de facto eine Collage, die sich aus konventioneller Melodik mit musikalischen Zitaten und Andeutungen, zeitgenössischer Pop-Musik und elektronischen Toneffekten zusammensetzt – im Auftrag Rolf Liebermanns für die Hamburgische Staatsoper. Vorlage für das Textbuch von Lars Runsten, der auch die Regie führte, war der Roman „Till varmare länder“ ('In wärmere Länder') des Nervenarztes Per Christian Jersild. In einzelnen Episoden werden zwei Personen (Christopher und Lili), die sich einst als Schüler kurz begegneten, als Erwachsene auf einer Reise durch Gegenwart und Vergangenheit gezeigt. Beide – verbunden durch imaginäre Briefe Christophers an Lili – sind frustriert und leben in zwei verschiedenen 'Höllen': Lilis 'Hölle' ist ihr tristes, unausgefülltes Eheleben und Christopher, der vermutlich schizophren ist und nach gescheiterten Berufsplänen (als Opernsänger, Zahnarzt und Psychologe) auf der Suche nach dem 'brennenden See' der Johannes-Offenbarung ist, hat seine 'Hölle' in seinem Kopf.


    Während das Werk in Hamburg sehr zwiespältig aufgenommen wurde, war die schwedische Erstaufführung am 14. 2. 1970 in Stockholm – mit Kerstin Meyer und Ingegerd Käll (Lili), Ragnar Ulfung (Christopher), und Björn Asker (Peter) unter Leif Segerstam – ein Erfolg, der auch in einem Rundfunkmitschnitt der Premiere von Sveriges Radio dokumentiert wurde. (Zwei Ausschnitte der Uraufführung sind auch in der Schallplatten-Kassette „Musiktheater heute“ bei der 'Electrola' – 1C 195-29 107/09 – enthalten, die Eckhard Maronn zusammengestellt hat, der bei „Die Reise“ auch für die Ton-Montage zuständig war: aus der dritten Szene des ersten Akts „Liebling, komm!... Was gibt’s heut' zum Abendbrot?“ und „Opernschule? Aus der wurde nichts. Größenwahn!... Caries dentium“ mit Regina Marheineke, Heinz Blankenburg und Ragnar Ulfung.



    Und noch eine weitere Oper hatte (mit Kerstin Meyer) in Hamburg ihre Uraufführung:


    „Il sorriso ai piedi d'una scala“ ('Das Lächeln am Fuße der Leiter') (Bibalo): Augusto, ein Zirkusclown – Heinz Blankenburg / Guido, ein Artist, sein Freund – Erwin Wohlfahrt / Anni, Augustos Bühnenpartnerin – Ruth-Margret Pütz / Der Zirkusdirektor – Toni Blankenheim / Eine 'Dame' – Kerstin Meyer / Ein Polizist – Georg Mund / Das Zirkusensemble (Tänzer): Heidemarie Hillmann, Heidi Korf, Fred Eckhard, Daniel Lommel, Peter van Dyk und Rolf Warter / Der Chor der Hamburgischen Staatsoper / Chorltg.: Günther Schmidt-Bohländer / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Theodore Bloomfield / Choreographie: Peter van Dyk / Ausstattung: Alfred Siercke / Regie: Egon Monk (Hamburg, Staatsoper, 6. 4. 1965, Uraufführung).


    Der italienisch-norwegische Komponist Antonio Bibalo (1922 – 2008) begann 1958 seine erste Oper (nach der Novelle „The Smile at the Foot of the Ladder“ von Henry Miller) für einen Kompositionswettbewerb des Verlagshauses Ricordi; er versäumte aber den Abgabetermin, weil er sich keinen Librettisten leisten konnte und er das Libretto mit Millers Einwilligung (in italienischer Sprache) selbst verfassen musste. Die aktionsarme Handlung handelt von einem einsamen, sensiblen Clown, der sein Publikum nicht länger zum lauten Lachen bringen möchte, sondern zum glücklichen Lächeln. Die teilweise in Zwölftontechnik komponierte – und von vielen langen gesprochenen Dialogen durchzogene – Oper ist für den Bariton in der Rolle des philosophischen 'Spaßmachers' eine Herausforderung, da er zwei Akte lang für über zwei Stunden ständig auf der Bühne ist. Die Rolle einer Prostituierten, die quasi eine 'Seelenverwandte' Augustos ist, wurde in der vom Publikum gefeierten Uraufführung schamhaft als 'Eine Dame' bezeichnet. (Im Internet kann man einen Mitschnitt davon hören.)


    LG


    Carlo

  • Liebe Melomanen,



    nachstehend nenne ich einige TV-Produktionen mit Kerstin Meyer, die mit ihrer aparten Optik und einem beachtlichen schauspielerischen Talent zu den interessantesten Sänger-Darstellerinnen der damaligen Opernszene zählte:



    „Lulu“ (Berg): Lulu – Birgit Nordin / Gräfin Geschwitz – Kerstin Meyer / Ein Gymnasiast - Helle Halding / Dr. Schön – Ib Hansen / Alwa – John Eric Jacobssen / Der Maler – Ole Jensen / Schigolch – Gert Bastian / Der Medizinalrat – Henry Skaer / Rodrigo - Ove Verner Hansen / Der Theaterdirektor - Holger Boland u. a. / Danmarks Radio Symfoni Orkestret / Dirigent: Gerd Albrecht / Szenenbild: Jörn Mathiasson und Sören Breum / Kostüme: Lone Ernst / Regie: Götz Friedrich. Dies war eine der seltenen Inszenierungen Friedrichs speziell für das Fernsehen (der denn auch die erste Szene der Oper in ein TV-Studio statt in einen Zirkus verlegte); sie wurde erstmals am 3. 2. 1970 in Dänemark ausgestrahlt. Statt des damals noch nicht vollendeten dritten Aktes wurden zur Musik der „Lulu“-Suite zwei Filme gezeigt, die 'Lulus' letzte Lebensstationen in Paris und in London zum Inhalt haben; die Person des 'Jack the Ripper', der 'Lulu' und die 'Gräfin Geschwitz' schließlich ermordet, wurde vom Sänger des 'Rodrigo' verkörpert. (Und dieser Sänger war der auch in Deutschland bekannte Ove Verner Hansen, allerdings mehr als Schauspieler in den „Olsenbande“-Filmen.)



    „Carmen“ (Bizet): SRT (Sveriges Radio Television, 1954) – siehe Beitrag Nr. 13.


    dto.: (1. Akt): Carmen – Kerstin Meyer / Micaela – Aase Nordmo-Lövberg / Don José – Set Svanholm / Morales – Arne Wirén / Zuniga – Anders Näslund / Kungliga Operankör och Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Kurt Bendix / Ausstattung: Sven Ericson / Regie: Göran Gentele (Stockholm, Kungliga Operan, 10. 4. 1956). Eine Live-Übertragung des Schwedischen Fernsehens SRT (Sveriges Radio Television).


    dto.: Carmen – Kerstin Meyer / Micaela – Melitta Muszely / Don José – Rudolf Schock / Escamillo – Richard Collett / Frasquita – Erna-Maria Duske / Mercedes – Cvetka Ahlin / Dancairo – Gerhard Stolze / Remendado – Kurt Marschner / Morales – Georg Mund / Zuniga – Toni Blankenheim / Lillas Pastia – Karl Otto / Der Chor der Hamburgischen Staatsoper / Chorltg.: Günter Hertel / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Wolfgang Sawallisch / Ausstattung und Regie: Wieland Wagner. Der Film von den Proben zu Wieland Wagners Inszenierung an der Hamburgischen Staatsoper (Premiere am 21. 12. 1958) wurde in einer Folge der „Nordschau“ des NDR gesendet. (Da ich nicht weiß, welche Sänger in diesem kurzen Film zu sehen waren, nenne ich die komplette Premieren-Besetzung.)



    „Orfeo ed Euridice“ (Gluck) (1. Akt): Orfeo – Kerstin Meyer / Amor - Busk Margit Jonsson / Radiokören och orkester / Chorltg.: Eric Ericsson / Dirigent: Albert Wolff / Choreographie: Mary Skeaping / Inszenierung: Lars Runsten (Stockholm, Drottningholmsteatern, 1. 6. 1958). Die 'Euridice' war Elisabeth Söderström. Diese Live-Übertragung - in schwedischer Sprache - aus dem Schlosstheater Drottningholm war die erste Eurovisionssendung des Schwedischen Fernsehens (SRT); sie wurde auch in Österreich (ORF), der Schweiz (SRG), in Großbritannien (BBC) und Frankreich (ORTF) gesendet. (Busk Margit Jonsson war übrigens damals die Ehefrau von Ingvar Wixell.)



    „Elegie für junge Liebende“ (Henze): Gregor Mittenhofer, ein Dichter – Dietrich Fischer-Dieskau / Dr. Wilhelm Reischmann, ein Arzt – Walter Dicks / Toni Reischmann, sein Sohn – Loren Driscoll / Elisabeth Zimmer – Lisa Otto / Carolina Gräfin von Kirchstetten, Mittenhofers Sekretärin – Kerstin Meyer / Hilda Mack, eine Witwe – Catherine Gayer / Josef Maurer, Bergführer – Hubert Hilten / Das Orchester der Deutschen Oper Berlin / Dirigent, Bühnenbild und Regie: Hans Werner Henze (Tokio, Nissei Theater, 2. 11. 1966) Eine Aufzeichnung von Nissei Hyoko Kokai (NHK) vom Gastspiel der Deutschen Oper Berlin in Tokio, gesendet (in Farbe) am 13. 11. 1966. (Bereits 1961 war Kerstin Meyer die 'Carolina' in der englischen Erstaufführung dieser Oper in Glyndebourne.)



    „Capriccio“ (Strauss): Die Gräfin – Elisabeth Söderström / Der Graf – Hakan Hagegard / Flamand – Ryland Davies / Olivier – Dale Duesing / Clairon – Kerstin Meyer / La Roche – Marius Rintzler / M. Taupe – Hugues Cuénod / Eine italienische Sängerin – Eugenia Ratti / Ein italienischer Tenor – Ricardo Cassinelli / Der Haushofmeister – Thomas Lawlor / Acht Diener – Robin Leggate, Richard Robson, Neil McKinnan, Anthony Smith, Paul Nemeer, Bonaventura Bottone, Philip Griffiths und John Michael Flanagan / Zwei Tänzer – Carol Grant und Alexander Milaw / The London Philharmonic Orchestra / Dirigent: Andrew Davis / Choreographie: Pauline Grant / Bühnenbild: Dennis Lennon / Kostüme: Martin Battersby / Regie: John Cox (Glyndebourne, Festival Theatre, 20. 8. 1976). Diese Aufzeichnung der BBC wurde am 7. 1. 1979 auch vom ZDF gezeigt.



    „Tristan und Isolde“ (Wagner): Isolde – Gladys Kuchta / Tristan – Hans Beirer / Brangäne – Kerstin Meyer / Kurwenal – Gustav Neidlinger / König Marke – Josef Greindl / Melot – Barry McDaniel / Ein junger Seemann – Donald Grobe / Ein Hirt – Martin Vantin / Ein Steuermann – Walter Dicks / Der Chor und das Orchester der Deutschen Oper Berlin / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Dirigent: Lorin Maazel / Ausstattung und Regie: Wieland Wagner (Tokio, Nissei Theater, 1. 11. 1963). Eine Aufzeichnung des kommerziellen japanischen Fernsehsenders KTC vom Gastspiel der Deutschen Oper Berlin in Tokio, gesendet in zwei Teilen am 11. und 12. 11. 1963. (Die Stereo-Tonaufnahme von dieser Vorstellung erschien in Japan bei der CD-Firma 'King International'.)



    Unter dem Titel „Primadonnen“ wurde am 5. 1. 1969 in der ARD ein Fernseh-Konzert mit Opern-Arien gesendet, das im Studio des WDR mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester unter der Leitung von Christoph von Dohnányi und mit Alexander Kerst als Conférencier aufgezeichnet wurde. Die 'Primadonnen' waren (in alphabetischer Reihenfolge): Gianna D'Angelo („Don Pasquale“ und „Falstaff“), Sena Jurinac („Otello“), Roberta Peters („Lucia di Lammermoor“), Anneliese Rothenberger („Die Entführung aus dem Serail“), Graziella Sciutti („Le nozze di Figaro“ und „Il barbiere di Siviglia“), Anja Silja („Tannhäuser“ und „Die Macht des Schicksals“) und Teresa Stratas („La Bohème“ und „Madama Butterfly“). Den Abschluss des Konzerts bildete das Schluss-Duett aus dem „Rosenkavalier“ mit Anneliese Rothenberger und Kerstin Meyer.


    Da in dieser frühen Zeit des Farbfernsehens die Kameras noch extrem lichtempfindlich waren, wurden die Damen gebeten, auf funkelnden Schmuck zu verzichten, da die Lichtreflexe auf den Bildschirmen mit einem schwarzen Kranz ('Heiligenschein' genannt) zu sehen waren. Kerstin Meyer trug einen langen goldfarbenen, hochgeschlossenen Abendmantel; als aber die rote Lampe der Kamera den Beginn der Aufnahme signalisierte, öffnete sie den Mantel und zeigte ein großes Dekolletée mit einem prachtvollen Collier. Da bekam Anneliese Rothenberger einen Wutanfall und brach schimpfend die Aufzeichnung ab. Der Regisseur Günther Hassert konnte die Sopranistin beruhigen und erklärte der Schwedin, die entschuldigend meinte, von diesem 'Verbot' nichts gewusst zu haben, den Grund dafür. Das Duett wurde noch einmal begonnen und der Mantel blieb zugeknöpft. Primadonnen...


    (Übrigens gab es auch ein ähnliches TV-Konzert in der ARD am 24. 8. 1969 mit den Herren John Alexander, Carlo Bergonzi, Piero Cappuccilli, Alfredo Kraus, Barry McDaniel und Cesare Siepi, dirigiert von Alberto Erede mit dem Chor der Mailänder Scala und dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester; die verbindenden Worte sprach Walter Rilla.)



    In einer Woche werde ich summarisch einige Opern-Gesamtaufnahmen auflisten, die in diesem Thread bisher nicht genannt wurden.



    Carlo

  • Liebe Taminos,

    hier nun die angekündigte Liste mit einigen Opern-Gesamtaufnahmen (Live-Mitschnitte) von und mit Kerstin Meyer:



    „Salome“ (Stockholm, 18. 11. 1954): (Page) mit Birgit Nilsson, Margareta Bergström, Arne Hendriksen, Sigurd Björling, Einar Andersson / Sixten Ehrling


    „Samson et Dalila“ (Stockholm, 12. 12. 1955): (Dalila) mit Set Svanholm, Erik Sundqvist, Erik Saedén, Folke Jonsson / Herbert Sandberg


    „Singoalla“ (Gunnar de Frumerie) (Stockholm, 22. 5. 1956): (Singoalla) mit Rut Moberg, Set Svanholm, Erik Sundqvist, Folke Jonsson, Georg Svedenbrandt, Carl-Axel Hallgren / Herbert Sandberg


    "Don Carlos" (Stockholm, 9. 6. 1956): (Princesse d'Eboli) mit Aase Nordmo-Lövberg, Busk Margit Jonsson, Set Svanholm, Hugo Hasslo, Joel Berglund, Sigurd Björling, Ingvar Wixell / Sixten Ehrling


    „Die Walküre“ (Stockholm, 18. 11. 1956): (Fricka und Rossweisse) mit Aase Nordmo-Lövberg, Birgit Nilsson, Set Svanholm, Sigurd Björling, Sven Nilsson / Sixten Ehrling


    „Siegfried“ (Stockholm, 20. 11. 1956): (Erda) mit Birgit Nilsson, Margareta Hallin, Set Svanholm, Paul Kuen, Sigurd Björling, Anders Näslund, Leon Björker / Sixten Ehrling


    „Rigoletto“ (Stockholm, 5. 1. 1957): (Maddalena) mit Eva Prytz, Barbro Ericson, Jussi Björling, Erik Sundqvist, Sven-Erik Jacobsson, Georg Svedenbrandt / Kurt Bendix (siehe Beitrag Nr. 13)


    „Elektra“ (Salzburg, 7. 8. 1957): (Erste Magd) mit Inge Borkh, Lisa Della Casa, Jean Madeira, Marilyn Horne, Lisa Otto, Kurt Böhme, Max Lorenz / Dimitri Mitropoulos


    „Arabella“ (Salzburg, 29. 7. 1958): (Kartenaufschlägerin) mit Lisa Della Casa, Anneliese Rothenberger, Ira Malaniuk, Eta Köhrer, Dietrich Fischer-Dieskau, Otto Edelmann / Joseph Keilberth


    „Le nozze di Figaro“ (Salzburg, 4. 8. 1958): (Marcellina) mit Elisabeth Schwarzkopf, Irmgard Seefried, Christa Ludwig, Erich Kunz, Dietrich Fischer-Dieskau, Murray Dickie, Georg Stern / Karl Böhm


    „Rigoletto“ (Stockholm 18. 1. 1959): (Maddalena) mit Margareta Hallin, Barbro Ericson, Nicolai Gedda, Hugo Hasslo, Arne Tyrén, Georg Svedenbrandt / Sixten Ehrling


    „Carmen“ (Stockholm, 11. 10. 1959): (Carmen) mit Eva Prytz, Ingeborg Kjellgren, Barbro Ericson, Arne Ohlson, Erik Sundqvist, Carl-Axel Hallgren, Anders Näslund / Sixten Ehrling


    „Il trovatore“ (Stockholm, 6. 3. 1960): (Azucena) mit Hjördis Schymberg, Ingeborg Kjellgren, Jussi Björling, Hugo Hasslo, Olle Sivall / Herbert Sandberg (siehe Beitrag Nr. 13)


    „Die Walküre" (Stockholm, 7. 3. 1960): (Fricka und Rossweisse) mit Anne Lund-Christiansen, Birgit Nilsson, Set Svanholm, Joel Berglund, Leon Björker / Sixten Ehrling


    „Les Troyens“ (London, 10. 5. 1960): (Didon) mit Amy Shuard, Joan Carlyle, Josephine Veasey, Jon Vickers, John Shaw, Joseph Rouleau / John Pritchard


    „Orfeo ed Euridice“ (New York 10. 3. 1962): (Orfeo) mit Lucine Amara, Anneliese Rothenberger / Jean Morel


    „Ariadne auf Naxos“ (New York, 2. 2. 1963): (Komponist) mit Leonie Rysanek, Roberta Peters, Jess Thomas, Walter Cassel, Theodor Uppman, Ezio Flagello / Karl Böhm


    "Die Walküre" (Stockholm, 6. 6. 1963): (Fricka) mit Aase Nordmo-Lövberg, Birgit Nilsson, Kolbjörn Höiseth, Sigurd Björling, Arne Tyrén / Michael Gielen


    „Tristan und Isolde“ (Bayreuth, 26. 7. 1963) (Brangäne) mit Birgit Nilsson, Wolfgang Windgassen, Gustav Neidlinger, Josef Greindl, Richard Martell, Hermann Winkler, Erwin Wohlfahrt, Hans Hanno Daum / Karl Böhm


    „Wozzeck“ (Tokio, 6. 11. 1963): (Marie) mit Alice Oelke, Walter Berry, Hans Beirer, Helmut Melchert, Walter Dicks, Loren Driscoll, Martin Vantin, Barry McDaniel / Heinrich Hollreiser


    „Tristan und Isolde“ (Bayreuth, 18. 7. 1964): (Brangäne) mit Birgit Nilsson, Wolfgang Windgassen, Gustav Neidlinger, Hans Hotter, Niels Möller, Hermann Winkler, Erwin Wohlfahrt, Hans Hanno Daum / Karl Böhm


    „Tristan und Isolde“ (Rom, 16. 1. 1965): (Brangäne) mit Anja Silja, Hans Beirer, Gustav Neidlinger, Martti Talvela, Günther Treptow, Renato Ercolani, Umberto Frisaldi / André Cluytens


    „Le nozze di Figaro“ (Salzburg, 26. 7. 1972): (Marcellina) mit Elizabeth Harwood, Edith Mathis, Teresa Berganza, Walter Berry, Tom Krause, Michel Sénéchal, Paolo Montarsolo / Herbert von Karajan


    „Elektra“ (London, 26. 10. 1973): (Klytämnestra) mit Danica Mastilovic, Heather Harper, Elizabeth Bainbridge, Heather Begg, Donald McIntyre, Richard Lewis, Richard Van Allan / Rudolf Kempe


    „Die Meistersinger von Nürnberg“ (Salzburg, 3. 3. 1975): (Magdalene) mit Gundula Janowitz, Karl Ridderbusch, René Kollo, Peter Schreier, Peter Lagger, Günther Leib, Jeff Vermeersch / Herbert von Karajan



    Insgesamt ist die Stimme von Kerstin Meyer also recht gut dokumentiert; zusammen mit ihren Fernseh-Dokumenten (Beitrag Nr. 22) ergibt sich so ein rundes Bild dieser eindrucksvollen und sehr vielseitigen Sängerin.


    Carlo

  • Als Ergänzung zu den im obigen Beitrag aufgeführten Live-Mitschnitten von Opernaufführungen mit Kerstin Meyer nenne ich heute einige weniger bekannte Aufnahmen mit dieser Sängerin:



    „Der Rosenkavalier“ (Strauss): Die Feldmarschallin – Régine Crespin / Baron Ochs – Ludwig Weber / Octavian – Kerstin Meyer / Herr von Faninal – Walter Cassel / Sophie – Teresa Stich-Randall / Marianne Leitmetzerin – B. Danar / Valzacchi – Salvador Novoa / Annina – Aurora Woodrow / Ein Sänger – R. Seville / Ein Polizeikommissär – Roberto Banuelas / Ein Notar – H. Patos / Der Haushofmeister der Marschallin und Der Haushofmeister bei Faninal – A. Hammuh / Coro y Orquesta del Palacio de Bellas Artes, Mexico City / Dirigent: Joseph Rosenstock (Mexico City, Palacio de Bellas Artes, 19. 9. 1962). Der Mitschnitt wurde kürzlich vom 'Opera Depot' veröffentlicht.



    „Un ballo in maschera“ (Verdi): Konung Gustaf III. (Riccardo) - Ragnar Ulfung / Greve Holberg (Renato) – Hugo Hasslo / Amelia – Aase Nordmo-Lövberg / 'Mamsell' Ulrica Arfvidsson (Ulrica) – Kerstin Meyer / Pagen Otto (Oscar) – Birgit Nordin / Matrosen Matts (Silvano) – Georg Svedenbrandt / Greve Horn (Samuel) – Bo Lundberg / Kapten Anckarström (Tom) – Arne Tyrén / Biskopen (Ein Bischof) (Il giudice) – Arne Wirén / Holbergs betjärt (Holbergs Diener) (Un servo di Amelia) – Kolbjörn Höiseth / Kungliga Operans Kör och Kungliga Hovkapellet (Chor und Orchester der Königlichen Oper Stockholm) / Dirigent: Sixten Ehrling (Stockholm, Kungliga Operan, 1959). Für diese Neuinszenierung der Stockholmer Oper am 21. 10. 1958 wurden einige der von Verdi auf Druck der römischen Zensur 1859 verwendeten Rollennamen durch die historisch verbürgten (tatsächlich am Attentat auf den schwedischen König 1792 beteiligten) Personen ersetzt; siehe hierzu auch die Aufnahme der „Sörgemusik över Gustaf III.“ von Joseph Martin Kraus, die in einem später folgenden Beitrag genannt wird. (Diese Fassung Göran Genteles und Erik Johan Lindegrens wurde – in schwedischer Sprache – auch im August/September 1959 beim Gastspiel der Königlichen Oper Stockholm bei den Festspielen im schottischen Edinburgh gezeigt; in der ersten von vier Vorstellungen sang Birgit Nilsson, alternierend mit Aase Nordmo-Lövberg, die 'Amelia'.)


    dto.: König Gustaf III. - Sven-Olof Eliasson / Graf Holberg – Ingvar Wixell / Amelia – Berit Lindholm / 'Mamsell' Ulrica Arfvidsson – Kerstin Meyer / Otto – Birgit Nordin / Matts – Rolf Jupither / Graf Horn – Bo Lundberg / Hauptmann Anckarström – Arne Tyrén / Ein Bischof – Helge Brilioth / Graf Holbergs Diener – Sven-Erik Wikström / Kungliga Operans Kör och Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Sixten Ehrling (Montreal, Salle Wilfrid Pelletier, 2. 6. 1967) Es handelt sich um den Mitschnitt einer von zwei Aufführungen (in schwedischer Sprache) anlässlich des Gastspiels der Königlichen Oper Stockholm zur Weltausstellung 'EXPO' in Montreal. (Ferner führten die schwedischen Gäste dort Stravinskis „The Rake's Progress“ und Blomdahls 'Weltraumoper' „Aniara“ auf. Die Wilfrid-Pelletier-Halle in Montreal ist ein riesiger Mehrzweckbau, der noch zu seinen Lebzeiten nach dem canadischen Dirigenten benannt wurde; erst seit 1980 gibt es mit der „Opéra de Montréal“ dort ein eigenständiges Opernhaus, das bisher einzige in Canada.)



    „La forza del destino“ (Verdi): Il marchese di Calatrava – Herbert Fliether / Donna Leonora – Marina Krilovici / Don Carlo di Vargas – Norman Mittelmann / Don Alvaro – Flaviano Labò / Preziosilla – Kerstin Meyer / Padre Guardiano – Ernst Wiemann / Frau Melitone – Heinz Blankenburg / Curra – Maria von Ilosvay / Mastro Trabuco – Kurt Marschner / Un alcade – Franz Grundheber / Un chirurgo – William Workman / Der Chor der Hamburgischen Staatsoper / Chorltg.: Günther Schmidt-Bohländer / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Bohumil Gregor (Hamburg, Staatsoper, 15. 4. 1970) Eine Aufführung in italienischer Sprache. (Die Inszenierung Helmuth Matiaseks stammte vom September 1965 und wurde damals in einer Doppel-Premiere gezeigt: Leonora - Enriqueta Tarrés, Edith Lang / Preziosilla - Tatiana Troyanos, Kerstin Meyer / Alvaro - Ernst Kozub, Arturo Sergi / Carlo - Tom Krause, Thomas Tipton / Pater Guardian - Ernst Wiemann, Arnold van Mill / Fra Melitone - Heinz Blankenburg, Peter Roth-Ehrang; den Marchese von Calatrava sang in beiden Premieren Herbert Fliether und beide Male dirigierte Nello Santi die deutsch gesungenen Aufführungen.)



    „Tristan und Isolde“ (Wagner): Isolde – Amy Shuard / Tristan – Jean Cox / Brangäne – Kerstin Meyer / Kurwenal – Jeff Vermeersch / König Marke – Kurt Moll / Melot – Stan Unruh / Ein junger Seemann – Pierre-André Blaser* / Ein Hirt – Jaume Baro / Ein Steuermann – Michel Bouvier / Le Choeur du Grand Théâtre de Genève / Chorltg.: Paul-André Gaillard / L' Orchestre de la Suisse Romande / Dirigent: Georges Sebastian (Genf, Grand Théâtre, 31. 1. 1972) *Es ist nicht ganz geklärt, ob Pierre-André Blaser den 'Jungen Seemann' singt (wie in der Premiere dieser Neuinszenierung am 18. 1. 1972) oder Jaume Baro, der in den folgenden Vorstellungen mit ihm in dieser Rolle alternierte.



    Nachtrag zum Beitrag Nr. 23: Es gibt natürlich auch einen Mitschnitt der „Meistersinger von Nürnberg“-Premiere von den Salzburger Osterfestspielen 1974 (7. 4.), in dem Kerstin Meyer ebenfalls die Partie der 'Magdalene' singt. Im Gegensatz zu der Aufnahme des folgenden Jahres (23. 3. 1975) sangen 1974 Louis Hendrikx (statt Peter Lagger) den 'Veit Pogner', Martin Schomberg (statt Willy Caron) den 'Balthasar Zorn' und Wolf Appel den 'Ulrich Eisslinger' statt Manfred Jung; die restliche Besetzung war in beiden Jahren unverändert.



    Demnächst werde ich noch einige Konzert- und Liedaufnahmen mit der schwedischen Altistin auflisten.



    Carlo

  • Liebe Melomanen,


    hier folgen einige Aufnahmen aus dem Konzertrepertoire Kerstin Meyers:



    „Sörgemusik över Gustaf III.“ (Kraus): Joan Marie Moynagh (Sopran), Kerstin Meyer (Alt), Ragnar Ulfung (Tenor) und Kim Borg (Bass) / Clarion Concerts Chorus and Orchestra / Chorltg. und Dirigent: Newell Jenkins (New York, Alice Tully Hall, 16. - 17. 4. 1969) 'Vanguard Cardinal Series' VCS 10065 (1 LP, USA 1969) bzw. 'Vanguard Classics' SVC-61 (1 CD, USA 1997).


    Der schwedische König Gustaf III., ein Neffe Friedrichs des Großen, wurde (aus politischen Gründen und nicht wie in Verdis Oper wegen eines Liebeskonflikts) am 16. 3. 1792 in Anwesenheit seines Hofkapellmeisters Joseph Martin Kraus bei einem Maskenball in der Stockholmer Oper durch einen Pistolenschuss des Hauptmanns Jacob Johan Anckarström so schwer verletzt, dass er dreizehn Tage später starb. Für die Begräbnisfeierlichkeiten in der Stockholmer Riddarholmskyrkan schrieb Kraus, der von dem musik- und theaterbegeisterten König in großzügiger Weise – z. B. durch eine vierjährige vom König bezahlte Auslandsreise – gefördert worden war, innerhalb von drei Wochen eine zweiteilige Kantate für vier Solisten, einen großen Chor und ein groß besetztes Orchester. Der amerikanische Dirigent Newell Jenkins führte das Werk 1969 in New York mit den oben genannten Solisten und dem von ihm gegründeten 'Clarion Concerts Chorus and Orchestra' auf und leitete auch die anschließende Schallplattenaufnahme in der schwedischen Originalsprache.


    Newell Jenkins, der sich für das Werk des 'schwedischen Mozart' u. a. auch mit einer konzertanten Aufführung der Oper „Aeneas i Carthago“ in Stockholm 1979 (mit Elisabeth Söderström und Jonny Blanc) und einem Konzert desselben Werks 1980 in New York einsetzte, hat auch eine hörenswerte Aufnahme von Cherubinis „Missa Solemnis in D-Moll“ (mit Patricia Wells, Maureen Forrester, George Shirley und Justino Diaz) für 'Vanguard' eingespielt; davon habe ich die Schallplatten-Ausgabe (VCS 10110/11, 2 LP, USA 1972), die es auch quadrophonisch gab.


    2006 gedachte man des 250. Geburtstages des im schönen Miltenberg am Main geborenen – und mit Mozart gleichaltrigen und ein Jahr nach ihm 1792 in Stockholm verstorbenen - Joseph Martin Kraus mit den deutschen Erstaufführungen seiner beiden großen Opern „Proserpina“ (in Schwetzingen mit Alexandra Coku und Johannes Chum unter Christoph Spering) und „Aeneas in Karthago“ (in Stuttgart mit Martina Serafin und Dominik Wortig unter Lothar Zagrosek), was aber bis auf eine Inszenierung der letzgenannten Oper in Berlin 2011 – mit Simone Schneider und Dominik Wortig wieder unter Lothar Zagrosek – keine weiteren Spuren hinterließ. Die zahlreichen Vokalkompositionen von Joseph Martin Kraus sind also noch zu entdecken...



    „Utrenja“ (Erster Teil „Chrystusa do grobu“) (Penderecki): Stefania Woytowicz (Sopran), Kerstin Meyer (Alt), Seth McCoy (Tenor), Bernard Ladysz und Peter Lagger (Bass) / The Temple University Choirs / Chorltg.: Robert Page und Gail B. Poch / The Philadelphia Orchestra / Dirigent: Eugene Ormandy (Philadelphia, Scottish Rite Cathedral, 28. 9. und 1. 10. 1970) 'RCA' LSC-3180 (1 LP, USA 1971). „Utrenja“ ist die vereinfachte Fassung des polnischen Wortes „Jutrznia“, was 'Morgengebet' bedeutet. Das Werk Krzysztof Pendereckis, der vor drei Monaten mit 86 Jahren starb, ist eine zeitgenössische musikalische Fassung der ostslawischen Liturgie zum Osterfest und besteht aus zwei Teilen: „Chrystusa do grobu“ ('Die Grablegung Christi') und „Zmartwychwstanie Panskie“ ('Die Auferstehung des Herrn'). Der erste Teil – für fünf Gesangssolisten, zwei Chöre und ein Orchester - besteht aus fünf Sätzen mit altslawischen Texten, die in lateinischer und griechischer Sprache gesungen werden; die oben genannten Sänger sind im 2. Satz „Piesni Pochwalne“ ('Lobgesang') zu hören. Das Werk dauert ca, 40 Minuten.


    „Die Grablegung Christi“ wurde am 8. 4. 1970 im Altenberger 'Dom' (Bergisches Land) uraufgeführt in einem Konzert des Westdeutschen Rundfunks Köln, der auch den Kompositionsauftrag erteilt hatte; die Solisten waren Stefania Woytowicz, Krystyna Szczepanska, Louis Devos, Bernard Ladysz und Boris Carmeli unter der Leitung von Andrzej Markowski, der ein Jahr später (am 28. 5. 1971) auch die Uraufführung des zweiten Teils im Dom zu Münster (Westfalen) dirigierte. Penderecki hat den ersten Teil dieses Werks dem Dirigenten Eugene Ormandy anlässlich der amerikanischen Erstaufführung im Herbst 1970 in Philadelphia gewidmet. Eine CD-Version der 'RCA'-Produktion liegt bisher nur in einer japanischen Ausgabe (BVCC 38303) vor, die auch eine Einspielung der neunten Symphonie („Janiculum“, op. 113) von Vincent Persichetti (1915-1987) unter Eugene Ormandy enthält, der 1969 den Auftrag zur Komposition erteilte.



    „Messa da Requiem“ (Verdi): Birgit Nilsson (Sopran), Kerstin Meyer (Alt), Charles Craig (Tenor) und Kim Borg (Bass) / Radiokören (Chor des Schwedischen Rundfunks) / Chorltg.: Eric Ericson / Chor 'Branko Krsmanovic', Belgrad / Chorltg.: Bogdan Babic / Radioorkestern (Orchester des Schwedischen Rundfunks) / Dirigent: Sixten Ehrling (Stockholm, Konserthuset, 5. 6. 1964) Der serbische Chor 'Branko Krsmanovic' wurde bereits 1884 als Chor der Universität Belgrad gegründet und wurde nach Milos Obilic benannt, der siegreich gegen die Osmanen kämpfte und 1389 in der legendären 'Schlacht bei dem Amselfeld' starb. Nach 1945 erhielt der Chor den Namen eines neuen Volkshelden - des Widerstandskämpfers Branko Krsmanovic, der im Kampf gegen die von Italien, Ungarn und Bulgarien unterstützte deutsche Wehrmacht getötet wurde - und unter diesem Namen (und mit seinem Leiter bis 1981, Bogdan Babic) unternahm der Chor zahlreiche Tourneen in aller Welt, wozu auch bis heute szenische Aufführungen von Opern gehören. 1991 nahm der Chor wieder seinen ursprünglichen Namen an und heißt nun international: Academic Choir 'Obilic' Belgrade.


    Angeblich gibt es Live-Mitschnitte der beiden Konzerte, die Lorin Maazel mit dem New Philharmonia Chorus and Orchestra (London) 1974 im Coliseu dos Recreios in Lissabon gab. Im Abstand von zwei Tagen wurden dort die „Missa Solemnis“ von Ludwig van Beethoven (am 2. 3.) und das „Verdi-Requiem“ (4. 3.) aufgeführt, wobei die Solisten in beiden Werken gleich waren: Pilar Lorengar, Kerstin Meyer, Werner Hollweg und Hans Sotin.



    Carlo

  • Angeblich gibt es Live-Mitschnitte der beiden Konzerte, die Lorin Maazel mit dem New Philharmonia Chorus and Orchestra (London) 1974 im Coliseu dos Recreios in Lissabon gab. Im Abstand von zwei Tagen wurdem dort die „Missa Solemnis“ von Ludwig van Beethoven (am 2. 3.) und das „Verdi-Requiem“ (4. 3.) aufgeführt, wobei die Solisten in beiden Werken gleich waren: Pilar Lorengar, Kerstin Meyer, Werner Hollweg und Hans Sotin.

    Lieber Carlo!


    Nach einem Verdi-Requiem mit Pilar Lorengar suche ich schon eine gefühlte Ewigkeit. Ich habe das Werk immerhin fünf mal mit Ihr live gehört. Aber die beiden Aufnahmen, die ich habe, sind technisch zu unbefriedigend, als dass ich sie wirklich hören mag.

    Deshalb meine Bitte: wenn Du da erfährst, wo ein Mitschnitt zu habe wäre, lass es mich bitte wissen.


    Liebe Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber 'Caruso41',


    ich weiß nur von vier Aufführungen von Verdis „Messa da Requiem“ mit Pilar Lorengar; akustisch gesichert sind lediglich der Wiener Mitschnitt (1963) und der von 1981 aus Berlin:


    a) mit Pilar Lorengar, Margarita Lilova, Giuseppe Zampieri und Eduard Haken / Die Wiener Singakademie / Chorltg.: Hans Gillesberger / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Argeo Quadri (Wien, Konzerthaus, 17. 1. 1962)


    b) mit Pilar Lorengar, Christa Ludwig, Nicolai Gedda und Nicolai Ghiaurov / Die Wiener Singakademie / Chorltg.: Hans Gillesberger / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Lorin Maazel (Wien, Konzerthaus, 16. 6. 1963)


    c) mit Pilar Lorengar, Christa Ludwig, Carlo Bergonzi und Ezio Flagello / Der Chor der Deutschen Oper Berlin / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Lorin Maazel (Berlin, Philharmonie, 4. 10. 1968)


    d) mit Pilar Lorengar, Kaja Borris, Seppo Ruohonen und Victor von Halem / Der Berliner Konzertchor / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorltg. und Dirigent: Fritz Weisse (Berlin, Philharmonie, 15. 11. 1981)



    Weil es hier aber um Kerstin Meyer geht – da kann ich noch zwei weitere Mitschnitte des „Verdi-Requiems“ nennen:


    a) mit Margareta Hallin, Kerstin Meyer, Ragnar Ulfung und Joel Berglund / Radiokören och Symfoniorkestern (Der Chor und das Symphonie-Orchester des Schwedischen Rundfunks) / Dirigent: Lorin Maazel (Stockholm, Konserthuset, 8. 4. 1959)


    b) mit Ljiljana Molnar-Talajic, Kerstin Meyer, Veriano Luchetti und Raffaele Arié / Zbor Narodno Pozoriste u Beogradu (Der Chor des Nationaltheaters Belgrad) / L' Orchestre National de l' ORTF Paris / Dirigent: Igor Markevitch (Lausanne, Palais de Beaulieu, 1974). Dieser Mitschnitt vom 'Internationalen Festival Lausanne 1974' wurde am 17. 10. 1974 im Bayerischen Rundfunk gesendet.



    Viele Grüße!


    Carlo

  • Lieber Carlo,


    hab vielmals Dank für Deine Mühe. Ich habe mich sehr gefreut über Deine Information.

    Die Aufnahme von 1968 habe ich live gehört! Es war ganz toll! Leider gibt es davon keine Aufnahme.

    c) mit Pilar Lorengar, Christa Ludwig, Carlo Bergonzi und Ezio Flagello / Der Chor der Deutschen Oper Berlin / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Lorin Maazel (Berlin, Philharmonie, 4. 10. 1968)

    Dafür hat mir ein guter Melomanen-Freund inzwischen geschrieben, dass er einen Mitschnitt von einer Aufführung in Wien hat:

    b) mit Pilar Lorengar, Christa Ludwig, Nicolai Gedda und Nicolai Ghiaurov / Die Wiener Singakademie / Chorltg.: Hans Gillesberger / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Lorin Maazel (Wien, Konzerthaus, 16. 6. 1963)

    Da hoffe ich, dass ich den von ihm bekommen kann.



    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!


  • Hallo,


    heute folgt der 1. Teil einer Aufstellung von Tondokumenten aus Kerstin Meyers Lied-Repertoire in der Reihenfolge des Aufnahmedatums:

    „Kerstin Meyer singt Johannes Brahms und nordische Lieder von Jean Sibelius, Ture Rangström und Gunnar de Frumerie“ ('Kerstin Meyer chante Johannes Brahms et des chansons nordiques de Jean Sibelius, Ture Rangström et Gunnar de Frumerie'): „Botschaft, op. 47/1“ - „Die Mainacht, op. 43/2“ - „Mädchenlied, op. 107/5“ - „Blindekuh, op. 58/1“ - „Nicht mehr zu dir zu gehen, op. 32/2“ - „Der Gang zum Liebchen, op. 48/1“ - „Das Mädchen, op. 95/1“ - „Mädchenlied, op. 85/3“ - „Vorschneller Schwur, op. 95/5“ - „Mädchenfluch, op. 69/9“ (Brahms) // „Svarta rosor“ ('Schwarze Rosen, op. 36/1') - „Flickan kom ifran sin älsklings möte“ ('Das Mädchen kam vom Stelldichein, op. 37/5') - „Säv, säv, susa“ ('Schilfrohr, säusle, op. 36/4') - „Den första kyssen“ ('Der erste Kuss, op. 37/1') (Sibelius) // Aus „Idyll“: Nr. 12: "Den enda stunden“ ('Der einzige Moment') – Aus „Poems“: Nr. 1: "Vingar i natten“ ('Nächtliche Flügel') – Aus „Den mörka blomman“ ('Die dunkle Blume'): Nr. 2: "Bön till natten“ ('Nachtgebet') – Aus „Poems“: Nr. 3: "Melodi“ ('Melodie') (Rangström) // Aus „Hjärtats Sanger“ ('Herzgesänge, op. 27'): Nr. 6: „Som en vag“ ('Wie eine Welle') – Nr. 1:„När du sluter mina ögon“ ('Wenn du meine Augen schließt') (de Frumerie) // Kerstin Meyer / Jacqueline Bonneau (Klavier) / (Paris, 1959) 'La voix de son maître“ FALP 568 (1 LP. Frankreich 1959)


    „Lieder auf Gedichte von Pär Lagerkvist“ ('Sanger efter dikterna av Pär Lagerkvist') (Gunnar de Frumerie, 1908-1987): „Som en vag“ ('Wie eine Welle') - „När du sluter mina ögon“ ('Wenn du meine Augen schließt') - „Hemlängtan“ ('Heimweh') - „Saliga väntan“* ('Gesegnete Hoffnung') - „Det blir vackert där du gar“* ('Es ist schön, wo du gehst') / Kerstin Meyer / Jan Eyron* (Klavier) / Stockholms Filharmoniska Orkestern (Philharmonisches Orchester Stockholm) / Dirigent: Sixten Ehrling (Stockholm, Konserthuset, 1963) 'Swedish Society' SCD 1022 (1 CD, Schweden 1988). Diese Portrait-CD des Komponisten Gunnar de Frumerie enthält außerdem seine folgenden Werke: die Lieder „Kärlekens visa“ ('Liebeslied') - „Lat mi ga vilse i ditt ljus“ ('Lass mich verloren gehen in deinem Licht') - „Det kom ett brev“ ('Es kam ein Brief') mit Elisabeth Söderström und Jan Eyron; die „Pastoralsuite“ op. 138; die „Chaconne“ für Klavier op. 8 und das Klaviertrio Nr. 2, op. 45. Die Aufnahmen dieser Kompilation entstanden zwischen 1957 und 1968.


    „Aus 'Sechs ernste Lieder', op. 14“ ('Sex allvarliga sanger') (Maurice Karkoff, 1927-2013): „Den langa vägen“ (Der lange Weg') - „Resa i ljusar“ ('Reise ins Licht') - „Skymning“ ('Zwielicht') / Kerstin Meyer / Stockholms Filharmoniska Orkestern (Philharmonisches Orchester Stockholm) / Dirigent: Sixten Ehrling (Stockholm, Konserthuset, 1963) 'Swedish Society' SCD 1023 (1 CD, Schweden 1988). Eine Zusammenstellung von Kompositionen von Maurice Karkoff: „Sex Kinesiska Impressioner“ ('Sechs chinesische Impressionen, op. 116') für eine Sopranstimme und Insrumentalsolisten (mit Dorothy Dorow); „Sette Pezzi per Grande Orchestra, op. 63“; „Vision“ für Orchester, op. 79; die Symphonie Nr. 4, op. 69 und die genannten drei Orchesterlieder mit Kerstin Meyer.


    „Lieder am Meer“' ('Sanger vid havet') (Gösta Nystroem, 1890-1966): „Ute i skären“ ('Draussen in den Schären') -“ Nocturne“- „Havets visa“ ('Meereslied') - „Jag har ett hem vid havet“ ('Ich habe mein Heim am Meer') - „Jag väntar manen“ ('Ich warte auf den Mond') / Kerstin Meyer / Jan Eyron (Klavier) (Stockholm, Sveriges Radio,1963) HMV 7 C 053-35162 (1 LP, Schweden 1976). Eine Klavierfassung der „Gesänge vom Meer“ von Gösta Nystroem, gekoppelt mit dem Gesangszyklus „Idyll“ - fünfzehn Lieder - von Ture Rangström (mit Elisabeth Söderström) und acht Liedern von Charles Ives (mit Erik Saedén).


    „Lieder von Wilhelm Stenhammar, Ture Rangström, Gunnar de Frumerie und Gösta Nystroem“ ('Sanger av Wilhelm Stenhammar, Ture Rangström, Gunnar de Frumerie och Gösta Nystroem'): „I skogen“ ('Im Wald') (Stenhammar) - „Det far ett skepp“ ('Es ist ein Schiff') (Stenhammar) - „Notturno“ (Rangström) - „Saliga väntan“ ('Gesegnete Hoffnung') (de Frumerie) - „Det blir vackert där du gar“ ('Es ist schön, wo du gehst') (de Frumerie) - „Vitt land“ ('Weißes Land') (Nystroem) - „Önskan“ ('Der Wunsch') (Nystroem) - „Bara hos den“ ('Bloß bei dem Einen') (Nystroem) / Kerstin Meyer / Jan Eyron (Klavier) (Stockholm, Sveriges Radio, 26. - 27. 1. 1967) 'Swedish Society' SLT 33 171 (1 LP, Schweden 1967). Acht weitere Lieder von Stenhammar, Rangström und de Frumerie werden von Elisabeth Söderström gesungen. (Wilhelm Stenhammar lebte von 1871 bis 1927; Ture Rangström wurde 1884 geboren und starb 1947.)


    „Neue Lieder am Meer: Seele und Landschaft“ ('Nya sanger vid havet: Sjö och landskap') (Gösta Nystroem): „Vitt land“ ('Weißes Land') - „Önskan“ ('Der Wunsch') – "Bara hos den“ ('Bloß bei dem Einen') / Kerstin Meyer / Jan Eyron (Klavier) (Stockholm, Sveriges Radio, 26. - 27. 1. 1967) 'Swedish Society' SCD 1039 (1 CD, Schweden 1991). Gekoppelt mit weiteren Kompositionen Nystroems: der Zyklus „Sanger vid havet“ ('Lieder am Meer') mit Aulikki Rautawaara und die Orchester-Suite „Köpmannen i Venedig“ nach Shakespeares „The Merchant of Venice“ - alles aufgenommen 1955 mit dem Stockholms Radioorkester unter Tor Mann - und Claes-Hakon Ahnsjö mit dem Lied „Midsommardrömmen“ ('Sommernachtstraum'), eingespielt 1973.


    Carlo

  • Nachfolgend nun der 2. Teil der Liedaufnahmen mit Kerstin Meyer:



    „Sea Pictures, op. 37“ (Edward Elgar): Kerstin Meyer / The Hallé Orchestra / Dirigent; John Barbirolli (King's Lynn, St. Nicholas Chapel, 24. 7. 1970) 'Intaglio' INCD 701-1 (1 CD, Italien 1991). Der Mitschnitt entstand beim seit 70 Jahren statt findenden Musikfestival in King's Lynn, einer Kleinstadt in der englischen Grafschaft West Norfolk. Die CD enthält auch Elgars Symphonie Nr. 1, op. 55 als Mitschnitt aus diesem Konzert; es ist das letzte Tondokument von John Barbirolli, der fünf Tage später in London starb. (Edward Elgar schrieb diesen Gesangszyklus – fünf Lieder auf Texte verschiedener Dichter – 1894 für eine Sopranstimme und Klavier; 1899 bearbeitete er ihn auf Wunsch der berühmten britischen Sängerin Clara Butt für eine Altstimme mit Orchesterbegleitung.)



    „Duette mit Elisabeth Söderström“: Zwei Duette aus der Sammlung 'Bicinia hungarica' von Zoltán Kodály, ungarisch gesungen: Nr. 7 „Csillagoknak teremtöje“ ('Schöpfer der Sterne') – Nr. 8 „Kiolvasó“ ('Abzählreim') / Duette op. 46 von Piotr Ilich Chaikovskii, französisch gesungen: Nr. 6 „Rassvet“ ('L' aube' - Morgendämmerung) – Nr. 3 „Slezii“ ('Larmes humaines' - Tränen) – Nr. 4 „V ogorode, vozle brodu“ ('Au jardin, près du ruisseau' - Im Garten bei dem Bach) / Mährische Duette op. 32 von Antonín Dvorák, deutsch gesungen: Nr. 10 „Zelenaj se, zelenaj“ ('Die Zuversicht' - Grüne, grüne, junges Gras) – Nr. 8 „Skromna“ ('Die Bescheidene' - Schön bist du, mein Liebchen) – Nr. 11 „Zajata“ ('Die Gefangene' - Ging ein Mädchen Gras zu mähen) – Nr. 6 „Holub na javore“ ('Die Verlassene' - Flog ein Täubchen zum Ackerrain) – Nr. 4 „V dobrym sme se sesli“* ('Scheiden ohne Leiden' - Freundlich lass uns scheiden) / Drei Duette von Henry Purcell, englisch gesungen: „Sound the trumpet till around“ aus der Ode 'Come, ye sons of art' Z. 335 - „Two daughters of an aged stream we are“ aus der Semi-Oper 'King Arthur' Z. 628 - „Let us wander, not unseen“ aus der Semi-Oper 'The Indian Queen' Z. 630 / Zwei Duette von Gunnar Wennerberg, schwedisch gesungen: „Marketenterskorna“ ('Marketenderinnenschuhe') und „Flickorna“ ('Die Mädchen') / Ein Duett von Erik Gustaf Geijer: „Dansen“ ('Tanzen') / Zwei Duette von Gioachino Rossini aus der Sammlung 'Les soirées musicales': Nr. 10 „La pesca“ ('Der Fischfang' - Già la notte s'avvicina) – Nr 9 „La regata veneziana“ ('Die venezianische Regatta' - Voga, o Tonio benedetto) / „Duetto buffo di due gatti“ ('Katzenduett') von Robert Lucas Pearsall nach Themen von Gioachino Rossini / Elisabeth Söderström und Kerstin Meyer / Jan Eyron (Klavier) (Stockholm, Nacka Aula, 1. - 3. 11. 1974) 'BIS Records' LP-17 (1 LP, Schweden 1974) bzw. CD-17 (1 CD, Schweden 1992). *'BIS' gibt hier eine falsche Opuszahl an. Ich habe die CD-Ausgabe; leider gibt das Booklet keine nähere Auskunft über die eingespielten Duette und auch nicht über die Komponisten Erik Gustaf Geijer (1783-1847) und Gunnar Wennerberg (1817-1901).



    „Hofsänger singen Lieder der Bernadottes“ ('Hovsangare sjunger Bernadotte sanger'): „Hjertats hem“ ('Das Heim des Herzens') - „En sommardag“ ('Ein Sommertag') / Elisabeth Söderström und Kerstin Meyer / Arnold Östman (Klavier) (Stockholm, Sveriges Radio, 13. 1. 1976). 'Swedish Society' SLT 33243 (1 LP, Schweden 1976) bzw. SCD 1041 (1 CD, Schweden 1988).


    Der Produzent Frank Hedman hatte die Idee, für eine Schallplatte einige Werke von komponierenden Mitgliedern des seit 1818 in Schweden regierenden Königshauses Bernadotte aufzunehmen, darunter zwei Duette von Prinzessin Eugénie (1830–1889), gesungen von Elisabeth Söderström und Kerstin Meyer. (Weitere Interpreten sind Birgit Nilsson, Nicolai Gedda, Carl-Axel Hallgren sowie Erik Saedén und dessen Ehefrau Elisabeth; die Aufnahmen entstanden zwischen dem 8. 3. 1975 und dem 15. 5. 1976.) Für die CD wurden diese Aufnahmen noch durch Orgelmusik-Kompositionen, eingespielt im Februar 1988 von Lars Blohm an der Orgel des Stockholmer Stadtschlosses, ergänzt. (Die Schallplatte bzw. CD enthält auch eine Aufnahme mit Alice Babs, die in Deutschland als 'Schwedenmädel', international als Jazz-Interpretin und in ihrer Heimat auch als Sopranistin mit geistlicher Musik bekannt war. Im mittlerweile 'ausgetrockneten' Thread „Nicht-klassische Sänger mit klassischer Gesangsausbildung“ habe ich an diese Sängerin erinnert.)



    „Rainer Maria Rilke - Lieder“ (Inger Wikström): „Orpheus, Euydike, Hermes“, op. 11 (Dauer: 16,10 Minuten!) - „Du bist die Zukunft, großes Morgenrot“, op. 12 Nr. 3 / Inger Wikström (Klavier) (Stockholm, Sveriges Radio, 26. 11. 1982) 'Bluebell' BELL 144 (1 LP, Schweden 1983). Inger Wikström (geb. 1939) ist eine in Schweden sehr bekannte Pianistin und Dirigentin, die u. a. auch fünf Opern komponiert hat. (Die Platte enthält auch die „Sechs Lieder, op. 10“ und die Lieder „Liebeslied, op. 12 Nr. 1“ und „An die Musik, op. 12 Nr. 2“ in der Interpretation der australischen Sopranistin Chesne Ryman, begleitet am Klavier von der Komponistin. Alle Lieder werden in deutscher Sprache gesungen.)



    Auch wenn die vor drei Monaten verstorbene Schwedin vielen Melomanen heute kein Begriff mehr ist, so zeigen doch ihre vielen Ton- und Bilddokumente (incl. der am Anfang des Threads genannten Aufnahmen), welch bedeutende Sängerin sie war.



    Carlo